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Eder schlug den um 12 Pfund schwereren Italiener Meroni überzeugend nach Punkten.

In Paris gewann Schwarz (Göppingen) ein 200-Meter-Brustlchwiinmen überlegen in 2:53,4 Minuten vor den Franzosen Benoit und L a u - v r y.

Süddeutscher Rugby m ei st er wurde die Ruder-Gesellschaft Heidelberg, die in Frankfurt das Endspiel gegen den SC. 80 Frankfurt verdient mit 15:0 (3:0) gewann.

178 Fahrer aus Deutschland, England, Ita­lien, Irland und Schweden, davon 113 Lizenzfahrer und 65 Ausweisfahrer, sind am Eilenriede-Rennen am 14. und 15. April beteiligt, mit dem die deutsche Motorrad-Rennzeit 1934 eingeleitet wird.

D i e StraßenfernfahrtRund um K ö l n", die am 22. April zur Durchführung ge­

langt, wird als erster Lauf zur deutschen Meister­schaft der Berufsfahrer gewertet.

300000 Franken stehen heute schon als Geldpreise für die diesjährige Tour de France zur Verfügung.

2,07 Meter im Hochsprung, diesen neuen phantastischen Weltrekord stellte der ameri­kanische Leichtathlet Marty bei einer Freiluftver­anstaltung in Fresno (Kalifornien) auf.

Ein Kartell der m i t t e l e u r o p ä i- schen Fußball - Vereine wurde in Prag gegründet. Diese Organisation will sich besonders mit einer einheitlichen Regelung von Auslands­reisen der ihr angeschlossenen Vereine beschäftigen.

Luxemburg Frankreich, dieses Aus­scheidungsspiel zur Fußball-Weltmeisterschaft, wird um kommenden Sonntag in Luxemburg ausge­tragen.

Wirtschaft.

Ermäßigung der Butterpreise um 5 KM. je Zentner.

Amtlich wird vom DNB. aus Berlin gemeldet: Auf Anweisung des Reichskommissars für. die Milchwirtschaft werden die Butterpreise in allen Klassen um 5 RM. je Zentner herabgesetzt, um bei dem mit Beginn der Grünfütterung stärker werden­den Angebot gleichmäßigen Absatz zu schaffen. Im Verkehr zwischen Molkerei und Großhandel werden ab 11. April notiert für einen Zentner einschließlich Verpackung ab Molkerei:

Marken- feine Molkerei- Molkerei- butter RM. butter RM. butter RM.

in Berlin 125

Hamburg 126

Köln . 127

Kempten 124

122 120

123 121

124 122

121 119

Der Butter- Groß- und Kleinhandel ist verpflichtet, diese Preisherabsetzung auch beim Weiterverkauf zu berücksichtigen. Die Hausfrauen werden also auf die entsprechenden Preisherabsetzungen zu achten haben.

Frankfurter Börse.

TNittagsbörse freundlich.

Frankfurt a. M., 11. April. Die Börse zeigte heute bei Eröffnung nach der Geschäftsstille in den letzten Tagen ein etwas lebhafteres Aussehen, wenn­gleich die Umsatztätigkeit noch keine stärkere Bele­bung erfahren hat, da seitens der Kundschaft nur wenig Aufträge Vorlagen. Rach den zuletzt erfolgten Glattstellungen schritt die Kulisse zu einigen Deckun­gen, so daß das Kursniveau fast allgemein eine leichte Besserung aufwies. Die heute vorliegenden und in den letzten Tagen gemeldeten günstigen Nachrichten aus der Wirtschaft fanden Beachtung. Montanwerte zeigten zumeist Kursbesserungen bis zu 1 v. H., so Rheinstahl, Mannesmann, Klöckner, Phönix und Laurahütte, nur Stahlverein bröckelten noch um 0,75 v. H. ab. Von Kaliwerten gewannen Aschers­leben 1,50 o. H. Etwas lebhafteres Geschäft hatten Farbenindustrie, die um insgesamt 2 o. H. erholt waren, daneben zogen Deutsche Erdöl und Metall­gesellschaft um je 0,50 v. H. und Rütgerswerke um 0,75 v. H. an. Arn Elektromarkt lagen besonders Bekula mit Plus 2 v. H. fest, auch Gesfürel und Schuckert erhöhten sich bis 0,50 v. H., während Sie­mens 1,25 v. H. nachgaben. Transportwerte lagen uneinheitlich, AG., für Verkehr minus 0,75 v. H., dagegen Allgemeine Lokal und Kraft auf die beacht­liche Gewinnsteigerung um 0,65 v. H. fester. Schiffahrtsaktien waren behauptet. Von Einzel­werten eröffneten Reichsbankanteile 0,50 v. H., Daimler Motoren 0,75 v. H. und Gement Heidelberg 0,25 v. H. leichter.

