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Professor Dr. Bramesfelb
Beruf komme von Berufung. Die ^'5heinschaft Die Ab- habe ein feines Organ für den beruf' d Führer, Deutsch- liebe den wahren Führer. Bei erM ,em Weg ■t gehen müsse Ausdauer bewiesen werden. iing ver- erungen pflichte! Adolf Hitler habe alle .uj» erleben
höhere Schulbildung bedeute keim Prätention. Der Gedanke daran müsse ohne Erbitterung abgelegt werden, sonst sei der Aufstieg ge- fährdet. Der Abiturient bleibe sonst zurück» wo
heule gebe es keine Berechtigung mehr ohne Beweis. Ausweis über Gelerntes sei kein Beweis.
Der Abiturient, der nicht zur Universität tüte, müsse Träger der Verbindung zwischen Volk und seiner geistigen Elite sein. Er :be Brücke zu sein zwischen Stoff und Geist, Mischen Leben und Sinn in unserer Volksgefiin- schaft.
Ingenieure, Wirtschaftler hätten hnd: noch nicht die besten Aussichten, wohl a^stdann, wenn sich Deutschlands Aufstieg lerhin energisch fortsehe. Wer sich im letzten fester seines Studiums spezialisiere, habe (Aussichten.
Äl!'? d ) c und nicht auf Grund des Gelernten. Der Abiturient muffe sich kritisch dem Volke stellen Führer konnten nicht „geschult" werden, sondern mußten sich in der Gemeinschaft bewährt haben L'"«.--St<>ndergemäbheit" falle in Zukunft fort. Im Arbeitsdienst fange ,ed er an. Jeder muffe das Loch in der Deutschen Arbeitsfront suchen, das für ihn offen fei.
Gegenwärtig studiere einandererStudent als der früherer Jahrzehnte. Der Student habe auf manche Gewohnheit verzichtet. Die Arbeit gehe Hand in Hand mit der des Arbeiters der Stirn und der Faust. Diese Entwicklung habe bereits mit dem Kriegsende begonnen. Der neue Student werde gcifhg außerordentlich und außerdem noch als po- linscher Student beansprucht. Er müsse in der Po- Utik und in der Geschichte zuhause sein und mehr als bisher auf den Gebieten seiner Wissenschaft Listen. Es gebe keine „Brot"-Studenten mehr. Das Brot hänge zu hoch. Nach dem Studium müsse leder in der Praxis tätig sein. Es gebe aber keine „Ochsentour" mehr. Der junge Mensch werde erst Student über Boden, Arbeitsdienst, vaterlän- mschen Verband, Gemeinschaft. Vor hoher Beanspruchung dürfe keinem bange sein, der den un- bequemen Weg des Studiums wähle.
von der Technischen Hochschule Darmstadt. Die Ab iturientenfrage sei ein Problem des neuen 2.^r land. Das neue Deutschland und der Führer gehen systematisch vor. Den organisatorischen Aenderungen gehe die geistige Vorbereitung voraus. So erwachse die ernste Frage: Wie muß man denken lernen? Berufswahl sei bis vor kurzem Privatangelegenheit und lediglich Mittel zum Aufstieg des einzelnen gewesen. Man habe die Ellenbogen gebraucht, sich Ausweise und „Berechtigungen" verschafft und versucht, auf der Leiter hochzuklettern. Die Schulbildung habe als ein Recht gegolten. Sie Gemeinschaft sei kaum erfühlt worden. So habe sich das Monstrum des Klassenstaates entwickelt.
deshypothekenbank-AG. und der Oberstaatsanwalt Dr. Volk in Darmstadt zu seinem Stellvertreter bestellt.
Verwendet Richard Wagner-Wohlfahrtsbriefmarken !
Richard Wagner, einer der größten Meister im Reiche der Töne, ist seit 50 Jahren tot, aber seine Werke sind unsterblich. Sie leben und wirken lebensfrisch und machtvoll im neuen Reiche, in dem der echte deutsche Geist, den sie atmen, zu neuem Leben erwacht ist. Es war ein schöner Gedanke der Reichspost, diesen Kämpfer und Künder für deutsches Wesen in diesem Jahre auf den Wohlfahrtsbriefmarken der Deutschen Nothilfe zu ehren.
