Westdeutsche Kaufhof 23,25,
60,25, Südd. Zucker 185,25,
Wirtschaft
Weitere Abnahme der Arbeitslosigkeit
bei die die Die
<1
bald nicht
Oie Zahl der Arbeitslosen im Landesarbeitsamtsbezirk Hessen um über 3000 zurückgegangen.
Die Zahl der Arbeitslosen in Frankfurt a. M. ist um 4062 oder 10,1 v. Sy, in Kassel um 446
ist um 4062 oder 10,1 v. Sy, in
oder 4,3 v. Sy und in Mainz um rund 200 oder 2,5 v. $). zurückgegangen-, nur in Wiesbaden ist eine leichte Zunahme der Zahl der Arbeitslosen zu verzeichnen, die mit der Beendigung der Notstandsarbeiten in Zusammenhang steht.
Bon den Ende Juni bei den Arbeitsämtern ge-
ist hauptsächlich aus die planmäßig erfolgte Einschränkung der Notstandsarbeiten zurückzuführen; die Zahl der Notstandsarbeiter ist um rund 8400 auf 22 500 gesenkt worden.
Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit in den Großstädten konnte mit Erfolg fortgesetzt werden.
' Frankfurt a. M., 11. Juli. (LPD.) Die Pressestelle des Landesarbeitsamts Hessen teilt mit: Die Arbeitslosigkeit im Landesarbeitsamtsbezirk Hessen hat auch im Juni weiterhin abgenommen, und zwar ist die Zahl der bei den Arbeitsämtern gemeldeten Arbeitslosen u m rund 3100 oder 2,1 v. H. zurückgegangen.
Die Zahl der Arbeitslosen liegt demnach Ende Juni um rund 136 70U oder 48,v. h. niedriger, als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Insbesondere wiesen die konjunkturell beeinflußten Berufsgruppen eine über dem Durchschnitt liegende Entlastung auf; u. a. beträgt die Abnahme der Arbeitslosenziffer in der Beruss- gruppe Metallgewerbe 1233 oder 5,8 v. Sy, im Nah- rungs- und Genußmittelgewerbe 477 oder 10,3 o. Sy, im Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe 277 oder 7,8 d. Sy und im Holzgewerbe über 200 --- 3,1 d. H. In den Saison-Außenberufen (Forstwirtschaft, Industrie der Steine und Erden, Baugewerbe) hat dagegen die Arbeitslosigkeit im Juni leicht zugenommen. Die Zunahme in diesen Berufsgruppen
Auch im Abendbörsenverkehr entwickelte sich freundlicher Tendenz nur kleines Geschäft, da kleine Publikumsbeteiligung anhält, während Kulisse kaum zu größeren Eigengeschäften neigt. Kurse blieben im Vergleich zum Berliner Schluß in den meisten Fällen gut behauptet, vereinzelt
war zumeist gut behauptet, etwas fester waren nochmals Daimler, AG. für Verkehr, Phönix, Deutsche Erdöl. Sehr fest lagen Th. Goldschmidt mit plus 2,25 v. Sy Jlse-Aktien tendierten unregelmäßig; während Stammaktien 2,50 v. H. einbüßten, zogen Genüsse 1 v. H. an. Niedriger lagen noch Bemberg mit minus 1,50 d. Sy Der Markt der Auslandswerte war weiter fest, so zogen Chade weitere 1,50 Mark an, ferner waren sämtliche Schweiz. Bundesbahn- Anleihen mehrprozentig höher gesucht.
Abendbörse weiter freundlich.
überheblich sei. So manches Mädchen, so mancher Junge hält sich für den Mittelpunkt der Welt, um den sich alles drehen müßte, wenn es mit rechten Dingen zuginge. Solch ein „Mittelpunkt , an das unendlich weite, brausende Meer ober mitten m die Gebirgswelt gestellt, lernt oft plötzlich ferne Ohnmacht, seine Kleinheit, seine Atomhaftigkeit in der großen Natur, ja selbst im engeren Umkreis kennen.
