Einzelbild herunterladen

gungen industrieller Werke In Trier und Umgebung zusammen, während ein großer Teil von ihnen Stu- oienfahrten ins Saargebiet unternahm. Für den Dienstag sind Fahrten zu den Schlachtfeldern von Verdun vorgesehen.

2000 Todesopfer der Unwetter­katastrophe in Mittelamerika.

Nach den in Reuyork vorliegenden Meldungen aus San Salvador laufen dort aus dem ganzen Lande Berichte über die Schaden des Wirbel- sturmes und der Wolkenbrüche, die am Freitag das Land heimgefuchl haben, ein. Die Zahl der Toten wird mit mehreren hundert an­gegeben. Zum Teil find die Opfer ertrunken, zum Teil find sie bei den Bergrutschen ver­schüttet worden. In San Salvador wird ein neuer Tropensturm aus dem Golf von Mexiko er­wartet. Alle Vorsichtsmaßnahmen sind bereits ge­troffen.

WieAssociated preß" aus San Salvador mel­det, wird die Zahl der Todesopfer der Wetter­katastrophe, die allein in der Umgebung von San Salvador zu beklagen find, neuerdings auf 2000 geschaht. Der Leiter des Flughafens der pan­

amerikanischen Fluglinie, Calloway, hat einen Flug über das von der Katastrophe betroffene Ge- biet unternommen. In feinem Bericht heißt es, daß ganze Ortschaften durch Erdrutsche zerstört wurden. Als er über den Lempa-Fluß flog, sah er, wie noch der Schornstein eines Flußdampfers aus dem Wasser herausragte. Ueberalt in den Ge­wässern trieben Leichen umher. Der Küsten­strich von La Libertad in La Union sei am schwer­sten betroffen worden. Auch dort seien ganze Dör­fer zerstört worden. Der Präsident von Salvador Hal eine große Hilfsaktion eingeleitet. Er Hal ferner eine Verordnung erlassen, wonach die Preise für Lebensmittel nicht erhöht werden dürfen und die Einfuhrzölle auf Weizen, Reis ufro. für die Dauer von drei Monaten aufgehoben werden.

Rach einer ergänzenden Meldung derRew pork Times" aus San Salvador ist bei der lleber- fchwemmungs- und Wirbelsturmkatastrophe das Dorf Agua Ealiente mit feinen 250 Einwohnern vollständig vom Erdboden verschwunden. Außerordentlich groß sind auch die Verwüstungen in der Stadt St. Thomas, wo etwa 60 v. h. der Gebäude zerstört wurden. Der Schaden beträgt mehrere Millionen Dollar.

Ausklang in Genf.

Oie Einsetzung der Ausschüsse. - Italien und Ungarn halten sich zurück, England meldet Vorbehalte an.

Genf, 11. Juni. (DNB.) Der Hauptausschuß her Abrüstungskonferenz hat nach kurzer Beratung am Montag die vier in der Einigungsentschließung vorgesehenen Arbeitsausschüsse eingesetzt. Das Haupt­interesse wendet sich naturgemäß der Bildung des Sicherheitsausschusses zu. Als Präsident Les Ausschusses wurde der Vizepräsident der Ab­rüstungskonferenz, Po litis (Griechenland), ein- ftimmig gewählt. Diesem Ausschuß werden alle europäischen Staaten außer Deutschland angehören. Es Zeigte sich aber sofort, daß auch innerhalb dieses europäischen Gremiums in der Sicherheitsfrage er­hebliche Gegensätze bestehen. Der ungarische Ver­treter General Tanczos lehnte die Beteiligung Ungarns als Mitglied des Sicherheitskomitees ab, ha offenbar nur das alte Regime der Allianzen hier wieder neubelebt wer­den solle, ein System, das mit den Grundgedanken des Völkerbundes unvereinbar sei. Ungarn werde sich daher -nur durch einen Beobachter vertreten lassen. Auch der italienische Delegierte Marchese S or ag n a kündigte an, daß Italien in dieses wie auch in die anderen Komitees nur einen Be­obachter entsenden werde. Die Vertreterin Eng­lands, Corbett Ashby, stellte fest, daß England sich zwar auch im Sicherheitskomitee durch ein Mit­glied vertreten lassen werde, daß es aber seinen eigenen Beitrag zu dem System regionaler Pakte schon durch den Locarnovertrag ge­leistet habe. Aus eine Beteiligung Englands an etwa abzuschließenden sonstigen europäischen regionalen Pakten könne nicht gerechnet werden.

