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übermitteln. Bei dem neuen Volkskommissar wird eine Sonderabteilung eingerichtet, die berechtigt ist, auf verwaltungsmäßigem Wege Verschickun­gen und Verbannungen in Arbeitslager bis zu fünf Jahren sowie Ausweisungen aus der Sowjetunion anzuordnen. Zum Volkskommissar für innere Angelegenheiten wurde Heinrich I a qova ernannt. Erster Stellvertreter ist Jakob Agranow, zweiter Stellvertreter Georgi Pro­to f j e n.

Aus oller Welt.

Lin kragischer Unfall.

In Aschaffenburg ereignete sich ein Unfall, der durch Verkettung besonders tragischer Umstände den Tod eines Menschen herbeiführte. Der 36 Jahre alte verheiratete Fuhrunternehmer Ignatz Fuchs war damit beschäftigt, vom Platz des hiesigen Turn­vereins Sand wegzufahren. Sein Fuhrwerk stand in der etwa 2 Meter tiefen Sandgrube, und Fuchs wollte gerade den beiden Pferden des Fuhr­werks die Decke abnehmen, als sich von dem am Rande der Grube aufgeschütteten Sand ein großer steiniger Brocken löste, der Fuchs in die Kniekehle traf. Fuchs fiel dadurch nach vor­wärts und zwar so unglücklich, daß er mit voller Wucht mit der Brust auf das Vorderrad des Fuhrwerks stürzte. Er brach sich dabei einige Rippen, die offenbar in die Lunge drangen. Die dadurch entstandene Lungenzerreißung führte als­bald zum Tode des Betroffenen.

Line zwölfjährige Lebensretterin.

In Braubach geriet beim Baden im offenen Rhein ein sechsjähriger Junge an eine gefährliche Stelle, wo er von den Fluten mitgerissen wurde. Der Junge war bereits dem Ertrinken nahe, als das zwölfjährige Mädchen Brühl von hier kurz entschlossen ins Wasser sprang und dem Jungen das Leben rettete.

Auflösung der Arbeitsgemeinschaft der Frankfurter katholischen Studentenschaft.

DieArbeitsgemeinschaft der Frankfurter katho­lischen Studentenschaft" hat dem Rektor der Univer­sität mitgeteilt, daß sie'sich selbst aufgelöst habe. Der Rektor hat nunmehr die Streichung der Arbeitsgemeinschaft aus dem Korporations- und Lereinsregifter der Universität verfügt.

Eine neue

Kraftpostlinie Baden-BadenBerchtesgaden.

Es ist jetzt eine Kraftpostlinie eröffnet worden, die von Baden-Baden durch den Schwarzwild am Bodensee vorbei bis nach Berchtesgaden führt. Die Linie

Tesla willileueTodesstrchlen"ersundenhaben.

Mit 50 Millionen Volt gegen 10000 Flugzeuge.

Neuyork, 11. Juli. (DNV.-Funkspruch) Die Blätter veröffentlichen in sensationeller Aufmachung eine längere Unterredung mit Dr. Nikolaus Tesla der weiteren Kreisen durch die nach ihm benannten Strahlen und durch seine Erfindung zur besseren Auswertung des elektrischen Stromes bekannt ge­worden ist.

In der Unterredung behauptet Dr. Tesla, es fei ihm gelungen, sogenannteT o d e s st r a h l e n" durch eine Art elektrischen Geschützes in wirkungs­volle Form zu bringen, so daß 1 0 0 0 0 Flug­zeuge auf eine Entfernung von 250 Meilen und ganze Armeen vernichtet werden können. Nur die allerstärksten Stahl­panzer, behauptet Tesla weiter, seien imstande

ist etwa 900 Kilometer lang und hat Anschluß an die Fernkraftpost Heidelberg- Luzern; sie führt von Baden-Baden aus über die neue Schwarzwald-Hochstraße nach Freiburg, St. Blasien, Radolfszell. Zwischen Konstanz und Lindau kann auch der Seeweg benutzt werden, dann führt die Route über die bekannte Alpen- st r e ck e , vorbei an den Königsschlösfern zum Wetterstein und Karwendel bis nach Berchtesgaden. Die Gültigkeitsdauer der Fahrkarte beträgt 30 Tage, die Fahrt kann beliebig oft unterbrochen und auch auf Teilstrecken beschränkt werden.

Oberheffen.

Kreis Büdingen.

§ Borsdorf, 9.Juli. Der Gesangverein L i e d e r h a i n", der 'im Jahre 1923 gegründet wurde, feierte gestern das Fest seiner Fahnen­weihe. Etwa 20 Gesangvereine aus der näheren und weiteren Umgebung hatten sich in sanges- brüderlicher Verbundenheit zu dieser Feierstunde eingefunden. Rach einem Festzug durch, die Ortsstraßen versammelte sich eine tausendköpfige Menge auf dem geräumigen Festplatz in unmittel­barer Ortsnähe, wo sich der Weiheakt vollzog. Der Vereinswalter desLiederhains", Hermann Uhl, begrüßte die Festgäste und unterstrich in packenden Worten die Bedeutung des Tages, die er mit dem Anbruch des Dritten Reiches in Verbindung brachte. Er schloß mit einem Sieg-Heil auf den Führer. Der

den Strahlen Widerstand zu leisten, mit denen nach jedem im Fernrohr sichtbaren Gegen st and gezielt werden könnte. Zur Er­zeugung derTodesstrahlen" sei eine S pa n n u n g von 50 Millionen Volt nötig. Es handele sich im wesentlichen darum, einen Apparat herzustellen, durch den StrahleninfreierLust stattin dem bisher benötigten Vakum ausgesen­det werden können. Ferner sei die Erzeugung von ganz enormen elektrischen Energien notwendig.