Bei Kindern dagegen, die in jeder Hinsicht zaghaft und ängstlich 'sind, macht man die entgegengesetzte Erfahrung. Sie richten sich sozusagen an der Größe um sich her auf. Kinder, die von fast krankhafter Aengstlichkeit geplagt werden verändern sich mit einem Schlage, wenn sie auf einem hohen Berggipfel stehen oder auf dem unübersehbar weiten Meer fahren. Was auf die Frechen, Vorlauten dämpfend wirkt, erhebt und kräftigt die Zaghaften, die am Mangel an Selbstbewußtsein leiden. Sie werden mutiger, lachen bald selbst über ihre frühere Aengstlichkeit und können es schließlich kaum glauben ' daß sie sich fürchteten, allein im dunklen Zimmer' zu bleiben, bevor man auf die Serienreife ging. So lernen die Kinder, ohne es selbst zu mer- fen, kommen vorwärts, ohne im Augenblick zu spüren', daß sie einen Schritt gemacht haben und kehren'schließlich, ohne sich des Gewinns klar zu werden, schweren Herzens in den Alltag zurück.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 11. Juli. Bei stetiger Tendenz erfolgten am heutigen Getreidegroßmarkt in Körnerfrüchten nur noch sporadische Umsätze, der Uebergang aufs neue Erntejahr hemmt die Unternehmungslust, zumal man allgemein die in Aussicht stehenden Ausführungsbestimmungen zum Gesetz zur Ordnung der Getreidewirtschaft abwartet. Roggen in alter Ware war kaum noch angeboten, auch die Nachfrage ist schwach; die Notiz ging um 5 RM. per Tonne zurück. Weizen war ausreichend offeriert, die Mühlen nehmen zum Festpreis nur noch ganz vereinzelt etwas auf. Hafer war stärker angeboten und ging im Preise erneut um 2,50 RM. per Tonne zurück; der Preis wird immer noch für zu hoch erachtet. Neue Wintergerste wurde noch nicht notiert, man wartet die gesetzliche Neuregelung ab. Für zweizeilige neue Wintergerste wurden etwa 200 bis 210 RM. per Tonne verlangt. Für Mühlennachprodukte, insbesondere für Nachmehle, ist die Haltung fest, oelhaltige Artikel liegen ruhiger. Gefragt waren im freien Markt Kartoffelflocken zu 18,50 RM. pro 100 Kilogramm frei deutscher Station. Die Rauhfuttermittelpreise blieben unverändert. Es notierten in RM.: Weizen 208 bis 210, Roggen 180, Hafer 200 bis 205, Weizenmehl, Type 563 Festpreisgebiet W X 28,90 plus 0,50 RM. Frachtausgleich, Festprsisgebiet W VII 28,60 plus 0,50, Roggenmehl Type 610 Festpreisgebiet R VIII 25,25 plus 0,50, do. R VI 25,25 plus 0,50, Weizenmehl IV B 17 bis 17,25, Weizennachmehl 16,50 bis 16,75, Weizenfuttermehl 12,75, Weizenkleie, fein 11,40, grob 11,75, Roggenfuttermehl 13,25, Roggenkleie 12,50, Soyafchrot 15,80, Palm'kuchen 15,70, Erdnußkuchen 17,20, diese Preise verstehen sich als Fabrikpreise ab südd. Fabrikation, Treber 17 bis 17,25, Heu 10,50 bis 11, Weizen- und Roggenstroh drahtge- preßt ober gebündelt 2,70 bis 2,90. Tendenz: stetig.
Frankfurter Schlachtviehrnarkt.
Frankfurt a. M., 12. Juli. Vorbericht. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 218 Rinder (70 Ochsen, 8 Bullen, 46 Kühe, 94 Färsen), 1326 Kälber, 41 Hämmel, 29 Schafe, 724 Schweine. Es kosteten: Kälber 22 bis 44 Mark, Hämmel 29 bis 34, Schafe 18 bis 32, Schweine 40 bis 47 Mark. Marktverlauf: Kälber langsam, Hämmel und Schafe sowie Schweine mittelmäßig.
