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Oiensigemeinschast nationalsozialistischer Wirlschastsfachleute.

LPD. Frankfurt a. M., 11. Jan. Die unter Leitung des Gauwirtschaftsberaters und Landes­leiters für Ständischen Aufbau, Pg. Eckardt stehende Dienstgemeinschaft national­sozialistischer Wirtschaftsfachleute veranstaltete am Sonntag eine stark besuchte Ar­beitstagung, an der auch aus jedem Kreis des Gaues Hessen-Nassau Vertreter als persönliche Mit­arbeiter des Gauwirtschaftsberaters teilnahmen. Ein­gangs gaben die Sachbearbeiter des Gauwirtschafts­beraters, die Pgg. Dr. Jokisch (Industrie), Dr. N i e c z (Handel und Verkehr), Metzger (Banken und Versicherungen) und S ch ö n b e i n (Freie Be­rufe) einen eindrucksvollen Ueberblick über die viel­fältige Arbeit, die im abgelaufenen Jahr auf den einzelnen Fachgebieten geleistet wurde, wobei sich als erfreuliches Zeichen ergab, daß die einzelnen Gruppen der Dienstgemeinschaft sich aus kleinsten Anfängen heraus zu stattlichen Fachgliederungen ent­wickelt haben.

Bearbeitet wurden im abgelaufenen Jahr zahl­reiche besonders aktuelle wirtschaftspolitische Fragen, sowie Sonderausgaben der Reichs- und (Bauleitung, die teilweise in zu diesem Zweck gebildeten Fachausschüssen einer eingehenden, sorgfältigen Durchprüfung und Begutachtung unterzogen wurden.

worauf das so fertiggestellte Material den zuständigen Stellen zu entsprechender Verwendung weitergeleitet wurde.

Anschließend ergriff der Gauwirtschaftsberater Pg. Eckardt bas Wort zu grundlegenden Ausführungen, wobei er zunächst über die Organisation d er Dienstgemeinschaft sprach und eine fest um« rissene Darstellung ihrer Ziele und Auf­gaben in diesem Jahre gab. Sodann vermittelte Pg. Eckardt in großen Zügen einen Ueberblick über die gegenwärtige wirtschaftspoliti-sche Lage und betonte nachdrücklichst, daß

der Rationalsozialismus nicht gesonnen sei, auch nur einen Schritt von feinen wirtschaftspoli­tischen Zielen abzuweichen.

Pg. Eckardt wandte sich in seinen weiteren Ausführun­gen sehr scharf gegen die überall zu beobachtenden Gründungen der sog. Fachschaften, die man teilweise richtiger alsP r e i s s ch a f t e n" bezeichnen müsse. Ihre Gründung sei ohne Zutun der Partei erfolgt. Das Gebaren auf dem Gebiete der Preisbildung werde scharf mißbil­ligt, besonders da verschiedentlich Preissteigerun­gen auch in jenen Warengruppen auftreten, die der Arbeitsbeschaffung dienen.

Die Dienstgemeinschaft gelobte zum Schluß der Tagung dem Führer treue Gefolgschaft.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 11. Jan. Auftrieb: 40 Rin­der, 1004 Kälber, 195 Schafe, darunter 144 Ham­mel, 775 Schweine. Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber, Sonderklasse, andere 43 bis 44, 37 bis 42, 32 bis 36, 24 bis 31. Hammel und Schafe, Stallmasthammel 29 bis 30, mittlere Mastlämmer und ältere Masthammel 27 bis 28, geringere Lämmer und Hammel 25 bis 26. Schafe 26 bis 27, 24 bis 25, 19 bis 23. Schweine 47 bis 49, 45 bis 48, 44 bis 48. Marktverlauf: Kälber, Hammel und Schafe mittelmäßig, geräumt. Schweine sehr schleppend, ausoerkauft. Fleischgroß­markt. Beschickung: 1000 Viertel Rindfleisch, 138 ganze Kälber, 24 ganze Schafe bzw. Hammel, 543 Schweinehälften. Preis für 1 Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 48 bis 52, II 44 bis 48. Bullenfleisch 46 bis 50. Kuhfleisch II 35 bis 40, III 25 bis 30. Kalbfleisch II 60 bis 70, III 52 bis 60. Hammelfleisch 60 bis 65. Schaffleisch nicht notiert. Schweinefleisch I 65 bis 70. Geschäfts­gang des Fleischgroßmarktes: ruhig.

