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Aufruf zur Sammlung für das MnlerhWwerk

vom 10. bis 14. Oktober 1934

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Kameradschast^abend der <5(5.

Der Sturmbann I der 83. SS.-Standarte und Sturm I der 83. SS. - Standarte veranstalten

Franz Eoldan

aus der NSDAP ausgeschloffen.

Wie wir hören, ist der Gastwirt Franz $ o I - dan durch den Kreisleiter aus der Partei

ausgeschlossen und seiner Aemter in Partei und in der Stadtverwaltung v e r l u st i g erklärt worden.

Eintopf-Gencht-Sonntage im Winter 1934/35.

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DNB. Im Rahmen des Winterhilfswerkes deutschen Volkes 1934/35 sind folgende Sonntage als Eintopf-Gericht-Sonntage bestimmt worden: 14. Oktober 1934,f 18. November 1934, 16. Dezember 1934, 13. Januar ^935, 17. Februar 1935, 17. März

Alle Amateurphotographen, di-e anläßlich _ Erntedanktages photographische Aufnahmen gemacht haben, werden gebeten, bei der Landesbauernschaft, Abteilung Film, Frankfurt a. M., Bockenheimer Landstraße, je zwei Abzüge kostenlos für Archiv­zwecke zur Verfügung zu stellen. Erwünscht sind nur solche Aufnahmen, die irgendwie im Zusammenhang mit dem Erntedanktag 1934 stehen.

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doch jedermann bedenken, welche Vorteile die neue Regelung in jeder Hinsicht bietet. Insbesondere wird sich niemand, der sich trotz seines eigenen Existenzkampfes noch ein soziales Gewissen bewahrt hat, der Einsicht verschließen können, daß es recht und billig ist, die gleiche Sicherheit, die er für sein eigenes und das Leben seiner Familie ersehnt, auch denjenigen Volksgenossen zu gewähren, denen er die künstlerische Ausbildung seiner Kinder anver- traut. Geradezu unverantwortlich aber wäre es, wenn Eltern aus Angst vor der Erfüllung einer neuen Formalität auf die weitere musikalische Aus­bildung ihrer Kinder überhaupt verzichten wollten, i Ganz im Gegenteil bietet sich hier eine besondere

Gelegenheit, nationalsozialistische Gesinnung zu be­weisen dadurch, daß man nicht nur durch die Musik­erziehung der jungen Generation die Grundlagen für eine weitere tatkräftige Pflege deutscher Kultur schafft, sondern zugleich auch etwas für die not­leidenden Privatmusiklehrer im Sinne des Arbeits­beschaffungsprogramms unseres Führers tut.

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Für den 14. Oktober sind lediglich folgende drei Eintopf-Gerichte zugelassen: Löffelerbsen mtt Ein­lage, Nudelsuppe mit Rindfleisch, Gemüsetopf mit Fleischeinlage (zusammengekocht).

Zu Löffelerbsen-Einlage" entweder Wurst, Schweineohr oder Pökelfleisch. Für die folgenden Eintopfsonntage werden entsprechende Gerichte je­weils festgelegt. Sämtliche Gaststättenbetriebe sind eingeteilt in drei Klassen, welche die Gerichte zu 70 Pfennig, 1 Mark bzw. 2 Mark verabreichen. Die Gäste erhalten für die an das Winterhilfswerk abgeführten Beträge eine Quittung aus einem numerierten Quittungsblock.

Durchgreifende Neuordnung im Juhrgewerbe.

Wie die Handelskammer Gießen mitteilt, hat der Herr Reichsverkehrsminifter angeordnet, daß der Reichsverband des Fuhrgewerbes e. D. in Mün­chen und dessen Utergliederung, der Landesverband Hessen, die alleinige Vertretung des Fuhrgewerbes im Sinne des Gesetzes zur Vorbereitung des orga­nischen Aufbaues der deutschen Wirtschaft ist. Mit­hin müssen alle Fuhrunternehmer, auch solche, die neben Pferdefuhrwerken auch noch Kraftfahr­zeuge verwenden, diesem Verband angehören. Es wird darüber gewacht werden, daß nur diejenigen, die Mitglied des Verbandes find, Fuhrleistungen ausführen dürfen, damit das stark übersetzte Ge­werbe wieder auf eine gesunde Basis zurückgeführt werden kann. Es empfiehlt sich daher, um nicht mit den gesetzlichen Bestimmungen in Konflikt zu kom­men, daß alle Unternehmer sich bei dem Ortsgrup­penleiter, Herrn Göbel, Gießen, Wolfstraße 24, anmelden.