Schweinemarkt in Gedern.
* Gedern, 11. Juli. Der heutige Schweine- markt in unserer Stadt war mit 446 Ferkeln und Läuferschweinen zum Verkauf beschickt. Der Handel war zunächst schleppend, dann nahm das Geschäft lebhaftere Formen an und führte zur fast vollständigen Räumung des Auftriebes. Man bezahlte für 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 9 bis 11 RM., 8 bis 12 Wochen alte Tiere 12 bis 15 RM., für Läuferschweine 20 bis 30 RM.
Schweinemarkt in Nidda.
* N i d d a, ll.Juli. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 306 Ferkel zum Verkauf. Bei langsamem Handelsgeschäft wurden für 4 bis 6 Wochen alte Ferkel 12 bis 15 RM., 6 bis 8 Wochen alte Tiere 15 bis 18 RM. bezahlt.
meldeten 143 293 Arbeitslosen bezogen 16 692 Arbeitslosen- und 45 031 Krisenunterstützung. Von der öffentlichen Fürsorge wurden insgesamt 52 918 anerkannte Wohlfahrtserwerbslose unterstützt, davon waren 6494 Frauen. Die öffentliche Fürsorge ist somit gegenüber dem Vormonat um rund 3100 Arbeitslose entlastet worden.
zogen sie auch noch leicht an.
Aschaffenburger Zellstoff und Harpener Bergbau gewannen dabei je 0,75 d. Sy Farbenindustrie und Elektroaktien blieben unverändert, Lahmeyer und Licht und Kraft allerdings erh'öhten sich um 0,25 bis 0,50 v. Sy Ferner lagen Westdeutsche Kaufhof 0,65 d. Sy freundlicher. Im Verlaufe ergaben sich bei anhaltend kleinem Geschäft keine Veränderungen. . •
Am Rentenmarkt blieben deutsche Anleihen, Reichsmark-Obligationen gut behauptet, letztere konnten sich teilweise um 0,25 bis 0,50 v. H. befestigen, auch industrielle Genußrechte fanden weitere Beachtung. Am Auslandsrentenmarkt lagen Schweiz. Bundesbahn-Anleihen erneut 1 v. Sy fester, doch erfolgte die Zuteilung voll; 4proz. 171 (170), 3V2proz. 160 (159), 3proz. Schweiz. Eifenbahnrente von 1890 134,50 (134). 11. a. notierten: Altbesitz 95,13, 6proz. Stahlverein 78,50, Schutzgebietsanleihe von 1914 9,25, Reichsbank 155, DD.-Bank 62,25, Gelsenkirchen 60,25, Harpener 106, Kali Aschersleben 124,75, Mannesmann 65,50, Phönix
46,75, Rheinstahl 92,50, Aku 63,25, Bekula 143,90, Bemberg 67,50, Daimler 48,65, Scheideanstalt 208,75, Licht und Kraft 110,50, IG. Farben 150, Gesfürel 107,75, Lahmeyer 121, Schuckert 90,50, “ ~ ' ">, Zellstoff Aschaffenburg
>, Hapag 28,40.
Tag für Tag, ja Stunde für Stunde hat man reichlich Gelegenheit, festzustellen, wie anders die Kinder von heute sind, wie anders sie sich bei den verschiedensten Anlässen verhalten als die der vergangenen Generation. Bei einem Wort aber leuchten die Kindergesichter geradeso wie einstmals die ihrer Eltern und Großeltern, beim Klang der Worte: Große Ferien! Die Schulmappe fliegt in gro- ßem Bogen in eine Ecke oder wird mit einem glücklichen Lächeln sauber an den Haken gehängt, je nachdem, wie es das Temperament eingibt. Es gibt wohl heute kaum noch Eltern, die ihre Kinder mit Schulaufgaben in den Ferien plagen, wenn es nicht durchaus notwendig ist, sie wissen ja auch, daß die Zeit, in der das Kind nichts lernen will, oft eine wichtige Lehrzeit für fein ganzes Wesen, für sein Denken, für sein Schauen wie für fein Empfinden wird. Wer einmal an die eigene Kindheit zurückdenkt, der wird rückblickend klar erkennen, daß er unter günstigen Bedingungen in den wenigen Ferienwochen oft erstaunlich rasche Fortschritte in seiner Entwicklung gemacht hat, daß er sich Fertigkeiten, Eigenschaften und Kenntnisse aneignete, die man auf der Schulbank nicht lernt, die aber fürs Leben nicht minder wichtig find als die Schulweisheit.
