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»Krast durch Freude/'

Reichssportführer von Tfchammer und O st e n gibt als Leiter des Sportamtes der NS.- GemeinschaftKraft durch Freude" bekannt:

Nachdem mich der Leiter der Deutschen Arbeits­front, Staatsrat Dr Ley, mit der Führung des Sportamtes der NS.-GemeinfchaftKraft durch Freude" beauftragt hat, bin ich allein zuständig für die Durchführung aller damit in Zusammenhang stehenden Aufgaben. Dies bedarf mit Rücksicht auf Einzelvorkommnisse offenbar der besonderen Be- Deutung. Ich behalte mir vor,, alle sachlichen und persönlichen Vorschläge zu prüfen und dann nach meinem Ermessen zu entscheiden. Jede Eigenmächtig­keit irgendwelcher anderer Stellen und Personen stört nur den Aufbau der Organisation und führt insbesondere zur Haftung der Betreffenden in jeg­licher Form. Im Rahmen der mir zur Verfügung gestellten Geldmittel werde ich mit den Vorarbeiten für die Einrichtung von Turn- und G y m n a st i k - kursen und Veranstaltungen im Reich sofort durch meine Gau- und Bezirksbeauftragten beginnen lassen. In Berlin werden die Kurse voraussichtlich bereits ab April laufen. Zu meinem Vertreter für das Sportamt ernenne ich Pg. N e u k i r ch."

Fußball im Gau Tiordheffen.

Im Gau Nordhessen hatten am Sonntag die beiden Spitzenreiter Borussia Fulda und Hanau 93 Spielruhe. Außerdem pausierten auch der VfB. Friedberg und Hessen Hersfeld. Von den drei aus­getragenen Spielen verdient besonders der 5:4-Sieg von Hermannia Kassel über Sport Kassel Erwäh­nung. Chattia Kassel heißt jetzt wieder Hermannia, da die zu Beginn der Pflichtspiele erfolgte Fusion wieder auseinandergegangen ist. Der Tabellenletzte hat somit seinen zweiten Sieg errungen. Kurhessen Kassel verlor etwas unerwartet gegen den SC. 03 Kassel mit 3:4 (2 :1). Da Kurhessen Marburg fein Spiel gegen den Spielverein Kassel mit 2:1 (0:0) gewinnen konnte, ist es am Tabellenende wieder sehr dunkel geworden.

Fußball der Bezirksklasse (Gruppe Oberhesieu).

Die Spiele des gestrigen Sonntags brachten keine Ueberraschungen. VfB Gießen gewann gegen Ger­mania Marburg mit 3 :0. Watzenborn-Äeinberg konnte gegen die Gäste aus Ockershausen nur einen knappen Sieg mit 3:2 Toren erringen. Bad-Nau­heim siegte eindeutig über Wetzlar mit 4 :0. Die Spielvereinigung 1900 Gießen weilte in Lollar zu Gast und sicherte sich dort mit einem 3 :0 Sieg die Punkte.

Untere Mannschaften: Die 2. Mannschaft der Spielvereinigung mußte in Lollar ein 0:1 gegen die 2 von Lollar hinnehmen. Die 3. Mann­schaft des VfB. gewann gegen die 3. Mannschaft von Lollar mit 3:0 Toren.

VfB.Gießeu-Germama Marburg 3:0

Auf dem Waldsportplatz sah man gestern ein nur wenig befriedigendes Spiel Die Ursache lag in der Hauptsache in den Platzverhältnissen. Das Spielfeld war mehr ein Moorbad, denn ein Fußballplatz. Der Ball rollte nicht, das Leder war naß und schwer, die Spieler hatten auf dem glitschigen Bo­den keinen Halt, so daß von einem Kombinations­spiel kaum die Rede sein konnte. So blieb das Spiel verkrampft, die Spieler mußten sich ungeheuer an- ftrengen und brachten doch kaum etwas zustande.

