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Oer Schriftsteller Kedorvon f.

Lei-

gro-

Wrerlagung der Hitlerjugend im Bann 116

sammlung ihr Ende.

wollten.

stellen

An. und

An die Gießener Bevölkerung!

Durch gewisse Umstände mußte die Führertagung der Hitler-Jugend uni) des Jungvolks um 2 Stunden früher beginnen. Es war deshalb den Jungen un­möglich, zum Essen zu kommen. Wir danken hier­mit denjenigen Familien, die in uneigennütziger Weise den Jungen ein Mittagessen zur Verfügung

Denkt an dieGtistung für Opfer der Arbeit"!

Einzahlungen an Reichskreditgefellschaft Berlin W 8, Vehrensstraße 21'22, sowie auf deren Reichs- bankgirokonlo und deren Postscheckkonto Berlin 120 unter Angabe der Kontobezeichnung:Stiftung tue Opfer de* Arbeit­

werk seien durch das Arbeitsamt ausgenommen, tende Stellungen zu erringen werde immer die gelegenheit des Willens des einzelnen des Willens zur Leistung sein.

Kirchliche Jlocbricbten.

Evangelische Gemeinden.

Mittwoch, den 14. Februar.

Ruttershausen. 20: Ev.-kirchl. Frauenverein. Steinberg. 20: Eo. Mädchenbund. Lich. 20: Pas- sionsandacht.

Donnerstag, den 15. Februar.

Daubringen. 20: Ev.-kirchl. Frauenverein.

Katholische Gemeinden.

Mittwoch, den 14. Februar.

Hungen. 7.15: Messe.

Gießen. Um 7, 7.30 und 8 Uhr wird die ge­rockte Asche ausgeteilt.

Freitag, den 16. Februar«

Gießen, 18.30; Fastenandacht.

der unbelastete Volksfchuler sich längst im Auf­stieg befinde.

Der kaufmännische Beruf erfordere immer ganze Kerle. Da sei mit der akademischen Bildung allein nichts zu machen. Manches Beispiel sei dafür deut­lichster Beweis. Qualifikation müsse aus Anlage er­wachsen, Charakter und fester Wille auf gesunder Erbbasis. Eine gesunde Erbmasse sei der Boden des Erfolges. Jeder Stand könne aus sich heraus Füh­rer bilden. Das Leben kenne keinen Unterschied zwischen kürzerer Schulbildung und längerer Praxis, oder längerer Schulbildung und kürzerer Praxis. Für die Praxis, soweit sie den Lebensnotwendig­keiten diene, sei immer die langjährige praktische Er­fahrung von größter Bedeutung. Der Abiturient komme leichter in der Industrie unter. Ein 18- oder 20jähriger Lehrling lasse sich im Handwerk schlechter denken.

wichtig fei vor allem, daß mit der praktischen Tätigkeit frühzeitig begonnen werde, wan könne nicht auf die eventuelle Anstellung als Supernurnerar bei irgendeiner Behörde endlos warten.

Am gestrigen Sonntag waren sämtliche HJ- Führer der Unterbanne Gießen, Großen-Buseck, Hungen, Nieder-Ohmen und Alsfeld und die Füh­rer des deutschen Jungvolks zur Führertagung in Gießen versammelt. Den Auftakt bildete mor­gens um 10 Uhr ein Appell der 400 Führer des Bannes auf dem Trieb, an den sich ein Marsch durch die Straßen der Stadt anschloß. Der Nachmittag vereinigte die Führer in der Turnhalle zu Heuchelheim. Gebietsführer Walter Kra­mer, M. d. R., und der Oberbannführer waren mit ihren Stäben erschienen. Musikalische Darbietungen des Musikzuges und der Bannspiel- char wechselten mit den einzelnen Ansprachen ab.

Bannführer R. Buß eröffnete die Tagung mit kurzen Begrüßungsworten und übergab dann das Wort dem

Gebietsschulungsleiter Willy Buder.