Richard Wagners Werke erlangten Weltruhm und halfen wirksam, deutscher Kunst in der ganzen Welt Ansehen zu verschaffen. Wagner war der Schöpfer des deutschen Musikdramas. Aus Dichtung, Musik und Schauspielkunst schuf er ein Gesamtkunstwerk. Die Stoffe seiner Werke entnahm er fast ausschließlich dem schönsten Erbgut der deutschen Sagenwelt.
Die Wagner-Wohlfahrtsbriefmarkenserie umfaßt neun verschiedene Werte — 3 bis 40 Pf. — in größerem Format als dem der gewöhnlichen Briefmarken. Auf ihnen sind charakteristische Szenen aus den bedeutendsten Wagnerschen Musikdramen nach Entwürfen von Prof. Alois Kolb, Lehrer für graphische Künste an der Staatlichen Akademie in Leipzig, dargestellt. Bei der Wahl der Motive und ihrer endgültigen Gestaltung hat ein Sachoerständigenbeirat mitgewirkt, dem auch Wagners Schwiegertochter, Siegfried Wagners Witwe, Frau Wini- frib Wagner, angehörte. Die Ausführung der Marken erfolgte in Stahlstich und Stahldruck.
ten vom 1. Dezember 1933 bis 28. Februar 1934 durchgeführt wird. Die Geheimhaltuna der statistischen Angaben durch alle Stellen und Organe ist sichergestellt. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Angaben auf keinen Fall für Steuerzwecke, Umlagen und Beitragserhebung der Versicherungen, Berufsgenossenschaften, des Viehseuchenfonds usw. Verwendung finden dürfen. Die so zuverlässig gestaltete Stastik wird die geeignete Grundlage abgeben, um jede Wiederkehr des Schweinezyklus unmöglich zu machen.
Eingliederung des deutschen Möbeleinzelhandels in die Reichskulturkammer.
Die Bezirksleitung der Deutschen Arbeitsfront teilt mit:
Der Präsident der Reichskammer der bildenden Künste gibt nachfolgendes bekannt:
Der Deutsche Möbelfachverband e. V., die Spitzenorganisation und Standesvertretung des deutschen Möbeleinzelhandels in wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Hinsicht, ist gemäß §§ 15 und 16 der ersten Verordnung zur Durchführung des Reichskulturkammergesetzes vom 1. Nov. 1933 (Reichsgesetzblatt I, Seite 797) in die Reichskammer der bildenden Künste als Fachverband für den Möbelhandel eingegliedert worden.
Da die Eingliederung in die Kammer nach der zweiten Verordnung zur Durchführung des Reichskulturkammergesetzes vom 9. Nov. 1933 (Reichs- Gesetzblatt I, Seite 969) die Voraussetzung für d i e künftige Berufsausübung ist, sind alle selbständigen Gewerbetreibenden des Möbeleinzelhandels verpflichtet, unverzüglich ihre Mitgliedschaft beim Deutschen Möbelfachverband zu beantragen.
Anmeldepflichtig sind alle selbständigen Gewerbetreibenden, die den letzten Verbraucher mit Großmöbeln aller Art, Klein- und Polstermöbeln beliefern. Die Anmeldung muß sofort bei der Reichsgeschäftsstelle des Deutschen Möbelfachverbandes Berlin SW 11, Anhalter Straße 12, erfolgen.
Eingliederung der Reichsfachsckaft DeutscherWerbefachleutetRSROW.) in die kkeichskulkurkammer vo?<zoien.
Die Reichsfachschaft Deutscher Werbefachleute (NSRDW.) ist in die Reichskulturkammer eingegliedert worden und zwar:
a) die Fachgruppe W e r b e f a ch l e u t e, wie Werbeberater und Werbeorganisatoren, Werbeleiter Werbetexter und Werbeschriftsteller, Werbe-Assistenten usw. in die R e i ch s s ch r i f t t u m s k a m m e r, b) die Frachgruppe Verlagswerbung, wie Verlaas-(Anzeigen)Vertreter, Anzeigen-Propagandi- sten, Werbeleiter der Verlage in die R e i ch s- pressekammer,
c) die Fachgruppe Schaufen st er- und Aus- stellungsgestalter, wie Schaufensterdekorateure, Messe- und Ausstellungsstände-Hersteller, Plakat» und Reklamemaler (jedoch nicht Gebrauchsgraphiker und nicht Schildermaler) in die Reich s- kamm er der bildenden Künste.
