Einzelbild herunterladen

Appell andiestaatsschöpserischeMWe derAation

Ser Mrmgsanspruch der ASDAP

Der Zusammenbruch der allen parteienwett

sich In den einundeinhalb Jahren zunehmend immer mehr der Bewegung verschrie«

Die AGDAP. eine Weltanschauungspartei

der Versuch, im Spotten und Lachen eine würgende b en, in deren Kern es sein bestes Element Erkenntnis zu ersticken. So aber wie sie den Kampf |unb bestes Wesen wiederfand.

Diese drei Wellanschauungsgruppen befanden sich zueinander behauptungsweise in einem unüberbrückbaren weltanschauli­chen Gegensatz. Die Werbung ihrer An­hänger erfolgte unter der ausdrücklichen Be­tonung der Unterschiede, die zwischen der seweils in Frage kommenden Partei und ihren Gegnern weltanschaulich bestehen sollten! Die Wähler die einem einzigen Volke angehör­ten spalteten sich auseinander in der gläubi­gen Ueberzeugung, in ihrer Weltanschauung die einzig mögliche, weit ausschließlich richtige Ver­tretung zu finden. Allein diesen Rissen in der Ration entsprach nicht die Haltung der endlich gewählten Parteien. Denn sowie erst der Delt- anschauungskrieg der Wahlschlacht mit der Slimmenzählung seinen Abschluß gefunden hatte, trat zwischen den sich weltanschaulich so befehdenden Parteien der parlamentarisch-poli- 1 tische Waffenstillstand ein. (Erneute Heiterkeit « und Beifall.) Was vorher durch Welten ge­trennt schien, rückte nunmehr in den Fraktionen zueinander. Und während das Volk noch nachzitterte von den Erregungen einer von ihm kompromihlos geforderten geisti­gen Auseinandersetzung und Entscheidung, wur­den von den gewählten Weltanschauungsfana- tikern bereits die großen Gesichts­punkte des Kompromisses erörtert, das heißt also die Weltanschauungen preisgegeben. (Beifall.)

Das deutsche Volk ist glücklich, daß sich über alle Interessenten-, Berufs- und früheren Welt­anschauungsgruppen eine Autorität auf- gerichtet hat, die keinem einzelnen untertan ist, sondern sich allein dem Dasein des ganzen deut­schen Volkes verpflichtet und verantwortlich fühlt. (Beifall.) Das deutsche Volk ist glücklich in dem Bewußtsein, daß die ewige Flucht der Erscheinungen nunmehr endlich abgeläst wurde von einem ruhenden Pol (Stürmischer Bei» fall), der, sich als Träger seines besten Blu­tes fühlend, und dieses wissend, sich zur Führung der Ration erhoben hat und ent- schlossen ist, diese Führung zu behalten und nicht mehr abzugeben. (Minutenlange hetlrufe und begeisterter Beifall.) Das deut­sche Volk ist weiter befreit von zahlreichen früheren Sorgen und Klagen angesichts der Ueberzeugung, daß dieses, sein bestes Regi- ment, ungebunden ist in seinen Entschlüssen von allen Rücksichtnahmen auf kapitalistische Wünsche und Hoffnungen einzelner, deren Interessen nicht identisch sind mit denen der ganzen Nation. (Zustimmung.)

Das deutsche Volk will, daß zwischen den ver­ständlichen und natürlichen Interessen seiner einzelnen Lebensstände ein Ausgleich gefunden wird. Allein es wünscht nicht, daß dieser Aus­gleich das Ergebnis der Schiebungen parlamen- torischer Geschäftemacher ist, sondern er soll das Resultat einer gerechten Prüfung sein, dessen, was für den einzelnen im Rahmen aller zu geben möglich ist, festgestellt durch ein souve­ränes und nur diesen Gesamtinteressen gegen-

Die Grundsätze der neuen Staatsfiihnms entsprechen dem Willen des Volkes

Als unsere Partei gerade sieben Mann hoch war, sprach sie schon zwei Grundsätze aus:

1. Sie wollte eine wahrhaftige Welt­anschauungspartei sein und

2.sie wollte daher kompromißlos die alleinige Macht in Deutschland. (Minutenlanger brausender Beifall.)

