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Kühreriagunq
des ObergebietesWest derHL.
Vor den am 10. April 1934 in der Obergebietsführerschule „Baldur von Schirach" zu Mehlem
versammelten Gebiets-, Oberbann- und Bannfüh-
Aus aller Well
nur
grosse Tube
703»
Verzeihung, auch Hamburg kann der Vorort von Berlin sein, ganz wie sie wünschen. Es werden noch mehrere andere deutsche Städte in diesen neuesten Vorortverkehr der Deutschen Lufthansa einbezogen. Nur noch wenige Tage trennen uns von der Aufnahme der neuesten Blitzoerbindungen. Am 1. Mai mit Aufnahme des Som- merluftoerkehrs, richtet die Lufthansa diesen bisher schnellsten Verkehr auf vier innerdeutschen Strecken ein. In geradezu phantastisch kurzen Zeiten wird es dann möglich, von Berlin nach Hamburg, von Berlin nach Frankfurt a. M. zu fliegen, zu reisen mit den schnellsten Verkehrsflugzeugen der Erde, mit den neuen Heinkel He 70 Tiefdeckern, die, mit einziehbarem Fahrwerk ausgerüstet, Höchstgeschwindigkeiten von 3 6 5 Stundenkilometer erreichen und deren planmäßige Reisegeschwindigkeit 320 Kilometer in der Stunde beträgt.
Diese für den deutschen Personenverkehr neuartigen Maschinen wurden bisher im Anschlußdienst der großen Transozeanluftverbindung von Deutschland nach Südamerika verwendet und stehen bereits seit über Jahresfrist in den Dien st en der Lufthansa. Es sind also an sich keine neuen Flugzeuge, diese Blitzmaschinen, die räumlich weit entfernte Punkte zeitlich dicht zusammenziehen, so daß wir mit Recht behaupten können, Hamburg wird Vorort von Berlin.
Ab 1. Mai werden wir nun in 55 Minuten von der Reichshauptstadt bis zum Elbestrand reisen können. Eine Zeitung mitzunehmen lohnt sich kaum, denn nachdem man gerade richtig erfaßt hat, daß man schon fliegt, setzt der Pilot bereits zur Landung an. Die Reisezeit langt gerade, um die neuesten Tagesereignisse schnell zu überfliegen, während die Maschine durch die Gegend, besser über die Gegend blitzt.
Nehmen wir aber die andere, die größte der Blitzstrecken und unterziehen diese einer kurzen Betrachtung: Berlin — Fran kfurt a. M. Man setzt sich in Tempelhof in die Blitzmaschine und ist... in 90 Minuten in Frankfurt! Jawohl, es stimmt, das sind nur IV2 Stunden. In IV2 Stunden haben Sie diese rund 520 Kilometer durchmessen, haben eine Reise hinter sich, an die man bisher mit einem kleinen Grauen dachte. So
Der Handgranatenanschlag unter den Linden.
Ein Kommunist als der Tat dringend verdächtig festgenommen.
Berlin, 11. April. (DNB.) Der Polizeipräsident veröffentlicht eine umfangreiche Mitteilung über die bisherigen polizeilichen Feststellungen zur Aufklärung des Handgranatenanschlages Unter den Linden am 21. März dieses Jahres, dem Tag der Eröffnung der Arbeitsschlacht. Danach steht fest, daß die in altes Zeitungspapier gehüllte Handgranate aus dem vierten Stock oder dem Dach- g^choß des im Umbau befindlichen Hauses Unter den Linden 75 bis 76 herabgeschleudert worden ist, nachdem die Zeitzündervorrichtung ausgelöst war. Einer b e st i m m t e n Person hat der Anschlag, der zahlreiche Volksgenossen in Lebensgefahr brachte, nicht gegolten. Da sich unter den Fenstern ein breites Gesims entlangzieht, ist es überhaupt nicht möglich, von oben her den Fahrdamm und die Gehbahn zu beobachten.
