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»Brüder in Tiof!*

Eine Veranstaltung des Gustav-Adolf-Arauenvereins.

Am Sonntagabend hielt der Gustav-Adolf-Frauen« verein Gießen in der Turnhalle eine Veranstaltung unter dem LeitgedankenBrüder in Not" ab. Eine kurze Ansprache wies auf den schweren Existenz­kampf hin, den unsere Ausländsdeutschen heute viel­fach zu führen haben sowohl rein wirtschaftlich wie auch um ihr Volkstum. Ein Ausschnitt davon ist das ThemaEvangelische Deutsche im Ausland", in deren Not und Treue in ihren Kampf um Volkstum und evangelischen Glauben der Abend uns einen Blick tun ließ. Besonders wurde von den deutsch-evangelischen Brüdern im Osten kurz ge­redet, von dem Sudetendeutschtum, der evangelisch­deutschen Arbeit Theodor I ö ck l e r s in Galicien (Stanislau), den Siebenbürger Sachsen und dem furchtbaren körperlichen und seelischen Leiden der evandelischen deutschen Gemeinden im heutigen Sowjet-Rußland.

Zwei Spiele, von Frau E. Lehn- Offen­bachGroßmutters Vermächtnis" undDer Festgast", in Widmung für den Gustav-Adolf-Ver- ein gedichtet, wurden von Frauen und Mädchen des Gustav-Adolf-Frauenvereins mit ganzer Hingabe an die Sache und mit feiner Einfühlung ausgezeich­net gespielt und machten sichtlich auf die große Versammlung die Turnhalle war trotz des schö­nen Sonntagswetters aanz besetzt einen tiefen Eindruck. DasMitfpiel" der Gemeinde wurde noch verstärkt durch gemeinsam gesungene Choräle.

Frl. Kellner sang in sehr ansprechender Weise ein BachliedNicht so traurig, nicht so sehr". In zwei Quartetten von Beethoven (C-Moll 1. und 2. Satz) boten vier junge Damen (Schättler-Quartett) als Streichmusik künstlerisch Hochstehendes und tru­gen so ganz wesentlich zur Bereicherung des Abends und seelischen Erhebung bei.

Der Abend gab einen ergreifenden Einblick in die Not unserer Brüder, in ihren Kampf um deut­sches Volkstum und evangelischen Glauben, aber auch eine überzeugende Vorstellung von der großen und notwendigen Helferarbeit, welche der nun schon mehr als hundertjährige Gustao-Adolf-Verein uner­müdlich tut und die heute um unseres Volkes und unseres Glaubens willen ganz besonders nötig ist. Der gute Erfolg der Tellersammlung am Schluß war ein deutlicher Beweis, daß die große Ver­sammlungJa" sagte zu dem, was sie gehört und gesehen hatte, und sich gern einstellte in die Reihe der Helfer für dieBrüder in Not".

Oer Flugtag in Wiesbaden

Für den am 24. Juni in Wiesbaden stattfinden­den großen Flugtag, zu dem der Kreis Gießen der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" eingeladen ist, ist folgendes Programm vorgesehen:

Am Vormittag ist Besichtigung des Kurhauses mit Kurkonzert. Um 11 Uhr Geschwaderflüge über die Stadt Wiesbaden und Mainz, ausgeführt von der Landesgruppe Heffen-Nafsau-Süd, Darmstadt und der Fliegerortsgruppe Wiesbaden.

Einteilung des Flugprogramms:

15 bis 15.20 Uhr: Begrüßungsflug sämtlicher Flugzeuge.

15.20 Uhr: Segelflug-Schleppstart, ausgeführt von Segelflieger Georg Seid.

Ballonrammen.

15.30 bis 15.45 Uhr: Geschwaderflug der Landes- aruppe Darmstadt, anschließend Kunstflüge des Fluglehrers und Kunstfliegers Meyer, Darmstadt.

15.45 bis 15.55 Uhr: Kunstflüge des Erbprinzen Graf Solms zu Laubach.

15.55 bis 16 Uhr: Fallschirmabsprung der Fall­schirmspringerin Liefe! Schwab-Bayreuth aus eige­ner Maschine.