Oer Privatunterricht in der Musik.

Das Presse- und Kulturamt der Reichsmusik- kammer teilt mit:

Es wird daran erinnert, daß am 1. Oktober 1934 die Anordnung des Präsidenten der Reich^musik- kammer über die Unterrichtsbedingungen für den Privatunterricht in der Musik vom 27. August 1934 in Kraft getreten ist. Diese Anordnung sieht vor, daß Unterrichtsverträge zwischen den derReichs­musikerschaft" innerhalb der Reichsmusikkammer an­gehörenden Musikerziehern und Privatmusikschülern bzw. deren gesetzlichen Vertretern nur noch unter Zugrundelegung eines bestimmten Vertragsformu­lars abgeschlossen werden dürfen. Das Vertrags­formular, das im Rahmen der erwähnten Anord­nung in denAmtlichen Mitteilungen der Reichs­musikkammer" Nr. 29 vom 29. August 1934 ver­öffentlicht wurde, befindet sich inzwischen im Besitz sämtlicher Privatmusiklehrer bzw. kann von den zuständigen Ortsmusikerschaften bezogen werden.

An alle Eltern, die ihren Kindern Privatmusik­unterricht in irgendeinem Jnstrumentalfach oder in Gesang oder in Theorie erteilen lassen bzw. er­teilen lassen wollen, ergeht die dringende Bitte, den Maßnahmen der Reichsmusikkammer für eine Neu­regelung des Privatmusikunterrichts und insbeson­dere zur Beseitigung der Not des schwer um seine Existenz ringenden Privatmusiklehrerstandes mög­lichst weitgehendes Verständnis entgegenzubringen. Mag es manchem auch als eine kleine Unbequem­lichkeit erscheinen, einen besonderen Vertrag mit dem Privatmusiklehrer seines Kindes abzuschliehen, bzw. ein bisher vielleicht schon bestehendes freies Lehrverhältnis vertraglich neu zu regeln, so möge

8 Birklar, 10. Okt. Mit einer eindrucksvollen Feier fand hier in dem schön geschmückten Saale von Wilhelm Engel die Verpflichtung der NS.-Frauenschaft unseres Ortes statt. Im Anschluß an die Einleitungsworte der Ortsgruppen­leiterin Frau Marie Engel wurde von den Frauen gemeinschaftlich das Frauenschaftslied ge­sungen. Fesselnd und eindringlich sprach dann Dr. Röder (Gießen) über den Zweck und die Ziele der NS.-Frauenschaft, wobei er in aufschlußreicher Weise die Anschrift auf dem Abzeichen erläuterte. Nachdem unter Leitung des Chordirigenten der NS.-Frauenschaft, Willi Hanitsch, der Choral Wir treten zum Beten vor Gott den Herrn" ge­sungen war, erfolgte die Verpflichtung der Frauen | durch Dr. Röder und von der Ortsgruppenleiterin Frau Engel die Ausgabe der Mitgliedskarten. Mit dem ChoralGroßer Gott wir loben dich", dem Sieg-Heil auf den Führer und mit dem Gesang des zweiten Verses des Deutschland-Liedes wurde die stimmungsvolle Feierstunde geschlossen. Bei die­ser Gelegenheit sei nachträglich noch berichtet, daß die hiesige NS.-Frauenschaft gelegentlich des Ernte- dankfestes auf einem schönen Festwagen die Birk* larer Honigküche zeigte und damit starken Beifall erntete. Ferner haben die Mitglieder un- ferer NS.-Frauenschaft Festabzeichen verkauft, alleinstehende ältere Volksgenossen durch Speisung erfreut und damit ihre nationalsozialistische Gesm* nung nach dem Willen des Führers bekundet.

<f Dillingen, 10. Okt. Im 89. Lebensjahre starb der Schuhmachermeister Kaspar Keiber von hier. Der Entschlafene erfreute sich bis in sein hohes Alter bester Gesundheit. Durch einen Schlag* rtflirfrflüß i SR SRhiL Schäfer

Mat des folgenden Jahres fest und läßt ihn erst fallen wenn in den Geweben des Stammes bereits die treibenden Säfte des neuen Frühlings sich regen: Alexander von Humboldt hat deshalb die Eiche den keuschesten Baum" benannt. Unter den Nadel­bäumen gibt es nur eine Art, die an dem jähr­lichen Wechsel der Lauborgane teilnimmt, die Lärche, deren zarte, empfindliche Nadeln den Einwirkungen des Frostes und der Winterstürme mit Sicherheit erliegen würden.

Die ständige Erneuerung der Blattorgane ist bei allen Lauhölzern von hoher Bedeutung für die Erhaltung der Lebenskraft ihrer Träger, noch mehr aber für die große Gemeinschaft der Bäume, den Wald, als Ausdruck einer mächtigen Vegetations­form; das hinfällige Blatt muß verailben und zer­fallen, um dem starken, hundertjährigen Stamm Kraft und Stoff zu Wachstum und Aufbau zu liefern.

Auch in diesem Jahr wird der Nationalsozialismus wieder ein großzügiges Winter- hilsswerk durchführen, um den noch notteidenden Volksgenossen zu helfen. Oie Winterhilfe ist auf dem Gedanken gegenseitiger Opferbereilschast aufgebaut. Getreu dem nationalfozialistischen Grundsatz soll der Volksgenosse, der in Arbeit und Brot steht, seinem arbeitslosen notleidenden Bruder helfen, d.h. für ihn Opfer bringen. Zm letzten Winter war die Opferbereitschast des deutschen Voltes hervorragend. Jeder einzelne Volksgenosse hat bewiesen, daß er den Sinn der Volksgemein, schäft verstanden hat.

In diesen Tagen hat der Führer wieder das ganze deutsche Volk zum Kampf gegen junger und Kälte" aufgerufen. Wieder wird das deutsche Volk in einer Opfer« bereitschast ohnegleichen zu seinen bedürftigen Volksgenossen stehen, zu denen, die durch die Sünden und Fehler marxistischer-liberalistischerWeltpolitiker" um Ar­beit und Brot und dadurch in Not und Elend gekommen sind. Oer Führer weiß, daß wir ihm alle wieder folgen und ihm helfen werden, fein großes Werk zu vollenden. Und wir versprechen, ihm nachzufolgen. Denn ein Ideal kann die Menschheit wieder zufammeusühren, das größer ist als das, das sie im Laufe der Jahrzehnte auseinandergeführt hat:

Oer Geist der nationalsozialistischen Vol sgemeinschast!

Deshalb: Aus zur Tat!

Gebt alle zur ersten Straßensammlung in der Zeit

vom 10. bis 14. Oktober 1934.

peil Pitler!

NSDAP. Amt für Äolkswohlfahrt, Kreisamtsleitung Gießen,

gez. Klöß, Kreisamtsleiter. gez. Hainbach, stellv. Kreisamtsleiter.

Beifall.

Wietzener Wo«:,: rmnrktprcifc.

* Gießen, 11. Okt. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,45 bis 1,55 Mk., Landbutter 1,35 bis 1,40 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Gier (inländische Kühlhauseier) 10 bis 11, (ausländisches 9 bis 10, Wirsing, bas Pfund 12 bis 15 Pf-, der Zentner 7 bis 9, Mk., Weißkraut, das Pfund 8 bis 10 Pf-, der Zentner 5 bis 6 Mk., Rotkraut, das Pfund 12 bis 15 Pf., der Zentner 8 bis 9 Mk., Gelbe Rüben, das Pfund 8 bis 10 Pf., Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 10 bis 15, Bohnen (grün) 15 bis 20, (gelb) 15 bis 20, Unterko'llrabi 8 bis 10, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 60 bis 80, Tomaten 12 bis 15, Zwie­beln 10, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Rhabarber 6 bis 8, Kürbis 5 bis 6, Pilze 25 bis 35, Kartoffeln 4XA Pf., der Zentner 4 Mk., Preiselbeeren, das Pfund 35 Pf., Aepfel 7 bis 15 Pf., der Zentner 8 'is 14 Mk., Birnen, das Pfund 8 bis 15 Pf., Nüsse 25 bis 30, Zwetschen 15, junge Hähne 70 bis 80, Suppenhühner 60 bis 70, Gänse 80 bis 85,

nach Gießen spater gelegt worden. Der Wagen ver* kehrt jetzt wie folgt: Hochelheim ab 6.40 Uhr, Groß- Rechtenbach ab 6.57 Uhr, Lützellinden ab 7.03 Uhr, Gießen an 7.35 Uhr. Im übrigen ist der Fahrplan unverändert geblieben. Die Sonntagsfahrt Hochel­heim ab 11.50 Uhr und die Werktagsmittagsfahrt Hochelheim ab 13.12 Uhr haben Anschluß an die Kraftpost nach Wetzlar.

** Zusammen st oßzwischen Motorrad und Auto. Gestern gegen 20 Uhr ereignete sich an der Ecke Schulstraße-Sonnenstraße ein Zusam­menstoß zwischen einem Motorrad und einem Auto, bei dem der als Soziusfahrer auf dem Motorrad itzende 16 Jahre alte Metzgerlehrling Karl S ch ä - e r von der Maschine stürzte und mit schweren Kopfverletzungen, anscheinend Schädelbruch, von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz nach der Chirurgischen Klinik gebracht werden mußte. Das Befinden des jungen Mannes war heute früh den Umständen entsprechend gut. Der Führer des Motorrads, ebenfalls ein Metzgerlehr­ling, kam mit dem Schrecken davon, ebenso die Jn-

Die Vortragsvereinigung (Goethebund, Kaufmännischer Verein und Deutsche Angestellten- lchaft) eröffneten am gestrigen Abend mit einem Lichtbilder-Vortrag die Wintervortragsreihe 1934/35. Der Abend brachte einen außerordentlich inter­essanten Vortrag des Südarabienforschers Hans H e l f r i tz , der in straffer Zusammenfassung einen Einblick in die Verhältnisse eines Landes aab, das bisher kaum der Fuß eines weißen Menschen be­treten hatte. Er schilderte Arabien als ein selt­sames Land, als ein Land der großen Gegensätze und starker Eigentümlichkeiten, er kennzeichnete an Hand von klaren Karten Vie geopolitische und die geographische Lage und wandte sich bann seinem

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20 Uhr, Beginn eines Ausbkldungskurses in der ersten Hilfeleistung bei Unglücksfällen usw. Ver­eine des Reichsbundes für Leibesübungen: 20 Uhr, Turnhalle am Oswaldsgarten, Werbeabend.

Ein großes Militärkonzert, ausge­führt vom Musikkorps des hiesigen Bataillons (Lei­tung Obermufikmeister Krauße) findet am kom­menden Sonntag, 14. Oktober, im Caf6 Leib statt. Auf die heutige Anzeige sei besonders aufmerksam

* Von der Kraftpostlinie Gießen

Hochelheim. Nach dem am Montag in Kraft xuici ucpci wiunuycu. ~T getretenen Winterfahrplan der Kraftpostlinie Gie-j anfall wurde unser Flurschutz i.R. Phil. Sch al-- ßenHochelheim ist die Frühfahrt von Hochelheim im Alter von 77 Jahren plötzlich aus dem x.e

kommenden Samstagabend im Caf6 Leib einen Kameradschaftsabend, zu dem sie die fördernden Mitglieder der SS. eingeladen haben. Die Ka­meraden der SS. wollen mit dieser Veranstaltung das kameradschaftliche Band zwischen der SS. und ihren fördernden Mitgliedern noch enger knüpfen als bisher und dadurch zur Vertiefung der schönen Volksgemeinschaft beitragen, die sich in diesem Rah­men bisher in erfreulichster Weise entwickelt hat. Den Besuchern des Abends wollen die SS.-Männer, die sonst immer nur ihren Dienst kennen, auch ein­mal zeigen, daß sie in frohgestimmter Geselligkeit voll und ganz ihren Mann stehen.

Ue&erfali auf Autofahrer.

Zwischen Dutenhofen und Klei.«-Linden, in der Nähe des Allendorfer Wäldchens, wurde gestern abend ein unerhörter UeberfaU auf Autofahrer aus Gießen verübt. Dort kam der 32 Jahre alte Rudolf Dreibig von hier mit dem Personenauto der Vogtschen Handelsschule in Begleitung eines Man­nes aus der Richtung Wetzlar, um nach Gießen zu fahren. Beim Allendorfer Wäldchen schwankte, an- cheinend betrunken, ein Mann auf der Landstraße umher, wodurch Dreibig, um den Mann nicht zu überfahren, zum Halten seines Autos veranlaßt wurde; er soll übrigens durch Zuwinken auch zum Halten veranlaßt worden sein. Kaum hatte er den Wagen zum Stehen gebracht, da stürzte der Fuß­gänger gegen ein Fenster des Autos, schlug dem Autolenker ins Gesicht und riß ihn aus dem Wagen. Im Nu waren noch weitere Männer zur Stelle, die nach dem bisherigen Ergebnis der behördlichen Ermittlungen zu einer Zigeunergesellscdaft ge­hören, die vom Gießener Pferdemarkt kam. Gemein­sam fiel die Gesellschaft nun über den zu Boden gerissenen Dreibig her, den sie mit Schlägen und Fußtritten so schwer mißhandelten, daß er in die Chirurgische Klinik zu Gießen eingeliefert werden mußte; hier liegt er mit einem Kieferbruch und einem Nasenbeinbruch darnieder. Der Mitfahrer im Auto konnte, da sich alles auf Dreibig gestürzt hatte, schnell mit dem Wagen davonfahren und von Gießen polizeiliche Hilfe herbeiholen, die bei ihrer Ankunft den schwer mißhandelten Mann an einem Baume sitzend antraf. Als Täter wurden bis jetzt der 21 Jahre alte Peter Klein aus Gießen und der etwa 26 Jahre alte Emil Christ aus Württem­berg. von bej Gendarmerie verhaftet. Die weiteren Ermittlungen sind im Gange.

Erntedanktag-Photographien für Archivzwecke.

2000 Kilometern Karawanenweg in das Land ge- , führt. Eine solche Reise stoße schon gleich zu Be- ( ginn auf große Schwierigkeiten, denn es sei. sehr ; schwer Beduinen zu bekommen, die sich als Führer und Begleiter beteiligen. Beduinen, die sich dazu c bereitfinden, mühten sich ihren Stämmen für das . Leben der ihnen Anvertrauten verbürgen, und das tue in diesem Land, in dem jedem der ungezügelten und triebhaften Menschen die Kugel locker im Lauf der Flinte sitze, niemand gerne.

Der Redner schilderte dann in vielen Einzelheiten seine Erlebnisse und Abenteuer seiner Reise, den Weg durch die Wadi Hadramaut, jenes ausgetrock­nete Urstrombett, das tief in die Felsen des Hoch­plateaus eingeschnitten ist. Im Bilde zeigte der Vo^ tragende die verschiedenen Menschenrassen, die sich; zum Teil durch eine feine Gesichtsbildung auszelch- nen, ferner die unerhört prächtigen Sultanspalaste, die durchweg aus Lehm hergestellt und weiß gekalkt sind, dann die Städte in diesem Lande, die sich ein­zigartig schön in die Landschaft einfugen. Da sah man hohe Häuser mit acht und mehr Stockwerken, alle aus Lehm gebaut, der, luftgetrocknet, unter der heißen Sonne Südarabiens zu einem äußerst widerstandsfähigen Material wird. , Der Vortra­gende sprach von den Moscheen und ihrer märchen­haften Pracht, von by\ riesigen Palästen der 21b taffe, eines Fürstengesasiechtes, das m 2lfien riefige Besitztümer und in Hadramaut ihren Wohnsitz hat. Der prächtige Schmuck, der mit einfachsten Mitteln erreicht wurde, erregte die besondere Aufmerksam­keit der Zuhörer, und ließ erkennen, daß sich das Volk in diesem südarabischen Lande auf einer durch- aus beachtlichen Kulturstufe bewegt. Viel Wlssens- wertes wußte der Vortragende aus dem gesellschaft­lichen Leben in den Landen Hadramaut und Yemen zu berichten. Er schilderte hier insbesondere die Rolle der Frau. Eine eigenartige Bereicherung er­hielt der Vortrag durch die Wiedergabe von Gefan­gen und Musik der dortigen Bevölkerung auf Schall­platten. Mit besonderem Interesse hört man von der kriegerischen Leidenschaft der Völker des süd­lichen Arabiens. Eine Gruppe von Arabern führe, so erzählte der Redner, bereits seit zwei Jahren einen Krieg gegen eine Stadt. Stets beim Umbruch der Dunkelheit gehe die Schießerei hüben und drü­ben los, am anderen Morgen herrsche aber immer wieder Friede und die in der Nacht feindlichen Araber kommen dann in die Stadt und kaufen auf dem Markte in aller Freundschaft ein. Erst wenn die Stadttore am Abend geschlossen seien, gehe Die 1 Schießerei die Leidenschaft der Araber wieder los. Mit kurzen Schilderungen des völkischen Lebens in dem Königreich Yemen beschloß der Redner sei­nen vielfältigen Vortrag. Die Zuhörer, vor Denen die Welt Des südlichen Arabiens wie eine Fata Mor- gana erstand, dankten dem Redner mit herzlichstem

£ Steinbach, 10. Okt. In der Gemeinde- Steinbach wurde die vom Reichsschatzmeister der NSDAP, genehmigte Sammlung für Zwecke der Inneren Mission von dem Pfarramt durchgeführt. Mit Hilfe der Konfirmanden und un­ter Leitung eines erwachsenen freiwilligen @e- meindegliedes, das auch fein Fuhrwerk zum Sem­meln der Gaben zur Verfügung stellte, wurde em ganz schönes Ergebnis erreicht. Eine schwere Fuhre voll Kartoffeln, Obst und Gemüse konnte am Sams­tag an das Schwesternhaus in Gießen ab­geliefert werden. Dort wird die Sammlung für Die Armen und Aermsten in Z u f l u ch t und K r i p p e ihre rechte Verwendung finden. Besonderen Dank verdient Herr Jakob Sehrt für seine Mithilfe. Auch in Albach wurde die Sammlung mit gutem Erfolg durchgeführt. Kirchenvorsteher Otto Zim­mer leitete die Sammlung und lieferte auch den Ertrag mit seiner Fuhre in Gießen ab. Schätzungs­weise ist der Wert der Sammlungen 150 Mark.

8 Mainzlar, 10. Okt. Auf Einladung der hie- igen Ortsgruppe der NSDAP, wurde von der Gau­ilmstelle in Staufenberg bei Gastwirt Zecher gestern abend der T o n f i l mD e r S ch i m m e l - r c i t e r" nach der gleichnamigen Novelle von Theo­dor Storm zur Aufführung gebracht. Der Film ist am besten geeignet, den wahren Sinn einer Dorf- bzw. Volksgemeinschaft in den Herzen der Zu- schauer zu vertiefen. Die Veranstaltung war gut besucht. Die Fischerei in der Lumda von Treis bis zur Mündung ging in den letzten Tagen von Lehrer Nicolei auf Werkmeister Ludwig Vogel und Weihbindermeister Heinrich Sauer dahier über. Wie erfreulicherweise festgestellt werden kann, ist der Fischbestand im Verhältnis zu frühe* ren Jahren gestiegen.

etnrfAimasaßbiete dem südlichen Arabien, f Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 10 3 ff« ki to füh?t ® c u a aus äufeerorbentlid) 50, Salat 10 bis 12, Endivien 5 bis 15, Oberkvhlrabi

L® in Lf!n Lil de- Landes vvrzndringen, 5 bis 8 Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellen- da die Sultane der dortigen Staaten in ganz be- 10 bis 20 Pf.