Dr. Tesla, der bereits 11 Jahre alt ist, beabsich­tigt, seine Erfindung der Genfer Abrü- stungskonferenz vorzulegen.

Chorleiter des festgebenden Vereins, Lehrer Schwartz, nahm die Weihe tat neuen Fahne hör und übergab sie der Obhut des Fähnenträgers. Eine von den Frauen und Mädchen gestfftete Fahnen­schleife wurde mit passenden Worten übergeben. Der Kreiswalter des SängerkreisesRidda- t a l", G. Diehl (Ober-Schmitten), beglückwünschte den Festverein zu seiner neuen Fahne, überreichte einen Fahnennagel und sprach über die Aufgaben der Gesangvereine im neuen Reiche. Weitere Fah­nennägel wurden von dem hiesigen Krieger- und Turnverein überreicht. Die feierliche Weihestunde wurde umrahmt von einem Begrüßungschor des festgebenden Vereins (Chorleiter Schwartz), von drei Massenchören der beteiligten Gastvereine unter Leitung von G. Diehl (Öber-Schmitten),. sowie von klangschönen musikalischen Darbietungen der Standartenkapelle. Mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied klang die Feierstunde aus. In den aufgeschlagenen Zelten entwickelte sich dann ein sanges- und festfrohes Treiben.

Kreis Alsfeld.

* Billertshausen, 10. Juli. Im hiesigen Steinbruch ereignete sich heute nachmittag ein schwerer Unglücksfall, dem ein Menschen­leben zum Opfer fiel. Der Arbeiter Richard Engel aus Zell, der im Maschinenhaus zu tun hatte, wurde von der Transmission einer Brechermaschine, in die er mit einem Rockschoß hineingeraten war, erfaßt und von einem Rade mehrmals herum­

geschleudert. Er schlug dabei verschiedene Maltz mit dem Kops und den Füßen an die Wand bzw. auf dem Boden auf und erlitt dabei so schwere Verletzungen, daß der Tod des bedauernswerten Mannes auf der Stelle eintrat.

* Bernsburg, 9. Juli. In den hiesigen Wäl, dern ist die H e i d e l b e e r e r n t e in vollem Gange. Der Ernteertrag ist recht gut. Für das Pfund Blaubeeren werden 20 Pf. gezahlt.

Wettervoraussage.

Da der hohe Druck wesentlich zusammen, geschrumpft ist, bleibt die Wetterlage nicht mehr so stabil wie seither, lieber Skandinavien sind kühle Luftmassen unterwegs, die durch die Rückseite des Baltikumtiefs südwärts befördert werden und stellenweise Anlaß zu Gewitterstörungen geben dürften, wobei auch die hohen Temperaturen etwas gedrückt werden. Die Störungstätigkeit wird sich aber nur vorübergehend bemerkbar machen, so daß der Witterungscharakter im wesentlichen noch freund- lich und sommerlich bleibt.

Aussichten für Donnerstag: Teih heiter, teils wolkig, warm, doch allgemein etmatf Kühlet, Neigung zu lokalen Gewitterstörungen.

Witterungsvorhersage

für die Zeit vom 11. bis 20. 3ufi. Ausgegeben von der staatlichen Forschungsstelle für langfristige Witterungsvorhersagen in Frankfurt am Main-Rödelheim am 10. Juli, abends.

Das beständig schöne Wetter geht jetzt zu Ende. In den nächsten Tagen wird das Wetter noch recht warm, teilweise schwül fein, aber es werden zu- nächst im Westen, dann auch im Osten örtliche ge­wittrige Störungen auftreten. Daran anschließend wird bei vorwiegend maritimer Luftzufuhr leicht unbeständiges, zu schauerartigen oder gewittrigen Niederschlägen geneigtes, im ganzen jedoch freund­liches Wetter vorherrschen. Auch im zweiten Juli» drittel wird die Temperatur im Durchschnitt meisten» orts über dem Normalwert liegen. An vielen Orten wird an mehr als vier Tagen des Vorhersagezeit, raums Niederschlag von mindestens 0,1 Millimeter fallen. Ausgesprochen sonnenlose Tage werden höch­stens ganz selten auftreten, so daß die Gesamt­sonnenscheindauer in dem zehntägigen Abschnitt fast überall 60 Stunden betragen wird.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: I. V.: Dr. Fr. W. Lange, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. DA. VI. 34: 10 100. Druck und Verlag: Brühl'sche Unioerfitäts - Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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der Ausschlag über den Nachlaß der Staatsvor­lagen gemäß Verfügung vom 3. Mai 1934 zu Nr. F. M. I. 6175

zur Einsicht der Beteiligten offen.

Einwendungen hiergegen find bei Meidung des Ausschlusses während der Offenlegungszeit bei der Bürgermeisterei Lauter schriftlich und mit Gründen versehen einzureichen.

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