> Holzheim, 10. Febr. Die NS. - Frauen­schaft Holzheim hielt am Freitag einen Deut­schen Abend im vollbesetzten Saale des Gastwirt Sarnes ab. Zellenwart Pg. Kuhl hielt die Be­grüßungsansprache. Der GesangvereinHarmonie" sang zwei schöne Lieder. Verschiedene Lautenspiele mit Gesang, unter Begleitung von Zither und Gei­gen, sowie einige Gedichte wurde.n vorgetragen. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag von Kreispropagandaleiter Schmelz, der über das ThemaEin Jahr nationalsozialistische Regierung" sprach. Der Redner verstand es außerordentlich, seine zahlreichen Zuhörer ganz in seinen Bann zu ziehen, und erntete reichen Beifall. Während einer kurzen Pause fand eine kleine Verlosung statt, wo­bei die Lose in kurzer Zeit abgesetzt wurden. Dar­auf wurden einige kleine Theaterstücke von Mitglie­dern der Frauenschaft aufgeführt, die großen An­klang fanden. Zwischendurch wurden noch Gedichte und Musikstücke vorgetragen. Ortsgruppenleiter Wenzel (Langgöns) hielt die Schlußansprache, die mit einem dreifachen Sieg-Heil auf unser liebes deutsches Vaterland und unseren Volkskanzler Adolf Hitler ausklang. Das Horst-Wessel-Lied bildete den Abschluß des Abends. Die RS.-Frauenschaft Hohzheim, die erst vor kurzem ins Leben gerufen wurde, hat damit bewiesen, daß auch hier reger Hitlergeist herrscht. Alle Besucher gingen mit dem Bewußtsein nach Hause, einen rechten Deutschen Abend verlebt zu haben. Mitglieder der NS.- Frauenschaften von Langgöns, Grüningen und Dorf- Gill waren zahlreich erschienen. Der Reinertrag des Abends wird dem PZinterhslfswerk zuaeführt.

^Obbornhofen, 10 Febr. Die Stütz­punktleitung der NSDAP hielt dieser Tage bei Gastwirt Hensel eine Versammlung ab. Stützpunktleiter Kämmerer begrüßte die Teil­nehmer Pg N e b e l i n g (Gießen) sprach sodann über das ThemaDeutschland einst und jetzt!" In klarer, eindrucksvoller Weise schilderte er den jahr­hundertelangen Leidensweg des deutschen Volkes, dessen Uneinigkeit und Zerrissenheit es zuließ, daß

Die Ausführungen der Redner wurden mit _ her Aufmerksamkeit verfolgt und fanden dankbare Anerkennung. Mit einem kurzen Schlußwort von Oberstudiendirektor Angelberger fand die Ver-

Heil Hitler!

Der Führer des Unterbanns 1/116.

(m. d. F. b.)

Gez.: Siegfried Clarins.

I. A.: Ernst Philipp.

Der bekannte Schriftsteller Fedor von Zobel­ti tz ist im Alter von 76 Jahren in Berlin g e - t o r b e n. Zobeltitz stammte aus einem Meißen- chen Uradelgeschlecht; er diente einige Jahre in einem Kavallerie-Regiment, um sich nach seinem Abschied der Bewirtschaftung seines väterlichen Gutes Spiegel­berg in der Neumark zu widmen. Nach den ersten chriftstellerischen Erfolgen ergab er sich ganz der Feder. Seine zahlreichen Romane wurden und wer­den noch heute viel gelesen. Das beweisen die hohen Auflagen seiner Bücher, von denen wir nurDas Gasthaus zur Ehe",Trösteinsamkeit",Das vor- chnell vermählte Ehepaar",Das Geschlecht der Schelme",Die rote Kaschgar" undEine junge Dame von Welt" nennen. Aber Zobeltitz war nicht nur ein erfolgreicher Schriftsteller, sondern auch ein leidenschaftlicher Büchersammler, der eine der größ­ten Privatsammlungen etwa 30 000 Bände zusammengebracht hatte. Zobeltitz hatte schon 1897 dieZeitschrift der Bücherfreunde" gegründet, war Präsident der Gesellschaft der Bibliophilen und ge­hörte der Berliner Literarischen Gesellschaft an.

