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Hitler.

Bornotizen.

i, von Millöcker.

Aktuelle Verkehrswerbeausgaben unserer Skadt

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druck, daß der Verkehrsverein zur Förderung der Gegen diesen Strafbefehl legte der Angeklagte Eln- Veranstaltungen durch Mitarbeit, Materiallieserun-l spruch ein, über den in einer Woche entschieden wird.

Prämienmarkt in Alsfeld

6.40:

** Promenaden-Konzert d e s Stadt­theater-Orchesters. Am heutigen Mittwoch, 11. Juli, von 20 bis 21 Uhr, veranstaltet das Stadttheater- Orchester ein Promenadenkonzert mit nachstehender Vortragsfolge: 1. Reitermarsch, von Fr. Schubert; 2. Ouvertüre z. d. OperDiebische Elster", von Rossini; 3. Gold und Silber, Walzer, von Lehar; 4. Fantasie aus der OperDer Freischütz", von C. M v Weber; 5. Potpourri aus der OperetteBoc> caccio", von Fr. v. Suppö; 6. Fürs Vaterland!,

Hessen und Oberlahn.

Der Bericht macht dann eingehende Ausführun­gen über die Veranstaltungen im verflossenen Jahre, mit denen eine gute Verkehrswerbung ver­bunden war. Der Bericht bringt dabei zum Aus-

Gin Mann aus Gießen wurde durch Strafbefehl zu zwei Wochen Haft verurteilt, weil er an­läßlich einer Feier im Cafe Leib es unterließ, beim Gesang des Deutschlandliedes den Arm zu heben.

= Alsfeld, 10. Juli. Der am Montag abge­haltene altbekannte Alsfelder Prämie n- markt hatte auch in diesem Jahre wieder seine gewohnte Anziehungskraft bewahrt. Schon von den frühen Morgenstunden an bewegte sich der Strom der Marktbesucher nach dem Lind.uplatz, wo der Markt stattfand. Tausende von Marktgästen aus der näheren und weiteren Umgebung der Stadt und aus dem benachbarten preußischen Schwalm­tal belebten die Straßen der Stadt.

Landesbauernführer Dr. Wagner war bereits am Sonntagabend zum Besuch des Pramienmark- tes eingetroffe. Er besichtigte eingehend die zur Prämiierung gestellten Tiere und fuhr alsdann zum Besuch des an dem gleichen Tage stattfinden­den Prämienmarktes der Stadt Beerfelden i. O. weiter. Die Beschickung des Marktes für die Prämi­ierung war ungefähr die gleiche wie im Vorjahre. Es waren aufgetrieben 127 Pferde, 174 Stück Rindvieh (Fleckvieh, Rotvieh, schwarzbuntes Vieh), 128 Ziegen und 31 Zuchtbullen. Auf dem gleich­zeitig stattfindenden Schweinemarkt waren 620 'Ferkel zum Verkauf gestellt. Die Nordseite des Lindenplatzes bedeckte die Ausstellung der Geschäftsleute mit landwirtschaft- l i ch e n M a s ch i n e n. Vor der Turnhalle hatte sich die Ausstellung des Kaninchenzuchtvereins einge­richtet. In der Turnhalle selbst war die Arbeits­dienstausstellung der Gruppe 223 Alsfeld des NS.-Arbeitsdienftes aufgebaut.

Bürgermeister Dr. Völsing begrüßte hierauf in einer Ansprache die Marktteilnehmer und wies darauf hin, daß die Tierzucht, die durch den Krieg nahezu ruiniert war, in erfreulicher Weise bereits wieder einen hohen Stand erreicht habe. Der Bauernstand erfreue sich heute der besonderen Für­sorge unseres Führers Adolf Hitler und sei einer der Grundpfeiler des Dritten Reiches. Es sei Pflicht eines jeden Bauern, an dem Aufbau des Reichsnährstandes tatkräftig mitzuarbeiten. Der Redner schloß mit einem Treuegelöbnis zum Reichs­präsidenten von Hindenburg und zu unserem un­vergleichlichen großen Führer Adolf Hitler. Das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied erklan­gen über den weiten Festplatz.