Litwinow hatte Bedenken dagegen, daß die

Sicherheitsfrage durch die Bildung eines aus euro­päischen Staaten bestehenden Ausschusses gewisser­maßen als eine europäische Frage ange­sehen werde. Der Friede sei kein Privileg Europas. Er deutete an, daß der Friede auch außerhalb Eu­ropas gestört werden könne, offenbar ein Hinweis auf die Spannungen im Fernen Osten. Er trat ne­ben den regionalen Pakten für einen univer­sellen Pakt ein, der zur wirksamen Sicherung des Friedens notwendig fei.

Henderson betonte, daß die Aufgabe des Komitees keineswegs begrenzt sei. Wenn das Komitee sich später die Aufgabe stelle, außer­europäische Pakte zu studieren, dann könnten auch außereuropäische Staaten an ihm teilnehmen.

Der Ausschuß, der sich mit der Durchführung der Garantien und Kontrolle befassen soll, wurde aus dem schon bestehendenAusschuß für allgemeine Verfügungen" gebildet und der Ausschuß für Luftfahrt unter dem Vorsitz des Spaniers Madariaga bestätigt, ebenso der Ausschuß für Waffenfabrikation und Waffenhan- d e l unter dem Vorsitz des dänischen Delegierten Scavenius.

Darauf vertagte sich her Hauptausschuß. In sei­nen Schlußworten erinnerte Henderson an hie in her grundlegenden Entschließung gewünschten Ver­handlungen der Regierungen, als deren Ziel die Rückkehr Deutschlands in die Abrü­stungskonferenz bezeichnet worden war. Henderson behielt sich vor, das Präsidium der Konferenz wie- >der einzuberufen, falls diese Verhandlungen zu lange andauern würden.

Reiche Ehrungen für den 70jahrigen Richard Strauß. Geburtstagsfeier in der Dresdener Eiaatsoper.

Liebe und Verehrung der Musikstadl Dresden zu Richard Strauß kam in einer erhebenden Feier zum Ausdruck, die aus Anlaß des 7 0. Geburts­tages des Meisters in der Dresdner Staatsoper stattfand. Auf der im Stile desRosenkavaliers" gehaltenen Bühne hatten u. a. Reichsstatthalter M u t s ch m a n n , Ministerpräsident von Killin - g e r, Volksbildungsminister Dr. hartnacke, Ober­bürgermeister Z ö r n e r, Generalintendant Geheim­rat Dr. Adolf und Generalmusikdirektor Böhm Platz genommen, in ihrer Mitte auf goldenem Sessel her Meister. Geheimrat Dr. Adolf be­grüßte die Ehrengäste und dankte dem Präsiden­ten der Reichsmusikkammer, Prof. Dr. Richard Strauß, dafür, daß er seinen 70. Geburtstag in Dresden verlebe. Die Straußfchen Werke feien in Dresden stets mit ganz besonderer Liebe gepflegt worden. Von hier aus hätten die meisten ihren Siegeszug durch die Welt angetreten. Es sei er­freulich, daß Dr. Strauß beschlossen habe, auch seine neue, noch in Bearbeitung befindliche OperDie schweigsame Frau" der Dresdner Oper zur Ur­aufführung zu übergeben. Als äußeres Zeichen der Dankbarkeit habe die Generalintendanz eine von Prof. Lederer gegossene Broncebüste des Meisters im Wandelgang der Dresdner Oper auf­gestellt.

Volksbildungsminister Dr. hartnacke sprach Dr. Strauß die Grüße und Wünsche der sächsischen Staatsregierung aus und gab unter jubelnder Zu­stimmung bekannt, daß er Dr. Richard Strauß zum Ehrenmitglied der sächsischen Staatstheater ernannt habe. Der Minister überreichte Dr. Strauß eine in der Meißener Porzellanmanufaktur herge­stellte Miniaturnachbildung des Dresdener Reiter­standbildes August des Starken.

