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„Blondine, heileres Gemüt, naturliebend..
Was die Heiratsvermittlerin alles zu erzählen weiß.
Vor kurzem wurde der R e i ch s v e r - band Deutscher Heiratsverrnitt- l e r gegründet. Wir bringen nachstehend ein Gespräch mit der Vorsitzenden dieses Verbandes.
Dicht neben einer belebten Verkehrsstraße des Berliner Westens befindet sich in der hübschen Wohnung der Vorsitzenden des Landesverbandes Brandenburg die Geschäftsstelle des R e i ch s o e r - bandes Deutscher Heiratsvermittler.
Schmunzelnd holt der Hauswart den Fahrstuhl herunter. „Viele Herren", berichtet er heiter, „laufen erst eine ganze Weile vor dem Hause spazieren, weil sie noch großes Lampenfieber haben. Ich gehe dann einfach raus und frage sie, wo sie hinwollen. Das macht es ihnen nämlich leichter, sich zu entschließen!"
Oben empfängt die Hausfrau den neugierigen Besucher und weiht ihn liebenswürdig und gewandt plaudernd in die Ziele des neuen Verbandes ein.
„Wir richten unser Hauptaugenmerk auf die sog. „Schwarzvermittler". Leute, die sich in den Zeitungen als Selbstinserenten bezeichnen, nur hinter den Vorschüssen her sind, alle Augenblicke den Sitz ihrer Büros wechseln und niemals die Absicht haben, das Gewerbe wirklich auszuüben. Ihre hochstapelnde Tätigkeit untergräbt den Ruf des ehrlich bemühten Vermittlers und zerstört das Vertrauen, dessen wir von seiten des Publikums bedürfen, und um das wir ringen und kämpfen. Wenn wir erst die Konzessionierung unseres Gewerbes erreicht haben werden, scheiden die Schwarzvermittler automatisch aus und bei dem Verständnis, das die Behörde uns jetzt entgegenbringt, dürfte das nicht mehr lange dauern. Bis es soweit sein wird, tun wir alles, um das Publikum vor dem Geprelltwerden zu beschützen. Gegen Heiratsschwindler gehen wir unnachsichtig vor. Wir verfolgen alle derartigen Prozesse, tauschen untereinander unsere Erfahrungen aus, und führen eine schwarze L i st e der Heiratsschwindler! Kommt dann so ein Herr und versucht uns wegen Adressen auszuforschen, wird er vor die Tür
gesetzt. Da wir eine große Verantwortung tragen, können wir nur mit Kunden arbeiten, deren Verhältnisse uns genauestens bekannt sind."
Dann plaudert man ein wenig aus der Schule...
„Gott sei Dank ist d e r Geschmack verschieden. Es kommt nicht vor, daß irgend ein Typ häufiger verlangt würde als der andere. Es gibt Fälle, bei denen man wirklich von Liebe a uf den er st en Blick sprechen kann. Ein Herr, der schon sehr viele Damen bei den verschiedensten Vermittlern kennengelernt und alle Hoffnung aufgegeben hatte, fand in der letzten, die man ihm vorstellte, die Erfüllung aller seiner Wünsche, obwohl sie in jeder Hinsicht das Gegenteil seiner ursprünglichen Wünsche darstellte. Eine arme, junge Ganzwaise von scheuem Charakter, die den ganzen Tag im Büro arbeitete und ein armer, junger Kapellmeister lernten sich kennen und verliebten sich sofort so sehr, daß sie im Vertrauen auf ihren Glücksstern ein Leben voller Armut wagten."