Für die Kinder, die ihre Ferien zu Haus verbringen, wird vor allem der ausgiebige Aufenthalt im Freien förderlich sein. Sie haben Zeit, viel Zeit, und unwillkürlich sehen sie sich die Dinge um sich her so an, wie man eben nur sieht, wenn man Zeit hat, sie wollen etwas mehr wissen als das, was sie sonst wohl schon hundertmal und mehr beim flüchtigen Vorübergehen sahen. Sie lernen beobachten, eine Gabe, die man nicht hoch genug einschätzen kann. Alles um sie her, alles, was ihnen vorher vielleicht ganz gleichgültig war, gewinnt plötzlich Leben und Bedeutung. So manches ernste Interesse wird geweckt ober vertieft in den scheinbar „faulen" Wochen. So werden die großen Ferien für die Kinder, die in ihrer gewohnten Umgebung bleiben, oft eine Zeit des Sichselbst- entdeckens, des Entdeckens der eigenen Interessen.
Noch fühlbarer sind die Fortschritte der Kinder, die ihre Ferienzeit in einer fremden Um« g e b u n g zubringen. Wenn sie allein zu Bekannten geschickt werden, so lernen sie zunächst, sich in einen andern, vielleicht ihnen ganz unbekannten Kreis einfügen. Und dieses Sich-Einfügen-Lernen, die Fähigkeit, sich anderen als den gewohnten Verhältnissen anzupassen, ist gewiß nicht unwichtig. Ganz besondere Fortschritte in dieser schweren Kunst haben meistens die Kinder gemacht, die zur Erholung zu Fremden ins Ausland geschickt wurden. Trotz all der liebevollen Sorge, die ihnen entgegengebracht wurde, war es nicht leicht für die Kinder, sich fern von der Heimat in einem Lande aufzuhalten, dessen Sitten und dessen Sprache vor allem ihnen fremd ist. Wir wissen, daß eine große Anzahl der Kinder sich gut einleben. Wie erstaunlich selbständig im Handeln und Denken kommen oft Kinder zurück, die, bevor sie roeggingen, mit jeder Kleinigkeit zehnmal die Mutter belästigten. In der Fremde muß man auf eigenen Füßen stehen, kann nicht unnütz Menschen in Anspruch nehmen, das fühlen die Kinder wohl und handeln danach. Dazu kommt noch, daß ihnen in der Fremde oft Fehler, auKbie man sie zu Haus vergeblich aufmerksam machte, von selbst fühlbar werben. Ein erstaunter Blick eines Fernerstehenben wirkt erfahrungsgemäß häufig rabifaler als wieberhvltes Schelten ber Eltern. Die Kinber lernen in jeder Hinsicht, sich mehr zusammenzunehmen und bringen daher von solch einem Besuch gewöhnlich mehr Selbstdisziplin mit heim.
Stadtkinder, die aufs Land kommen, zum ersten Male vielleicht, müssen doch ein ganz neues ober sehr erweitertes Weltbilb sich aneignen, wenn sie Gelegenheit haben, bas Leben ber Lanbleute zu beobachten, wenn sie sehen, wie nahe biese Menschen ber Natur finb, daß ihre ganze Einstellung eine so völlig andere ist als die Der Stadtmenschen. Da kommen manchen etwas hochmütigen Schulmädel oder Jungen Zweifel daran, ob ihre' städtische Weisheit sie wirklich über diese Menschen erhebt, die so fleißige Arbeiter und oft so feine kluge Naturbeobachter sind. Sie erkennen, daß die Nähe der Scholle besondere Kräfte im Menschen weckt, daß der Landaufenthalt ihnen eine neue Welt erschließt.
