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Dienstag, 11. Dezember 193$

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberheffeni

189 Drittes Blatt

Mutsche Arbeitsfront: Oie Ausstellung der Bastler

Eine Schau des Men Fleißes

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Ui MIM MW.

Nachdruck verboten!

12. Fi^sitzung.

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uns jetzt

Die Ecke des Segelslugs und des Paddelsports.

Alle einzelnen Stücke bieten sich, dank der sorg­fältigen Arbeit der Ausstellungsleitung, in gutem Rahmen dar. Es bedarf kaum eine Betonung, daß die Dinge der Ausstellung unverkäuflich sind.

Wendet man sich zunächst der Abteilung der-

» Erregung zu sinnvoller Freizeitgestaltung".

«i Suorte umschließen den Sinn der Ausstellung l »fommener Weise. Dem aufmerksamen Be­

er auf.

Die anderen ^Unterhaltungen können wir ja? ein anderes Mal aufsparen. Ich bin hundemüde." Er gähnte heftig und meinte:

Na und für Sie wird es jetzt auch

er wollte durchaus Borgloh von seinen trüben Ge­danken ablenken. Und das gelang ihm vollkommen. Endlich gegen ein Uhr nachts merkte er, wie Fried­rich Borglohs Züge Zeichen der Abspannung zeig­ten wie seine Augen müder wurden. Da stand

dk -rtnag die Schau tatsächlich manche wert- eil Anregung zu geben. Die Ausstattung der cm »schah in sehr ansprechender Weise durch

Die Spielzeugecke. Im Vordergrund ein respektabler Erbhof. (Aufnahme: Photo-Pfaff.)

sein, lieber Borgloh! Kommen Sie, ich begleite Sie herüber. Der Baderaum ist direkt neben Ihrem Fremdenzimmer. Erst nehmen Sie aber einmal das Schlafmittel. Der gute Talby hat es sicherlich schon trinkfertig auf Ihren Nachttisch gestellt. Wir haben schon manchmal solche Patienten hiergehabt, die auch behaupteten, nicht schlafen zu können. Am nächsten Morgen hätten wir beinah Kanonen ab­schießen können, um sie zu wecken."

Friedrich Borgloh tat, was Mac Lean ihm ge­raten hatte. Er ging hinüber in sein Fremden­zimmer. Es war ein behaglicher Raum mit ruhi­gen, schönen Möbeln aus grauem Ahorn. In einer Nische stand das breite Bett. Eine Lampe am Kopfende gab einen behaglichen, gedämpften Schein. Auf dem Tische stand ein Glas, zum Viertel mit einer milchigen Flüssigkeit gefüllt. Friedrich- Borg­loh trank sie hinunter. Sie schmeckte ein wenig bitter, aber nicht unangenehm. Dann zog er seinen Pyjama an, den der alte Diener bereits auf dem Bett ausgebreitet hatte, und ging ins Badezimmer nebenan. Er duschte sich warm und fühlte dann ziemlich bald eine angenehme Ermattung.

Gute Nacht, Borgloh!" rief hinter der Tür des Badezimmers Mac Lean.Schlafen Sie gut und denken Sie an nichts mehr. Es wird alles gut werden. Das verspreche ich Ihnen."

Bald lag Friedrich Borgloh in seinem Bett. Mac Lean schien recht zu haben: die Kognaks im Ver­ein mit dem Schlafmittel ließen eine immer schwe­rere Ermattung in ihm aufkommen. Die trüben Gedanken, die ihn wieder überfallen wollten, konn­ten gegen diese Müdigkeit nicht ankommen.

Es wird schon alles gut werden!" Diese Worte waren das letzte, was er zu denken vermochte. Dann fiel er in einen schweren, traumlosen Schlummer.

Mac Lean selbst hatte noch lange Zeit keinen Schlaf finden können. Er faß in feinem Arbeite zimmer, rauchte feine geliebte Pfeife. Sein Gesicht trug einen grüblerischen und ernsten Ausdruck. Nach einer Weile stand er auf, ging leise den Korridor entlang bis zum Fremdenzimmer, horchte an der Tür. Nein es war alles still. Auch durch das Schlüsselloch fiel kein Lichtschein. Borgloh schien also wirklich schon eingeschlafen zu sein.

