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Md Verwilderungen der Weltjournalistik rechtens feien und in Zukunft den Umgangston unter Völkern obgeben sollen.

Ich glaube, im Namen des ganzen deutschen Volkes zu sprechen, wenn ich mit Empö­rung und Entrüstung dagegen p r o - le st einlege und mit aller Deutlichkeit er­kläre. daß die deutsche Regierung nicht ge­willt ist. weiterhin Auslandkorrespondenten in Deutschland zu dulden, die auf solche weise die Völker gegeneinander Hetzen und eine Atmo­sphäre heraufbeschwören, die jede ehrliche und unvoreingenommene Beziehungsehung der Ratio­nen zueinander unmöglich macht. Das hat nichts mit der Freiheit der Meinung zu tun. Was sich hier austobt, ist übel st e Art von Revol­ver j o u r n a l i st i k. die keinem Volke zur Ehre gereichen kann. Sie trifft nicht den, gegen den sie gerichtet ist. sondern den. der sie betreibt. Mit einer Skrupellosigkeit ohnegleichen vergif­ten hier gewerbsmäßige Lügenfabrikanten die Weltmeinung, und. die Völker selbst müssen am

Ende die Folgen davon bezahlen.

2mken wir selbst dem Schicksal, das uns die Mög- lchkeit gab, diese Art von Lügenjournaille in Kutschland zu beseitigen. Nur so konnten wir un­sren inneren Frieden wiederfinden. Die deutsche "resse und der deutsche Rundfunk können sblz darauf sein, daß sie durch eine Verpflichtung

Staat und Volk a u s dieser kompromit- tjerenden Gesellschaft herausgenom- i» e n worden sind. Das deutsche Volk geht in Ruhe Md Ordnung seiner täglichen Arbeit nach. Es hat chr allen anderen Völkern, die ein Gleiches tun, mr Achtung und Respekt. Es verfällt nicht in den Hehler, diese anderen Völker mit solchen Journa- vten zu verwechseln. Es weiß auch, daß es überall fliftänbige und saubere Pressemänner gibt, die nach t-stem Dissen und Gewissen der Wahrheit dienen vollen. Vor der hier geschilderten Art von Lügen- ßbrikanten aber wendet es sich mit Ekel und Ab- sreu ab und quittiert ihre hysterischen und patholo- gschen Wut- und Haßausbrüche nur mit einem lau- «n und hörbarenPfui Teufel!"

Das englische Echo der Goebbels-Rede.

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London, 11. Juli. (DRV. Funkspruch.) Die undfunkansprache des Propagandaministers Dr. o e b b e l s findet in der englischen Presse große e a ch t u n g. Die Blätter bringen die Verurteilung n ausländischen Presseberichterstatter stark im Dor- yjgrunb und veröffentlichen längere Auszüge aus L r Rede. Irgendein sachlicher Versuch, die Fest- (i Hungen des Propagandaministers über die aus- iiijrtigen Presselügen zu widerlegen, wird be- Mrkenswerterweise nirgends gemacht. Soweit feine Stellungnahme oorliegt, läßt sich kaum der cate Wille feststellen, in Zukunft deutschen Ange- uZenheiten gegenüber mehr Verständnis zu zeigen.

tschechischer Marxist fordert zur Ermordung des Führers aus.

lmerhört deutschfeindlicheHetzrede inPrag.

Prag, 10. Juli. (DNB.) Beim Abschluß des siestzuges anläßlich der Internationalen Lrbeiterolympiade in Prag hat der tsche­chische sozialdemokratische Abgeordnete Hurnel- Hans, einer der Führer der marxistischen Turn- uib Sportverbände, auf dem Altstädter Platz in Trag vor Mitgliedern der Prager Re­gierung, des Diplomatischen Korps, den Dertre- ttrn der Generalität und der Präsidentschaftskanz- J(i sowie vor Tausenden von Zuhörern eine Rede ßl halten, die wohl den Gipfel aller bisher dage- Befenen deutschfeindlichen Hetzereien darstellt. i^ach schwersten Beleidigungen des Reichskanzlers und firner Mitarbeiter hat Humelhans dann wörtlich öi sagt:Es ist höchste Zeit, daß der Reichskanzler und seine Leute desei- t g t werden, um die Volkskultur zu retten."