Mannheimer Getreidebörse

Mannheim, 11. Januar. Weizen (inländischer, 76/77 kg, frei Mannheim) 19,95 bis 20 Mark, per Januar Bezirk 9 19,20, Bezirk 10 19,40, Bezirk 11 19,70 (ruhig): Sommerweizen (80 kg) 20,10 bis 20,30 (ruhig); Roggen (süddeutscher, 71/72 kg, frei Mann­

heim) 17 bis 17,20, per Januar Bezirk 9 16,40, Be­zirk 8 16,10 (ruhig); Hafer (inländischer) 14,75 bis 15 (stetig); Sommergerste (inländische, Ausstichware über Notiz) 18 bis 19; Gerste (Pfälzer, Ausstichware über Notiz) 18 bjs 19; Futtergerste (inländische) 17,25 bis 17,50; Mais (La Plata, im Sack) 20; Erd­nußkuchen (prompt) 16,75 bis 17; Sojaschrot (prompt) 15 bis 15,25; Rapskuchen 14,50; Palm­kuchen 15,50 bis 15,75; Kokoskuchen 17,50; Sesam­kuchen 17; Leinkuchen 17,25 bis 17,50; Biertreber (mit Sack) 17,75; Malzkeime 14,50; Trockenschnitzel (ab Fabrik) 10; Steffenschnitzel 11,25; Rohmelasse 8,50; Wiesenheu (loses) 6 60 bis 7; Rotkleeheu 6,60 bis 7,20; Luzernekleeheu 8 bis 8,20; Stroh, Preß­stroh, Roggen-Weizen 2, Hafer-Gerste 1,80 bis 2; geb. Stroh, Roggen-Weizen 1,40 bis 1,60, Hafer- Gerste 1.20 bis 1,40; Weizenmehl (Spezial 0, mit Austauschweizen) per Januar 29,40, per Februar 29,70, per März 30 (ruhig); Weizenmehl (Spezial 0, aus Jnlandweizen) per Januar 27,90, per Februar 28,20, per März 28,50 (ruhig); Roggenmehl (70 bis 60 v. H., norddeutsches, prompt) 22,50 bis 23,50; Roggenmehl (pfälzisches und süddeutsches, prompt) 23,25 bis 24.25; Weizenkleie (feine, mit Sack) 10,75, (grobe ,mit Sack) 11,25; Roggenkleie 10 50 bis 11 50; Weizenfuttermehl 12; Roagenfuttermehl 11,50 bis 12.75; Weizennochmshl 15 50; Weizennachmehl IVB 16,50 Mark. Tendenz: stetig.

Preußen.

Wirtschaft.

* Schöfferhof-Binding-Bürgerbräu

Abendbörse: ruhig.

t i e n lagen stark vernachlässigt und gegen den

frankfurter Börse.

INitlagsbörfe: Renten fest.

nen waren durchweg um 0,25 bis 0,75 o. H. leich- ter. Don fremden Werten notierten Ungarn und Türken etwas fester. Tagesgeld blieb zu 3 v. H. un­verändert leicht.

Im Verlaufe wurde das Geschäft auch am Ren­tenmarkt ruhiger. Altbesitz konnten sich jedoch um weitere 0,40 v. H. erhöhen, auch späte Schuldbücher gewannen noch 0,25 v. H., Neubesitz blieben behaup­tet. Gegen Schluß bröckelten die Kurse aber ab, Alt­besitz 97,75 nach 98,40, Neubesitz 19,50 nach 19,80. Der Aktienmarkt lag überwiegend schwächer. Stärker ge­drückt waren IG. Farben 127,25 bis 125,75, Bekula 122,13 bis 121, im überigen bröckelten die Kurse um 0,25 bis 0,75 v. H. ab. Fester lagen Reichsbank mit plus 1,25 v. H. Don Schiffahrtswerten lagen Hapag 1 v. H. höher, Nordd. Lloyd später wieder ab­bröckelnd. Staats- und Länderanleihen lagen ruhig und behauptet. Stadtanleihen vernachlässigt und bis