Die Reichsfachschaft Deutscher Werbefachleute NSRDW. ist damit gesetzlich verankert, Reichsfach- schaftsfübrung und Fachschaft bleiben wie bisher bestehen. Sie ist als zuständige Berufszwangsorganisation auf Grund des Reichskulturkammergefetzes und der zu diesem ergangenen Durchführungsverordnungen anerfannt. Alle Mitglieder der NSRDW. sind mit der Eingliederuna in die Reichskulturkammer Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront.
Alle, die den vorgenannten Berufszweigen anqe= Horen, haben sich auf Grund des 15 der 1. Durchführungsverordnung zum Reichskulturkammergesetz bis spätestens 15. Februar 1934. gleichviel ob ne freiberuflich oder festangestellt tätig sind, bei der Reichsfachschaft Deutscher Werbefachleute NSRDW. zwecks Eingliederung in die Fachgruppen der zuständigen Einzelkammern in der Reichskulturkammer anzumelden. Die bis jetzt bei der NSRDW. gelühr- ten und angemeldeten Reichsfachschaftsmitglieder brauchen sich nicht neu anzumelden, sondern werden von der Geschäftsführung in die Einzelkammern eingegliedert. Wir machen jedoch ausdrücklich Darauf aufmerksam, daß sich auch diejenigen Ange- > hörigen der vorgenannten Berufszweige zu melden toeid)e bisher anderen Organisationen (z. B.
RAV., Vela., DHD., usw.) angehören. i
** Ein Vierundachzigjähriger. Der Obergärtner i. R. August Köhn, Anneröder Weg 24, kann heute in völliger geistiger und körperlicher Frische seinen 84. Geburtstag feiern.
** Heute keineVorstellung imStadt- t h e a t e r. Die Intendanz gibt im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß die für heute abend vorgesehene Vorstellung im Stadttheater ausfällt. (Siehe Anzeige.)
** Kaufmännische Lehrstellen dem Arbeitsamt anmelden! Die Industrie- und Handelskammer macht alle Firmen und Gewerbetreibenden darauf aufmerksam, daß Lehrstellen für kaufmännische Angestellte (für Büro und Verkauf) dem Arbeitsamt gemeldet werden müssen. Bei der Vergebung solcher Stellen dürfen nur diejenigen Lehrlinge berücksichtigt werden, die vom Arbeitsamt auf ihre Eignung für den betreffenden Beruf geprüft sind. Es empfiehlt sich daher im Interesse der Firmen mit dem Arbeitsamt in Verbindung zu treten.
** Keine vorzeitige Einstellung der Vogelfütterung! Vorzeitige Einstellung der Vogelfütterung bringt beim Eintritt erneuten Frostes unsere Kleinvogelwelt häufig gerade dann in bei sondere Gefahr, wenn sie diese Hilfe am dringendste, braucht. Wo die Winterfütterung Kindern überlasset ist, soll man hierauf besonders achten, denn gerad deren Ausdauer hält nicht allzulange vor. Au bequemsten läßt sich der Futterverbrauch kontra! lieren und der Futtervorrat rechtzeitig ergänzet wenn man sogenannte Fettfuttersteine verwende
** Der Alice-Frauenverein vom R^ ten Kreuz kündigt in unserem heutigen Anzeigei teil einen dreimonatigen praktischen Lehrgang a Näheres in der Anzeige.
** Unfall bei der Arbeit. Im hiesigl! Braunsteinbergwerk ereignete sich am Samstag et| schwerer Unglücksfall. Der im Stollen beschäftige 45jährige Arbeiter Friedrich Mambotang vor Münchholzhausen wurde von anscheinend nieder! brechenden Erdmassen verschüttet und erlitt baba schwere innere Verletzungen. Durch die Freiwillig Sanitätskolonne vom Roten Kreuz wurde der bd dauernswerte Mann in die Chirurgische Klinik gd bracht.
