Einzelbild herunterladen

ltt.134 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesten)Dienstag, (2. Juni 1934

MM

W..

*

W

ZM

r-

M

#. 4

'

,

42. Juni

1934

7!r. 29

Rur durch die Post zu beziehen.

Erscheint Dienstag und Freitag.

Amtsverkündigungsblatt

für die provLnzLal-Lreküon Oberheffen und für das Kreisamt Gießen

G r e i n.

ärztlicher Be- Arztes in die

Bekanntmachung.

Betr.: Bekämpfung der Tuberkulose.

Die Sprechstunde» der Fürsorgestelle für Lungenkranke in der Medizinischen Poliklinik finden für die Besucher aus den Land­gemeinden des Kreises Gießen jeden Montag nachmittag von 4 bis

Betr.: Wie oben.

An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Wir empfehlen Ihnen, Vorstehendes ortsüblich bekanntzu- machen, Interessenten entsprechend zu bedeute» und Unbemittelten eine entsprechende Bescheinigung auszustellen.

Gießen, den 7. Juni 1934.

Kreisamt Gießen (Kreisfürsorgeamt). J.V.: Grein.

5 Uhr statt.

Lungenkranke und Krankheitsgefährdete, die in Handlung sind, bedürfen einer Ueberweisung des Lungenfürsorgestelle.

Unbemittelte werden unentgeltlich beraten.

Gießen, den 7. Juni 1934.

Kreisamt Gießen (Kreisfürsorgeamt). I. V.:

Bekanntmachung.

Betr.: Eintritt in die deutsche Reichsmarine.

Die Schiffsstammdivision der Nordsee in Wilhelmshaven hat den Bedarf an geeigneten Freiwilligen für den Dienst in der Reichsmarine für den Bereich der Marinestation der Nordsee aus­zusichten und einzustellen.

Es besteht neben allen anderen Berufen hauptsächlich Bedarf all Bewerbern mit technischer Berufsausbildung. Erwünscht sind Bewerber, die eine dreijährige Lehrzeit als Maschinenschlosser, Motorenschlosser, Schlosser, Maschinenbauer, Metalldreher, Kessel­schmied, Schmied, Kupferschmied, Klempner, Mechaniker und Elek­triker oder in einem ähnlichen Handwerk nachweisen.

Das vorgeschriebene Lebensalter für die Einstellung liegt zwi­schen dem vollendeten 17. und 21. Lebensjahr. Bei Einreichung de- Gesuches darf das 20. Lebensjahr nicht überschritten sein.

Gesuche um Einstellung im Bereiche der Marinestation der Nordsee sind zu richten an die Schiffsstammdivipon der Nordsee (Einstellung) in Wilhelmshaven. Dem Gesuch ist em aus­führlicher selbstgeschriebener Lebenslauf beizufügen.

Gießen, den 9. Juni 1934.

Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. S ch ö n h a l s.

Dienstnachrichten des Kreisamts.

Heinrich Rinn von Klein-Linden wurde als Vollziehuugs- beamter für die Gemeinde Klein-Linden bestellt und verpflichtet.

Die Ministerialabteilung Ib des Hessischen Staatsministeriums hat die Erlaubnis erteilt:

Dem Reichsverband zur Unterstützung Deutscher Veteranen e. V. in Berlin W 9, Potsdamer Straße 126, zur Werbung von Patenschaften für Altveteranen aus den Kriegen 1864, 1866 und 1870/71 sowie für deren Hinterbliebene im hessischen Staatsgebiet bis zum 30.September 1934.

Dem Amt für Volkswohlfahrt bei der Obersten Leitung der PO. Gau Hessen-Nassau, Frankfurt a. M., Mainzer Landstraße 42 bis 44, für das Gebiet des Volksstaates Hessen zur Veranstaltung einer Sammlung von Geldspenden durch HaussammlungKinder- erholungspflege (Kinderlandverschickung)" in der Zeit vom 25. Mai 1934 bis 25. August 1934.

