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Montag, 12. gebruar 1954

Nr. 56 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Merheffen)

Aus der provinzialhauptstadi

zagen tonlosen Einwände ihres Schützlings, der von den Schwierigkeiten seines armen Daseins erzählte und nach Beweisen suchte, die seinen Untergangs­willen rechtfertigen sollten. Als wir lange Zeit zwi­schen den Vorstadthäusern gewandert waren, glaub- teir wir ihn so weit, daß für diese Nacht kein An­fall neuen Lebensüberdrusses zu befürchten war. Er versprach auch wie ein Kind, das sich durch die Sorge des Erwachsenen gefestigt weiß, neuen Mut zu fassen, und dann kam er zu uns und reichte jedem seine schmale Hand.

Da standen'wir nun und sahen ihm nach, wie er sich in der nächtlichen Gasse langsam verlor. Wel­cher Augenblick war es doch gewesen, als wir ihn auf der Brücke gefunden hatten, der riesigen Einsam­keit der Nacht, Wind und Strom hingegeben, als ob er von ihr aufgefaugt würde. Solche Zwiespra­chen zwischen Menschen und Tod gab es also, stumme Zwiesprachen, die niemand hört und die geschehen, wenn die Hunderttausende der Stadt schlafen und andere in hellen Sälen tanzen. Wir verabschiedeten uns damals kleinlaut voneinander.

R ei Statthalter Sprenger hält die Eröffnungs­rede.

Wo bleibt der Maulwurf im Winter?

Unser Maulwurf ist ein von der Literatur sehr widersprechend behandeltes und von der öffentlichen Meinung recht geplagtes Tier. Die einen wollen ihn um jeden Preis ausrotten, weil er Hügel aufwirft und auch Pflanzen zerstören soll, die anderen ver­himmeln ihn geradezu, weil er den Boden lockert. Der schlimmste Vorwurf, daß er die Pflanzen ab­fresse, ist, wie in der im Verlag der Gartenschönheit erscheinenden ZeitschriftDer schöne Kleingarten" mitgeteilt wird, bestimmt falsch. In der Nachkriegs­zeit' bestand lange die Gefahr der vollständigen Ausrottung. Jetzt hat sich aber allmählich die An­sicht durchgesetzt, daß der von dem Maulwurf durch die Vertilgung von Engerlingen und Drahtmürmern gestiftete Nutzen größer ist als der von ihm an­gerichtete Schaden. Was aber macht derfleißige Gräber im Pelzmantel" im Winter bei strenger Kälte, wenn der Frost bis zu 30 Zentimeter tief in die Erde eindringt? Er kann dann weder graben noch sich Vorratsräume anlegen. Man hat nämlich die Beobachtung gemacht, daß fast alle Würmer, Insekten und Larven, also die Nahrungsmittel des Maulwurfes in der oberen Bodenschicht überwintern, in der sich das Tier während der Kältezeit nicht fortbewegen kann. Es liegt also die Vermutung nahe, daß er wenigstens ein teilweiser Winterschlä­fer ist, wofür auch die Tatsache spricht, daß nach längerer Frostzeit auch dann, wenn die Erde wieder

seit einigen Tagen frostfrei ist, keine Maulwurf­hügel zu sehen sind. Nach Beendigung des Schlafes kommt der Maulwurf wieder an das Tageslicht. Man sollte ihn dann jedenfalls nicht töten, son­dern ihn lediglich mit einer Mischung von Wasser und Petroleum im Verhältnis 2000:1 vertreiben, was bei seiner besonders empfindlichen Nase schnelle Wirkung.ausübt. Eine interessante Art der Vertrei­bung von Maulwürfen steht in einem Bande der Annalen der Gärtnerey" vom Jahre 1795:Vor 14 Jahren setzte ich unter andere Gewächse in die Beete meines Gartens, darinnen mit die Maulwürfe viel Schaden verursachten, Pfanzen vom Bärlauch oder Bärenknoblauch (Allium ursinum), welcher in feuchten Haynen des mitternächtigen Europas wild wächst. Die Maulwürfe wurden dadurch vertrieben, fanden sich 'aber wieder ein, nachdem etliche Jahre darnach im Frühling diese Pflanzen aus Unvorsich­tigkeit ausgegraben und weggeworfen waren. Im Frühling des darauf folgenden Jahres setzte ich wiederum dergleichen Pflanzen in die Beete, und die Maulwürfe blieben abermals weg, sind auch seit­dem, da die Pflanzen in den Beeten verblieben sind, nicht mehr gespürt worden. In Gartenbeete, welche z. B. zusammen im Umfange 20 Schuh lang und ebenso breit sind, hat man nur vier Pflanzen nöthig, und man kann in jeder Ecke, oder in einer anderen beliebigen Entfernung, eine Pflanze setzen. Da die Blätter gegen den Herbst verwelken, so muß man, um das Ausgraben und Wegwerfen der Wurzeln zu verhüten, den Ort, wo die Pflanze steht, mit einem beygesteckten Stäbchen bezeichnen." V