** Der Kaninchenzuchtverein Gieße/ hielt am Samstag — wie man uns berichtet — i| Caf6 Ebel feine Generalversammlung ab. Der Da sitzende L. Kreiling gab einen Rückblick auf bl abgelaufene Geschäftsjahr. Es konnte mit Genu tuung festgestellt werden, daß, ganz besonders ne der Gleichschaltung, nach innen und außen nt volkswirtschaftlicher Grundlage gearbeitet roortt ist. Da der Verein in diesem Jahre auf fein 25jf riges Bestehen zurückblicken kann, wurde beschloss Anfang November eine Jubiläumsschau abzuhalj. Laut Bestimmung des Reichsverbandes Deutsfr Kaninchenzüchter e. V. werden in verschiedest Stadtteilen öffentliche Beratungsstellen für Kaß- chenzüchter eingerichtet. Die Beratungsstellen hcsn den Zweck, Züchtern und Interessenten für Kan- chenzucht kostenlos Auskunft zu erteilen, ganz gch, ob es sich um Mitglieder des Vereins handelt er nicht und ohne eine spätere Mitgliedschaft zurje- dingung zu machen. Insbesondere erstreckt sich He Beratung auf folgende Fragen: Stallbau, gll- pflege, Rassenauswahl, Beschaffung von N^n- kaninchen, wirtschaftliche Ausgestaltung der Aht, Fütterung, Krankheitsfragen leichter Art usw.
Das sei nicht schwer. Er müsse sich nur jf Ererbtes besinnen. Bekenne man sich zum ErA.t von Großvater und Urgroßvater her, so sei daus viel Freude zu gewinnen, es bedeute Rückkehr < Quellen der Kultur. Für die Abiturientinnen Mfe gefugt fein, daß es weniger Aerztinnen, itubien« rätinnen usw. geben müsse, dafür aber mr-o mehr kluge M ü tter. Kein Mann wolle ir Frau ihre spezifischen Tätigkeiten nehmen. D,. Mann werde aber in Zukunft mehr denn je bf1 /Lickhalt ber Frau als Kameradin brauchen. T'jr^rau dürfe nicht konstruierten 2h; 5 ' . na ch ja gen. Das Gesetz sehe vor, da ; frsüllte Fakultäten beschränkt werden könnten. ; Renten und Studentinnen, die schon einige Schwer studierten, könnten noch zurückgewiesen wre-°n. Das sei hart. 2ßarten und Studieren aus 2j/^genheit fei aber kein Zustand. Für den neuen) »ubenten werde die Situation geklärt fein. Für b| Auswahl ber zum Stubium zuzulassenden 2Lbiturjj?n trage die Schule viel Verantwortung. Die i)sernschaft müsse ber Schule Vertrauen entgegen^,^en.
Oie Zukunst der Abiturienten»
Elternversammlung der Schüler höherer Schulen in Gießen.
pflichte! Adolf Hitler habe alle erleben müssen und habe es doch geschafft. E^ jrfe keiner vor der Zeit die Segel streichen! /
Dann sprach der Direktor des Arbei^Ks Gießen
Welche Rechtsgüter'hält der Staat für schutzwürdig? In welcher Rangordnung stehen sie? Er führte bann folgendes aus: Im neuen Staat hat bis Strafe hauptsächlich sichernden Charakter. Die Gesamtheit hat einen Anspruch daraus, vor Angriffen des Individuums geschützt zu werden. Vor allem Gewohnheitsverbrecher sollen unschädlich gemacht werden. Daneben soll die Strafe auch bessernde Maßnahme sein, um Gelegenheitsverbrecher wieder zu nützlichen Gliedern der Gemeinschaft zu machen. Man hat neue Strafen eingeführt, vor denen sich die vergangene liberaliftische Periode scheute. (Arbeitshaus, Entmannung von Sittlichkeits- Verbrechern, Reicksverweisung von Llusländern). Rückwirkung und Analogie sind heute im Strafrecht anwendbar, da man nickt mehr dem Posittvismus anhängt, sondern dem Grundsatz ber Gerechtigkeit den Vorrang einräumt. Man kommt immer mehr von Kasuistik und exakten Tatbeständen ab. Man überläßt bem Richter die Entscheidung nach gesundem Volksempfinden. Zum Schutze der Volksgemeinschaft wird in einer ganzen Reihe von Fällen, die seither mit Zuchthaus bestraft waren heute mit Todesstrafe gedroht. Die Denkschrift des Preußischen Justizministers atmet den Geist nationalsozialistischer Rechtsgestaltung. Das ergibt sich schon rein äußerlich. Die Hauptgruppe: Schutz der Volksgemeinschaft enthält folgende Unterabschnitte: Schutz ber Staats- orbnung, Schutz von Rasse und Volkstum, Schutz der Familie, Schutz des Volksgutes. Die Hauptgruppe: Schutz ber Volksgenossen ist solgenber- maßen untergegliedert: Schutz der Einzelperson, Schutz ber Arbeitskraft, Schutz ber wirtschaftlichen Betätigung.