Während der ersten fünf Minuten vollzog sich der Kampf noch sehr ausgeglichen Leider mußte schon in der zweiten Minute ein Marburger Spieler vom Platz getragen werden Es entwickelte sich ein hart­näckiger Kampf um den Ball, der reichlich harte Formen annahm Allmählich erkämpfte sich der

VfB. eine leichte Feldüberlegenheit, die sie öfters vor das Tor des Gegners führte, ohne daß aber Erfolge erzielt wurden. Die Verteidigung der Mar­burger, die in der Folge nur mit 10 Mann spielten, wirkte aufopfernd und was die Verteidigung nicht bewältigen konnte, das hielt der Tormann. Torlos wurden die Seiten gewechselt.

Nach der Pause änderte sich die Situation kaum, Lediglich ließen die Grünweißen ihre Ueberlegen- heit deutlicher in Erscheinung treten. Die Marbur­ger verloren schließlich gar noch einen zweiten Spie­ler, so daß sie nur noch mit 9 Mann weiterkämpfen mußte. Sie hielten sich tapfer, konnten aber die nun fallenden Tore nicht verhindern. In der 15. Minute gab es für den ©äftetormann eine Ueber-

Oie Wettbewerbe des Samstags.

Die Meisterschaften brachten am Samstag ein äußerst umfangreiches Programm. Im Vorder­grund des Interesses stand der 40-Kilometer- S t a f f e l l a u f, für den der Volkskanzler be­kanntlich einen wertvollen Pokal gestiftet hatte. Sie­ger der Konkurrenz wurde die bayrische Staffel vor Bayern II und der Allgäuer Mannschaft. Im Sla­lom-Lauf, der über einen äußerst schwierigen Kurs führte, triumphierte der Garmischer Seelös knapp vor Lantschner. Helmut L a n t s ch n e r (Innsbruck) belegte aber im Slalom dicht hinter dem Sieger S e e l o s den zweiten Platz und wurde damit durch feinen Sieg im Abfahrtslauf Sieger in der Abfahrts- Kombination und gleichzeitig Deutscher Meister.

Oer Sonntag.

Die Deutschen Skimeisterschaften in Berchtesgaden erlebten am Sonntag ihren Höhe­punkt mit dem Wettbewerb im Sprunglauf, der für

raschung, der er nicht gewachsen war. Ein entschlos­sener Schuß aus kleiner Entfernung brachte die Platzbesitzer in Führung. Bald darauf schoß Schmidt daneben. Ein Freistoß für VfB. wurde vom Sturm geschick ausgenommen und durch einen tadellosen Kopfball dicht vor dem Tore unter die Latte ge­drückt. Das Spiel gestaltete sich immer härter, kam zu einigen unerfreulichen Szenen im Spielfeld. Der Schiedsrichter pfiff viel, ließ sich aber das Spiel völlig aus der Hand nehmen. Die Marburger drängten auf ein günstigeres Ergebnis. Es gelang ihnen aber nicht. Sie kamen nur noch zu einigen Durchbrüchen, da sie aber nur mit drei Mann im Sturm standen, waren sie der Grünweißen Verteidigung nicht ge­wachsen. Mit einem Prachtschuß aus ziemlicher Ent­fernung konnte Wilhelm eip drittes Tor erzielen und damit den Sieg endgültig sicherstellen. Dem VfB. war die Revanche für die 5:0-Niederlage in Marburg gelungen. Der Schiedsrichter traf eine Reihe höchst anfechtbarer Entscheidungen.

die Errechnung des Gesamtfiegers und Deutschen Skimeisters maßgebend war. Der Sprunglauf wurde eine Beute des Müncheners Dietl, der den ersten Platz vor dem Lokalmatador Stoll (Berchtes­gaden) belegte. Stoll kam dann der Umstand zu­statten, daß der Sieger des Langlaufes, Bogner (Traunstein) sowie weitere im Langlauf besser pla­ciert gewesene Läufer durch Stürze ausschieben, so daß für ihn die Bahn zum Sieg in der kombinierten Wertung frei wurde.