Der Rentenmarkt lag überwiegend freundlicher und etwas lebhafter. Neubefitzanleihe 22,70 bis 22,95 (plus 0,25 v. H.), Altbesitz 96 (plus 0,40 v. H.), späte Reichsschuldbuchforderungen 94,75 (plus 0,40 v. H.). Stahlverein-Bonds fetzten mit 71,50 nur knapp behauptet ein. Umgetaufchte Dollar-Bonds lagen bei unveränderten Kurfen sehr still.

In der zweiten Börsenstunde blieb das Geschäft bei anhaltend freundlicher Grundstimmung weiter ruhig. Ausgehend von IG. Farben, die noch um 1 o. H. auf 139,50 v. H. anziehen konnten, lag der Aktienmarkt zum großen Teil um 0,25 bis 0,50 höher, so z. B. Mannesmann, Phönix, Rheinstahl, Daimler und Rütgerswerke. Später wurden Rhein. Elektro um 1,50 v. H., Accumulatoren um 1 v. H. und Conti Gummi um 1,50 v. H. höher, dagegen Bemberg 1 v H. und Zellstoff Waldhof 0,75 v. H. niedriger notiert.

Der Rentenmarkt blieb meist auf den ersten Kursen behauptet, nur Neubesitz befestigten sich noch um 5 Pf. auf 23 v. H. Stahlverein-Bonds, die an­fangs etwas leichter waren, erholten sich um 0,75 v. H. Städteanleihen sowie auch Staatsanleihen zeigten ruhiges Geschäft bei unveränderten Kursen. Eher etwas gedrückt war der gesamte Pfandbrief­markt. Das Kursniveau sank allgemein um 0,25

o. H. Von Auslandswerten waren Ungarn Gold 10 Pf. höher, Rurnänier und Mexikaner blieben etwas behauptet. Tagesgeld leicht und 3,25 nach 3,50 v. H

Abendbörse freundlich.

Die freundliche Haltung des Mittagsverkehrs über­trug sich auch auf die Äbendbörse, an der sich vor allem die Erholung der Farben-Aktie fortsetzte, was auch auf den übrigen Marktgebieten überwiegend zu leichten Kurserhöhungen führte. Gegen den Ber­liner Schluß ergaben sich zumeist Besserungen von 0,25 bis 0,75 v. H., so bei Elektro-, Montan-, Zell­stoff- und Kunstfeideaktien. Die Farben-Aktie er­öffnete mit 139,50 zwar unverändert, später zog sie aber bis auf 140,13 v. H. an. Eine nennenswerte Steigerung der Umsatztätigkeit war allerdings durch den Mangel an Publikumsaufträgen nicht zu ver­zeichnen. Von den aus der Wirtschaft vorliegenden günstigen Nachrichten fand vor allem der Bericht der Vereinigten Kugellagerfabriken.AG., Schwein­furt, Beachtung, während anderseits die schweiz. Stimmen gegen einen Transfer-Aufschub nur wenig Eindruck machten. Im Verlaufe hielt die freund­liche Stimmung an und vielfach wurden die Kurse nochmals um 0,13 bis 0,25 v. H. höher bewertet.

