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Donnerstag, 12.Aprll 1934

Rr.85 Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

eine

Dritter Tag des Reichsberufswettkampfes in Gießen

gleichzeitig mit ihren Ka«

.....

Links: Der Dachdeckerlehrling bei seiner Arbeit vor kritischen Zuschauern. Rechts: Glaserlehrlinge setzen Scheiben in die Fensterrahmen.

IWTWCB»!

zu Erfolg. Wie

Wort der Bibel:Und wenn es

Der Malerlehrling mit Farbe und Pinsel. (Sämtliche Aufnahmen: Photo-Pfaff.)

Tarifvertrag und Betriebsordnung

den Brocken wieder ausgespuckl hatte Schauert's dich nicht ein wenig, Waldemar?

Aber der Ball hat io schön geleuchter

In diesem Jahre beteiligt sich die deutsche Haus« ..... " l am Reichsberufs«

war es em -------

wirklich gehört, wie in der

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Der dritte Tag des Reichsberufswettkampfes brachte den Wettbewerb der Jungarbeiter des Tex­til- und des Baugewerbes.

127 Teilnehmer der Gruppe

Textil und Bekleidung

versammelten sich gegen 9 Uhr vor der Gewerbe­schule. Bezirksleiter Diehl wies auf die Bedeu­tung des Wettkampfes im Sinne des Führers hin und munterte zu regem, aber doch besonnenen Schaffen auf. Hierauf begann der Wettkampf bei naturgemäß weit stärkerer Beteiligung weiblicher Bewerberinnen (102), der sich in sieben Schul­räumen abwickelte. Im theoretischen Teil galt es u. a. die Vorteile und Nachteile der Akkordarbeit darzustellen, einen Aufsatz über die Bedeutung der Textilindustrie für das Wirtschaftsleben zu liefern, oder auch die Herkunftsländer der im Textilgewerbe benötigten Rohstoffe aufzuzählen. Daneben manch­mal recht komplizierte Prozentaufgaben, um auch der kalkulativen Seite Rechnung zu tragen. Für die weiblichen Teilnehmer waren in einer Gruppe auch geschichtliche Fragen vorgesehen. Der prak­tische Teil des Wettkampfes stellte die Aufgabe, bestimmte Gewebearten aus vorgelegten Stoff­proben zu erkennen, die genaue Kenntnis der Näh­maschine darzutun, fernerhin Taschen, Knopflöcher u. a. m. anzufertigen bzw. zu paspelieren.

Der Wettkampf des Baugewerbes

solchen zu kümmern.

Der Tarifvertrag war das Ergebnis einer sozial­politischen Entwicklung, an deren Ende die von allen sozialen und wirtschaftlichen Bindungen losgelöste Uebermacht der Gewerkschaften stand. Die Gewerkschaften als solche fühlten sich nicht als Treu­händer der Arbeit oder der Wirtschaft, sondern als Beauftrage und Wegbereiter der marxistischen Par­teien. Voraussetzung dafür war, den Klassenkampf als eine gesetzliche Einrichtung festzulegen, was auch in der Form geschah, daß gemäß der Weimarer Ver­fassung die Gewerkschaften ausschließlich befugt waren, als Tarifpartei für die Arbeiter zu handeln. Die andere Tarifpartei waren die Arbeitgeber­verbände, für die unter dem Druck des gewerk­schaftspolitischen Klassenkampfes der Tarifvertrag auch nichts anderes sein konnte, als eine Waffe im Klassenkampf.

Nichts hat diese verhängnisvolle Entwicklung schärfer gekennzeichnet als der Fall der Eisen­hütte Duisburg-Meideri ch. Diese Hütte, die rund 9000 Arbeitern und Angestellten Arbeit und Verdienst gab, sollte stillgelegt werden, weil die Unkosten bei den erheblich gesunkenen Eisen­preisen nicht herausgeholt werden konnten Die Hütten-Leitung war aber bereit, den Betrieb fort­zuführen, wenn die Arbeiter und Angestellten auf die Tariflöhne verzichteten, um den Arbeitsentgelt dem Betriebsertrag anzupassen Die Arbeiter und Angestellten waren in großer Mehrheit damit ein­verstanden, aber die zuständige Gewerk­schaft lehnte es ab, eine Lockerung der star­ren Tarifbindung zuzulassen. Der Betrieb mußte also stillgelegt werden, so daß 9000 Arbeiter und Angestellten stempeln gehen mußten, die Gewerk­schaften aber zeigen konnten, daß sie ein allmäch­tiger Staat im Staate waren