Armer Kerl!, dachte Mac Lean, die Sache schmeckt schlecht-, sie schmeckt verdammt schlecht. Was wird aus alledem wohl noch herauskommen?"

Roman von Rainer Selben.

Urheitwechtsschutz: Fünf-Türme-Derlag, Halle (S.)

®llni< schöne Arbeiten: Gitarre, Schreibzeug, Schatulle. Den Jungen interessiert natürlid) besonders die hanseatische Kogge.

*18d en war Pg. Andres mit bestem Erfolg iillimbernsroert ist in allen den Dingen, die siici Beschauer entgegentreten, der ungeheure ft nd die Sorgfalt, wie auch die Ausdauer, krön den meisten Fällen zu Werke gegangen ae.l:s war wie die Ausstellungsleitung ver-

nne, alles Qbtw : elften )0, Koggen , 171,50, alles 5- ; genannten $<; : GXI168M ' iXIV 165$) Bei WasseM Sommergm OIII unbl 50, R XV 24, ch. Weheim Wenenkleie \ e RXin 9,813 ) MhlmstM

Lande-kMM ot mit MM mSUM- ^abriNIt W 9^ Äs 9,70. M oflehv. OE 2,SO bis W « g. lenbenj ich v

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mich^er unbekannte junge Mann mit dem dunk­len jMp nicht zu kennen. Auch ich habe ihn noch

Imuß zunächst unauffällig Zutritt in Ihr Hausr öükommen. Zum Glück hatte ich mich bei mein i£! iiioftümierung als Zigarettenhändler so un« fenntepf) gemacht, daß man in mir den Detektiv Tlac ii fern kaum vermuten wird. Außerdem scheint

wer bei

Tcü lachte Mac Lean:

Tlh ijft doch sehr einfach! Ich habe in Amster­dam m i -einige gute Freunde. Im übrigen, mein lieben ki.rgloh, Sie sind in Amsterdam recht leicht­sinnig gMesen! Man spaziert in den kleinen Gas­sen knien Grachten nicht keck abends ohne eine Waffft I^rum. Hafenstädte sind immer ein etwas unsicher Pflaster. Wenn Ihnen irgendetwas pa\-- fiert H m, wenn Sie von hinten einen Schlag er­halten hätten und in eine der Grachten gestürzt waren Vein Hahn hätte nach Ihnen gekräht."

Ttfrrjrbe Friebrich Borgloh sehr blaß:

TL'h-r wissen Sie, baß ich dort abends allein in nHn-.r Verzweiflung einsame Spaziergänge ge- machhlbäbe?"

das haben mir meine guten Freunde dort richtet. Ich habe Sie nämlich ein klein wenig bewcach: lassen."

5i glauben, daß mir eine Gefahr droht?"

,,J^ Glaube vorderhand gar nichts, als daß wir hier 3 Beginn einer Kette stehen, deren Ende wir Dd| nicht abfehen können. Da ist Vorsehen für tu= alle immer besser als Nachsehen. Aber nun )in Sie meinen Plan: Ich gebe jetzt ein Ielei j:T:im an einen meiner Freunde nach Amster­dam^ :i. Er ist schon instruiert. Es geht sofort banatr iin Telegramm mit Friedrich Borgloh un- terze'!ii t, an Ihre Gattin. Morgen früh treffen Sie rudern Londoner Bahnhof ein und bringen einem ^«und noch mit."

col fein können. Zusammengetragen sind Ar- h ton Volksgenossen aus der Stadt und dem Kre s<! ließen. Die Bastler gehören den verschie­densten Berufsgruppen an. Der Maurer und der In cfiiur, der Handlungsgehilfe und der Schlaf-

"lauf. $i,s:

jenigen zu, die sich gerne mit dem Bleistift, mit der Feder oder dem Pinsel beschäftigen, so muß man feststellen, daß u. a. verschiedene Arbeiten auffallen, die starken künstlerischen Charakter tragen. So fällt vor allem ein Aquarell auf, das eine Sandgrube zeigt, und sehr gut gesehen ist. Verschiedene Blei­stiftzeichnungen lassen ein reifes Können und liebe­volles Versenken in die Landschaft erkennen. Einige Delgemälbe unb Feberzeichnungen sprechen für ben Fleiß der Verfertiger.