Am Samstagabend gab es auf dem Schloßplatz in Berchtesgaden eine Siegerehrung für die Gewinner der bis dahin abgewickelten Kämpfe. Der wirkungsvoll ausgefchmückte Platz lag in hellstem Scheinwerferlicht, als die Ehrengäste, darunter die Reichsminister Göring, General von Blom­berg und S e l d t e , die Schwester des Führers, Frau Radel, und Statthalter von Epp er­schienen. Nach einer Begrüßungsansprache durch den Bürgermeister von Berchtesgaden, Dr. Stoll und Dankesworten durch den Führer des Deutschen

Oie Deutschen Gknneisterschasten.

Patrouillen-Läufe. Um den Goldenen Ski. Stoll-Berchtesgaden Deutscher Meister.

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Ein prachtvoller Quersprung einer SA.-Mannschaft bei den Skimeisterschaften.

Skiverbandes, Mater (München), ergriff d?r Reichssportführer von Tfchammer und Osten das Wort zu einer kurzen Ansprache, der Die Rede von Ministerpräsident Göring, Dem Schirmherr» der Meisterschaften, folgte. Ministerpräsident Gö­ring unterstrich die Bedeutung der Wettkämpfe im Hinblick auf die Olympischen Spiele 1936 und wies darauf hin, daß der Verlauf der Kämpfe schon be­wiesen habe, daß die Teilnehmer den Geist des neuen Deutschen Reiches erfaßt hätten. Der Minister­präsident nahm dann die Preisverteilung für die bis dahin schon erledigten Wettbewerbe vor.

Der Sonntag brachte zunächst die patrouülen-Läufe zur Heeresmeisterschast

der Hoch- und Mittelgebirgstruppen, während die Olachlandtruppen diesen Wettbewerb schon am reitaa abgewickelt hatten. Der über 25 Kilometer führende Wettbewerb der Hochgebirgstruppen wurde vom III. Jäger-Bataillon J.-R. 19 Kemp­ten-Lindau in 2:47:55 Stunden vor der zweiten Mannschaft des gleichen Bataillons und dem Pionierbataillon München gewonnen. Die Kempte­ner sicherten sich auch in der Kombination aus Langlauf und Patrouillenlauf Den Meistertitel vor Den Münchener Pionieren. Bei Den Mittelgebirgs­truppen gewann Das II. Bataillon I. - R. 7 Hirfchberg in 2:58:09 StunDen vor Dem III. Bataillon J.-R. 17 Goslar unD Dem I. Bataillon J.-R. 10 DresDen Den Patrouillenlauf unD auf Grund des guten Abschneidens im Langlauf vor Goslar und III. Bataillon J.-R. 20 Passau auch die Kombination.

Am Nachmittag folgte Dann Der mit großer Spannung erwartete

Sprunglauf.

RunD 10 000 Zuschauer hatten Die Schanze umlagert. Die weitesten geftanDenen Sprünge er­zielte Der Einheimische Alfred Stoll mit 56 und 59 Metern, bei ihm wurden aber Ausführung und Haltung beanstandet, so daß der Münchener Dietl, der Sprünge von 51 und 52 Meter erreichte, eine bessere Note erhielt und den Sprunglauf gewann. Vom Ergebnis des Sprunglaufes war die Errech­nung Des Deutschen Skimeisters abhängig. Dadurch, Daß Der Sieger Des Langlaufes, Bogner, sowie eine Reihe weiterer beim Langlauf besser als Stoll placierter Läufer ausschieDen, war Der Kampf um DenGolDenen Ski" offen geroorDen. Dem Ein­heimischen war schließlich Der Weg geebnet, so Daß er Kombinationssieger werben konnte und Den Titel eines Deutschen Skimeisters errang. Bei Der gleich Darauf folgenDen

Siegeroerfünbigung

rourDen MinisterpräsiDent Göring unD Reichssport­führer von Tfchammer unD Osten zu Ehrenmit- gliedern Des Deutschen SkiverbanDes ernannt.

Deutschland Europameister im Eishockey.

