ktb
kr suten Le, hundert W. werden. ^artner-Ler- °/r Blumen nlvs zur Der. "Elt, Ernst lrbeit das Er, riffelten.
kl > ein, I Iqi” Ute h und zqü
[eins.
,e der Ar, Gnnb ^ren spazier, gestand der ^°l, Z D°n Der. ?rüe‘9abe 'ltQ6e und
U^Ust hervor- >s Vereins im I Mark belief, t Naben ist U des Vereins »arbeit im In« | ermöglicht.
len Förderern re den Lehör« llerstützung der »rochen.
rblage wurden
Gießen, befaßte sich die i Lachmann en Blutschande, ens. Der Ehe» räflicher Weise r Verkehr blieb trieben gemein» mit dem IZjäh» en unterhalten Ehemann Lach- f Monaten von fünf Mo- rau zu sech; »urbe freige«
&en.
rd) Gtrafbefd it, weil er an* unterließ, beim *Irm zu heben. Ingetlagte Ein« schieden wird.
i Akt, an dein und Partei-vr- -r einzelnen An 223 und fon» sehr inftruttidi d in der Frei» isammengestelltt rbeitsbienft J» e her Nee J» -ung Zur M Vaterland, g AanbrertigM infl Nieder- UH-«. -
9.
de" lud .
® e®*i „6 L-iw-h ^ MdE sK r#i -Sr.), d-r-lA
V* S- FS«
i.s.5 nfl* ,r g Kh tzi-
S,*Ä
Vom Bügeln.
Oh nein, es wird nicht ein Stoff wie der andere ebügelt, und wie in der Wäsche jeder Stoff nach einer Eigenart behandelt werden will, so muß die .»ausfrau sich sehr genau darüber im klaren sein, oie die einzelnen Stoffe gebügelt werden wollen. >eder W o l l st o f f muß, bevor man ihn verwendet, tekatiert werden, sonst wird er fleckig, sobald s regnet und läuft vor allem in der Reinigung be- irächtlich ein. Unter dekatieren versteht man ein Feuchtaufdämpfen eines Wollstoffes und zwar fintcr einem nassen Tuch. Will man das Dekatieren nicht in dem Geschäft, in dem man den Wollstoff gekauft oder von der Schneiderin besorgen lassen, so nimmt man sich dazu am besten das Bügelbrett, legt den Stoff mit der linken Seite nach oben, ein nasses leinenes Tuch, vielleicht ein Stück ines alten Bettuches kommt darüber und nun nirö solange gebügelt, bis das nasse Tuch trocken cemorben ist. Dann wird der Stoff weitergerückt, 'ie nächstfolgende Bügelbrett- oder Tischbreite ommt daran und das leinene Tuch wird neu angefeuchtet.
Später wird Wolle von links gebügelt und 'Mar gleichfalls immer möglichst unter einem jeuchten Tuch, um zu verhüten, daß Glanz entsteht.
Für Baumwolle soll das Eisen ziemlich heiß ein. Ist der Stoff sehr zerknittert und will sich licht glätten, so wird man ihn mit einem feuchten Läppchen bestreichen.
Reine Seide wird wiederum von links und möglichst wie Wolle unter einem feuchten Tuch geglättet. Bei Seide darf jedoch das Eisen nie - m a l s z u heiß jein. Auch reine Seide kann man glätten, indem man sie während des Bügelns mit einem feuchten Läppchen streicht.
Kunstseide jedoch muß trocken gebügelt »erden und hier darf das Eisen nicht zu heiß sein. Ein Eisen ist bügelrecht, wenn es zischt, sobald man es mit dem angefeuchteten Finger berührt. Zischt es nicht, so ist dies nicht nur ein Zeichen, daß es ;u kalt ist, auch ein zu heißes Eisen zischt nicht mehr.
Samt, Panne und Velour Chiffon werden niemals auf einem Tisch, sondern in der |2uft gebügelt. Zuvor jedoch versucyt man es, ob man durch Dämpfen entweder über einem Topf mit heißem Wasser oder mit dem Bügeleisen, über das man ein nasses Tuch gelegt hat, so daß ss tüchtig dämpft, erreichen kann, daß Der Samt ich glättet. Sehr gerne hängt man auch ein Samtkleid oder einen Umhang ins Badezimmer, läßt n die Wanne recht heißes Wasser laufen und das ‘ Kleid solange im feuchten Dampf hängen, bis es glatt geworden ist. Will jedoch dies alles nicht ge= mügen und das Bügeln wird unumgänglich, so wird man eine zweite Person bitten müssen, mit beiden Händen den Stoff, der gebügelt werden soll, ■ gu halten; die bügelnde' Person hält außerdem an einer dritten Stelle mit der freien Hand und streicht num mit dem Bügeleisen so gut von links über den samt, als dies in der Luft möglich ist.
Falten bügelt man fest, bevor man die Rockbahn, in welcher die Falten eingelegt werden, in das Kleid einnäht. Man steckt Falten gern auf Öem Bügelbrett oder auf einem Tisch fest, ohne sie 5U reihen, denn beim feuchten Einbügeln der Fällten drückt sich der Heftfaden gern so sehr durch, daß es Schwierigkeiten macht, die Eindruckstellen wieder zu entfernen.
Aermel werden auf dem Aermelbrett gebügelt iund zwar von unten nach oben, d. h. von der fschmalen nach der breiten Seite, wobei man beuchte, daß der Rand des Bügelbrettchens nicht oauf dem Aermel sichtbar wird.
Glocken und Schrägteile eines Kl ides bügelt man dem Lauf des Fadens nach, also schräge, wie das Teil es verlangt.
Um dem Halsausschnitt einen guten Sitz gu geben, bügelt man ihn am besten auf einem runden Bügelkissen.
Nähte, die man zu straff genäht und die noch setroas gedehnt werden müssen, schneidet man von Der linken Seite etwas mit der Schere ein und bügelt dann über den Stoff, während man mit der linken Hand die Naht etwas zieht.
Stärkwäsche bügeln. Man stärkt heute ffast durchweg „kalt", d. h. man löst die Stärke in kochendem Wasser auf, läßt kaltes Wasser nachlaufen und taucht das, was zu stärken ist, hinein.
Aus -em Reiche der Krau.
Zum Probieren, wie steif die Wäsche wird, nimmt man ein Läppchen oder ein altes Taschentuch und taucht es zuvor in die angerührte Stärke. Soll etwas sehr steif wertzen, so muß es sofort nach dem Stärken gebügelt werden.
M. Hm.
Das duftige Sommerkleid.
Nicht nur das Gewebe ist voller Blumen, voll Duft und Zartheit, auch die Verarbeitung zeigt die duftige, leicht beschwingte Note. Plissees, Volants an den Aermeln, an dem Saum des Rockes, überall, wo man sie anzubringen vermag, große Garnituren aus lichten Geweben, aus Organdy, aus Glasbatist, Seide und Kunstseide sind außerordentlich beliebt, weil sie das Duftige des Anzuges noch zu erhöhen vermögen. Blumenmuster, Tupfen, Karos, Blätter und ganze Blumensträuße wirken sommerlich heiter. Alles vereinigt sich zu dem duftigen Sommerkleid, das augenblicklich hoch in der Gunst der Mode steht. Sehr hübsch ist ein Kleid aus blau-weiß getupfter Kunstseide, die Ton in Ton verarbeitet ist. Seitlich an der Bluse sind kleine Plisseefalten. Sie wiederholen sich an dem Rand der kleinen Puffärmel, am Rocksaum, oft auch am Ausschnitt. Fällt die Plisseegarnitur am Halse fort, so sehen wir als Abschluß eine Rose aus wei- tzem Glasbatist, die kleidsam in ihrer Wirkung ist.
Um ein einfarbiges Kleid sehr zart und duftig zu gestalten, wird es mit einem großen weißen Kragen geputzt. Dann sitzt am Kragenabschluß ein Volant, zuweilen auch ein Plissee, und der gleiche Aufputz wiederholt sich an den Aermeln. Beliebt und schon im Hinblick auf die neue Mode wesentlich sind die breiten, durchgehenden Plissees, die sowohl am Kleid als auch an den Aermeln sitzen. Sie haben die Breite von 5 bis 6 Zentimeter und werden aller Voraussicht nach auch an den leichten Wollkleidern des Uebergangs und des Winters zu sehen sein.
Das duftige Sommerkleid ist ohne Hut nicht vollkommen. Glücklicherweise ist pian davon abgekommen, schon jetzt im Juli Uebergangsmobette zu tragen, wie das früher der Fall war. Man kann damit getrost bis zum Ende nächsten Monats warten und ist ganz zufrieden, jetzt die schönen, breitrandigen Bretons tragen zu können. Je sommerlicher die Temperatur wird, um so mehr nimmt der Hut an Größe zu. Ganz entzückend ist ein Roßhaarhut, der einen wippenden Rand und als Garnitur zwei weiße Batistrosen hat. Breitrandige Cannotiers werden ziemlich auf den Hinterkopf gesetzt, damit ihre Krempe das Gesicht hübsch umrahmt. Man sieht ferner runde und viereckige Formen aus Organdy, Stroh, flache Köpfe, aufgeschlagene Formen, Hüte aus Seidenkrepp, Lei- nenyütchen mit Steppstichen garniert, mit Blumen geputzt, die bas buftige Bild bes Sommers vollen- ben helfen. Schü.
In der Kirschenzeii.
Kirschensuppe. Sauerkirschen mit Süßkirschen gemischt, kernt man aus, schlägt einen Teil der Kerne auf unb läßt Kirschen und Kerne mit Wein, Wasser, Zucker, etwas Zimt und Zitronenschale kochen, bis die Kirschen völlig weich sind. Dann rührt man Gustin ober Mehl in kaltem Wasser glatt, mischt es unter Umrühren zu den Kirschen, kocht sie einige Male auf, streicht alles durch ein Haarsieb und stellt die Suppe falt. Man richtet sie mit in Wem und Zucker eingelegtem Zwieback an ober reicht besonders Schlagsahne dazu.
Kirschenmichel. Zwei bis drei Mürbebrötchen, etwas Milch, drei Eigelb, 100 Gramm Zucker, etwas Zimt, 50 Gramm gemahlene Mandeln, 50 Gramm Butter, den Eierschnee und Vanillezucker zum Bestreuen. Die Brötchen werden kleinwürfelig geschnitten, mit etwas kochender Milch überbrüht und zart verrührt. Dann rührt man die Eidotter, den Zucker und Zimt, die Mandeln und die vorher schaumig gerührte Butter zusammen. Man gibt die Semmelmasse dazu, den Eierschnee und ein Pfund entsteinte Kirschen. Die Masse füllt man in die gebutterte, gebröselte Springform und bäckt sie langsam eine Stunde lang in der Röhre. Sejm Anrichten die Speise mit Vanillezucker bestreuen.
Reis mit Schlagsahne und Kirschen. Ein Viertelpfund Reis wird gewaschen, gebrüht und mit dreiviertel Liter Milch, Salz, drei Eßlöffel voll ■■BmHOBMmQHBSBHasBUsaMKaHnHa
Zucker und etwas ausgeschabter Vanille weich gedünstet. Ein halbes Liter rohe Schlagsahne wird steifgeschlagen und mit zehn Gramm aufgelöster Gelatine unter den verkühlten Reis gegeben, ebenso ein Pfund gewaschene, abgetropfte Kirschen. Die Kirschspeise füllt man in eine mit einem Tropfen Del ausgepinselte, ausgestreute Form und läßt sie zu Eis erstarren.
Kirschpudding. 125 Gramm Zucker, vier Eigelb und den Eierschnee, 90 Gramm Kartoffelmehl, ein halbes Pfund entsteinte, in Zuckerwasser aufgekochte Kirschen, ein Stückchen Zimt. Zucker und Eigelb schaumig rühren, bann abwechselnb ben Eierschnee unb bas Kartoffelmehl barunterrühren unb zuletzt bi« Kirschen. Den Pudbing kocht man eine Stunbe lang im Wasserbabe. Dazu Kirschsaft.
Kirscheierkuchen. Von drei Gelbeiern, Milch und Mehl rührt man einen glatten Teig, unter den man zum Schluß das mit etwas Zucker geschlagene Eiweiß zieht. In einer Pfanne läßt man Butter heiß werden und gießt den Teig hinein, den man sehr schnell mit den entsteinten Kirschen belegt. Mit einem Lösfel noch ein wenig Teig über die Kirschen tropfen und auf beiden Seiten goldbraun backen. Noch heiß mit Zucker bestreuen und sofort servieren.
Ja nicht zu viel Kirschen nehmen, sonst zerfällt her Eierkuchen beim Umwenden.
Kirschkuchen. Je 125 Gramm Margarine und Zucker, ein Ei, vier Eßlössel voll Milch, Vanillezucker, ein halbes Pfund Mehl, ein halbes Päckchen Backpulver und Kirschen nach Bedarf. Zum Guß: zwei Eidotter, 125 Gramm Zucker, 20 Gramm Mondamin, den Eierschnee und ein Gläschen voll Arrak. Aus obigen Bestandteilen einen Teig rühren, denselben fingerdick auswellen, eine Kuchenform damit belegen und dann dicht mit den Kirschen bedecken. Nun läßt man den Kuchen ziemlich fertig backen, bereitet den Guß, gibt ihn über den Kuchen und schiebt ihn nochmals in die heiße Röhre, bis der Guß überbacken ist.
Butterteigpastete mit Kirschenmark. Runde Formen legt man mit einfachem Butterteig aus, füllt den inneren leeren Raum mit Papier aus und bäckt die Pastete bei mäßiger Hitze. Dann nimmt man das Papier heraus, läßt auch innen Farbe annehmen und stürzt die Krusten aus der Form. Die Kirschen hat man mit dem Zucker schon zu dicker Marmelade gekocht, bann in die Formen gefüllt und mit Schlagsahne überzogen.
Kopfzerbrechen um's Abendbrot.
(ptd.) Das Abendbrot ist ein Kapitel im häuslichen Leben, das sehr oft Kopfschmerzen macht. Man kann doch nicht Abend für Abend dieselbe Wurstplatte auftischen, jeder Mann hat die Dauerwurst einmal über, außerdem verträgt es die Haushaltskasse nicht, wenn zu oft Aufschnitt gegessen wird.
„Mein Mann ißt nicht gern ,Aufgewärmtes< vom Mittagbrot, aber ich kann doch nicht alles Uebrig- aebltebene vernichten!" klagte kürzlich eine Hausfrau. „Es gibt deshalb bei mir oft Unstimmigkeiten, denn ich bin zu sparsam, Uebriggebliebenes nicht mehr zu verwenden!"
Selbstverständlich: es wäre eine große Vergeudung von Volksvermögen, wenn man Reste nicht verwenden würde, andererseits ist es verständlich, wenn der Mann, der tagsüber anstrengend in seinem Beruf zu arbeiten hatte, abends nicht noch einmal einen Aufguß des Mittagessens vorgesetzt haben will! Das ist aber auch gar nicht nötig. Man muß als Hausfrau nur eine Verwandlungskünstlerin fein, muß die Reste in einem anderen Gewand wieder auf den Tisch bringen, und schon schmecken sie dem Mann. In dieser Hinsicht läßt er sich gern „betrügen", er merkt es nämlich meist gar nicht, daß z. B. der schmackhafte Makkaroni-Auflauf mit Hilfe des durchgedrehten, übriggebliebenen Schmorbratens gemacht wurde. Auch (Bemüjerefte lassen sich in der Auflaufform, mit Käse bestreut und geschlagenem Ei übergossen, in wenigen Minuten im Ofen überbacken und schmecken dann ganz ausgezeichnet.
Jetzt, in der wärmeren Jahreszeit ist es gar nicht gesund, wenn man so viel Fleisch ißt. Wurst sieht dann — besonders wenn sie „schwitzt" — gar nicht appetitlich aus. Wieviel erfrischender sind Gurken und Tomaten, die dankbaren und billigen Radieschen -unb der weiße Käse! Jeden Tag kann man aus
Tomatengerichte.
Von Marga Rehlaff.
eine gelbe und eine weiße Rübe, ebenso eine Zwiebel und eine halbe Sellerieknolle sehr fein, auch 50 Gramm rohen, mageren Schinken und dämpft dies in eigroß frischer Butter einige Minuten. Dazu kommen sechs bis acht zerschnittene, reife Tomaten, die man mit dem Wurzelwerk eine Viertelstunde durchdünstet, dann mit 1% Liter kochendem Wasser aufgießt und mit dem nötigen Salz und einer Prise Pfeffer gut auskochen läßt, Hieraus passiert man die Suppe durch ein Sieb, gibt 100 Gramm ausgequollenen Reis hinein, kräftigt sie mit 1 Teelöffel Maggi's Würze im Geschmack und richtet sie recht heiß an.
Tomatensoße paßt eigentlich zu allem. Nudeln, Reis, gekochtes Rindfleisch, die meisten Fischarten und auch Klöße jeder Art sowie Nockerl
Jetzt kommt bald wieder die Zeit, wo Tomaten so preiswert sind, daß es auch der sparsamsten Hausfrau möglich ist, diese gesunde Frucht recht oft zu verwenden. Weil die Verwendung der Tomate jo mannigfach und der Eisen- und Vitamingehalt olefer Frucht, die ein Mittelding zwischen Obst und Gemüse darstellt, heute allgemein anerkannt ist, wird jede Hausfrau für Ratschläge hinsichtlich der Tomatenbereitung dankbar sein.
Jede Tomatensuppe gewinnt an Geschmack und Nährwert, wenn man sie mit ein bis zwei Eßlöffel roher Sahne vollendet. Will man keine Reiseinlage geben, so schmecken geröstete Brotwürfel ober ganz kleine Spagheti auch sehr gut. Für eine englische. Tomatensuppe zerschneidet man
diesen Zutaten neue Gerichte zaubern! Haben Sie schon einmal geröstete Brotscheiben mit frischer, grüner Gurke gegessen, die mit Schnittlauch bestreut wurde? Äuf die Gurkenscheiben kommt nur ganz wenig Salz, sonst zieht die Gurke Saft und wird schwer verdaulich! „Süße Tomaten" schmecken überraschend gut. Bitte, probieren Sie es einmal, ehe Sie die Nase kraus ziehen: Sie hohlen die Tomaten aus, verrühren weißen Käse mit etwas Sahne und abgezogenen Walnußkernen, bis der Käse cremeartig ist. Dann wird die Masse hoch in die Tomaten gefüllt und Röstbrot dazu gereicht. Sehr apart und erfrischend schmecken auch — vielleicht als Abschluß eines Reste-Abendbrstes — Apfelscheiben mit Cremekäse.
Was macht man nur mit den vielen Wurst- zipfeln, die gar nicht alle werden wollen? Dauerwurst kann man mit Schinkenabfällen ober schon etwas trocken gewordenen Schinkenscheiben durch die Fleischmaschine drehen, mit gehacktem Ei vermischen und etwas Reibebrot, einem Löffel Sahne, Pfeffer und Salz nach Bedarf, und dann in Pasteten füllen, die man auf der Herdplatte heiß macht. Dazu gibt es grünen Salat. Die Wurstzipfel sind aufgebraucht — und allen hat es prächtig geschmeckt!
Reisrand mit Tomatensoße ist autunb billig, ein paar harte Eier dazu machen die Abend- platte noch reichhaltiger! Omelette mit Salat, mit Fruchtfüllung oder auch mit pikanten Nierchen kostet nicht viel und ist ein ausreichendes Abendbrot. Fijch< este vom Mittagessen werden zum Abendbbrot in Gelee gelegt — man kann sie natürlich dann erst am nächsten Tage essen — mit Remoulade verziert unb zu Salat gereicht.
Es gibt tausend Möglichkeiten fürs Abendbrot —* Kopfzerbrechen ist wirklich nicht nötig.
Lore.
Was trägt die Hausfrau im Gommer?
Vor. kurzer Zeit sagte eine junge Hausfrau: „Als nch noch unverheiratet war, als ich noch ins Büro •ging, nahm ich mir vor, im Haufe mindestens so zgroße Sorgfalt auf meine Kleidung zu legen, wie ßetzt in meiner beruflichen Tätigkeit. Ich wollte sstets nett und freundlich aussehen, mich von dem liebel frei halten, das ich häufig bei meinen verheirateten Freundinnen angetroffen: von der «Schlampigkeit. Ich dachte es mir sehr einfach, ein 'hübsches Hauskleid zu haben, das mich nicht beihindern sollte, in dem ich jedoch angezogen sein Würde. Mein Mann hat mich im Beruf kennen- •gelernt und ich weiß sehr gut, daß ihm meine geschmackvolle Kleidung gefiel. Er sollte auch in der Beziehung keine Enttäuschung erleben. Aber, ja, das gestehe ich, die Praxis hat mich eines anderen belehrt. Es ist sehr schwer, das richtige Kleid zu finden, zumal die Mode in der Hinsicht sich überhaupt keine Mühe gibt, und es uns Hausfrauen überläßt, das Kleid zu treffen, das uns bei der Arbeit willkommen ist, in dem wir uns dem Mann, den Kindern und dem Besuch, der vielleicht unerwartet kommt, zeigen können."
Äst es wirklich so schwer, das Kleid zu treffen, das den Forderungen entspricht? In einem Punkte hatte die junge Hausfrau Recht. Das Berufskleid der Haushaltsleiterin wird von der Mode oft vernachlässigt. Vielleicht wäre es eine Anregung für die Modenschauen, neben dem oft sehr reizvollen Pyjama, dem eleganten Hausanzug auch einmal einige junge und nicht ganz junge Damen in Hausfrauenkleidern auftreten zu lassen. Da würde sich wohl manche Zuschauerin zu einem Kauf entschließen, und der Einwilligung ihres Ehepartners gewiß sein.
Im Sommer muß die Hausfrau nämlich noch mehr, als im Winter auf eine zweckmäßige und dabei kleidsame Haustracht halten. Wenn die Außentemperatur ihr in Verbindung mit der Herdhitze heftig einheizt, gerät sie leicht in Verlegenheit, sich bei der Arbeit ein wenig gehen zu lassen. Beschäftigt sich die Mode auch nicht mit der Hausklei- bung, die zur Arbeit durchaus geeignet ist, jo schafft
sie dennoch Kleider, die man ohne weiteres als Hauskleid übernehmen kann. Kleider aus Baumwolle, Leinen und Bast werden.in schöner Ausführung auf den Markt gebracht. Ihre sportliche Note gewährleistet eine einfache und schlichte Verarbeitung. Zudem sind die Gewebe waschbar, stellen keine großen Forderungen an die Kunst des Bügelns, sind außerdem mit reizenden Mustern versehen und lassen sich stets der Jahreszeit gemäß mit kurzen oder halblangen Aermeln tragen.
Beispielsweise ist ein Kleid aus blau» weiß tariertem Seinen sehr zu empfehlen. Es hat einen kleinen Kragen aus weißem Pikee, und auch die Aermel zeigen kleine Pikeeaufschläge. Jedoch auch ohne die Garnitur ist das Kleid ansprechend, so daß es, wenn der Aufputz gewaschen wird, nicht unvollkommen wirkt. Sehr leicht und praktisch sind pastellfarbene oder naturfarbene Kleider aus Hemdseide. Sie brauchen keinen Aufputz, sondern eine Garnitur aus Wickelholsaum macht sie sehr begehrenswert. Nun konnte man leicht annehmen, daß ein Kleid aus Hemdseide einen Luxus darstellt, den die Hausfrau sich nicht leisten will —! Die Praxis aber sagt etwas anderes. Besitzt die Hausfrau zwei Kleider aus Hemdseide, von denen das eine naturfarbig, das andere in einer kleidsamen und sehr freundlichen Pastellfarbe gehalten ist, so wird sie sich bei der Arbeit in dem leichten Kleid wohl fühlen und stets das Gefühl haben, gut und geschmackvoll gekleidet zu sein. Hemdseide laßt sich vorzüglich waschen, knittert nicht und gewährt stets einen angenehmen Anblick.
Ein Kleid aus rot und weiß gemustertem Bast erfüllt die gleichen Forderungen, wie das Kleid aus Hemdseide. Der Rock sollte Falten haben, um der Hausfrau das Gehen zu erleichtern. Die Aermel reichen nur bis zum Ellbogen, damit sie kein Hindernis darstellen. Nicht zu übersehen sind die Kasackkleider, die ein müheloses Auswechseln der Kasack gestatten Die Schuhe bedürfen einer besonderen Sorgfalt. Weiße Leinenschuhe mit nicht zu hohen Absätzen, sind angenehm auf dem Fuß, leicht zu reinigen und sehr hübsch anzusehen. Dazu einen hellen Strumpf, und die Hausfrauenkleidung hat noch ein Tüpfelchen mehr auf dem I. Für schwerere Arbeiten kommt
die weiße ober die bunte Wickelschürze in Betracht, die das ganze Kleid bedeckt, sehr schnell um« geworfen und ebenso rasch abgenommen wird.
Schü.
Das Gommerkleid bekommt Flecken ...
Praktische Ratschläge für die Hausfrau. — Ohne Sorge im Gras sitzen. — Obstflecken sind keine Katastrophen. — Verschwitzte Aermel.