Eine interessante Ecke haben die Bastler gefüllt, die die Arbeit ihrer Freizeit einem wertvollen Zweck widmeten. Sie bauten Paddelboote, die man in den verschiedensten Entwicklungsstadi.en sehen kann. Bewundernswert ist die schnittige Form der Boote. Ernste Beschäftigung verraten auch die sorgfältig gebauten Segelflugzeugmodelle. Breiten Raum neh­men die Arbeiten jener ein, die ihren Kindern durch die Anfertigung schönen Spielzeuges Freude machen wollen. Man sieht ganze Puppenhäuser, komplett eingerichtete Schlaf- und Wohnzimmer, in denen viel handwerkliches Geschick Ausoruck findet. Bur­gen in vielfacher Gestaltung und bunter Bemalung machen sicherlich manchem Jungen Freude, eine Lokomotive mit Tender, mit Dampf zu betreiben, ein großer Bauernhof mit allem Getier und Gerät, Wagen und Pferde, ein Karussell, Bleisoldaten usw. sind unter geschickten Händen entstanden.

Ein großer Teil der Bastler hat sich um die Schaffung brauchbaren Hausgerätes bemüht. In Laubsägearbeit wurden Lampen und Vogelbauer hergestellt, Tischchen und Tabletts in Schnitzmanier und Einlegetechnik geschaffen, Schatullen und aller­lei Modelle verfertigt, für die oftmals Hunderte von Arbeitsstunden verwandt werden mußten. Beson­derer Erwähnung bedürfen eine schöne boppel- chörige Gitarre, ein formvollendetes, sehr geschmack­volles Schreibtisch, eine einfache Schatulle und. ein Kerzenhalter, die sämtlich einen kultivierten Ge­schmack verraten. Weibliche Handarbeiten werden besonders die Aufmerksamkeit der Frauen erregen.

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ebörse.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Schenken aber mit Verstand.

Um die Weihnachtszeit sind die meisten Frauen etwas zwiespältig gestimmt: schenken, ja! Aber was? Das macht ihnen Sorge. Der Geldbeutel hat dabei doch ein sehr ausschlaggebendes Wort mit- zureden. Aber auch die Bevorzugten, die es sich leisten können, mit einem langen Namenzettel die Läden zu durchwandern, haben Sorgenfalten auf der Stirn und wissen nicht, was sie schenken sollen.

Da hilft nur eins: sich ganz fest in die Lage des zu Beschenkenden hineindenken, sich ihn selbst vor Augen stellen, seine Umwelt, seine Neigungen und seine Abneigungen sich vergegenwärtigen, die er im Laufe des Jahres doch gewiß einmal geäußert hat. Diele Frauen machen den Fehler, zu schenken, was ihnen selbst gefällt, was sie sich wünschen, und sie sind dann erstaunt, wenn sie mit ihrer Gabe nicht den Dank finden, den sie erwartet haben.

Man soll nicht einem Onkel, der Wolle nicht leiden kann, ein Sosakissen sticken die ganze mühsame Arbeit ist umsonst getan, während ihm ein hübsches Lederkissen wahrscheinlich viel Freude gemacht hätte. Der Hausfrau, die wenig Zeit zur Instandhaltung ihrer Wohnung aufwenden kann, ist mit einem Ziergegenstand, der aufgestellt werden soll, wenig gedient, ein kleiner praktischer Gegen­stand, der ihr die Arbeit in der Küche erleichtert, wird ihr viel willkommener sein. Wenn man schenkt, soll man nicht Wert darauf legen, bei jedem Be­such wieder feststellen zu können, wie schön die Vase ist, die man geschenkt hat. Die Hausfrau in der Kleinwohnung wird für ein Geschenk, das sie in die Kredenz tun kann, dankbarer (ein, als für eines, das einen sichtbaren Platz beansprucht, der nicht vorhanden ist.

