Einzelbild herunterladen

O

Blondine, heileres Gemüt, naturliebend..

Was die Heiratsvermittlerin alles zu erzählen weiß.

Vor kurzem wurde der R e i ch s v e r - band Deutscher Heiratsverrnitt- l e r gegründet. Wir bringen nachstehend ein Gespräch mit der Vorsitzenden dieses Ver­bandes.

Dicht neben einer belebten Verkehrsstraße des Berliner Westens befindet sich in der hübschen Wohnung der Vorsitzenden des Landesverbandes Brandenburg die Geschäftsstelle des R e i ch s o e r - bandes Deutscher Heiratsvermittler.

Schmunzelnd holt der Hauswart den Fahrstuhl herunter.Viele Herren", berichtet er heiter,lau­fen erst eine ganze Weile vor dem Hause spazieren, weil sie noch großes Lampenfieber haben. Ich gehe dann einfach raus und frage sie, wo sie hinwollen. Das macht es ihnen nämlich leichter, sich zu entschließen!"

Oben empfängt die Hausfrau den neugierigen Be­sucher und weiht ihn liebenswürdig und gewandt plaudernd in die Ziele des neuen Verbandes ein.

Wir richten unser Hauptaugenmerk auf die sog. Schwarzvermittler". Leute, die sich in den Zeitungen als Selbstinserenten bezeichnen, nur hin­ter den Vorschüssen her sind, alle Augenblicke den Sitz ihrer Büros wechseln und niemals die Ab­sicht haben, das Gewerbe wirklich auszuüben. Ihre hochstapelnde Tätigkeit untergräbt den Ruf des ehrlich bemühten Vermittlers und zerstört das Vertrauen, dessen wir von seiten des Publi­kums bedürfen, und um das wir ringen und kämpfen. Wenn wir erst die Konzessionierung unse­res Gewerbes erreicht haben werden, scheiden die Schwarzvermittler automatisch aus und bei dem Verständnis, das die Behörde uns jetzt entgegen­bringt, dürfte das nicht mehr lange dauern. Bis es soweit sein wird, tun wir alles, um das Publi­kum vor dem Geprelltwerden zu beschützen. Gegen Heiratsschwindler gehen wir unnachsichtig vor. Wir verfolgen alle derartigen Prozesse, tau­schen untereinander unsere Erfahrungen aus, und führen eine schwarze L i st e der Heiratsschwind­ler! Kommt dann so ein Herr und versucht uns wegen Adressen auszuforschen, wird er vor die Tür

gesetzt. Da wir eine große Verantwortung tragen, können wir nur mit Kunden arbeiten, deren Ver­hältnisse uns genauestens bekannt sind."

Dann plaudert man ein wenig aus der Schule...

Gott sei Dank ist d e r Geschmack verschie­den. Es kommt nicht vor, daß irgend ein Typ häufiger verlangt würde als der andere. Es gibt Fälle, bei denen man wirklich von Liebe a uf den er st en Blick sprechen kann. Ein Herr, der schon sehr viele Damen bei den verschiedensten Ver­mittlern kennengelernt und alle Hoffnung aufge­geben hatte, fand in der letzten, die man ihm vor­stellte, die Erfüllung aller seiner Wünsche, obwohl sie in jeder Hinsicht das Gegenteil seiner ur­sprünglichen Wünsche darstellte. Eine arme, junge Ganzwaise von scheuem Charakter, die den ganzen Tag im Büro arbeitete und ein armer, junger Ka­pellmeister lernten sich kennen und verliebten sich sofort so sehr, daß sie im Vertrauen auf ihren Glücksstern ein Leben voller Armut wagten."