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Einfluß ferne zu halten bestrebt sind. Nur ein luß- - ö _...... , . «

reichste Fürsprache könne dem weißen Men chen j NS.-Frauenschaft Gießen-Ost, 20.15 Uhr, Schützen- Zutritt in dieses Land verschaffen, das das sagen- haus, Ortsgruppenabend. Lichtspielhaus, Bahn­hafte Land der Königin von Saba ist. . 'Hofstraße:Die große Zarin". Astoria-Lichtspiele, Der Ausgangspunkt seiner Reisen sei die Stadt Seltersweg:Schüsse an der Grenze". Deutsches

Makalla gewesen. Die zweite seiner Reisen, die der Rotes Kreuz, Sanitätskolonne Gießen, Sonnenstr. 2: Vortragende insbesondere schilderte, habe ihn auf 20 Uhr, Beginn eines Ausbildungskurses in der ___ , rx___________ hrtc Qrtnh no: Ua". 11nr> n(w

assen des Autos.

* D i e Vogelwinterfütterung kann man jetzt vorbereiten durch das Einsammeln der verschiedensten Sämereien. Die auf Heuböden mas- enhaft sich ansammelnden Heusamen lassen sich ebenso gut dafür verwenden, wie der bei der Ge­treidereinigung anfallende Ausputz. In (yarten bie­ten Sonnenblumen, Mohn und Kürbisse die Mög­lichkeit, dem Winterfutter ölhaltige Samen beizu­fügen, und auch überalterte Gemüse- und Blumen- samenreste eignen sich zu dessen Ergänzung. Im Freien enthalten Distelköpfe, Wegerichähren und allerlei sonstige Unkräuterfruchtstände reife Samen, die dem Futter beigemischt werden können. Kauft man dann noch einige ölhaltige Futtersämereien zu, so wird man leicht den Ansprüchen verschiedenster Wintervögel gerecht werden können. Ueber die Vogelwinterfütterung erteilt gegen Einsendung des einfachen Briefportos kostenlos Auskunft die Haupt­stelle für Pflanzenschutz in Gießen, Senkenberg* strahe 7.

Oberhessen.

Landkreis Gres;cn.

00 Klein-Linden, 10. Okt. Auf Einladung Der Ortsgruppenleitung Der NSDAP, versammel­ten sich gestern abend im Schulsaal sämtliche Füh» rer Der nationalsozialistischen Forma­tionen und die Führer der V e r e i n e zu einer Besprechung über die für kommenden Sonntag, 14. Oktober, geplante Einweihungsfeier des Ehrenmals für die Gefallenen unse­rer Gemeinde. Die Feier beginnt um 14 Uhr und wird durch einen Vortrag des Musikkorps des Jnf.-Regts. Nr. 15 in Gießen, das sich für den Nachmittag ohne Vergütung zur Verfügung gestellt hat, eingeleitet. Die beiden hiesigen Gesangvereine Arion" undNationale Sängervereinigung Ein­tracht-Harmonie" werden mit Männerchorvorträ­gen die Feier ausschmücken. HI. und BdM. wer­den einen Sprechchor vortragen. Die Begrüßungs­ansprache hält Ortsgruppenleiter Dr. G r ö ß - mann, während Gauinspekteur, Kreisleiter und Kreisdirektor Kl oster mann die Weiherede hal­ten wird. Zuletzt erfolgen die Kranzniederlegungen durch die nationalsozialistischen Formationen und Die örtlichen Vereine. Am Vormittag findet in Der Kirche ein GeDächtnisgottesDienst unter Mitwirkung des Posaunenchors und des Kirchen- chors statt.