Inhaltsverzeichnis: Straßensperre. Eintritt in die deutsche Reichsmariue. - Sperrung des Hachborner Wegs in der Gemarkung Staufenberg. Durchführung der Fleischverkaufsordnung,- hier: den Verkauf von Hackfleisch. Bekämpfung der Tuberkulose. VDA.-Schulgemeinschafteu und Werbetage für den volksdeutschen Kampfschatz Zur Erhaltung deutscher Schulen im Ausland als Pflanzstätten deutscher Art und Sprache am 16. und 17. Juni 1934. Dienstnachrichten.

Betr.: VDA.-Schulgemeinschasten und Werbetage für den volks­deutschen Kampfschatz zur Erhaltung deutscher Schulen im Ausland als Pflanzstätten deutscher Art und Sprache am 16. und 17. Juni 1934.

An die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises.

Im Hinblick auf den bevorstehenden Werbetag des VDA. am 16. und 17. Juni 1934 für den volksdeutschen Kampfschatz zur Er­haltung deutscher Schule» im Ausland als Pflanzstätten deutscher Art und Sprache benachrichtigen wir Sie, daß die Verwendung von Schülern und Schülerinnen bei der Straßensammlung unter den Bedingungen unseres Ausschreibens lAmtsverkttndigungs- blatt Nr. 23 vom 12. Mai 1934) gestattet ist.

Gießen, den 11. Juni 1934.

Hessisches Kreisschulamt. I. V.: Dr. Weigand.

Betr.: Durchführung der Fleischverkaufsordnung,' hier: den Ver­kauf von Hackfleisch.

An die Bürgermeistereien und die Gendarmeriestationen des Kreises Gießen.

Lr 5 unserer Pvlizeiverordnung über den Verkehr mit Fleisch und allen übrigen von Tieren herstammenden Fleischwaren ?om ?8 Oktober 1924 darf Hackfleisch wahrend der warmen Jabre-- zeit nicht vorrätig gehalten werden, sondern ist bei Lcdais ,tet_. frifltieroeMifeen auf diese Vorschrift erneut hin und empfehlen ihre Durchführung Zu überwachen.

Gießen, den 11. Juni 1934.

Kreisamt Gießen. J.V.: Weber.

Bekanntmachung.

Betr.: Sperrung des Hachborner Wegs in der Gemarkung Staufen­berg. .

Die Arbeiten am Hachborner Weg sind beendet. Die bestehende

Sperre wird mit sofortiger Wirkung ausgehoben.

Gießen, den 5. Juni 1934.

Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Schon h a l s.

Bekanntmachung.

Betr.: Straßensperre.

Wegen Ausführung von Brückenumbauarbeiten wird die Pro­vinzialstraße OberbessingenHorstenburg vom 25. Juni 1934 für jeglichen Verkehr gesperrt. ...

Umleitung erfolgt über Nonuenroth und Nieder-Besstngen. Die aufgestellten Warnungstafeln sind zu beachten.

Gießen, den 11. Juni 1934.

Hessische Provinzialdirektion Oberhessen.

Und was hat er mit dem Film zu tun und mit den Gorillas?"

Sehr viel. Denn Badinga ist nicht nur ein Zwerg mit einem Riesenmaul, sondern auch einer der größten Medizinmänner und Zauberkünstler Afrikas und einer der besten Kosmetikspezialisten, den ich kenne. Durch ihn habe ich meine erste Be­kanntschaft mit seinem großen Bruder Jnjuna, wie er den Gorilla nennt, gemacht. In dem Gebiet die­ser Pygmäen oder Urwesen, wie ich sie nenne, hausen auch die Gorillas, welche die Schwarzen nicht als Tiere sondern als Menschen wie sie selbst betrachten. Niemals würde sich so ein Schwar­zer dazu hergeben, einen Gorilla zu töten. Höch­stens in Selbstverteidigung. Und so wie er seinen Pygmäenstamm beherrscht, so beherrscht Badinga die Gorillas. Er spricht mit ihnen, überredet sie, sich aus den Negerpflanzungen zurückzuziehen,

wenn sie sie während der Regenzeit zu verwüsten drohen er geht allein und unbewaffnet durch ihr Gebiet, und er hockt in ihrer Nähe, wenn sie essen oder spielen. Er wird der Held meines Films, denn er allein kann es wagen, die Gorillas zu überreden, meinen Kameraleuten vor die Linse zu treten."