Am Rentenmarkt wurden lediglich Neubefitzan­leihe etwas lebhafter und höher umgesetzt, während im Übrigen die Schlußkurse von heute Mittag be­hauptet blieben. Von fremden Werten zeigte sich etwas Interesse für mexikanische Anleihen, auch die Schweiz. Bundesbahn-Anleihe von 1912 war mit 144 v. H. weiter erholt. U. a. notierten: Neube­fitzanleihe 23,10 bis 23,13, Altbefitzanleihe 95,75, Schutzgebietsanleihe von 1914 9,50, 5 v. H. innere Mexikaner 3,50, 3 v H. do. 3,40, Reichsbank 149,50, Gelsenkirchen 64,50, Harpener 92,75, Mansfeld Bergbau 74,25, Rheinstahl 94,25, Stahlverein 43, Aku' 65,25, AEG. 28,50, Bekula 131,25, Bemberg 72, Gement Heidelberg 100,25, Deutsche Erdöl 115, Scheideanstalt 182, Licht und Kraft 106,75, IG. Farben 139,50 bis 140,13, Gesfürel 97,25 bis 97,50, Rütgerswerke 57,50, Schuckert 101,

frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 11. April. Das Geschäft am heutigen Getreidegroßmarkt beschränkte sich in der Hauptsache auf den Futtermittelmarkt, an dem Kleie und einige ölhaltige Artikel sowohl per sofort als auch für spätere Lieferung (Mai bis August und September bis Dezember) einige Umsätze ver­zeichneten. Weizenkleie und Weizenfuttermehl zogen etwas an, im übrigen blieben die Preise unver­ändert Brot- und Futtergetreide lag bei ebenfalls unveränderten Notierungen geschäftslos. Weizen 203 nominell (Mühlenpreis), Roggen 173, Braugerste 172,50 bis 177,50, Hafer 147,50 bis 160, Weizen­mehl Spez. 0 mit Austaufchweizen 29,70 bis 30,25, do. ohne 28,20 bis 28,75, Roggenmehl 0 bis 60 Prozent 24 bis 24,50, do. füdd. Spez. 0 24,50, Wei­zenkleie 10,50 bis 10,60, Weizenfuttermehl 11,50, Roggenkleie 10,60 bis 10,70, Soyafchrot 15,45, Palmkuchen 14,15 bis 14,45, Erdnußkuchen 16,20 bis 17,15, Treber 14, Trockenfchnitzel 10, Heu 6, Weizen- und Roggenftroh drahtgepreßt oder ge­bündelt 2 bis 2,20 RM.

frankfurter Schlachtviehrnarkt.

Frankfurt a. M., 12. April. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 51 Rinder, 917 Kälber, 56 Schafe, 676 Schweine. Es kosteten: Kälber 25 bis 50 Mark, Hämmel 30 bis 36, Schafe 26 bis 32, Schweine 34 bis 40 Mark. Marktver­lauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, Schweine schleppend.

Frankfurter Obst- und Gemüfemarkt.

Frankfurt a. M., 11. April. Arn Gemüse­markt verzeichnete man weiterhin reichliche Zu­fuhren in Spinat und Salat, im übrigen blieb das Angebot genügend. Während die Preise für Kopf­salat und Spinat rückläufige Bewegung aufwiesen, zeigten sie bei den anderen Gemüsearten keine Ver­änderungen im Vergleich zum letzten Freitagsmarkt.

Im Spinat war der Verkauf gut, im übrigen nicht zufriedenstellend. Es erzielten Blumenkohl, Steige 9 bis 18 Stück, 300 bis 450 (itaL); Feldsalat 40 bis 50; Gelbe Rüben 8 bis 10; Gewürzel, großes Bündel, 35 bis 40; Salatgurken (Treibhaus), Stück 40 bis 60, do. 60 bis 75 (holl.); Karotten 10 bis 12; Kartoffeln, gelbe, 50 Kilogramm 325 bis 340; Kohlrabi (Treibhaus), Stück 14 bis 25; Kopfsalat (Treibhaus) 18 bis 25, do., Steige 25 Stück, 500 bis 550 (span.), do., Steige 30 Stück, 450 bis 550 (holl.); Lattich 45 bis 50; Schlüpfer 50 bis 60; Meerrettich 12 bis 25; Radieschen, Bündel 5 bis 6; Römischkohl (Treibhaus) 40; Rote Rüben 8 bis 10; Rotkraut 9 bis 10 (holl.); Sellerie je nach Größe 5 bis 25; Spinat (Gärtner) 6 bis 7, do. (Pfälzer) 5 bis 6; Schwarzwurzel 12 bis 16, 15 bis 18 (holl.); Weißkraut 9 (holl.); Wirsing 8 bis 11 (holl.); Zwiebeln, 50 Kilogramm 600 bis 700.