Unter dem dringenden Verdacht, die Handgranate geworfen zu haben, ist der Maler Erwin Schulze se st genommen worden. Schulze ist zur Tatzeit im Dachgeschoß zusammen mit.dem. Jalousiebauer Noack beschäftigt gewesen. Zum Nachweis seines Alibis hat sich Schulze auf Noack berufen, der auch bestätigte, daß Schulze den Arbeitsraum nicht verlassen habe. Es ist aber festgestellt worden, daß Noack eine vorübergehende Entfernung Schulzes gar nicht ohne weiteres bemerken mußte. Schulze selbst hatte schon vor seiner Festnahme Personen seiner Bekanntschaft verdächtigt Die Genannten konnten jedoch ein einwandfreies Alibi bei- bkingen.
Schulze hat dem Rotfrontkämpfer b und a n g e h ö r t und war mindestens bis Herbst 1932 Mitglied der KPD. Später will er sich nicht mehr kommunistisch betätigt haben. Er war von 1920 bis 1923 Reichswehrsoldat in Konstanz und Jüterbog. Aus der Reichswehr wurde er w e - gen Gehorsamsverweigerung und versuchten tätlichen Angriffs auf einen Vorge-setzten entlassen und zu einer Gefängnisstrafe von IX' Jahren verurteilt. Die Polizei sucht nun nach Personen, die mit Schulze in nähere Berührung gekommen sind, insbesondere auch während seiner Dienstzeit.
fest des Heiligen Joseph, des Patrons der christlichen Arbeiter, zu feiern ist. In der Predigt soll auf den christlichen Sinn und Segen der Arbeit nach dem Vorbild des Heiligen Joseph hingewiesen und in einem darauf folgenden Gebet sowie im heiligen Opfer der Segen Gottes auf die Tätigkeit der staatlichen Behörden, besonders auf ihre Bemühungen zur Arbeitsbeschaffung, herabgerufen werden.
Ministerialdirektor Zaeger in das geistliche Ministerium der evangelischen Kirche berufen.
München. 11. April. (DNB.) Wie die NSK. meldet, hat der R e i ch s b i s ch 0 f mit Einverständnis von Staat und Partei den Pa. Jaeger, Ministerialdirektor im Preußischen Kultusministerium
Verlin-Franksurt a. Main in 90 Minuten.
In Blihflugzeugen auf Blitzstrecken. - Berlin wird Vorort von Hamburg.
fern des Obergebietes West verkündete der O b ergeb i e t s f ü h r e r die im kommenden Sommerhalbjahr zu leistende Arbeit der HI. Er vermittelte den Führern den Dank des Reichsjugendführers für die bisherigen Erfolge, die der Ausgangspunkt zu neuen Leistungen sein sollen. Diese liegen im persönlichen Verhalten der HJ.-Führer, in der Schlichtheit und Disziplin bis zum äußersten. Getragen wird diese Arbeit nicht durch Ueberheblich- keit, sondern durch eiserne Kameradschaft, die Führer und Gefolgschaft verbinden. Aus dieser Kameradschaft heraus ergibt sich auch klar das Verhältnis der HI. zur PO., SA. und SS. Aus der HI. sollen dereinst nicht nur die Träger des politischen,
wird uns dann in Zukunft die Lufthansa von Stadt zu Stadt blitzen, denn mit Fliegen hat das bald nichts mehr zu tun. Oder doch, gerade jetzt lernen wir erneut den Wert des Fliegens und sehen, welche Möglichkeiten noch vor uns liegen, denn dieser Blitzoerkehr spielt sich in den ganz normalen unteren Luftschichten ab. Mit dem Schnellflug in großen Höhen hat dieser Verkehr noch nichts zu tun.
