Oberheffen.
Reue Bürgermeister und Beigeordnete in Oberheffen.
Zu Bürgermeistern wurden ernannt: im Kreise Alsfeld: Karl Hoffmann in Angenrod; Otto Merlau in Billertshausen; Willi Stroh in Brauerschwend; Heinrich Hermann IV. in Burg-Gemünden; Ludwig Lather in Kirtorf; Friedrich Zu lauf in Nieder-Breidenbach; Otto H e r b st in Nieder-Gemünden; Heinrich H o r st II. in Ober-Ohmen; Peter Diehl in Ruhlkirchen; Heinrich Weitzel in Storndorf; Julius Lang in Strebendorf; Anton ©arg in Vockenrod; Jakob K o ch in Wallersdorf; im Kreise Friedberg: Wilhelm Seipel in Fauerbach v. d. H.; im
Wenn das WSW. Dir geholfen hat, Hilst Dir auch die RGB.
Sie war der Träger des Kampfes gegen Hunger und Kälte. Werde Mitglied!
Kreise Gießen: Heinrich Rees in Allendorf an der Lahn; im Kreise Büdingen: Hermann U h l II. in Borsdorf; Willi Eckert in Diebach a. H.; Heinrich W o l f in Glauberg; Wilhelm R e u tz e l II. in Kefenrod; Friedrich Wilhelm Weißenborn in Lindheim; Friedrich Wilhelm Lott in Mittel- Gründau; Friedrich Jüngling in Stockheim; Konrad O e ch l e r in Wenings.
Zu Beigeordneten wurden ernannt: im Kreise Schotten: Ernst Appel in Herchenhain; Dr. Fritz Roßbach in Laubach; Rudolf Kirchhof in Ober-Schmitten; Heinrich Straub in Schotten; Heinrich Hofmann III. in Ulfa; im Kreise Alsfeld : Friedrich V i e r h e l l e r und Heinrich Vogt in Alsfeld; Johannes Karl Hohler in Angenrod; Heinrich Fröhlich in Arnshain; Karl Schlitt zu Billertshausen; Karl Zinn II. in Brauerschwend; Hermann Dietrich Schmidt in Elbenrod; Karl Wiegel in Ermenrod; Heinrich Bräuning I. in Flensungen; Friedrich Rausch in Hergersdorf; Hermann Münch II. in Merlau; Julius Kutt in Otterbach; Heinrich Weber II. in Ruppertenrod; Friedrich Kalbfleisch in Schwarz; Karl R u ck e l s - hausen in Zell zum komm. Beigeordneten der Gemeinde Zell; im Kreise Lauterbach: Konrad Diehl in Rimbach zum komm. Beigeordneten der Gemeinde Rimbach; im Kreise Büdingen: Heinrich S u p p e s in Ranstadt zum komm. Bürgermeister der Gemeinde Ranstadt; Willy Kall- m a n n in Bad Salzhausen zum komm. Beigeordneten der Gemeinde Bad Salzhausen; Heinrich H i l ß II. in Merkenfritz zum komm. Bürgermeister der Gemeinde Merkenfritz; Richard Rupp in Merkenfritz zum komm. Beigeordneten der Gemeinde Merkenfritz.
Gtadtvorstand in Lauterbach.
£ Lauterbach, 10. Marz. In der jüngsten Gemeinderatssitzung über deren wicksiig- sten Teil (Verabschiedung der Voranschläge) mir schon berichteten, wurde u. a. noch folgendes beschlossen: Zur Milchbeihilfe für hilfsbedürftige Kinder genehmigte der Rat den Betrag von 300 Mark. Die bestehende Alarmsignalvorrichtung (Feueralarmsirene) soll verbessert werden. Entsprechend einem Vorschlag des VHC. sollen an 30 verschiedenen Stellen Bänke mit Aussicht auf den Vogelsberg aufgestellt werden. Dem Ankauf des Kasinos zum Preise von 24 000 Mark wurde zugestimmt. Das Haus soll in Zukunft Jakob-Sprenger- Haus heißen. Der Bürgermeister gab davon Kenntnis, daß die Feldbereinigung ebenfalls dem Zweckverband für das Arbeitslager Sickendorf beigetreten ist. Zum Ausbau des Lagers mußte von den beteiligten Gemeinden ein Darlehen in Höhe von 31800 Mark ausgenommen werden, das von den Gemeinden, zu denen auch Lauterbach gehört, gegen entsprechende Arbeitsleistungen zu tilgen ist. Somit hat eine Gemeinde nur dann Tilgungsbeträge zu zahlen, wenn das Lager für sie Arbeiten verrichtet. Der Rat erteilte hierzu seine Zustim- nntng, zumal eine Belastung der Stadt dadurch nicht erfolgt. Die Aufforstung des Alten Berges (etwa 100 Morgen) soll in diesem Jahre durchgeführt werden. Zum Schluß der Sitzung referierte der Bürgermeister noch über die Beseitigung der Arbeitslosigkeit und die am 21. März beginnende Arbeitsschlacht. Er versichere, daß bald der letzte Arbeitslose in Stadt und Kreis Lauterbach in den Arbeitsprozeß eingeschaltet sei. Die Stadt Lauterbach erhebe die geringsten Steuersätze in Hessen.