Schnelle Arbeit: ist unsere Parole! Meist bringt uns die Kundschaft großes Vertrauen entgegen. Von der frühesten Morgenstunde an bis in die tiefe Nacht geht das Telephon. Oft muß der Vermittler sein ganzes gesellschaftliches Können ent­falten, um durch anregendes Geplauder zwei tief in Hemmungen Befangenen über die erste Scheu beim Tee hinwegzuhelfen. Bei der Verschiedenheit der Geschmacksrichtungen gehört sicherlich viel Takt und Menschenkenntnis dazu, nur über die Dinge zu sprechen, die erwünscht und deshalb situa­tionsrettend sind. Die Vermittlungen sind meist spe­zialisiert je nach der Gegend, in der sie sich befin­den. Aus gleichem Grunde schwanken auch die Aufwandsentschädigungen zwischen 20 und 200 Mark. Wenn einem Vermittler zu viel Vertreter gleichen Geschlechts zur Verfügung stehen, dann ersucht er einen Verbandskollegen, ihm die' entsprechende Partner zu ikberlassen. Die Provision wird dann geteilt.

Erst nach erfolgter Trauung wird die vorher fest­gelegte Summe dem Vermitller für seine Bemühun­gen einge-händigt..

Buntes Allerlei.

Wippe, Whisky und Elefanten.

Der Elefant ist trotz seiner riesigen Größe ein umgänglicher Geselle, das einzige wilde Tier, mit dem man wirklich Freundschaft schließen kann. Mit Löwen muß ein Dompteur immer äußerste Strenge walten lassen; ein Augenblick des Erschlaffens, eine leise Entgleisung und aus einer freundlich an­schmiegsamen Katze wird ein gieriges Raubtier, das den besten Freund in Stücke reißt. Wenn man da- !legen einen Elefanten gut behandelt, so kann man einer dauernden Freui^schaft gewiß sein, aber ür schlechte Behandlung hat er ein unheimliches Gedächtnis.Einst nahm icb einen Stallburschen zur Aushilfe in Dienste", erzählt der berühmte Tier­bändiger Beatty in einem Interview,der meine Elefanten tagelang lieblos, ja brutal behandelte und deshalb entlassen werden mußte. 20 Jahre später wurde durch Zufall, ohne mein Wissen, derselbe Mann wieder bei uns angestellt. Ich kam ins Zelt, gerade noch rechtzeitig um zu sehen, wie einer der Elefanten den Unglücklichen zu Boden schlug, sich auf ihn kniete und zu Tode quetschte; unsere Hilfe­versuche blieben vergeblich. 20 Jahre hatte das Tier auf Rache gewartet. Zwei Dinge können Ele­fanten nicht vertragen: Feuer und ganz kleine Tiere. Einst setzten wir eine Ratte im Stall unserer Elefanten aus. Das ungeheure Tier zog sich ängst­lich zurück, trompetete und schrie, während ihm die Ratte über das Gesicht lief. Eine Maus, die durch den Zirkus-Arena springt, kann eine ganze Herde Elefanten in Aufruhr bringen. Sogar das Leben haben mir meine Freunde, die Elefanten, einmal gerettet. Ich nahm einst ein junges Tier, das ich geradewegs aus dem Dschungel erhalten hatte, tüch­tig in Dressur. Es bockte aber und schlug mich nie­der Sofort griffen zwei ältere Elefanten ein und versetzten dem Jungen Hiebe. In Südindien pflegt man sogar die jungen wilden Elefanten von älteren, aut dressierten unterweisen zu lassen und hat damit beachtliche Erfolge erzielt. Im allgemeinen haben die Dickhäuter auch ein gutes Gefühl für Gleich- zewicht. Einst sah ich, wie ein Mahout seinen Ele- anten anstellte, um die Wiege seines Söhnchens zu chaukeln. Ich dagegen hatte einen Unfall, der leicht chlimmere Folgen hätte zeitigen können. Mit einem meiner Zöglinge vergnügte ich mich auf einer Wippe als er plötzlich im Spieleifer sein volles Gewicht einsetzte und mich hoch in die Luft schleuderte. Ich kam mit einem gebrochenen Handgelenk davon. Die lustigste Geschichte begegnete mir mit einem Ele­