Oberbürgermeister Z ö r n e r überbrachte die Glück-vünsche der Stadt Dresden und überreichte Dr Strauß den künstlerisch ausgeführten Ehren­bürgerbrief der Stadt Dresden. Kammer­sänger S o o t brachte ein Telegramm des Präsiden­ten der Reichstheaterkammer zur Verlesung, in dem mitgeteilt wurde, daß die Genossenschaft deutscher Bühnenangehöriger Strauß zu ihrem Ehrenmit­glied ernannt habe. Nachdem Vertreter des Per­sonals der Oper herrliche Blumengrüße überreicht hatten, brachte Generalmusikdirektor Dr. Bohm das Gelöbnis zum Ausdruck, daß er, solange ihm das künstlerische Schicksal der Dresdener Oper an­vertraut sei der jungen Generation die Strautz-

schen Werke in würdigster Form übermitteln wolle. Er brachte ein dreifaches hoch auf Richard Strauß aus, in das die Versammlung begeistert einstimmte.

Zum Schluß dankte Dr. Strauß in schlichten Worten für die vielen Ehrungen anläßlich seines 70. Geburtstages. Jrn neuen Reich stehe dem deut­schen Theater eine schöne Zukunft bevor. Zn diesem Rahmen werde auch die Dresdner Oper würdig ihre große Tradition fortsetzen. Den Abschluß der Feier, die von Vorträgen Straußscher Opernmusik umrahmt war, bildeten ein dreifaches Sieg- heil auf den Führer Adolf Hitler und der ge­meinsame Gesang des Deutschlandliedes.

*

Auf hie ihm zu seinem 7 0. Geburtstag zu­teilgewordenen zahlreichen Ehrungen veröffent­licht Dr. Richard Strauß folgende Dank­sagung: Beweise der Sympathie und Anerken­nung sind mir von meinen deutschen Volksgenossen, ebenso von vielen ausländischen Freunden in so rei­chern Maße zugeflossen. Auch die Presse hat mir so schöne Würdigungen gewidmet, daß ich, nicht imstande, allen einzeln zu danken, bitten muß, in dieser Form meinen wärmsten Dank entgegenzu­nehmen. Dr. Richard Strauß.

Beginn der Marburger Festspiele.

Mit der Abendaufführung vonW a ll e n st e i n s Lager" hat die diesjährige Marburger Festspiel­saison einen verheißungsvollen Anfang genommen. Das Schloßparktheater war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Die Regie hat ein äußerst fesselndes Bühnenbild geschaffen: die Massenszenen gaben in der bunten Mannigfaltigkeit der streng historischen Kostüme ein farbenprächtiges Bild ab. Besonders eiridrucksvoll gestalteten sich die Kapuzinerszene und die den Höhepunkt bildende Schlußszene mit dem Aufmarsch und Bekenntnis der Landsknechte zum Soldatentum. Don den Darstellern ragte Otto G e = | bühr als Kapuziner hervor, dessen schauspielerische, Ga^en in dieser Rolle voll zur Geltung kommen. Gute Leistungen zeigten ferner Lothar Körner und Hugo Firmbach als Kürassiere, Erwin K l i e t s ch und Richard T ä u f e l als reitende- aer und Georg Czimek als Wachtmeister. Rose G r a w z wußte die Marketenderin äußerst lebens­wahr zu gestalten. Die stimmungsvolle Aufführung fand verdienten Beifall.

Oer Bauer auf der Landstraße.

Oie praktischen Wirkungen der neuen Derkehrsordnung.