In Obst und Südfrüchten find die Preise gestiegen, der Verkauf war schleppend. Das Aepfel- angebot war genügend, in Apfelsinen ließ es nach. Gs erzielten: Aepfel I 25 bis 30, II 18 bis 20, Wirtschaftsäpfel 12 bis 15, amerikanische Aepfel, Kiste etwa 40 Vfund, rote, 800 bis 1000, do. gelbe, 1000 bis 1200; Apfelsinen, blond, 10 bis 17 (span.); do., Blut, 13 bis 24 (span.); ital. Apfelsinen, blond, 16 bis 18, do., Blut, 18 bis 25; Bananen, Kiste 12,5 Kilogramm, 500 bis 550 (Jam.), do. 450 bis 500 (Bras.); Erdnüsse 13 bis 14; Zitronen, Korb 50 Kilogramm, 800. Die angegebenen Preise sind Großbezugspreise, sie sind, sofern nichts anderes an­gegeben, auf 0,50 Kilogramm bzw. Stück in Pfenni­gen umgerechnet.

Denkt an dieStiftung für Opfer der Arbeit"!

Einzahlungen an Reichskreditgefellfchaft Berlin W 8, Dehrensslrahe 21/22, sowie auf deren Reichs- bantgirofonto und deren Postscheckkonto Berlin 120 unter Angabe der Kontobezeichnung: ..Stiftung für Opfer öer Arbeit"

Allgäuer Butter- und Käsebörje.

Kempten, 11. April. Deutsche Markenbutter 124 (129), deutsche (Allgäuer) feine Molkereibutter 121 (126), deutsche (Molkereibutter) 119 (124), deut­sche Allgäuer Landbutter einschließlich Dorbruch­butter 104 (109). Marktlage ruhig. Rahmeinkauf bet 42,5 Fetteinheiten ohne Buttermilchruckgabe 114 (123). Allgäuer Weichkäse mit 20 o. H. Fettgehalt grüne Ware 19, statistische Durchschnittszahl der Vorwoche im Einkauf: Marktlage unübersichtlich. Allgäuer Emmenthaler mit 45 v. H. Fettgehalt 1. Sorte 70 bis 72 (70 bis 72). 2. Sorte 65 bis 67 (65 bis 67).Mark. Marktlage unverändert. Die Preise sind' Erzeugereinkaufspreise ab Lokal oder ab Station des Erzeugers ohne Verpackung für den Zentner.

Weizenmarki.

auch den sog.toten Winkeln" die großen Weizen- verbrauchsgebiete für ihre Brotgetreideverkäufe er­schließen. , _

Heber die Einführung der gesetzlichen Erzeuger­preise und zuletzt erwähnten Maßnahmen zur Er­leichterung der Getreidebewegung hinaus hat sich der Reichsbauernführer insbesondere auch eine Un­terbringung der über den normalen Bedarf hinaus- gehenden Weizenmengen angelegen fein lassen. In diesem Zusammenhang ist vor allem die Festlegung einer Zwangseinlagerungspflicht der Mühlen, sowie die Bildung einer nationalen Reserve durch Käufe der Reichsstelle für Getreide, die in erster Linie in dentoten Winkeln" erfolgt sind, zu erwähnen. Ferner wurden vor wenigen Wochen die Voraus­setzungen für die Wiederaufnahme der Weizenaus- fuhr in Anpassung an die verschiedenartige Lage am Weizen- und Futtergetreidemarkt abgeändert durch die Berechtigung zur Einfuhr von Gerste und Mais geschaffen. Außerdem wird im Wege der Lockerung des Nachtbackverbots ein gesteigerter Weizenmehlverbrauch gewährleistet. Neben diesen Maßnahmen ist noch hervorzuheben, daß auch der Bauer selbst durch verstärkte Weizenverwertung im eigenen Betriebe in Erfüllung feiner ihm van der Volksgemeinschaft gestellten Pflichten zur Bereini­gung der Weizenfrage nicht unwesentlich beigetra­gen hat.