Die Eltern, die die Möglichkeit haben, m i t ihren Kindern zu verreisen, mögen sich vor einem hüten; die Kinder zu sehr zu verwöhnen. Denn auch darin ist die Jugend sehr gelehrig: Ansprüche, die sie einmal kennengelernt hat, die gibt sie nicht so leicht wieder Preis. Wenn das Kind, das zu Haus vielleicht einfach gewöhnt ist, wochenlang in einem Gasthaus wohnt, wo für jeden Handgriff ein helfender Geist bastelst, so kann bas bie übelsten Folgen für feine Entwicklung haben.
Schulferien als Lebensschule
Von Hedwig Lange.
Förderung
des deutschen Oelsaatenbaues.
Die Reichsregierung hat für bie Fortführung ber Maßnahmen zur Förberung bes beutschen Oelsaatenbaues Mittel zur Verfügung gestellt. Danach werben bie Erzeuger von Leinsaat, Raps unb Rübsen für bie im Jahr 1935 geernteten Erträge, aud) bei wesentlich verstärktem Anbau, bie gleichen Mmbest- pretfe erhalten wie im laufenben Erntejahr, also 24 RM. für ben Doppelzentner Leinsaat unb 30 RM. für ben Doppelzentner Raps unb Rubsensaat. Die Anbauer von Lein-, Raps- unb Mohnsaat, bie ihre Erzeugnisse im Lohnschlag für ben eigenen Ge- brauch schlagen lassen, werben babei im Erntejahr 1935 ebenfalls bie gleichen Vergünstigungen erhalten, wie in biesem Jahre. Auf Grund dieser Sicherung der Preise für Oelsaaten aus der Ernte 1935 wird mit Bestimmtheit erwartet, daß bie deutsche Lanbwirtschaft ben Anbau von Oelsaaten weiter steigern unb bamit bie Bemühungen ber Reichsregierung unterstützen wirb, bie Fett- und Futtermittelerzeugung im eigenen Lande immer mehr auszubauen.
Sranffurter Börse.
INillagsbörse freundlich.
Frankfurt a. M., 11. Juli. Die Börse lag, ohne daß größere Anregungen vorlagen, weiterhin freundlich und zuversichtlich. Das Geschäft blieb indessen meist wieder nur auf einzelne Spezialpapiere beschränkt, zumal die Auftragserteilung ber Banken- kunbschaft immer noch minimal ist. Die etwas höheren Dorbörsenkurse im hiesigen Frühverkehr wurden nicht immer erreicht, da hier und da kleine Abgaben erfolgten. Bei ber zur Zeit herrschenben Marktenge bestimmen schon kleinste Beträge sowohl nach oben wie nach unten ben Kurs.
Ganz überroiegenb fester lag roieber ber Elektromarkt, wobei bie täglich günstigen Nachrichten über Stromabsatzsteigerung usw. Anregung geben. Es gewannen Siemens 1,25 v. Sy, Lechwerke unb Elektr. Lieferungen je 0,50 v. Sy, AEG., Licht unb Kraft unb Bekula je 0,25 v. Sy, nur Gesfürel fetzten 0,50 v. H. niebriger ein. Chabeaktien, bie schon gestern stärker erhöht waren, zogen erneut um 1,50 Mark an. Mehr Interesse roanbte sich ferner bem Montanmarkt zu. Harpener unb Gelsenkirchen stanben mit je plus 1 v. Sy im Vorbergrunb, bie übrigen Werte gewannen von 0,25 bis 0,50 v. H. Am Schiffahrtsmarkt lagen Hapag 0,13 v. Sy höher, Norbb. Lloyb 0,25 v. H. leichter. Chemiewerte waren zumeist gut behauptet, Farbenindustrie allerdings mit 149,75 bis 149,50 v. H. niedriger nach vorbörslich noch 150,50 v. Sy Von Nebenwerten fetzten Deutsche Linoleum ihre Befestigung um 1 d. Sy, Aschaffenburger Zellstoff um 0,50 v. H. fort, auch Waldhof zogen zirka 1 v. Sy an. Ferner eröffneten Daimler Motoren 1 v. Sy, Aku 0,40 v. Sy, Zement Heidelberg 0,50 v. Sy freundlicher. Reichsbankanteile lagen zu 155 v. H. unverändert, Conti Gummi bröckelten um 0,25 v. Sy ab.