Die Aufgabe der neuen Verkehrsregelung ist nicht nur eine Ordnung des starken Verkehrs in großen Städten, sondern sie erstrebt mit Bewußtsein eine möalichst starke Verminderung der Ge­fahren der Land st raße, die namentlich durch Zunahme des K r a f t w a g e n Ver­kehrs erheblich gestiegen sind. Darum sind nicht nur die Benutzung von Fahr- und Gehbahnen, son­dern auch der Verkehr mit Ackerwagen, landwirtschaftlichen Maschinen und Handkarren auf der Landstraße der Regelung unterworfen worden, hier muh nicht nur das alte GebotRechts fahren, links Überholen" nachdrücklich in Erinnerung gebracht werden, son­dern die neuen Vorschriften über Ausrüstung, Kennzeichnung, Beleuchtung stehender und fahrender Fahrzeuge bei Nacht müssen von jedem Bauern und Landwirt, der öffentliche Ver­kehrswege benutzt, unter allen Umständen eingehal­ten werden. Denn bis zum 1. Juli müssen vor allem die Vorschriften über Bremseinrich- tung und Beleuchtung der Fahrzeuge voll- tändig durchgeführt sein. Nicht nur der Auto- ahrer, sondern gerade der Bauer, der viel die Land- traße benutzt und feine Pferde oder Kühe nicht un­nötig gefährden will, wird es begrüßen, wenn hier endlich einmal her Anfang einer Ordnung eintritt.

Die Verordnung fagt über die Brernseinrichtun- gen:Fuhrwerke muffen mit einer sicher wirkenden Bremsvorrichtung versehen fein." Wie Dipl.-Jng. I. Lengsfeld von der Gerätestelle des Reichs­nährstandes in denMitteilungen für die Landwirt­schaft" betont, unterscheidet die Verordnung zwischen Fuhrwerk" undW i r ts ch a f t s f u h r e n". unter Fuhrwerk wird jeder von Zugtieren gezogene

Wagen verstanden, der außerhalb der Gemarkung des Betriebsitzes und benachbarter Gemarkungen öffent­liche Verkehrswege benutzt. Dennoch gelten die Bremsbestimmungen sowohl für Fuhrwerke wie für Wirtschaftsfuhren, und zwar ohne Ausnahme auch in sogenannten ebenen Gegenden. Der Bauer wird also jeden seiner Wagen, die von Tieren gezogen werden, mit einer einfachen Handbremse ü u 5 r ü ft e n müssen. Man kann ha bei die einfache Spindelbremse, die auf die Hinterräder wirkt, anbringen. Sie besteht aus einem Querbalken mit Hemmklötzen, her am Hinteren Ende des Lang- baumes aufzuhängen ist und durch eine Brems­spindel beim Drehen her Handkurbel an die Hinter­räder herangezogen wird. Das Querholz muß gegen seitliche Verschiebungen gesichert sein und ist zweck­mäßig in Flacheisenbügeln unterhalb der Wagen­arme aufzuhängen. Diese Bremse ist besonders für ebene Gegenden geeignet, weil die Bremskurbel meist seitlich am Wagen, oder auch an der Rückseite des Wagens angebracht wird. Beim Bremsen muß sich also der Fahrer entweder von den Zugtieren weit entfernen, oder aber die Seine muß so lang sein, daß sie bis an die Hinterräder reicht. Daher wird sich vielfach die Dorderradbremse emp­fehlen, die von dem neben dem Wagen gehenden Kutscher bedient werden kann. Für Wagen mit festem Kutschersitz ist eine Bremse Vorgeschrieben, die links vom Kutschersitz aus bedient wird und auf die Hinterräder wirkt. Bei solchen Bremsen ist der Ersatz der Bremsspindel durch einen Hebel nur in Gegenden mit schwachem Gefälle zu empfehlen, da sich durch Hebel die Bremse nicht so fest anziehen läßt, als durch die Spindel.

Aus aller Well.

Schwere Bestrafung von Betrugsverfuchcn zur Erlangung höherer Neichszuschüsse.

Das Reichswirtschaftsministerium teilt mit: Der Relchswirtschaftsminister gibt bekannt, daß vor kur­zem mehrere Hausbesitzer und Hand­werker wegen des Versuches, durch betrügerische Angaben höhere Reichszuschüsse für Jnstanbsetzungs- unb Umbauarbeiten zu erlangen, z u schweren Zuchthaus- und Gefängnis st rasen ver­urteilt wurden. Der Reichswirtschaftsminister weist hierzu darauf hin, daß jeder derartige Betrugs­versuch unnachsichtlich strafrechtlich ver­folgt wird.