Arbeitsbeschaffung durch die Elektro-Gas-Iront

Ein Aufruf an Mieter und Hausbesitzer.

Oberheffen.

NSLB., Kreis Schotten.

Mittwoch, 14. Februar, 14.30 Uhr, tagt die Ar­beitsgemeinschaftVolksschule" des Bezirkes Lau­bach im Schulhause zu Laubach. TaLesordnung bekannt.

Landkreis (Rieften.

H Alten-Buseck, 10. Febr. Bei der gestrigen Brennholzversteigerung in unserm Ge­meindewald kosteten zwei Raummeter: Buchenscheit 19 bis 21 Mk., Buchenknüppel 16 bis 18, Buchen­stöcke 9 bis 12, Eichenknüppel 11 bis 13, Fichten­knüppel 5 bis 7, Tannenknüppel 10 bis 12, Buchen- reifer (5 Meter) 8 bis 10, Fichtenstöcke 5 bis 7 Mk.

Entscheidungen müßten sofort getroffen werden. Ab­iturienten, die den Weg noch nicht fanden, sollten sich bei der Berufsberatung melden. Verbindung mit den Verbänden von Industrie, Handel und Hand-

Lutereftanter Altertumsfund.

LPD. Worms, 10. Febr. Im Rheinsand bei Worms wurde dieser Tage die Statuette des Osiris, des altägyptischen Gottes der Sonne und des Totenreiches, gefunden. Die 10 Zentimeter große, noch gut erhaltene Kleinbronze zeigt den Gott auf einer Platte stehend, mit der hohen Feder­mütze, in den Händen Zepter und Geißel. Der Fund stammt vermutlich aus dem 2. Jahrhundert nach Christi.

Zehn Lahre Zuchthaus für einen schweren Lungen.

Darmstadt, 9. Febr. (LPD.) Vor der Großen Strafkammer hatte sich heute der als Ein- und Aus­brecher und Löffelschlucker berüchtigte Philipp Riedel wegen schweren Einbruchs zu verant­worten. Riedel, der mit seinen 37 Jahren bereits 17 Vor st rasen, darunter auch Zuchthaus, zu verzeichnen hat, war im vergangenen Jahr nach der Entlassung aus dem Zuchthaus gleich wieder seiner alten Tätigkeit nachgegantzen. In der Nacht zum 14. Juli wurde er dabei erwischt, wie er in den Juwelierladen Jäger in der Ernst-Ludwig-Straße in Darmstadt einzubrechen versuchte. Beim Einstei- aen war er beobachtet worden, worauf sofort die Polizei alarmiert wurde, die ihn festnahm. Riedel wurde zu zehn Jahren Zuchthaus, zehn Jahren Ehrverlust und als Gewohnheitsverbrecher zur Sicherungsverwahrung verurteilt. Ein zweiter Einbruch in den Süddeutschen Glaswerken in Darmstadt war ihm einwandfrei nicht nach­zuweisen.

Kampf zwischen Hund und Fischotter.

LPD. Groß-Gerau, 11. Febr. Bei Erfel­den hatte ein kleiner Hund einen Fisch­otter aufgespürt. Es kam zum erbitterten Kampf zwischen den beiden Tieren, die sich schließlich inein­ander verbissen. Das Ende des Kampfes war für den Hund verhängnisvoll; der Otter zog den Hund ins Wasser, tauchte unter und er säufte den Hund.

Das Urteil im Gladenbacher Vieh­händlerprozeß.