Es war nicht einfach, sofort nach der Macht­ergreifung die Tarifpolitik so umzugestalten, daß sie einen sozialen Sinn und einen volkswirtschaft­lichen Inhalt bekam Auf der anderen Seite konnte und durfte sich die Wirtschaft nicht selbst überlassen bleiben, am wenigsten in Sachen der Lohngestal­tung. Die ganze Wirtschaft war inzwischen mit einem dichten Netz von Tarifverträgen überspannt worden, denn Anfang 1933 waren über 7000 Mantel- und Volltarifverträge in Kraft, woran weitere 7000 Lohnabkommen sich anschlossen. Es blieb also nichts anderes übrig, als die Tarifver­träge b e i z u b e h a l t e n , bis der nationalsozia­listische Staat das Gesetzbuch der Arbeit aufgestellt hatte Das ist inzwischen geschehen, wobei der wich­tigste Abschnitt der über die Betriebsordnung ist, mit dem Ziel, die soziale und wirtschaftliche Lage der Arbeiter und Angestellten zu sichern

Die Gefolgschaft, also die Arbeiter und Angestell­ten, bilden mit dem Führer ober Unternehmer die Betriebseinheit, aber nicht im Sinne des Klassenkampfes und des Klassengegensatzes, sondern im Sinne der Volksverbundenheit. In dieser Neu­gestaltung der sozialen Ordnung bleibt für Gewerk­schaften und Arbeitgeberverbände kein Raum, wohl aber für eine Einrichtung, die dem Staate die

fein Leben das----... -

köstlich gewesen ist, so ist's Mühe und Arbeit get wesen".

Beinay...

Von Waldemar Keller.

Es handelt sich um das Vorbeischlüpfen an jenem großen, immer weit geöffneten Portal im Unter­gründe, das in Gegenden führt, wo es weder Politik noch Börse gibt, weder Boxkampf noch Kino, weder Nachmittagsbummel noch nächtlichen Tanz.

Es handelt sich um das Unerwartete um das blitzschnelle Geschehen odne jede dramatische Vorbereitung.

So was kommt auf leisen Sohlen gegangen plötzlich knallt eine Peitsche, und einer schreit: Spring! , v

Nicht die stärksten Beinmuskeln, sondern die hell­sten Augen sind es, die den Sprung machen.

Zuweilen aber schreit niemand. Und das ist dann ganz schlimm.

Dreimal zwischen 17 und 19, ist der Knabe Wal­demar an dem großen Portal vorbeigeschlupft

Er hatte von heut auf morgen dem Tacitus Lebe­wohl gesagt, hatte sich an Bord eines Segelschiffes begeben und stand nun, als Wächter inmitten einer mondlosen chilenischen Nacht, die feucht ist und kalt. Es war an der Salpeterkuste. auf der Rede von

soziale Führung gewährleistet. Diese Einrich­tung bilden die Treuhänder der Arbeit, die nicht von den Vertragsparteien gestellt werden, son­dern vom Staate selb st. Der Treuhänder ist also Reichsbeamter, dessen Befugnisse zwar außer­ordentlich groß sind, der aber auch mit einer Ver­antwortung belastet ist, die nur getragen werden kann, wenn sie von nationalsozialistischem Geist erfüllt ist.

Die Tarifverträge, die über den 1. Mai hinaus in Kraft bleiben, sollen nur den Uebergang zur Betriebsordnung erleichtern, denn das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit schreibt ausdrücklich vor, daß die Betriebe eine Be­triebsordnung erlassen und aufstellen müssen. In dieser Betriebsordnung sind Bestimmungen über die

Arbeilszeit und Arbeitspausen ebenso auszu­nehmen, wie Bestimmungen über den Arbeits­entgelt. Soweit es sich um den Arbeitsentgelt handelt, kommen die Bestimmungen nur a l s Mindestsätze in Frage, denn es soll Raum bleiben für d i e L e i st u n g s e l b st, die also nicht von einem starren Tarifsatz angeordnet werden soll.

Das starre Tarifrecht, das Arbeitgeber und Ar­beitnehmer bannt, in der Regel nicht nach örtlichen Bedürfnissen, sondern über das ganze Reichsgebiet hinweg, hat nicht verhindert, daß in der Wirtschafts­krise nicht nur die Löhne gedrosselt wurden, sondern auch, daß Millionen von Arbeitern und Angestellten freigesetzt wurden und stempeln gehen mußten. Der Betrieb ist grundsätzlich die Zelle der Wirtschaft, fo daß sich also auch die Betriebsordnung der Zelle

selbst und ihren besonderen wirtschaftlichen uni) sozialen Bedingungen anzupassen hat.