Großes Schadenfeuer bei Ockstadt.
* Ock stadt, 12. März. Heute nacht gegen 0.45 Uhr brach in der Feldscheune des Lö wetz o f e s ein großes Schadenfeuer aus, dem die etwa 35 Meter lange und 15 Meter breite Feldscheune völlig zum Opfer fiel. Das Feuer fand viel Nahrung, da in der Scheune etwa 3000 Ztr. Stroh und außerdem sämtliche landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte untergebracht waren. Zur Bekämpfung des Feuers waren die Feuerwehren von Ockstadt und von Roßbach herbeigeeilt, und auch die Motorspritze von Friedberg erschien an der Brandstelle. Die Feuerwehr konnte jedoch dem Brande keinen Einhalt tun, da die riesigen Strohvorräte das Feuer immer wieder aufflammen ließen. Außerdem wurde die Bekämpfung der Flammen durch Wassermangel erschwert. Wie das
Schadenfeuer ausgebrochen ist, konnte bisher noch nicht ermittelt roeroen; man vermutet jedoch Brandstiftung. Der Schaden ist außerordentlich groß. •
Landkreis Gießen.
ck. Heuchelheim, 11. März. Die letzte Sammlung für das Winter Hilfswerk wurde durch die Amtswalter der hiesigen Ortsgruppe heute durchgeführt. Es konnte der höchste Betrag aller seitherigen Sammlungen mit 145,66 Mark zur Ablieferung gebracht werden. Unsere Einwohnerschaft hat sich auch damit wieder gebefreudig erwiesen und wird sicherlich auch bei der Brot- und Eiersammlung, die im Laufe der Woche durch die Hitlerjugend vorgenommen wird, nicht versagen.
V Großen-Linden, 10. März. Dieser Tage hielt die hiesige Schweineversicherung unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Lang ihre Generalversammlung ab. Aus dem Kassenbericht, den der Rechner Ludwig Mehl erstattete, war zu entnehmen, daß für eingegangene Schweine die hohe Summe von rund 1000 Mark an die Versicherten gezahlt wurde. Der Kassenbestand zeigte ein sehr günstiges Bild. Die Rechnung wurde geprüft von den Herren Ph. Volk und Wilh. Weiß, für richtig befunden und dem Rechner Entlastung erteilt. Der Interessengemeinschaft gehören über 200 Mitglieder an. Der Vorstand setzt sich aus folgenden Herren zusammen: Vorsitzender Bürgermeister Lang, Schriftführer und Rechner Ludwig Mehl; als Taxatoren sind die Herren Gg. Volk, Gg. Pfeiffer und Ldw. Mehl im Amt. Dem erweiterten Vorstand gehört K. Theiß an.