fanten, der eine heftige Erkaltung hatte und alle Anzeichen einer schweren Erkrankung zeigte. In sei­ner Verzweiflung suchte der Dompteur mit einer Flasche reinen Whiskys das Tier zu heilen und wirklich, das Mittel half. Der schlaue Geselle hatte aber einen solchen Geschmack am Whisky gefunden, daß er sich von nun ab jede Woche eine .Erkältung' zulegte. Um dieser kostspieligen Angewohnheit zu steuern, gab man ihm eines Tages statt des ge­wohnten Whiskys kalten Tee. Der Elefant kostete vorsichtig und prustete den Rest seinem Wärter mit­ten ins Gesicht. Ebenso geschah es mit Ruhm, Champagner und jedem anderen Getränk, und zum Schluß mußte doch wieder zum Whisky gegriffen werden. Im Handumdrehen war die Flasche leer und siehe da, nach einer Stunde war die Erkältung behoben..."

Speisen, die man nicht mehr ißt.

Nicht nur Sitten und Moden sind dem ewigen unterworfen, auch der Geschmack im eigentlichen Sinne des Wortes, nämlich der der Zunge, hat sich im Verlauf der menschlichen Geschichte wesentlich geändert. Wir würden uns sehr wundern, wenn wir zur Tafel eines Klosters vor dreihundert Iah- ren zu Gast geladen sein würden; denn dort wür­de man uns mit ganzen Auerochsen und Elentieren in Weinsod aufwarten. Sogar Pfauen wurden, wie ein Klosterkochbuch aus jener Zeit verrät, im vollen Schmuck ihrer Federn gebraten, wobei das Gefieder durch immer wieder angefeuchtete Tücher während der Drehungen am Spieß geschützt wurde. Ueber- dies wurden die Speisen mit Bertram, Myrthen- beeren, Pfeffer und Safran kräftig gewürzt, so daß man dem Wein tüchtig zusprechen mußte und ein kühles Gelse, einschwebend Gallart" zu schätzen wußte. Diese Gelses waren sehr beliebt. Das Nürn­bergerKüchenmaysterey-Buch" von 1531 nennt ein solchesGallart" von gepreßtem Schweinskopf ein höfliches Essen" uad rät für seine Zubereitung sonderbareSalse" anaus Agrest, Raute, Ampfer, Knoblauch, Zymetplüt und Bumeranzen". Andere Fleisch- oder Fischgelses wurden durchein gerecht Schäflin", d. h. ein feines Sieb, getrieben und in phantastische Formen gestürzt. Auf die äußere Ge­stalt der Speisen legte man großes Gewicht; man schuf künstlich gefärbte Schaugerichte, die durch Be­streichen mit Honigwasser und Schaumgold glän- zend gemacht wurden. Einegeschachzabelte Torte" stellte man z. B. mit fünf Feldern her, indem man Idie geschlagenen Eier mit Safran, Petersilie, Korn­

blumen, Rosen und brauner Butter färbte, und dasOsnabrücker historische Kochbuch" gibt ein blaues Mohs" an, einen Reiscream, der aus Kornblumen gewonnen wurde. Solche künstlichen Zutaten forderten dann auch den Spott der Zeit­genossen selbst heraus, und eine Würzburger Per- gamenthandschrift des 14. Jahrhunderts rät den Feinschmeckern scherzhafterweise einein gut lecker

Köstlein" aus Stichlingen und Mückenfüßen, aus Meisenbeinen und Lovinkenzungen zu versuchen. Der große Koch La Varenni empfahl ein wunder­volles Gebäck aus Butter, Salz, Pfeffer und Ofenruß. Allmählich kam man von solchen Koch­md Speisesitten ab und entdeckte den einfachen Naturgeschmack der Speisen wieder.