Noch etwas Wichtiges: Diese Blitzstrecken werden zu den normalen Flugpreisen betrieben. Sonderzuschläge für diese Schellbeförderung werden nicht erhoben. Die Flugpreise, die sich im Laufe der Jahre eingebürgert haben und die allgemein als angemessen erachtet werden, hat die Lufthansa auch für diese ausgesprochenen Schnellverbindungen beibehalten. Derartige Reisegeschwindigkeiten im planmäßigen Luftverkehr sind in keinem Lande der Erde zu finden. Auch diese neueste Reisebeschleunigung im deutschen Luftverkehr ist ein Beispiel für die Wirtschaftsbelebung und die rastlosen Anstrengungen, die zur reibungsloseren Abwicklung aller Wirtschaftsvorgänge gemacht werden. Die außerordentlich starke Benutzung der deutschen Verkehrsflugzeuge auf fast allen Strecken läßt es gewiß erscheinen, daß auch die neuen Blitzstrecken einen starken Verkehr aufweisen werden, denn zur Geschwindigkeit gesellt sich die Schönheit des Fliegens und die Annehmlichkeit der Luftbeförderung.
Die Blitzflugzeuge, die He 70 mit 630 ?5-BMW.- Motoren ausgerüstet, bieten in ihren Kabinen Platz für 4 bis 5 Fluggäste. Die Besatzung besteht aus zwei Mann, dem Führer und dem Funkermaschinist, der auch das Ein- und Ausfahren des Fahrwerks zu besorgen hat. Es ist selbstverständlich, daß diese Flugzeuge ebenso wie alle anderen deutschen Verkehrsflugzeuge mit den neue st en Blindfluggeräten sowie Funkeinrichtung versehen sind, wurden doch die Heinkel He 70 bisher auf der großen Auslandsverbindung nach Spanien und den Kanarischen Inseln eingesetzt, also über eine Strecke, deren Bodenorganisation bei weitem nicht so ausgebaut ist wie wir es vom innereuropäischen Streckennetz gewöhnt sind.
von dem traurigen Ereignis. — Auch in Klein- Heubach am Main liegen neun der bei dem Unglück ums Leben gekommenen Freiheitskämpfer zur letzten Ruhe bestattet.
Den Schwiegersohn erschossen. — Ein Vater rächt seine Tochter.
In einer der belebtesten Pariser Straßen hat ein im 65. Lebensjahr stehender Belgier einen Landsmann niedergeschossen. Der Täter ließ sich, ohne Widerstand zu leisten, festnehmen und erklärte bei seinem ersten Verhör, daß das Opfer sein Schwiegersohn sei, der vor acht Jahren in Antwerpen in einer Gerichtsverhandlung seine Frau, mit der er in Scheidung lebte, erschossen habe. Sein Schwiegersohn sei vom belgischen Gericht zu 4 Jahren Zuchthaus verurteilt worden, aber später begnadigt worden. Er habe ihn seit acht Jahren gesucht, um seine Tochter, deren Ehe ein Martyrium gewesen sei, zu rächen.
Zwei Arbeiter von ausströmendem Dampf verbrüht.
In Brefeld (Saargebiet) wurden auf der Grube Brefeld zwei Arbeiter, die mit der Reinigung eines Kessels beschäftigt waren, durch aus ström en- Dampf verbrüht. Der Kesselmeister Keßler ist kurz nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus gestorben, während der andere Verletzte in hoffnungslosem Zustand darniederliegt.
Sechs Todesopfer eines Explosionsunglücks in Spanien.
In Almeria flog, wie ein Funkspruch aus Madrid meldet, infolge einer Unvorsichtigkeit die Werkstatt eines Feuerwerkers in die Luft. Die gesamte aus sechs Köpfen bestehende Familie des Besitzers der Werkstatt wurde getötet.
Infull wird nach USA. ablransportierl.
Der amerikanische Schwindler Samuel Insull wird einer Meldung aus Istanbul zufolge nach Smyrna gebracht, von wo er an Bord des Dampfers „Exilona" die Fahrt nach den Vereinigten Staaten antreten muß.
Ein ungetreuer Geschäftsführer.