In Verbindung mit dem Markte veranstaltete das Tierzuchtamt Gießen der Landesbauern­schaft Hessen-Nassau eineVersteigerungvon Zuchtbullen. Zur Auktion standen 31 Bullen. Das Verkaufsergebnis war recht zufriedenstellend, die Nachfrage war rege. Als Höchstpreis wurden für einen Bullen des Züchters Wilhelm Euler in Maar 1010 Mark bezahlt.

Der Nachmittag brachte den Marktbesuchern bei Konzert in der Festhalle noch angenehme Unter»

* Von der Landesuniversität. Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Der Rektor unserer Landesunioersitüt, Professor D. Heinrich Born kämm, hat zum 1. April 1935 einen Ruf auf den ordentlichen Lehr- tuhl für Kirchengejchichte an der Universität Leipzig erhalten.

** Personalmeldungen aus dem Büro des Reichs st atthalters in Hessen. Der Reichsstatthalter in Hessen gibt bekannt: Am 23. Juni 1934 wurde der außerordentliche Professor für Agrikulturchemie an der Landesuniversitat Gie­ßen Dr. Wilhelm Kleeberger unter Anerken­nung seiner dem Staate geleisteten langjährigen ausgezeichneten Dienste mit Wirkung vom 1. August 1934 an in den Ruhestand versetzt. Umgewandelt wurde am 25. Juni 1934 die auf Grund des § 4, Abf. 1 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Be­rufsbeamtentums vom 7. April 1933 und der Ziffer 8 zu §7 der 3. Durchführungsverordnung zu diesem Gesetz vom 6. Mai 1933 erfolgten Entziehung des Lehrauftrags sowie jeder Lehrbefugnis des ordent­lichen Honorarprofessors an der Hess. Landesuniver- sität Gießen Dr. Walter Kinkel in eine Ent­ziehung des Lehrauftrages sowie jeder Lehrbefugnis im Interesse des Dienstes auf Grund des § 6 des vorerwähnten Gesetzes.

** Ferien d e s Kreisausschusses. Der Kreisausschuß des Kreises Gießen hält vom 15. Juli bis 15. September Ferien. In dieser Zeit können nur besonders eilige Sachen zur Verhandlung kom­men. Auf den Lauf der gesetzlichen Fristen sind die Ferien ohne Einfluß.

** Arbeitsvergebung. Das städtische Hoch- und Tiefbauamt schreibt in unserem heutigen An­zeigenteil die Vergebung folgender Arbeiten für den Neubau von 14 Kleinwohnungen am Anneröder Weg aus: 1. Erd-, Maurer- und Rohrverlegungs­arbeiten: 2. Zimmerarbeiten; 3. Spenglerarbeiten; 4. Dachdeckerarbeiten. Verdinguntzstermin: Freitag, 20. Juli. Interessenten seien auf tue Bekanntmachung besonders hingewiesen.

musik. 24 bis 1: Nachtmusik.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Mietvertrag. Ist eine Miterbengemeinschaft Ver­mieterin, so ist die Gesamtheit der Miterben zur Kündigung berechtigt, nicht aber ein Miterbe allein. Im übrigen dürfte Ihre Wohnung dem Mieter­schutzgesetz unterliegen, weil die Miete 800 Mark im Jahre nicht übersteigt. Dann ist die Kündigung durch gerichtliches Mietkündigungsschreiben nur möglich bei erheblicher Belästigung der Vermieter oder anderer Mieter, bei Mietrückständen oder drin­gendem Eigenbedürfnis des Vermieters und dann auch nur bei Bewilligung einer angemessenen Räu­mungsfrist.

tagnachmittag in einem feierlichen Akt, an dem zahlreiche Vertreter von Behörden und Partei-Or­ganisationen, sowie die Vertreter der einzelnen Ar­beitsdienstabteilungen der Gruppe 223 und son­stige Interessenten teilnahmen. Die sehr instruktive und mit großem Fleiß und Geschick in der Frei­zeit von den Arbeitsdienstleuten zusammengestellte Arbeit zeigt den freiwilligen Arbeitsdienst als Bahnbrecher und Pionier im Sinne der Idee des Führers Adolf Hitler als Erziehung zur Volks- gerneinfchaft und zum Dienst am Vaterland. Sie verrät bewundernswerte technische Handfertigkeit und Geschicklichkeit. Die Abteilung Nieder- Ofleiden hatte ein Segelflugzeug, von ihr vollständig gebaut, ausgestellt.