„Schnelle Arbeit —: ist unsere Parole! Meist bringt uns die Kundschaft großes Vertrauen entgegen. Von der frühesten Morgenstunde an bis in die tiefe Nacht geht das Telephon. Oft muß der Vermittler sein ganzes gesellschaftliches Können entfalten, um durch anregendes Geplauder zwei tief in Hemmungen Befangenen über die erste Scheu beim Tee hinwegzuhelfen. Bei der Verschiedenheit der Geschmacksrichtungen gehört sicherlich viel Takt und Menschenkenntnis dazu, nur über die Dinge zu sprechen, die erwünscht und deshalb situationsrettend sind. Die Vermittlungen sind meist spezialisiert je nach der Gegend, in der sie sich befinden. Aus gleichem Grunde schwanken auch die Aufwandsentschädigungen zwischen 20 und 200 Mark. Wenn einem Vermittler zu viel Vertreter gleichen Geschlechts zur Verfügung stehen, dann ersucht er einen Verbandskollegen, ihm die' entsprechende Partner zu ikberlassen. Die Provision wird dann geteilt.
Erst nach erfolgter Trauung wird die vorher festgelegte Summe dem Vermitller für seine Bemühungen einge-händigt..
Buntes Allerlei.
Wippe, Whisky und Elefanten.
Der Elefant ist trotz seiner riesigen Größe ein umgänglicher Geselle, das einzige wilde Tier, mit dem man wirklich Freundschaft schließen kann. Mit Löwen muß ein Dompteur immer äußerste Strenge walten lassen; ein Augenblick des Erschlaffens, eine leise Entgleisung — und aus einer freundlich anschmiegsamen Katze wird ein gieriges Raubtier, das den besten Freund in Stücke reißt. Wenn man da- !legen einen Elefanten gut behandelt, so kann man einer dauernden Freui^schaft gewiß sein, — aber ür schlechte Behandlung hat er ein unheimliches Gedächtnis. „Einst nahm icb einen Stallburschen zur Aushilfe in Dienste", erzählt der berühmte Tierbändiger Beatty in einem Interview, „der meine Elefanten tagelang lieblos, ja brutal behandelte und deshalb entlassen werden mußte. 20 Jahre später wurde durch Zufall, ohne mein Wissen, derselbe Mann wieder bei uns angestellt. Ich kam ins Zelt, gerade noch rechtzeitig um zu sehen, wie einer der Elefanten den Unglücklichen zu Boden schlug, sich auf ihn kniete und zu Tode quetschte; unsere Hilfeversuche blieben vergeblich. 20 Jahre hatte das Tier auf Rache gewartet. — Zwei Dinge können Elefanten nicht vertragen: Feuer und ganz kleine Tiere. Einst setzten wir eine Ratte im Stall unserer Elefanten aus. Das ungeheure Tier zog sich ängstlich zurück, trompetete und schrie, während ihm die Ratte über das Gesicht lief. Eine Maus, die durch den Zirkus-Arena springt, kann eine ganze Herde Elefanten in Aufruhr bringen. Sogar das Leben haben mir meine Freunde, die Elefanten, einmal gerettet. Ich nahm einst ein junges Tier, das ich geradewegs aus dem Dschungel erhalten hatte, tüchtig in Dressur. Es bockte aber und schlug mich nieder Sofort griffen zwei ältere Elefanten ein und versetzten dem Jungen Hiebe. In Südindien pflegt man sogar die jungen wilden Elefanten von älteren, aut dressierten unterweisen zu lassen und hat damit beachtliche Erfolge erzielt. Im allgemeinen haben die Dickhäuter auch ein gutes Gefühl für Gleich- zewicht. Einst sah ich, wie ein Mahout seinen Ele- anten anstellte, um die Wiege seines Söhnchens zu chaukeln. Ich dagegen hatte einen Unfall, der leicht chlimmere Folgen hätte zeitigen können. Mit einem meiner Zöglinge vergnügte ich mich auf einer Wippe als er plötzlich im Spieleifer sein volles Gewicht einsetzte und mich hoch in die Luft schleuderte. Ich kam mit einem gebrochenen Handgelenk davon. Die lustigste Geschichte begegnete mir mit einem Ele
fanten, der eine heftige Erkaltung hatte und alle Anzeichen einer schweren Erkrankung zeigte. In seiner Verzweiflung suchte der Dompteur mit einer Flasche reinen Whiskys das Tier zu heilen und wirklich, das Mittel half. Der schlaue Geselle hatte aber einen solchen Geschmack am Whisky gefunden, daß er sich von nun ab jede Woche eine .Erkältung' zulegte. Um dieser kostspieligen Angewohnheit zu steuern, gab man ihm eines Tages statt des gewohnten Whiskys kalten Tee. Der Elefant kostete vorsichtig und prustete den Rest seinem Wärter mitten ins Gesicht. Ebenso geschah es mit Ruhm, Champagner und jedem anderen Getränk, und zum Schluß mußte doch wieder zum Whisky gegriffen werden. Im Handumdrehen war die Flasche leer und siehe da, nach einer Stunde war die Erkältung behoben..."