Der 25 000. Besucher der Winlerhilfs-Ausskellung wird geehrt.

Auf der großen Reichstagsausstellung über das Winterhilfswerk des deut­schen Volkes in Berlin wurde dieser Tage der 2 5 0 0 0. Besucher begrüßt und ihm eine Stif­tung des Gaues Main-Franken für eine Erholungs­reise für acht Tage in Bad Brückenau mit freier hin- und Rückreise überreicht. Es trifft sich außer­ordentlich glücklich, daß auch in diesem Falle der Empfänger, Franz L a d w i g aus Berlin-O., ein feit vier Jahren erwerbsloser kaufmännischer An­gestellter ist, der selbst während des vergangenen Winterhilfswerkes ein eifriger Helfer der Orts­gruppe Osthafen war. Franz Ladwig ist auch schon vorher im Dienst der Nächstenliebe tätig gewesen. Seit 1922 ist er aktives Mitglied der Deutschen Rettungsgesellschaft der Wassersportoereine und im Besitzt der Ehrennadel der Rettungsgesellschaft, die den Mitgliedern nach zehnjähriger Dienstzeit ver­liehen wird. In diesen zehn Jahren hat Ladwig bei über 300 Lebensrettungen auf dem Müggelsee mit­gewirkt.

Deutschlandreife schwedischer Schüler und Studenten.

In Berlin trafen 300 schwedische Schüler und Schülerinnen unter Leitung von Lic. Forsvall (Stockholm) zu mehrwöchigem Auf­enthalt in Deutschland ein. Zum Empfang hatten sich neben Vertretern des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, der amtlichen Zentralstelle für den gesamten Schüleraustausch nach dem Ausland, und Vertretern der Reichsjugendführung eine Ge­folgschaft der Hitler-Jugend eingefunden. Oberbann­führer Matschuck hieß die schwedischen Gäste herzlich willkommen. Lic. Forsvall dankte für die Begrüßungsworte. Die schwedischen Schüler und Schülerinnen bleiben nur einige Stunden in Berlin und fahren dann nach Mittel- und Westdeutschland ab, um ihre einzelnen Familienquartiere zu be­ziehen. Besonders stark am Austausch beteiligt sind Sachsen, Thüringen und Westfalen. Nur eine kleine Gruppe wird zur Zeit in Berliner Familien unter­gebracht. Mit dem gleichen Tage trafen auf dem Stettiner Bahnhof 33 Studenten des Stockhol­mer Studentengesangoereins ein, die auf Einladung des Deutschen Akademischen Aus­tauschdienstes, Zweigstelle München, eine Konzert- reise durch Deutschland unter Leitung von Musikdirektor Einar Ralf unternehmen. Zu ihrer Begrüßung hatte sich neben Attache von Ihre von der schwedischen Gesandtschaft auch Kammer­sänger Martin O e h m a n n auf dem Bahnhof ein- gefunden, der als Solist an der Konzertreise teil­nehmen wird.

Französisches Bombenflugzeug verunglückt. Zwei Tote, zwei Schwerverletzte.

Ein französischer Nachtbomber verunglückte in her Nacht zum Dienstag. Das mit sechs Mann Besatzung vom Militärflugplatz Chartres zu einem nächtlichen Uebungsflug nach Reims aufgestiegene Bombenflugzeug versuchte kurz nach dem Start wegen Motorschwierigkeiten eine Notlandung. Da­bei stieß es gegen das Dach eines Hauses, das auf- geriffen wurde und stürzte zu Boden. Der Ben- zintank geriet in Brand. Unmittelbar darauf stand das große Flugzeug in Hellen glommen. Zwei In­sassen konnten noch rechtzeitig aus dem brennenden Apparat befreit werden. Ein Sergeant und ein Unterleutnant wurden schwer verletzt ins La- zarett übergeführt. Die beiden restlichen Besatzungs­

mitglieder verbrannten. Es handsll sich um Zwei Unteroffiziere, die verheiratet waren, und von denen der eine drei Kinder hinterläßt.

