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Kreis Schotten.
Eine letzte Warnung an Ratmschänder
Preußen
Oberhessen
Oie zweite Arheiiskhlacht in Oberheffen öp Alsfeld, 11. April. In einer vom Kreisamt Alsfeld einberufenen Versammlung, zu der die örtliche Parteiorganisation, die Bürgermeister des Kreises, die Arbeitsfront, die Wehrverbände, die Innungen und sonstige Interessenten eingeladen waren, sprach der Direktor des Arbeitsamts Gießen, Regierungsrat Dr. Lift, über das Thema: „Aus- aangspunkt und Durchführung der zweiten Arbeitsschlacht". Einleitend behandelte der Vortragende die grundsätzlichen Unterschiede, welche die heutige Wirtschaftsführung von derjenigen der früheren libercrlistischen Zeit unterscheidet. Die Regierung Adolf Hitler habe bei ihrem Antritt eine verzweifelte Lage vorgefunden. Sie habe aber innerhalb eines Wahres bewiesen, daß das Dogma von der Unmöglichkeit der Beherrschung der wirtschaftlichen Kräfte falsch war. Die nationalsozialistische Regierung sei zunächst an die grundlegende Aufgabe herangetreten, die Nationalwirtschaft gesund zu machen. Erst wenn dieses Ziel erreicht ist, könne der Ausgleich zwischen den Wirtschaften der einzelnen Nationen erfolgen. Nach dem Programm der Reichsregierung für die Arbeitsschlacht für das Jahr 1934 fei mit einem unmittelbaren Eingreifen des Staates nicht zu rechnen, es werde vielmehr Aufgabe der Reichsregierung sein,
* Laubach, 10. April. Im Saale des „Schützens Hofs" wurde am Montag ein gut besuchter Schulungsabend abgehalten. Es sprachen Bezirksbauernführer Ehr. Röder über das Erbhofgesetz und die Regelung des Milchabsatzes, Funkwart Lehrer G a u b über die Bedeutung des Rundfunks und Schulungsleiter Heinrich Braun über das Thema „Unser Programm". Ortsgruppenleiter Otto Braun brachte zum Schluffe ein dreifaches Sieg- Heil auf den Führer gus, worauf die Veranstaltung nach dem gemeinsamen Gesang des Horst-Wessel- Liedes ihr Ende nahm.
I. Gedern, 11. April. Dieser Tage fand im Saale des Gasthauses „Zum Löwen" die Generalversammlung des Kriegervereins statt. Der Vereinsführer Kam. Karl Diehl leitete die Versammlung. Zunächst wurde der im Weltkrieg Gefallenen und der im letzten Jahre verstorbenen Kameraden gedacht. Nach der Bekanntgabe des Jahresberichtes wurde die Rechnungsablage für 1933 erstattet und dem Vorstand Entlastung erteilt. Der Bezirksführer Kam. Stein (Hirzenhain) gab dann einen Rückblick auf das verflossene Jahr und dessen politisches Geschehen, weiter gab er einen Einblick in die Organisation des Kyffhäuserbundes. Nachdem er u. a. noch über die sozialen Einrichtungen des Verbandes gesprochen hatte, wurden für 40jährige treue Dereinszugehörigkeit dem Kam. PH. Reichert 3., sowie für 25jährige Vereinszugehörigkeit dem Kam.' Karl Höhl Auszeichnungen überreicht. Zur Teilnahme an der Hasfiafeier in Darmstadt meldeten sich viele Kameraden.
Kreis Alsfeld.
ll. Merlau, 11. April. Gestern abend fand in der Wirtschaft Hörle eine Versammlung der PO. und sämtlicher Gliederungen statt. Stützpunktleiter Münch sprach über die Fortschritte im nationalsozialistischen Staat.
ll. Nieder-Ohmen, 10. April. Am Sonntag fand in der Wirtschaft Döll die Verpachtung der Gemeindewiesen statt. Die Preise lagen erheblich höher als im Vorjahre. Im Anschluß daran hielt der hiesige O b st b a u v e r e i n eine Versammlung ab, in der Obstbauinspektor Kurtz vom Landwirtschaftsamt Lauterbach über „Sortenauswahl für den Obstbau" sprach. Ferner gab der Redner wertvolle Ratschläge über die Pflanzung. Ein Mitglied regte an, alle Aepfel- und Birnbäume, die Eigentum der Gemeinde sind, zu veredeln. Die entsprechenden Arbeiten sollen sofort in Angriff genommen werden.
spielt. 15.10: Stuttgart: Lernt morsen? 15.50: „Wirtschafts - Wochenbericht" (Zwiegespräch). 16: Vom Deutschlandsender: Unterhaltungskonzert, Kammerorchester des Deutschlandsenders. 17: Stuttgart: Alte Tanzmusik, das Rundfunk-Orchester. 18: Stimme der Grenze. 18.20: Wochenschau. 18.35: Stegreifsendung. 18.50: Sozialdienst. 19: Vom Deutschlandfender: Händel-Konzert. 20: Stuttgart: Nachrichten. 20.05: Stuttgart: Saarländische Umschau. 20.15: Von Bad Kreuznach: Großer Bunter Abend des Südwestfunks und des Reichsverbandes Deutscher Rundfunkteilnehmer, Ortsgruppe Bad Kreuznach. 22: Stuttgart: Nachrichten. 22.15: Stuttgart: Du mußt wissen... 22.40: Zwischenprogramm. 23: Stuttgart: Buntes Kabarett. 24 bis 2: Stuttgart: Nachtmusik.
Wer die Pflanzen nicht kennt, soll erst recht seine Finger von den Geschöpfen der Natur lassen. Es sei besonders darauf hingewiesen, daß die staatlichen Vertrauensleute als Naturheger im Sinne des Gesetzes Polizeigewalt haben, also jederzeit Namensfeststellungen von Frevlern vornehmen und Anzeigen wegen etwaiger Verstöße gegen das Naturschutzgesetz erstatten können, etwaige Widerstände gegen die Maßnahmen der Vertrauensleute werden mit derselben Schwere bestraft, wie Widerstand gegen die Staatsgewalt. Das mögen sich besonders jene Krakeeler merken, die draußen im Walde bei einer Untugend ertappt und zur Rede gestellt, glauben, sie könnten durch ihr Gassenmaul sich am leichtesten der unerwünschten „Belästigung" durch „überempfindliche" Enthusiasten sichern.
hier muß jeder milhelfen, wir können nicht gleichzeitig überall sein.
Auch das Feld-, Forst- und Marktschutzpolizeipersonal soll in gleicher Weise nunmehr sein gesteigertes Augenmerk auf die Erhaltung und Bewahrung geschützter Pflanzen richten. Zu diesem Zwecke wird auch in Zukunft zur jeweiligen Blütezeit eine entsprechende Unterrichtung durch die Heimatpresse erfolgen. Hinsichtlich der besseren Beaufsichtigung der Seidelbaststandorte sei deshalb heute auf folgende Merkmale aufmerksam gemacht:
Der Seidelbast wächst als niedriger Strauch, wird selten höher als einen Meter, ist — und das wissen die wenigsten — eine der giftigsten Pflanzen Mitteleuropas, lebt als wenig verzweigte, unscheinbare Strauchform in den schattigen, meist feuchtgründigen Laubholzstand- orten unserer Mittelgebirge und ihrer Vorberge und geht hier bis in die höchsten höhen hinauf.
Trotz seiner Giftigkeit ist der Seidelbast als Frühlingsblume allerfrühesten Blütenstandes sehr begehrt, eine Tatsache, die hauptsächlich daher rührt, daß die rosenroten, leicht lila oder violett angetönten kleinen Perigonblätter der Blüte — vier sind es an der Zahl — einen wunderbar wohlriechenden betäubenden und schweren Duft entladen. An ihrer Stelle bilden sich später etwa erbsengroße, scharlachrot gefärbte einsamige Steinfrüchte, die dem Fruchtstand des Seidelbastes ebenfalls ein herrliches Aussehen verleihen. Der Seidelbast ist die einzige der in unserer engeren Heimat wild wachsenden Daphnearten, seine übrigens mitteleuropäischen Verwandten sind fast sämtlich auf die Bergwälder und Matten der Alpenregion beschränkt.
die Konsumkraft der Bevölkerung durch Senkung von Steuern zu stärken und dadurch die gesamte Wirtschaft weiter zu beleben.
Aus den Ausführungen des Vortragen^n war zu entnehmen, daß sich die wirtschaftlichen Verhältnisse speziell in O b e r h e s s e n im letzten Jahre erheblich gebessert hätten. Es sei ein starker Rückgang der Erwerbslosenziffer zu verzeichnen gewesen,' der weit über dem Reichsdurchschnitt liege. Die Erfolge des vergangenen Monats berechtigen auch zu guten Hoffnungen für die Zukunft, so daß man annebmen dürfe, daß am Ende des Jahres 1934 die Hauptschwierigkeiten behoben sein würden. Jeder Volksgenosse möge als guter Nationalsozialist und guter Wirtschaftler denken und handeln.
Der Vortrag fand lebhaften Beifall. Anschließend entwickelte sich eine anregende Aussprache. Regierungsrat Dr. List wies in seinem Schlußwort auf die bei der gegenwärtigen Entwicklung noch vorhandenen Schwierigkeiten hin, an deren Beseitigung alle Stellen gemeinsam Mitarbeiten müßten.
Kreisdirektor Dr. Stammler schloß die Tagung mit einem dreifachen „Sieg-Heil" auf den Führer Adolf Hitler.
Landkreis (ließen
X Wies eck, 10. April. In den letzten Tagen sind unsere beiden Störche auf ihr Nest auf
einer Scheune 'm der Gießener Straße, von jung und alt freudig begrüßt, zurückgekehrt. — Am Sonntag wurde die zweite Abteilung unserer diesjährigen 108Konfirmanden,50 Kinder, meist aus der Klasse Lehrer Stumpf, konfirmiert. Beim Abendmahl des Gottesdienstes, der durch mehrstimmige Chöre der Konfirmanden unter Leitung von Lehrer Stumpf verschönt wurde, half wiederum Missionar Walther (Gießen) dem Ortsgeistlichen.
X Wieseck, 11. April. Gestern abend hatte die Frauenhilfe ihre Mitglieder und viele Gäste in den kleinen Saal von Gastwirt Braun eingeladen, um den Abschlußabend für die Winterarbeit zu begehen. Der Leiter der Frauenhilfe, Pfarrer Sattler, gab u. a. einen Rückblick und Ausblick aus die Arbeit der Inneren Mission, sowie Stimmungsbilder aus deren Wirkungsstätten. Auf den am nächsten Sonntag im ganzen Reich stattfindenden Volkstag der Inneren Mission kommend, konnte der Ortsgeistliche mitteilen, daß sich der BdM. freundlich in den Dienst der Sache stellt und die Sammlung vornimmt. Reichsinnenminister Dr. Frick habe selbst in einem Aufruf diesen Dolkstag der Nächstenliebe begrüßt und ihm einen vollen Erfolg gewünscht. Im Verlaufe des Abends erfreuten Kinder der Mitglieder durch Gesang, Klavier- und Violinsoli, sowie ernste und heitere Gedichte von Mutter, Volk und Vaterland. — Der Schulungsabend der NSDAP, dieser Woche, der im dichtgefüllten Saal von Gastwirt Braun stattfand, wurde eingeleitet durch Volkslieder der Gesangsabteilung des Turnvereins unter ihrem Dirigenten Chormeister Meyer und stand diesmal unter dem Thema „Kampf um die deutsche Saar", über das nach einleitenden Worten des Ortsgruppenleiters K. Euler Kreisschulungsleiter Michel (Gießen) in etwa anderthalbstündiger Rede sprach. In wirkungsvoller Weise und an Hand von zahlreichen Beispielen stellte er den dortigen Kampf der Saardeutschen um ihr Heimatland dar. Nach dem Gesang des Saarliedes und des Horst-Wessel-Liedes schloß der Ortsgruppenleiter den Schulungsabend, nachdem der Ortsgeistliche noch einmal unter Verlesung eines Aufrufs des Reichsinnenministers zum Volkstag der Inneren Mission an die Versammlung appellierte.
wg. Großen-Buseck, 11. April. Gestern nachmittag stürzte hier eine 27 Jahre alte Frau aus dem Fenster ihrer im zweiten Stockwerk gelegenen Wohnung. Die bedauernswerte Frau erlitt bei dem Sturz, dessen Ursache bis jetzt nicht bekannt ist, erhebliche Verletzungen.
> Holzheim, 11. April, Das W i n t e r h i l f s- w e r k hat auch in unserem Orte tatkräftige Unterstützung gefunden. Aus den Sammlungen vom Eintopfgericht ergaben sich 464,25 Mark, bei den Straßensammlungen gingen 185,60 Mark ein. An Beiträgen zur NS.-Volkswohlfahrt wurden 32 Mk. geleistet, Wohlfahrtsbriefmarken 3 Mk., Zwilllngs- pfennige 2,50 Mk., von der Kaninchen- und Geflügelausstellung kamen 17 Mark. An Naturalien wurden gesammelt: 654 Zentner Kartoffeln (Wert 1308 Mk.h 56 Zentner Weizen (Wert 509 Mk.). 56 Zentner Roggen (Wert 448 Mk.), 98 Kuchen (Wert 98 Mk.), 168 Laib Brot (Wert 93 Mk.) und 500 Eier (Wert 35 Mark). Hiernach kann die Gesamt- ; summe des Winterhilfeopfers unserer Gemeinde , einschließlich der Naturalien auf 3230 Mark bezif- > fert werden. — Am vorigen Sonntag fand hier । Konfirmation statt, die von Pfarrer C h r i -
in veränderter Form. Den Zweckverbandskassen obliegt, wie den bisherigen Amtskassen, die Erhebung der staatlichen Steuer vom Grundvermögen, Hauszinssteuer, Kreishundesteuer, Prooinzialviehabgabe, Landwirtschaftskammerbeiträge, Handwerkskammerbeiträge, sowie aller Gemeindesteuern und -abgaben der ehemaligen Amtsgemeinden. Zahlungen, die die letzteren Gemeinden zu leisten haben, erfolgen ebenfalls durch die Zweckoerbandskassen, nachdem der zuständige Gemeindeleiter vorher schriftliche Ausgabeanweisung erteilt hat.
Ferngespräch Frankfurt—Australien.
LPD. Frankfurt a. M., 11. April. Auf Ein- ladung der Postverwaltung hat der hiesige englische Generalkonsul gestern versuchsweise mit Perth in Westaustralien telephonisch gesprochen. Das Gespräch wurde über 2500 Meilen Landlinie in Australien übertragen und dann über England mit dem Radio. Für kommerzielle Zwecke wird diese Verbindung nächstens eröffnet werden. Die Verbindung war sehr gut. Die Stadt Perth hat sagen lassen, wie sehr sie sich über den Besuch des deutschen Kriegsschiffes „Köln", das zu Weihnachten dort war, gefreut habe, und sie hoffe, daß ein ähnlicher Besuch des deutschen Kriegsschiffes bald wiederholt werde.
Kreis Wetzlar.
p. Bieber, 11. April. Dieser Tage fand bei Kamerad Paul die Monatsversammlung des hiesigen Kriegervereins statt. Vorsitzender Kamerad Brück gab die neuesten Führeranordnungen bekannt. Er wies besonders darauf hin, daß alle Volksgenossen, auch wenn sie nicht gedient haben, der SAR. II angehören sollen. Ferner gab er bekannt, daß der Reichskriegertag am 7., 8. und 9. Juli in Kassel stattfindet. Der Frühjahrsabgeord-
Ein Zakob-Sprenger-Haus in Westerburg.
LPD. W e st e r b u r g, 11. April. Die Kreisdienststellen der NSDAP, und ihre Gliederungen sind mangels geeigneter Räume getrennt untergebracht. Dieser Zustand hat sich als unhaltbar erwiesen. Aus diesem Grunde war die Errichtung eines eigenen Verwaltungsgebäudes der Partei erforderlich, zu dem am Montag der erste Spatenstich erfolgte. Das Haus soll den Namen „Jakob- Sprenger-Haus" tragen. Die Grundsteinlegung wird voraussichtlich am 27. Mai erfolgen.
Errichtung von Gemeinde- Zweckverbandskasten im KreiseWehlar.
Die bisher im Kreise Wetzlar bestehenden Aemter sind mit Wirkung vorn 1. April dieses Jahres ab aufgelöst. Hierdurch ist auch eine anderweite Regelung der Kassenoerhältniffe der Gemeinden nötig geworden. In Anbetracht der langjährigen zentralen Verwaltung der Gemeinde- kassen-Angelegenheiten in Form der Amtskassen und die hierdurch eingetretene Verkettung der einzelnen finanziellen Gebiete der Gemeinden miteinander ist die Einrichtung von Einzel-Gemeindekasfen noch nicht möglich. Es mußte daher — wie das Landratsamt in Wetzlar uns schreibt — zur Vermeidung von Kassenschwierigkeiten eine Möglichkeit gefunden werden, um die bisherige Kassenverwaltung der Gemeinden bis auf weiteres beizubehalten. Dies ist dadurch geschehen, daß an Stelle der aufgelösten Amtskassen Gemeinde - Zweck verbands- Paffen errichtet worden sind, die ihren Sitz an den bisherigen Amtsorten haben. Praktisch bedeutet die Errichtung der Zweckverbandskassen eine Fortführung der Verwaltung der bisherigen Amtskassen
Wirtz. 24 big 1: Stuttgart: Nachtmusik. Ewige Me- lodien.
Samstag, 14. April.
6.05 Uhr: Stuttgart: Gymnastik I (Georg Geb- 9ordt). 6.30: Stuttgart: Gymnastik II (August ©luder). 6.55: Stuttgart: Frühmeldungen. 7.10: Stuttgart: Frühkonzert. 8.25 bis 8.45: Stuttgart: Gymnastik (August Glucker). 10: Stuttgart: Nachrichten. 10.10: Schulfunk. Konradin, der letzte Hohenftaufe, ein Hörbild von Otto Rahn. 11.50: Sozialdienst. 12: Stuttgart: Mittagskonzert I des Philharmonischen Orchesters. 13: Stuttgart: Nachrichten. 13.20: Stuttgart: Mittagskonzert II, Feucht- Fröhliches. 13.50: Stuttgart: Zeitangabe, Nachrichten. 14: Stuttgart: Mittagskonzert III, Wien im Walzertakt. 14.30: Fröhliches Wochenend, „Schwarz- weiß-Kunst". Das Klavier-Duo Kullmann-Schroder
Laßt den Seidelbast stehen!
Von Dr. Karl Rudolf Uscher, staatlichem Vertrauensmann für Naturschutz in Hessen.
st i a n (Gambach) vorgenommen wurde. &s wurdest 15 Mädchen und 9 Knaben konfirmiert.
* Kesselbach, 12. April. Am morgigen Freitag, 13. April, kann der Zeitungsträger des „Gießener Anzeigers" und Gesangvereinsdiener Heinrich Schnell I. von hier seinen 73. Geburtstag begehen. Herr Schnell ist schon seit mehr als 40 Jahren treuer Austräger des „Gießener Anzeigers".
* Weitershain, 12. April Am kommenden Samstag, 20.30 Uhr, veranstaltet der hiesige Stützpunkt der NSDAP, eine öffentliche Kundgebung im Saale des Pa. S ch w ö b e l. Es pricht Pg. Kreisdirektor und Gauinspekteur Kloster m a n n (Gießen). Zu der Kundgebung ist die gesamte Bevölkerung von hier und Umgegend ein»
Man sollte es einfach nicht für möglich halten: obwohl im Verfolg der Neuordnung des staatlichen Naturschutzdienstes durch den Erlaß des „Naturschutzgesetzes" vom 14. Oktober 1931 und der „Bekanntmachung zum Schutze von Tier- und Pflanzenarten in Hessen" vom 11. Mai 1932, sowie ,/der Verordnung zur Ausführung des Naturschutzes" vom 25. April 1933 alles Menschenmögliche von Amts wegen getan worden ist, um unsere arg geschändete und verarmte Natur vor den liebergriffen menschlicher Zerstörungswut und sinnloser Ausplünderung zu schützen, kann man noch heute mitunter Wunder erleben. Da ist z. B. der gemeine Seidelbast oder Kellerhals, Daphne Mecereum, eine Pflanze der feuchten Gebirgswälder, die in unserer Gegend im Hange l st e i n eine letzte Zuflucht gefunden hat und im Vogelberg noch zu Hause ist, erst kürzlich in einer Reihe von Hinweisen von der Tagespresse deutlich als geschütztes Naturdenkmal der wanderfreudigen Oeffentlichkeit zur Erhaltung und Betreuung empfohlen worden. Man hat darauf hin- gewie-sen, daß sein Abpflücken verboten und im Sinne des staatlichen Gesetzesschutzes, den er als Naturdenkmal genießt, besonders strafbar ist, — umsonst, der Raubbau geht weiter.
Aast täglich begegnen mir in den Waldungen der Stadt Spaziergänger, mit mehr oder weniger dicken Seidelbaststräußen bewaffnet, und was allem die Krone aufseht: am Samstag stand eine Marktfrau mitten unter den Ständen des Gießener Wochenmarktes und bot einen ganzen Korb voll Seidelbast als wohlriechende Frühlingsblume dem Publikum zum Verkaufe an.
Also auch noch Geschäfte machen mit einem N a - turdenkmal und schnöden Mammon schachern mit einem letzten, noch auf unsere Tage hinüber- geretteten Restchen ehemaliger buntgefüllter alter deutscher Heimatnatur!
Das hat doch dem Faß den Boden eingeschla- gen! Nun lst's endgültig Schluß! Im Einvernehmen mit der Regierung ist ein verschärfter Heber» wachungsdienst unter der Obhut der staatlichen Vertrauensleute für Naturschutz eingerichtet worden, der nunmehr sofort in Aktion t ri 11 und der unbarmherzig und ohne Ansehen der Person jeden Naturfrevler im Betretungsfalle zur sofortigen Anzeige bringt.
Also Hände weg vorn Seidelbast! Unkenntnis schützt vor Strafe nicht!
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Soimtaa, den 15. Avril, nachmittags 4 Uhr Hangt-Versammlung aul demSMenberü Tagesordnung: Eingliederung in den Reichsbund „Volkstum und Heimat"; Nechnungsab age und Tätigkeitsbericht in 1933; Voranschlag und -öer anstaltungen in 1934 usw.
Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung zahl' reichste Beteiligung erwünscht. Autobus abl Babn Hof, Ludwigsplah usw. Der Vornano.
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