Diese Beleidigungen und die direkte Auf­forderung zum Mord waren auch in der offiziellen tschechoslowakischen Radiosendung deutlich zu hören. Die deutsche Gesandt- ii) a f t in Prag hat gegen dieses unerhörte Der- titen in einer Verbalnote beim Prager lußenministeriurn schärfsten P r o t e st einge­legt und Maßnahmen verlangt, damit derartige süedensstörende Zwischenfälle in Zukunft ver- hindert werden.

Litauens Willkürregiment im Memelgebiet.

Der Memeler Oberbürgermeister widerrechtlich seines Amtes enthoben. Memel, 10. Juli. (DRB.) Das Landesdi- rrktorium Reizgys hat den Memeler Ober- jbiirgermeifter Dr. Brindlinger feines A m- .ies enthoben mit der Begründung, daß er d i e litauische Sprache nicht beherrsche und Io gemäß der bestehenden Gesetze die frühere Bestätigung seiner Wahl ungültig sei. Än seiner Stelle wurde der bekannte Großli - teuer Simonaitis als Oberbürgermeister mit kcmmissarischer Befugnis eingesetzt. Simonaitis über­nehm bereits die Geschäfte. Simonaitis ist vom Di- nktorium beauftragt, selbständig alle erforderlichen Verordnungen zur Durchsührung der Spar- ki aßnahmen zu erlassen. Ferner sind durch Be- syluß des Landesdirektoriums nachstehende M a g i- flratsmiglieder ihrer Aemter enthö­be n : Heinrich Schwede, Fritz Glogau, Willi Ber- trieit und Martin Kurnies. Die Amtsenthebung c ird damit begründet, daß die Betreffenden M i t - gll jeder der verbotenen sog. antista a t- l chen Parteien waren. Sie sind einem Verhör unterzogen worden.

68 litauische Offiziere gemaßregelt.

K o w n o , 10. Juli. (DRB.) Die Untersuchung gegen die Schuldigen am litauischen Militärputsch ti)m 7. Juni ist abgeschlossen worden. Danach waren cn dem Putsch außer den bereits abgeurteilten drei Zivilisten mit Woldemaras an der Spitze 103 O f - fä3iere beteiligt. 22 Offiziere wurden zu Ge­il, e i n e n degradiert und aus der Armee ausgeschlossen. 46 Offiziere wurden in die Re- s rve versetzt und 32 Offiziere gingen straffrei aus. (legen den früheren Generalstabschef Kubeliu- r a s, gegen den Stellvertreter des Ehefs der Mi- l tärfüegerei und gegen den Stellvertreter des Chefs lC5 Hufarenregimentes werden wegen böswil- liger Untätigkeit und Sabotage vor Um Kriegsgericht Verfahren eingeleitet.

Die Einberufung des Reichstags.

Berlin, 10. Juli (DRV.) Der Reichstag ist für Freitag, 1 3. 3 uli, 20 Uhr, ein­berufen worden. Als einziger punkt steht auf der Tagesordnung die Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung. Die Reichstagssihung wird auf alle deutschen Sentier übertragen.

Die große Rede des Stellvertreters des Führers wurde zu einer im ganzen Reich be­geistert begrüßten Friedenskundgebung, deren Widerhall in der ganzen Welt noch nicht ver­klungen ist. Arn Dienstagabend hielt Reichsminister Dr. G o e b b e l s im Rundfunk fein schlagfertig sarkastische Abrechnung mit der Lügenpropaganda, die ein großer Teil der Auslandspresse an die Ereignisse des 30. Juni in Deutschland geknüpft hatte. Und nun steht uns als drittes großes politi­sches Ereignis die Reichstagssitzung bevor, zu der soeben der Präsident des Reichstages, Ministerpräsident Hermann Göring, die deutsche Volksvertretung einberufen hat. Nur einen Punkt enthält die Tagesordnung:Die Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung".