Wirtschaft.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Die Bekanntgabe wichtiger getteidewirtschaftlicher Maßnahmen führte im Frankfurter Getreidegroß- handel zu einer merklich freundlicheren Stimmung, und auch das Geschäft hat eine wesentliche Bele­bung erfahren. Bereits gegen Ende der Vorwoche waren die Mühlen in größerem Umfange als Käu­fer für Weizen im Markt, daneben nahm auch der Handel einige Posten heraus, so daß das etwas geringer gewordene Angebot Unterkunft fand. Ueber den Festpreis hinaus konnte noch eine Preisbesse­rung um 1 Mark auf 197 Mark per Tonne erzielt werden.

Das Weizenmehlgeschäft ist immer noch schwach. Bei unveränderten Preisen beschränkte sich der Umsatz meist auf die Abwicklung der alten Kon­trakte.

In Roggenmehl sind die Abnahmen besser, von nennenswertem Neugeschäft kann aber eben­falls nicht berichtet werden.

Am R o g g e n m a r k t ist das Angebot zur Zeit sehr stark. Der Roggenpreis blieb unverändert 172,50 bis 173 per Tonne.

Sohr lebhaftes Geschäft und eine starke Preis­besserung verzeichnete der H a f e r m a r k t. Das Angebot hat sich weiter verringert. Insgesamt er­fuhr der Haferpreis eine Aufbesserung um 7,50 Mk. auf 155 bis 157,50 Mark per Tonne. Lebhaft ge­fragt war auch Saathafer.

Das Gerstengeschäft blieb sehr klein. Die Preise blieben auf Grund des ausreichenden Ange­bots unverändert. Braugerste notierte 175 bis 177,50 Mark und Futtergerste etwa 155 bis 157,50 Mark per Tonne.

Am Kraftfuttermittelmarkt wird das Geschäft mit dem Herannahen milderer Witterung immer ruhiaer. Mühlenabfälle sind schwer verkäuflich. Die Preise zeigten nur wenig Veränderung und je 100 Kilogramm in Mark notierten: Weizenkleie 10, Woizenfuttermehl 11 bis 11,25, Roggenkleie 10,60 bis 10,70, Soyaschrot 15,25 bis 15,40, Palmkuchen 15,05, Erdnußkuchen 16,30 bis 17,20, Treber 15,50, Trockenschnitzel 9,70 bis 9,80.

* 4,5 v. H. Schatzanweisungen der Reichspost. Rückzahlbar zum Nenn­wert am 1. April 1939. Nach dem veröffent­lichten Umtausch- und Zeichnungsangebot läuft die Frist für den Umtausch und oie Zeichnung am 14. März dieses Jahres ab. Wie bekannt, findet der Umtausch der am 1. April dieses Jahres fälli­gen 6 v.H. Postschatzanweisungen in die neuen 4,5 v. H. Postschatzanweisunaen, rückzahlbar am 1. April 1939, unter Gewährung einer Barver- fjütung von 3 v. H. und eines Bonus von 0,13 v. H. tatt. Der Zeichnungskurs für die 4,5 v. H. Post- chatzanweifungen beträgt 97 v. H. Aus der Zeich­nung zugeteilte Beträge sind am 27. März dieses Jahres unter Abzug von Stückzinsen für 3 Tage zu bezahlen. Die neuen 4,5 v. H. Postschatzanweisun­gen sind lombardfähig und reichsmündelsicher.