Wenn nun In 15 Jahren nach einem einfach phantastischen Aufstieg eine Verwirklichung die­ser Forderungen eintrat und die damaligen Grundsätze mithin als erfolgreich erwiesen wur­den, dann ist dies der Beweis dafür, daß vom ersten Tage an die In ihr kämpfenden Männer und Frauen an die Möglichkeit dieses Erfolges auch selbst glaubten, und daß weiter die Grund­sätze, auf denen sich dieser Kampf ausbaute, von Anfang an erkenntnismäßig richtig gesehn gewesen sein müssen.

Die Rationalsozialistische Partei ist zum Unterschied von den früheren Parteien eine tatsächlich weltanschaulich fundierte Erscheinung. Das heißt, sie nimmt bei der Be­trachtung und Behandlung der ihr gestellten

Bedeutung jenes Teils, der aus diesem Konglomerat verschiedener Rassen am Ende dennoch ein auch wirtschaftlich erfolgreiches Volk ge­schaffen hat, um so höher anzuschlagen und zu werten.

Und dieser Teil ist keineswegs vergangen, nein, er lebt auch heute noch mitten unter uns, und zwar in allen Schichten der Nation. Er ist nicht Produkt einer bestimmten Gesellschaftsschicht oder gar mit ihr identisch. Am wenigsten aber be. dingt durch das aus der ökonomischen Entwicklung entstandene Bürgertum, sondern er ist der Re» präsentant jenes Rassenkerns, in dem sich au allen Zeiten in unserem Volk die st a a t e n» bildende Kraft verkörperte. Er ist der Träge? eines bestimmten Wesens, das ebenso idealistisch und heroisch wie tatkräftig und fähig ist. Er kann dabei manchmal jahrzehntelang im politischen Leben ungesehen, ja unauffindbar scheinen, dann nämlich, wenn Schwächlinge und Nichtkönner das große Wort führen. Er wird aber sofort lebendig und sichtbar, sowie jene Töne angeschlagen werden, für die er in seinem eigenen Inneren den Gleichklang hat. (Beifall.)

Als daher die nationalsozialistische Bewegung zum ersten Wale die Fanfare ihres Kampfe» ertönen lieh, meldeten sich aus allen Lebensschichten sogleich die ersten Kämpfer. Ihnen wurden diese Worte aus der Seele ge­redet, und sowie sie auch nur hundert solcher wirklicher Kämpfer in ihren Reihen zählten, hatten sie daher mehr an Recht und Grund, aus die Beherrschung Deutschlands zu rechnen, als die großen Parteien mit den Millionen der Anhänger (Großer Beifall.) Gewiß war sie nun auch eine Partei und in ihrer Mitgliederzahl beschränkt. Allein ihre Führung und ihre Kämpfer waren nicht mit wirtschaftlichen Maß­stäben zu messen. Sie besaßen die Führungs­qualität an sich.

Oes Führers Schlußwort auf dem Parteikongreß

Oie nationalsozialistische Eidgenossenschaft ist für alle Zukunft die politische Führungs- auslese des deutschen Volkes.

Als die Rationalsozialistische Partei sich zum erstenmal an das deutsche Volk wandte, lehnte sie bewußt jede Verpflichtung für die Inter- essen einer bestimmten konfessionell oder wirt­schaftlich gebundenen Gruppe innerhalb der Ration einzutreten, ab. Ihr Appell war vom ersten Augenblick ein an die heroischen Instinkte gerichteter. Sie hoffte nicht auf jene Menschen, die immer nur die Vorteile ihres eigenen Ge­schäfts oder die der ihnen verwandten Gruppe im Auge haben, sondern auf jene, von den anderen so häufig alsPhantasten" verspotteten Idealisten, die ohne Rücksicht auf eigene Inter­essen gläubigen Herzens an ihrem Volk und Reich hängen und gewillt sind, wenn nötig, dem ewigen Leben dieser beiden auch ihr eige­nes Dasein zum Opfer zu bringen. (Begeisterte

Heilrufe.)