bis 0,50 v. H. niedriger. Don Montanwerken waren Rheinstahl stärker vernachlässigt und 1,25 v. H. schwächer, auch Ilse Genuß gaben 0,75 o. H. ab Die übrigen Montanwerte laaen bis 0,50 v. H. höher. Im einzelnen Daimler ( 0,75 d. $).'), Holz­mann ( 1 v. H.), Aku (+ 0,25 v. H.)

m , .. o ---- ---- ------ ----vw; Mangels besonderer Anregungen verkehrte die

SSi!! *« 105 000 Vortrag und Abendbörse in stiller Haltung, zumal auch vom

240 000 Mark Rucklagen-Entnahme 860 000 Mark Publikum nur kleine Nachfrage nach deutschen An- zur Verfügung.) Der GV. am 20. Februar werden leihen vorhanden war, während die Kulisse Zurück- wieder 12 v. H. auf diese Stammaktien und wie- Haltung übte. Die deutschen Anleihen konnten sich ver 6-/s v. H. auf bte Vorzugsaktien vorgeschlagen. ; gegen die niedrigen Berliner Schlußkurse befestigen, ' und zwar Altbesitz um 0,25 v. H. und Neubesitz­

anleihe um 10 Pf. Späte Reichsschuldbuchforde­rungen gingen zu etwa 95 v. H. um. Das Geschäft

AEG. eröffneten je 0,40 v. H. niedriger.

Ohne daß eine Belebung des Geschäftes zu ver­zeichnen war, konnten sich im Verlaufe der Abend- oörse einige Werte etwas erhöhen, so Bekula um insgesamt 1 v. H., Rütgerswerke um 0,40 v. H. und Rheinstahl um 0,75 v. H. Don Renten gingen Neubesitzanleihe um Bruchteile eines Prozentes zu­rück. Am Auslandsrentenmarkt waren Schweizer Bundesbahn-Anleihen fester, 4 v. H. von 1912 stiegen um 1,50 v. H. auf 138, 3,50 v. H. um 2 v. H. auf 131. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 19,50 bis 19,475, Altbesitzanleihe 97,75, Schutzge­bietsanleihe von 1914 9,50, Reichsbank 165, Gel'sen- kirchen 58,25, Harpener 88,50, Klöcknerwerke 58,50, Phönix 45,25, Rheinstahl 86,75 bis 87,25, Stahl- verein 38, AEG. 26,40, AKU. 42, Bekula 120,75 bis 121, Scheideanstalt 175, IG. Farben 125,40, Holzmann 69, Lahmeyer 110, Mstallgesellschaft 65,50, Rütgerswerke 52,65 bis 53, Schuckert 102, Schöfferhof-Binding 174, Reichsbahn-VA. 110,90, Hapag 27,50, Norddeutscher Lloyd 29,75. An der Nachbörse hörte man: IG. Farben 125,50, Neu­besitzanleihe 19,45 bis 19,50, Altbesitzanleihe 97,75,

Oie Deutsche Keichspost imZahrel 933

Die Derkehrsentwicklung der Deutschen Reichspost zeigt im Kalenderjahr 1933 unter der nationalen Regierung zum ersten Male nach längerer Zeit ein günstigeres Bild. Der Gesamtverkehr in der Zeit von Januar bis November 1933 blieb zwar gegen­über dem gleichen Zeitraum des Vorjahres noch größtenteils zurück, doch sind die Rückgänge wesent­lich niedriger als im Jahre 1932. Die Finanzlage der Deutschen Reichspost muß noch als gespannt bezeichnet werden. Zusammenfassend ist festzustellen, daß das Grundgefüge der ganzen Wirtschaft der Deutschen Reichspost trotz aller Schwierigkeiten auch im abgelaufenen Jahre gesund geblieben ist. Die unverkennbaren Ansätze einer Besserung der all­gemeinen Wirtschaftslage lassen hoffen, daß die eingetretene Wendung sich weiter günstig aus­wirken wird.