Der frühere Geschäftsführer der Abrechnungsstelle Kassel des Reichsoerbandes Deutscher Dentisten, Kaufmann Gustav L ö b e r, wurde von der Großen Kasseler Strafkammer wegen fortgesetzter Untreue und Unterschlagung zu zwei Jahren neun Monaten Gefängnis, 1000 Mark Geldstrafe und drei Jahren Ehrverlust verurteilt. Der Verurteilte hat rund 40 000 Mark unterschlagen und für sich verbraucht. Ein weiteres Defizit von 60 000 Mark rechnete das Gericht dem Angeklagten nicht als Unterschlagung oder Untreue an, da dem Angeklagten nicht zu widerlegen war, daß er einen Teil des Geldes an Mitglieder des Verbandes ausgezahlt hatte.
Die Bittschrift auf Baumrinde.
Der Große Rat der Huronen-Jndianer von Loretteville in der Nähe von Quebec hat an den britischen Generalgouverneur von Kanada eine Bittschrft gerichtet, in der der Wunsch ausgesprochen wird, daß ihr Häuptling Ludger Bastien einen Sitz im Senat von Kanada erhalte. Die Eingabe ist nach altem indianischem Brauch auf Baumrinde geschrieben und' in einen aus Gräsern geflochtenen Rahmen gefaßt. Oben in der
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mild, leicht schäumend, ganz wundervoll im Geschmack.
Mitte befindet sich eine farbige Zeichnung der kanadischen und französischen Fahnen sowie e i n Biber, das Toten-Tier des Stammes, an der rechten Seite ein Jndianerkopf, auf der linken Seite sind drei Ahorn-Blätter angebracht. Die Bittschrift spricht zunächst die Freude darüber aus, daß die Regierung eine Gedenkfeier an die vor 400 Jahren erfolgte Entdeckung Kanadas abhalten wolle; die Huronen seien stets treue Verbündete des „Großen Ononthia", des englischen Königs, gewesen. Das Fest, durch das die Ankunft der Bleichgesichter in diesem Lande gefeiert werde, biete eine günstige Gelegenheit, um das ehrwürdige Alter ihrer Rasse und den Wert ihrer Dienste dadurch anzuerkennen, daß ein Mitglied des Huro- nen-Stammes zum Senator erhoben werde.
Kunst und Wissenschaft.
Handwerkskunde als hochschulfach.
Wie der Reichsstand des Deutschen Handwerks mitteilt, ist der bisherige Generalsekretär des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages, Dr. M'e u s ch - Hamburg, mit Vorlesungen und Uebun- gen über Handwerkskunde beauftragt worden. Er vertritt damit die Handwerkskunde in der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen. Ferner besteht an der Handelshochschule Königsberg ein Seminar für Handwerkskunde unter Leitung von Professor Dr. R ö ß l e.
3000 Mark-Preis von Velhagen & klasings Monatsheften.
Der Dreitausend Mark-Preis von Velhagen & Klasings Monatsheften für einer deutsche Meisternovelle, die im Jahre 1933 darin zum Abdruck gelangte, ist von den Lesern dieser Zeitschrift der Kriegsnovelle „Der Feigling" von Werner Beumelburg zuerkannt worden. Die nächstgrößten Stimmziffern in diesem Preisausschreiben erhielten die Novellen „Der General" von Albrecht Schäffer, „Urmenschen" von Alfred K a t s ch i n s k i, „Das neue Heiligtum" von Anton Dörfler und „Bismarck durchreitet die Nacht" von Wilhelm P l e y e r. Velhagen & Klasings Monatshefte werden das Preisausschreiben um deutsche Meisternovellen auch für das Jahr 1934 wieder aufstellen. Wiederum sollen dabei das Amt als Preisrichter die Leser der Zeitschrift ausüben.
Kleine politische Nachrichten.