Eröffnung der Zührerschule der Hitlerjugend in Münzenberg

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Der Ordinarius für Eisenbahn- und Verkehrs­wesen an der Technischen Hochschule in Darm- st a d t, Professor R e u l a u x, wurde auf Veran­lassung des Auswärtigen Amtes auf einige Seme­ster nach Schanghai beurlaubt. Er wird an der dortigen Universität Tung Chi als Berater für das chinesische Eisenbahnministerium tätig sein und in einiger Zeit wieder auf seinen Posten zurückkehren.

Durch Erlaß des badischen Unterrichtsministers wurde die Zeitungswissenschaft zum Promotionsfach in der Philosophischen Fakultät der Heidelber­ger Universität erklärt und die bestehende Promo­tionsordnung zur Erlangung des Doktorgrades der Philosophie entsprechend ergänzt. Die Bestimmun­gen treten sofort in Kraft. Auch der weitere Aus­bau des 1927 gegründeten Heidelberger Instituts für Zeitungswesen ist unter energischer Förderung des Unterrichtsministers im Gange,

Karneval.

Ja, das sind Tage, an denen uns eigentlich die kühnsten Träume in Erfüllung gehen. Wir können jetzt etwas oorftellen, können König, können Mil­lionär und alles mögliche fein. Wir sind im wahr­sten Sinn des Wortes ausgelassen. Wir versuchen es einmal mit vertauschten Rollen. Im Grunde ge­nommen ist es der alte menschliche Wunsch, einmal richtig aus seiner Haut fahren zu können. Und dazu haben wir ja jetzt Gelegenheit.

Jedenfalls wirkt in dem Fastnachtstreiben die große Freiheit in allen Dingen erlösend. Daß das närrische Treiben hauptsächlich in den Städten blüht, ist ganz natürlich. Die Mehrzahl der Menschen ist nun einmal nicht für das Gleichmaß, sondern für Abwechslung. Sie wollen auch einmallinks herum" leben.

Wer sich in Köln, Mainz oder auch München das närrische Treibennur einmal ansehen" wollte, der wurde unwiderstehlich mit in den Strudel gerissen. Und alle die, die von Jugend auf diese Freuden­tage miterlebten, werden sich nichts Schöneres den­ken können als einenrichtigen Fasching".

Auch den Kindern sollte man die paar lustigen Nachmittagsstunden gönnen. Denn nun können sie sich einmal richtig auf den Kopf stellen. In den meisten Fällen werden sie Erwachsene nachahmen. Darin sind sie ja oft große Zauberkünstler. Man schaue sich deshalb ihr Spiel an und lerne daraus für die Zukunft. Das Treiben der Fastnachtsjugend ist wie ein Spiegel, aus dem uns wenn auch absichtlich verzerrt manches Wahre entgegenleuch­tet. Die paar Tage sind schnell zu Ende, und Prinz Karneval scheidet.

Mit echt deutscher Gründlichkeit haben wir uns natürlich auch schon oft Gedanken gemacht, warum man eigentlich diesem Prinzen Karneval zu Ehren bunte Kleider anlegt und Narrenkappen aufsetzt. Es gibt einige Lesarten über den Karneval. Wer la­teinisch kann, sagt einfach: Karneval heißt carne vale = Fleisch leb wohl!, denn nun beginnt ja die Fastenzeit. Aber andere Forscher haben noch einiges zu ergänzen. Man ging den Quellen nach und sand, daß die Karnevalsfeier viel älter ist als wir ahnen. Schon die alten Babylonier feierten ähnliche Feste. Sie verehrten den Mondgott Marduk Die beständi­gen Formänderungen des Mondes, das Verschwin-

Uebergabe der Führerschule durch den Oberbann­führer an den Schulungsleiter. (Aufnahmen: Photo-Pfaff, Gießen.)

