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ondte, da er bei der Veranstaltung im Sportpalast mläßlich des einjährigen Bestehens der Reichskul- Arkammer nicht anwesend sein konnte, an Reichs- Minister Dr. Goebbels folgendes Telegramm: Hur großartigen Kulturrede sende herzlichen Glück- -mnsch und begeisterte Zustimmung. In treue Der- chrung Heil Hitler! (gez.) Dr. Richard Straußs

Clemens Krauß zum Operndirektor der Berliner Staatsoper berufen.

Für den durch den Rücktritt Furtwänglers 'rcigewordenen Posten des Operndirektors an der Herliner Staatsoper hat Ministerpräsident- iii n g den Operndirektor der Wiener Staatsoper, lernens Krauß, berufen. Krauß wurde 1893 in Wien geboren. Er entstammt einer alten Wiener Familie. Mit neun Jahren schon kam er als Sän« zerfnabe in die Hofburgkapelle, absolvierte das Wiener Konservatorium und ging als Neunzehn- chriaer zum Theater. Seine erste Stellung war ae eines Chordirektors am Brünner Stadttheater, jtann ging er nach Riga, war als Kapellmeist.r M Nürnberger Stadttheater und als Opernchef in iltettin und Graz tätig. 1922 wurde er als Diri« ernt an die Staatsoper nach Wien berufen. Zwei swhre später folgte er einem Rufe nach Frank« «ui r t a. M., wo er vier Jahre Intendant des Opernhauses und Leiter der Museumskonzerte war. 928 wurde er als Operndirektor an die Wiener ü'taatsoper berufen. 1930 wählten ihn die Wiener Philharmoniker auch zu ihrem ständigen Dirigen« 2n, und im Sommer 1933 betraute ihn der zu« Ändige Vundesminister mit der obersten Leitung wr Hofburgkapelle.

Oie Entwicklung der Arbeitslosigkeit.

Berlin, 10. Dez. (DNB.) Die j ahreszeit« !ch bedingten Entlassungen aus den 1 ußenberufen bestimmten die Entwickelung Irr Arbeitslosigkeit im November. Die Zahl der Äbeitslosen stieg, wie die Reichsanstalt für Ar- li'itsvermittlung und Arbeitslosenversicherung be­ichtet, um 86 000 auf 2 354 000. Nach dem hohen Iseschäftigungsftand, den das Baugewerbe und Ise Baustoffindustrie schon seit dem Früh- jühr d. I. erreicht hatten und nach der starken hrinbung von Arbeitskräften in der Landwirt- stih a f t mußten die Entlassungen aus den Außeu- li-rufen mit der Verengung der Arbeitsmöglich- liiten im Freien einen gewissen Umfang .mnehmen.

I Unter den konjunkturellen Berufsgruppen haben m folge beendigten Saisongefchäfts mr das Bekleidungsgewerbe, das Gast- und itchankwirtschaftsgewerbe, das Holz- und Schuitz- offgeroerbe und die Gruppe der ungelernten Ar- -iter an Arbeitslosen zugenommen. Imgegen haben die Eisen- und Metallindustrie, der tergbau, das Vervielfältigungsgewerbe, das Ver- Hrsgewerbe und die häuslichen Dienste weiter ,me erhebliche Abnahme der Arbeitslofig- lit zu verzeichnen.

IDie Entwickelung der Außenberufe war bezirklich Hr verschieden. Maßgebend war die Rückkehr der limdwirtschaftlichen Wanderarbei- t r aus den Gebieten mit Zuckerrübenbau in ihre Himatbezirke. In den Unterstützungseinrichtungen irr Reichsanstalt wurden insgesamt 1 126 000 Un- tr-stützungsempfänger gezählt, in der öffentlichen giirforgc standen am 30. November 1934 627 000 L'beitslose.