Speisen, die man nicht mehr ißt.
Nicht nur Sitten und Moden sind dem ewigen unterworfen, auch der Geschmack im eigentlichen Sinne des Wortes, nämlich der der Zunge, hat sich im Verlauf der menschlichen Geschichte wesentlich geändert. Wir würden uns sehr wundern, wenn wir zur Tafel eines Klosters vor dreihundert Iah- ren zu Gast geladen sein würden; denn dort würde man uns mit ganzen Auerochsen und Elentieren in Weinsod aufwarten. Sogar Pfauen wurden, wie ein Klosterkochbuch aus jener Zeit verrät, im vollen Schmuck ihrer Federn gebraten, wobei das Gefieder durch immer wieder angefeuchtete Tücher während der Drehungen am Spieß geschützt wurde. Ueber- dies wurden die Speisen mit Bertram, Myrthen- beeren, Pfeffer und Safran kräftig gewürzt, so daß man dem Wein tüchtig zusprechen mußte und ein kühles Gelse, ein „schwebend Gallart" zu schätzen wußte. Diese Gelses waren sehr beliebt. Das Nürnberger „Küchenmaysterey-Buch" von 1531 nennt ein solches „Gallart" von gepreßtem Schweinskopf „ein höfliches Essen" uad rät für seine Zubereitung sonderbare „Salse" an „aus Agrest, Raute, Ampfer, Knoblauch, Zymetplüt und Bumeranzen". Andere Fleisch- oder Fischgelses wurden durch „ein gerecht Schäflin", d. h. ein feines Sieb, getrieben und in phantastische Formen gestürzt. Auf die äußere Gestalt der Speisen legte man großes Gewicht; man schuf künstlich gefärbte Schaugerichte, die durch Bestreichen mit Honigwasser und Schaumgold glän- । zend gemacht wurden. Eine „geschachzabelte Torte" stellte man z. B. mit fünf Feldern her, indem man Idie geschlagenen Eier mit Safran, Petersilie, Korn
blumen, Rosen und brauner Butter färbte, und das „Osnabrücker historische Kochbuch" gibt ein „blaues Mohs" an, einen Reiscream, der aus Kornblumen gewonnen wurde. Solche künstlichen Zutaten forderten dann auch den Spott der Zeitgenossen selbst heraus, und eine Würzburger Per- gamenthandschrift des 14. Jahrhunderts rät den Feinschmeckern scherzhafterweise ein „ein gut lecker
Köstlein" aus Stichlingen und Mückenfüßen, aus Meisenbeinen und Lovinkenzungen zu versuchen. Der große Koch La Varenni empfahl ein wundervolles Gebäck aus Butter, Salz, Pfeffer und —• Ofenruß. Allmählich kam man von solchen Kochmd Speisesitten ab und entdeckte den einfachen Naturgeschmack der Speisen wieder.
Wirtschaft.
Wochenbericht
vom Frankfurter Produktenmarkt.
Die Bekanntgabe wichtiger getteidewirtschaftlicher Maßnahmen führte im Frankfurter Getreidegroß- handel zu einer merklich freundlicheren Stimmung, und auch das Geschäft hat eine wesentliche Belebung erfahren. Bereits gegen Ende der Vorwoche waren die Mühlen in größerem Umfange als Käufer für Weizen im Markt, daneben nahm auch der Handel einige Posten heraus, so daß das etwas geringer gewordene Angebot Unterkunft fand. Ueber den Festpreis hinaus konnte noch eine Preisbesserung um 1 Mark auf 197 Mark per Tonne erzielt werden.