Deutschlands Eishockey-Nationalmannschaft kam 'm Mailand zu einem unerwarteten, prächtigen Erfolg. In einem erbitterten Kampf, der eine zweimalige Verlängerung notwendig machte, schlug unsere Mannschaft mit Toren von Römer uno Lang die Schweiz 2:1 und wurde damit Europameister. Im Kampf um die Weltmeisterschaft war die Schweiz von Kanada mit Dem gleichen Resultat unö auch erst nach einer Verlängerung geschlagen wor­den

Sonja Henie wieder Weltmeisterin.

Im Beisein des norwegischen Kronprinzen sanden am Samstag und Sonntag in Oslo die Kämpfe um die Weltmeisterschaft der Damen im Eiskunstläufen statt. Zum achten Male errang sich die Norwegerin Sonja Henie gegen 17 Bewerberinnen Den Titel. Sie siegte ganz überlegen. Ihr am nächsten kamen Megan Taylor, Frl. L a n D b e ck - Oesterreich unD Die schweDische Meisterin Viviane H u l 16 n. Von den deutschen Teilnehmerinnen reichte es für die junge deutsche Meisterin Maxis Herber zu einem achtbaren achten Platz, Edith Michaelis erzielte den elften Rang.

Arbeiisvergebung.

Für die Gemeinde Mainzlar (Kreis Gießen) soll auf dem Büro der unterzeichneten Behörde das Aus- sühren von Verschleifungs- (800 cbm) und Rodungs­arbeiten (12 000 qm) für Die Melioration Der Ge- meinDeroiefe auf Der Pfingstweide in einem Los ver­geben werden. 901V

AngebotsvorDrucke finD, soweit Der Vorrat reicht, unentgeltlich von Der unterzeichneten Behörde zu beziehen, wohin auch die Angebote verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis zum Eröffnungstermin am Samstag, dem 17. Februar 1934, vormittags 10% Uhr, einzureichen sind Zu­schlagsfrist drei Wochen: freie Auswahl bleibt aus­drücklich Vorbehalten.

Gießen, den 7. Februar 1934.

Hessisches Kulturbauamt.

H. Steinbach, Regierungsbaurat.

Holzversteigerung.

Am Montag, dem 19. Februar, von 9 Uhr ab, kommen aus Dem Gemeindewald Krofdorf-Gleiberg bei Gastwirt Bender zum Verkauf: Distrikt 5 Stein­busch: 898V

3 Eichenstämme II und 111. Kl., 1,34 fm

13 rm Eichen-Schichtnutzholz, 2 m lang

2 Fichtenstämme Kl. la 0,75 fm

860 rm Eichen- und Buchen-Derbholz

900 rm Eichen- und Buchen-Reisig.

Der Ortsbürgermeister

Amtliche Bekanntmachung aus dem Kreise Wetzlar.

Die Steuerordnung über Die Erhebung einer Wertzuwachssteuer im Kreise Wetzlar vorn 7. Oktober 1931, veröffentlicht am 23. März 1932 imWetzlarer Anzeiger" Nr. 70, ist unoeränDert bis zum 31 März 1935 verlängert roorben. 893C

Die Diese Verlängerung der Geltungsdauer ge­nehmigende Verfügung des Herrn Regierungspräsi- deuten zu Wiesbaden wirb nachstehend zur Kenntnis gebracht.

Der Regierungspräsident.

I 2 a Nr. 306 Wiesbaden, den 29.1.1934.

Die zu der Ordnung betr. Erhebung einer Wert­zuwachssteuer des Kreises Wetzlar einschließlich Der StäDte Wetzlar unD Braunfels erteilte Genehmigung vom 12. Juli 1932 B L 1932 9lr. A 258/1 ist bis zum 31. März 1935 verlängert worDen.

3.21.: gez.: Dr. Ko 11 ath.

Begl.: gez.: Unterschrift.

I.V.: gez.: Engfer, Regierungsasiessor.

Zur Beglaubigung:

Keller, Kreisausschußinjpektor.

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