Als Ergebnis der Weizenpolitik des Reichs­bauernführers und der Reichsregierung ist festzu­stellen, daß bereits in den ersten Monaten des Jah­res der Mehrertrag der letzten Weizenernte in Höhe von 600 000 Tonnen aus den Händen der Land­wirtschaft verschwunden war. Die Landwirtschaft verfügte am 28. Januar d. I. nur noch über 1,7 Millionen Tonnen Weizen, die auch nicht annähernd ausreichen, um den Vermahlungsbedarf für den Rest des Wirtschaftsjahres zu decken. Die Mühlen müssen also in nicht unerheblichem Umfange auf die zweibändigen Bestände zurückgreifen. Besonders diese Tatsache ist zu berücksichtigen, wenn die Aus­sichten für die weitere Entwicklung des Weizen­marktes beurteilt werden sollen. Trotz des augen­blicklich geringeren Bedarfs der Mühlen ergibt sich jedoch keine stärke Belastung des Weizenmarktes, weil der Bauer zur Zeit mit den Feldarbeiten be­schäftigt ist, infolgedessen also keine größeren Ge­treideverladungen durchgeführt, und weil die zweite Hand ihre Bestände in den letzten Wochen weit­gehend abstoßen konnte. Sobald die aus den Vor­ratskäufen der Mühlen stammenden Mengen er­schöpft sind, wird sich ein reibungsloser Verlaus des Weizenabsatzes herausbilden, zumal die Mühlen durch die Beschränkung des Verarbeitungskontin­gentes für den laufenden Monat gezwungen find, ihre Mehlbestände abzubauen.

Angesichts der vorstehend ausgezeichneten Tat­sachen ist die Auffassung berechtigt, daß die Frage des Weizenabsatzes itt der Agrarpolitik restlos die ihr gebührende Aufmerksamkeit gefunden hat, und daß die ergriffenen Maßnahmen befriedigende Er­gebnisse gezeitigt haben. Soweit trotzdem noch ge­wisse Spannungen aufgetreten sind, wird ihnen im nächsten Wirtschaftsjahr durch eine entsprechende Ausgestaltung der Getreidebewirtschaftung, aufge­baut auf den diesjährigen Erfahrungen, mit allen Mitteln begegnet werden.

Die Lage am

Seit einigen Tagen wird dem Weizenmarkt vielfach besondere Beachtung gewidmet. Nun haben die Verhältnisse am Weizenmarkt nicht etwa eine Zuspitzung erfahren, die diese verstärkte Aufmerk­samkeit rechtfertigen könnte, es handelt sich vielmehr um hoffnungslose Versuche, die Agrarpolitik des Reichsbauernführers am Beispiel der Weizenpolitik beim Bauern und in der breiteren Öffentlichkeit in Mißkredit zu bringen. Demgegenüber ist von maßgebender Stelle in ben letzten Tagen mit aller Deutlichkeit auf die für den Weizenabsatz ergriffe­nen Maßnahmen und die in ihrem Gefolge einge­tretenen und durchaus befriedigenden Ergebnisse hingewiesen worden.

