Wir wollen opfern!
Niraenbwo anders kommt der Ge-ist des national» sozialistischen Dritten Reiches sinnfälliger und überzeugender zum Ausdruck als in der Fürsorge für diejenigen Volksgenossen, die, geschüttelt von einem harten Schicksal, abseits stehen als Zaungäste des Glücks. Nirgendwo anders wird die Liebe und Treue des Führers zu feinem Volke ergreifender und selbstverständlicher offenbar als in jenen Augenblicken, in denen er sich mit seiner ganzen Autorität für die Wohlfahrt der Nation, für das Bekenntnis der na» tionalen Solidarität zu den letzten unter uns ein» setzt.
Die feierliche Eröffnung des Winterhilfswerkes 1934/35 unterstrich die große Bedeutung der nationalsozialistischen Offensive gegen die Not, zu der sich die Reichsregieruny unter Mitwirkung aller Parteigliederungen anschlckt. Es soll hier nicht eingegan- aen werden auf all die verschiedenen Frontabschnitte, auf denen jetzt der Kampf gegen Hunger und Not beginnen wird. Aber eins erscheint bemerkenswert: daß nämlich das Hilfswerk des Der» aangenen Winters trotz seiner überwältigenden Erfolge nur als großzügige Improvisation bezeichnet wurde, der jetzt erst eine systematische Organisation folgen wird. Daraus erst ist zu ermessen, mit welcher Wucht und Geschlossenheit nunmehr der Ehrendienst am deutschen Volke einsetzen wird. Daß selbstverständlich auch jeder Versuch einer Korruption und jeder Ansatz zur Miesmacherei und Besserwisserei rücksichtslos unterdrückt werden wird, stärkt die sichere Gewißheit, daß in den Händen von Dr. Goebbels die neue gewaltige Aufgabe auf das beste aufgehoben fein wird.
Eine große Gewißheit haben wir alle von dem Appell, den der Führer an seine Volksgenossen gerichtet hat, mit nach Hause genommen: Das Wort „0 p s e r" wird, solange der nationalsozialistische Staat besteht, stets der lebendige Ausdruck der durch die Tat bewiesenen Gesinnung sein. Niemand wird dieses Wort in den Mund nehmen dürfen, der es nicht in seinem eigenen Leben wahrgemacht hat. Das Winterhilfswerk kann nur den Sinn haben, in einem Maße zu dem gemeinsamen Werk beizutragen, daß es für jeden einzelnen von uns eine fühlbare Entbehrung bedeutet. Opfern heißt nicht Steuern zahlen, sondern unter Einsatz nicht nur der materiellen, sondern auch seelischen Kräfte sich in die vorderste Front der nationalen Kampfgemeinschaft eingliedern. Es kommt auch nicht allein auf die Höhe des gespendeten Betrages an, sondern mindestens ebenso sehr ober vielleicht noch mehr auf die dabei zutage tretende innere Haltung. Opfern heißt nicht Almosen geben, sondern jene selbstverständliche Hilfeleistung wie die Männer ivom Roten Kreuz, die während des Krieges unter 'Einsatz ihres Lebens die Verwundeten aus der vordersten Schlachtlinie holten.
Wenn man wie Adolf Hitler die Not bis zur »äußersten Neige selbst durchgekostet hat, bann besitzt man ein Recht barauf, von jebem einzelnen Volksgenossen Opfer zu forbern, ber sich um des Tages Notburft unb Nahrung nicht zu sorgen braucht. Wirkliche Opfer find es, bie ber Führer ®on jebem einzelnen von uns verlangt. Mit rücksichtsloser Deutlichkeit bemonftrierte er bie unerschütterliche Tatsache, baß ber einzelne nichts, bas Dolk aber alles bebeutet, baß nur ber unerschütterliche Wille ber ganzen Nation imftanbe war, bie deutschen Geschicke zu roenben, unb baß barum auch jeber zum letzten Opfer verpflichtet rft, ber aus dem deutschen Wunder Nutzen gezogen, ber durch die Stabilisierung der Verhältnisse eine Sicherung seiner Existenz gefunden hat. Der Führer verlangt, um es noch einmal zu betonen, pürbare Opfer, und zwar noch ganz erhed- ich mehr von dem, der „sich's leisten kann", als von demjenigen, der von dem Wenigen gibt, das i?r selbst nur besitzt. Sollte der freudige Schimmer »er Dankbarkeit, ber über bas Gesicht bes Führers )iog, als er bie herzliche Hilfsbereitschaft bes beut» ichen Arbeiters erwähnte, nicht ein Ansporn sein lür biejenigen, denen Essen und Trinken, Kleidung und Wohnung in reichlichem Maße zur Verfügung Heben? Denn es ist ja keine zusätzliche und einseitige Gabe, die bie Nation von ihnen verlangt, oonbern bie Wieberherstellung bes Fundaments von Vertrauen unb Lebens- ! r a f t, auf bem ber Staat und damit auch das Werk des Erfolgreichen ruht.
Der Führer hat die Hoffnung ausgesprochen, daß as kommende Winterhilfswerk einen noch geroal« tigeren Erfolg haben wird, als das vergangene. Dieser Erfolg soll seinen Ausdruck nicht nur in der Millionenzahl der Kohlen- und Kartoffelsäcke fin» ben, bie ben Bebürftigen unter uns zugeleitet werben, fonbern auch in ber Teilnahme unserer ärme» isen Volksgenossen an ber geiftig^n Unter» 1 a {t u n g, bie bisher nur ben wirtschaftlich Bes- i Isrgeftenten offen staub. Das Winterhilfswerk wirb diesmal nicht nur eine Magenfrage fein, fonbern (s wirb auch ben Hunger bes Gemütes i a ch Freube unb Zerstreuung stillen. Erft wenn erreicht ist, baß jeber ärmere Volks- (snoffe fein Geschick mit bem Geschick jebes reichern Volksgenossen unlöslich verbunben fühlt, erst lunn haben wir bie nationalsozialistische Revolu- hon ganz gewonnen. Nur wenn niemanb hungert unb friert, bleibt auch unsere nationale Ehre gewahrt.
Ser Ches des Stabes der SA zur Eröffnung des Winterhilsswerks
Berlin, 10. Oft. (DNB.) Der Ches bes Stabes, 1 utze, erläßt folgenben Aufruf:
Der Führer ruft im Kampf gegen Hunger unb Jjälte zum Winterhilfswerk 1934/35 auf. Die M i t - tiilfe feiner treuen SA. bei biefem Hilfs- : verk ist eine felbstverftänbliche Pflicht. ! .'urch die Kamerabfchast in ben Reihen ber SA. rnb bie Hilfsbereitschaft untereinanber habt Ihr zu । den Zeiten den Sozialismus ber Tat am beut» lchften gezeigt. Durch Mithilfe an biefem sozialen Hilfswerk bes beutfchen Volkes fragt Ihr bie sprichwörtlich geworbene Kamerab- fqyaft unb Hilfsbereitschaft in bie Reihen ber noch b bürftigen armen beutfchen Volksgenossen unb hilft so zur Festigung wahrer Volksgemeinschaft rrit. Mitzuhelfen an bem Gelingen bes Winter- Ijlfsroerfes ist Ehrenpflicht eines jeben § A. - M a n n e s. Die Mitarbeit ber SA.-Dienst- [tillen habe ich burch Sonberbefehl geregelt.
10 000 UM. der Reichstagsfraktion der NSDAP, für das Winterhilfswerk
Berlin, 10. Oft. (DNB.) Für bas Winterhilfs- oirf hat bie Reichstagsfraktion ber KSDAP. auf Anorbnung bes Fraktionsführers kichsminister Dr. Frick 10 0 0 0 Mark über» di e \ e n.
Halbe Ordnung
II*
Die Republik der Optimisten.
Äon unserem Dr. (5l.-Sonderkorrespondenien.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Prag, Oktober 1934.
Böhmen unb Mähren waren feit Jahr- hunberten bie reichsten Kronlänber der Habsburgischen Monarchie, und Prag gehört zu den ehrwürdigen Zeugen fürstlich städtischer Vergangenheit von Europa. Wer von der alten Moldaubrücke mit ihren barocken Heiligen und Rittern hinüberschaut zur Burg, die sich sieghaft aufbaut über den Kirchen und Palästen der Kleinseite, wer in den Gassen der Altstadt die altersgrauen Steine reden hort, der gerät völlig in den romantischen Bann des Gewesenen. Ist das Erbe des Königs Wenzel und der Hussiten, ber mittelalterlichen Mystik unb bes Herrentums beutscher unb böhmischer Magnaten wirklich noch von biefer Welt? Die Tschechen haben in den letzten fünfzehn Jahren diese Frage mit einem lauten und kräftigen „Ja" beantwortet und find ohne irgendwelche Hemmungen an den Neubau ihres Staates auf den alten Fundamenten herangegangen. Es gibt neue Städte genug auf bem alten Kontinent, unb gerabe in Deutfchlanb ist bas Nebeneinanber von Trabition unb Zukunft längst kein Problem mehr. Aber eine solche Symbiose bes Alten mit bem ganz Mobernen wie hier in Prag ist selbst für unsere Begriffe unerhört. lieber Geschmack läßt sich streiten, unb Graben ober Wenzelplatz finb burch bie fortgesetzten Neubauten architektonisch gewiß nicht einheitlicher geworben. Aber eines läßt sich nicht leugnen: bie Leiter bieses jungen Staates bewegen sich mit oer» blüffenber Unbefangenheit in ber historischen Kulisse unb tun alles, um bie künstliche Schöpfung ber Friebensverträge von 1919 in greifbare Wirklichkeit umzufetzen.
Nachfolgestaat unb Nachfolgestaat ist zweierlei, unb es wäre ungerecht zu vergessen, mit welchen Anstrengungen etwa Polen unb S ü b s l a w i e n, wenn man von Kroatien absieht, sich ihren mobernen Nationalstaat aus bem Nichts aufbauen mußten. Es fall auch nicht verschwiegen werben, baß ber Großteil bes mobernen Wirtschafsapparates, ben bie tschechoslowakische Republik fertig übernehmen konnte, sich auf subetenbeutschem Boben unb in beutfchen Hänben befanb. Die Krise wütete baher in biefem westlichen Ranbgebiel befon» bers schlimm, so baß etwa eine halbe Million Menschen bort, b. h. jeber siebente Deutsche, gegenwärtig arbeitslos ist. Dieser grausamen Tatsache sieht bas tschechische Staatsvolk mit egoistischer Gelassenheit zu unb läßt sich nicht beirren, seine Entnationalisierungspolitik im ganzen Umkreis ber amtlichen Reichweite konsequent fortzusetzen. Dafür ist bie Nervosität, mit ber man hier- zulanbe bie nationalsozialistische Revolution in Deutschlanb erlebt hat, feine Entschulbigung, vielleicht jebvch teilweise eine Erklärung. Keine Kombination ist abenteuerlich, kein Greuelmärchen lächerlich genug, als baß es nicht in Prag abge» brückt unb gelesen würbe. Hier zeigt sich bei ben sonst so realblicfenben unb vorsichtigen Tschechen ber schwerste Mangel: bie blinbe Voreingenommenheit gegen bas Deutschtum. Dabei wirken gehässige Erinnerungen aus ber Vorkriegszeit unb bem alten Wiener Reichsrat unmittelbar zusammen mit bem Bewußtsein, baß man seit 1919 von ber gegen bas Reich gerichteten internationalen Unterbrückungspolitik weitgehenben Nutzen gehabt hat.
Außenpolitisch haben die Gründer dieses Staates, bie wie Dr. Ebuarb B e n e s ch bis auf ben heutigen Tag feine Geschicke lenken, mit Bebacht einen Graben ringsum gezogen, nicht nur gegen Deutsche unb Ungarn, fonbern auch gegen bie slawischen trüber in Polen. Nachbem einmal bie panslawistische Möglichkeit burch ben Ausfall Rußlanbs erlebigt war, schien es nach Auffassung bieser Leute ber Lage ber Tschechen am besten zu entsprechen, wenn sie ihre Zukunft als freier Mittel- staat mit französifcher Rückversicherung festlegten. 1918 war schließlich bas Wunber ber nationalen Auferstehung geschehen, unb so wurde man hierzulande zwar nicht wundergläubig, aber doch außerordentlich optimistisch. Diplomatisch
* Vgl. auch Gießener Anzeiger vom 6. Oktober.
im Oonauraum.
Schienen in der Kleinen Entente und im ©en» er Völkerbund ein für alle Mal die passen- en Instrumente gefunden, wirtschaftlich machten alle Schwierigkeiten, mit denen sich Deutschland und und das übrige Mitteleuropa herumschsugen, vor der Grenze halt. Man sah mit ben Mächtigen am Tisch unb trieb seine Geschäfte in ber ganzen weiten Welt, sofern nicht schon ber intensive innere Ausbau Beschäftigung unb Verbienst genug bot. Nutznießer biefer Entwicklung waren in erster Linie bie gewaltige Zahl von Beamten jeber Kategorie sowie mit bem Geschäftsleben in enger Verbinbung stehenben Vertreter bes parlamentarischen S y ft e m s. Da hierbei bie Tschechen unter s i ch blieben unb bei ber verhältnismäßigen Kleinheit bes Lanbes einer auf ben anbern angewiesen war, funktionierte bas Leben und Lebenlasfen zur allgemeinen Zufriedenheit. Korruption und Großmannssucht fehlten nicht, aber es wurde daneben auch wirklich Erstaunliches geleistet. Der Tscheche besitzt eine Gründlichkeit, die sich im praktischen Geschäfts- leben ebenso zeigt wie etwa in ben Wissenschaften. Was also gemacht würbe, wie z. B. bie Ausgestaltung ber Universität, würbe gut gemacht, aüerbings nie ohne ben gehässigen Seitenhieb gegen bie deutsche Kultur im Staat.
In ben letzten Jahren ist bie Prosperität auch hier zum Still st a n b gekommen unb außerbem sinb bie außenpolitischen Sicherungen von 1919 in manchen Punkten recht problematisch geworben. So erhebt sich vor ben Regieren- ben nach unb nach bie gebieterische Notwendigkeit ber Reform im Innern unb ber Anpassung an bie oeränberten U m ft ä n b e braunen. Für bie innere Reinigung ber Demokratie wirb vielleicht weniger ber Faschismus ober ber unter völlig anberen Voraussetzungen stehenbe beutsche Nationalsozialismus maßgebenb fein, als bas, was schließlich in Frankreich geschehen wirb. Das Schwergewicht in bem sonst unheilvoll überzüchteten unb zerklüfteten Parteileben bilben bie tschechischen Agrarier, bie heute ben Ministerpräsibenten Malipetr stellen unb zweifellos auch für fommenbe autoritäre Reformen aus» schlaggebenb fein werben. In jüngster Zeit brohte bie Krise auszubrechen anläßlich ber verschlechterten Gesunbheit bes 84 Jahre alten Staatspräsiben- ten. Ein Nachfolger für Mafaryk von gleicher Volkstümlichkeit unb von bemfelben Format ist nicht vorhanben, feit ber gegebene Vertreter bes Bauerntums, Schwehla, vor Jahren schon seiner schleichenben Krankheit erlegen ist. Die Präsibentenwahl — verfassungsmäßig burch bas Parlament, nicht vom Volk vorzunehmen — würbe also bas ganze Staatsproblem aufrollen, wobei im Vorbergrunb die weitere internationale Orientierung steht.
Seit Anbeginn war der äußere Staatskurs durch bie Zusammenarbeit ber beiben Emigrantenführer aus ber Kriegszeit, Mafaryk unb Benefch, bestimmt unb sanktioniert. Heute steht Dr. Benefch, mit seinen 50 Jahren noch immer ein junger Mann, vor ber schwierigen Ausgabe, seine Methoben selbst baraufhin zu überprüfen, inwieweit sie burch bie Zeitverhältnisse überholt finb ober nicht. Diese Gewissenserforfchung wirb ihm kein anberer Mann im Lanb abnehmen, benn niemanb beherrscht wie er bie Prämissen ber Prager Außenpolitik. Im Kielwasser Frankreichs hat bie Tschechoslowakei soeben bie Einführung ber Sowjetunion in Genf aktiv mitgemacht. Der O st p a k t, ben sie vor allem um bes polnisch-beutschen Verhältnisses willen bringenb wünschte, ist gescheitert. Die Kleine Entente ist — gewiß nicht burch Dr. Beneschs Schulb — nicht mehr bas, was sie war. Wenn Belgrab sich gezwungen sieht, von Frankreich eine gewisse Distanz zu nehmen, wenn in Bukarest Herr Titulescu enb- gültig von ber Bilbfläche verschwinbet, bann muß Herr Benesch wohl ober übel hanbeln. Han- beln heißt aber in biefem Fall, bie Nachbarschaft mit bem Deutschen Reich als Tatsache ersten Ranges anzuerkennen. Unb biefe praktische Einsicht zum Bessern roieberum setzt voraus, baß man in Prag barauf verzichtet, Mitteleuropa unb bie eigene Lage wie bisher ausschließlich burch bie französische Brille zu sehen. Auch ber gesünbeste Optimismus kann nur gebeihen, wenn er in Einklang mit ber Umgebung bleibt unb nicht zur wirklichkeitsfremben Vogel-Strauß-Politik entartet. Aber ber Tscheche ist nicht nur ein Optimist, fonbern auch ein nüchterner Realist unb wird es bleiben.
Die Jugend Hilst mit beim Winterhilfswerk.
Ein Aufruf des Reichsjugendführers.
Berlin, 9. Okt. (DNB.) Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, hat folgenden Aufruf erlassen:
An die deutsche Jugend! Der Führer unb Reichskanzler hat soeben bas Winterhilfswerk 1934/35 mit einer Ansprache eröffnet, in ber er auch bie deutsche Jugend zur Mitarbeit aufgefordert hat. Es ist die Ehrenpflicht der gesamten Jugend, wie im vergangenen Jahre dem Winterhilfswerk zu dienen und damit die Einsatzbereitschaft des jungen Deutschland für den Gedanken wahrer Volksgemeinschaft zu bekunden. Ich erwarte besonders von den Gliederungen der Hitlerjugend und des B d M., daß sie den ganzen Winter über mithelfen im Kampf gegen Hunger und Kälte. Wir sind stolz darauf, daß die Leistungen der nationalsozialistischen Jugendorganisationen für bas vergangene Winterhilfswerk, vor allem bie Sammlung bei ber N a - gelung des HI. »Schildes, durch die Leitung des Winterhilfswerkes besonders anerkannt worden sind. Im kommenden Winter soll die Jugend der ganzen Nation W o r b i l d sein in unermüdlicher Opferbereitschaft und felbftlofer Hingabe an das Werk Adolf Hitlers. Deutsche Jugend, an bie Arbeit!
Reichserziehungsminister Rust in Debrerzin.
DNB. Budapest, 10.Oft. Reichserziehungs- Minister Rust ist in Gesellschaft bes ungarischen Kultusministers in Debreczin eingetroffen, um bie dortige Universität zu besichtigen. Der Reichsminister wurde vom Rektor an ber Spitze ber Dekane begrüßt. Zum Empfang fanben sich Obergespan Baron Bay, ber stellvertretenbe Bürgermeister Wargha, bas Professorenkollegium unb zahlreiche anbere Würbenträger ein. Reichsminister Rust, bem ein prächtiger Blumenstrauß überreicht würbe, bankte in warmen Worten für ben Empfang. Nach der Besichtigung der Universttät gab
ber Rektor zu Ehren bes Gastes ein Essen. Am Nachmittag machte ber Reichsminister einen Ausflug in bie Hortobagy-Pußta. Das Bubapester Nationaltheater veranstaltet am Freitag zu Ehren bes Reichsministers eine Festvorstellung.
*
Die reichsbeutfche Kolonie unb bie B u- p e ft e r Ortsgruppe ber NSDAP, veranstalteten zu Ehren bes Reichserziehungsministers Rust einen Begrüßungsabenb. Außer bem Reichsminister unb seinen Begleitern nahmen an biefem teil ber beutsche Gesanbte von Mackensen, bie Mit- glieber ber beutfchen Gefanbtschaft, Angehörige ber beutfchen Kolonie und Vertreter ber beutfchen Presse in Bubapest.
Kunst und Wissenschaft.
Kulturkundgebung in den Opelwerken
Reichsleiter Alsreb Rosenberg wirb am 15. Oktober im Rahmen einer großen Kulturkunb- gebung bas vierte Winterhalbjahr ber Opel-Werks- hochschule eröffnen. Er wirb über bas Thema „Deutsche Kulturpolitik" sprechen unb grunbsätzliche Ausführungen über bie zukünftige Ausgestaltung ber Kulturarbeit in ben Jnbustriebetrieben machen. In einem Vorwort wird der Reichsamtsleiter ber NS.-Kulturgemeinbe, Dr. Walter Stang, Berlin, auf bie Aufgaben unb Ziele ber neugeschaffenen NS.-Kulturgemeinbe Hinweisen. Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger wirb Reichsleiter Alfreb Rosenberg im Gau Hessen-Nassau willkommen heißen. Außerbem werben an biefer bebeutungsvollen Kunbgebung zahlreiche führenbe Vertreter ber Partei, Behörben, unb Wirtschaft teilnehmen. Namens ber Abam Opel AG. wirb Geheimrat Dr. Wilhelm von Opel ben Reichsleiter, bie Gäste unb bie Hörer begrüßen. Um vielen Taufenben von Werks- fameraben bie Teilnahme zu ermöglichen, wirb bie Veranstaltung in einer großen Werkshalle des Betriebes durchgeführt.
Der Kampf
um das beste Plakat für die Olympiade 1936.
In bem vom Kunstausschuß im Olympia-Propa» ganbaausschuß veranstalteten Wettbewerb zur Erlangung eines Plakates für die Olympi
schen Spiele 19 3 6 erhielt Willy Petz0ld (Dresden) den ersten Preis von 44 Bewerbern. Die Plakatentwürfe werden im Ausstellungsraum der Werbezentrale Deutschlands im Columbus-Haus Berlin ausgestellt.
Günstige Entwicklung des Arbeitsmarkis.
Im September wieder über 115 300 Arbeitslose weniger.
DNB. Berlin, 10. Oft. lieber bie Entwicklung der Arbeitslosigkeit im September 1934 berichtet die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung unb Arbeitslosenversicherung u. a.:
Währenb in ben früheren Jahren meistens ber September burch bie Verringerung der Arbeitsmöglichkeiten in ben Außenberufen, in der Fahrzeuginbuftrie unb in bem Gaststätten- und Frembenverkehrsgewerbe einen 21 n ft i e g ber Arbeitslosenzahl zu bringen pflegte, ist im September b.J. unter bem Einfluß bes schönen Herbstwetters, bas bie Durchführung ber Ernte in einem Zug ermöglichte unb bie reibungslose Fort» führung ber Außenarbeiten begünstigte, ber Zugang aus ben Außenberufen ausgeblieben. Da zugleich bie Festigung ber innerbeutschen Wirtschaftslage, bie sich in einer erhöhten Aufnahme- fähigkeit ber Probuktions - unb Äon- fumgüterinbuftrien barfteüt, anhielt, konnte bie Zahl ber Arbeitslosen über bas z u er- roartenbe Maß hinaus gesenkt werben. Der Rückgang betrug insgesamt 115 300. So ist bie September-Entwicklung als außerorbentlich günstig anzusprechen. In ben kommenden Monaten wirb jebvch mit einem verstärkten Zugang aus ben Außenberufen zu rechnen sein.
Die Abnahme war am stärksten in ben inbu- ftrieüen Teilen Sachsens unb Mittelbeutschlanbs, vor allem roieber in Branbenburg. Insgesamt würben am 30. September 1934 bei ben Arbeitsämtern runb 2 282 000 Arbeitslose gezählt, von benen 1 733 000 Unterstützungsempfänger waren. Die Zahl ber Notstanbsarbeiter ging auch im September noch zurück. Insgesamt waren Enbe September 257 000 Notstanbsarbeiter bei Maßnahmen, zu benen bie Reichsanstalt bie ©runbförberung leistete, beschäftigt, bas finb 35 000 weniger als im Vormonat.
Die in ben September fallenbe Hackfrucht- ernte führte zu einer lebhaften Nachfrage nach Kräften für bie Lanbwirtschaft. Das für ben Arbeitseinsatz so wichtige Baugewerbe hat roieberum seine große Stetigkeit bewiesen unb entgegen ber im September üblichen Tenbenz noch Kräfte ausgenommen. Die stetige Aufwärtsentwicklung ber Probuktionsgüterinbustrien hat ange- halten. Im Bergbau blieb ber Absatz an Stein« unb Braunkohle befriebigenb. In ber Hütten- unb Walzwerkinbustrie machte bie Besserung bes Beschäftigungsgrabes Fortschritte. Die Textilinbustrie konnte mit Ausnahme einiger Werke ber Juteinbustrie trotz ber bestehenben Rohstoffverknappung ihren Belegschaftsstanb Hal- t e n.
Kleine politische Nachrichten.
Am Dienstag, dem Geburtstage Horst W e f f e l s , erschien abends, als der Berliner Nikolai-Friedhof, der tagsüber von Taufenden von Menschen aufgesucht worben war, schon roieber in abenblicher Stille lag, Reichsminister Dr. Goebbels unb verweilte einige Zeit am. Grabe seines alten Mitkämpfers.
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Demnächst wird die erste Reichsführer- schule des Deutschen Handwerkes in Braunschweig errichtet. Die Stabt Braunschweig hat zu biefem Zweck bas Haus Cellerstr. 1 zur Verfügung gestellt. Die Eingangshalle bieses Hauses wirb als Oebenfftätte für bie im Weltkrieg unb im Kampf um bie Bewegung Gefallenen ausgestattet werben.
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Reichsarbeitsminister Franz Selbte hat bem Aufsichtsrat unb Vorstanb ber Automobilwerke H. Büssing AG. in Braunschweig zum Hinscheiben bes Dr. e. h. Max Büssing sein aufrichtiges Beileib ausgesprochen.
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Titulescu hat bas Amt als Außenminister im neuen Kabinett Tatarescu angenommen unb bereits ben Eib geleistet.
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Der vormalige japanische Botschafter in Rom, D 0 shiba, ist zum „japanischen Botschafter für Europa unb Amerika" ernannt worben. Er wirb am 12. Oktober von Tokio nach Europa abreifen. Es wirb inbeffen barauf hinge- wiesen, baß er keine befonbere Mission in den fremden Länbern habe. Seine Hauptaufgabe werbe vielmehr fein, bie japanischen biplv- matischen Vertreter im Ausland als ein persönlicher Vertreter bes japanischen Außenministers Hirota über bie tatsächlichen Verhältnisse in Japan z u unterrichten.
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Der König von England hat feinem jüngsten Sohn, bem Prinzen Georg, bie Würbe eines Herzogs von Kent verliehen. Der letzte Träger bieses Titels war ber Vater ber Königin Victoria, ber im Jahre 1820 starb.
Wettervoraussage.
Noch immer erstreckt sich bas Hochbruckgebiet von Westen her über Frankreich bis Sübbeutschlanb. Die nörblichen kräftigen Störungen lassen aüerbings an ihrer Sübfeite fortgesetzt milbe, ozeanische Luft nach bem Kontinent hin fließen, bie bei ihrem Aufgleiten zu Nebel- unb Wolkenbilbungen führt, stellenweise auch etwa Nieberschlag hervorruft. Unser Bezirk ragt noch in ben Hochbruckbereich hinein, so baß wir auch vorübergehenb mit Aufheiterung zu rechnen haben.
Aussichten für Freitag: Neblig wolkig mit Aufheiterung, meist trocken, Temperaturen wenig oeränbert.
Aussichten für Samstag: Weiterhin bunftig unb bewölkt mit vorübergehenber Aufheiterung.
gegen spröde Haut
NIVEA CREME