Dieser Appell konnte nicht verstanden werden von den sogenanntenprominenten Führern" unserer alten Parteien, weil sie zum weitaus größten Teile nicht eine Spur dieses Geistes in ihrem Inneren trugen. Und so, wie diese selbst einer solchen Parole verständnislos gegenübertraten, meinten sie auch im Volke den sicheren Mißerfolg Vorhersagen zu können. Und doch haben sie sich aufs schwerste ge­täuscht! Denn bestünde das ganze deutsche Volk nur aus den Werten, die sich in ihren eigenen Par­teien ansammelten, wäre überhaupt nie ein deutsches Volk geworden. (Erneute Zustimmung.) Damit wirt­schaftliche Jnteressentengruppen als Voraussetzung zur Existenz der analogen Parteien im Laufe der Jahrhunderte entstehen konnten, mußten Idea­listen in Tausenden von Jahren die volks- und staa ts p oliti sch en und damit auch wirtschaftlichen Grundlagen schaffen. Denn wenn das deutsche Volk sich aus Elementen zusammensetzt, von denen ein großer Teil ursprüng- Ito) nicht als staatserhaltend oder gar staatsschöpfe- risch angesprochen werden kann, bann ist aber die

anderer als konfessionelle, klaff en- mäßige oder wirtschaftliche Inter- essentengruppen mit natürlich umrittenen Absichten und einem entsprechenden Wirkungsver- mögen. Ihre Ausstrahlungen prallten an den ihnen aeaenüberstehenden Gebilden anderer Zweckmäßig- keiten und Hoffnungen ab. Wenn man trotzdem er­warten will, daß sich einer so bestimmt substanti­ierten Partei und ihrer Führung Menschen aus anderen Interessengruppen unterstellen sollen, um so dem Gedanken einer größeren Volks­gemeinschaft politischen Ausdruck zu verleihen, bann müßten diese infolge des Fehlens einer auf sie günstig einwirkenden wirtschaftlichen Parole die Ueberzeugung einer vorhandenen Führungs- qualität an sich erhalten. Und gerade dies ist

über verantwortlichen Regiment. (Beifall.) Und das deutsche Volk will endlich, daß durch diese Staatsführung die Voraussetzung ge­schaffen wird, daß feine besten Söhne, seine fähigsten Köpfe ohne Rücksicht auf Herkunft, Titel, Stand und vermögen die berechtigte Be­

vorzugung erfahren. (Jubelnder Beifall.)

Das Volk versteht, daß zu jeder konkreten Tal- sächlichkeit eine passende Veranlagung und dn bestimmtes wissen gehört. Und es möchte ge­rade deshalb nicht, daß die Gesamtsumme seiner Leistungen auf allen Lebensgebieten dann poli­tisch von Menschen verwaltet wird, denen angeborene Fähigkeit hierzu genau so fehlt, wie das nötige konkrete wissen und vor alle«

Können. (Beifall.)

Falsch ist das Gerede derjenigen, di« glauben, das Volk wolle nicht begreifen, weshalb denn nach her Einigung, sprichGleichschaltung" aller, die Ratio« nalsozialistische Partei noch immer aufrechterhalten würde. (Heiterkeit.) Ich kann diesen wohlmeinenden und besorgten Dolksfürsprechern die sie wahrscheln« lich wenig befriedigende Antwort geben, daß, l? lange ein nationalsozialistischer Staat besteht, we nationabsozialistische Partei sein wird, und daß, so­lange die nationalsozialisttscye Partei da ist. nichts anderes als ein nationalsozialistischer Staat vors^n« den sein kann. (Minutenlanger beaelfterter BelfaU' der immer wieder anschwillt.) Denn auch für vie Zukunft gelten die Gesetze, aus denen wir in d» Vergangenheit entstanden und erwachsen sind. Uiw dabei ist folgende grundsätzliche Erkenntnis not« wendig:

Es wird stets nur ein I ei l bes Volke» aus wirklich aktiven Kämpfern bestehen. aber sind in Deutschland die Träger des national* sozialistischen Kampfes gewesen. Sie waren ol

Der Ausklang in Nürnberg.