Den Referenten lohnte reicher Beifall für seine umfassenden und doch tiefgründigen Ausführungen.
Bgtr.
Wer in Zukunft etwas fein wolle, müsse engste Verbindung mit bem Volke halten, müsse völkisches Leben selbst empfinden. Für den Geeigneten gebe es nur die „Berufung", über die die Gemeinschaft rechte. Der Heranwachsende Führer dürfe das Volk nicht nur von der Schule und aus Büchern her kennen. Solche Berufung gebe es nur auf Grund der Bewahrung in der Gemeinschaft der Arbeit und nicht auf Grund des
Die Leitungen der hiesigen höheren Lehranstal- ten hatten in Verbindung mit dem hiesigen Arbeitsamt die Eltern ber biesjährigen Abiturienten für Samstag nachmittag in die Turnhalle des Realgymnasiums eingelaben.
Oberstudiendirektor Angelberger, ber Leiter des Realgymnasiums, hieß die Teilnehmer willkommen und führte dann u. a. aus: Die Zukunft der Abiturienten bedeute für viele Eltern eine große Sorge. Die Sorge sei akut geworden durch die Verordnung zur Durchführung des Gesetzes gegen bie Ueberfüllung ber höhe- ren Schulen. In Zukunft könnten nur noch 15 000 befähigte Abiturienten zum Stubium zuge- lassen werben; auf Hessen entfielen 340. Die Be- grenzung sei eine einschneidende Maßnahme. Energisches Einschreiten sei allerdings notwendig ge- wesen. Die vielen Akademiker seien nirgends unterzubringen. Höhere Schule und Universität seien
Wartehallen ber Erwerbslosen geworden. Viel geldlicher Aufwand habe dabei keine Früchte bringen können. In Zukunft könne nur der beroorragenb Geeignete studieren. Fähigkeit, Per- sönlichkeit, Charakter, nationale Bewährung seien ausschlaggebend für die Zulassung zum Studium. Die Lehrerschaft habe hinsichtlich der Auswahl Ent- chewungen in schwerer Verantwortung zu fällen. Manche elterliche Hoffnung werde nicht erfüllt werden können. Der Wenkampf werde hart sein. Die Zurückgestellten dürften sich aber nicht als minderwertig betrachten, sie müßten an anderer Stelle ihren Platz ausfüllen. Das Arbeitsamt werde mit den Schulen zusammenzuarbeiten haben. Sodann sprach
Ferner wird darauf verwiesen, daß die Eingliederung gemäß § 4 ber 1. Durchführungsoerord- nung zum Reichskulturkammergesetz Voraussetzung für die künftige Berufsausübung obengenannter Berufsgruppen ist. Aufnahmeanträge find an bie Reichsfachschaft Deutscher Werbefachleute NSRDW., Berlin W 35, Tiergatenstraße 15, mit Angabe ber einzelnen Fachgruppen, je nach bem zustänbigen Tätigkeitszweige, zu richten. Auskunft und Anmeldungsformulare durch den Stützpunkt Gießen (An- fchrift: H. L. Thein in Fa. Brühl'sche Druckerei, Schulstraße 7—9).
Vornotizen.
— Tageskalender für Montag: Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Gruß und Kuß, Deroni- ka". — NS.-Frauenschaft Gießen-Mitte, -Süd und -Ost: 20.15 Uhr, Turnhalle des Gymnasiums: Turnstunde. — Caf6 Leib: 20 Uhr, Rosenmontagskonzert. — Cafä Amend: nachmittags, Kinder-Kostümfest.— „Stadt Mainz": 19 Uhr, karnevalistisches Konzert. — Postkeller: Stimmungs-Konzert. — Stadt-Caf6: Fasching. — Cafe-Restaurant Bürgerhof: nachmittags Kinder-Kostümfest, abends Faschingstreiben.— „Zum Löwen": Faschingstreiben.