Zu Beginn des laufenden Wirtschaftsjahres er­fuhr die Versorgungslage am Weizenmarkt eine neue Belastung dadurch, daß die bereits überreich­liche Ernte des Jahres 1932 noch um einen Mehr­ertrag von rund 600 000 Tonnen übertroffen wurde. Jeder, der in Wirtschaftsfragen einigermaßen be­wandert ist, weiß, daß ein auf dem bisherigen Wege nicht unterzubringender Ueberschuß in dieser Höhe bei freiem Spiel von Angebot und Nachfrage vollauf genügt, um den Preis bei einem Gute, wie es der Weizen hinsichtlich seiner Verwertung dar­stellt, auf einen Stand zurückzuwerfen, der vom Weizenpreis auf dem Weltmarkt zweifelsohne nicht sehr weit entfernt gewesen wäre. Der Wel^etreide- markt bietet uns überhaupt neben den anderen Weltrohstoffmärkten ein anschauliches Beispiel da­für, zu welchen verheerenden Folgen ein lieb er= angebot führen kann, wenn nicht eine planvoll ge­staltete Absatzregelung erfolgt.

Der deutsche Weizenmarkt wurde zunächst durch die Maßnahmen zur Ueberwindung des nach der Ernte erfahrungsgemäß erfolgenden Angebotsdrucks gestützt. Diese Maßnahmen bestanden vor allem in der Wiederingangsetzung des Austauschverfahrens sowie in einer umfassenden Erntefinanzierungs­aktion. Inzwischen waren die Vorbereitungen so­weit gediehen, daß mit der Herauslösung des Brot­getreidemarktes aus dem freien kapitalistischen Spiel der Kräfte durch die Einführung von gesetzlichen Erzeugerpreisen begonnen werden konnte. Man darf sagen, daß es in allererster Linie die Bestim­mungen über dk gesetzlichen Erzeugerpreise gewesen sind, die den deutschen Weizenmarkt vor dem Zu­sammenbruch bewahrt haben. Hieran vermag auch die Tatsache nichts zu ändern, daß im weiteren Ver­laufe des Wirtschaftsjahres und hauptsächlich in den ersten Monaten des Jahres 1934 gewisse Schwierig­keiten in der Bewegung der Weizenernte aufgetreten find. Ihre vornehmste Aufgabe haben die Bestim­mungen über die gesetzlichen Erzeugerpreise jeden­falls auch in den kritischsten Wochen erfüllt, nämlich dem Bauern einen angemessenen Lohn für feine Mühe zu sichern.

Sobald sich die angedeuteten Schwierigkeiten in der Bewegung der Weizenernte herausgestellt hat­ten, wurden weitere Maßnahmen ergriffen, um die in der planvollen Regelung des Weizenabsatzes noch vorhandenen Lücken zu schließen. In diesem Rahmen sind die Vorschriften über die Einkaufs­preise der Mühlen zu werben, die nicht nur dem Handel und den Genossenschaften eine Aufrecht­erhaltung ihrer den Interessen der gesamten Volks­wirtschaft dienenden Tätigkeit ermöglichen, sondern

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Öie Hohe der zutetzi beschlossenen Dividende an. Relchsbankdiskoni 4 v H Lombardzinsfuß 5 v. H.

Jranfrur a. 2)1

3trhn

Frankiun a.M

Berlin

Schluß« kurS

Schlüßk. Abend­börse

Schluß- find

Schlußk Mittag­börse

Schluß» furd

Schluß». Abend­börse

Schluß- furd

Schlußk. Mittag- börse

Datum

10.4.

11.4.

10-4.

114.

Datum

10.4.

11.4-

10-4.

11-4.

% Deutsche Reichsanleihe v. 1927

95 1

93,5

94,5

93,75

4% desgl. Serie U...........

6,7

6,7

6,8

6,8

6% ehem.7% Dl. Reichsanl. v. 1929

99.9

99,9

100

100

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

4,6

4,7

4,7

4,55

6/i% ?}oung-2Inlett)e von 1930 ..

93,25

92,75

93,13

93

4/i%Rumän.vereinh.Rentev.l913

7.15

7,15

7,25

7,15

Deutsche Anl.-Ablüi.-Schuld mit

4% Rumänische vereinh. Rente ..

4,2

4,25

4,25

4,2

95.65

95,75

95,7

95 75

3$i% Anatolier ..............

29,3

29,65

29,3

29,65

Desgl. ohne Auslos.-Rechte......

22,7

23,13

22,7

23',05

6% ehem.8% Hess. BolkSstaal 1929 (rückzahlb. 102%) ..........