Dbwobl der saisonmäßige Umschwung b der Arbeitslosenzahl in diesem Jahre mit dem Pooember, also einen Monat früher a l s im Vorjahre einsetzte, liegt dieser Zeit- pmtt noch erheblich später als in den Mnstigen Konjunkturjahren 1928 imb 19 2 9, wo der Umschwung bereits im str ü h h e r b st (September bzw. Oktober) eintrat t!ib bis Ende November schon ein Ausmaß von t2it über einer halben Million erreicht hatte. Trotz hr saisonmäßig bedingten Zunahme von 86 000 llrbeitslosen im November 1934 war der Arbeits- Aacht auch in diesem Jahre ein außerordentlicher kstfolg beschieden, da die Arbeitslosigkeit seit beginn dieses Jahres um weitere 1,7 Millionen verringert werden konnte. Bei kginn der Arbeitsschlacht betrug die Zahl der Ar- kiitslosen 6,014 Millionen.

Kleine politische Nachrichten.

Dem Prästdenten der Abrüstungskonferenz, Arthur 5»e n d e r f o n , wurde der Friedensnobel, pireis für das Jahr 19 3 4 verliehen. Norman iin gell, der berühmte englische Schriftsteller, ist b-T Träger des jetzt erst verteilten Preises von 119 3 3.

Die schwedischeRegierunghat beschlossen, b?? Anfrage aus Genf über die Entsendung einer schwedischen P o l i z e i t r u p p e nach bi-m Saar gebiet bejahend zu beantworten, tse schwedische Truppe wird 250 Mann stark sein db aus Freiwilligen zusammengestellt. Die Truppe trnrb nicht zum gewöhnlichen Polizeidienst verwen- bc.i, sondern soll nur im FcNle von Unruhen nn'gesetzt werden. *

wie tschechoslowakische Regierung ist kn französisch-sowjetrussischen Pro- I: toll vom 5. Dezember, durch das die Regierun­

gen sich verpflichten, kein politisches Abkommen mit einer dritten Macht während der Ostpaktverhandlun« gen abzuschließen, beigetreten.

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In Wöllersdors sind 2500 Nationalsozia« listen entlassen worden. Es sollen sich noch 2000 Nationalsozialisten im dortigen Konzentrationslager befinden. Da bis Weihnachten noch weitere Ent« lassungen erfolgen sollen, war die völlige Auf­lösung des Wöllersdorfer Lagers erwogen wor­den. Da aber die Gefängnisse, in die der übrige

Teil der Gefangenen hätte übergeführt werden müs­sen, zu stark in Anspruch genommen sind, hat man den Plan der Auflösung des Lagers wieder aufge­geben.

Die Reichsfrauenführerin Frau Gertrud Scholz-Klink wurde von Dr. med. Walter, Leiter der Reichsarbeitsgerneinfchaft der Berufe im sozialen und ärztlichen Dienst, zur kommissarischen Reichsfachschaftsleiterin deutscher Schwestern und Pflegerinnen ernannt.

reiche Eisenbahnbeamte, die in die Angelegenheit verwickelt waren, wurden ihres Postens enthoben.

Carracciola fährt 312 Stundenkilometer.

Carracciola hat feine kürzlich abgebrochenen Weltrekordversuche auf der Avus wieder aufgenommen. Dabei konnte er mit seiner Renn- Itmoufine über 5 Kilometer mit fliegendem Start den bisherigen Rekord des Amerikaners Hartz von 234,846 Stundenkilometer auf 311,96 Stundenkilo­meter verbessern. Für 1 Kilometer brauchte er sogar nur ein Stundenmittel von 315,798 Kilo­meter bei dieser Fahrt. Dor dieser Rekordfahrt hatte Carracciola einen Versuch über lange Sttecken ge­macht. Dabei hatte er vielleicht das größteGlück seines Lebens, denn bei 320 Stundenkilo­metern platzte ein Reifen, so daß die Gummistücke wild durch die Luft wirbelten. Glück­licherweise war es ein Reifen des rechten Hinter­rades. Carracciola konnte den Wagen auf der Strecke halten und nach 2 Kilometern zum Stehen bringen. Bei einem Schaden an den Vorderreifen wäre dieser Zwischenfall wohl kaum so glücklich ab­gelaufen. Der Rekord von 311,96 Stundenkilo­metern ist ein internationaler Klassenrekord. Den absoluten Weltrekord über diese Strecke hält immer noch der Engländer Campbell mit 414 Stun­denkilometern. Den Rekordversuchen wohnten Ober­gruppenführer Hühnlein, Reichssportführer von Tschammer und Osten und Oberführer Schreck bei.

Diener Lisenbahnräuberbande ausgehoben.

Die Wiener Polizei hat eine aefährliche Bande von Eisenbahnräubern gefaßt, die seit dem Jahre 1933 auf der Nordbahnstrecke ihr Unwesen trieb und es hauptsächlich auf von Trieft kommende und nach dort abgehende Güterzüge abgesehen hatte. Der letzte Diebstahl, der dieser Bande gelang, war der Raub von fünf Koffern aus dem Besitz des italienischen Konsuls Sergio (3 r ab enigo, der sich bis vor kurzem in Nantes in Frankreich auf­hielt und jetzt das italienische Konsulat in Krakau leitet. In dem Koffer befanden sich kostbare Fami­liendokumente aus dem Florentinischen Staats­archiv die Familie Gradenigo gehörte zu den historischen Patrizier-Dynastien der Stadt, eine Sammlung von antikem Meißner Porzellan, chine­sische Elfenbeinschnitzereien aus dem 15. Jahrhun- bert, Oelgemälde der italienischen Hochrenaissance und aus der Barockepoche. In einer der Diebes­höhlen fand man nur Reste dieser Kostbarkeiten. Die Banditen hatten die Kunstschätze, die nach be- scheibenster Schätzung einen Wert von 100 000 Schilling (etwa 50 000 Mark) haben, an Trödler und Private verkauft. Die chinesischen Elfenbein­waren erzielten bei diesemAusverkauf" Preise von 5 bis 10 Schilling, Gemälde aus der Schule Correggios gingen für 20 bis 25 Schilling weg. Be­sonders tüchtige Käufer erhielten sie aber auch schon für 10 bis 15 Schilling. Die Führer der Bande waren zwei Arbeitslose aus dem 21. Bezirk Wiens. Etz dürften noch mehrere Diebesverstecke vorhanden sein, die die Polizei bisher nicht auffinden konnte.

DädchenhSnbler in polen unschädlich gemacht.

Der Warschauer Polizei ist es gelungen, eine gut organisierte große Bande von Mädchenhändlern aufzulösen unb bie Haupttäter zu verhaf­ten. An ber Spitze ber Banbe stand ein gewisser Sternberg zusammen mit einer Frau Fischer. Die weitverzweigte Bande hatte Helfer unb Zutreiber in allen größeren polnischen Stäbten. Die von ber Banbe angeworbenen Mäbchen würben nach süd- amerikanischen Hafenstädten ver­schleppt. Die Leiter der Mädchenhändlerbande konnten unmittelbar vor Abgang eines neuen Transportes ihrer lebenden Ware verhaftet werden. Ebenso gelang es, eine größere Zahl von Vermittlern und Helfern hinter Schloß unb Riegel zu bringen.

Wettervoraussage.

Durch einen bei Jslanb liegenden Sturmwirbel werden in rascher Folge kräftig entwickelte Stö­rungen über uns hinweggesteuert. Eine erste Stö­rung brachte uns am Montag verbreitete Regen­tätigkeit, eine neue wirb am Mittwoch eintreffen. Dazwischen kann mit vorübergehender Besserung ge­rechnet werden.

Aussichten für M i ttw o ch : Nach anfäng­licher Aufheiterung unb Nebelbildung neuerliche Verschlechterung mit Regenfällen, zunächst südliche bis östliche Winde, für die Jahreszeit mild.

Aussichten für Donnerstag: Veränder­lich bewölktes Wetter mit einzelnen Regenfällen.

Lufttemperaturen am 10. Dezember: mittags 7,0 Grad Celsius, abends 5,8 Grab: am 11. Dezember: morgens 6,2 Grad. Maximum 7,3 Grad, Minimum 4,9 Grab. Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 10. Dezember: abenbs 5,7 Grad; am 11. Dezember: morgens 5,5 Grab Celsius. Nieberfchläge 1,3 mm.

Hauptschriftleiter: Dr. Friebrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friebrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für ben Inhalt ber Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. XI. 34: 11500. Druck unb Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch« unb Steinbruderei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr, Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf^ mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.

Führertum in der Strafrechtspflege.

B e r l i n, 8. Dez. (DNB.) Auf ber 3. Tagung des Strafrechtsausschusses ber Akademie für Deutsches Recht behandelte Staatssekretär Dr. Freister die Frage:Fühvertum ober Kollegial- prinzip in der Strafred)tspflege". Das Wesen des Führertums besteht in absolut klarer Der- antwortungsumgrenzung unb Derant« wortungszuweisung an eine bestimmte Person. Eines ber wichtigsten Mittel, das demjenigen, dem Verantwortung zugewiesen ist, gegeben werden muß, ist die Beratung. Diese Grundsätze müssen im neuen Strafverfahrensrecht durchgesetzt werben. In unserem heutigen System ber Kollegialgerichts« barfeit ist bie Verantwortungsverteilung verschwom­men. Die Stellungnahme des einzelnen mitwirken« ben Richters in ber Beratung ist beshalb durch Strafsicherungen geheimgehalten, weil man aus dem Bekanntwerden ber Stellungnahme jedes einzelnen mitwirkenden Richters keine unangenehmen Folge­rungen entstehen lassen wollte. Bei dem bisherigen Kollegialsystem sind bie Mitglieder des Kollegiums in ihrer richterlichen Tätigkeit nicht zu einer orga­nischen Arbeitseinheit verbunden. Die Volksgemein- schast muß einen Anspruch darauf erheben, daß der- jenige, der für dieses Urteil einsteht, bekannt ist. Gegen diesen Grundfatz wird vielfach gesagt, nie­mand werde bereit sein, als bloß beratender Beisitzer in der Rechtspflege tätig zu sein. Eine reine Beratertätigkeit ist aber nicht etwas Unzu­längliches; denn der Berater trägt die Verant­wortung für seinen Rat unb der Vorsitzende bie Verantwortung für bie Ablehnung bieses Rates. Man sagt weiterbin: Der Richter wird dann von den Kollegialgericyten weg zum Amtsrichter streben, da er dort bie Entscheidung hat. Das entspricht dem Wesen des Richtertums und kommt zugleich dem

Aus aller Well.

16. Kieler Neichstagung des Dolks- bundes deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Die aus allen Teilen des Reiches stark beschickte 16. Tagung des Volksbunbes deutsche Kriegsgräber- fürforge begann mit einem Empfang im Rat­haus. In ber Kunsthalle würbe bann bie große Ausstellung bes Volksbunbes eröffnet. Nach einer stillen Feier am Ehrenmal ber gefalle­nen Stubentcn ber Universität, an bem ein Kranz niebergelegt würbe, begann ber Führertag in ber Üniversitätsaula. Bunbessührer Dr. Eulen verlas folgenbes mit lebhafter Freube aufgenom­menes Telegramm des Führers:Dem Volksbunb beutfche Kriegergräberfürsorge banke i ch für ben mir erstatteten Bericht über seine bis­herige unb feine zukünftige Tätigkeit. Die Arbeit bes Volksbunbes, bie ber Ehrung unserer gefalle­nen Kameraben bienen unb ihr (Bebenfen burch roürbigen Ausbau unb treue Pflege der deutschen Grabstätten wachhalten soll, habe ich stets mit großem Interesse verfolgt. Ich betrachte es als eine Ehrenpflicht der Reichsregierung, diese Bestrebungen unb bas Wirfen bes Volfsbun- bes tatkräftig zu förbern unb zu unter­st ü tz e n. Meiner persönlichen Mithilfe hierbei bür- fen Sie gewiß fein." Der Protektor ber Universität Kiel, Prof. Dr. Dahm, hielt bie Begrüßungsan­sprache, ber eine Ansprache von Legationsrat R o e b i g e r vom Auswärtigen Amt folgte. Ferner sprachen ber Kommanbant von Kiel, Konterabmiral von Schroeber unb SA.-Gruppenführer Meyer-Quade. Der Geschäftsführer bes Volks­bunbes, Margraf, erstattete bann ben Jahres­bericht.

Trauerfeier für General von Hutter.

In ber St. Hebwigskctthebrale in Berlin fanb ein feierliches Requiem für General ber Infanterie a. D. von Hutier statt. Als Vertreter bes Füh­rers unb Reichskanzlers nahm Reichswehrminister Generaloberst von Blomberg teil. Der Chef ber Heeresleitung, General Freiherr von Fritsch, legte für bie Wehrmacht einen Kranz nieber. An ber Spitze ber zahlreich erschienenen Generäle bes früheren Heeres fah man General- felbmarfchall von Mackenfen. Unter den trau­ernden Familienmitgliedern bemerkte man den Schwiegersohn des Gestorbenen, den Reichs- verkehrsminister von Eltz-Rübenach. Auch Reichsaußenminister von Neurath war an­wesend. Das feierliche Seelenamt zelebrierte der Dompfarrer, Domkapitular Lichtenberg. Der langjährige Freund des Gestorbenen, Jefuitenpater Lehmann, zeichnete ein Lebensbild des Gene­rals als Mensch unb Christ. Reichswehr sowie Knaben unb Mäbchen ber Sportvereinigung des Deutschen Offiziersbundes, den ber Gestorbene neu

Bedürfnis der staatlichen Rechtspflege entgegen, die dort am wichtigsten ist, wo es sich um den volks­nahesten Richter handelt.

Im inneren Arbeitsgang der Urteilsfinbung ist deshalb an die Stelle eines Nebeneinander meh­rerer die organische Arbeitseinheit der­art zu setzen, daß jedem Mitglied dieser organi­schen Arbeitseinheit eine Verantwortung für alles eigene Verhalten gegeben wirb, bem ersten unb zweiten für bie Beratung, bem dritten für bie Ent- scheibung. Wenn sich babei herausstellt, baß z. B. nur ber Vorsitzende ber Ansicht ist, baß jemanb die­ses ober jenes Verbrechen begangen bat, bie an« bereu Richter aber entgegengesetzter Ansicht finb, bann muß bieses Verfahren vor einem anbe- reu Vorsitzenden mit anderen Bei­sitzern noch einmal aufgerollt werden. Der Vorsitzende ist in einem solchen Falle verhin­dert, das Urteil zu fällen, weil er nicht mindestens einen der Beisitzer von seiner Stellungnahme zu der Frage, ob Verurteilung oder Freispruch ver- hngt werden soll, hat wegbrmgen können. In dem Hauptverfahren selbst muß der Grundsatz bes Führertums vollkommen durchgeführt werden, sowohl gegenüber der Staatsanwaltschaft und dem Verteidiger wie dem Angeklagten, Zeugen, Sach­verständigen und dem Publikum gegenüber. Außer­dem ist der Grundsatz des Führertums im Vor­verfahren durchzuführen. Genau so, wie der Richter Herr des Hauptverfahrens ist, muß der Staatsanwalt Herr des Vorverfah­rens fein. Festlegung des Ergebnisses der Vor­untersuchung, Entschluß darüber, ob Anklage er­hoben werden soll ober nicht, das alles sind Dinge, die bem Staatsanwalt als Herrn des Vor­verfahrens gegeben werden sollen.

aufgebaut hat, bildeten Spalier. Nach dem Gottes­dienst wurde der Sarg auf eine Lafette gehoben. Das Wachregiment begleitete ihn mit Musik zum Anhalter Bahnhof. Die Beisetzung findet in D a r m» ft a b t statt, wo bereits feine Gattin ihre letzte Ruhestätte gefunben hat.

haus ber Deutschen Slenographenschaft" in Bayreuth.

Wie dieBayerische Ostmark" erfährt, wird der Plan, neben bemHaus der deutschen Erziehung" in Bayreuth auch einHaus ber beutschen Stenographenschaft" zu errichten, Wirklich­keit. Die Kosten für ben Bau werden auf 300 000 Mark geschätzt, der Bauplatz liegt gegenüber bem Haus der deutschen Erziehung". Die Arbeit wird im Frühjahr 1935 ausgenommen werden. Im Herbst des gleichen Jahres soll das Haus bereits fertig­gestellt fein.

Der Kommunist Heinz Neumann in ber Schweiz verhaftet.

Die Züricher Staatspolizei verhaftete den frühe­ren deutschen kommunistischen Reichstags­abgeordneten Heinz Neumann, der sich seit längerer Zeit unter dem Namen Bieler mit einem falschen Paß in Zürich aufhielt. Er wird von den deutschen Behörden des Mordes beschul­digt und st eckbrieflich verfolgt. Das Ju- stiz- unb Polizeibepartement in Bern hat über ein mögliches Auslieferungsbegehren Deutschlands zu entscheiden.

Neue große Schiebungen in der Sowjetunion. Drei Todesurteile.

In Stalingrad sind neuerdings r i e s i g e S ch i e-^ b u n g e n aufgedeckt ^worden. Eine Gruppe ehe-' mgliger zaristischer Offiziere unb Kaufleute, an bereu Spitze ein Fürst Magisar iani staub, hat es fertiggebracht, burch Bestechung von Eisenbahu- beamten 24 Traktoren, fünf Waggons Holz unb einen Waggon Eisen nach verschiebeueu Städten Südrußlauds zu verschieben. Die Schiebungen wur­den mit Hilfe von gefälschten Frachtbrie- f e n unb Begleitpapieren burchgeführt, bei bereu Ausstellung bie bestochenen Eiseubahubeamteu mit­wirkten. Außerbem gelang es ber Baude, sich in ben Besitz von weiteren 380 Waggons zu bringen, bie Holz, Kraftwagenersatzteile, sowie taujenb Kisten Nägel enthielten. Gefälschte Frachtbriefe und Begleitpapiere für 500 Waggons konnten bei ben Tätern sichergestellt werben. Insgesamt würben 43 Personen verhaftet unb sofort vor Gericht ge­stellt. Dieses verurteilte ben Fürsten Magisariaui, ben ehemaligen Hauptmann Assaziani unb ben früheren Großkaufmcmu Schurlow zum Tobe durch Erschießen. 17 Angeklagten erhielten 10 Jahre Gefängnis, die anderen wurden zu Freiheits­strafen von verschiedener Höhe verurteilt. Zahl-

Hehört Mühlen Franck auch zum Malzkaffes

Natürlich genau so, wie zum Sohnenkassee.

Durch öen guten Kaffee-Zusatz Mühlen Franck Lroird auch bet Malzkassee ein voller, kräf­tiger Geschmack, ein herzhaftes, wundervolles flroma und eine prächtige Zarbe erzielt. Mo auch zu Malzkaffee immer Mühlen Franck!

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