Es ist nicht zu viel gesagt, wenn wir von dieser Erklärung, die unzweifelhaft vom Führer selbst vorgetragen werden wird, eine völlige Klärung aller derjenigen Fragen erwarten, die inner- und außenpolitisch die Politik der nächsten Zeit be­einflussen werden.

Wir erinnern daran, daß fast ein halbes Jahr vergangen ist, seit der Reichstag zum letzten Male zusammentrat. Jene Sitzung fiel auf den Jah­restag der Machtergreifung am 30. Januar. Die Ausführungen des Kanzlers klan­gen aus in einer einzigartigen Kundgebung der deutschen Volksvertretung. Das Ermächtigungsge­setz für den Neuaufbau des Reiches wurde damals einstimmig genehmigt. Die Volksvertretungen der Länder wurden beseitigt und alle jene Maßnahmen ermöglicht, die in den letzten Monaten eingeleitet wurden, um das politische Leben des Deutschen Reiches von Grund auf 31X. wandeln.

Die kommende Sitzung wird vermutlich nicht nur Rechenschaft über die Aufbaumaßnahmen ablegen, sondern sie wird die Darstellung der Vorgänge bringen, die zu den Ereignissen des 30. Juni führ­ten; und sie wird ferner vor aller Welt die gro­ßen Richtlinien der deutschen Außen­politik darlegen und die Völker der Erde auf­richtig und schonungslos davon in Kenntnis fetzen, in welche Gefahr die Welt durch Unverständnis, bösen Willen und mangelndes Verantwortungs­bewußtsein getrieben zu werden droht, obwohl Deutschland bis zur Selbstentäußerung immer wie­der versucht hat, an seinem Teil zur Aufrechterhal­tung des Friedens beizutragen. Die Erklärung der Reichsregierung wird in dem psychologisch wir­kungsvollsten Augenblick erfolgen. Sie wird zur Klärung und Säuberung der internationalen Stick­luft beitragen.

Schweres Schadenfeuer in der Zrewnrger ilniverW.

Nie Aula ein Trümmerhaufen. Wertvolle Literatur gerettet.

3m Dachgeschoß der Universität Freiburg brach am Dlenstagmittag Feuer aus, das sich bei der Trockenheit rasch ausdehnte. 3n knapp 20 Minuten stand die große kuppel der Universität in Flammen. Die mächtige kuppel ist mit großem Getöse in die Aula abgestürzt. Das große kupserdach über dem Eingang der Universität ist mit großem Getöse auf die Straße gefallen. Die Flammen waren auf den westlichen und südlichen Flügel übergesprun­gen. Die Feuerwehr schlug am östlichen Flügel mehrere Oeffnungen in das Dach, um auch von innen den Brand mit mehreren Schlauchleitungen bekämpfen zu können. Das Gebälk des westlichen und südlichen Flügels ist e i n g e st ü r z t.

Die Brandstelle bietet ein trostloses Bild. Dor allem die auf der Westseite gelegene große mit wunderbaren Wandgemälden geschmückte Aula ist in ein Trümmerfeld verwandelt worden. Mehrere Personen muhten sich wegen Rauchvergiftung, Schnitt- und Brandwunden in ärztliche Behandlung begeben. Dank der aufopfern­den Hilfe des Rektors, des Lehrkörpers und der Studenten ist ein großer Teil der im Dach­geschoß untergebrachten Literatur in Sicherheit gebracht worden. So konnte fast das ganze volkswirtschaftliche Semi­nar und der größte Teil des rechtswissen­schaftlichen Seminars geborgen wer­den. Das Archiv des Zellungswifsenfchaft- lichen 3 n st i t u t s gilt als verloren.