93,25

92,75

93,5

92,75

Hamvurg-Ämerika-Paket .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0

28,5

28,25

29

25,5

28,5

6% Hejs. Landesbank Darmstadt

Hansa-Dampfschifs.......0

Gold R. 18 ..........

91.5

92

92,25

Norddeutscher Lloyd ...... 0

32,75

32,75

32,75

32,75

6/i% Hess. Landes-Hypotheken-

A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

67,5

67,5

67

67,4

bank Darmstadt Liqui.......

91,5

Berliner Handelsgesellschaft ... 4

86,25

86,25

86,75

86,75

Oberhelsen Provinz-Anleihe mit

(Sommerj. und Prtvat-Bank ... 0

48

48

48

48

Auslos.-Rechten .....

94

94,75

Deutsche Bank und DtSconto-

Deutsche Komm. Sammelabl. An.

Gesellschaft................ 0

61,25

61

61,25

61

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

95

95,13

95,25

95,4

Dresdner Bank..............0

62

62

62

62

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank

Reichsbank ............... 12

149,5

150,5

149,25

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

92

92

92,25

92

6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank

Goldpse. 16 unkündbar bis 1936

92

92

A.G.G................ 0

28,5

28,13

28,5

6/i% ehem. <%% Tranks Hyp^

Bekula............ 0

129 5

1.31 25

129,65

131,4

Bank-Liqu.-Psand8riese. ...

91,65

91,4

ölettt. LteferungSgefellschafi... 6

101,5

101,25

101,5

iöö's

6/,% ehem. 4/2% Rheinische

Licht und Kraft ... ß

105

106,75

105,25

106,75

Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpse.

92.25

92,25

Felten L Guilleaume . 0

60,5

60,13

60,65

60

679 ehem. 8% Pr LandeSpsand-

BU&,£C,rtUntetne6munfl. 6

96

97,5

96

96,75

brtesanstaU, Pfandbriese R. 19

94

94

94,25

94.25

Rheinische Elektrizität .... 5

88,75

91

91,5

91

6% ehem. 7% Pr Landespfand, brtefanstall, Pfandbriefe R. 10

94

94

94

94

Schuckert «Co............. 5

Siemens & Halske......... 7

100

139

101

139

100,25

139

100,5 140

Steuergutsch. Verrechnungskurs ..

97,5

97,5

97,5

97,5

Lahmeyer L lLo............. ,ö

116,5

116

115,25

115,5

<% Oefterretchtsche Gold renke....

21,75

_

_

22

Buderus ............... 0

72

73

7?

72 75

4,20% Oesterretchische Silberrentr

1,15

1,15

1,2

1,2

Deutsch« Erdöl ........... 4

112,75

115

112,5

114,25

4% Ungarische Goldrente ......

8

8,1

8,1

7,9

Gelsenkirchener.............. ö

63,5

64,5

64

64,25

4% Ungarische Staalsrente v. 1910 4*£% desgl. von 1913 .......

7,6

7,8

7,5

7,7

7,85

7,8

7,55

7,7

Harpener ................. 0

Voesch EisenKbln-Neuesseu 0

92

92,75

92

92,25

6% äbgesl Goldmexikaner von 99

8

8

8,2

8,5

Kse Bergbau ....."..... g

140

141

140

4% Türkische Zollanleihe von 1911

6,65

6,65

6,65

Ilse Bergbau Genüsse........ e

115,5

115,25

114,5

114,75

4% Türkische Bagdadbahn-Anieihe

Klöcknermerke ............ 0

63 75

64

Catel.....................

6,7

6,7

6,75

Mannesmann-Röhren........ c

65

66.4

65

66,4

I

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß» lurd

Schlußk. Abend­börse

Schluß- kurs

Schlußk. Minag- börse

Datum

10-4.

11-4-

10.4.

11-4-

Mansselder Bergbau........

. 0

74,25

73,5

74,5

Kokswerke ...............

. 0

-

95,75

98,5

Phönix Bergbau............

Rheinische Braunkohlen .....

. 0

49,75

51,25

50

51,25

10

203,5

202

202

204

Rheinstahl ..........