Er wird also gewissermaßen der Star dieses Films?"

Ja, denn es wird ein Film von wilden Men­schen und wilden Tieren in wildester Natur wer­den."

Und was meinen Sie, Herr Freyberg, als Sie von Badinga als dem größten Kosmetikspezialisten sprachen?"

Badinga besitzt ein Haarentfernungswasser, für das ihm die chemische Industrie Millionen geben würde. Bestreichen Sie Ihre Haut mit diesem Mit-

Oie Bombenattentate gegen die österreichischen Bahnen.

Eine Herde von Wisenten in dem Gehege, das auf Veranlassung des preußischen Ministerpräsi­denten Goring in einer Größe von 240 Morgen in der Schorfheide eingerichtet und am

e WienTriest, die zwischen Semmering ahnünie WienSalzburgInnsbruck fast unübersehbare Serie von Eisenbahn- n letzten 24 Stunden sind weitere dreißig die Bundesregierung, die zur Sicherung Verbände" aufgeboten hat, dem Treiben ilder zeigen oben einen durch Sprengung zerstörte» Gleise der Vöcklamarktbrücke.

i Zeitpunkt der ersten französischen Nieder« ; in Kanada an bis zum Aufkommen der Eisenbahnverbindung führte der natürliche >eg nach dem Westen über Toronto, das zu» der Mittelpunkt des Pelzhandels mit den lern wurde, der die erste wirtschaftliche läge der neuen Kolonie bildete. Die Rivali» rischen den englischen und den französischen ;rn trat hier zu Tage und die erste französi» ost bis Toronto wurde 1720 vor allem ein» et, um den Indianern ihre Ware abzuneh- che sie die Engländer erreichen konnten, die tlichen Rande des Ontario-Sees ihre Nieder» ;en hatten.

) wurde auf Befehl des Gouverneurs von rankreich dieser Mittelpunkt des Pelzhandels ein Fort geschützt, das berühmte Fort To­das in dem Siebenjährigen Krieg zwischen c-anzösischen und englischen Kolonisten, der die Einbeziehung der Indianer auf beiden so überaus blutig und grausam war, zer- ourde. Hier ist der Schauplatz der Leder- lpjgeschichten, die uns nicht nur den - und Ontario-See bekannt machten, sondern mpt das erste Bild jener neuen Welt und Kampfes zwischen Rothäuten und Weißen

! fanden die englisch-französischen Streifig» durch die endgültige Abtretung der Kolonie englische Krone ihr Ende. Toronto erhielt tarnen $orf und erlebte verschiedene Auf- und Abstiegszeiten, ohne aber seine Bedeu- e ganz einzubüßen. 1813 wurde es von den merikanern völlig niedergebrannt, aber der ? Verlauf des 19. Jahrhunderts brachte To­dessen ursprünglich indianischer Name sich stärker gegen Dort durchsetzte, eine neue eit. 1849 bis 1858 war es abwechselnd mit die Hauptstadt Kanadas, und als es 1867 ritischen Nordamerikanischen Provinzen an- l'sen wurde, die einen starken geeinten Block der den Vereinigten Staaten von Nord» a bilden sollten, setzte die rasche Entwicklung e Toronto mit vielen amerikanischen Städten i hat. 1823 hatte es nur 456 Einwohner ge- iei der Stadtwerdung desschmutzigen York" es auf eine Bevölkerungszahl von 10 000 sen, bei der Jahrhundertfeier dieser Stadt- ig ist Toronto eine der modernsten kanadi- Zroßstädte mit 650 000 Einwohnern.

)em kurzen Zeitraum von drei Jahrhunder» so Toronto das Spiegelbild der Geschichte as gewesen, von den romantischen Zeiten Entdeckung an und den kriegerischen seiner ung bis zu den beherrschenden seiner Heuti» rltung.

Die Eröffnung des Msentgeheges in der Schorfheide.

Srud der 3tü6Md)cn Unive r,i.Sts-H und Sieindruckerei. X Lange. Gi-Hen.