Reichspräsident von Hindenburg hat an den Herrn Ministerpräsidenten, General der Infanterie Göring, folgendes Telegramm gerichtet: „Am heutigen Tage gedenke ich in dankbarer Anerkennung der wertvollen Aufbauarbeit, die Sie im vergangenen Jahre in Preußen geleistet haben und wünsche Ihnen von Herzen weitere Erfolge. Mit freundlichen Grüßen v. Hindenburg, Reichspräsident."
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Reichskanzler Adolf Hitler hat sich zu einem kurzen Besuch auf Panzerschiff „Deutschland" eingeschifft.
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Reichsminifter Dr. Goebbels spricht Freitag, 13. d. M., von 20 bis 20.10 Uhr auf allen deutschen Sendern über die politische Lage.
Am 21. April, 11 Uhr, bringen alle deutschen Sender die Eröffnungsfeier aus den Berliner Aus- stellungs- und Messehallen.anläßlich der Ausstellung „Deutsches Volk — deutsche Arbeit". Die Feier wird eingeleitet mit dem Meistersinger- Vorspiel; es folgt die Begrüßung der Gäste durch Oberbürgermeister Dr. S a h m. Dann spricht Reichsminister Dr. G 0 e b b e l s. Die Kundgebung wird gegen 12 Uhr mit dem Deutschland- und Horst- ' Wessel-Lied beschlossen.
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Der Reichsbischof empfing das Präsidium des Evangelischen Bundes. Präsident D. Dr. Conze legte die Ziele und Aufgaben des Bundes dar. Der Reichsbischof bestätigte in lebhafter Aussprache mit den Mitgliedern des Präsidiums aufs neue die Notwendigkeit der Bundesarbeit.
Die vierte Partie im Schachwettkampf Aljechin -Bogoljubow abgebrochen.
In Villingen im Schwarzwald begann Mittwoch, 20 Uhr, die vierte Partie im Kampf um die Schachweltmeisterschaft zwischen Dr. A l - j e ch i n und Bogoljubow. Dr. Aljechin führte die weißen Steine und blieb auch diesmal seiner Neigung, mit ungewönlichen Zügen zu verblüffen, treu. In dem abgelehnten Damengambit zog der Weltmeister im 6. Zuge ungewöhnlich f 4. Bogoljubow verteidigte sehr umsichtig und erlangte die bessere Stellung, nachdem eine Zeitlang Aljechin das freiere Figurenspiel gehabt hatte, jedoch an den Flügeln zu sehr engagiert war. Der Titelverteidiger mußte lange Zeit kämpfen, um aus einer wenig freundlichen Stellung herauszukommen, was ihm dann mit großer Mühe gelang. Kurz vor der Zeitkontrolle weicht der deutsche Meister der Zugwiedev- holung aus, er verspricht sich also von der Fortsetzung der Partie Gutes. Der aufregende Kampf, dem Zuschauer aus der näheren und weiteren Umgebung beiwohnten, wurde nach 40 Zügen abgebrochen. Beide Meister hatten ihre zweieinhalb Stunden Bedenkzeit restlos verbraucht. Die Partie wird am Donnerstag um 16 Uhr zu Ende gespielt werden.
Höhenwettrekord eines italienischen Fliegers.
Der bekannte italienische Flieger Donati erreichte auf dem Flugplatz Montecelio bei Rom auf einem Caproniflugzeug die Höhe von 14500 Meter und fand dort eine Temperatur von 56 Grad unter Null vor. Nähere Einzelheiten über den Flug, der einen absoluten Höhenwelrekord bedeutet, stehen noch aus. Der französische Flieger L e m 0 i s e hat im vorigen Jahre 13 661 Meter erreicht. Die Zeit, in der Donati diese große Höhe erreichte und wieder zur Erde zurückkehrte, betrug nur 7 5 Minuten Nach der Landung erlitt Donati infolge des allzuraschen Abstieges einen leichten- Nervenschock, von dem er sich jedoch schnell wieder erholte.
Das Sachsengrab in Miltenberg am Main.