— u — Großen-Linden, 11. März. Als Abschluß der winterlichen Schulungsarbeit in unserem Obst- und Gartenbauverein sprach am Samstagabend im Schaumschen Saal bei reger Beteiligung Gartenbauarchitekt E. Schwarz- Gießen über die Bearbeitung und Pflege des Hausgartens. In der Entwicklung der Gartenbewegung zeige sich, daß das tiefe seelische Bedürfnis nach Erdverbundenheit den Menschen immer wieder aufs neue zum unmittelbaren Erlebnis, wenn auch auf kleiner Scholle, hindrängt. Darüber hinaus tragen die mannigfachen Erzeugnisse des Gartenbaus an Ihrem Teile wesentlich dazu bei, unserem Volke die Freiheit seiner Ernährungsgrundlage zurückzugewinnen. Aus seiner reichen Erfahrung heraus gab der Redner ferner Anweisung zur Erzeugung von Qualitätsobst und Gemüse, über die praktische Aufteilung der Nutz- und Zierflächen, über Sortenfragen, Düngung, Pflege, Schädlingsbekämpfung u. v. a. Die überaus anregenden, nahezu zweistündigen Darlegungen fanden lebhaften Beifall und wurden durch eine rege Aussprache vertieft und ergänzt. Bürgermeister Lang wies auf die Bedeutung der gegenwärtig angeordneten und in Durchführung begriffenen großen Reinigungsaktion in den Obstbaumbeständen hin, denn gut aus- geputzt ist t)alb gespritzt, ferner auf die Spritzung selbst, zu deren restloser Durchführung die notwendigen Geräte von der Gemeinde und von dem Verein zur Verfügung stehen. Er schloß mit Dank und Anerkennung für den Vereinsführer Dr. Lutz, der in unermüdlicher, uneigennütziger Tätigkeit bereits seit Januar Schulungsabende über Steinobstbau und Süßmostbereitung ermöglicht und auch diesen Abend unter Mithilfe des Flurfchützen und Vereinsrechners H. George mit einer reichhaltigen Verlosung von 100 einschlägigen Gebrauchsgegenständen (Obstbäume, Beerensträucher, Apfelwein, Süßmost, Gartengeräte, Sämereien, Tovf- pflanzen, Kunstdünger u. a.) ausgestattet habe. Als Zeichen der Verbundenheit in treuer Gefolgschaft 3um neuen Reich schloß der Vereinsführer den Abend mit Sieg-Heil auf Reichspräsident und Volkskanzler, unter d"ren Regierung die seelischen und wirtschaftlichen Werte des Obst- und Gartenbaues zur vollen Würdigung gelangen.
* Garbenteich, 12. März. Der 40 Jahre alte Ziegeleiarbeiter Ludwig Müller von hier stürzte am Sarnstagnachrnittaq auf der Heimfahrt von seiner Arbeitsstelle mitdem Fahrrad so schwer auf die Landstraße, daß er erhebliche Verletzungen im Gesicht davontrug. Der bedauernswerte Mann wurde von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz der Chirurgi- > fchen Klinik in Gießen zugeführt.
<D L i cb, 11. März. Nach nur einjährigem Bestehen siebt sich die Leitung der hiesigen höheren P r i v a t f ch n l e genötigt, cib Ostern ihre Pforten zu schließen. Die Schule, die in der früheren Kinderschule in der Butzbacher Straße unteraebracht war, zählte nur wenig mehr als 20 Schüler in Sexta und Quinta zusammen. Sie wurde von zwei hauvtamtlichen und mehreren nebenamtlichen Lehrkräften versehen. Wegen Mangel an Neuanmeldun- aen kann der Betrieb nicht aufrediterhatten werden. Der Versuch, in unserer Stadt eine höhere Schule zu gründen, ist in den letzten Jahrzehnten schon verschiedene M^le unternommen worden, doch ist jedes- m-ü nach kürzerer ober längerer Zeitdauer die Schule immer wieder eingegangen.
Kreis
* Ermenrod, 11. März. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich in unserem Dorfe. Der 63 Jahre alte Landwirt Heinrich Schmidt kam beim Futterschneiden mit der linken Hand in die Futterschneidemaschine. Dabei erlitt der bedauernswerte Mann so schwere Verletzungen an der Hand, daß er der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt w^den mußte.
± Kirtorf, 10. März. Die Gemeindevertretung genehmigte in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig den Voranschlag für 1934. Weiter wurde beschlossen, auf Kosten der Gemeinde eine Obstbaumspritze anzuschaffen, wenn dazu der in Aussicht gestellte Zuschuß des Kreisamtes gewährt wird. — Unser Orksgeistlicher Pfarrer Christ, der feit einer Reihe von Jahren hier in segens
reicher Seelforgerarbeit wirkte, wird in den nächsten Tagen nach einem neuen Wirkungskreis in Stock- stadt übersiedeln. Unsere Gemeinde wird dem scheidenden Geistlichen in aufrichtiger Dankbarkeit verbunden bleiben.
Kirche und Schule.