7lS-GemeinschaftKraft durchIreude"

Kreis Alsfeld.

Am 28. Juli 1934 fährt die NSG.Kraft durch Freude" einen Urlaubszug in den südli­chen Schwarzwald, in die wunderbare Berg- und Waldgegend am Südabhang des Feldberges und zurück. Die Abfahrt erfolgt am Samstag, 28. Juli mittags über Karlsruhe und Lörrach mit der Zielstation Todtnau, wo die Unterbringung in dem Quartierbezirk erfolgen wird. Todtnau selbst ist die Zielstation der Bahn am Südabhang des Feld­berges, von wo aus wunderbare Ausflugsmöglich­keiten auf den Feldberg selbst, nach St. Blasien, Titi­see usw. gegeben sind. Die Rückfahrt erfolgt am Sonntag, 5. August vormittags mit einem mehr­stündigen Aufenthalt in Freiburg (Br.), der alten Münsterstadt, wo die Urlaubsfahrt mit einem ge­meinsamen Mittagessen ihren Abschluß finden wird. Die Kosten betragen 30 Mark einschließlich Fahrt- und Unterkunftskosten. Die Anmeldungen müssen bis zum 20. Juli 1934 bei den NSBO.-Dienststellen oder bei dem Kreiswart der NSG.Kraft durch

wiesen, daß

die Reichsbahn-Haltestelle am Erdkauterweg für

den Verkehr mit bestimmten Zügen geöffnet ist und von dort aus auch Sonntagsrückfahrkarten nach dem Schiffenberg zur Verbilligung des Verkehrs Gültigkeit haben. Von dieser Vergünstigung der Reichsbahnverwaltung sollte mehr als bisher Ge­brauch gemacht werden.

Weiter beschloß man, von jetzt ab in den Wochen vor Weihnachten

keine lichtergeschmückten Weihnachtsbäume zu Geschästswerbezwecken in den Straßen mehr aufzustellen. Dadurch soll der Christbaum aus dem Bereich des.geschäftlichen Wettbewerbs, in den er nach gutem deutschem Empfinden nicht hinein­gehört, wieder herausgehoben werden und seinen ursprünglichen Gehalt an stimmungsvollen christ­lichen Werten zurückbekommen.

Zum Schlüsse berichtete der Dereinsführer Dr. Hamm noch über Werbemaßnahmen und -arbeiten des Landesverkehrsverbandes Rhein-Main.

Rundfunkprogramm.

Donnerstag, 12. Juli.

In der gestrigen Sitzung des Vorstands des Verkehrsvereins Gießen wurde der G e - chäftsbericht über die Vereinstätlg- keit irn Jahre 1 933 erstattet. Aus diesem Be­richt ist folgendes von besonderem Interesse:

Der Mitgliederbestand.

Der Verein hatte am 1. Januar 1933 einen Be­stand von 328 Mitgliedern. Am Ende des Geschäfts­jahres zählte er noch 319 Mitglieder, wobei die Minderung auf Wegzug, Todesfälle und Austritts­erklärungen zurückzuführen ist. In dem Bericht wird dazu bemerkt:Bedauerlicherweise befinden ich unter den Austrittserklärungen auch solche von ansässigen Geschäftsinhabern. Es hätte von diesen Geschäftsinhabern erwartet werden dürfen, daß sie im Interesse der Arbeit des Vereins und im eige­nen Interesse die Mitgliedschaft beibehalten hätten."

Die Veränderungen im Vorstand und Ausschuß des Vereins,

die im Berichtsjahre bei der Durchführung der Gleichschaltung und der Neubildung des Vorstandes und Ausschusses vorgenommen wurden, werden in dem Bericht eingehend dargelegt. In diesem Zu­sammenhänge wird hervorgehoben, daß dem auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand und Ausschuß ausgeschiedenen früheren Vorsitzenden Apotheker Schmieder in herzlichen Worten für seine dem Verein in 30jähriger Zugehörigkeit geleistete hin­gebungsvolle Arbeit Dank ausgesprochen und der aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand auf eigenen Wunsch aus seinem Vorstandsamt ausge­schiedene frühere 2. Vorsitzende Oberforstmeister Dr. Schüz in dankbarer Anerkennung seiner wert­vollen Mitarbeit zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt wurde.