Das Weizenmehlgeschäft ist immer noch schwach. Bei unveränderten Preisen beschränkte sich der Umsatz meist auf die Abwicklung der alten Kontrakte.
In Roggenmehl sind die Abnahmen besser, von nennenswertem Neugeschäft kann aber ebenfalls nicht berichtet werden.
Am R o g g e n m a r k t ist das Angebot zur Zeit sehr stark. Der Roggenpreis blieb unverändert 172,50 bis 173 per Tonne.
Sohr lebhaftes Geschäft und eine starke Preisbesserung verzeichnete der H a f e r m a r k t. Das Angebot hat sich weiter verringert. Insgesamt erfuhr der Haferpreis eine Aufbesserung um 7,50 Mk. auf 155 bis 157,50 Mark per Tonne. Lebhaft gefragt war auch Saathafer.
Das Gerstengeschäft blieb sehr klein. Die Preise blieben auf Grund des ausreichenden Angebots unverändert. Braugerste notierte 175 bis 177,50 Mark und Futtergerste etwa 155 bis 157,50 Mark per Tonne.
Am Kraftfuttermittelmarkt wird das Geschäft mit dem Herannahen milderer Witterung immer ruhiaer. Mühlenabfälle sind schwer verkäuflich. Die Preise zeigten nur wenig Veränderung und je 100 Kilogramm in Mark notierten: Weizenkleie 10, Woizenfuttermehl 11 bis 11,25, Roggenkleie 10,60 bis 10,70, Soyaschrot 15,25 bis 15,40, Palmkuchen 15,05, Erdnußkuchen 16,30 bis 17,20, Treber 15,50, Trockenschnitzel 9,70 bis 9,80.
♦
* 4,5 v. H. Schatzanweisungen der Reichspost. — Rückzahlbar zum Nennwert am 1. April 1939. Nach dem veröffentlichten Umtausch- und Zeichnungsangebot läuft die Frist für den Umtausch und oie Zeichnung am 14. März dieses Jahres ab. Wie bekannt, findet der Umtausch der am 1. April dieses Jahres fälligen 6 v.H. Postschatzanweisungen in die neuen 4,5 v. H. Postschatzanweisunaen, rückzahlbar am 1. April 1939, unter Gewährung einer Barver- fjütung von 3 v. H. und eines Bonus von 0,13 v. H. tatt. Der Zeichnungskurs für die 4,5 v. H. Post- chatzanweifungen beträgt 97 v. H. Aus der Zeichnung zugeteilte Beträge sind am 27. März dieses Jahres unter Abzug von Stückzinsen für 3 Tage zu bezahlen. Die neuen 4,5 v. H. Postschatzanweisungen sind lombardfähig und reichsmündelsicher.
* H. Fuchs, Waggonfabrik AG.,Heide l b e r g. Der Gesellschaft, deren AK. fast vollkommen bei den Vereinigten Westdeutschen Waggonfabriken AG., Köln-Deutz, liegt, war es möglich, nach 96 000 RM. Abschreibungen (im Vorjahr 102 000 und 41000 Sonderabschreibungen) einen kleinen Gewinn zu erzielen, um den sich der Vorjahrsverlust von 136 652 RM. auf 117 688 RM. vermindert. Die aus dem Vorjahr übernommenen, immer noch recht geringen Aufträge der Reichsbahn gaben nur für einige Monate Arbeit, so daß für die zweite Hälfte des Berichtsjahres nur eine Betriebsbereitschaft zu Vorarbeiten für neue Aufträge gehalten werden konnte. Erst gegen Jahresschluß konnten die neuen, etwas vermehrten Aufträge in Arbeit genommen werdenderen Auswirkung jedoch erst in das neue Geschäftsjahr fällt. Der Umsatz ist gegenwärtig im Verhältnis zu den Werksanlagen so niedrig, daß die Notlage wohl noch weiter anhalten wird, zumal größere Aufträge z. Z. nicht in Aussicht stehen.