Neben den Wohlfahrtsbriefmarken ist auch eine Wohlfahrtspo st karte erschienen, die im Markenbilde ein wohlgelungenes Porträt Richard Wagners zeigt und auf ber linken Hälfte ber Anschriftseite eine Ansicht des Festspielhauses in Bayreuth trägt, der Weihestätte des deutschen Dramas aus dem Geiste ber Musik. Dieses Haus soll nach Wagners Plan bas beutsche Volk zur Pflege deutschen Wesens erziehen. Die glänzenden Festspiele des letzten Jahres, unter lebhafter Anteilnahme des Volkskanzlers Adolf Hitler, sind noch in lebendiger Erinnerung. So umschließen die Wagnermarken des Winters 1933/34 das doppelte Bekenntnis zu deutschem Volkstum und zu deutscher Kunst.
Jeder Deutsche sollte diese Marken sein eigen nennen und allgemein deren Verwendung fördern, ist es doch auch eine Dankesschuld, die Deutschland dem großen Meister damit abftattet. Und zu alledem ist der Wohlfahrtszuschlag zum Besten unserer Aermsten im Volke bestimmt!
Erhältlich sind die Marken außerpostalisch durch die Ortsgruppen, Zellen- und Blockwarte ber NS.- Dolkswohlfahrt nur noch bis Enbe bieses Monats. Die postalische Gültigkeit währt inbes noch bis zum 30. Juni 1934.
Freude tut not!
Unser Führer hat es uns gezeigt, wie Freube dem deutschen Volke zuteil werden kann. Er gilt allen als leuchtendes Vorbild ber Hilfsbereitschaft und Opferwilligkeit. Er weiß, baß Freude am Leben dem Einzelnen nottut, damit er am Aufbau des Reiches mitwirken Fann. Aber wie schenkt und empfängt man Freude?
Die „NSDAP.-Straßenlotterie" gibt dafür einen wunderbaren Hinweis. Sie bient bem Winterhilfswerk bes deutschen Volkes. Jedes ihrer Lose schenkt Freude. Einmal sorgt es in ausgiebiger Weise für die Aermsten in Deutschland, dann läßt es dich und deine Freunde auf offener Straße teilhaben an dem fröhlichen Losziehen mit dem sofortigen Gewinnentscheid. Und nur 50 Pf. kostet dieses Erlebnis. Die Spannung des Losziehens, die uns aus dem täglichen Einerlei hebt, ist schon allein die paar Groschen wert.
Und dann noch der gewichtige Inhalt dieses einzigartigen Losbriefes. Erstens mal die drei hübschen Bildpostkarten mit Schilderungen aus Deutschlands hehrer Geschichte und deutschem Kunstleben geben jedem dieser braunen Briefe ein besonders reiz- volles Gepräge. Schließlich bie Losnummer! Sie kann sofort 5000 Mark bringen. In Mannheim unb Pforzheim waren dieser Tage solch glückliche Gewinner anzutreffen. Ja, auch in Gießen gab es glückliche Gewinner, wenn auch keine 5000 Mark gezogen wurden, so doch 1000 Mark. Da 30 Serien dieser braunen Losbriefe unterwegs sind, kann auch dir noch bas Glück mit bem höchsten Treffer winken.
Solltest du aber vorläufig eine Niete gezogen haben, so tröste dich mit bem rechts am Los befinb- lichen Prämienschein, ber im März noch auf Verlosung harrt und dir ebenfalls 5000 Mark schenken kann. Ist das nicht eine herrliche Lotterie, die zweimal in so hoffnungsfreudige Spannung versetzt! Zuguterletzt, wenn du gar keine Neigung zum Los- Ziehen verspürst, so gib wenigstens deinem gebefreudigen Herz einen Ruck! Schau, der schmucke, graue Glücksmann, der dir so freundlich lächelnd die Losbriefe anbietet, hat ja auch sein Brot gefunden, durch diese Winterhilfe-Lotterie. Er ist unermüdlich auf den Beinen, er hat daheim eine Emilie, für die er sorgen muß! Du machst ihm eine Riesenfreude, wenn du ihm mit bem Loskauf hilfst, seinen Verbienst zu behalten.
^ationalsorialistisches Strafrecht.