Am 12. April 1814 ereignete sich auf dem Main bei Miltenberg ein furchtbares Unglück. Freiwillige aus Sachsen, die ihr Leben der Befreiung des Vaterlandes geweiht hatten, fetzten unter dem Kommando von Excellenz Miltitz über den Main. Ein Teil der Freiwilligen war bereits am anderen Ufer angelangt, als sich die Zurückgebliebenen in großer Anzahl in ein zur Beförderung der Fuhrwerke bestimmtes Boot drängten und abfuhren. Zwei von ihnen waren zu spät daran, und fuhren mit einem Nachen auf das Boot zu. Während dem einen der Sprung in das Boot glückte, fiel der andere ins Wasser. Seine Kameraden im Boot versuchten, ihn zu retten und drängten sich unvorsichtigerweise alle auf der einen Bootseite zusammen, so daß das Boot umkippte und 62 Freiwillige und drei Schiffer den Tod in den Fluten fanden. Die meisten Leichen wurden mainabwärts geländet; nur 17 konnten in der Nähe der Unglücksstätte geborgen werden. Sie liegen in einem Massengrab und ein Denkmal mit einer Gedenktafel, die die Fürstin von ßeiningen, eine geborene Prinzessin von Sachsen-Koburg-Gotha, errichten ließ, kündet
Nachdem der Stadthauptmann des katholischen Jugendverbandes Neu-Deutschland in Groß-Stuttgart mit einem großen Teil seiner Gefolgschaft zur Hitler-Jugend übergetreten ist, hat nunmehr der Leiter des neudeutschen Amtes für Berufsfragen im Schwaben- und Welfengau, also in Württemberg und Baden, Sick, ebenfalls fein Amt niedergelegt und ist aus dem katholischen Jugendverband ausgetreten.
und Amtswalter der Reichsparteileitung, in bas g € i ft I i d)t Ministerium berufen. Pg. Jaeger wird dort als rechtskundiges Mitglied den organisatorischen Aufbau und die innere Verwaltung der Reichskirche verantwortlich bearbeiten. Er behält seine Staats- und Parteiämter bei. Pg. Jaeger, der im 46. Lebensjahr steht, ist, wie die NSK. weiter mitteilt, aus dem Richterstand hervorgegangen und gilt als ruhiger, klarer und besonders befähigter Organisator. Seit den verflossenen Kampfzeiten der NSDAP, geht ihm als Uschla-Vorsitzenden der Ruf absoluter Gerechtigkeit voraus. In den Tagen der Machtergreifung war Jaeger bereits als S t a a t s k 0 m - missar für die Kirchenordnung hervorgetreten. Die Reichskirchenverwaltung erhält durch ihn einen wertvollen und wirksamen Zuwachs.
sondern auch des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens des Volkes hervorgehen. Fahrten und Zeltlager werden die Kameradschaft festigen, Veranstaltungen und Aufmärsche in allen Gebieten des Obergebietes werden den Willen der jungen Nation verkünden. Durch die Einreihung der gesamten deutschen Jugend in die große Kameradschaft der HI. soll der Bestand des sozialistischen Deutschland, das vom Führer geschaffen wurde, für alle Zeiten garantiert sein.