. 0

92,25

94,25

92

93,75

Bereinigte Stahlwerke.......

. 0

12,75

43

41,9

43

Otavi Minen ..........

. 0

15

15

15

14,9

Kaliwerke Aschersleben.......

. 5

112

113,5

112

114

Kaliwerke Westeregeln.......

. 5

113,5

115

112

113,75

Kaliwerke Salzdetfurth.....

7/r

146,5

146,75

147

3. ®. Farben-Jndustrie.....

. 7

136,5

140,13

136

139,5

Scheideanstalt..............

. 9

181,5

182

Goldschmidt ..............

. 0

60,5

63,75

60,25

64

Rütgerswerke .............

. 0

55,5

57,5

55,5

57,25

MetaUgesellichaft...........

. 0

80,5

79,5

81

Philipp Holzmann.........

. 0

71,5

72,75

73

72,75

Zementwerk Heidelberg ....

. 0

101

100,25

Lementwerk Karlstadt.......

. 0

109

Schultheis Payenhofer .....

. 0

105

105,75

Aku (Allgemeine Kunstseide)

. 0

64,25

65,25

64,4

65,25

Bemberg ...........

. 0

72,25

72

71,5

71,5

Zellstoff Waldhos ..........

. 0

52

52

51,25

51,65

Zellstoff Aschaffenburg .....

. 0

42,5

44

43,25

43,75

Dessauer Gas ...........

7

120

120,75

Daimler Motoren..........

.. 0

49,5

49,75

49,5

49,9

Deutsche Linoleum ........

.. 0

56,5

56,25

56,5

56,5

Orenstetn & Koppel........

.. 0

66-5

66,25

Leonhard Tietz .. .........

.. c

21

21

20,5

21,65

Tbade ...................

..10

154,5

155,5

154,5

154,5

Lrru mulatoren-Fabrik......

.. 0

174,5

175,5

175,75

175,75

Lonti^Summt.............

.. 0

145,5

147

145-25

146,5

Grttzner.................

.. 0

I 28

1 28,4

I 28

28

Mainkraftwerke Höchst a.M..

.. 4

76,75

Süddeutscher Zucker .......

.. e

1 168,25

1 168

I 168

168

Deoifenmarki Berlin Jranffurl a. 2R

10. April

II.Apn

Amtliche Notierung

Geld I Lrie

Amtliche Notierung

Geld | Sric

Helstngfor».. Wien.......

Prag.......

Budapest ... Sofia ......

Holland .... Oslo ......

Kopenhagen. Stockholm... London .....

Buenos Aires Reuyork.... Brüssel.....

Italien.....

Paris ......

Schwetz .... Spanien.... Danzig.....

Japan ......

Rio de Jan. . Jugoslawien. Lissabon....

5,709 47,20 10,38

3,047 169,48

64,98 57,74 66,63

12,935 0,632 2,505 58,61 21,53

16,50 80,92 34,24

.81,60 0,762 0,214 5,664 11,78

5,721 47,30

10,40

3,053

169,82

65,12

57,86

66,77

12,965 0,636

2,511

58,73

21,57

16,54

81,08

34,30

81,76 0,764

0,216

5,676

11,80

Banfnotea

5,699 47,20 10,38

3,047

169,38 64,79 57,54 66,53

12,895 0,632 2,503 58,58 21,38 16,50 80,96 34,24 81,58 0,761 0,214 5,664

11,75

5,711 47,30

10,40

3,053

169,72

64,91

57,66 66,67

12,925 0.636 2,509 58,70 21,42 16,54 81,12

34,30 81,74 0,763 0,216

5,676 11,77

Serlin, 11 .April

Geld

Bries

Amerikanische Roten..............

Belgische Noten..................

Dänische Noten .................

Französische Noten .............

Holländische Noten ..............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Spanische Noten........... ..... Ungarische Not« ................

2,456

58,42

57,29

12,85

16,46

168,96

21,31

64,62

66,37

30,78

34,10

2,476

58,66

57,51

12,91

16,52

169,64

21,39

64,88

66,63

81,10

34,24