Frankfurter Börse.
Frankfurter Börse: freundlich.
Frankfurt a. M., 10. März. Im Hinblick auf den Wochenschluß eröffnete die Börse zunächst in Zurückhaltung, doch war die Grundstimmung durchaus freundlich. Die erneute starke Entlastung des
Arbejtsmarktes und die Verlängerung der Korn- munal-Stillhaltung bis März 1935 gaben der Börse eine gute Stütze. Zunächst war die Kursgestaltung infolge einiger Wochenendrealisattonen der Kulisse eher etwas schwächer, später wurde die Haltung aber überwiegend fester. Vom Publikum trafen neue Kaufaufträge ein, denen sich die Kulisse mit Deckungen und auch Meinungskäufen anschloß.
Erhöhtes Interesse erhielt sich für Farbenindustrie, die gut behauptet lagen, wozu noch allerdings vage Dividendengerüchte beitrugen. Montanaktren lagen anfangs unregelmäßig bei Abweichungen von 0,25 bis 0,50 v. H. nach beiden Seiten, bald trat aber in verschiedenen Papieren eine deutliche Be- festigung und auch eine Belebung des Geschäftes ein. Vor allem die Werte der Stahlvereins-Gruppe wie Phönix (plus 1,25 v. H.), Gelsenkirchen (plus 0,75 v. H.) und Stahlverein selbst (plus 0,90 v. H) waren fest. Dazu kamen noch Mannesmann nut plus 0,75 v. H. und Buderus mit plus 1,25 v. H. Elektroaktien lagen überwiegend fester, so Siemens um 1 v.H., Schuckert um 0,65 v. H., Bekula und Gesfürel um je 0,50 v. H., nur AEG. waren knapp behauptet. Daimler Motoren eröffneten heute we- sentlich stiller und zum ersten Kurs 0,25 v. H. Niedriger. Im übrigen kamen anfangs zur Notiz: Reichsbank (plus 0,40 v. H ), Zellstoff Waldhof und Aku mit je plus 0,25 v. H., andererseits Cement Heidelberg und Reichsbahn-Dorzugsaktien je 0,25 v.H. niedriger. ,
Das Rentengeschäft war bei Börseneroffnung wieder klein, Neubesitz blieben gut behauptet, während Altbesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen sowie Stahlverein-Bonds bis 0,40 v. H. nachließen. Reichsmark-Anleihen lagen ruhig.
Im Verlaufe blieb die Grundstimmung freund- lich, das Geschäft war allerdings nur in wenigen Spezialwerten etwas lebhafter. So waren außer den Montanaktien noch Farbenindustrie reger und 0,75 v. H., Daimler 0,65 v. H. und besonders Kunstseidenwerte, wie Aku (plus 1,25 v. H.) und Bemberg (plus 1,75 v. H.) fest. Schwächer lagen Südd. Zucker (— 2 v. H.), fester kamen noch Lahmeyer mit plus 2,50 v. H. zur Notiz.
Am Rentenmarkt verzeichnete man spater leb- Haftes Geschäft in der Neubesitzanleihe, die von 20,75 auf 21,25 v.H. anzog. Altbesitz bröckelte wer- ter 0,13 v. H. ab, späte Schuldbücher lagen gut be- hauptet und Stahlverein-Bonds glichen ihren Anfangsverlust wieder aus. Stadtanleihen blieben gefragt und lagen meist etwas höher. Der Pfandbriefmarkt lag freundlich, besonders Kommunal-Obli- gationen, die 0,25 bis 0,50 anzogen. Fremde Werte wiesen nur wenig Veränderung auf.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 12. März. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb 1257 Rinder (440 Ochsen, 97 Bullen, 383 Kühe, 330 Färsen), 563 Kal- der, 19 Schafe, 4100 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 23 bis 32 Mark, Bullen 24 bis 31, Kühe 13 bis 29, Färsen (Kalbinnen) 24 bis 33, Kälber 25 bis 45, Schweine 36 bis 47 Mark. -- Marktoerlauf: Rinder und Schweine schleppend, Kälber ruhig, Härn- rnel und Schafe mittelmäßig.