LPD. Marburg, 10. Febr. In dem B e trugsprozeß gegen die Viehhändler Adolf und Felix Adler in Gladenbach wurde heute nach einwöchiger Verhandlung das Urteil der Großen Strafkammerverhandlung Marburg verkündet. Adolf Adler (Vater) wurde wegen Betrugs in fünf Fäl­len zu einer Gesamtgefängnis strafe von drei Jahren und zu einer Geldstrafe von 4000 Mark oder weiteren 200 Tagen Gefängnis verur­teilt. Felix Adler (Sohn) erhielt wegen Betrugs in acht Fallen eine Gesamtstrafe von vier Jahren und eine Geldstrafe von 2800 Mark oder weitere 140 Tage Gefängnis. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden jedem Angeklagten auf drei Jahre aberkannt.

werden noch bis zum 31. März 1934 35 v. h. des Rechnungsbetrages vergütet.

Dabei ist von besonderer Wichtigkeit daß nicht nur größere Arbeiten bezuschußt werden, sondern be­reits alle Aufträge von 32 Mark an. Aber auch noch darunterliegende Aufträge werden dank­bar begrüßt. In dem Regierungsbezirk Wiesbaden läuft z. B. die Frist für die Einreichung der Zu- schußanträge am 15. d. M. ab. Es ift jedoch damit zu rechnen, daß dieser Termin für die Arbeiten im Rahmen der Elektro-Gas - Front noch um 14 Tage hinausgeschoben wird. Dann aber wird cs nicht mehr möglich sein, in den Genuß von Reichs­zuschüssen und Zinsvergütungsscheinen zu gelangen.

Die Hausbesitzer und Mieter werden daher auf­gefordert, umgehend nochmals alle Möglich­keiten zu prüfen, ihre Gas- und Elektro-An- lagen ausbessern zu lassen und elektrische und Gasapparate zu erwerben.

Es wird nie wieder möglich sein, diese Arbeiten und Anschaffungen so billig durchzuführen.

Erfüllen SieJhre nationalePflicht! Schaffen Sie Arbeit, Sie helfen Ihren arbeitslosen Volksgenossen und fördern damit zugleich Ihren eigenen Wohlstand!

Wir müssen weiter kämpfen, denn die Revolu­tion ist noch nicht beendet. Mir müssen dafür sorgen, daß das deutsche Volk niemals zu dem wird, was es vor der Machtübernahme gewesen ist.

Wenn auch heute noch die Reaktion sich geltend machen will, so rufen wir dieser Reaktion als unser Bekenntnis entgegen: Die Reaktion wird in den Reihen der HI. ihren größten Feind finden. Die HI. ist gewillt, brutal gegen alle reaktionären Kräfte vorzugeyen. Die deutsche Jugend ist bestrebt, für die deutsche Zukunft zu sorgen Ihr Bekenntnis ver­pflichtet sie zur radikalen Auffassung ihrer Pflichten. Jugend soll Neues formen, Jugend soll der schönste Ausdruck jener neuen nationalen Bewegung sein.

Es ist leicht, das Braunhemd zu tragen. Aber es ist weitaus schwerer, daß der Schein mit dem Kern durchaus übereinstimmt.

Menn wir immer das Revolutionäre an uns als Jugend betonen, so nur deshalb, weil wir den Kampf angesagt haben allem Morschen und Verkalkten.

Wenn man uns sagt, wie könnt ihr eure Jungen von Jungen führen lassen, die selbst erst 16 oder 17 Jahre alt sind, so können wir entgegnen, daß sich die deutsche Jugend aus sich selbst heraus führt. Und das ist es, was die deutsche Jugend allen anderen Jugendorganisationen der Welt voraus hat, daß sie ihre Führer aus sich selbst her­aus s ch ä l t, und daß diese Führer dann auch die volle Verantwortung tragen.

Ihr als Führer der HI. sollt zu solchen Führern werden, daß ihr eine Garde darstellt, mit der man die Welt erobern kann. Für euch darf es keine Minute geben, in der ihr euch ohne Arbeit fühlt.

Die 5)3. hat eine solche Fülle von Aufgaben vor sich, daß alle Kräfte eingesetzt werden müssen, um diese gewaltige Arbeit zu leisten.

Es darf für uns niemals Stillstand geben.

Gebietsführer Walter Kramer würdigte dann die Verdienste des scheidenden Bannführers Rudol Buß. Er beauftragte mit der Führung der Ge­schäfte des Bannes 116 den Scharführer Häuser, Friedberg.

Die Führertagung fand damit ihren Abschluß.

Dieser führte u. a. aus: Der Reichsjugendführer hat das Jahr 1934 zum Jahr der Schulung erhoben. Das Jahr 1933 brachte der Hitlerjugend einen ungeheuren Zustrom, und in diesem Jahre wird nun der Organisationsapparat der HI. aus­gebaut werden. Die HI. wird auf allen Gebieten geschult werden. Diese Schulung muß sich a u f d e n Grundlagen des Blutes und des Bo­dens aufbauen. Es werden auch im Laufe des Jahres im gesamten Reichsgebiet Freilicht­bühnen errichtet werden. ImRing junger not. Künstler" werden hierdurch alle schöpferisch tätigen Kräfte der HI. erfaßt werden. Sodann betonte

Gebietsjunavolkführer Philippi,

daß in Zukunft, wie seither, zwischen Hitlerjugend und Jungvolk ein Verhältnis herrschen werde, das ich auf die Erfüllung gemeinsamer gro­ßer Aufgaben gründet.

Rudolf Buß,

der mit dem gestrigen Tage als Führer des Ban­nes 88 nach Wetzlar versetzt wurde, befehligte zum letztenmal seinen 23an,n 116, und zum letzten­mal richtete er das Wort an die Führer des Ban­nes: Wenn ich heute von euch gehe, so scheide ich ehr ungern von meinen Oberhessen. Als wir im vorigen Jahre darangingen, den Bann 116 zu or­ganisieren, mußte ich euch teils als Mitglieder meines Stabes, teils als Unterbannführer und Ge- olgschaftsführer berufen. Ich kann heute mit gro­ßer Freude feststellen, daß Ihr mein Vertrauen nie­mals mißbraucht habt, und ich hoffe, daß auch in Zukunft im Bann 116 der ihn besonders zierende Gei st der Kameradschaftund der Treue weiter herrsche.

Gebietsführer Walter Kramer

sagte dann in einer Ansprache: Das deutsche Volk erlebte im vergangenen Jahre die deutsche Re­volution. Diese Revolution war getragen von uns als Jugend Wenn wir heute die Erfolge die­ser Revolution feststellen können, so müssen wir aber gleichzeitig klar und eindeutig sagen, daß diese Erfolge nur ein Anfang gewesen sind.

seine Gegner stets leichtes Spiel hatten. Besonders die Jahre 1800 bis 1812 seien ein trauriges Kapitel deutscher Geschichte. Auch das Reich Bismarcks habe nicht vermocht, das infolge der Kleinstaaterei be­stehende alte Uebel der deutschen Uneinigkeit zu beseitigen. Dann sprach der Redner über Zweck und Ziele der NSDAP. Die Idee unseres Führers, die in der Machtübernahme ihren sichtbaren Ausdruck gefunden habe, habe es vermocht, das deutsche Volk, das nach 1918 nur noch ein unfähiger Jnteressen- tenhaufen zahlreicher Parteien gewesen sei (dem man in Versailles und Genf alles diktieren konnte, was man wollte), zu einer Einheit zusammenzu­schweißen, die ein Diktat unserer früheren Gegner nicht mehr zulasse. In der europäischen Politik habe Deutschland die Führung übernommen. Durch den Vertrag mit Polen sei der Ring um Deutschland gesprengt, und schon habe auch unser südöstlicher Nachbar, die Tschechoslowakei, den Abschluß eines gleichen Paktes beantragt. Die Ausführungen des Redners wurden mit lebhaftem Beifall ausgenom­men. In seinem Schlußwort gedachte er noch der Toten der Bewegung. Gemeinsam wurde dann das Horst-Wessel-Lied gesungen. Die Eintopf- sammlung am Sonntag ergab einen Betrag von 41,40 Mark.

Kreis Alsfeld.

*!* Ruppertenrod, 10. Febr. Dieser Tage fand hier bei Gastwirt Döll eine Versamm­lung der Ob st züchter statt. Obstbauinspektor Kurz-Lauterbach sprach über zeitgemäßen Obst­bau. Es wurde sodann eine Ortsgruppe des Kreis­obstbauvereins gegründet, mit deren Führung Adol Momberger betraut wurde. Für die Winter­hilfe wurde in unserem Dorfe eine Wurst- und Specksammlung durchgeführt, die 64'A> Pfund Wurst und 35'/« Pfund Speck erbrachte. Das Er­gebnis darf für unserem Ort mit 690 Einwohnern als gut bezeichnet werden.

Der Ausschuß fürArbeitsbeschaffung des Rhein - Mainischen Industrie - und Handelstages teilt mit:

Die Tätigkeit der Elektro-Gas-Front hat sich im gesamten Reichsgebiet außerordentlich gün - tig ausgewirkt. Die Installateure sind gut beschäftigt und die Umsätze in Fachhandel und Fach­industrie sind gestiegen. Aber das Ziel der Aktion ist noch nicht voll erreicht.

Der Arbeilsmarkl muß noch mehr entlastet, In­dustrie und handel müssen noch stärker beschäf­tigt werden.

Es kommt ja nicht nur darauf an, ausschließlich Installateure der Gas- und Elektrobranche unter­zubringen, nein, die Tätigkeit der Elektro-Gas-Front oll das gesamte Wirtschaftsleben be= ruchten und auch belebend auf andere Berufe wir­ken. Hausbesitzern und Mietern ist es leicht gemacht, ihrer nationalen Pflicht, Arbeit zu beschaffen, nach­zukommen. Die Gas- und Elektrizitätswerke gewäh­ren langfristige Kredite, deren Rückzah­lung kaum merklich durch allmähliche Einziehung mit den Strom- und Gasabrechnungen erfolgt. Außerdem erhalten alle Auftraggeber erheb­liche Reichszuschüsse.

Für Jnstandfehungs- und Lrgänzungsarbeiten

Zu dem Bericht über die Kriegervereins- oerfammluna vom 1. Februar ist berichtigend mitzuteilen, daß der aus der Versteigerung eines 1 Schießpreises erzielte und dem Winterhilfs- 1 werk überwiesene Erlös nicht 6,80 Mk., sondern 9,30 M k. betrug.