* H. Fuchs, Waggonfabrik AG.,Hei­de l b e r g. Der Gesellschaft, deren AK. fast voll­kommen bei den Vereinigten Westdeutschen Waggon­fabriken AG., Köln-Deutz, liegt, war es möglich, nach 96 000 RM. Abschreibungen (im Vorjahr 102 000 und 41000 Sonderabschreibungen) einen kleinen Gewinn zu erzielen, um den sich der Vor­jahrsverlust von 136 652 RM. auf 117 688 RM. vermindert. Die aus dem Vorjahr übernommenen, immer noch recht geringen Aufträge der Reichsbahn gaben nur für einige Monate Arbeit, so daß für die zweite Hälfte des Berichtsjahres nur eine Be­triebsbereitschaft zu Vorarbeiten für neue Aufträge gehalten werden konnte. Erst gegen Jahresschluß konnten die neuen, etwas vermehrten Aufträge in Arbeit genommen werdenderen Auswirkung jedoch erst in das neue Geschäftsjahr fällt. Der Umsatz ist gegenwärtig im Verhältnis zu den Werksanlagen so niedrig, daß die Notlage wohl noch weiter an­halten wird, zumal größere Aufträge z. Z. nicht in Aussicht stehen.

Frankfurter Börse.

Frankfurter Börse: freundlich.

Frankfurt a. M., 10. März. Im Hinblick auf den Wochenschluß eröffnete die Börse zunächst in Zurückhaltung, doch war die Grundstimmung durch­aus freundlich. Die erneute starke Entlastung des

Arbejtsmarktes und die Verlängerung der Korn- munal-Stillhaltung bis März 1935 gaben der Börse eine gute Stütze. Zunächst war die Kursgestaltung infolge einiger Wochenendrealisattonen der Kulisse eher etwas schwächer, später wurde die Haltung aber überwiegend fester. Vom Publikum trafen neue Kaufaufträge ein, denen sich die Kulisse mit Deckun­gen und auch Meinungskäufen anschloß.

Erhöhtes Interesse erhielt sich für Farbenindu­strie, die gut behauptet lagen, wozu noch allerdings vage Dividendengerüchte beitrugen. Montanaktren lagen anfangs unregelmäßig bei Abweichungen von 0,25 bis 0,50 v. H. nach beiden Seiten, bald trat aber in verschiedenen Papieren eine deutliche Be- festigung und auch eine Belebung des Geschäftes ein. Vor allem die Werte der Stahlvereins-Gruppe wie Phönix (plus 1,25 v. H.), Gelsenkirchen (plus 0,75 v. H.) und Stahlverein selbst (plus 0,90 v. H) waren fest. Dazu kamen noch Mannesmann nut plus 0,75 v. H. und Buderus mit plus 1,25 v. H. Elektroaktien lagen überwiegend fester, so Siemens um 1 v.H., Schuckert um 0,65 v. H., Bekula und Gesfürel um je 0,50 v. H., nur AEG. waren knapp behauptet. Daimler Motoren eröffneten heute we- sentlich stiller und zum ersten Kurs 0,25 v. H. Nied­riger. Im übrigen kamen anfangs zur Notiz: Reichsbank (plus 0,40 v. H ), Zellstoff Waldhof und Aku mit je plus 0,25 v. H., andererseits Cement Heidelberg und Reichsbahn-Dorzugsaktien je 0,25 v.H. niedriger. ,

Das Rentengeschäft war bei Börseneroffnung wieder klein, Neubesitz blieben gut behauptet, wäh­rend Altbesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen sowie Stahlverein-Bonds bis 0,40 v. H. nachließen. Reichsmark-Anleihen lagen ruhig.

Im Verlaufe blieb die Grundstimmung freund- lich, das Geschäft war allerdings nur in wenigen Spezialwerten etwas lebhafter. So waren außer den Montanaktien noch Farbenindustrie reger und 0,75 v. H., Daimler 0,65 v. H. und besonders Kunst­seidenwerte, wie Aku (plus 1,25 v. H.) und Bemberg (plus 1,75 v. H.) fest. Schwächer lagen Südd. Zucker ( 2 v. H.), fester kamen noch Lahmeyer mit plus 2,50 v. H. zur Notiz.