Im Laufe des Geschäftsjahres fanden die Jahres- hauptversamlung, 8 Vorstands- und Ausschuß- Sitzungen, 10 Kommissionssitzungen und Sitzungen des engeren Vorstandes statt.

Der Fremdenverkehr in Gießen.

Im Jahre 1933 weist der Fremdenverkehr in Gie­ßen den Besuch von 21761 Fremden mit 37 879 Uebernachtungen auf. Aus diesen Zahlen ergibt sich, daß die Zahl der Fremden und der Uebernachtun­gen gegenüber dem Vorjahre weiter gesunken ist. Im Jahre 1932 waren in Gießen zu verzeichnen: 26 922 Fremde mit 55198 Uebernachtungen.

Die Verkehrswerbung.

Die Arbeit des Vereins galt auch im Berichtsjahre in erster Linie der Werbung des Fremdenverkehrs. Für den Besuch unserer Stadt wird neben der Der- enbung von großen und kleinen Faltblättern ge­worben durch Anzeigen in führenden deutschen Zei­tungen, in Autoführern und -karten, durch die neu herausgegebenen Reliefkarten vom Lahntal und von Oberhessen und durch den Oberhessen-Führer, außer­dem durch Faltblätter, die den von Amerika nach Deutschland reisenden Personen ausgehändigt wer­den, und einen gut verbreiteten, in Holland erschei­nenden Führer. Das auf den neuesten Stand ge­brachte Gaststättenverzeichnis wurde neu gedruckt und dem versandten Führermaterial beigegeben. Diese Werbung wird weiter gesteigert durch die in Kürze erscheinenden Deutschland-Bildhefte von Ober-

Im weiteren Verlause der Sitzung beschäftigte man sich noch mit einer Reihe

weiterer Werbemäglichkeiten.

Es sei aus dieser Besprechung folgendes hervor­gehoben: Für das nächste Jahr sollen erneut An­strengungen gemacht werden, bei der Reichsbahn Fahrt - ins - Blau e"- Züge nach Gießen zu bekommen, fernerKraft-durch-Freude -Zuge hierherzubringen usw. In diesem Sommer soll noch ein Blumenschmuckwettbewerb durchgeführt werden, in Verbindung mit dem Herb st-Pferdemarkt will man wieder ein Reitturnier veranstalten, für den Herbst sind eine Braune Messe und eine Gastwirts-Messe vorgesehen

Zur Hebung des Ausflugverkehrs nach dem Schiffenberg an Samstagnachmittagen und an Sonntagen wurde erneut darauf hinge-

zugeftimmt.

Eine Neuregelung des Vertrags mit dem In­haber des MER.-Büros (Mitteleuropäisches Reisebüro) Gießen fand die einstimmige Billigung des Vorstandes.

Als neue Werb emaßnahme für das Ge­biet Oberhessen-Wetterau, umfassend die politischen Kreise Gießen und Friedberg, soll

ein Werbefilm

herausgebracht werden, der, wie die bereits ge­schaffenen Werbefilme von der Bergstraße, vom Rhein und von der Lahn, für unser engeres Heimat­gebiet werben soll. Der Film soll mittels Tages­projektors in den Räumen und Schaufenstern der großen Reisebüros, der Verkehrsvereine usw. in zahlreichen Städten Deutschlands laufen, um dort immer wieder die Aufmerksamkeit auf unsere engere oberhessische Heimat zu lenken. Soweit an diesem Film die Stadt Gießen beteiligt ist, erklärte sich der Vereinsvorstand einstimmig mit den erforder­lichen Maßnahmen zur Herstellung des Films ein­verstanden.