Danziger Segelflieger dreht 85 Loopings hintereinander.

Eine neue Spitzenleistung im Segelflug-Looping wurde in Danzia aufgestellt. Der Flieger Kuhn von der Flieger-Landesgruppe Danzig ließ sich auf dem neuen Danziger SegelflugzeugArthur Grei­ser" (Typ Grunau-Baby II) von einem Motorflug­zeug auf 2100 Meter schleppen. Er klinkte bann aus und drehte hintereinander 85 Loo­pings. Damit hat Kuhn die bisherige Spitzen­leistung von 75 Loopings im Segelflugzeug Über­boten.

Zwei tödliche Abstürze in den Bergen.

Beim Ueberqueren einer steilen Schneehalde auf der Nordseite des Brienzer Rothorns nördlich des Brienzer Sees in der Nähe der Grenze der Kantone Luzern und Bern stürzte ein Basler Tourist aus einer höhe von 150 Meter tödlich ab. Die Leiche konnte geborgen werden. Ein zweiter tödlicher Absturz ereignete sich zwischen Herzogstand und Heimgarten auf dem Gratweg. Dort stürzte die 27jährige ledige Studienrätin Maria Lehner aus Murnau ab. Die Leiche wurde durch die Alpine Rettungsstelle mit Hilfe des Hüttenwartes her Her­zogstandhäuser geborgen und nach Kachel trans­portiert.

Schuhhütten brand bei Bozen.

Ein riesiger Brand zerstörte in der Nacht die vier bekannten Mahlknecht-Schutzhütten im ©eifer- Alm-Gebiet unweit von Bozen.' Das Feuer brach gleichzeitig in ollen vier Gebäuden mit solcher Ge­walt aus, daß jeder Löschversuch vergeblich war. Man vermutet B r a n b ft i fl u n g.

Vier Todesopfer eines kalifornischen Amokläufers.

In Susanville in Kalifornien ereignete sich eine grauenhafte Bluttat. Ein offenbar plötzlich tob­süchtig geworbener Mann, ein sogenannter Amok­läufer, brang in bas Haus eines gewissen Joe S o z i o ein unb erstach besten Frau unb bie 20jährige Tochter. Der Amokläufer überfiel bann weiter auf her Straße ben Sohn Sazios unb ein Mäbchen unb tötete bie beiben ebenfalls burch Messerstiche. Die Polizei hat einen her Tat bringend verdächtigen Mann verhaftet.

Verheerende Ueberschwennnung in Honduras. 500 Todesopfer?

Eine Funkmeldung an das Bostoner Hauptbüro der United Fruit Co. besagt, daß die Ortschaft Dctoe- peque in Honduras durch eine Ueberschwem­mung völlig zerstört worden ist. 500 Einwohner sollen Den lob in ben Fluten gefunben haben.

Verkehrskalastrophe in Spanien. 17 Tote, zahlreiche Schwerverletzte.

Ein Schnellzug aus Mabrib ü b e r f u h r auf einem Bahnübergang bei Pola be (Borbon in Astu- rien einen mit Ausflüglern voll besetzten Autobus unb schleuberte ihn in einen unmittelbar neben hem Bahnbamm fließenben Fluh. Bisher würben 17 Tote aus bem Autobus geborgen. Zahlreiche wei­tere Insassen sind schwer verletzt.

Waldbrande in Frankreich.

In ber Gegend von Rouen und Bernay richteten zwei Waldbrände erheblichen Schaden an. Im Walde von houvray bei Rouen wurden 20 Hektar und im Walde von Harcourt bei Bernay 100 Hektar Waldbestand vernichtet.

Fünf Fischer bei Neufundland ertrunken.

Aus St. Iohns (Neufundland) meldet ein DNB.- Funkspruch: In der Nähe von Kap Francis stießen ein Dampfer und ein Fischerboot zusammen. Fünf Fischer konnten, da es Nacht war und ein Wol­kenbruch nieberging, nicht gerettet werben; sie ertranken. Der Dampfer würbe am Bug schwer beschäbigt. *