Nürnberg, 11. Sept. (DNB.) Noch einmal füllt sich zur letzten Sitzung des Kongresses 1934 die langgestreckte Halle im Luitpoldhain, noch einmal flammen die Lichter auf, spiegeln sich in den silber­nen Hoheitsabzeichen, an den roten Säulen. Kopf an Kopf drängen sich die 30 000, da s Schluß, wort des Führers zu hören. Aber auch dieser Rieienraum reicht nicht entfernt, um die Massen aufzunehmen, so sind alle Türen weitgeäff- net. In dichten Keilen stehen hier Tausende und aber Tausende. Außerhalb der Halle wird ein Lautsprecher montiert, der nun klar jedes Wort der Rede des Führers nach draußen trägt. Gegen 18.30 Uhr künden Fanfarenstöße die Ankunft des Führers an, der am Halleneingang von den Obergruppen- und Gruppenführern sowie den Gebietsführern der HI. erwartet wird und unter den Klängen des Badenweiler Marsches durch deck Wall der Menschen schreitet. Der Musikzug Franken spielt den Nibelungen-Marsch, und abermals, zum letzten Male auf diesem Kongreß zieht die Blut- sahne vom 9. November 19 2 3 und die ruhmreichen Standarten der Bewegung in den fest- lichcn Raum. Das Reichssymphonieorchester gibt vollendet die Rienzi-Ouverture Richard Wagners wieder. Dann donnern erneut Fanfaren und Pau­len. Rudolf Heß begrüßt die hohen Vertre­ter aus wär ig er Staaten, die an der Schlußsitzung teilnehmen, und gibt bann dem Führer das Wort.

Der Führer spricht

Der 6. Parteitag der Bewegung geht zu Ende!

Was für Millionen Deutsche, die außerhalb un­serer Reihen stehen, und für die meisten Fremden vielleicht nur als imposantestes Schauspiel politi­scher Machtentfaltung gewertet wird, war für die hunderttausende der Kampfer unendlich mehr, das große persönliche und geistige Tres­sen der alten Streiter und Kampfge- nosfen, die Wiedersehensfeier all jener, die schon in den Zeiten der Unterdrückung und Verfolgung Glaubensträger einer Idee gewesen sind, deren sieghafte Verwirklichung sie nun in tief innerer Be­wegtheit noch miterleben dürfen. Und vielleicht hat mancher unter Ihnen trotz der zwingenden Groß- artigkeit dieser Heerschau unserer Partei sich weh- mütigen Herzens zurückbesonnen an jene Tage, da es noch- schwer war, Nationalsozialist zu sein (Stürmische Heilrufe), und die wenigen Kämpfer sich deshalb auch untereinander und miteinander verbunden fühlten wie in einer einzigen großen Familie. Denn nur aus dieser Gefühlswelt heraus kann ja auch die Entstehung und Fortentwickelung solcher Tage verstanden werden.

Als die Nationalsozialistische Partei gegründet wurde, gab es in Deutschland genau so wie in den meisten anderen Staaten zwei Gruppen von Par­teigebilden:

aj Weltanschauungsparteien, das heißt solche, die glaubten oder vorgaben, es zu sein, und

b) Wirtschaftsparteien.

Wenn es unserer Bewegung möglich wurde, in der geschichtlich knappen Zeit von 15 Jahren diese Erscheinungen aus dem politischen Leben Deutsch­lands zu beseitigen, dann ist dies noch nachträglich ein Beweis dafür, wie wenig sie in Wahrheit auf dem Boden einer tragfähigen Weltanschauung stan­den. Denn der Kampf zweier wirklicher Welt­anschauungen ist geschichtlich noch nie in 15 Jahren entschieden worden. Ein solches Ringen zieht sich Jahrhunderte lang hin.

Generationen werden dann vorn heiligen Eifer eines solchen Streites ergriffen und erleben oft nicht sein Ende. Nein, mit solchen geschichtlichen Maßstäben können Gebilde unseres parlamentarisch- demokratischen Zeitalters in Deutschland weder ge­messen, noch gewürdigt werden.

Die innere volkliche Wurzellosigkeit und damit Wertlosigkeit dieser Erscheinungen erhellt besonders daraus, daß eine konsequente ausschließliche Be­schränkung auf ihre ureigenste Ideenwelt und auf das dadurch bestimmte und begrenzte Wirkungs­gebiet von vornherein jede hundertprozen­tige Eroberung der Nation ausschloß. Dies gilt sogar für jene Parteien, die wenigstens äußerlich sich zu einem mehr kühn als aufrichtig zurechtgemachten scheinbar religiösen Programm bekannten. Selbst bei erfolgreichster Tätigkeit konnte das Zentrum z. B. nie erhoffen, mehr An­hänger gewinnen zu können, als der katholische Volksteil in Deutschland ziffernmäßig überhaupt beträgt. (Beifall) D. h. die Partei einer bestimmten konfessionellen Verpflichtung war nach menschlichem Ermessen für alle Zeiten unfähig, ihre besonderen Wünsche und Ziele innerhalb des Rah­mens der parlamentarischen Mehrheitsdemokratie durchzusetzen, außer auf dem Wege von Mehr­heitsbildungen, also von Kompromissen mit anderen politischen Erscheinungen, deren Programme und Ziele aber zwangsläufig nur den eigenen entgegengesetzt sein konnten, und es ja zum Teil sicherlich auch waren. Die Sozialdemo­kratie wieder verfocht ein Programm, das in seiner marxistisch-sozialistischen SubstanMerung eben, falls von vornherein nur einen Teil der Nation das sogenannte Proletariat zum Objekt ihrer angeblichen Fürsorge bestimmte und damit genau so als Vertretung einer Minderheit festgenagelt war. Auch hier konnte nach aller menschlichen Voraussicht eine politische Führung nur unter der Annahme kompromißhafter Verstänoigungen mit anderen in dem Falle bürgerlichen Parteigebilden erfolgen.

Die Firmen der liberalen und demokra­tischen Politik aber wandten sich an ein so kleines Forum einer schwindsüchtigen Geistigkeit (Heiterkeit und Beifall), daß ihnen der Glaube an ein souveränes und ausschließliches Regiment ihrer Parteien von vornherein fehlte. Sie waren ihrem ganzen Wesen nach abhängig von Bundes­genossen und bereit, auf dem Kompromißwege deren Hilfe, wie immer, durch Abstriche an dem eigenen Ideal zu entlohnen. (Lebhafte Zustimmung.)

Das Volk aber, ohnehin schwankend geworden, weil von seinen eigenen Wirtschafts-, Klassen- und sonstigen Parteien dauernd betrogen, wandte sich in sicherem Instinkt nun denen zu, die über jeden wirtschaftlichen Rahmen hinaus einfach a u f Grund ihres innersten Wertes mit Recht einen allgemeinen Führungsanspruch erbeben konnten. Und nicht nur das Volk hat dies instinktiv empfunden, sondern am Ende sogar die Vorsitzenden und Vorstände dieser alten Parteiwelt selbst. (Zustimmung.) Unfähig, uns zu zermalmen, lebten sie ein halbes Jahrzehnt nalb in der Hoff­nung auf ein Wunder, bald in der Angst vor ihrer eigenen Vernichtung. (Heiterkeit.) Dabei sind die einzig hellen Augenblicke in ihrem Leben tatsächlich nur Die gewesen, In denen ihnen eine dumpfe Er­kenntnis die Gefahr der Nationalsozialistischen Partei aufdämmern ließ. (Begeisterte Heilrufe.) Ihr gekünstelter Hohn war dann nichts anderes als

Lebensaufgaben einen Standpunkt ein, der, ab­strakt genommen, richtig gewählt ist. Die Erkenntnisse, auf denen sie ihr theoretische» Lehrgebäude aufbaut, sind keine künstlich her­beigeholten, sondern in derRatur des Lebens und Seins zutief ft bestä­tigte. Trotzdem wählte auch der Nationalsozia­lismus als Bezeichnung den Ramen Partei. Der leitend; Gedanke bei dem Aufbau der uns einst aegenüberstehenden feindlichen Parteien war der, Menschen von annähernd gleichen Lebensinter- essen und damit Wünschen zu gewinnen und nun­mehr als politische Eigengruppe in Er­scheinung treten zu lassen. Da zu diesem Zweck das Programm auf die besonderen Hoffnungen und Forderungen einer solchen konfessionellen, sozialen ober wirtschaftlichen Gemeinschaft Rücksicht nehmen und zugeschnttten werden mußte, war eine Wirk­samkeit Dieser Parteien über den ins Auge gefaßten und gekennzeichneten Kreis' hinaus nicht mehr möglich und, wie ich eingangs schon betonte, zum Teil auch gar nicht besonders erwünscht.