Die Errichtung eines Musiklempels am hmbenburg-Wall

beschäftigte den Vorstand in längerer Aussprache. Daß diese Einrichtung eine dringende Notwendig­keit ist, um die Platzkonzerte in ihrem künstlerischen Gehakt besser als bisher zur Geltung zu bringen, ist schon seit langem die einmütige Ueberzeugung aller Freunde dieser Konzerte, aller Mitarbeiter auf dem Gebiete des Verkehrswerbewesens und auch über diesen engeren Personenkreis hinaus, vieler Volksgenossen unserer Stadt. Die Anregung aur Errichtung wurde schon im vorigen Jahre nach der Aufstellung der SA.-Reserve-Kapelle Gießen von deren Gründer, Sturmbannführer S o l d a n, ge­geben, und sie ist seitdem in mancherlei Besprechun­gen das Ziel eifrigen Strebens zur Verwirklichung gewesen. Leider konnte es bisher noch nicht ermög­licht werden, den guten Gedanken in die Tat um­zusetzen. Der Vorstand des Verkehrsvereins, der be­reit ist, aus den Vereinsmitteln ein ansehnliches Opfer für dieses gemeinnützige Werk zur Verfügung zu stellen, hofft nun auf Grund neuer Gesichts­punkte, die Schaffung eines solchen Musiktempels in absehbarer Zeit in die Wege leiten zu können. Er wird dabei allen Volksgenossen unserer Stadt, die ihm bei der Durchführung dieses Werkes forderlich sein wollen, gerne jede Betätigungsmöglichkeit ein» räumen. Hoffentlich gelingt es durch vereinte An­strengungen unserer Bürgerschaft, mit diesem Werk ein neues Denkmal bürgerlichen Gemeinsinns zu schaffen.

Freude" getätigt sein.

Am 4. August 1934 fährt die NSG.Kraft durch Freude" einen weiteren Urlaub szug, diesmal in das schlesische Bergland, und zwar ist als Urlaubsbezirk dort das Glotzer Bergland mit seinen Bergen und Wäldern um Habelschwerdt vor­gesehen. Der Zug wird am 4. August abends in Frankfurt a. M. abgehen. Die Fahrt selbst wird übet HalleDresdenHirschberg in den Urlaubsbezirk führen. Den Urlaubern werden in dem dortigen Bezirk reiche Möglichkeiten der Erholung in dem schönen Hochwald geboten sein. Ausflüge und Be­sichtigungen nach den Badeorten und bei der dor­tigen Heimindustrie, die durch die Holzwarenfabri­kation bekannte Gegend kennenzulernen. Die Rück­fahrt am Sonntag, 12. August wird die Urlaubet nach Breslau führen, wo Gelegenheit geboten sein wird, die alte schlesische Metropole mit ihren Inseln in der Oder und ihren alten Bauten kennen zu ler­nen. Die Fahrtkosten betragen einschließlich Bahn­fahrt, Unterkunft und Verpflegung 37,50 Mark. Di« Anmeldungen haben bei den örtlichen Dienststellen

wegung werde in der Zukunft an Bedeutung gewin­nen. Die Reichsregierung sei ernstlich bemüht, ein früher an vielen deutschen Volksgenossen verübtes Unrecht gut zu machen. Im Sparbetrieb und in der Zusammenfassung der Sparer liege eine ungeheure Kraft. Die Sparerorganisation dürfe nicht aufge­geben werden. Der heutige Abend solle dazu bei­tragen, den Sparergedanken zu fördern. Der Staat der Gegenwart sei ein Staat der Redlichkeit und es sei zu erwarten, daß auch den Sparern Rech­nung getragen werde, deren Vermögen durch schwere Arbeit erworben war.

Herr M a d e s referierte sodann als Führer der Ortsgruppen Gießen des Rentnerbundes über die Rentnertagung des Landesverbandes Hessen am 30. Juni 1934 in Mainz. Er schilderte die gegen­wärtige Situation in den Kreisen der Rentner und beschäftigte sich ebenfalls mit dem zu erwartenden Rentnerschutzgesetz, durch das eine Anzahl langge­hegter Wünsche der Sparer und Kleinrentner .Er­füllung finden würde. Ferner sprach er über die Unterstützungssätze für die Rentner in ihrer bis­herigen Form und in der zu erwartenden Neurege­lung, er wandte sich gegen den Fortfall des Miet­zuschusses und gab andererseits seiner Freude dar­über Ausdruck, daß in Zukunft von Verpfändungen bei Kleinrentnern abgesehen werden solle. Das Kleinrentnerschutzgesetz sei eine erste Etappe in der Arbeit der Reichsregierung für die Kleinrentner, von den Rentnerschutzverbänden werde aber unab­lässig auch weiterhin das Rentnerversorgungsgesetz angestrebt werden.