Oberhessische Oorflirchenvorsteher-TagunginGedern
l. Gedern, 9. März. In unserem Städtchen fand kürzlich ein Dorfkirchentag statt. Die Stadt prangte in reichem Flaggenschmuck. Den Auftakt bildete ein Hauptgottesdienst in dem Pfarrer Germer von Großen-Linden die Predigt hielt. Nach der Predigt hielt Pfarrer Saal noch eine kurze Ansprache, in der er sich besonders an die Jugend wandte. Der Gesangverein „Liederkranz" wirkte durch den Vortrag zweier Chöre mit. Der Gemeindeabend in der Turnhalle war sehr gut besucht. Pfarrer Saal hielt die Begrüßungsansprache, Pfarrer Bern deck (Stockhausen) hielt einen Vortrag über das Thema „Du und dein Dorf". Er sprach von der Fülle des Guten und Schönen, das uns das Dorf vermittle und betonte, daß es das Dorf in allen feinem Werte neu zu erkennen gelte. Nach einem gemeinsam gesungenen Liede übermittelte Dekan Scriba (Nidda) die Grüße der Südoberhessischen Dorfkirchenvereinigung. Der Gesangverein „Liederkranz" und der Kirchenchor (Leitung: Rektor Riedel) trugen zur weiteren Verschönerung des Abends bei. Mitglieder des Sturmbann-Musikzuges IV/466 (Leitung: MZ.-Füh- rer Möller (Hirzenhain) unterhielt mit guter Musik. Schlußworte des Ortsgeistlichen und auch des Ortsgruppenleiters Klein beschlossen den Abend.
Am zweiten Tag fand wiederum ein Gottes- dienst stakt, in dem der neue Obevhirte von Ober- Hessen Probst Kund t die Predigt hielt. Seine Predigt gipfelte in dem Satz: „Auf rückhaltloses Sich- einsetzen für den Herrn der Kirche, auf innerstes Bekenntnis zu ihm und auf die Sammlung derer, die in ihm ihr Heil gefunden haben, kommt' es an!" Bei der Nach Versammlung am Nachmittag war die Turnhalle überfüllt. Pfarrer Saal hielt die Begrüßungsansprache, Bürgermeister Beyer begrüßte die Versammlung im Namen der Gemeinde, Regierungsrat Schwan im Auftrag des Kreises Schotten, Probst K u n d t übermittelte die Grüße des Landesbischofs Lio. Dr. Dietrich und Dekan S c r i b a gedachte der Männer, die bisher nie fehlten: Prälat D. Dr. Diehl und Oderkirchen- rat D. Wagner. In feinem Vortrag über das Thema „Die Dorfkirche und die neue Zeit" forderte er die Bindung des Menschen an Volkstum und Heimat, Dorf und Boden, ferner lebensnahe Verkündigung des Evangeliums. Der Vortrag klang aus in dem Wunsche, daß die Dorfkirche und der neue Staat durch das ihnen Gemeinsame immer verbunden bleiben möchten. Der Gottesdienst und die Nachversammlung wurden durch Darbietungen des Kirchenchores verschönt. Die ganze Gemeinde nahm an der Dorfkirchentagung regsten Anteil.
Kreis Alsfeld.
st. Kirtorf, 10. März. Die kirchliche Sta- tistik der hiesigen evangelischen Gemeinde verzeichnete für 1933 folgende Zahlen: Evangelische Einwohner 818. Hauptgottesdienste wurden 58, Ne- bengottesdienste 4 abgehalten. Die Zahl der Gottesdienstbesucher betrug 3249 Männer, 3400 Frauen und 2860 Kinder. (Wochendurchschnitt 62,4, 65,4 bzw. 55 v. H.). 25 Kindergottesdienste waren von 1030 Knaben und 1020 Mädchen besucht. Am hl. Abendmahl nahmen 274 Männer und 301 Frauen (93,7 v. H. der Erwachsenen) teil. Trauungen erfolgten 4, getauft wurden 10 Kinder, konfirmiert 5,
beerdigt 11 Personen. Die Eingänge an Kollekten betrugen zusammen 670 Mark (81 Pf. je Einwohner).
st. Obergleen, 10.März. Die kirchliche S t a t i sti k für 1933 weist für unser Dorf folgende Zahlen aus: Evangelische Einwohner 587. 59Haupt- und 4 Nebengottesdienste wurden von 3645 Männern, 3325 Frauen und 3155 Kindern (Wochendurchschnitt 70,1, 64 und 60,6 v.H.) besucht. Am hl. Abendmahl nahmen 401 Männer, 370 Frauen (175,2 v. H. der Erwachsenen) teil. Getraut wurden 2 Paare, 5 Kinder getauft und zu Grabe gebracht 9 Personen. An Gaben und Kollekten gingen 365 Mark (je Einwohner 62 Pf.) ein.