Am Rentenmarkt war ebenfalls keine größere Nachfrage festzustellen, die letzten Kurse blieben aber gut behauptet, so Altbesitz, späte Reichsschuld- buchforderungen, Komunal - Umschuldung, Reichs- mark-Obligationen und Stahlverein-Bonds. Von fremden Werten zogen 4prozentige Einheitsrumänen um 0,13 v. Sy an.
Im Verlaufe war die Haltung weiter freundlich, das Geschäft aber sehr ruhig. Das Kursniveau
Wie gut ist es dagegen, wenn das Kind herausfühlt, daß man in den großen Ferien , den Hauptwert auf ein elegantes Zimmer, auf üppiges Essen und Trinken legen soll, sondern daß es allein darauf ankommt, möglichst Vieles und Schönes von Gottes weiter Welt zu sehen, Kinder, die etwas verweichlicht sind, werben in ben Ferien oft zu kleinen Helben. Sie schlafen, wenn's eben mal so trifft, auf Stroh unb finb auch glücklich unb zu- frieben, wenn ber Brotkorb auf einer Wanberung einmal etwas höher hängt. Wie günstig in bieser Hinsicht die straffe Drgamfation ber Jugenb wirkt, wirb jeber zugeben. Die Kinber werben bescheiben unb froh unb glücklich, wenn ein Blatt nach bem anbern von bem übermältigenb großen, überwältigen!) schönen Buch Natur sich vor ihren Augen auftut, wenn sie bie Silber sehnsüchtig aufnehmen. An manch einen Sonnenaufgang, an manch tief» büftern See benken sie noch, wenn bie Zeit alle anbern, mehr äußerlichen Einbrücke jener Vergangenheit längst verwischt hat. Man klagt so oft, unb zwar leider mit Recht, baß bie Jugenb von heute
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter ben Papieren angeführten Ziffern geben bie Höhe ber zuletzt besch lossenen Divibenbe an. — Reichsbankdiskont 4 v. Sy, Lombardzinsfuß 5 v. H.
Z-rank,un a. M.
Berlin
Schluß« fur<
Schluß!. Abend- börse
Schluß- far<
Gchlußk. Mittag- börse
Datum
10.7.
11-7.
10-7.
11-7-
•% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
93
93
93,13
93,13
6% efoem.7% Dt.Reichöanl.v. 1920
—
—
—
bV,% Doung-Anlethe von 1930 ..
Deutsche Anl.-Ablüf.-Schuld mit
91,25
91
91
91,4
AuSlvs.-Rechten ...........
95,25
95,13
95,25
95,13
DeSgl. ohne AuSlol.-Rechte......
6% eöem.8% Hess. BoIIdftaai 1929
(rückzahlb. 102%) ............
92
90,75
91,5
91,5
6% Hess. Landesbank Darmstadt
Gold R. 12...........
89,5
89,5
89,5
89,5
6¥i7o Hess. LandeS^ypothekea- bank Darmstadt Ltqui.......
88,75
88,75
_
Oberhessen Provtnz-Anleihe mit
Auölos.-Rechten ........
95,5
95,5
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten
6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank
95,75
95,4
95,65
95,5
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 •% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank
88,75
89
89,5
89,25
Goldpfe. 16 unkündbar biS 1936
88,75
89
—>
iVi% ehem. <y.% Franks. Hyp^ Bank-Liqu.-Dsandbriese......