Nachdem aus der Versammlung heraus noch ver­schiedene Anfragen gestellt worden waren, sprach Ministerpräsident a. D. Prof. Dr. Werner das Schlußwort, in dem er u. a. betonte, daß es unan­gebracht fei, den Kleinrentnern und Sparern eine fata morgana vorzuspiegeln, wohl aber sei es not­wendig, die Hoffnungssreudigkeit zu behalten, dar­auf hinzuwirken, daß sich alle gleichen Zielen zu- ftrebenben Organisationen gegenseitig die Hand rei­chen, und durch die Arbeit, die im Sparer- bzw. im Rentnerbund geleistet werde, Wege aufgezeigt werden, wie den bestehenden Nöten abgeholfen wer­den könne , .

Herr Lorenz beschloß die Versammlung mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Reichspräsidenten von Hindenburg und den Reichskanzler Adolf

gen und durch Geldbeihilfen beigetragen hat und mit dem Ergebnis der gemeinsamen Arbeit zu- rieben sein kann. x

Im Berichtsjahre würben für Rechnung bes Ver­eins 10 neue Ruhebänke aufgestellt und eine Bank repariert. Schreinermeister Hah n hat eine weitere Bank gestiftet, wofür ihm ber Dank des Vereins ausgesprochen wurde.

Das Auskunftsbüro des Verein erfreute sich nach wie dm des Zuspruchs von Fremden und zahl­reicher Gießener Einwohner.

Die weiteren Arbeiten des Vereins.

Von den weiteren Arbeiten bes Vereins roerben Verhanblungen erwähnt, bie im Interesse ber Ar­beitsbeschaffung geführt würben unb Deren Ziel bie Erschließung schönen S p a z i e r - ganggelänbes war, bie bem Fortbestanb ber Autobuslinie in bas Kleebachtal, bie Verhinberung ber weiteren Aufstellung von Ver­kaufsbuben in ber inneren Stadt, ber Freigabe bes Seltersweg als Einbahnstraße und Straßenbahnfragen galten.

Der Blumenschmuck-Wettbewerb im Geschäftsjahr 1933 erfreute sich einer guten Be­teiligung aller Bevölkerungskreise, lieber hundert Anmeldungen konnten mit Preisen bedacht werden. Dank gebührt hierbei ber Gießener Gärtner-Ver­einigung, bie eine größere Anzahl schöner Blumen zur Verteilung an bie Preisträger kostenlos zur Ver­fügung stellte, ferner ben Herren Rehne11, Ernst und Schwarz, bie in mühevoller Arbeit bas Er­gebnis für bie Zuteilung ber Preise ermittelten.

Der Rechnungsbericht.

Aus bem eingehenben Rechnungsbericht ist hervor­zuheben, baß bie Umschlagssumme bes Vereins im Geschäftsjahr 1933 sich auf 10 418,90 Mark belief. Aus ben eingehenben zahlenmäßigen Angaben ist weiter ersichtlich, daß bie Finanzlage bes Vereins gefunb ist unb eine gebeihliche Aufbauarbeit im In­teresse ber Gießener Derkehrswerbung ermöglicht.

Am Schlüsse bes Berichts wirb allen Förderern und Helfern des Vereins, insbesondere ben Behör­den unb ber Presse, für bie eifrige Unterstützung ber Vereinsarbeit herzlicher Dank ausgesprochen.

Der Bericht und die Rechnungsablage wurden vom Vorstand einstimmig genehmigt.

Große Strafkammer Gießen.

Unter Ausschluß ber Oesfentlichkeit befaßte sich bie Kammer gestern mit ben Eheleuten Lachmann unb bem H.K. aus Wölfersheim wegen Blutschande, Abtreibung unb Sittlichkeitsverbrechens. Der Ehe­mann Lachmann verkehrte in sträflicher Weise mit seiner 13jährigen Tochter. Dieser Verkehr blieb nicht ohne Folgen, unb bie Eheleute trieben gemein­sam die Frucht ab. K. sollte ebenfalls mit dem 13jäh- rigen Mädchen intime Beziehungen unterhalten haben. Das Gericht verurteilte ben Ehemann Lach­mann zu einem Jahr fünf M o n a te n Zuchthaus unter Anrechnung von fünf Mo­naten Untersuchungshaft, bie Ehefrau zu sechs Monaten Gefängnis. K. wurde fretge» ; sprachen.