Bücher zählen zu den schönsten Geschenken, aber sie sind auch etwas heikel. Man muß die Neigung des Empfängers genau kennen, muß unter Um­ständen feinen eigenen Geschmack ganz ausschalten können, um in jedem Falle das Richtige zu treffen. Man sollte kein Buch verschenken, ohne es nicht vorher wenigstens flüchtig durchzublättern und Stichproben zu lesen. Der Buchhändler, so gerne er uns auch berät, kann doch wirklich den literari­schen Geschmack des Empfängers nicht kennen. Und hat man trotz guten Willens daneben getroffen, dann keine Empfindlichkeit, wenn es umgetauscht werden soll. Gerade der, der Bücher wirklich liebt, und dem, der sie schenkt, herzlich dankbar ist für seine Gabe, leidet unter einer falschen Wahl und wird nie ein Verhältnis zu einem Buch finden, das ihm nichts sagt, mag es auch ein noch sobe­rühmtes" fein. Im andern Falle wird er es aber nie zur Hand nehmen, ohne daß dabei ein freund­licher Gedanke zu dem Geber geht.

Auch die allervraktifchsten Geschenke müssen ein weihnachtliches Aussehen bekommen, das mit etwas Grün und Silber, einem kleinen Licht, ein paar bunten Kugeln usw. leicht herzustellen ist. Beson­ders Kindern sollte man den Alltag, der nun ein­mal einem Anzug, Strümpfen oder Schuhen an­haftet, im wahrsten Sinne des Wortesvergolden" ein paar Nüsse in der Hosentasche, ein Notiz­buch ober dergleichen lassen den Jungen schnell ver­gessen, daß er das Kleidungsstück ja sowieso hätte haben müssen. Die Patin soll auch nicht am Weih­nachtsabend dauernd betonen, daß das gute Stück aber ja geschont werden muh. Diese Pädagogik I kann nach Weihnachten einsetzen. An den Festtagen aber sollen sich ja alle freuen die Beschenkten und die Schenkenden.

Schenken aber mit Verstand unb sehr viel Liebe. Das sei bie Vorweihnachtsparole.

Vornotizen.

Tageskalenber für Dienstag. NS.» GemeinschaftKraft burch Freube", Haus ber DAF.,

Und der Freund?"

Bin ich. Das ist doch ganz einfach. Ich habe großes Interesse daran, mich in Ihrem Hause ein­mal umzusehen und vor allen Dingen Mister und Mistreß Parkins kennenzulernen. Einverstanden?"

Ich bin mit allem einverstanden, was Sie rich­tig finden, Mister Mac Lean!" sagte Friedrich ge­preßt.Und nun danke ich Ihnen herzlich. Ich werde also für heute nacht nicht nach Haufe zu­rückkehren, sondern in ein Hotel gehen. Viel schla­fen werde ich allerdings nicht, das fühle ich schon", sagte er mit einem trüben Lächeln.

Mac Lean drückte Friedrich Borgloh sehr ener­gisch auf den Klubsessel zurück:

Das ist Nonsens, was Sie da vom Hotel sagen, Borgloh! Mein Fremdenzimmer ist immer gerüstet. Machen Sie mir die Freude bleiben Sie hier! Mein guter Talby jammert ohnehin schon seit langem, daß unser Haus so einsam ist."

Wie soll ich Ihnen das alles einmal vergelten, Mac Lean? Sie sind wirklich rührend zu mir!"