16 bis 16.10 Uhr: Kunstflüge der Europa-Kunst- flugmeisterin Liefe! Bach-Bonn in Klemm (neueste Konstruktion).

16.10 bis 16.20 Uhr: Kunstflüge des Flieger­kapitäns W. Stoher-München-Schleisheim.

16.20 bis 16.45 Uhr: Lustspiele der Fliegerorts« gruppe Wiesbaden. (Geschwaderflug, anschließend Kunstflüge.)

16.45 bis 17 Uhr: Vorführung des Windmühlen­flugzeugs Fokke-Wulf (Windmühlenflugzeug und der Fokke-Wulf-Ente).

17 bis 17.30 Uhr: Sonderprogramm der beiden Kunstflieger Bach und Stoehr.

17.30 bis 17.45 Uhr: Schleppflug des Segelkunst­fliegers Wigmeyer-Darmstadt.

17.45 bis 18 Uhr: Massenfallschirmabsprung (Frl. v. Witte, Frau Langer, Frl. Schwab, Herr Platz).

Rückstart der auswärtigen Flugzeuge.

Nach Räumung des Flugfeldes anschließend Volks­fest der NSBO., DAF. und NSG.Kraft durch Freude". 20 Uhr: Sonnwendfeier des Kreises Wiesbaden unter Beteiligung aller Organisationen unter Abbrennung eines Feuerwerks außerhalb des Flugzeuggeländes.

Preußen.

Aufmarsch der SA.-Brigade 48 in Marburg.

LPD. Marburg, 11. Juni. Am Sonntag fand in Marburg ein großer Aufmarsch der.-Bri- gade 48 in Marburg statt. Aus sechs zur Brigade gehörenden Standarten nahmen insgesamt 20 000 SA.-Männer an der Veranstaltung teil. Die Unter­bringung der Massen stellte an die Aufmarschlei­tung die größten Anforderungen. Alle verfügbaren Hallen Marburgs und der Umgegend waren in Massenquartiere umgewandelt. Den Samstag­abend füllten stark besuchte Konzerte der Kapellen in den verschiedenen Lokalen der Stadt aus. Um 24 Uhr fand auf dem Kämpfrasen ein großer Zapfen st reich, ausgeführt von den Kapellen der Standarten Jäger 11, Jäger 33, M. 48 und R. 224, statt. Am Sonntag früh begannen um 7.30 Uhr die Wettkämpfe der Brigade in dem Universitäts­stadion. Gleichzeitig zeigte die Motorstandarte 48 auf dem Kämpfrasen ihr Können. Auf der Bürger­wiese bot die Reiterstandarte Dillenburg-Herborn ausgezeichnete Leistungen dar. Von 10 Uhr ab marschierten die einzelnen Standarten nach dem Uebungsplatz Cyriaxweimar zur Paradeaufstellung. Nachdem um 15 Uhr Gruppenführer Beckerle mit seinem Stab die Fronten abgeritten hatte, fand ein großer Feldgottesdienst statt. Anschließend nahm Gruppenführer B e ck e r l e die Vereidigung der neueingetretenen SA.-Männer und die Weihe von 56 neuen Sturmfahnen vor. Nach der Ver­eidigung dankte Brigadeführer Schütze den SA.-Leuten für ihre Treue und forderte sie auf, auch der neuen Brigadeführung nach dem alten WahlspruchFurchtlos und Treu" Gefolgschaft zu leisten. In der Hindenburgstraße nahmen die an­wesenden Führer unter dem Jubel der Bevölkerung den Vorbeimarsch der SA. ab, der etwa IV2 Stun­den dauerte.

Kein Jägerlatein. Zwei Rehböcke mit einem Schuß.

LPD. Dillenburg, 9. Juni. Der ehemalige Stadtförster der Stadt Siegen,. Forstmann Lau- b i n g e r , der sich in der Eiserfelder Jagd betätigt, schoß zwei Rehböcke, Kümmerer, die zum Abschuß freigegeben waren, mit einem Schuß. Er hatte den ersten ihm zunächst stehenden Bock mit sicherem Blattschuß umgelegt und war selbst etwas er­staunt, als hinter demselben ein zweiter Bock im Feuer zusammenbrach. Die Kugel war durch den ersten glatt durchgeschlagen und hatte auch den zweiten, der gerade in die Schußlinie wechselte, noch tödlich getroffen.

Mret* Wetzlar

* R 0 dheim a. d. Bieber, 11. Juni. Gestern abend fand hier im Benderschen Saale die öffent­liche Verlosung derjenigen Gegenstände statt, die in mühevoller Winterarbeit von den Rodheimer Frauen und Mädchen angefertigt wurden, zum an­

deren Teil aus freiwilligen Spenden stammten, und deren Erlös zur Unterhaltung der hiesigen Schwestern st ation verwandt wird. Vor der Verlosung hielt der Ortsgeistliche, Pfarrer D ö m e l, einen etwa einstündigen Vortrag über das Thema Selbsterlebtes unter Rotfront- und Franzosen­herrschaft im Rheinischen Industriegebiet". Pfarrer V ö m e l, der in jener schmachvollen Zeit Leiter einer Anstalt in Düsselthal bei Düsseldorf war und persönlich schwere Opfer zu bringen hatte, wußte recht packende Berichte aus seinem eigenen Erleben zu bringen, wobei er in seinen Zuhörern die Er­kenntnis zu wecken wußte, daß wir Deutschen heute allen Grund haben, froh darüber zu sein, daß derar­tige Zustände in unserem lieben Vaterlande ein für allemal vorbei sind und jeder Deutsche glücklich und froh sein sollte, in einem Staate der Ordnung, der Disziplin und der Ehre leben zu können. Es sei aber nötig, jene Geschehnisse von Zeit zu Zeit wie- der in die Erinnerung zurückzurufen, damit sie nicht in Vergessenheit geraten und auch der jüngeren Ge­neration bekannt werden, die die Ereignisse der Nachkriegszeit mit ihren Aufregungen und Demüti­gungen vielleicht kaum vom Hörensagen kennt.

Launsbach, 11. Juni. Am vergangenen Freitag veranstaltete der Stützpunkt Launs- bach der NSDAP, im Saale N e u l eine öffentliche Kundgebung. Nach dem Einmarsch der Amtswalter mit der Stütz- punktfahne, sowie der gesamten SA. und Hitler­jugend wurde die Versammlung durch Propaganda­wart Pg. August Strack jun. eröffnet. Er erteilte dem Redner des Abends, Kreisschulungsleiter Pg. K l e m a n n das Wort. Der Redner hatte sich zur Aufgabe gestellt, über das ThemaKampf gegen Miesmacher und Besserwisser" zu sprechen und ver­stand es, seine Ausführungen klar und interessant zu gestalten. Großer Beifall dankte unserem Pg. für seine Ausführungen. Mit einem dreifachen Sieg- Heil sowie mit dem Gesang des Deutschland- und Horst-Wessel-Liedes wurde die Versammlung ge­schlossen.

Dom Rot-Kreuztag.

__L

Herzog Kar! Eduard von Sachsen-Co­burg« G 0 t h a, der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, als Spendensammler am Rotkreuztag in Berlin.

600 Saarturner in Offenbach.

LPD. Offenbach, 11. Juni. Offenbach stand am Samstag und Sonntag im Zeichen des Besuchs von 600 Saarturnern. Die Saargäste wurden vom Bahnhof aboeholt und unter klingendem Spiel nach dem Horst-Wessel-Platz geleitet, wo eine Begrü­ßungsfeier stattfand, bei der Polizeid-irektor Dr. K a e s, Bezirks- und Kreisführer Karl Dauner und Kreisunterführer Hell (Schaafbrücke) Anfpra» chen hielten. Am Abend fand ein Festakt statt, der wiederum zeigte, wie tief empfunden der Gedanke ist, das Saarland mit dem Mutterland vereinigt zu sehen. Bezirks« und Kreisführer Dauner, Stu« dienrat Dr. Wagner, der saarländische Dichter Johannes Kirchwan g, der Führer der Offen«, bacher Turnerschaft Gustav Dammbruch und Stabsführer Keller von der Brigade 250 sprachen treffliche Worte der Zusammengehörigkeit. Bei der Kundgebung am Sonntag auf dem Wilhelmsplatz, wo sich eine nach vielen Hunderten zählende Men­schenmenge eingefunden hatte, ergriffen Kreisdirektor Dr. K 0 ch und Turnerschafts-Bezirksführer der Saar Karl Burk (Saarbrückens das Wort zu begeistern­den Ausführungen. Am Abend wurden die Saar« gäfte wieder zur Bahn geleitet.