Am Rentenmarkt verzeichnete man spater leb- Haftes Geschäft in der Neubesitzanleihe, die von 20,75 auf 21,25 v.H. anzog. Altbesitz bröckelte wer- ter 0,13 v. H. ab, späte Schuldbücher lagen gut be- hauptet und Stahlverein-Bonds glichen ihren An­fangsverlust wieder aus. Stadtanleihen blieben ge­fragt und lagen meist etwas höher. Der Pfandbrief­markt lag freundlich, besonders Kommunal-Obli- gationen, die 0,25 bis 0,50 anzogen. Fremde Werte wiesen nur wenig Veränderung auf.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 12. März. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb 1257 Rinder (440 Ochsen, 97 Bullen, 383 Kühe, 330 Färsen), 563 Kal- der, 19 Schafe, 4100 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 23 bis 32 Mark, Bullen 24 bis 31, Kühe 13 bis 29, Färsen (Kalbinnen) 24 bis 33, Kälber 25 bis 45, Schweine 36 bis 47 Mark. -- Marktoerlauf: Rinder und Schweine schleppend, Kälber ruhig, Härn- rnel und Schafe mittelmäßig.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 10. März. Das starke An­gebot hielt an, während der Absatz keine Besserung erfahren hat, obschon die Preise weiter ermäßigt wurden. Selbst für die nahenden Osterfeiertage werden kaum Vorsorgungen getroffen, da ein jeder noch ausreichend Lagerbestände hat. Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt a. M.: Deutsche Frischeier Kl. S 10, Kl. A 9 bis 9V<, Kl. B 8 bis 8V4, Kl. C 7Vi bis 78/<. Holländer und Flandern Kl. S 9V4 bis 9V2, Kl. A 8'/e bis 8V2, Kl. B 73/< bis 8. Bulgaren Kl. B 73/< bis 8. Bayern (unge­stempelt 7a/< bis 8.

Frankfurter Buttermarkt.

Frankfurt a. M., 10. März. Trotz der ver­hältnismäßig geringen Anlieferungen in deutscher Butter und auch nur kleiner Ankünfte in hollän­discher Ware nahm das Geschäft in der abgelaufe­nen Woche einen sehr schwachen Verlauf. Die Preise für deutsche Butter konnten sich erhöhen und notieren für oberhessische und württembergische 135 bis 138 Mk. und für holländische Butter 138 bis 140 Mk. per 50 Kilogramm frei Frankfurt a. M.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt veichlossenen Dividende an. Retchsvankdlskonl 4 0 H Lombardzinsfuß 5 0. H.

Sranhur

u. M

Berlin

Frankfurt a.M

Serkin

Schluß­kurs

Echlußk. Abend­börse

Schluß» kurs

Schluß! Mittag» börse

Schluß­kurs

Echlußk. Abend» börse

Schluß- kurs

Echlußk. Mittag- börse

Datum

9-3

10.

9.3.

10-

Datum

9.3

10-3

9.3-

10...

e% Deutsche Rk S°/oehem.7°/«»D 6%% Doung-A Deutsche ölnl.*

AuSlos.-Recht DeSgl. ohne Au 6% ehem.8°/. H trückzahlb. 10* 6% Hess. Cant

Gold R. 12..

ichSanleihe v. 1927 .RetchSanl.v.l92S nleihe von 1930 .

Ablül.-Schuld mit

97,65

100,1

94

96,65

20,75

94

92,75

92

96

93

93

92

92,9

94

94

97,13

18,75

1,4

6,7

6,6

6.6

6,65

6,7

96,4

100,13

94,1

96,4

21,25

95

92,75

95,4

95,75

93

93

92

92,75

94

94

97,13

18,5

1,35

6,8

6,45

6,65

8,8

6,65

6,7

97,13 100,1

96,7

20,8

94,25

95,9

94

94

97,13

19

1.4

6,8

6,5

9,13

96,75

100,13

94

96,3

21,2

95

92,75

95,5

94

94

97,13

18,75

6,85

6,6

6,65

9,25

4% desgl. Serie II ...........