Na warten Sie nur ab, wieviel Millionen ich dann von Ihnen verlangen werde, wenn wir die Sache aufgeklärt haben!" scherzte der Detektiv. Dann fuhr er, ernster werdend, fort:Sie wis­sen doch, Borgloh, daß ich Sie von Herzen schätze. Wenn es mir gelingt, in das Dunkel Ihrer Ehe ein wenig Licht zu bringen unb Sie vielleicht wie- ber mit Ihrer kleinen Frau zusammenzuführen, bann ist bas für mich etwas sehr Schönes. Unb nun kein Wort weiter von Dank unb berartigem Unsinn! Sie haben jetzt nichts zu tun, als sich vor­zunehmen, sehr gut zu schlafen."

Ja wenn es mit bem guten Willen schon getan wäre!"

Dann helfen wir eben bem guten Willen mit ein paar orbentlichen Kognaks unb einem Schlaf­mittel nach. Im Ernst, Borgloh, Sie müssen schla­fen! Sie können nicht wissen, wie Sie in ben näch­sten Wochen Ihre Nerven noch brauchen werben. Unb bis Sie fdjlafmübe finb, erzählen Sie mir ein bißchen von Ihren aftikanischen Erlebnissen. Ich habe mich gerabe in ber letzten Zeit mit ein paar Giftfällen herumschlagen müssen, bie ich in meiner Praxis erlebt habe. Ich vermute, ba steckt irgenb» ein neues Teufelszeug aus exotischen Pflanzen ba» hinter. Wenn Sie mir ba ein bißchen Aufklärung geben könnten, würben Sie mir einen großen Ge­fallen tun." .

Friebrich Borgloh war beinah erfreut, daß er Mister Mac Lean mit irgend etwas dienen konnte. Und alsbald saßen bie Männer über bicken Bü­chern mit chemischen Formeln unb Notizen in ber Bibliothek Mac Leans. Friedrich Borgloh erklärte unb sprach eifrig. Mac Lean hörte anscheinenb un- : geheuer interessiert zu, warft sachverstänbige Fra­gen bazwischen, wollte immer Neues wissen. Heim- : sich aber mußte er lächeln. Wenn der gute Borg- i loh ahnte, daß er all das, was er jetzt fragte und von ihm erklärt bekam, schon längst wußte! Aber

>ei! Hilfsarbeiter und ber Schuhmachermeifter usw. fii in bunter Reihe nebeneinander vertreten.

i - nicht leicht, die Bastler zu veranlassen, Sboeiten zu zeigen, denn Bastler finb ber ...yil u s ellung ihrer Person im allgemeinen ab- 'dm von hold.l C ist um so erfreulicher, baß biefe Ausstel­ler der Sh? lung ngu anbe gekommen ist, weil in ihr boch viele Tinge rithalten sind, die einem breiteren Kreise

zembn: Gymnastik £ mgen. 6.55: tert. 8-30: SB : MchrM 12: Mittags'^ 3.10: MchrM

-beucht. 15- J* ute aus bem ifterfenbung < ttagskonzert. > !°ltungslonzL richten. 20-10', ®erL*L W nie | yijijti-eit. Auch in den Verbrecheralben, bie ich 7eSh mir i jr Sicherheit gestern bei meinem guten Freu Mi in Scottlanb Pard, bem Inspektor Mel- f lingtM langefcfjaut habe, ist sein sympathisches

it. AntWncht zu finben. Ich möchte also benken, baß

-- dieser: junge Mann auf dem Parkett des Londoner IBerbmifj-rtums noch keine alte Rolle spielt. Silier» bingei ss: er dafür schon äußerst geschickt, wenn es ihm :g!kmg, mich in diese Falle zu locken. Ich habe nun. tfilcmben Plan: Sie telegraphieren von Am- fterMn uus, daß Sie morgen früh in Begleitung einesn inen Freundes aus Amsterdam ankommen." Fr Und) Borgloh fragte verständnislos:

':'ann ich denn von Amsterdam telegraphie­ren, >vkM ich bereits in London bin?"

7. Kapitel.

In ihrem Toilettenzimmer faß Eva Borgloh. Sie war gerade aus dem Bad gekommen. Ein Kimono aus lichtgrüner Seide, mit großen wei­ßen Schmetterlingen bestickt, legte sich eng um bis schlanke Gestalt. Die Zofe ftanb hinter ihr und legte Evas Haar in leichte Wellen.