*

Frankfurt a. M., 11. Jan. Die Börse eröff- erreichte aber kein nennenswertes Ausmaß. A k - nete heute mit weiterhin stärkerem Geschäft am.2 o.o... L...

Rentenmarkt. Das Anlagebedürfnis des Pu-1 Berliner Schluß nur gehalten. IG. Farben und likums ist in unvermindertem Umfange zu beobach-' n

ten, zumal die Geldmarktlage recht flüssig ist. Reichs­anleihen standen weiter im Vordergründe, vor allem Altbesitz, die schon zu Beginn 0,50 v. H. höher no­tierten. Neubesitz eröffnete 50 Pf. fester und stellten sich im Verlaufe aitf 19,80 nach 19,40 v. H. Späte Reichsschuldbuchforderungen gewannen 0,60 o. H. Das Geschäft in Dollar-Bonds und umgetauschten Reichsmark-Anleihen war auch heute recht lebhaft, und die Kurse zogen durchschnittlich um 0,50 v. H. an.

Der Aktienmarkt war im Gegensatz zum Ren­tengeschäft recht vernachlässigt. Die ersten Notierun­gen lagen zwar meist noch eine Kleinigkeit über den Schlußkursen der gestrigen Abendbörse, im Verlaufe bröckelten sie jedoch um 0,50 bis 1 v. H. ab. Der günstige Quartalsbericht der Stahlverein AG. wurde zwar beachtet, doch konnte eine nennenswerte An­regung hiervon nicht ausgehen. IG. Farben, die zunächst 0,25 v. H. höher lagen, gaben später wieder 0,50 v. H. her. Scheideanstalt nach Abgang der Divi­dende ca. 2 v. H. niedriger. Auch Goldschmidt gaben 0,75 v. H. nach. Elektrowerte lagen meist etwas freundlicher, so Licht & Kraft. Gesfürel und Bekula .....Vfc

bis zu 0,75 v. H., dagegen Siemens und Schuckert späte Schuldbücher 95 o. H.

AG., Frankfurt a. M. Der Absatz der Schöf-medrlger. Gold- und Liquidationspfand- ferhof-Binding-Bürgerbräu AG., Frankfurt a M Briefe lagen uneinheitlich bei Abweichungen um 0.25 hat sich in dem am 30. September 1933 abgelaufe- b 13 °'50 na$ beiden Seiten. Kommunal-Obligatio- nen Geschäftsjahr günstia entwickelt. Das Unter- """ mnr°n "" no* ~ a

nehmen konnte infolgedessen ein gegen das Vor­jahr gebessertes Ergebnis erzielen. Die vom AR. genehmigte Bilanz weist nach Abschreibungen von > 320 283 Mark (166 672) einschl. 74120 Mark Vor­trag einen Reingewinn von 858 260 Mark aus. (Im I

Oie erste Adolf-Hitler-Glocke im Westerwald.

LPD. Hachenburg, 11. Jan. Den Bemühun­gen des Bürgermeister Dönges von Norken und der Opferwilligkeit der Einwohnerschaft ist es gelungen, die Anschaffung zweier Bronze­glocken zu ermöglichen, die in Kürze erfolgen wird. Die Glocken sollen die Jahreszahl 1933 zur Einnerung an die Aufrichtung des Dritten Reiches tragen und die eine Glocke mit dem Bildnis des Reichspräsidenten von Hindenburg, die andere mit dem des Reichskanzlers Adolf Hitler ge­schmückt werden. Die kleine rührige Oberwesterwald­gemeinde wird damit die erste sein, die in der hie­sigen Gegend eine Adolf-Hitler-Glocke ihr eigen nen­nen kann.

Wer hatte mit dem Schwindler Wojtech zu tun?