Frankfurter Eiermarkt.
Frankfurt a. M., 10. März. Das starke Angebot hielt an, während der Absatz keine Besserung erfahren hat, obschon die Preise weiter ermäßigt wurden. Selbst für die nahenden Osterfeiertage werden kaum Vorsorgungen getroffen, da ein jeder noch ausreichend Lagerbestände hat. Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt a. M.: Deutsche Frischeier Kl. S 10, Kl. A 9 bis 9V<, Kl. B 8 bis 8V4, Kl. C 7Vi bis 78/<. Holländer und Flandern Kl. S 9V4 bis 9V2, Kl. A 8'/e bis 8V2, Kl. B 73/< bis 8. Bulgaren Kl. B 73/< bis 8. Bayern (ungestempelt 7a/< bis 8.
Frankfurter Buttermarkt.
Frankfurt a. M., 10. März. Trotz der verhältnismäßig geringen Anlieferungen in deutscher Butter und auch nur kleiner Ankünfte in holländischer Ware nahm das Geschäft in der abgelaufenen Woche einen sehr schwachen Verlauf. Die Preise für deutsche Butter konnten sich erhöhen und notieren für oberhessische und württembergische 135 bis 138 Mk. und für holländische Butter 138 bis 140 Mk. per 50 Kilogramm frei Frankfurt a. M.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt veichlossenen Dividende an. — Retchsvankdlskonl 4 0 H Lombardzinsfuß 5 0. H.
Sranhur
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Berlin
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Schultheis Patzenhofer .......•
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Bemberg ..................0
Hellstoff Waldhof ............0
Zellstoff Aschaffenburg .......0
Dessauer GaS .......... 7
Daimler Motoren ............ 0
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Oren stein & Koppel ..........0
Leonhard Tietz .............0
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Lerumvlatoren-Fabrü........ 0
Lontt-Gummt ..............0
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Mainkraftwerke Höchst (Lfl... 4
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Devisenmarkt Berlin — Frankfurt o. Kl.
Banknoten.
9-März
10.März
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Ärie
Geld
Srie
Heisings«»..
5 624
5,636
5,619
5,631
Wien ....
47,20
47,30
47,20
47,30
Prag .....
10,38
10,40
10,38
10,40
Budapest ...
——
—
—
—
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Hollan» ....
168,88
169,22
168,83
169,17
Oslo ......
64,04
64,16
63,94
64,06
Kopenhagen.
56,89
57,01
56,82
56,94
Stockholm...
65,68
65,82
65,61
65,75
London .....
12,73
12,76
12,725
12,755
Buenos Ares
0,632
0,637
0,632
0,636
Neunori....
2,512
2,518
2,512
2,518
Brüssel.....
58,39
58,51
58,39
58,51
Italien.....
21,52
21,56
21,53
21,57
Paris ......
16,50
16,54
16,50
16,54
Schweiz ....
81,02
81,18
30,97
81,13
Spanien....
34,13
34,24
34,18
34,24
Danzig.....
81,72
81,88
81,67
81,83
Japan ......
0,751
0,753
0,751
0,753
Rio de Jan. .
0,212
0,214
0,212
0,214
Jugoslawien.
Lissabon....
5,664
11,60
5,676
11,62
5,664
11,59
5,676
11,61
Berlin, fg.März
Gel?
23rlef "
Amerikanische Noten..............
2,465
2,485
Belgische Noten..................
58,23
58,47
56,57
56,79
Englische Noten .................
12,68
12,74
16,46
16,52
168,41
169,09
Italienische Noten................
21,41
21,49
Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling
93,77
94,03
Rumänische Noten..............
—-
_
Schwedische Note»...............
95,45
65,71
Schweizer Noten.................
80,79
81,ii
Spanische Olotai.................
34,04
34,18
Ungarische Note»