Amtsgericht Gießen.

Der Vorstanb bes Verkehrsvereins Gie­ßen trat gestern abenb unter Leitung bes Ver­einsführers, Bürgermeister Dr. Ham m, zu einer Sitzung imHessischen Hof" zusammen, bie ber Beratung aktueller Verkehrswerbeaufgaben gewid­met war. Zunächst wurden einstimmig

einige Veränderungen im Vorstand gutgeheißen. Die bisherigen Vertreter ber Reichs­bahn im Dereinsvorstanb, Reichsbahnoberrat Wilke unb Reichsbahninspektor Müssing (Stellvertre­ter) schieben infolge sehr starker dienstlicher Inan­spruchnahme aus bem Vorstand aus. Als Nachfolger traten Reichsbahnrat Niermann und als fein Stellvertreter Reichsbahnoberinspektor Kliffmül- l e r in den Vereinsvorstand ein. Der bisherige Ver­treter der Schriftleitung derOberhessischen Tages­zeitung" Dr. Röder ist nach seinem Ausscheiden aus dem Schriftleiteramt auch aus dem Vorstand bes Verkehrsvereins ausgeschieben. Sein Nachfolger im Dereinsvorstanb würbe Schriftleiter Dr. Kaul (Stellvertreter Schriftleiter Dorsch). An Stelle bes in ben Ruhestanb getretenen Postbirektors Vogt berief ber Vereinsführer ben neuen Post- direktor Graef in den Vorstand des Verkehrsver­eins. Offen steht noch die neue Vertretung der Polizeidirektion im Vereinsvorstand.

Sodann wurde einer neuen Verei nsfatzung, bie einer vom Lanbesverkehrsverbanb Rhein-Main übermittelten Mustersatzung angepaßt ist, einhellig

Tageskalenber für Mittw o ch: Lichtspielhaus, Bahnhofttraße:Die vier Muske­tiere". Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Branbplatz, 17 bis 18 Uhr, AusstellungDas Tier > im Bilb". BO. Gießen, 20.15 Uhr,Hmben- Marsche bürg", BO.-Abenb. 1

Haltung.

In Verbinbung mit bem Prämienmarkt hatte, wie schon erwähnt, bie Gruppe 223 Alsfelb bes NS.-Arbeitsdienstes in ber Turnhalle eine Ar- beitsbienstaussteUung veranstaltet, bie reges Interesse fanb unb sich eines guten Besuchest der NSPO. ober dem KreiswartKraft durch erfreute. Die Eröffnung erfolgte bereits am Sams- Freude bis zum 28. Just 1934 zu erfolgen.

5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. Frühmelbungen. 6.55: Frühkonzert. 8.20 bis 8.40: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.45: Praktische Rat­schläge für Küche und Haus. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten, Saardienst. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittags­konzert III. 14.40: Kinderftunde: Grimmsche Mär­chen. 15.35: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskon- zert. 17.30: Zum 60. Todestage Fritz Reuters. Zwie­gespräch, verfaßt von Dr. Hans Hartmann. 17-45: Aus Zeit und Leben. 18.15: Familie und Raffe. 18 25: Spanischer Sprachunterricht. 18.50: Das Leben spricht! 19: Militärkonzert: Deutsche Jäger­märsche. 19.30: Saarländische Umschau. 20: Nach­richten und Mitteilungen aus dem kulturellen Leben. 20 15* Stunde der Nation: Karl Loewe. Ein deut­scher Meister in Pommern. 20.45: Wir fahren auf bem Bobensee. Radolfszell Reichenau Kon­stanz. Hörfolge von Ernst Brügger. 21.30:Abe zur guten Nacht", musikalischer Reigen. 22.20: Nach­richten. 22.35: Funkbericht zum Nürburgrennen. 22.45: Nachrichten aus bem Senbebezirk. 23: Nacht-