5% Rumün. vereinh. Rente v. 1903 sy,%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2%% Anatolier ..............

6,75

5,35

4,55

31,5

34

71,5

96,25

51

64,5

66,5

167,25

33,5 131,75 103,25

107,5

62

104

95,25 105,75

145

121

79,75 109,75

67

96

138,5 118,25

68

70,13

6,7

5,4

4,55

31,5

29,75

34

71

96

50,5

64,25

66

167,75

33,4 132,25 103,25 107,75

61,9

104,5

96

106,65

146

123,5

80

109,75

68,5

97,5

118

68,75

70,5

6,8

5,4

7,4

4,55

31,4

29,65

28,75

34 71

96

51

64,5

66,5

167,25

33,4

131,25

103,25

107,75

62

103,9

95,13

106,75 145,75

122,25

80,25 109,5

67,13

96,5 76,4

138

118 68

70,5

5,45 7,7

4,65 31,5

30,13

34

71,5

96

50,5

64,25

66

168,5

33,25

132,4

103,25 107,9 62,13

104

96,5 107 145

123

80,75

109,5 68,4

96,75

78

68,9 70,9

slos.-Rechte......

ess. BolkSstaat 1929

3%) ...........

Hamvurg»Ämerika»Paket ..... 0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Hansa-Dampfschiff ...........0

Norddeutscher Lloyd ......... 0

A.G. für Verkehrswesen Aki. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 4

Commerz, und Prioai-Bank ... 0

Deutsche Bank und Disconto»

Gesellschaft................ o

Dresdner Bank..............0

Reichsbank ...... 12

fl.®.®.......................

Bekula.....................0

Slektr. Lieferungsgesellschaft... 6

Licht und Kraft g

Selten & Guilleaume......... 0

'^ktr-Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........ 5

Schuckert 8 Co.............. 5

Siemens S Halske...........' 7

Lahme per & Co............. 10

eSbank Darmstadt

ey?% Hess, c bank Darmsto

Oberhessen Pr

Auslos.«Recht Deutsche Komrr leche Serie 1 6% ebem. 8%

Goldpse. 15

% ehem. 7%

Goldpse. 16 *%% ehern. 4

Bank-Llqu..sl »y.% ehem.

Hyp.»Bank»L 6% ebem. 8% briefanftalt, 6% ebem. 7%

Brief amtalt, Eteuergutsch. L

andeS^ypotheken»

ovtnz-Anleche mit en ..........

. Cammelabl. An- nlt AuSlos.-Rechten Franks. Hyp.-Bank nkündbar bis 1935 Zranks Hyp.-Bcmk »nkündbar bis 1936 Vi% Franks. Hhp^ Pfandbriefe.......

<Vi% Rheinische tqiL-®olbpfe. ... Pr. Landespfand. Pfandbriefe R. 19 Pr. LandeSpsand» Pfandbriefe R. 10 lerrechnungskurS ..

*% Oesterretch 4,20% Oesterrc 4% Ungarische 4% Ungarische 4y,% desgl. vo 6% abgest. Go 4% Türkische Z 4% Türkische B

Derlei....

sche Goldrent».... ichtsche Silberrente Goldrente .......

Buderu» ............. 0

Deutsche Grdöl ............. 4

Gelsenkirchener.............. 0

Harpener ..................0

Voesch EisenKöln-Neuessen .. 0

Ilse Bergbau t

Ilse Bergbau Genüsse........ 6

Klücknerwerke ............ 0

Mannesmann-Röhrn»........0

Staatsrente v. 1910 n 1913 .........