Die auf diese Weise konstruierten Parteigebilde konnten sich mit noch so viel weltanschaulichen Phrasen verbrämen, so waren sie eben doch nichts

bei der ganzen Art des organischen Werdens solcher Parteien gänzlich ausgeschlossen.

Oder will jemand im Ernst glauben, daß in dem lächerlichen Programm z. B. einer kleinen Wirt- schaftspartei der Magnet liegt, um aus der Nation jene allgemeinen und politischen Führungsquali- täten herauszuziehen, die nun, nicht wirtschaftlich, sondern absolut gemessen, als wertvoll angesehen werden könnten? Dies widerspräche jener ewigen Erkenntnis, daß nur d i e Kraft die Kraft ruft! (Brausender Beifall.) Je dürftiger und in­haltlich beschränkter eine Parole ist, die sich wer­bend an die Menschen wendet, um so kläglicher ist der Erfolg, und zwar nicht nur ziffernmäßig, son- bern vor allem wertmäßig. Und wie richtig diese Behauptung ist, mag man nicht nur ermessen an den geringen Erfolgen der politischen Parteigebilde der Vergangenheit, sondern vor allem an der Art, wie sie gestorben sind. (Heiterkeit.) Man bedenke doch: Eine Bewegung wiro gebildet aus Nichts und mit Nichts, uno 14 Jahre später fegt sie drei Dutzend ältester Parteien zur Seite, ohne daß auch nur bie Spur eines ernst- lichen üßiberftanbes versucht worben wäre. (Stürmische Heilrufe.)

Man könnte nun den Einwand bringen, welch glückliche Fügung, daß die Vertreter des Volkes sich am Schluß einer Wahlschlacht doch immer wieder zusammengefunden haben (stürmische Heiter­keit), wenn man dann nicht bie Frage stellen mühte, warum sie bie Aufspaltung der Nation in 30 ober mehr verschiebens politische Meinungen dann nicht von vornherein bleiben ließen? (Leb­hafte Zustimung.) Denn warum wird ein Volk erst in 30 Parteien zerrissen, wenn bie Führer dieser Parteien hintennach unter- und miteinander Pakte schließen? Kann solch ein schändliches Vorgehen bann überhaupt einen anderen Zweck besitzen, als durch diese Art der politischen Auf­teilung der Nation sie an einzelne Interessenver­treter zu verschachern und diesen damit bie Vor­aussetzung für alle denkbaren Geschäfte zu geben?

Man muß das Wesen unserer früheren Partei- weit erkennen, um den Sinn dieser parlamentari» schen Demokratie zu verstehen und umgekehrt, und man wird bann zur Feststellung kommen, daß 1. von Weltanschauung bei diesen Gebilden trotz allem Gerede fast nicht die Spur vorhanden war, daß sie 2. ihrem ganzen geistigen Inhalt und ihrer Konstruktion nach unfähig waren, jemals bie Nation für ein einziges großes Ziel zu interessieren ober sie gar bafür restlos zu ge­rn i n n e n , und daß sie 3. auch gar nicht Die Absicht hatten, zugunsten einer höheren Ideen- gcbung und Zielsetzung auf die geschäftlichen Mög­lichkeiten Verzicht zu leisten, bie in ber politischen Zersplitterung bes Volkskörpers bet ber kapitalisti- schen Tüchtigkeit dieser Volks- und Wirtschaftsretter auffindbar waren.

gegen die Nationalsozialistische Partei und uns alle führten, wurde er ihnen eingegeben von ber Ahnung der eigenen Unterlegenheit, ja Minder­wertigkeit. Die Art, das Ausmaß und die Dauer dieses Kampfes waren beeinflußt von ber Dar­stellung ihrer eigenen Wiberstandsfähigkeit. Sie alle rechneten betrogen durch ihre eigenen Erfah­rungen damit, daß schon nach wenigen Monaten nationalsozialistischer Staatsführung Das deutsche 'Volk enttäuscht zu einer früheren Parteizersplitte« rung zurückkehren würde. (Heiterkeit.) Was sie selbst fast nach jeder Wahl erlebten, daß die mit allen möglichen Lockungen geköderten Berus»- und Klasseninteressenten, weil nicht befriedigt, unwirsch wurden, meinten sie auch uns bas sichere Ende prophezeien zu können. Das deutsche Volk aber hat