Der Kanzler der rtniversität, Professor Dr. Fel­ge n t r ä g e r, bat die presse am späten Rachmit­

tag, nachdem der Brand eingedämmt war, zu einer kurzen Besichtigung. Erst im 3nnern des so schö­nen Gebäudes sah man, welche verheerenden Wir­kungen der Brand gehabt hat. Allenthalben er­blickte man Feuerwehrleute, die mit Aufräumungs­arbeiten beschäftigt waren und die hie und da noch etwa gefahrdrohende Mauerreste beseitigten. So wurde auch der Teil des großen Kupfer­daches, der noch über dem Eingang hängen­geblieben war, heruntergerissen. Die ehe­malige Aula bietet ein trostloses Bild; verbogene und verschmolzene Eisenträger ragen aus den Schuttmassen zum Himmel. Da und dort zün­geln noch kleine Flammen aus den Ueberresten der stolzen Kuppel. Gegen Abend wurde eine Schlauch­leitung in dieses Trümmerfeld geführt, um auch die letzten Brandnester zu beseitigen.

Der Vorlesungsbetrieb wird zunächst für zwei Tage unterbrochen; dann will man versuchen, in den unteren, vorn Feuer verschont ge­bliebenen Räumen den Lehrbetrieb wiederaufzu­nehmen. Der Kanzler legte besonderen Wert auf die Feststellung, daß kein Anhaltspunkt für eine Brand st iftung vorliege. Das Feuer ist im nördlichen Flügel, im bodenkund- lichen 3nstitut, ausgebrochen. Der Kanz­ler dankte dann allen, die sich in uneigennütziger, kameradschaftlicher Weise unter Einsetzung ihrer Gesundheit und ihres Lebens am Rettungswerk be­teiligten; so sei noch viel gerettet worden. Leider seien den Flammen aber auch wert­volle, zum Teil unersetzliche Bücher zum Opfer gefallen.

Die 6 Bücher des Monats Juli.

Die von derReichsschrifttumsstelle beim Reichs­ministerium für Dolksaufklärung und Propaganda" Anfang Juni zur Pflege und Förderung des du­schen Schrifttums begonnene AkttonD t e | e ch s Bucher des Monat s" wird am 12. Juli erst­malig mit ihrer zweiten, für den Monat Juli ausgewählten Bücherreihe fortgesetzt.

Die beiden Buchgruppen enthaltenDie sechs Bü­cher zu Fragen der Zeit" undDie sechs Bücher deutscher Dichtung". In der ersten Gruppe beftnben sich zwei rassenpolitische Bucher die dem Wunsch unserer Volksgemeinschaft, auf diesem Gebiete Aufklärung zu erhalten, in hervorragender Weise Rechnung tragen. Zwei weitere Bu­cher kulturgeschichtlichen Inhalts be- richten von der Herkunft unseres Nattonalsymbols, des Hakenkreuzes, und geben einen höchst aufschlußreichen Ueberblicf über die Entwicklung der Nationaldenkmäler unseres Vaterlan­des Ein bevölkerungspolitisches Buch, das die Notwendigkeit vermehrten Nachwuchses für das Leben unseres Volkes aufzeigt, sowie ein Bild­werk über das arbeitende Deutschland beschließen die Reihe derSechs Bucher zu Fragen der Zeit".

Die Liste umfaßt somit folgende Werke: Groß: Rasfenpolitische Erziehung; Clauß: Rasse und Seele- Lochler: Vom Hakenkreuz; Schrade: Das deutsche National-Denkmal; M ü h l n e r : Land

ohne Kinder, Land ohne Zukunft; Diesel: Deutschland arbeitet.

Sehr interessant ist die Auslese, die man in den sechs Büchern der Dichtung getroffen hat. Drei junge Dichter und eine Dichterin kommen zu Wort. Den Namen Agnes Miegel nennt man bereits im Volke mit Liebe und Verehrung. Sie gilt als die Dichterin Ostpreußens, die, selbst aus huge­nottischem und salzburgischem Blut tief verwurzelt ist mit den Menschen und der Landschaft der deutschen Ostmark. Ostpreußische Bauern und Handelsherren sind ihre Vorfahren. Ihre ErzählungDie Fahrt der sieben Ordensbrüder" geht auf den Grund der Dinge. Unter den Jungen vertritt Heinrich Zil - \ j ch das Auslandsdeutschtum. Er ist der Schilderer seiner siebenbürgischen Heimat. Der Novellenband Sturz aus der Kindheit" zeigt ihn als Erzähler oon starker Begabung und nicht alltäglichem Eigen­willen. Georg Grabenhorst, oon dem wir bereitsFahnenjunker Volkenborn" kennen, tritt mit seinem prächtigen RomanMerve" hervor, in dem das Schicksal des jungen Mädchens im Blitzlicht un­serer Zeit gestaltet wird. Den Reigen der jungen Dichter beschließt Albert Bauer, ein Sohn der herben Hunsrück-Landschaft, ein Sohn der Scholle, in dem das innige Verbundensein mit Blut und Boden um seinen Ausdruck ringt.Das Feld unserer Ehre" ist aus eigenem bäuerlichen Erleben und Empfinden heraus entstanden.