»Kameradschaft vom 3O.3onuarl933Ä
Berlin, 11. April. (DNB.) Die „Kameradschaft Dom 30. Januar 1933", deren Präsident Ministerpräsident Göring ist, eröffnete ihre Kamerad- ichastsräume im Hause Leipziger Platz 3 in Berlin. Die Mitglieder aus Berlin und aus allen Teilen des Reiches hatten sich in großer Zahl zu einem einfachen E s sie n im Hotel „Fürstenh 0 f" versammelt. Nach dem Essen sprach der geschäftsführende Vorsitzende Staatskommissar H i n - k e l über Zweck und Ziele der Kameradschaft. Diese solle der Bildung von Cliquen und Grüppchen, in denen eigennützige oder gar destruktive Zwecke verfolgt würden, keinen Raum bieten. Sie solle vielmehr den in der Reichshauptstadt dauernd oder vorübergehend tätigen Parteigenossen und Kameraden aus allen Teilen der Bewegung, aus SA., |5<5., PO., Beamtentum, Handwerk, Wirtschaft, freien Berufen usw. ein Heim kamerad- cha f t l i ch e n Zusammenseins bieten. Daher iei es auch zu begrüßen, daß Reichsstatthalter und Gauleiter sich der Kameradschaft angeschlossen hätten. In der Kameradschaft sollen nicht Rang und Titel, sondern nur der Mann und seine nationalsozialistische Gesinnung gelten. Es solle eine wirkliche nationalsozialistische Kameradschaft gepflegt werden, wie sie die alten Soldaten des Weltkrieges und der Bewegung vorgelebt hätten.
Staatssekretär Feder Ifteichs- kommissar für das Siedlungswesen. Berlin, 11. April (DNB.) In Verfolg des Erlasses über den Neichskommissar für öas Sieb» lungswesen vom 29. März 1934 hat der Nelchs- kanzler den Staatssekretär im Reichswirtschafts- ministerium, Gottfried Feder, Zum Reichskommisiar ernannt. Sein Geschäftsbereich umfaßt alle Aufgaben der Siedlung mit A u s n a h m e d e r A u f- gaben, die dem Neichsrnmister für Ernährung und Landwirtschaft hinsichtlich der Neubildung des deutschen Bauerntums zustehen. Der Reichskommissar für das Siedlungswesen untersteht dem Reichswirtschaftsminister. Er trifft ferne Maßnahmen in Zusammenarbeit und tm Einvernehmen mit dem Reichsarbeitsmini ster.
Demnach wird die bäuerliche Siedlung wie bisher in der Siedlungsabteilung (Neubildung deutschen Bauerntums) des Reichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft unter der Leitung von Dr Kummer bearbeitet, Diese Abteilung arbeitet mit dem Sonderbeauftragten für die bäuerliche lung, Ministerpräsident a. D. ® r a n 3 ° ® '
jammen, der gleichzeitig Vorsitzender der Deutsch Siedlungsbank und der Deutschen Rentenbankkredit anstatt ist. .
Oie katholische Kirche am 1. Mar.
München, 11. April (DNB.) Für den 1. Mai, den Tag der Nationalen Arbeit, ordnet die erzbischöfliche Behörde an, daß in allen Kirchen, ähnlich wie am Sonntag, ein feierlicher Go11esdie'n st abzuhalten und als das Schutz.-
Der Schuhmachermeister Arthur H e ß in Plauen im Vogtland ist vom Brigadeführer zum G r u p - penführer der SA. befördert roorbem Reichshanbwerksführer W. G. Schmibt hat ihm ein Glückwunschtelegramm gesanbt.
Wettervoraussage.
Die westliche Störung hat sich norbwärts nach ben britischen Inseln verlagert, währenb über bem Festlanb ber Luftbruck angestiegen ist. Zunächst wirb bei uns baher bas Wetter noch recht warm unb auch sonnig bleiben, boch bürste sich zeitweise auch Bewölkung einmischen, ba über Frankreich bereits westliche Winbe eingesetzt haben unb somit ozeanische Luft zufließt.
Aussichten für Freitag: Noch auf- heiternb, boch zeitweise auch bewölkt, warm unb trocken.
Aussichten für Samstag: Vorübergehenb etwas stärker bewölkt, im wesentlichen aber noch Fortbauer bes schönen Frühlingswetters.
Lufttemperaturen am 11. April: mittags 18,5 Grab Celsius, abenbs 8,2 Grab; am 12. April: morgens 5,5 Grab. Maximum 20,3, Minimum 1,9 Grab. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. April: abenbs 10,1 Grab; am 12. April: morgens 6,6 Grad. — Sonnenscheindauer 8X Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm- Lange. für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Vlumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. III. 34: 11550. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.