Preußen.
Rhein-mainische Zusammenarbeit auf dem Gebiete der Blindenfürsorge.
LPD. Wiesbaden, 11. März. Die seit einiger Zeit gepflogenen Verhandlungen wegen der Zusammenlegung der Blindenfürsorge in Nassau und Hessen sind jetzt zum Ab- schluß gekommen. Die Schüler der Landes-Blindenschule Wiesbaden werden zu Beginn des neuen Schuljahres in die B l i n d e n a n st a l t z u F r i e d- b e r g ausgenommen. Dagegen bleibt auch weiterhin das bestehende Heim für erwachsene Blinde unverändert im Betrieb. Das jetzt durch die Landes- Blindenschule benutzte Gebäude wird für die Zwecke der NS.-Volkswohlfahrt Verwendung finden. Die von dem Blindenheim jetzt benutzten Räume in diesem Gebäude werden auch weiterhin zur Verfügung gestellt. Diese Zusammenlegung wird sich dahin auswirken, daß der Bezirksverband Nassau selbst nach Abzug der entstehenden Pensionsund Versorgungslasten und des ihm verbleibenden Teils des Schuldendienstes rund 15 000 Mark erspart, und daß auch der Staat Hessen in seinem Zuschuß ebenfalls um 15 000 Mark entlastet wird.
Aus dem Gefängnis ins Zuchthaus.
LPD. W e tz l a r, 10. März. Im August 1933 war der aus Falkenstein in Sachsen stammende Wilhelm Gläser aus der Strafanstalt Butzbach nach Verbüßung einer Gefängnisstrafe entlassen worden; sofort begann er wieder mit den kleinen Betrügereien und Zechprellereien, die ihm in Gießen und Wetzlar schon 17 Vorstrafen eingebracht hatten. Im September wurde er von der Wetzlarer Polizei verhaftet, mußte aber ins Krankenhaus gebracht werden, da er Löffelstiele und Glasfplit - ter verschluckt hatte. Von da überführte man ihn in die Lcmdesheilanstalt Herborn zur Beobach, tung, die das Ergebnis hatte, daß man es mit einem erblich belasteten Psychopathen zu tun habe, dem aber keineswegs der Schutz des § 51 zugebilligt werden könnte. Dagegen empfahl das Gutachten für den Fall, daß Gläser wieder in Freiheit kommen sollte, die Anwendung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses. Das Amtsgericht Wetzlar verurteilte ihn wegen Rückfallbetrugs zu einem Jahr Zuchthaus.
Kreis Wetzlar.
00 Krofdorf-Gleiberg, 10. März. Im Saale der Gastwirtschaft Bender fand gestern die dritte Holzversteigerung der Staat!. Ober- förfterei Krofdorf statt. Der Saal war von Interessenten bis auf den letzten Platz besetzt. Es kosteten im Durchschnitt: Ein Raummeter Buchenscheit 8 bis 10 Mark, ein Raummeter Buchenknüppel 5,50 bis 7,50, ein Raummeter Eichenscheit 5 bis 6,50 Mark, ein Raummeter Eichenknüppel 3 bis 4,50 Mk., je ein Raummeter Buchenreiser 0,80 bis 1,50 Mark, Eichenreiser 0,50 bis 0,80 Mk.