Die Reihe wird abgeschlossen durch zwei Werke

von besonderer Eigenart.DaskleineGedicht^ b u ch" birgt Namen von Klang und Bedeutung in zahlreichen Beiträgen. Wir nennen nur Paul Al- Derbes, Hans Friedrich Blunck, Britting, Claudius, Griese, Hanns Johst, Kolbenheyer, Willi Vesper. Mit diesem billigen Büchlein soll der Beweis ange­treten werden, daß die echte deutsche Lyrik nie tot gewesen ist. Nur war sie all die Zeit überwuchert oon technischen Kunststücken, die im Volke niemals Resonanz gefunden und darum sich selbst das Grab geschaufelt haben. Hinzuweisen ist noch auf eine meisterhafte Uebertragung derE d d a", die Felix Genzmer besorgte. Zu wünschen wäre, daß jeder Deutsche sich einmal in die altgermanische Welt ver­tiefen würde, die in derEdda" ihren dichterisch gewaltigsten und sinnfälligsten Ausdruck gefunden hat. Die Uebertragung ist aus diesem Grunde als Polksausgabe erschienen. Der große Erfolg der ersten sechs Bücher des Monats Juli läßt erwarten, daß auch d-ie neuen beiden Reihen ihre Freunde finden werden, die sich nach Schönem, Wahrem unb Klarem sehnen.

OerReichssportführeraus dem Deutschen Bundesschießen.

Frankfurt a. M.

Ort des 21. Bundesschietzens 1937.

Der Reichssportführer von Tschammer und Osten, der Präsident des Ehrenausfchusses für das 20. Deutsche Bundesschießen in Leipzig, der durch dienstliche Verpflichtungen verhindert war, am Sonntag das Bundesschießen zu besuchen, holte diesen Besuch am Dienstagnachmittag nach. Ein­gehend besichtigte der Reichssportführer die vor­bildliche Schiehanlage und beobachtete mit großem Interesse den Fortgang des Schießens auf den verschiedenen Ständen. Ueber seine Eindrücke äußerte sich der Reichssportführer Vertretern der Presse gegenüber u. a. wie folgt:

Man hat mir oft gesagt, Schützengesellschaften, Schützenoereine seien ü b e r ft ä n b i g. Ich meine, man solle nicht an allem herummäkeln, sondern solle dem Volk geben, was das Volk will. Und wenn die Schützen aus einer kleinen Ortschaft zu chrem Schießen alljährlich zu- fammenfommen, so nehmen nicht allein sie, und ihre Familien teil, sondern die ganze Bevöl­kerung. Wo besser könnte man herrlicheres Brauchtum gewahrt sehen, als im deutschen Schützenbund. Verlassen wir uns auf die große gigantische Aufgabe der Befreiung unseres Volkes, die sich unser Führer gestellt hat.' Bekennen wir uns nicht mit der Lippe zu der großen Arbeit, son­dern mit dem Herzen, und daß der deutsche Schütze rtiit dem Herzen an seinem Führer, an sei­nem Volk und seinem Vaterland letztlick aber auch an seiner Schützenarbeit hängt, das beweist mir wieder das 20. Deutsche Bundesschießen in Leip­zig. So möge denn der von unseren Urvätern und Vatern überlieferte große Geist des deutschen Schützenbundes weiter in alle Zeiten hin» e i n seine Früchte tragen.

Der Deutsche Schützenbund bestimmte a l s Fest 0 rt für das 21. Bundes schießen im Jahre 1937, das mit dem 7 5jährigen Be­stehen des Bundes zusarnmenfällt, Frankfurt a. M. In Frankfurt hatte das erste Deutsche Bundesschießen stattgefunden, ebenso war Frank- urt Festortdes 25 - und 50jährigen Be­te h e n s des Bundes. Außer Frankfurt hatten ich für das 21. Bundesschießen die Städte Bres­lau, Berlin und Hannover beworben. Nächst Frankfurt entfiel die größte Stimmenzahl auf Breslau, das als erste Stadt im deutschen Osten überhaupt eine Einladung zum Bundesschie- hen ergchen ließ. Stuttgart und Nürn­berg, die sich ebenfalls beworben hatten, zogen die Bewerbung zurück, meldeten aber bereits ihre Ansprüche für das 22. Bundesschießen im Jahre 1940 an.

llrlaubsanordnung für den NGOFB.

Berlin, 9. Juli (DNB.) Für die Zeit vom 9. Juli bis Samstag, 18. August 1934, hat die Bundesleitung des NS. Deutschen Frontkämpfer- bundes (Stahlhelm) für den Bund allgemeinen Urlaub angeordnet. Von bestimmten Ausnahmen abgesehen, hat die Sunbesleitung in dieser Zeit auch das Tragen der Bundestracht verboten.

Die Ausnahmen betreffen: 1. Teilnahme geschlossener Einheiten des Bundes bei Kundgebungen, an denen auch andere Organisa­tionen beteiligt sind. Die Teilnahme bedarf der Genehmigung des zuständigen Landesführers. Ehren­kompanien dürfen hierbei Bundestracht tragen. 2. Teilnahme an den für den 2. 21 u g u ft von der Wehrmacht angesetzten Feiern. Der 2. August 1934 ist für den NS. Deutschen Frontkämpferbund (Stahlhelm), soweit er an den von der Wehrmacht angesetzten Feiern teilnehmen kann, Dienst. Für diesen Dienst ist Bundestracht anzulegen. 3. Die Bundeskapellen dürfen vertraglich verein­barte Konzerte auch während der Urlaubszeit in Uniform geben.

Ein Erlaß zurBefriedung derWirtfchaft

Berlin, 10. Juli (DNB.) Wie die NSK. meldet, hat der Stellvertreter des Füh» rers folgende Anordnung erlaßen:

Unbeschadet der grundsätzlich und im Programm der NSDAP, anerkannten Schaffung eines gesun­den Mittelstandes hat der Kampf zwischen einzelnen Einrichtungen der deutschen Volkswirtschaft zu unterbleiben. Wegen Zugehörigkeit zu Ver­brauchergenossenschaften darf kein Par­tei- oder Volksgenosse angegriffen ober benachteiligt werben. Die wirtschaftliche unb bie Mit- glieberroerbung ber Verbrauchergenossen­schaften wie auch bie Werbung bes Einzelhanbels hat sich jeden politischen, weltanschaulichen oder kämpferischen Einschlages zu enthalten.

Oie <5pU. einem neuen Volks­kommissariat des Innern eingegliedert.

Moskau, 11. Juli. (DNB.) Der Zentralvoll, zugsausschuß der Sowjetunion beschloß die B i l - düng eines Volkskommissariats für innere Angelegenheiten unter Ein­verleibung der O G P.U. Dem neuen Volks­kommissariat obliegt u. a. die Sicherung der revo- lutionären Ordnung, der Staatssicherheit und des gesellschaftlichen (sozialistischen) Eigentums sowie der Grenzschutz.

Das Gerichtskollegium der OGPU. wird a u f g e l ö ft. Der Volkskommissar für innere An­gelegenheiten und seine örtlichen Organe werden beauftragt, gleichzeitig bie Akten der von ihnen untersuchten Verbrechen nach Untersuchungsabschluß den entsprechenden Gerichten zur Ur­teilsfällung nach den gesetzlichen Bestimmungen zu