Da hängt es vor einem in seiner ganzen duftigen Pracht: das neue Sommerkleid. Wunderschön sieht es aus, hauchzart und fein. Und plötzlich fühlt man sich in die Kinderzeit zurückversetzt, wenn man das erste Mal das Svnntagskleidchen anhat und die Mutter mahnte: Nun paß aber auf, daß das neue Kleidchen keinen Fleck bekommt! Leider haben gerade neue Kleider die unangenehme Eigenschaft, besonders leicht Flecke zu bekommen. Doch als praktische Hausfrau läßt man sich auch durch einen Fleck nicht aus der Fassung bringen. Es gibt ja Mittel, sie zu entfernen — nur muß man diese Mittel kennen, denn durch unsachgemäß« Behandlung kann man alles verderben.
Grasflecke werden sich wohl am ersten auf dem neuen Sommerkleid breit machen, denn schließlich will man beim ©papiergang nicht immer nach einer Bank suchen müssen, sondern sich auch mal unbesorgt auf die Wiese setzen. Glasflecke in Leinenkleidern und anderen nicht zu feinen Geweben lassen sich mit Gallseife und kochendem Wasser entfernen. Der Fleck muß gut eingefeift werden und dann gut ausgespült werden. Feine Stoffe dürfen natürlich nicht mit kochendem Wasser behandelt werden. Man betupft den Grasfleck mit einer leichten Spiritus- ober Salmiak- l ö f u n g. (Nur bei farbechten Stoffen zu ver- roenben, sonst geht bie Farbe aus, unb es bleibt ein weißer Fleck.) Gut mit lauwarmem Wasser nachspülen! Wall-, Seiben- unb Baumwollstoffe können auch mit Zinnchloridlösung be- hanbelt werden, die jede Drogerie verkauft. Immer
aber muß die behandelte Stelle gut nachge- spült werden. Nachreiben mit verdünnter Zitronen- oder Weinsteinsäure ist stets zu empfehlen!
Nach einem Waldspaziergang stellt man oft Harzflecke am neuen Kleid oder Mantel fest. Hier kann man nicht mit Wasser und Seife arbeiten, sondern muß dem Fleck mit Spiritus zu Leibe gehen. Sind die Flecke nicht frisch, so müssen sie erst erweicht werden. Man betupft sie mit Terpentin-Spiritus, wäscht dann mit einer milden Seife nach und spült gut aus. Teerflecke lassen sich mit Butter entfernen, die Butter dann wieder mit Benzin.
Obstflecke im neuen Sommerkleid verderben oft die gute Laune. Dabei sind sie meistens harmlos — bis auf Pfirsichflecke., die bis jetzt allen Versuchen, sie zu entfernen, trotzen. Man weiß nicht, warum. Kirschen, Erdbeeren, die gefürchteten Blaubeeren usw. sind harmlos. Meistens weichen sie schon dem Angriff von Wasser und Seife. Einweichen in Milch, besonders Buttermilch, läßt in weißen Stoffen von selbst den Obstfleck schwinden. Echtfarbige Stoffe können sofort durch Schwefeldämpfe entfleckt werden. Die Zitrone ist ein treuer Helfer. Mit kochender Milch hat man schon manchen hartnäckigen Blaubeerfleck entfernt. Seidenstoffe werden mit Spiritus behandelt, aber immer muß man hinterher gut nachspülen, sonst zerfrißt der Stoff. Verdünnter Wasserstoffsuperoxyd macht jeden Kirschenfleck unsichtbar.
Schweißflecke sind nun einmal die unangenehme Begleiterscheinung der Sommerkleidung. Man schützt sich durch Armblätter, so gut es geht, aber oft sind Flecken nicht zu vermeiden. Mit Gallseife entfernt man sie aus Wollstoffen, hartnäckige Schweißflecke werden mit einer Lösung behandelt, die aus einem Teil Salmiak, drei Teilen Alkohol und vier Teilen Schwefeläther besteht. Gut nachspülen ist die Hauptsache. Schweißflecke müssen sofort entfernt werden, weil sie Motten anziehen und schlecht riechen. Seidenstoffe werden lauwarm mit Seifenflocken behandelt, die Schweihflecke müssen gut eingeseift werden.
Der Fleck im Sommerkleid ist keine Katastrophe mehr — die praktische Hausfrau weiß sich zu helfen!
Lore.
' " ' * V> y