89
89,25
_
_
iKi% ehem. <y,% Rheinische
Hyfl.-Bank-Ltgu^Soldpfe. ...
6% ebem. 8% Pr. Landespfand»
briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
91
90,75
—
—
93
92,5
92
92
•% ehern. 7% Pr. Landespfand-
briefanstalt, Pfandbriefe R. 10
93
93
93
93
Steuergutsch. Verrechnungskurs
101,3
101,4
101,3
101,4
4% Oesterrelchtsche Goldrrntr...
24
25
24,6
4,20% Oesterreichtsche EUberrente
1,15
1,15
1,2
—
4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
7,25
7,5
7,3
7,4
6,9
7
7
4V,% desgl. von 1913..........
7
6,85
6,9
7,5
6,9
8,3
6% äbgest. Goldmexikaner von 99
8,4
8,8
4% Türkische Zollanleihe von 1911
4% Türkische Bagdabbahn-Anleihe
7,5
1
7,6
7,6
7,6
*■
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlußkur-
Schlußi. Abend- börse
Schluß» furd
Schlußk. Mittag« börse
Datum
10-7.
11.7-
10.7.
11-7.
4% desgl. Serie 11 ...........
5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4^,%Rumän.vereinh.Rentev.iS13
4% Rumänische vercinh. Rente - - 2y<% Anatolier .....
Hamvurg-Amerika-Paket ..... o
Hamburg-Südam. Dampfschiff. O
Hansa-Dampfschifs ......... o
Norddeutscher Lloyd ......... 0
N-G. für Verkehrswesen Ml. .. O
Berliner Handelsgesellschaft ... 4
Commerz, und Privat-Bank ... 0
Deutsche Bank und Disconto»
Gesellschaft............. o
Dresdner Bank...... y
Reichsbank ............. xg
8L8.».......................
Bekula................. 0
«ektr.Lieferungsgesellschaft... g
Licht und Kraft .......g
gelten & Guilleaume........ o
i-Elektr. Un ternehmuug. 5
Rheinische Elekwizität ....... 5
Schuckert L Co............... 5
Siemen- L Halske............ 7
Lahmeyer «Co...............
Buberu- ........ O
Deutsche OrWI...............
Gelsenkirchener............ 0
7,6 4,13 6,75 3,65
35
28
32 64,25
90
58
62,25
95,5
155
23,25
143,4
92
110
66,5 108,75 101,5 90,75
150 120
75
118
59
105,5
169,5 127,75
72
64,5
7,6 4,13 6,75
3,8 35,65
28,4
32
65 89,75 58,13
62,25
65,5
155
23,5 143,9
92,5
110,5
66,25 107,75 101,75
90,5 151,25
121
76 118,5 60,25
106
167
128 72,25
65,5
6,95
3,7
35
27,65
—
-
30,75 64,5 90,5
58
62,25 65,5
155
23,25 143,25
92
110
67
109
102 90,75 150,25 120,5
75 118,25 59,5 105,5 74,75
169
127
72,4 64,75
3,7 35,25
28,5
32 64,75 90,5 58,13
62,25 65,5
155
23,4 143,9 89,75 110,25
66,25
108
102 90,65 152,5 120,5
76,25 117,75
60,13 105,75
75,5 167,25
128 72,75 65,25
Harpener...................ö
Voesch Gisen—A-ln-Nenesse» .. 0
Ilse Bergbau ............... -
Ilse Bergbau Genüsse........6
Klöcknerwerke ...............0
Kanne-mann-SUdrei» ^....... -
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- kurs
Schlußk. Abend- börse
Schluß» kurs
Schlußk. Minag- börse
Datum
10-7-
11-7-
10-7-
11-7.
Mansfelder Bergbau.........
0
77,5
77,5
77,65
77,9
Lokswerke .................
0
—
——
93,25
94,4
Phönix Bergbau.............
0
46,5
46,75
46,25
47
Rheinische Braunkohlen .....
10
235
234
235
234
Rheinstahl ..................