Kunst und Wissenschaft.

Endkampf

um die Schachweltmeisterschafk.

Im Ringen um die Schachweltmeister- schäft begann in Berlin der letzte Abschnitt. Der Weltmeister verteidigte sich in der 25. Partie des Wettkampfes durch die Annahme des Damengam­bits, der deutsche Meister Bogolsubow erreichte durch vorsichtiges Spielen geringe Gegenchancen. A l j e ch i n spielte zurückhaltend, und so wurde die Partie ohne große Aufregungen beim 40^Zuge nach 5stündiger Dauer abgebrochen. Die Stellung verspricht einen interessanten Verlauf der Partie. Der deutsche Meister hat seinen 41. Zug im Brief­umschlag abgegeben. Dienstagabend wird die 25. Partie zu Ende gespielt. Beendet ist der Kampf um die Schochweltmeisterschaft, wenn der Welt­meister Dr. A l j e ch i n 15^ Punkte erreicht hat. Der gegenwärtige Stand ist 14:10.

Wettervoraussage.

Von Island her erstreckt sich ein Hochdruckrücken bis nach England, an dessen Vorderseite weiterhin Kaltluft nach dem Festland befördert wird. Außer­dem führt noch ein neues Hoch über Spanien all­gemein zu Luftdruckanstieg, so daß di^ Störungen von Osteuropa und dem Atlantik langsam aufgefüllt werden und eine Beruhigung der Wetterlage all­mählich eintritt. Das Auftreten der Kaltluftmassen wird somit nur noch vereinzelt zu schauerartigen Niederschlägen Anlaß geben und die Temperaturen bleiben für die Jahreszeit noch zu tief.

Aussichten für Mittwoch: Teils wolkig, teils aufheiternd, tagsüber mäßig warm, nachts kühl, stellenweise Regenschauer.

Aussichten für Donnerstag: Keine wesentliche Wetteränderung.

Lufttemperaturen am 11. Juni: mittags 22,8 Grad Celsius, abends 14 Grad: am 12. Juni: morgens 10,6 Grad. Maximum 23,1 Grad, Minimum 6,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. Juni: abends 20,3 Grad: am 12. Juni: morgens 15,2 Grad. Niederschläge 1,1 mm. Sonnen­scheindauer 10,1 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: I. V.: H. L. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. DA. V. 34: 11000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lanqe, K..G.. sämtlich in Gießen.

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Heute nacht ist mein innigst geliebter Mann, unser treusorgender Vater, Bruder, Schwager und Onkel

Herr Abraham Simon

nach kurzem Krankenlager im Alter von 58 Jahren von uns geschieden.

Namens der trauernden Hinterbliebenen:

Nanny Simon, geb. Katz.

Londorf, den 12. Juni 1934.

Die Beisetzung findet am Donnerstag, dem 14. Juni, nachmittags 21/, Uhr statt.

Unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter

Frau Katherina Rohrbach VI. Wwe.

geb. Schneider

wurde heute vormittag 11'/, Uhr nach einem langen schweren Leiden im Alter von 64 Jahren aus unserer Mitte gerissen.

In tiefer Trauer:

Familie Erich Rohrbach

Familie Nicolaus Popel Frau Anna Rohrbach Wwe., geb. Riehm, und Kinder.

Lollar, den 11. Juni 1934.

Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 13. Juni, nachmittags 4 Uhr, von der Friedhofskapelle aus statt.

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