Was meinen Sie, Lizzi, was ich heute zum Nachmittagstee anziehen soll?"

Ich denke boch, bas Weiße, Mistreß Borgloh! Das Weiße mit bem roten Seibenjäckchen."

Meinen Sie?" fragte Eva nachbenklich.Ja vielleicht! Geben Sie mir boch noch einmal meine Schmuckkaffette her, Lizzi!"

Die kleine, flinke Zofe in bem schwarzen Sei» denkleibchen unb bem weißen Schürzchen lief zu bem verborgenen Safe an ber Wand. Die seidene Tapete mit den Rosenmustern war so darüber­geklebt, daß nur sehr aufmerksame Augen bie kleine Naht in bem Gewebe sehen konnten. Ein winzig kleiner Kopf, gleichfalls mit biefer rosa Seibe über­zogen, war bie Oeffnungsstelle. Die Zofe brückte auf biefen Knopf. Eine kleine Tür schob sich zur Seite, bahinter kam eine kleine, bicke Stahlplatte zum Vorschein, bie ein außerorbentlich geschickt an­gebrachtes Kunstschloß aufwies.

Eva ftanb auf, nahm aus ihrem Toilettentisch einen kleinen Schlüssel unb reichte ihn der Zofe. Diese schloß das Safe auf. Die kleine Stahltür sprang auf und gab eine Wandnische frei. Diese Nische war mit dunklem Samt ausgeschlagen und hatte mehrere Fächer. Jedes dieser Fächer barg eine Anzahl von ledernen Etuis.

Die Zofe brachte Eva eines dieser Etuis. Evu stellte es vor sich hin öffnete es. Mit entzück­ten und gierigen Augen betrachtete sie den Inhalt des Kästchens' Auf schneeweißem Samt ruhte eine Kette von Rubinen, darunter lagen zwei Arm­reifen und ein Ring mit einem großen, frei ge­faßten Rubin. Das Sonnenlicht vom Fenster her fiel auf die Steine. Sie leuchteten auf, glühend, ge­heimnisvoll unb üppig.

Lizzi sah ihrer Herrin über bie Schulter:

Alles wunderschön, Mistreß Borgloh!" ver­sicherte sie.Es ist nicht zu glauben, was bie Ju­weliere heutzutage für Jminationen Herstellen. Die Steine sehen aus, als wären sie gerabezu aus Afrika geholt. Unb babei finb sie boch nicht echt. Es ist nicht zu glauben."

Eva Borgloh lächelte leicht:

Nein es ist wirklich nicht zu glauben, Lizzi! Unb boch ist es so. Aber Sie wissen kein Wort darüber zu irgend jemand. Ich möchte nicht, baß irgend jemand aus der Gesellschaft erfährt, daß ich mich mit unechtem Schmuck zufriedengeben muß. Erst neulich sagte bie Herzogin von Devons zu mir, daß sie mich um meine schwarzen Diamanten geradezu beneide. Ich würde mich lächerlich machen, wüßte jemand, baß alles nicht echt ist."

. (Fortsetzung folgt!)

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i i yause ber Deutschen Arbeitsfront in ber Sl cknzmstraße (Saal) ist gegenwärtig, veranstal- 1 ' poi ber Deutschen Arbeitsfront (Kraft burch FrecndeS eine Ausstellung zu sehen, die nicht alb Fäfife ist. Arbeiten von Bastlern finu zusammen-

* gi unb zur Schau gestellt worben, bie^sich eqnisse eines stillen Fleißes bartun unb einen ji Anblick in bas Wesen berjenigen Volksge- nGs'In estatten, die neben ihrer täglichen Arbeit im ISterjtf seit und Kraft genug finden, sich mit ihrem gG Sein einer Liebhaberei zu widmen unb Tlcjt Haffen, bie für die Verfertiger, wie auch oft* i'lriien Kreis ber Familie unb barüber hin­aus ;rße Freube bedeuten. Die Ausstellung steht unte lt itn Motto: