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Vorpostengefecht um Abessinien

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eiter wie Unternehmer, die an einem

Oie neuen Wirtschastsgesetze

Berlin, 10. Dez. (DNB.) Reichsovganisattons- Letter Dr. Ley hat einen Aufruf erlassen, in dem es u. a. heißt: Soldaten der Arbeit! Die NSDAP, hat in ihrer Gsmeinschaftsform, in der der Arbeiter neben dem Studenten, der Bauer neben dem Bür-

solchen Appell teilnehmen konnten, unendlich be­glückt waren, und daß mir viele Unternehmer be­reits heute erklären, daß sie ohne diesen Appell gar nicht mehr auskommen können. Ein Unternehmer schreibt mir, daß d i e Verspätungen in den Zeiten der Kontrolluhr bis zu 30 v. H. betragen haben und heute bei dem

der ErkenntnisBom Ich zum vom Individuum zur Gemeinschaft.

Moskau will die erste Lustmacht werden.

Riesige Anstrengungen der sowjetrussischen Flugzeugfabriken.

Gin erfundenes ViSmarckwott.

Dr. Dietrich über das Echo seines Kölner Vortrags.

Berlin, 10. Dez. (DNB.) Der Reichspressechef der NSDAP., Dr. Otto Dietrich, hat dem Ber­liner Vertreter der DüsseldorferDolksparole" eine Unterredung gewährt, der zunächst daran erinnerte, daß Dietrich in seinem Vortrag über dieNeue Sinngebung der Politik" das bekannte Bismarck­wortDie P o l i t i k i st d i e Kunst d e s M ö g - l i ch e n" angegriffen und an feine Stelle als neue nationalsozialistische Sinngebung des Politischen: Die Politik ist das unmöglich Erschei- nendemöglich zumachen!" gesetzt hatte. Dr. Dietrich erwiderte, daß sich sein Vortrag nicht gegen Bismarck, sondern gegen jenes Bismarck zugeschrie­bene verhängnisvolle Wort gewandt habe, mit dem Bismarcks Epigonen ihre politische Entschlußlosig- keit deckten und ihre faulen parlamentarischen Kom­promisse entschuldigten. Dr. Dietrich fuhr dann ort:Heute kann ich Ihnen eine schon fast sen­sationelle Entdeckung mitteilen: Dieses Würt stammt gar nicht von Bismarck es wurde i h m u n t e r g e s ch o b e n!" Nirgendswo ist der Nachweis dafür zu finden, daß Bismarck jemals das Wort gesprochen hat. Ich bin glücklich, das öffentlich feststellen zu können, um so mehr, als ja die Kunst der Politik, die Bismarck in der Tat ge­übt hat, im Gegensatz zu diesem Worte stand.

Als Punkte seines zweiten Vortrages in Köln, die die stärksten Widerhall in der Oeffentlichkeit gefun- den hätten, bezeichnete Dr. Dietrich:

1. Die Notwendigkett der

Oie philosophischen Grundlagen des Nationalsozialismus.

Eine Unterredung mit dem Jieichspreffechef der NSDAP.

Die Gemeinfchast der Schaffenden.

Or. Ley rüst zu Betriebsappellen auf.

1. Die Gemeinschaft ist nicht ein Kollektiv, ein zusammengewürfelter Haufen von Menschen, son­dern sie ist ausgerichtet, jeder hat seinen Platz.

2. Oberstes Gesetz der Gemeinschaft ist d i e D i s z i- plin, ausgedrückt durch die BegriffeFührer" undG e fo lgsch a ft".

3. Jeder muß wissen, daß er nur soviel von der Gemeinschaft verlangen kann, als er bereit ist, der Gemeinschaft zu geben.

4. Die Gemeinschaft wird erst dann zu einer Kampfgemeinschaft, wenn sie auf ihr Ziel marschiert. Deshalb müssen wir verlan­gen, daß jeder, der in Deutschland Arbeit und Brot haben will, an dem Aufbau dieses Deutschland teil nehmen muß.

5. Damit die Gemeinschaft den Kampf mit dem Schicksal bestehen kann, muß sie zur H i l f e l e i - tung erzogen werden, d. y., daß jeder einzelne in dieser Gemeinschaft zur Hilfeleistung angespornt wird.

Wir gehen in die Betriebe, um dem Ge­meinschaftsgedanken Eingang zu verschaffen. Diese Arbeit zu vertiefen, gehen wir jetzt einen Schritt weiter. Eine ganz neuartige Werbung setzt ein: Der Vetriebsappell. Wir wollen damit erreichen, daß dem Betriebsführer wie seinem Gefolgsmann Gelegenheit gegeben wird, sich im Betrieb Aug in Auge zu schauen, um alsdann die Sorgen des Be­triebes gemeinsam zu tragen.

Aus meinen Erfahrungen, die ich aus den bis herigen abgehaltenen Betriebsappellen gesammelt habe, kann ich nur bestätigen, daß sowohl A r -

Betriebsappell a u f 3 v. H. z u r ü ck g e go nati fmb. Em anderer Wirtschaftsführer, und zwar vor einer Weltfirma teilt mir mit, daß sie durch di, Betriebsappelle eine derartige L e i st u n g s st ej. g e r u n g erreicht habe, daß sie in der Lage f?i lebe Konkurrenz zu schlagen. So sehen wir au» daß das Gerede, die Betriebsappelle würden wirt- schaftlichen Nachteil bringen, absolut abwegig ist Ich möchte hier einige wenige Anregungen geben die ich aus meiner Besichtigungsreise gewonnen habe.

Grenzmächten Italien, Frankreich und England anderseits geschlossen wurde und die politische UnverletzbarkeitAbessiniens garantiert, dagegen die ^wirtschaftlichen Beziehungen freigibt.

Der jetzige Grenzstreit hat eine lange Vorge­schichte. Abessinien hatte sich durchaus unerwartet den italienischen Kolonisationsgelüsten derart wider­setzt, daß Italien die schon ausgestreckte Hand nach abessinischem Gebiet zurückziehen mußte. Nach­dem nämlich Italien sich anfangs der neunziger Jahre wie ein Oelfleck von der Küste her gegen Abessinien ausgebreitet hatte, kam es zu einem militärischen Vormarsch auf Adis Abeba, der Hauptstadt Abessiniens, der aber kläglich schei­terte. Ras Menelik II. schlug die Italiener nicht nur vernichtend bei Adua, sondern nahm auch den Italienern 1500 Gefangene, darunter 2 Generale und 1 Oberstleutnant, den ganzen Artilleriepark fort. Italien war damals so erschöpft, daß es die Unabhängigkeit Abessiniens garan­tieren mußte. Es verzichtete im Frieden von Adis Abeba auf die Gebiete, die es vom abessinischen Territorium bereits eingesteckt hatte. Die Abessinier hatten sich als eine durchaus kriegstüchtige Rasse erwiesen.

Das Land, dessen Herrscherhaus behauptet, aus einer Verbindung der Königin von Saba mit dem König Salomon zu stammen, ist ein schwer zugäng­liches Gebirgsland, die Kultur ist ägyptischen Ur- sprungs, die Reichssprache war zwar das Arabische, die Verkehrssprache aber und neuerdings auch Reichssprache, ist das Amharische. Das Land zer­fällt in verschiedene Stämme, von denen ein Drit­tel koptisch-christlich ist, während alle anderen dem Mohammedanismus angehören. Nach dem Tode des Besiegers der Italiener, Ras Menelik, und der Entthronung Lid sch Iassus lag seit 1916 die Herrschaft in den Händen der Kaiserin Taitu, dann bei der Kaiserin C e o d i t u und seit 1930 herrscht der bekannte Ras T a f a r i, der sich NeguL Neqesti, König der Könige, nennt. Er ist durchau? modernen Ideen zugänglich, hat nicht nur seine Truppen, sondern auch sein Land modernisiert und im Völkerbund durch seine Delegierten eine Tätig­keit entwickeln lassen, der die Italiener nicht immer freundlich gegenüberstanden. Das Land hat min° gestens 11 Millionen Einwohner und der Kaiser kann sofort ein Heer von' mindestens 100 000 Mann mobilisieren, daneben 300 000 bis 400 000 Mann Rerserven, die aber bei der modernen Bewaffnung und kriegerischen Art der Stämme in jenen Gegen­den einen hohen militärischen Wert besitzen.

Da die B o d e n s ch ä tz e des Landes, vor allem Gold und Silber und Kupfer, noch unerschlos­sen sind, die Japaner neuerdings umfangreiche Baumwollkonzessionen erhalten haben sollen, haben die Italiener nach ihrer Niederlage sich zunächst beschränkt, passiv zu bleiben. In den franzö- sisch-itallenlschen Kolonialverhandlungen bot Frank­reich den Italienern an, an der Eisenbahn teil-

Banken eine L i q u i d i t ä t s r e s e r v e in kurz­fristigen Handelswechseln oder lombardfähigen Pa­pieren anlegen, und zwar bis zur Höhe von 30 Pro- ^?sit ber fremden Gelder. Weiter ist vorgesehen, eine H o ch st grenze für Effektenbesitz und eine Grenze für Großkredite. Diese Groß- kredlte werden kontrolliert durch die sogenannte Evidenzzentrale. Die Kreditkontrolle wird durch eine Zentralkontrolle wesentlich erleichtert. Weiter haftet jetzt der Geschäftsführer der Banken auch materiell. Diese Frage wurde bei der Banken- Ase aufgeworfen, aber nie gelöst. Wenn jetzt der Geschäftsführung der Banken ein Teil ihres Ge- schaftsgewinnes genommen und dieser zu einem yaftungsfonbs benutzt wird, kann der Klein- kapitilist darin eine Sicherung erblicken, die bisher fehlte. Das Gesetz greift tief in die Struktur der Banken ein.

Um so mehr als durch das Aufstockungs- gesetz ebenfalls ein scharfer, aber berechtigter gngnff in bie Verhältnisse der Aktionäre erfolgte. Wir sind sehr kapitalarm und besonders für öffent­liche Aufgaben wird das private Kapital sich gar nicht oder sehr schwer bereitfinden. Andererseits hat der Staat durch feine Ankurbelung der Wirtschaft

Die scharfe Trennung des Geld- und Kapitalmarktes durch die neuen Wirtschafts­gesetze ist nach sorgfältigen Vorbereitungen erfolgt und unterwirft ein Gebiet nationalsozialistischen Geoankengangen, auf dem bisher der Liberalismus vm-herrschend war. Der Nationalsozialismus wendet sich nicht gegen das Kapital, er wendet sich auch nicht gegen die freien schöpferischen Kräfte, aber er beschneidet d i e Auswüchse und schafft dem Sparer eine sichere Basis. Nach den Ergebnis­sen der Banken-Enquete war zu erwarten, daß grundlegende Veränderungen erfolgten. Das neue

?nngt vor allem die Konzessions- p f l ich t für Kredit-Institute, ferner wird vorge- schneben, daß ein angemessener Teil Eigen- kapital im Verhältnis zum Fremdkapital vor­handen sein muß und schließlich sind die L i q u i - £ p * $ ? ° rJ $ r i f t e n verschärft worden. Die Barliguiditat der Großbanken betrug vor dem Kriege etwa 15 Prozent, im Jahre 1913 war sie auf 8 Pro- zerit gesunken, nach der Bankenkrise betrug sie kaum 2 Prozent. Sie hat sich inzwischen auf 4 Prozent gehoben aber das genügt noch lange nicht. Hier wird also durch die Verschärfung der Vorschriften sme größere Liquidität erreicht. Wetter müssen die

zunehmen, die von Dschibuti, dem guten Hafen von Französisch-Somaliland, als einzige Verbin­dung mit Adis-Abeba herstellt. Neuer­dings ist es nun zu Aktionen gekommen, für die ganz verschiedene Berichte vorliegen. Die Italie­ner berichten, daß starke Gruppen abessinischer Truppen mit einer Kanone und mit vielen Maschi­nengewehren eine italienische Vorhut von Eingebo­renen angegriffen hätten, es sei aber den Italienern gelungen, die Angriffe abzuweisen. Man muß hier­bei bemerken, daß die G r e n z e n zwischen Somali- land und Abessinien noch nicht fest abgesteckt sind. Ganz anders dagegen lautet eine Meldung, die Reuter über den Zwischenfall verbreitet. Danach hätten nicht die Abessinier, sondern die Italiener angegriffen, und zwar hätten sie mit allem möglichen modernen Material eine englisch­abessinische Kommission bei Ualual über­fallen. Die abessinisch-englische Kommission soll wohl die Grenzen bestimmen. Jedenfalls hat in Rom der abessinische Geschäftsträger protestiert, und die ita­lienische Regierung hat anderseits bei der abessini­schen Protest eingelegt. Die Verluste sind auf beiden Seiten erheblich, man spricht von etwa einem Hundert toten Italienern bzw. Abessiniern, und der ganze Vorfall zeigt, daß die Lage an der abessinischen Grenze bis zum Zerreißen gespannt ist.

Neuerdings verbreitet Reuter die Meldung, in­folge der Vorfälle seien die Italiener rund 100 km tief in das abessinische Gebiet eingedrungen. Wenn sich das»bewahrheitet, ließe das darauf schließen, daß die Italiener bereits mit lieber-- r a f (f) u n g e n gerechnet haben und sich seit längerer Zeit auf diesen Grenzkrieg vorbereiteten. Die abessinische Regierung dürfte daraufhin ihr Heer mobilisiert und gegen die Grenze geworfen haben. Dieser Vorpostenstreit ist bei den unterschied­lichen Interessen der dabei beteiligten Mächte von unabsehbarer Tragweite. Da Abessinien wie Ita­lien Mitglied des Völkerbundes sind, wird wohl der Völkerbund sich mit dieser Angelegen­heit beschäftigen, wenn nicht inzwischen sich aus den Grenzstreitigkeiten ein abessinisch-italienischer Krieg entwickelt.

Wer war der Angreifer?

Italien berichtigt die englischen Meldungen.

sich a u f s n e u e g e f e st i a t und die Verbindungen zur Türkei und Sowjetrußland ausbauen können. Das Bündnis der Kleinen Entente und Frankreichs habe feine feierliche Bestätigung erfahren. Durch die 6* Genf gefundene Wsung könne die franzö- jisch-italienische Annäherung nur ge­fordert werden.

bessert habe und damit auch ihre Wirtschaftlichke» Der bescheidene Gewinn solle aber nicht zur 2k schüttung einer Dividende, sondern zur roeitej» inneren Stärkung des Unternehmens verwes werden. Den Werkangehörigen werde ein Anteil- dem besseren wirtschaftlichen Ergebnis der Arbeits- Gestalt einer einmaligen Zahlung, deren Höhe fij nach der Dauer der Zugehörigkeit zur Firma rid)k- gewährt werden.

es ermöglicht, daß die Privatfirmen wieder ver­dienen konnten, und er hat ferner dafür gesorgt, daß dieser Verdienst in angemessenen Grenzen bleibt. Ohne den Staat wäre die Wirtschaft bankrott gegangen. Man kann daher das Aufblühen der Wirtschaft nicht allein der privaten Tüchtigkeit zuschreiben. Nun haben einzelne Gesellschaften im letzten Jahre außerordentlich hohe Dividenden verteilt, während die Gesamtlage der Nation sich erst sehr, sehr langsam bessert. Daher hat der Staat bestimmt, daß die Zinsberechtiaten einen Teil ihres Gewinnes bei der Golddiskontbank an­leg e n, die dafür Reichsanleihen oder sonstige An­leihen kauft, z. B. Gemeinde-Umschuldungsanleihen, deren Kapital- und Zinsendienst vom Staate garantiert wird. Es gibt künftighin kein deutsches Wertpapier, das mehr als 8 v. H. trägt. Alles übrige wird für Arbeitsbeschaffungs­zwecke verwendet, um welche Summen es sich handelt, geht schon daraus hervor, daß bei den in Berlin gehandelten Papieren eine Summe von 40 bis 45 Millionen Mart die Golddiskontbank zum Zwecke der Anleihen erhält. An diesem Bei­spiel wird deutlich, daß die Uebergewinne ver­wendet werden für Zwecke der Allgemeinheit. Der Aktionär selbst verliert das Geld nicht. Die Verzinsung der Dioidendengelder ist garantiert.

Des weiteren ist Vorsorge getroffen worden, daß sich das Börsengeschäft in der Provinz wieder be­lebt, und zwar werden vier Börsen ganz verschwin­den, andere nach regionalen Gesichtspunkten zusam­mengelegt. Diesen Börsen wird nun vor allem die'

Pflege der Papiere möglich sein, die lokalen D» ratter haben, aber nach Berlin lenkten, währe» an der Börse ihres Heimatbezirkes nichts zu tu» war. Diese Verordnung betrifft nicht die ober Produktenbörsen, sondern lediglich die dürfen. So bleibt zu hoffen, daß mit der Bereit gung des Berliner Kurszettels die Provinzbörs»» einen neuen Aufschwung nehmen. Somit weiß L Geldeinleger und Sparer sich größtmöglichst sichert, dafür läßt er aber auch sein Geld für Staat arbeiten, der ihm selbst erst die Möglich^!, gab und gibt, zu existieren.

Die sozialen Wirkungen und Tendenzen der neun Reichsgesetze kommen besonders deutlich in dem k eben gefaßten Beschluß der Friedrich Kruv, A G. zum Ausdruck, in diesem Jahre keine videnüe auszuschütten, dafür aber d i e (9 efob schäft der Werke an dem wirtschaftlichen Ergebt der Arbeit teilnehmen zu lassen. Die Leitu^ der Kruppwerke hat in einer Bekanntmachung £ die Gefolgschaft mitgeteilt, daß der Beschäftigung, grab der meisten Betriebe der Gesellschaft sich bessert habe und damit auch ihre Wirtschaftlich^

Während Italien mit Frankreich über die kolonialen Kompensationen verhandelt, die ihm nach dem Geheimabkommen von London im April 1915 zustehen, aber noch nicht erfüllt wurden, ist an der Grenze von Abessinien und Jta- lienisch-Somaliland einGrenzkrieg im Gange, dessen Ursachen wohl kaum jemals einwandfrei klar- gestellt werden können. Zwischen Frankreich und Italien und auch England verhandelt man über die Aufhebung des Vertrages von 1906, der zwischen Abessinien einerseits und den drei

London 10. ®e3. (DNB.)Gunbag Piclorial" veröffentlicht Mitteilungen eines amerikani­schen Ingenieurs, der in den letzten zwei Jahren mitgeholfen hat, die sowjetrussischen Flugzeugfabriken zu organisieren. Danach stelle eine einzige sowjetrussische Flugzeugfabrik allem jährlich über 360 mit vier M o - toren ausgerüstete Bombenflugzeuge her. Der Ingenieur bemerkt: Was Deutschland heute unternimmt, um seine Flugzeugherstellung zu beschleunigen, ist bedeutungslos verglichen mit den riesigen Anstrengungen, die in der Sowjetrepublik unternommen werden. Das Sowjetziel ist, bis 1937 eine Million fach- v e r ft ä ndiger Flugze ugf ührer zu ber"_ einschließlich einer halben Million ausgebildeter Bombenwerfer und Beobachter sowie eine halbe Million Gleitflieger und 40 neue Flugschulen. Ganz Sowjetrußland strebe heute ein ^iel an: Völlige Ueberlegenheit in der

m u s.

Die Bezeichnung gemeinschaftsbewußten natti* nalsozialistischen Denkens als Universalie mus im begrifflichen Gegensatz zum In di«'' d u a l i s m u s erfolgte aus reinen ZweckmcM keitsgründen, um die philosophischen Grundlage" des Nationalsozialismus möglichst einfach in del geläufigen wissenschaftlichen Ausdrucksweise zu rtt' deutlichen. Ich hätte natürlich auch stattUnioen salismus" ein neues Wort erfinden können. W gerade das wollte ich vermeiden. Haben wir Nahv' nalsozialisten nicht mit Erfolg das so viel miß' brauchte WortSozialistisch" ausgenommen und ihm seine wahre Bedeutung zurückgegeben- Was die Leute von gestern sich unteruniversal ' stisch" vorstellen, hat keine innere Verbindung mu dem auf rassisch-biologischer Grundlage ruhenden universalistisch-organisch orientierten Denken Nationalsozialismus."

Kunst und Wissenschaft.

Richard Strauß beglückwünscht Dr. Goebbels zu feiner Sportpalast-Rede.

Der Präsident der Reichsmusikkammer Dr. Richard Strauß, der soeben feine Konzertre, durch Holland mit größtem Erfolg be«rd« 8*

Rom, 10. Dez. (DNB.) Agenzia Stesani wendet sich gegen falsche und tendenziös entstellte Meldun­gen über den Zwischenfall an der abessinischen Grenze. Es wird vor allem bestritten, daß der Angriff von italienischer Seite aus- gegangen und auf das Gebiet des Kaiserreiches Abessinien vorgetragen worden sei. Vielmehr sei der ltalienische Militärposten in Ualual in Italie- msch-Somaliland überraschend von überlegenen abessinischen Kräften angegriffen worden, die über Maschinengewehre und ein Geschütz verfügten. Erst nach dem Eintreffen italienischer Verstärkungen habe der Angriff abgeschlagen und die ur­sprüngliche italienische Stellung wieder besetzt wer- bk" können. Unwahrscheinlich sei, daß die bewaffnete abessinische Eskorte der britisch-abessinischen Grenz­festungskommission an den Vorgängen beteiligt ge­wesen sei. Diese Kommission sei bereits zwölf T a g e vorher bei Ualual erschienen und in­zwischen langst weiter gezogen. Der Angriff, für den Italien die international übliche Genug, t u u n g fordere, sei wahrscheinlich auf das Be- t^lden eines örtlichen abessinischen Machthabers zuruckzufuhren.

' 1. Bei Kleinbetrieben, wo der Untemeb- ' mer sowieso täglich im Betrieb ist und jeden ehi- Zelnen genau kennt, wird sich ein Betrieb;. - appell überhaupt erübrigen. Hier Hl 1 auch natürlich eine Kontrolluhr überflüssig.

Bei Mittel- und Großbetrieben empfehle ich zu versuchen, mindestens monatli» zusammenzukommen und zwar am besten zu g'nn der Arbeitszeit. In Großbetrieben^ es sich empfehlen, sich zu diesem Appell mir l a u t [ p r e d; e r o n {a g e zu bedienen. Dir %t> e k Sn sich in ihren einzelnen Abteilu^ und Werkstätten auf und der jeweilige Betrieb;- lührer nimmt die Meldung entgegen. Der Wirb schaftsführer wird die Sorgen, den Geschäftsgang den Beschäftigungsgrad usw., alles, was den Be­trieb angeht, der Belegschaft dartun, um die Ge­folgschaft an seinen Arbeiten teilnehmen zu lassen. Wenn möglich, ist es wünschenswert, daß bei diesen Monatsappellen auch ein Amtswalter der DAF. kurz und klar einige weltanschauliche Ausführungen macht. Dort wird auch die Frage gestellt werden: Hat jemand noch Forderungen an den Betrieb? Er melde sich zu einer bestimmten Zeit, wo der Wirtschaftsführer versönlich für ifjn ZU sprechen ist. Dort, wo man schon mehr Ersah» rung mit Betriebsappellen hat, empfiehlt es sich, allwöchentlich einen Appell abzuhalten. Uni) wenn gar ein Betrieb schon soweit ist, täglich einen Mo rgen - und Schlußappell durch- zuführen, ist das natürlich außerordentlich zu be­grüßen und als Vorbild zu empfehlen.

Ich verlange nichts, was unmöglich ist. Ich will auch, daß gerade auf diesem Gebiet keine Heber- ftürzunge n vorgenommen werden, da mir, wie schon oben gesagt, die Schwierigkeiten bekannt sinö Ich verlange aber, daß man Verständnis und ZM mindesten den guten Willen zeigt, und M man nicht im voraus etwas ablehnt, was man iwi gar nicht probiert hat. Wir haben bewiesen, bur» die Organisation der Arbeitsfront und durch Aufbau des Werkes der nationalsozialistischen meinschastKraft durch Freude", daß unsere oielfi- orts verlachte und verhöhnte Romantik höO Realität war. Und dieser Beweis, der sich in otr Zufriedenheit der deutschen Arbeiterschaft ausbrüdt so jedem sagen, auch unseren Gegner:., daß unser Wollen zum mindesten ernst genommen wer­den muß.

ger zusammengeschweißt ist, über alle anderen Par- teien und Organisationen, über den Weimarer Staat und seine Machtmittel, über den Kapitalismus und seine Herrschaftsgelüste gesiegt und damit unter Beweis gestellt, daß ihre Organisation die allein rich­tige ist. Wir wollen die Gemeinschaft, das ist oberstes Gesetz für all unser Handeln und Tun. Allein, wir predigen sie nicht nur, sondern wir wollen sie täglich in der Arbeitsfront exerzieren und üben. Die Gemeinschaft ist das Mittel, um den Kampf für die Existenz unseres Volkes zu führen. Deshalb stellen wir folaende Forderungen an eine wahrhaft nationalsozia­listische Gemeinschaft:

®ir'.

2. Die nationalsozialistische Begründuna unb Wiedergeburt des schöpferischenFreiheft»' Begriffes als Freiheit der Persönlichkeit: Herleiten persönlicher Freiheit nicht aus dem zelwesen, sondern aus der Gemeinschaft

3. Die Aufzeigung des Wesensunterschiedes F* scheu Nationalsozialismus und Foschis

Gpionageaffäre in Tokio.

Der französische Marineattache verdächtig.

London, 11. Dez. (DRB.-Fnnkspruch.)Daily Telegraph" berichtet aus Tokio, der französi­sche stellvertretende Marineattache Unterleut­nant Teffier du Eros sei von der japanischen Polizei mehrere Male einem scharfen Ver­hör unterzogen worden, weil er im Ver­dacht st ehe, Spionage getrieben zu haben. Die Polizei habe unter dem gleichen ver­dacht etwa 20 junge Frauen bzw. Töchter von japanischen Beamten verhaftet und verhört. Diese Frauen sollen alle die fran­zösische Sprache gut beherrschen, und du Eros soll freundschaftliche Beziehun­gen zu ihnen unterhalten haben. Es wird be­hauptet, er habe die Frauen veranlaßt, ihm Ge­heimnisse der Marine st rategie, Be­schreibungen von Arsenalen und Angaben über die Herstellung von Waffen und Mu­nition zu verschaffen. Es wird ferner behauptet, daß er viele Reisen nach Plätzen unternommen habe, die im allgemeinen keine Ausflugsziele bilden, dar­unter auch befestigte Gebiete. Eine Frau in Yokohama soll gestanden haben, daß ein fran­zösischer Marineoffizier sie aufgefordert habe, mit japanischen Marineoffizieren in Ver­bindung zu treten und sich von ihnen Geheimmaterial geben zu lassen. Diese Frau sei auch in Begleitung eines ita­lienischen Marineoffiziers gesehen worden.