Eewinnauszug
5. Klasse 42. Preußisch-Süddeutsche (268. Preuß.) Staats-Lotterie
Ohne Gewähr Nachdruck verboten
26. Ziehungstag 9. März 1934
3n der heutigen Vormittaasziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen
2 Gewinne zu 5000 M. 148137
4 Gewinne zu 3000 M. 45542 295659
6 Gewinne zu 2000 M. 57268 128017 355096
16 Gewinne »u 1000 M. 58216 118655 160543
269990 298471 332584 362851 369054
58 Gewinne zu 500 M. 3154 5906 19170 26115 33653 60777 80083 103228 103726 106638
115972 119245 147359 157881 208138 210074
212035 212617 234522 246422 249969 265516
270191 270742 278067 320828 348768 365368
368696
408 Gewinne zu 300 M. 1737 4651 7891 7940 8827 10582 13882 15034 16372 16970 18841
25045 28288 29251 31612 36025 36870 38190
38338 42337 43477 48610 50986 53745 56087
57535 58004 60213 61978 63199 69841 70482
71431 73269 74253 78703 82684 83740 83955
87076 88395 90967 94760 94780 98716 100390
102033 102610 102709 104202 104511 106602
107212 107675 108574 110035 112640 113321
113425 115434 116862 117903 119487 120814
121195 127645 131482 133650 134228 139465
139870 141040 143512 144349 147030 148089
150391 153902 154490 154698 161788 163418
164450 166067 167597 169606 173238 175397
178456 178747 179198 179479 179866 182720
183679 184234 184317 188019 189383 190469
192056 196375 202981 205650 207471 207586
207805 211930 214386 214744 217844 221700
222636 224190 224520 232634 234661 235185
235698 238611 238327 239466 239651 242267
242604 242843 247295 247351 255748 256236
257370 258711 262939 264116 264705 269711
273422 277367 277515 278400 280038 281.553
290396 292639 293475 294598 294719 297345
298423 301332 304711 304984 305023 305464
306478 308877 312011 312535 313754 315441
316748 319682 320378 325766 328954 329039
335587 335907 336357 337102 338600 339509
339584 340524 342220 346143 346720 347989
348201 350139 352730 355823 361192 364177
364881 368290 368879 369181 370997 371328
372494 372802 375769 383384 386523 389422
391156 391525 392027 392608 394814 394823
397943 399303
On der heutigen Nachmitlagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen
180197
115326
21706
13653
394871
77254
182664
162436
63226
134034
247760
180649
25040 107587 291007
3838 21811 34987 53312 72722 91720 101332 107401 120138 134739 146765 159150 171578 185878 198800 215093 227425 246950 269569 283736 295396 308384 325294 337560 347758 361725 374890
2 Gewinne zu 5000 M.
8 Gewinn« zu 3000 M. 341636
6 Gewinne zu 2000 M.
10 Gewinne »u 1000 M. 287548 320784
Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu fe 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II:
36 Gewinne zu 500 M. ----- - - - - -
39915 69653 87463 89093 94735 99192 153023 180905 231257 233226 276794
305595 370998 ____
342 Gewinne zu 300 W. 202 2018 3239 ---- ---- ----- ----- ----- 21603
34986
45968
70114
90061
95437
3847
14548
14952
18072
21137
23553
25752
26612
28101
32820
36161
43718
44069
44782
45832
64359
63679
63919
65714
65977
73814
74167
75809
80623
87332
92703
93373
93765
95039
95231
101552
101849
103182
103825
105628
112973
114175
114259
114661
120128
120836
128392
130152
130329
133200
138383
143097
143453
143608
145435
147277
148890
151992
154909
158266
159993
162681
167145
169012
171520
174296
175204
176396
180919
185014
187815
188910
189328
194046
196174
199276
199533
201193
208584
210958
218661
222451
222905
223664
224723
229085
229350
229458
237486
245424
255671
257210
261932
262630
269069
269896
271873
272439
277205
279501
284066
287193
288280
289765
294392
298294
304009
304963
306912
306464
311683
313638
317636
322164
322214
328819
333018
334770
336164
336297
339029
339568
341692
342202
347132
351173
354477
356856
361471
361619
362769
364920
370264
370549
373885
375389
385061
386112
394743
396995
20 Tagesprämien.
813 22008 39601 54939 70899 76530 169976 178445 228213 338471
Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 80000, 2 zu je 10000, 28 zu je 5000, 38 zu je 3000, 64 -u je 2000, 102 zu je 1000, 300 zu je 600, 1772 zu je 800 und 80 Tagesprämien zu je 1000 Mark.
V. N. 1/34.
Betr.: Vergleichsverfahren über das Vermögen der Firma Ludwig Wick & Lo. in Gießen.
Beschluß.
Das am 20. Februar 1934 angeordnete allgemeine Veräußerungsoerbot wird aufgehoben, da für es kein Bedürfnis mehr besteht. (§ 58 Vergl. O.) 1505D
Gießen, den 28. Februar 1934.
Hessisches Amtsgericht.
Bekanntmachung.
In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 29. Januar 1934 bei der Firma IHotorroagen-Hcr- kaufsgefellfchaft mit beschränkter Haftung in Gießen folgendes eingetragen: Die Satzung ist insbesondere hinsichtlich der Abtretung von Geschäftsanteilen, der Bestellung der Geschäftsführer, der Befugnisse des Aufsichtsrates und der Verwendung des Reingewinns geändert und neu gefaßt. 1506D
Gießen, den 8. März 1934.
Hessisches Amtsgericht.
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