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cbberufen. Die Kartoffelernte ist in unse- l?r Gemarkung ziemlich beendet. Man kann den Er­lag als gut bezeichnen. Ebenfalls ist der Ausfall Dickwurzernte gut, ferner ist G r ü n - |utter in Fülle da, so daß in vielen Fällen ein dritter Grasschnitt erfolgen kann.

Miet'» vucii

Laubach, 10. Okt. Se. Erlaucht Graf ( e 0 rg Friedrich zu Solms-Laubach er- lgte am Dienstagvormittag einen kapitalen stirfch (Zehnender). Am Sonntagnachmittag r?ranstaltete das Jungvolk des im ehemaligen gräflichen Kasinogebäude untergebrachten Ferien­lagers der NSV. Ortsgruppe Köln- Dicken d o r f im Saale derTraube" eine schlichte Lbschiedsfeier, die durch Gesangsvorträge der Hitlerjugend eingeleitet wurde. Es folgten sodann (-edichtvorträge und zum Schluß noch humoristische kinlagen derKleinsten" im Kölner Dialekt, die lioße Heiterkeit auslösten. Für die Ortsgruppe Lau- lach sprach Pg.-H e n z e und für die freundliche lufnahme der Kölner Jungen dankte Jungbann- tiihrer Pa. R. Ernst vom Jungbann 2/53. Bei jiüffee und Kuchen, von der Laubacher Bevölkerung c-stiftet, vergingen allzu rasch die gemütlichen Stun- i n. Heute vormittag um 8 Uhr verließ das Kölner Jungvolk unsere Stadt, nachdem Bürgermeister .lögt) vor der Abfahrt des Zuges an die Scheiden- l n herzliche Abschiedsworte gerichtet hatte.

ch Groß-Eichen, 10. Okt. In den letzten Sangen wurde unsere Kirchenuhr einer gründ- lchen Reparatur unterzogen. Auch das Zifferblatt rmrde neu vergoldet. Die Arbeiten wurden von Nhrmacher Pfeffer (Grünberg) ausgeführt.

Mrcte Budlnqen

(D Michelbach, 10. Okt. Der hiesige Krieger- r e i n beging am Sonntag unter Anteilnahme d r ganzen Gemeinde die Feier seines 25jähri- n Bestehens. Zu Ehren des Vereins waren dk Häuser mit Fahnenschmuck versehen worden. Iuchmittags fynd nach einem in kleinem Rahmen $ haltenen Bezirkstag ein Festgottesdienst im über- Mten, schlichten Dorfkirchlein statt, wobei der Orts- x istliche Dekan Widmann- Schotten auf Grund SchriftstelleBis hierher hat uns der Herr ge- h lfen" die Festpredigt hielt. Rach dem Gottesdienst kmegte sich unter Vorantritt eines Posaunenchores en stattlicher Zug zum Friedhof, woselbst an dem (vrenmal für die Gefallenen des Weltkrieges 1914 bs 1918 eine eindrucksvolle Gedenkfeier stattfand. 5 e Feier wurde eröfnnet mit einem gemeinsamen Lvoral, worauf Dekan Widmann in seiner Ge­dächtnisrede der Kriegsopfer gedachte, zum Dank I fiir ihre unvergeßlichen Taten aufrief und zur Treue Wen Volk, Vaterland und Führer ermahnte. Hier- c f legte der Vofitzende des Kriegervereins Otto M t mit ergreifenden Worten einen Kranz an dem S'nkmal nieder. Der um die Kriegervereinssache hochverdiente Kamerad Apotheker S c r i b a - Schot­te ergriff sodann das Wort und schmückte 27 Ka- r'raden mit dem Ehrenzeichen für 25jährige treue Mgliedschaft. Zum Schluß sprach der Bezirksführer Limerad Bürgermeister D e ch e r t - Rainrod mit s kreisenden und von glühender vaterländischer Be­ll sterung getragenen Worten über die Ziele des Kiiegeroereins. Die Feier, die einen nachhaltigen öndruck hinterließ, wurde geschloffen mit dem Liede | Dim guten Kameraden. Ein gemütliches Zufammen- I Jem der Mitglieder des festfeiernden Vereins mit bin erschienenen Gästen beschloß den erhebenden Tag.

«Nreis Alsfeld.

er. Homberg, 10. Okt. In den Basalt- rii rfen der Mitteldeutschen Hartsteinindustrie in fcen benachbarten Rieder-Ofleiden konnte die LiUegschaft im bisherigen Verlauf dieses Jahres er. ßeren Aufträge vorlagen. Hauptsächlich wurden Lotter- 'ind Gruslieferungen durchgeführt. Dinden Schotter- und Graslieferungen durchgeführt.

Ober-Ohmen, 9. Okt. Eine Erscheinung, ii für den Ornithologen von Interesse sein dürfte, loun man, wie in früheren Jahren um diese Zeit, qiH) jetzt wieder täglich an dem dicht beim Dorfe liigenben WäldchenKirchberg" beobachten. Die liooen dunklen Fichten sind die Ruhestätte ganzer Schwärme von Krähen, die, sobald es zu bmkeln beginnt, aus allen Richtungen angeflogen Immen, um hier im Geäst der Bäume ihr Rach t- liag e r aufzuschlagen. Sehr oft kommen noch gcji3 spät Nachzügler angeflogen, und zwar aus der Achtung anderer Wälder, so daß man annehmen mjß. daß es den Vögeln hier am besten gefällt, allerdings Ruhe in diesem Asyl einkehrt, dauert es immerhin geraume Zeit. Oftmals entsteht ein lechaftes Gebalge um die Plätze. Sobald der Mvr- ge-i graut, ziehen die schwarzen Gesellen truppweise reif) allen Himmelsrichtungen ab, um sich am A?nd pünktlich wieder einzufinden.

# Aus dem oberen Ohmtal, 9. Okt. Die 'icLer sind bis auf einen geringen Teil Dick -

3 u r 3 und bis auf die in diesem Jahr zahlreicher i:;ebauten Stoppelrüben abgeerntet. Die ! ggenfaat ist größtenteils in die Erde ge- nicht und hat teilweise schon gekeimt.

Preußen.

Mreis

< R 0 d h e l M a. d. B., 9. Okt. Der hiesige Obst, rib Gartenbauverein veranstaltete am Cmntag im Saale der Gastwirtschaft Schlierbach m 0 b ft. und Gemüse - A u s st e l l u n g. Die ilisstellungsleitung hatte keine Mühe gescheut, etwas r>entliches zustande zu bringen. Man erkannte, if Obstbaumzucht und Gartenkultur in unserem r? weiter entwickelt sind, als man es zu glauben traute. Die ausgestellten Früchte zeigten auch, daß Gotische und Bodenverhältnisse in unferm Gebiet le Züchtung auch edelster Obstarten ermöglichen nl daß die heimischen Obstzüchter mit ihren Pra­ll, en jederzeit auf größeren Obstschauen in Wett- irt. t treten können. Gruppierung, Benennung und wiroabt der Ausstellungsobjekte legten dafür Be- res ab, daß es in Rodheim Leute gibt, die Sach- iirntnis genug besitzen, um auch den Volksgenossen, tiefbisher planlos in der Obstbaumzucht eigene, nicht nner richtige Wege gingen, mit Rat und Beleh- ung zur Hand zu fein anderseits wird die Ausstel- jngsleitung erkannt haben, daß in Rodheim auch trügend Interesse vorhanden ist für die Obst- und ienüsezucht, daß sich also nach dieser Seite hin icje Arbeitsmöglichkeit bietet. Der Besuch der Aus- jhing war durchaus befriedigend, und die Ausstel- lijsleitung dürfte das ist der Wunsch des Publi­kes auf ihre Kosten gekommen fein. Bemerkt DüDen muß, daß die Ausschmückung des Saales nf/ geschmackvoll und stilvoll gehalten war und die iufftellung von seltenen Pflanzen und Blumen bn-chaus in den Rahmen des Ganzen hineinpaßte, Weiaud) die Ausstellung einer heimischen und einer i .Seiner Firma von Gartengeräten, Schädlings- bi'impfungsmitteln usw. Eine Verlosung sorgte für eir ute und enttäuschte Gesichter, und Freude er= ick und Interesse geweckt zu haben, dürfte wohl ' : t Leitern der Ausstellung der beste Lohn und sein.

SJl.-fpOlt

i kampflos zu überlassen. Leihgestern II und Lich II sind noch zu schwach für diese Spiele und müssen sich Mühe geben, um vom Tabellenschwanz loszukommen.

Gruppe Gießen B.

Unentsch. Verl.

VfB. III

vorjährige

Meister, ist

bis jetzt un-

Am Sonntag standen sich in Krofdorf (wir

be-

das Kunststück fertigbrachte, den Gaumeister Wetzlar 9:5 geschlagen nach Hause zu schicken.

1 1

1 0

1 2

1 0

0 0

1

2 2

1

2 3

Pkte. 7:1 5:1 5:3 4:4 3:5 2:4 1:5 0:6

Die Bezirksmeisterschast 'im 6er<Rafenraö6all

tag Tv.

Spiele

4

3

4

4

4

3

3

3

Körperliche Ertüchtigung des Bauerntums.

getragen wurden die Spiele als Punktspiele. Als Sieger ging die Mannschaft des Gießener Radfahr- Vereins von 1885 aus dem Turnier hervor, die mit

Buseck, eine junge Mannschaft, kann kämpfen, ist sehr anständig und sehr eifrig, sie wird noch manchem Gegner Punkte abnehmen. Wißmar, auch eine junge Mannschaft, ist sehr unbeständig, aber nicht zu unter»

Gew.

3

2

2

2

1

0

0

0

haben bis jetzt wenig gezeigt.

1. Handball-Gauliga-Verbandsspiel in Gießen.

1900 empfängt den Tv. Kirchbauna bei Kassel.

Nachdem die Spieloereinigungsleute bereits zwei­mal zu Punktspielen auswärts weilten, können sie kommenden Sonntag erstmalig auf eigenem Ge­lände antreten. Der Gegner ist die Ueberraschungs- mannschaft Kirchbauna, die am vergangenen Sonn-

gefd)lagen, ob sich die Mannschaft weiter an der Spitze hält, ist nicht vorauszusagen, denn Alten-

einem Punkt Vorsprung vor Krofdorf die Mei­sterschaft erringen konnte. Im ersten Spiel standen sich Krofdorf und Nieder-Girmes gegenüber. Das Endresultat von 1:0 entspricht dem Stärkeverhält- nis beider Mannschaften. Die Seiten wurden noch mit 0:0 gewechselt und erst in der zweiten Spiel- Hälfte konnte Krofdorf den Sieg sicherstellen.

Das zweite Spiel führte 1885 Gießen und Wieseck zusammen und endete mit einem überlegenen Sieg Der Gießener mit 8:1. Wieseck hatte leider Pech, muhte in letzter Minute Ersatz einfteUen und hatte

Wieseck III

VfB. III, der ! geschlagen, ob

Die Presseste11 e des R e i ch s s p o r t f ü h - rer s teilt mit: Nach längerer sorgfältiger Vorarbeit ist nunmehr zwischen dem Reichssportführer von Dschammer und Osten und dem Reichsbauern- führer Walter Darrs ein Abkommen über die ge- Atten-Buseck meinfame Förderung der körperlichen Ertüchtigung Wißmar des Bauerntums zustandegekommen. Durch die Mit-. Londorf arbeit des Reichsnährstandes ist die Gewähr ge-1 Grünberg II geben, daß die Leibesübungen auf dem Lande eine Xreis Richtung einfchlagen, die dem We-sen des deutschen 1900 III Bauerntums entspricht. Der Reichssportführer wird seinerseits zur Erreichung dieses Zieles alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel und Kräfte einfetzen.

Durch dieses Abkommen ist die Möglichkeit einer starken Entwicklung der Leibesübungen als wesent­licher Teil ländlichen Kulturlebens gegeben.

schätzen. Londorf, der Neuling im DFB., stellt eine

44iH *yumuuy punwi. ... mv- (eifrige Mannschaft ins Feld. Grünberg II ist auf

richteten bereits kurz darüber) die 6er-Mannschaften eignem Platz schwer zu schlagen, aber auswärts wird von RV. 1885 Gießen,Teutonia" Krofdorf, Wetz- sie noch Punkte lassen müssen. Treis (Lda.) ist auch lar-Nieder-Girmes und Wieseck im Kampf um die Neuling, der nötige Schwung fehlt noch, die Mann- Bezirksmeisterschaft im 6er-Radball gegenüber. Aus- schäft wird aber immer besser. 1900 III und Wieseck III

Handball imMännerlumverein (OT).

2Hlo. 3gb. Tv. Grüningen 3gb. 16:0 (5:0).

Die Jugendmannschaft des Männerturnvereins Gießen weilte am vergangenen Sonntag zum fälli­gen Verbandsspiel in Grüningen und konnte auch hier wieder einen eindrucksvollen Sieg landen. Die Mtver fanden sich schnell zusammen und holten bis zur Halbzeit durch ihr flüssiges Spiel eine 5:0-Füh- rung heraus. Rach Halbzeit veränderte sich das Bild insofern, als sich die Ueberlegenheit der Mtver noch bemerkbarer machte. Gut geleistete Arbeit der Hin­termannschaft, schnell vorgetragene Angriffe der Läu­ferreihe schufen im Vereine mit dem sicheren Schuß des Sturmes den Männerturnern noch weitere elf Tore. Das Vorspiel konnten ebenfalls die Mtver und zwar mit 14:1 gewinnen.

Königs- und liitterschiehen der Homberger Kleinkaliber-Schützen.

Am verflossenen Sonntag veranstaltete der Kleinkaliber-Schützenoerein Homberg fein König- und Ritterschießen auf seinen Schieß­ständen. Vorschrift für alle Schützen war, 15 Schuß in den drei verschiedenen Anschlagsarten: liegend, knieend und stehend freihändig 'abzugeben. Am Abend fand im Frankfurter Hof ein Kameradschafts- abend statt. Sämtliche Schützen zogen unter den Klängen eines flott gespielten Marsches in den Saal. Hier hielt der Vorsitzende, Dentist Becker, eine Ansprache, in der er betonte, daß der Schieß­sport wie alle anderen Sportarten im Dienste des Vaterlandes stehe und forderte auf, ihn auch ferner­hin nach Kräften zu pflegen. Dann verkündigte er das mit großer Spannung erwartete Schießresultat. Schütze Daniel Becker wurde mit 148 Ringen Schützenkönig, Friedrich G o ß f e l d e r mit 144 Ringen ersten Ritter und Karl Scholl mit 139 Ringen zweiter Ritter. Das von dem Vorsitzenden gestiftete Hitlerbild errang Karl Fett mit 34 Rin­gen (drei Schuß aufgelegt). Von den Jungschützen wurde Heinrich Ries, Gontershausen, bester Schütze. Anschließend erfolgte die Ueberreidjung der errungenen Auszeichnungen an die Sieger.

durch das Versagen des Torwächters nie eine Chance gegen die spielerfahrenen 85er.

Durch Losentscheid kamen nun im nächsten Spiel Nieder-Girmes und Wieseck zusammen und bereits hier zeigte es sich, daß Wieseck nun schon mehr Zusammenhang in seinem Spiel hatte. Mit 4:2 konnte Nieder-Girmes den Sieger stellen.

Am Mittag kam als erstes Spiel 1885 gegen Krof­dorf zum Austrag, was schon als Vorentscheidung zu betrachten mar. Leichter als erwartet, konnte 1885 zu einem 5:0 Sieg kommen und sich damit be­reits die Führung in der Tabelle sichern.

Das nächste Treffen, 1885 Nieder-Girmes bür» te wohl als das schönste und spannendste des Tages gewertet werden. Ueberraschend ging Nieder-Girmes in Führung und es dauerte geraume Zeit, bis 1885 zum Ausgleich kam. Verbissen wurde um die Füh­rung gekämpft, doch blieb es beim Unentschieden. Kurz vor Schluß hatte Nieder-Girmes noch eine Chance, den Sieg zu erringen, doch Göbel verschoß in der Hitze des Gefechts den 7-Meter-Ball.

Durch diesen Ausgang des Treffens stand bereits 1885 Gießen als Meister fest und im nächsten Spiel, Krofdorf gegen Wieseck, mußte geklärt werden, wer den zweiten Platz belegt, Krofdorf oder Nieder-Gir­mes. 5:3 konnte Krofdorf siegen und somit mit einem Punkt Vorsprung vor Wetzlar-Niedergirmes den zweiten Platz belegen

Wenn den einzelnen Mannschaften weiterhin Ge­legenheit gegeben ist, in Privatspielen Wettspiel­erfahrungen zu sammeln und die Mannschaften an Einheit gewinnen, so wird auch dieses schone Spiel im Bezirk Gießen wieder auf beachtliche Hohe kom­men. Eine Verfügung der Mannschaften hie und da kann nur zum Vorteil gereichen, denn solche Spiele fordern Ausdauer und die konnte von den älteren, trotz bestem Vorhaben, nicht ganz verlangt werden. Aber immerhin, Hut ab vor den Spielern, die sich ihrem Verein zu Mannschaftswettbewerben trotz ihres Alters von 40 bzw. 42 Jahren zur Ver­fügung stellen.

Verbandsspiele der Kreisklaffen im Bezirk Gießen-Nill.

14. Otfober 1934.

Leihgestern Heuchelheim (Keller, Naunheim) VfB II. Lich (Volkmar, Wetzlar) Großen-Bufeck 1900 II. (Bocher, Gießen) Krofdorf Grünberg (Niersbach, Wetzlar) Lollar Wieseck (H. Rüspeler, Gießen) Wetzlar II. Werdorf (O. Rüspeler, Gleiberg) Naunheim II Tgd. Wetzlar (Zutt, Wetzlar) Büblingshausen Nauborn (Bernhardt, Tiefenbach) Sportfr Wetzlar Aßlar (Grote, Mainzlar) Leun Bissenberg II (Witter, Wetzlar) Steinberg II Steinbach (Schnabel, Wieseck) Garbenteich Wieseck II. (Schneider, Gießen) Lich II Lollar II (Kaietsch, Wetzlar) Leihgestern II. Mendorf (Sack, Heuchelheim) VlB. III Wißmar (Schäfer, Heuchelheim) 1900 III. Atten-Buseck (Weinandt, Leihgestern) Wieseck III. Londorf (Buß, Grünberg) Treis Grünberg II. (Offenbacher, Gießen) Oberbiel Braunfels (Scharf, Wetzlar) Bechlingen Oberndorf (Hunger, Wetzlar) Berghausen Bonbaden (Lind, Wetzlar) Werdorf II. Leun II. (Wolf, Bissenberg) Burgsolms II. Waldgirmes (Wenzel, Schmalbach) Aßlar II. Hermannstein (Schäfer, Mendorf) Tgd. Wetzlar II. Sportfr. Wetzlar II. (Birk,

Naunheim)

Ehringshausen Wetzlar III. (Küster, Berghausen) Erda Kinzenbach (Dönges, Bischoffen) Rodheim Krofdorf II. (Kreiling, Gießen) Fellingshausen Heuchelheim II. (Wissemann,

Lollar)

Vetzberg Frankenbach (Reuschling, Steinbach).

Oer Stand der Spiele

in der 2. Kreisklasie.

Gruppe Gießen A.

Spiele Gew. Unentsch. Verb Pkte.

ein

3

3

2

2

2

1

1

0

1 0

1 0

0 0

0 0

1

1

1

1 1

2 3

4

4

4

3

3

3

4

4 nicht

7:3 6:2 5:3 4:2 4:2

2:4 2:6 0:8

Mendorf (Lahn) Garbenteich

Wieseck II Steinberg II Steinbach Lollar II Leihgestern II

Mendorf ist

mit ihm ist zu rechnen. Garbenteich hat Aussichten auf die Tabellenspitze. Wieseck II hat gutes Spieler- matenial, ist jedoch sehr unbeständig. Steinberg 11 und Steinbach sind Mannschaften, die auch noch ein Wort mitreden werden. Lollar II spielt nicht schlecht, darf sich aber nicht erlauben, dem Gegner die Punkte

zu unterschätzender Gegner, Garbenteich hat Aussichten

Der Eissport und die Werbewoche für Leibesübung der Fra«.

Die WerbewocheGesunde Frauen durch Leibes­übungen" gibt fast allen Arten der deutschen Leibes­übungen Gelegenheit, in irgendeiner Form Aus­schnitte aus ihrem Betrieb zu zeigen und so für sich zu werben. Nur wenige Sportzweige kommen zu kurz, und zu diesen gehören die beiden Winter­sportarten Schnee- und Eislauf. Sie müssen bei dieser Werbung abseits stehen, da für sie die Zeit noch nicht gekommen ist. Schnee und Eis fehlen. Doch da es dem Winter zugeht, rüstet der rechte Sportsmann schon jetzt. Die ersten Vorbereitungen, die ersten Pläne werden gemacht. Viele Frauen zählen ja schon zu den begeisterten Anhängern einer dieser beiden wertvollen Sportarten, aber noch viele stehen abseits. Eine Werbewoche für den Wintersport steht aber nicht in Aussicht.

So bleibt nichts anderes übrig, als hier mit einigen Worten auf die Bedeutung des Winter­sportes für die körperliche Ausbildung der Frauen hinzuweifen. Auf dem Gebiet des Sd)neelaufes fei einem Berufneren das Wort überlassen, jetzt soll nur vom Eislauf die Rede sein.

Leider ist es so, daß man vielerorts noch eine falsche Vorstellung davon hat, welche Ansprüche durchschnittlich an die Leistungen auf diesem Ge­biete gestellt werden. Sportliches Eisläufen ist zu wenig bekannt und zu wenig gepflegt worden. So wird man leicht verführt, an die Leistungen einer Sonja Henie zu denken, wenn von Eiskunstläufen die Rede ist.

Der Kunstlauf ist auf dem Eis das Gebiet der Frau. Hier kann sie mit der ihr eigenen Anmut sich nach dem Takte der Musik im Walzer oder in kunstvollen Figuren wiegen. Beim Manne wirkt es allzu leicht plump, was bei der Frau als selbst­verständlich gilt. Das brauchen noch keine schwie­rigen Schlingen und Wenden zu fein. Zum Wal­zer genügt das gewöhnliche Bogenlaufen, das, in den ersten Tagen der Eisbahn fleißig geübt, bald vollkommen beherrscht werden kann. Und wenn man erst einmal am Eiswalzer Geschmack gefunden hat, dann ist der Schritt zu der nächsten Schwierig­keitsstufe schnell getan.

Gewiß, zu den Spitzenleistungen der Weltklasse wird es bei unseren Eisoerhättnissen nie reichen. Dazu gehören Kunsteisbahnen, dazu gehört monate­langer Aufenthalt in der Schweiz unter der An­leitung teurer Lehrer. Das ist eigentlich schon nicht mehr das, was wir unter Leibesübungen verstehen, das wäre Artistik. Der große Durchschnitt ist froh, wenn er die Bogen, Dreier, Schlangenbogen und dergleichen einfache Uebungen mehr in sportgerech­ter Form beherrscht. Und daß man es dahin bringen kann, hat schließlich der Gießener Eisverein vor zwei Jahren bewiesen.

In wenigen Stunden hatte es damals die Leiterin des Lehrganges verstanden, ihren Schülerinnen die grundlegenden Hebungen des Eislaufes bis zu voll­endeten Beherrschung beizubringen. Nur etwas Aus­dauer im lieben gehört dazu und man bringt es leicht zu einem Können, dessen man sich selbst auf größeren Eislaufplätzen nicht zu schämen braucht.

Etwas darf aber nicht vergessen werden und da wir uns jetzt gewissermaßen noch in der Vorberei­tungszeit auf den Wintersport befinden, soll es nicht unerwähnt bleiben. Gutes Werkzeug ist die halbe Arbeit. Wer fid) daher ernstlich dem Eislauf wid­men will, verderbe sich nicht die Freude daran, in­dem er ein paar alte Schlitschuhe aus Großvaters­zeiten herbeiholt nud glaubt, diese genügten den Ansprüchen. Man lege hier lieber ein paar Mark an und verschaffe sich gute Kunstlaufschuhe, die bessere Leistung und die damit verbundene größere Freude wird die Ausgabe reichlich lohnen. Ganz besonders sei es aber den Eltern gesagt, die leider nur zu oft ihre Kinder mit Schraubendampfern aufs Eis schicken, die schon allein vom gesundheitlichen Standpunkt aus auf den Schrotthaufen gehörten.

Noch trennen uns einige Wochen von den ersten Frofttagen, aber keine Frau, keine Mutter soll diese Zeit ungenutzt verstreichen lassen. Rüstet früh für euch selbst und für eure Kinder, bdmit ihr an den klaren Frofttagen euch in der gefunden Luft auf dem Eis erholen könnt von der Arbeit am häus­lichen Herd. Wilhelm Loh.

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