Damit ist zunächst einmal eine Beweglichkeit in­nerhalb der Wirtschaft gesichert, die allein geeignet ist, die Leiftungskrast zu steigern und die Wett­bewerbsfähigkeit zu heben. Die Betriebe sind aber verpflichtet, eine Betriebsordnung zu erlas­sen, denn die Anordnung, daß die noch geltenden Tarifverträge über den 1. Mai hinaus weiter lau­fen, hat nur den Zweck, zu verhindern, daß eins Gefolgschaft in irgendeinem Betriebe der Gefahr ausgesetzt werden soll, hinsichtlich der Arbeitsbe­dingungen in einem luftleeren Raum zu ftehem Der Treuhänder hat also dafür zu sorgen, daß in allen Betrieben, wo dies noch nicht geschehen ist, dis Betriebsordnung erlassen wird.

Zeitschriften.

Im Aprilheft derZ e i t w e n d e", C. H. Beck- sche Verlagsbuchhandlung in München, schildert Paul Rohrbach die verschiedenen nationalen Ideologien der großen Weltvölker, die man kennen und berücksichtigen muß, wenn man erfolgreich Außenpolitik treiben will. Mehr noch: ein Volk, das sich in der Welt durchsetzen will, muß selbst eine nax tionale Ideologie von universalem Anspruch um) universaler Geltung besitzen. Deshalb gipfelt Paul Rohrbachs AufsatzVölkerethik und nationale Po­litik" in der Frage: Gibt es eine deutsche nationale Ideologie? Erst durch die nationale Erhebung kam der deutsche Gedanke voll zum Durchbruch. Rohrbach sieht ihn in der Ueberwindung des Partei- und Klassenhasses:Marxismus und Parteiismus oert hinderten die Zusammenfassung der deutschen Volks« kraft für die nationale Erneuerung. Darum mußten beide gebrochen und alle Trennungen und Schein düngen mußten in ein Ganzes, in ein ungeteiltes und geschlossenes Nationalempfinden, eingeschmolzen werden. Das aktuell werbende Element ist bas Führerprinzip, in dem sich die Einheitlichkeit des nationalen Willens nach außen hin verkörpert. Es ist kein Zufall, daß ein Volk nach dem andern diese Flucht in die Persönlichkeit antritt, um aus der zer« mürbenöen Nachkriegsmisere den Ausweg zu sttt« den. In Deutschland allein aber hat sich das Füh­rerprinzip mit dem der sozialen Gesundung um der nationalen willen verbunden."

zustellen ist. Die Betriebsordnung spannt ihren Rahmen weiter als der Tarifvertrag, der sich in der Hauptsache darauf beschränkt hat, Löhne und Ar­beitszeit zu regeln, ohne sich um den Betrieb als

Die Bart ipannte itjri weißen Flügel tm Süd­ostpassat, die Sonne lachte ihr breitestes Lachen, in ben Toppen hämmerten unb schmierten bie Matro­sen unb pfiffen sich eins bazu, unb ber eisgraue Koch in seiner Kombüse sang ein unanftänbiges Lieb von ben Mäbchen in Batavia

Walbemar hatte Freiwache. Er saß rittlings auf der Notspier, bie auf dem Vorbeck festgelascht ist, chmauchte eine Pfeife, gebachte träumerisch ber so­eben bewältigten bieten Erbsen mit Speck.

Da blitzte etwas bicht vor seinen Augen, es klang hell, ein'zitternder Ton, unb zwischen Walbemars Knien, im Holz ber Notspier, steckte ein blankes Eisen unb tat so, als ob es bahingehöre.

Walbemar nahm bie Pfeife aus dem Mund, schaute nach oben.

Einem Matrosen in der Bramsalmg war ber Marispieker aus ben Hänben geglitten, ein scharf zugespitztes, stemmeisenartiges Werkzeug, bas beim Seemann gewissermaßen bie Stelle bes Füllfeber­halters vertritt. Man soll es stets an einem Band- sel um ben Hals tragen. Aber was soll man nicht alles! Aus gut breißig Meter Höhe war bas Ding herabgesaust, fast hätte es Walbemars englische Le­berhose an bie Spier genagelt

Dich ersäuf' ich, sagte Walbemar Der Marl- spieker flog über Bord.

Unb als ber Kerl aus ber Saling herunterkam, gab es einen Boxkampf Dumm genug. Denn ber Däne Niels Nielsen hatte zehn Psunb Bizeps mehr, unb Walbemars Kinnlaben wackelten eine Woche lang bedenklich, von bem Schillerauge gar nicht zu reben.