Referendare unb Assessoren im DRsDJ. (Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen) hatte gemeinsam mit ber rechtswissenschaftlichen Fachschaft der Universität zu ihrem zweiten Schulungsabend eingelaben. Die Veranstaltung wies eine recht hohe Besucherzahl auf. Der Ginlabung waren nicht nur junge Juristen, sonbern auch Mitglieber anderer Fachgruppen und erfreu- licherweise auch viele Nichtjuristen gefolgt. Es ist in ber Oessentlichkeit sehr beifällig aufgenommen worden, baß die Fachgruppe mit biefer Kundgebung ' bewußt aus dem engen Rahmen einer rein fach- lichen Schulung herausgetreten ist, um bie Allgemeinheit mit ber Rechtsentwicklung unserer Zeit vertraut zu machen. ,
Kamerab Klaus begrüßte die Gäste unb Kamera ben unb erteilte bem Referenten Prof. Dr. En» 1 gi s ck das Wort. Dieser führte folgendes aus: Das ; Strafrecht besitzt eine Bedeutung für die Erfüllung besonderer staatlicher Zwecke. In ihm spiegelt sich i die jeweilige Verfassung und die Kulturhöhe eines । Staates am besten. Es steht dem Staat besonders I nahe. Es ist geladen mit weltanschaulichem Gehalt. I Dor allem die Ausgestaltung des Verhältnisses zwi- ! scken Staat unb Jnbioiduum findet ihren Nieder» ? ichlag darin. Unsere Strafrechtsreform ist noch nicht i abgeschlossen. Das preußische Justizministerium hat < im Herbst des vergangenen Jahres einen sehr be- I beutfamen Entwurf vorgelegt. Die Kommissionen, I denen Wissenschaftler und Männer der Praxis an- i gehören, sind noch am Wirken. Parallel geht die i Reform des Prozesses. j
Der Referent warf bann einige Fragen auf, die I zugleich die Gliederung des Hauptteils des Refera- l tes darstellten: Welchen Sinn hat die Strafe? !
Mit dem Kennwort „Preisausschreiben".
Der Reicksverbcknd der Deutschen Presse teilt mit: Die Teilnehmer an dem Publikumswettbewerb des Preisausschreibens „Mit Hitler in die Macht" werden ersucht, die Briefumschläge ihrer Einsendungen mit dem Kenntwort „Preisausschreiben" zu versehen.
(Schweinezählung am S.März.
Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat angeordnet, daß am 5. März 1934 wiederum eine Zählung ber Schweine und in Verbindung damit eine E ' "*•- der nicht befchaupslichtigen Hausschlachtui .. Schweinen in den drei Mona-
Uegierungsrat Dr. fc» , p«d|
Seinen Ausführungen sei folgende« n tnommen: ~a® Arbeitsamt fei dem Odium, ledig—imStempel- U^lle zu sein, enthoben. Es habe gr n Aufgaben. Die Arbeitsvermittlung mit aller "ll .ndi zu betreiben und die Berufsberatung zu )t Ln. Hier begegneten sich verschiedentlich sh ^rtratiois- gegensätze. Die Jugend habe txa(U^. ä Gefühl für die Forderungen der Geger^kct. Die Aelte- ren vielleicht nicht immer. Die .£-jeib fühle die Gegnerschaft ber Erwachsenen seh." d'Utlich. Die Elternschaft müsse ber Jugenb mehr 23-rtrauen entgegenbringen. Es lasse sich vom Vortagspult aus nicht sagen, welche Tätigkeit gewählt Derben solle.
Jeber junge TNensch müsse nach Berufung und Fähigkeit wirken, müsse wahr und erlich gegen sich selbst sein können, dürfe nich verbogen werden in seinem eigenen Sein, n'mn er ein ganzer Kerl werden solle. Berufliö'e Tätigkeit werde erst bann wirklich wertvoll, nmn sic aus dem geschlossenen Sein eines ganzqi Menschen komme.
Es sei gleichgültig ob ein einzelner nu eine winzige Teilarbeit leiste, wesentlich sei, daß ei diese Teilarbeit mit innerer Kraft leiste und sie als Leistung für das große Ganze erlebe. Es dürft einen Abitu-i rienten nicht als zu wenig dünken, As Stenotypist beginnen zu müssen, denn schon an] dieser Stelle könne er ein großes Maß lebendiger Mitarbeit, leisten. Mit praktischer Tätigkeit müsse vor allem begonnen werben. Dem Abiturient, n müsse auch eine Arbeit zugemutet werben dürfen, wie sie der Lehrling leisten müsse. Ja, er müsse beweisen, daß er mehr kann. Der Abiturient müff» in der praktischen Arbeit genau so sorgfältig vor^ehen, wie sein Kamerad. Er bedürfe der praktischen Grundlage, wenn er sich einst aus der Masse hero'usheben wolle,