+ Grünberg, 10. Febr. Im GasthausZum Taunus" fand dieser Tage die Hauptversammlung der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr statt, die sehr stark besucht war. Der Kommandant der Wehr, Oberbrandmeister S e i f a r t, gab einen aus­führlichen Jahresbericht. U. a. fanden zwölf Hebun­gen mit der Motorspritze, je zwei Hebungen der Steig- und Hydrantenmannschaft, sowie sechs Haupt­übungen statt. Brandhilfe nach auswärts mit der Motorspritze mußte bei einem Brande in Lumda geleistet werden. Mit der Motorspritze wurden zwei größere Uebungsfahrten in die umliegenden Ort­schaften unternommen. Auch führte kürzlich eine Besichtigungsfahrt in Stärke von 20 Mann und in Begleitung von Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier (Gießen) zur Feuerwehrfachschule nach Friedberg. Den lehrreichen Hebungen, an denen auch zwei Grünberger Kameraden im Rahmen eines acht­tägigen Lehrganges teilnahmen, die unter Leitung von Oberbrandmeister Kunz (Buchschlaa) standen, wohnten sie mehrere Stunden bei. Der Frühjahrs­verbandstag der Freiwilligen Wehren des Kreises fand in Grünberg statt. Die Grünberger Wehr be­teiligte sich am Herbstverbandstag in Daubringen und am Landesfeuerwehrtag in Schotten. Ausge­zeichnet wurden im letzten Jahre die Kameraden Herrn. Eiertänzer und August Leineweber für 25jährige Dienstzeit. Eine besondere Auszeich­nung erhielt eines der ältesten Mitglieder der Wehr, Bäckermeister Hch. Meyer, indem ihn das Deutsche Ehrenkreuz 2. Klasse verliehen wurde. Ferner konnten 18 Kameraden für zehnjährige Dienstzeit ausgezeichnet werden: Hrch. Schmidt jr., Karl Böß jr., Karl Frank VI., Hrch. Zimmer, Hrch. S p r a n f e I, Joh. Gg. Hahn, Karl Schön- hals, 2Iloi)5 Muth, Walter Horst, Gg. Kreu- d e r, Karl Trinkaus , Aug. Sann, Gg. F u l- dot, Walter I ö ck e l, Gg. S ch o m b e r , Otto Frank, Willi I ö ck e 1, Hrch. O. Gehringer. Kamerad Mage! hielt dann einen Vortrag über Verhalten bei Brandausbruch und während des Brandes, ferner sprach Kamerad Möller über das neue Exerzierreglement und die Grußpflicht, Kame­rad Schott erläuterte theoretisch und praktisch die LampePionier" und besprach auch das Schlauch­flickmaterial. Mit einem Schlußwort des Oberbrand- meisters, der auf die Treue zur Wehr und zum obersten Führer hinwies und einWehr-Heil!" auf das Vaterland, den Reichspräsidenten von Hin­denburg und den Reichskanzler Adolf Hitler ausbrachte und dem Gesänge des Deutschland- sowie des Horst-Wessel-Liedes schloß die Versammlung. In der Turnhalle sprach am Freitagabend in einer gut besuchten Versammlung der Bezirkswerbewart des Reichsluftschutzbundes für Ober­hessen, Direktor Kretschmer (Gießen) über das ThemaWarum Luftschutz?" In etwa einstün- digem Vortrage erläuterte er eingehend die moder­nen Luftwaffen, besonders die Bombenflugzeuge und ihre verheerenden Wirkungen, und besprach die Aufgaben und Tätigkeit des vom Reichsminister Göring ins Leben gerufenen Reichsluftschutzbun­des Die im Anschluß an den Vortrag vorgenom­mene Gründung einer Ortsgruppe ergab den sofortigen Beitritt von 75 Mitgliedern. Als Führer der Ortsgruppe wurde Bürgermeister Dr. M i l d n er bestimmt, erster Stellvertreter wurde Oberbrandmeister Seifart, zweiter Stellvertre­ter Kaufmann Schott, Schulungsleiter Studien­rat Dr M e n a e r, Werbeleiter der Propaaanda- wart der NSDAP., Apotheker Harder Weiter­hin wurden noch in den Vorstand beordert: Orts­gruppenleiter Spengler, für Sanitätswesen Dr. med. Schnabel, SA.-Sturmführer 2) aj) p e r , SA.-Reserve-Sturmführer Müller, SA.-R. 1- Sturmführer Carle, Motorsturmführer Hof­mann, Schutzmann Frank und als Kassenwart Beigeordneter Möller Mit Dankesworten an den Vortragenden und einemSieg-Heil!" auf Reichs­präsident von Hindenburg und Reichskanzler Adolf Hitler und Reichsluftfahrtminister Hermann Göring schloß Bürgermeister Dr. M i l d n e r die Versammlung.