Dor dem Haus der Führerschule während der Eröffnungsrede des Reichsstatthalters Sprenger.

lockte. Eine mit den Armen verschlungene Kette, so beugten wir uns über die Brüstung, indes Scherz­worte hin- und herflogen. Schwarz und mit dem Geräusch sich überschlagender Wellen zog der Strom zwischen den hohen Pfeilern, nur an der fernen Beuge glänzte und spiegelte es, ein Zug schien eben über die nächste Eisenbahnbrücke zu fahren, denn dort fütterten viele kleine Lichter vorüber und ver- chwanden.

Die übermütige Laune war wieder in unsere Ge­sellschaft zurückgekehrt, ein jugendlicher Kavalier hatte den Einfall, einen der mit runden Knöpfen versehenen Eisenböqen zu besteigen, glitt aber an dem vereisten Grunde ab, und wir hatten Mühe, ihn zu beschwichtigen . Da erschien eine fremde Frau vor mir, die nach dem andern Brückenrand zeigte und sagte:Da will einer hinunterspringen. Viel­leicht können Sie ihn retten, auf mich hört er nicht. Es muß aller schnell sein, er hat schon den Fuß oben."

Ohne Verzug liefen mir nach vorne, wo wir wirk­lich hinter der Traverse die kaum wahrnehmbare Gestalt eines schmächtigen jungen Mannes entdeck­ten, der an das Geländer gepreßt stand. Sein Blick streifte uns halb unwillig, halb spöttisch, und da er also mehr einem Menschen glich, der ungestört sein wollte, als einem des Lebens Ueberdrüsfigen, glaub­ten wir, die Frau hätte Gespenster gesehen, und gingen vorüber. Immer noch schien er in dieser Hal­tung zu bleiben, wir sprachen auch davon, daß all dies verabredet sein und eine Falle bedeuten könne, da sah ich, als ich mich wieder umkehrte, den Mann auf dem Geländer emporturnen. Ohne auf die Warnung meiner Freunde zu hören, lief ich zurück, und es war wirklich gerade noch Zeit, ihn, der sich auf die Brüstung geschwungen hatte, am Arm zu packen und zurückzuziehen. Ich weiß nicht, welche Worte ich ihm dabei sagte, der dies ohne Kampf mit sich geschehen ließ, nun aber, da die Gesellschaft sich näherte, heftig sich abwendete und so in Tränen ausbrach, daß der ganze Körper davon erschüttert wurde.

Der allgemeinen Ratlosigkeit, die dadurch entstand, machte die tatkräftigste von unfern Frauen ein Ende, indem sie ihren Arm in den des Mannes schob und ihn mit sich fortzog. Mit eiligem Schritt strebte sie von der Brücke weg und sprach auf ihn ein, der, kleinen und schmalen Wuchses, gehorsam neben ihr mehr taumelte als ging, doch sichtlich be­freit schien, daß ein fremder Wille für fein Weiter­leben entschieden hatte. Wir folgten und bildeten eine Nachhut in einiger Entfernung, manchmal hör­ten wir die tröstenden Worte der Retterin und die

den und Wiederauftauchen, wurden von ihren Prie- tern erläutert. Sie erklärten, der dunkle Mond sei ein böser Geist, der den hellen Mond verschlinge. Noch andere Deutungen wurden bekannt. Das sahen schließlich auch alle, daß von Zeit zu Zeit Licht und Dunkel vertauscht waren. Und das ahmte man nun nach. Bei einem großen Feste zog der Mondgotl auf einem Schiffswagen von einem Tempel in einen neuen. In den Tagen dieses Festes ließen sich die Sklaven von ihren Herren bedienen. Es war alles vertauscht.

Auch von den Römern wird ähnliches erzählt. Am Fest der Saturnalien traten die Sklaven als Her­ren auf und ließen sich von ihren Herren die Mahl­zeiten kredenzen. Alles war auf den Kopf gestellt. Man zog bunte Kleider an, man gebärdete sich närrisch.