An einem Märzmorgen hieß es: Segel fest­machen! Das war, auf biefem Schiff, enbgültig bas letztemal. Der Schlepper zog bie Bark in die Elb- münbung, unb von oben mußte schon bie Cux­havener Kugelbake zu sehen sein.

Mit welcher Leichtigkeit Walbemar hochkletterte immer eine Webeleine überschlagend. Morgen früfy abmustern, 500 Emm hatte er noch zu kriegen, Deu­bel auch! unb in ber Heimat, in ber Heimat, da qibts ein Wiebersehn.

Es war bitterkalt. Die Stengen, bie Parbuhnen: alles vereist. Walbemars Finger flammten toe- wohnbeitssache Fünfhunbert Emm! Unb ber Früh­ling stand vor der Tür. Acht Wochen fein leben Dann wollte er nach Holländisch-Jndien.

Auf der Bramraa pfiff es eklig. Waldemar zog ben Hals ein, krallte sich an das Jegstag unb turnte, Hanb über Hcmb greifenb, zur Nock tjinaus. J i ben Füßen glitt er vorsichtig auf bem Drahtseil : entlang, bas unter ber Raa angebracht ist unb Yler

hatte von seinen Vorfahren ein tüchtiges Erbgut auf den Lebensweg mitbekommen. Sein Vater war der berühmte Erzgießer Ferdinand Miller, unter dessen Händen der auch heute noch größte Bronze« guß des Standbildes der Bavaria entstanden ifc Der junge Oskar, der zehnte Sohn der an Kindern reich gesegneten Eltern, scheint jedoch in der Schule durchaus kein Musterschüler gewesen zu fein unb teilt damit das Schicksal mancher berühmter Männer, die wie Bismarck sich durch die Enge des Schul­betriebes bedrückt fühlten und mit ihren Gedanken häufig in der weiten Welt umherschweiften, während der Herr Lehrer strengste Aufmerksamkeit zu for­dern berechtigt war. Lorbeeren hat er von bet Schule jedenfalls nicht mit nach Hause gebracht Sein Klassenlehrer soll einmal von ihm gesagt haben:Der Letzte ist.der Westermaier, dann kommt lang nix und dann kommt der Oskar Miller"^ Aber schon bald entfaltete sich die große Fülle' seiner Begabungen und Fähigkeiten. Als Studie« render an der Technischen Hochschule in München machte er als Erster sein Staatsexamen und eilte dann in verhältnismäßig kurzer Zeit von Erfolg kaum bei einem anderen gilt für

^Seetoefel, Mantel, darunter ein gefüttertes eJrfpft darüber der Wollschal m bie er Ver­jüng darf man sich nicht auf den Poller setzen P nri iriifnH man ein auch wenn bas Deck unb bie UelNe ünd"dle"Sch°tten glitschig sind, wie m,t ^Se^Snabe'ffialbemar aber setzte sich aus den Poller, und^als er °usschreckie wußte er m* red, : war es ein Traumgerausch gewesen ober batte e* Riemen klapperen? Wurden bie Bootsriemen ge-

die See abfiel, sah nichts in der Dunteirjeii, ^t^erXXnen«ö" ^se wortlos in den Stillen Ozean.

UndÄoÄ nicht schwimmen^konnte^in dieser Kostümierung schon gar mchi, h Bee­des vehementen Untertauchens Disiv^ nes löwen, der im pir us einen bnnten ®a^ auf Nasenspitze jongliert Ser «alt Brfon= begann nan innen °uck)t-n, °m 6 IP 'auf, ?»"* £ "n packte den eisernen Stützen unten am Fa> "ep.

Nachdem er die Neider 8?wech,elt hatte, guckte Waldemar neugierig über Reeling. Fms platschte, und es war eigentlich sonderbar, B

.. . und dann kommt der Oskar Miller.

Der soeben im Alter von 79 Jahren verstorbene Oskar von Miller, dessen Name mit der groß­artigen Schöpfung des Deutschen Museums in München unauflösbar verbunden ist, war eine der seltenen Persönlichkeiten, in denen der Wille zum Ganzen und zur Gesamtschau vorherrscht, einer von jenen Menschen, die in der Zeit zunehmender Spezialisierung eine Zusammenfassung der gewon­nenen Erkenntnisse und eine Vereinigung von Theorie unb Praxis leibenschaftlich erstreben unb bis zu einem gewissen Umfang in sich selber auch verwirklichen. So drängten in Oskar von Miller der Ingenieur, der Wirtschaftsorganisator und der Wissenschaftler zu einem Zusammenschluß. Sem reicher Geist, der an der Erschließung der wissen­schaftlichen Grundlagen der Elektrizität ebenso er­folgreich beteiligt war, wie er den Anstoß zu großen organisatorischen Leistungen gab, unter anderem zu der Internationalen Elektrizitäts - Ausstellung in München im Jahre 1882 und zum Bau des großen Stauwerkes am Walchensee und des Bayernwerkes,

rufsschullehrer Schuchardt einige Worte zu den Jungarbeitern sprachen. Mit kühlem Blut, ruhige« Hand und klarer Ueberlegung sollen sie die Arbeit beginnen und sich bewußt sein, daß sie keine Schu­ler mehr sind, sondern deutsche Arbeiter, die biö kommenden Männer und Meister unseres Vater­landes sein werden. Am Wettkampf beteiligten sich Maler, die in besonders stattlicher Zahl erschienen waren, Glaser und Dachdecker. Die theoretischen Prüfungen wurden am Vormittag gemeinsam durchgeführt, während die praktischen Arbeiten am Nachmittag verfertigt wurden. Die praktische Prü« fung der Maler fand in der PestaloZzischule statt, wo die Jungen an langen geweißten Wänden ih«> Können unter Beweis stellen mußten. Die Glase« arbeiteten bei Glasermeister Wadenpfuhl, die Dachdecker bei Dachdeckermeister Röhrig, de« auf seinem Lagerplatz einen kleinen Dachstuhl her­gerichtet hatte. Von den 62 Teilnehmern an diesem Wettkampf wurden fast ohne Ausnahme ausge« zeichnete Leistungen gezeigt.

Deutsche Arbeitsfront.

Deutscher Heimarbeiter- und Hausgehilfen« Verband, Berbandsort Metzen, Lchanzen- stratze 18.

Achtung! Hausfrauen!

sozusagen den Parkettboden darstellt.

Die Kugelbake schon zu sehen? Da vorn, der schwarze Punkt ...

Verdammte Kälte!

Waldemar, die Nase landwärts gerichtet, laßt das Jegstag los unb will in die Hände hauchen.

Da bockt dasPferd", jenes Drahtseil, auf dem er steht. Der andere Mann, weiter links von ihm, hat eine Bewegung gemacht. Waldemar rutscht aus. Es schreit einer Waldemar saust kopfüber nach unten.

Eins, zwei Drei Waldemar schlägt wild nut den Armen, schlägt gegen irgend etwas, fühlt wahn- innigen Schmerz.

Da brüllt ihm der gute Geist des langen Unger» man bei dem er mal Französisch gehabt hat, in die Ohren: Embrassez! Embrassez!

Waldemar embrassiert, ein Ruck, brennendes Feuer zischt durch die Knochen, Waldemar hat em paar Parbuhnen umarmt unb gleitet an Deck, wo er liegen bleibt, ein Bünbel Lumpen

Er war gut baoongetommen. Der Jumper, der Sweater, bas Hemb in Fetzen gerissen, unb ber Rest Haut an Hänben unb Armen nicht nennenswert. Sonst aber war ber Junge intakt.

Da er, in Binben gewickelt, mit ben 500 Mark vorberha'nd nichts anzufangen wußte, fuhr er zu einer Tante unb setzte sich in ben Lehnstuhl

Beinah ", sagte bie Tante.

Ja", entgegnete Walbemar,aber nur beinah. Auf bas letzte Zwanzigstel kommt es an."

Unb bann vertiefte er sich wieber in leinen De­tektivschmarren. Zur Verzweiflung ber Tante war er nicht zum Erzählen zu bringen.

Der Reichsarbeitsminister hat angeorbnet, baß die Tarifverträge, die am 30. April 1934 noch gelten, auch über den 1. M a i hinaus Geltung behalten sollen, solange der Treuhänder nicht eingreift ober etwas anberes bestimmt. Das Gesetz zur Orbnung ber nationalen Arbeit sieht grundsätzlich vor, daß in allen Betrieben, die über Zwanzig Angestellte und Arbeiter beschäftigen, Betriebsordnung für die Gefolgschaft auf­

fand unter Leitung von Wettkampfleiter Müller I.. ........

! statt. Die Bewerber traten im Hof der Gewerbe- gehilfm zum erstenmal I schule an, wo Malermeister Stuhler und Be-|w e ttk amp f. Sie will

äs