LPD. Frankfurt a. M., 11.Jan. In den letz­ten Tagen des vergangenen Jahres wurde hier der österreichische Staatsangehörige Ferdinand W o j - t e ch wegen zahlreicher Betrügereien f e st g e n o m- me n. Durch Inserate suchte er Teilhaber für sein Geschäft, das in Wirklichkeit nur aus einem leeren Raum bestand. Den Interessenten versprach er in seinem Geschäft eine gut bezahlte Stellung, ließ sich aber zuvor Beträge bis zu 800 Mk. als Sicherheit zahlen. Den so gefundenenTeilhabern" legte Woj­tech in der ersten Woche auch den vollen Lohn auf den Tisch, den zweiten Wochenlohn zahtte er jedoch nur zur Hälfte und für die Folge dann gar nichts mehr. Der Schwindler hat es auf diese Art verstan­den, sich in den Besitz einiger tausend Mark zu setzen. Er wurde in Untersuchungshaft genommen. Personen, die durch Wojtech geschädigt worden sind, wollen sich bei der Frankfurter Kriminalpolizei, Polizeipräsidium, Zimmer 469, einfinden.

bi 1C iS

* Krofdorf, 12. Jan. Der Pflastermeister Karl Sch nepp aus Krofdorf, der auch feit 15 Jahren die Haumeistergeschäfte der Preußischen Staatsför­sterei Krofdorf führte, hat die Staatsverwaltung gebeten, ihn von den Haumeistergeschäften zu ent­binden, da das Pflaftermeiftergefchäft ihn bei der zunehmenden Straßenbautätigkeit ganz in Anspruch nehme und er sich den Arbeiten im Wald nicht mehr so widmen könne. Auch hält er es in der Notzeit für seine Pflicht, einem arbeitslosen Volksgenossen den Arbeitsplatz frei zu machen. In einem Schrei­ben der Preußischen Staatsforstverwaltung wird mit Bedauern von dem Entschluß Kenntnis genommen; weiter wird ihm für feine dem deutschen Walde ge­leistete Arbeit, seit 1908 als Waldarbeiter und 15 Jahre als Haumeister, besonderer Dank ausgespro­chen. Als Nachfolger wurde der seit 1917 im Walde beschäftigte Ernst Schleenbecker aus Krofdorf ernannt.

= Fellingshausen, 11. Jan. Der hiesige T u r n d e r e t n , der im vergangenen Jahre seine Tätigkeit nach mehrjähriger Ruhepause wieder aus­genommen hat, hielt unter der Leitung seines ersten Führers Heinrich Bender eine Versammlung ab. Als Hauptpunkt stand die Eingliederung der ehe­maligen Mitglieder des Arbeiter-Turn- und Sport­bundes in den Verein auf der Tagesordnung. Im Anschluß an die Aussprache beantragten mehrere Personen ihre Ausnahme. Der Verein zählt jetzt

insgesamt 65 Mitglieder. Mit dem Gesang des LiedesTurner auf zum Streite" und mit einem dreifachenSieg-Heil^ auf den Dolkskanzler Adolf Hitler und den Reichspräsidenten von Hinden­burg wurde die Versammlung geschlossen.

Meine Strafkammer Gießen.

Ein 30jähriger Schreiner aus Bruchenbrücken war beschuldigt, seinen Bruder aus Ober-Wöllstadt anläßlich einer Auseinandersetzung im Vorraum des Amtsgerichtsgebäudes in Friedberg körperlich ver­letzt und beleidigt zu haben. Vom Amtsgericht in Friedberg wurde der Angeklagte freigesprochen, da der Urheber des Streites, wie aus Zeugenaussagen hervorgeht, in der Person des Bruders zu suchen ist. Die Berufung der Staatsanwaltschaft und des Nebenklägers wurde gestern kostenpflichtig ver­worfen.