Und diese Sitte wurde später in den südeuropäi­schen Ländern übernommen. Nun zog Prinz Kar­neval auf einem Schiffswagen durch die Stadt. Ge­lehrte Leute sagen uns, daß Schiffswagen auf la­teinisch carrus navalis heiße, und daraus sei das Wort Karneval entstanden.

Wer wird sich aber in diesen Tagen Gedanken über ein fremdes Wort machen? Wer Freude an dem bunten Treiben hat, wird nicht lange grübeln. Er wird im Strome der Ausgelassenheit mitschwim­men und einige lustige Stunden erleben.

Oie Polizeistunde während der Fast­nachtstage in Hoffen.

lieber die Regelung der Polizeistunde während der Fastnachtstage scheinen in verschiedenen Orten Unklarheiten zu bestehen. Von zuständiger Stelle in Darmstadt wird ausdrücklich darauf aufmerksam ge­macht, daß die generelle Verlängerung bis 6 Uhr morgens für Samstag bis Fastnacht-Dienstag nur für die Stadt Mainz gilt. Für das ganze übrige Land besteht, wie im Vorjahr, Antrags­pflicht.

3um Treuhänder bei der Staatsbank bestellt.

Wie das Personalamt mitteilt, wurde General­staatsanwalt Dr. Eckert beim Oberlandesgericht Darmstadt zum Treuhänder bei der Hessischen Lan­desbank, Staatsbank und bei der Hessischen San-

einzr.ejhen. Wir haben schon wiederholt berichtet, daß v> HI. Oberhessens in Münzenberg ihre' Füh- rerfä>e geschaffen hat.

Te^dxr Jubel brandet auf, als pünktlich um 15 hx der Herr Reichsstatthalter, unser Gau- fn (eiter Sprenger, erscheint.

irk sind angetreten die Hitlerjugend und das latsche Jungvolk, Abordnungen aus dem 'Lmten Oberbann. Die Ortsgruppe M ü n b e r g der NSDAP, mit ihrer Fahne, Abordingen des Freiwilligen Arbeits- d i c n j. 5, der Sil. - und SS. - Führung, der Kn m ter und der Kreisleitungen der Vlji DAP., sowie andere Organisationen der Partei id ihrer Gliederungen.

Anführer Walter Blumenröder der Führ des Oberbannes Oberhessen, begrüßt den Herrn Rj ch s st a t t h a l t e r mit warmen Wor­ten des inkes für das herrliche Geschenk, darin die HI. lerhessens jetzt ihre Führerschule einge­richtet hi Aus' der Treppe der Schule stehen der Herr R ech s st a 11 h a l t e r , der Führer des Ge>- bietes IV3 Walter Kramer, der Gebiets-Jung- volkführeiHeini Jung und die Stabsmit- g l i e d e Oes Oberbannes.

Michstatthatter Sprenger spricht.

Er sprit von der Bedeutung der Schule über­haupt untrer dieser Schule insbesondere. Der na- tionalsozichische Staat habe zuerst die Bedeutung der Heran! düng eines fähigen und mit der Idee verwachsen Nachwuchses erkannt, und so habe er, als ihm i hochherziger Weise vom Grasen

Solms-Laubach diese schöne Besitzung ver­macht worden sei, sich entschlossen, sie der Hitler- Jugend Oberhessens zu schenken, damit diese hier ihre Führerschule errichten könne. Der Gauleiter schloß mit dem Wunsche, daß hier Führer des Sozialismus der Tat herangebildet werden möchten.

Nicht endenwollender Beifall dankt dem beliebten Führer, der, das wissen unsere oberhessischen Hitler- jungen, stets ein offenes Ohr für die Wünsche der Jugend hat. Dann spricht der

Gebietsführer Walter Kramer (MdR.)

Seine Rede ist ein Dank an den Stifter der Schule, den Grafen Solms-Laubach und ein Dank an den, der diese Stiftung der Hitlerjugend geschenkt, unseren verehrten Reichs st atthalter Sprenger.Wenn wir", so sagte der Gebiets- ührer,den Führern der Hitlerjugend in Ober- Hessen diese Schule Übergeben, dann wünschen wir, daß diese Schule gute Führer für die Zu­kunft ausbildet. Ich kann sagen, daß Ober- Hessenzu den be st en Bannen des Ge­bietes gehört. Die oberhessische Jugend sei be- trebt, das Werk des Führers zu vollenden!"