dmexikaner von 99 ollanleihe von 1911 agdadbaha»Anlethe

Frankfun a. M

Serlin

Schluß- kurs

Echlußk. Abend- börke

Schluß« kurs

Echlußk. Minag- börse

Datum

9.s-

10

9-3

10.0

ManSfelder Bergbau.........0

Kokswerie 0

Phönix Bergbau.......... 0

Rheinische Braunkohlen ..... 10

Rheinstahl ...............0

Bereinigte Stahlwerke........0

Otavt Minen ......... 0

Kaliwerke Aschersleben...... 6

Kaliwerke Westeregeln........6

Kaliwerke Salzdetfurth.....7%

g. G. S«den»JnousM».......7

Scheldeanstalt.......... 9

39,5

52,9

202

92

45,5

15,9

120

119

153

137,25

184,5

38,75

54,5

202

92

46,5

16

119

154

138

184

62,5

59,25

86,5

77,5

94,75

79

91

53

202

92,13

45

16

120 120,5 153,75

136,75

78 92,25 54,75 201,75

91,9 46,4

16 119,5

120 154

137,65

Goldschmidt ......... 0

RütgerSwerke ...............0

62

59,4

62 59,4 86,75 "1

63,25

59,25

MetnUgeiellschafl.............0

Philipp Hols mann...... 0

Zementwerk Heidelberg ...... 0

lew entwert Karlstadt......... 0

-

95

78

Schultheis Patzenhofer .......

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg ..................0

Hellstoff Waldhof ............0

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer GaS .......... 7

Daimler Motoren ............ 0

Deutsche Linoleum....... 0

Oren stein & Koppel ..........0

Leonhard Tietz .............0

khade......................10

Lerumvlatoren-Fabrü........ 0

Lontt-Gummt ..............0

Grttzne,....................0

Mainkraftwerke Höchst (Lfl... 4

Süddeutscher Zucker........ 8

63

59

54,5

44,5

57,13

52,25

24

183

157

29

77,5

1 176,5

64,5

61 54,75 44,75

57,5 53,75

23,25

165

182

157

29

78

1 17445

105,25

62,75

58,5

54,13

44,9 123

57,25 52 72

24

182,75

156,5

I 284

1178,75

106

65

61,75

54,9

45

122,75

57

54,4

72

22,75

183,5

157

I 2

1 175

Devisenmarkt Berlin Frankfurt o. Kl.

Banknoten.

9-März

10.März

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Ärie

Geld

Srie

Heisings«»..

5 624

5,636

5,619

5,631

Wien ....

47,20

47,30

47,20

47,30

Prag .....

10,38

10,40

10,38

10,40

Budapest ...

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Hollan» ....

168,88

169,22

168,83

169,17

Oslo ......

64,04

64,16

63,94

64,06

Kopenhagen.

56,89

57,01

56,82

56,94

Stockholm...

65,68

65,82

65,61

65,75

London .....

12,73

12,76

12,725

12,755

Buenos Ares

0,632

0,637

0,632

0,636

Neunori....

2,512

2,518

2,512

2,518

Brüssel.....

58,39

58,51

58,39

58,51

Italien.....

21,52

21,56

21,53

21,57

Paris ......

16,50

16,54

16,50

16,54

Schweiz ....

81,02

81,18

30,97

81,13

Spanien....

34,13

34,24

34,18

34,24

Danzig.....

81,72

81,88

81,67

81,83

Japan ......

0,751

0,753

0,751

0,753

Rio de Jan. .

0,212

0,214

0,212

0,214

Jugoslawien.

Lissabon....

5,664

11,60

5,676

11,62

5,664

11,59

5,676

11,61

Berlin, fg.März

Gel?

23rlef "

Amerikanische Noten..............

2,465

2,485

Belgische Noten..................

58,23

58,47

56,57

56,79

Englische Noten .................

12,68

12,74

16,46

16,52

168,41

169,09

Italienische Noten................

21,41

21,49

Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling

93,77

94,03

Rumänische Noten..............

-

_

Schwedische Note»...............

95,45

65,71

Schweizer Noten.................

80,79

81,ii

Spanische Olotai.................

34,04

34,18

Ungarische Note»