Die schon vorbestraften Arbeiter H. D., I. St., W. Oe. von hier wurden vom Amtsgericht wegen Körperverletzung zu einem, zwei Monaten und drei Wochen Gefängnis verurteilt. St. legte gegen dieses Urteil Berufung ein. In der gestrigen Hauptver­handlung wurde festgestellt, daß die Angeklagten am 13. März 1933 gemeinschaftlich den an der Kläranlage wohnenden Arbeiter A. L. körperlich verletzten, indem sie alle auf ihn einschlugen und zwar D. und St. mit Knüppeln, Oe. mit der Faust, so daß der Verletzte bewußtlos am Boden lag. Der Vertreter der Anklage beantragte einmal Zurück­weisung der Berufung des St. Gegen D. ging der Antrag auf zwei Monate, gegen Oe. auf einen Monat Gefängnis. Das Gericht hob das Urteil der Vorinstanz auf und erkannte gegen St. auf einen Monat Gefängnis. Die Strafen gegen die beiden anderen Angeklagten wurden aufrechterhalten. Außerdem wurden sämtliche Angeklagten zur Zah­lung einer Buße von 20 Mark verurteilt.

Wegen Bedrohung hatte sich ein Landwirt aus Heimertshausen zu verantworten. Der Angeklagte sollte gelegentlich einer Taschenpfändung den Ge­richtsvollzieher aus Alsfeld tätlich angegriffen haben. Vom Amtsgericht in Alsfeld wurde der An­geklagte freigesprochen, da eine wirkliche Bedrohung nicht vorlag. Aus demselben Gesichtspunkt wurde gestern die gegen das Urteil des Vorgerichts von der Staatsanwaltschaft eingelegte Berufung ver­worfen.

Brieffaften der Redaktion

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Uebernthal. Die auf dem in Frage stehenden Anwesen zuaunsten des Fiskus eingetragene Hypo­thek von 4000 Mark, die von der Kriegerfürsorge gewährt wurde und durch monatliche Teilzahlungen zurückbezahlt wird, hindert die von Ihnen beab­sichtigte Teilung des Vermögens in keiner Meise. Für die Herrichtung einer neuen (Teilung-) Woh­nung wird Ihnen auf Antrag bei der zuständigen Bürgermeisterei ein Reichszuschuß gewährt, der bis zu 40 v. H. der Herstellungskosten beträgt.

Talen für Freitag, 12. Januar.

1519: Kaiser Maximilian I. in Wels gestorben (ge­boren 1459); 1746: der Pädagoge Heinrich Pesta­lozzi in Zürich geboren (gestorben 1827); 1829: der Schriftsteller Friedrich von Schlegel in Dresden gestorben (geboren 1772); 1893: Ministerpräsident Hermann Göring und Alfred Rosenberg geboren.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt veichioffenen Dividende an - Reichsbankdiskoni 4 o f)

tranrur u. jji

Benin

Schluß. kurS

Schluß!. Abend, börse

Schluß. fur<

Schluß! Mittag- börse

©ahm

10.1.

11-1.

10.1.

11.1.

% Deutsche Äeidieanieihe o 1927

94,5

94,5

95

94,9

6% ebem.7% St. iRetdisanl. d. 1929

100

100

100

100,10

6Vt% Boung-Anleihe von 1930

Deutsche2lnl..-2lblöi.-©ti)ulö mit

94,9

94,75

94,9

95

Auslos.-Rechten

97,5

97,75

96

97,6

Desgl. ohne Ausloi.-Rechte .....

«% ebem.8% Hess, ^ottsftaat 1929

19,25

19,475

19,25

19,40

(rückzahlb. 102%)

6% Hess, tian Desbant Darmstadt

95

95,5

95,13

95,5

Gold R. 12

6Vz% Hess Landes-Hypotheken-

93,75

93,75

93,75

93,75

bank DarmstaDt Liaui

Cberbelfe» Provinz-Anleihe mit

93.25

93,25

Auelos.Rechten

Deutsche Komm. Sammelabl. An-

89,5

92

leihe >serie l mit Auslos.-Rechten 6% ehem 6% Franks Hyp.-Banl

93,65

96,75

94

96,5

Golopse 15 unlünDbar bis 1935

<% ehern 7% Franks Hyp.-Bank

94

94

Golvose 16 unlünöbar bis 1936 tVe% ehem 4*/i% Franks Hyp.-

94

94

--

Bank-Liau-Pfandbriefe

Wi% ehem Wt% Rheinische

92,75

89

Hyp.-Bank-Ltau.-Goldpfe. 6% ehem. 8% Pr Landespfand.