0
92
92,5
92
92,5
Bereinigte Stahlwerke........
0
40,25
40,5
40,4
40,5
Olavi Minen ..........
0
13,5
14
13,65
14
Kaliwerke Aschersleben........
6
124,5
124,75
124,75
125
Kaliwerke Westeregeln........
5
125
124,5
125,25
125
Kaliwerke Salzdetfurth.....7%
163
164
163,5
164,5
3- G. Farben-Industrte.......
7
150,13
150
149,9
150
Scheideanstalt...............
V
208,25
208,75
—-
—
Goldschmidt ................
O
68,75
70,5
69
70,75
Rütgerswerke ...............
O
39,75
39,75
39,9
39,9
Metallgesellschaft.............
0
86,25
86,25
86,25
—
Philipp Holzmann ...........
Zementwerk Heidelberg ......
Lemenrwerk Karlstadt.........
e
59,5
60,75
59,5
61
0
108
108,5
0
125,5
126
Schulthet- Patzenhofer .......
0
—
—
118
118,13
Mu (Allgemeine Kunstseide) ..
0
61,5
63
61,75
63,25
Bemberg..................
0
68,5
67,5
68
67,5
Zellstoff Waldhof ............
0
47,5
48,75
48
49
Zellstoff Aschaffenburg .......
Dessauer Gas ..............
0
7
59,75
60,25
60
134
59,5
135
Daimler Motoren ....________
0
47,5
48,65
47,65
48,75
Deutsche Linoleum ...........
0
60,5
61,5
60,5
61,5
Orenstein & Koppel ..........
0
—
—
67,25
22,25
68,25
Leonhard Tietz ......
0
21,75
23,25
22,65
Chade ....................
10
191,5
194,5
191,5
195,5
Mrumulatoren-Fabrik...
0
175,5
178
177
177
tonti-Ohnnmt...............
0
135
135,75
135
135,25
Grttzner............
0
21,25
21
I 21,25
22
Mainkraftwerke Höchst a.® ...
4
72
72
Hüddevtjch« Zucker
8
1 183
185,25
1184,75
186
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H.
10-Iuli
ll.Juli
Amtliche Notierung
Amtliche Dotierung
Geld
Brie^
Geld
Brie
Buenos Aires
0,598
0,602
0,598
0,602
Brüssel.....
58,63
58,75
58,65
58,77
Rio de Jan. .
0,174
0,176
0,174
0,176
3,047
Kopenhagen.
56^44
56,56
56,49
56,61
Danzig.....
81,72
81,88
81,72
81,88
London .....
12,635
12,665
12,645
12,675
Helsingfors..
5,584
5,596
5,589
5,601
Paris ......
Holland ....
169'73
170 07
169'73
170'07
Italien.....
21,57
21,61
21,60
21,64
Japan ......
0,749
0,751
0,749
0,751
Jugoslawien.
5,664
5,676
5,664
5,676
Oslo..... :
63,49
63,61
63,52
63,64
Wien.......
48,45
48,55
48,45
48,55
Lissabon ....
11,50
11,52
11,51
11,53
Stockholm...
65,10
65,24
65,16
65,30
Schweiz ....
81,62
81,78
81,72
81,88
Spanien....
34,32
34,38
34,32
34,38
Prag.......
Budapest ...
10,44
10,46
10,44
10,46
Neuyork....
2,512
2,518
2,512
2,518
Banknoten.
Berlin, 1s.Juli
Geld
Brie-
Amerikanische Noten..............
2,465
2,485
Belgische Noten..................
58,49
58,73
Dänische Noten ................
56,44
56,66
Cnglische Noten .................
12,60
12,66
Französische Noten...............
16,46
16,52
Holländische Noten...............
169,31
169,99
Italienische Noten................
21,48
21,56
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich. * 1OO Schilling
63,35
63,61
Rumänische Noten...............
—
—
Schwedische Noten...............
65,02
65,28
Schweizer Noten.................
81,54
81,86
Spanische Note».................
34,18
34,32
üagcmlÄe Note»