Während das Lied der Hitlerjugend erschallt, das Lied von dem ungestümen Dorwärtsdrängen der Jungend,

steigt die Fahne an dem Masi in die höhe, mit erhobenem Arme gegrüßt, die Fahne, von der es im Liede heißt,daß sie mehr ist als der Tod".

Anschließend findet eine Besichtigung der Schule statt, zuerst durch die geladenen Gäste, dann durch die Bevölkerung, die in großer Menge erschienen ist, um der Feier beizuwohnen.

Roch einmal brandeten Heilrufe auf, als Gau­leiter Sprenger mit feinem Stabe grüßend durch die Reihen der spalierbildenden Hitler­jugend und Jungvolkjungen schreitet.

Die oberhessische Jugend hat ihre Führerschule erhalten. Weithin grüßt jetzt ihre Fahne hinein in das Land. Der Name Münzenberg wird für manchen jungen Führer zum Erlebnis werden.

Münzenberg, 10. Februar 1934.

Fahnen überall! Schon von weither sind . die Fahnen, die vom Turm der alten Burg Lünzenberg herab uns entgegenleuchten.

Ganz Münzenberg ein Meer von Fahnen.

)ie ganze Bevölkerung ift auf den Beinen, denn eute ist der Herr Reichs st atthalter erschie- en, die Führerschule der Hitleriuaend

Zaschingserlebnis.

Von Robert Braun.

In einerFafchingsnacht waren wir auf einem DorftadtballLewesen und befanden uns auf dem Heimweg, schrägende Schlote, schwarze Fabrik- ftuben siegelnden Fenstern umsäumten die Straße d.'e^ur Flußbrücke führt. Wenn ich, am Arm meinelDame und einige Schritte den andern voraus mi!'umkehrte, konnte ich die befreundeten Vaare '(turn» hinter mir herschreiten sehen, fchon ein wenig; ^e und schlafsüchtig. Unter dem Saum her hnnfpl Mäntel wallten diei Abendkleider, bei ieber in r>er Farbe und fast magisch in dem fahlen Li/'er wenigen Laternen.

«»k»/ der vergangenen Stunden in dem Überfüllten^' wo von einer Art Bühne herab ^um Tan^Äespielt wurde. Es hatte hier kostbare ^luaenbUckc^-eben. Wir Männer standen in der Mte des Stühlen Raumes, die Musiker began­nen die ^rumente zu stimmen, plötzlich erschien ein Diener langer Stange und zog damit einen sti 'nknffen die Höhe: das Tor zur Frauengarde- rnh? Do bPnn aus heller Oeffnung und bei uner- n?nrtotem Mammen aller Lichter das andere Ge- fein Einzug: in Zweierreihen eine lange ^ett^abent erlich geputzter Frauen und Mädchen, r, p., Eckchen wie Ballerinen oder m langen Widern bi zu den Knöcheln, mit Straußferdern, ^Hifhrhen Difen oder im Schmuck der Locken, eine

-- lurbantürtin, eine TOatrofin, ein AllmädchenNit Settengürtel unb dort blickte es aus den A>en>palten der schwarzen Masken zu UnSnäter st-:' ich auf der Galerie und sah hinunter. Der Bolten f=8elk das Licht roter Werta^rnen, x st» fflriiwn der Tanzenden nahmen sich oon uni) die ®repen o , bie

reaeenimto.fl i ^rteUt sind. Ihre stets wech- selnd^n und imnder überkreuzenden Schatten wisch­en über die oten Spiegelungen hm. Das war em ntfirfiicher Ai'lick. und ich wäre hier noch gerne ge= lieber? aberunten halte man mich erspäht und X mir Änn wurde ich mit einem Papierorden ämürft e durch die Luft wirbelnder Streifen Ö mich Mesanqen, und so befand ich mich wie­der mitten in Gewühl und hielt einen schmiegsamen ^Währer^^ diesen Erinnerungen nachhing, wa- JL Atirjrofeen Slrombrücke gelangt. Mächtig nn sich 9e dunkle Masse der Eisenkonstruktion über bas *r, in dessen Tiefe zu sehen es uns

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