94

93,75

briefanftalt, Pfandbriefe R 19 % ehem 7% Pr Landespfand-

briefanftalt, Pfandbriefe R. 10

94

94

94

94

94

94

94

94

Gleuerautfch BerrechnunaükurS

96,9

96,9

96.9

96,9

4% OefterretdjW Goldrente.

18

19

18,5

_

4,20% Oesterreichische <5Überrente

0,80

0,80

1

5,30

4% Ungarische Goldrente

5,05

5,2

5,25

4% Ungarische Staatsrente o. 1910

5,10

5,2

535

4V2% desgl. von 1913

4,9

5,15

4,9

B% abgeft. Gvldmexikaner von 99

7,5

7,5

7,45

7,70

4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

5,3

5,3

5,25

Cer ir l ......

5,35

5,25

5,25

tranffun a. M

Berlin

Schluß- kurs

Schium. Abend» b6rf-

Schluß- für i

tpchlußk. DU tag, börse

Datum

10.1.

11.1.

10.1.

11-1.

<% desgl. Serie II

5,5

_

5,25

5% Rumün. vereint). Rente v. 1903

4

4

4

4

4^°/c>Rumän.vereinh.Renteo.l913

6,40

6,25

4% Rumänische vereinh. Rente ..

3,3

3,35

3,3

3,40

8%% Anatolier .............

26,75

26,75

26,75

27,13

yamvurg-Amertka-Paket .... O

27,5

27,5

28,4

27,65

Hamburg-Südam. Dampfschiff O

25

Hansa-Damvfschiff ....... o

Norddeutscher Lloyd ........ o

29,75

29,75

30

29,5

M.®, für Verkehrswesen Ml. . O

66

66

66.5

64,75

berliner HandelsgeseUfchast . 4

88

88

88

88

Uommerj. und Privat-Bank O

48,25

49,25

47,75

49

Deutsche Bank und Disconw»

Gesellschaft.. ............. o

Dresdner Bank.............. o

Reichsbank ................ jg

58,5

60,5

164

58,5

60,5

58,5

60,5

164

58,5

60,5

164,75

AG.®......................

27,9

26,4

27,75

26,75

Bekula.............. Q

d?Lnma*aesellfchafi... 6

121,75

91,5

121

91,25

121,4

91

120,5

90,25

Licht und Kraft .. 6

Helten & Guilleaume . ..... o

fihKni(5;,-^llefZ5Unlccnc6,nuna6

WiniidK (ileftriAitäl ....... 5

^schuckert & (£0. «

Siemens L Halske. .. ' ' 7

Lahmeyer LEo.........**2'l0

99,25

53,13

89

93,5

103,25

148,5

113

100,5

53,75

89,25

92

102

148

110

99,75

53,5

88,9

93,5

103,5

148,25

113,5

100

54

89,65

102

147

112

Buttere» .................

Deutsche Srdöl .............. 4

74

74,5

74,75

74,5

104

104

104,25

103

Gelsenkirchener...............

59,5

58,25

59,75

58,5

Harpener ........... q

Hvesch Eisen-Köln-Neuester, .. 0

Äse Bergbau

Alse Bergbau Genüsse........ «

Klöcknerwerke ......... O

vrannesmann-RSbree........Ö

89,75

108,5

59

61

88,5

108,25

58,5

61,5

89,5

67,9

109,5

58,65

61,13

88,5

66

108

58,5

61,5

Hrani'ur a. 211.

Benin

Schluß» Iur4

Schluvi. Abend- börfc

Schluß« iure

Schluß! JJlinog- börse

Datum

10.1.

|11.1.

10.1.

11.1.

Mansfelder Bergbau.......

.. O

28

28

28

27,9

Koküwerke .........

.. 0

88

86,5

Phoni? Bergbau ..........

0

45,5

45,25

46

45,4

Rheinische Braunkohlen ....

. 10

199,5

198

198,5

Rheinstahl .......

.. 0

89

87,25

88,25

86,5

Bereinigte Stahlwerke......

.. 0

37.75

38

38,65

38,4

Ctaoi Minen .........

.. 0

12

11,5

11,25

11,65

Kaliwerke Aschersleben......

.. 5

112,25

112

Kaliwerke Westeregeln......

.. 5

114

113,75

113,75

Kaliwerke Salzdetfurth.....

7V.

151

152

150

151

I. G. Farben-Industtte.....

.. 7

126,75

125,4

126,9

125,65

Scheideanstalt.............

.. 9

187

175

Goldschmidt .............

.. O

47,75

48

47

Rütgerswerke .............

.. 0

53

53

52,9

52,9

Metallgesellschaft...........

.. 0

65

65,5

65

65

Philipp HoHmann .........

Zementwerk Heidelberg ....

.. 0

70,5

69

70

69

.. 0

82,5

82,5

Zementwerk Karlstadt.......

.. 0

91

91

.

SchullhetS Payenhvfer .....

.. 0

_

_

96,9

93,5

Aku (Allgemeine Kunstseide)

. 0

41,5

42

41,5

42,25

Bemberg .........

.. 0

45,65

46,25

45,65

46

Zellstoff Waldhof ..........

.. 0

49,5

49

49

48,25

Zellstoff Aschaffenburg .....

.. 0

35,5

36,18

Dessauer Gas ..........

.. 7

114

114

Daimler Motoren..........

.. 0

37,9

37

37,65

37

Deutsche Linoleum ........

.. 0

47,25

47

47

Orenftein & Koppel........

.. 0

61

CO,25

Leonhard Tietz ...........

.. 0

15,5

15,75

15,65

15,5

Zbabe ..................

..10

138

141,5

137,5

141,5

Acrumulatoren-Fabrik......

.. 0

186,5

187,5

187

187

lonti»®ummt.............

.. 0

153,5

154

151,5

Grt-ner..................

Mainkraftwerke Höchst c.®L.

.. 0

20,65

21,13

21

21,4

.. 4

70,5

70,5

-

Süddeutscher Zucker.......

.. 8

192

-

192

192

Lombardzinsfuß 5 v H

Devisenmarkt Berlin $ranffurt a M

10.Januar

11. Januar

Amtliche

Notierung Brie

'Amtliche Seid

Notierung

I Bne

Helsingfor».. Wien ......

15 rag ......

BudapeA ... Sofia ..... volland .... C91o ......

Kopenhagen. Stockholm London ... Buenos Aires Aeuvork.... Brüssel.....

.Italien.....

Baris ......

Schweiz .... Spanien.... Danzig.....

?apan......

Rio de Jan. . Jugoslawien. Lissabon....

6,044 47,20

12,46

3,047

168,58 68,63 60,94

70,43

13,655 0,648 2,682 58,24

21,98

16,41

81,12 34,52

81.47 0,809 0,226

5,664

12,44

6,056 47,30

12,48

3,053

168,92

68.77 61,06 70,57

13,685 0,652 2,688 58,36 22,02

16,45 81,28

34.58 81,63 0,811 0,228

5,676

12,46

6,044 47,20

12,45

3,047

168,58 68,63 60,94 70,43

13,665 0,648 2,677 58,27

21,98 16,41

81,09 34,52

81,47 0,809 0,226 5,664

12,45

6,056

47,30

12,47

3,053

168,92

68,77

61,06

70,57

13,695 0,652

2,683

58,39

22,02

16,45

81,25

34,58

81,63 0,811

0,228

5,676

12,47

Banknoten.

Berlin, ll.Zanuar

fflelO

Brie,

Amerikanische Roten..............

Belgische Roten .................

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

französische Noten...............

bolländische Noten...............

Italienische Noten. ..............

Norwegische Noten ..............

Deutsch cesterreich, * IOO Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanisch« 9?ntMi_________________

2,63 58,11 60,68 13,62 16,37

168,16 21,86 68,46

70,26 80,91 34,38

2,65

58,35

60,92

13,68

16,43

168,84

21,94

68,74

70,54

81,23

34,52

Ungarische Note»..........

....