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straft.

Der Gebietsbeauftragte

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Nachdruck verboten!

1 Fortsetzung.

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lang genau, in, was der

Aber es war vorn im Laden unhörbar nahe mutigen Worte

Ach", sprach

zu spät. Kaufmann Andersen, der den Käufer abgefertigt hatte, war gekommen und hatte die hoch­gehört.

er,das ist also hier nur für die

kleinen Bürgersleute? Daß sich das Fräulein Ebele nur nicht versündigt. Vielleicht würden das Fräulein Edele manches ganz gern haben, wenn es der fierr Vater nur kaufen könnte."

Seine Augen waren gar nicht mehr freundlich wie vorher, sondern funkelten böse und drohend, so daß es Malte kalt überlief.

Fräulein Edele hat es sicherlich nicht böse ge­meint, Herr Andersen!" sagte er begütigend.Nicht wahr, Edele? Und nun wollen wir Sie nicht länger belästigen!"

Bleiben Sie, junger Herr, bleiben Sie!" sagte Kaufmann Andersen mit seiner Fistelstimme.Ich möchte dem stolzen Fräulein von Schloß Swanebloe doch etwas zeigen, was sie vielleicht noch nie ge­sehen hat, und was ihr auch gefallen würde."

Eilig kletterte er eine Leiter hinauf und kam gleich darauf mit einem großen Karton zurück, den er mit äußerster Behutsamkeit auf den Ladentisch stellte.

Nun passen Sie einmal auf, gnädiges Fräulein, ob Krämer Andersen in seinem Laden nicht auch etwas Apartes hat."

Die Ladenklingel klang hell, wie sie beide durch die Tür hineintraten. Und schon kam aus dem Hintergründe Kaufmann Andersen. Er nickte Malte freundlich zu, und als er das kleine Fräulein von Swanebloe sah, machte er eine Verbeugung.

Aha! Die jungen Herrschaften wollen sich gewiß etwas für den Wunschzettel zu Weihnachten an­sehen!" sprach er mit kriechender Freundlichkeit! In diesem Jahre habe ich wirklich besonders schöne Sachen!"

Und mit einer Handbewegung, sie nach hinten in die Auslagen weifend, wandte sich Kaufmann Andersen einem Käufer zu, der jetzt hereinkam.

Malte und Edele verschwanden in dem hinteren Teil des Ladens, wo die Weihnachtsausstellung aufgebaut war. Da standen Puppen in allen Grö­ßen und lächelten mit rosigen Wachsgesichtern; kleine Wiegen, blau und weiß ausgeschlagen, bargen winzige Puppenkinder; Hampelmänner hingen an langen Schnüren, und tausenderlei Spielwerk lockte im Schein der elektrischen Lampen. Dahinter Nipp­sachen, Arbeitskästchen und vieles andere. Mit einem hochmütigen Gesichtchen ging Edele an alledem vor­bei.

Hier in diesem Nest gibt es auch nichts Neues. Im nächsten Jahre muß Vater aber mit mir zur Weihnachtsausstellung nach Christiania fahren, da wird man endlich etwas Neues sehen. Das hier ist ja ein Krämerladen, gut genug für kleine Bürgers­leute."

Malte gab ihr einen plötzlichen Stoß:

Schweig doch, Edele!" flüsterte er hastig.

Geh du allein zu Kersten!" sagte Edele böse. Ich gehe in die Stadt und sehe mir bei Kaufmann Andersen die Weihnachtsausstellung an. Du brauchst ja nicht mitzukommen, wenn du nicht willst."

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Spenden für die AGV.

werden eingezahlt auf Konto 7!r. 4513 bei der Bezirkssparkaffe Gießen.

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für die Regelung des Absatzes von Frühkartoffeln. G r a e b e r.

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Tageskalender f ü r Montag. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Ihre Durchlaucht, die Verkäuferin". RDB., Ortsgruppe Gießen, 20.30 Uhr,Hessischer Hof", Juniversammlung.

** D i e HeimatvereinigungSchiffen­berg" hält ihre diesjährige Sommerveranstaltung am Stiftungstage des früheren Klosters, dem 17. Juni, auf dem Schiffenberg ab. Den in den Satzungen niedergelegten Grundsätzen der Vereini­gung entsprechend, wird sich der gesamte Verlauf der Veranstaltung auf dem Heimatgedanken auf­bauen. Im Mittelpunkte steht ein Konzert der ge­samten SA.-Reservekapelle unter Leitung von Bruno Herrmann; Leitgedanke desselben istLied und Mu­sik als Begleiter des Heimatgenossen von der Kind­heit bis zum Ende seiner Wanderschaft". Darbietun­gen von Schulklassen und jugendlichen Vereinigun-

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Grund zu feiner Anordnung wäre. Da sah er mich seltsam an und sprach:

Das verstehtst du noch nicht, mein Junge. Du mußt dich schon mit meinem Gebot abfinden."

Aber du tust es nicht..."

In der Stimme des kleinen Mädchens schwang etwas wie ein Triumph.

Der lang aufgeschossene Jünglina mit dem ernst­haften Mund und den grauen Augen sah seine Gefährtin an:

Ich kann es nicht!" war seine Antwort.

Als wollte er weitere Worte unterdrücken, nahm er Edele nun wieder bei der Hand.

Äomm, Edele, wir wollen nun langsam zu Kersten hinuntergehen."

Was mein einst war...

Vornan von Klothilde von Stegmann.

Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag Halle (S.)

Richtest du dich immer nach deinem Vater, Malte? Dann dürfen wir doch jetzt eigentlich auch nicht zusammen sein. Unsere Väter haben es doch verboten."

gen werden in das Programm eingestreut werden. Für den Abend ist Lampionbeleuchtung des Kloster- Hofs und Abbrennen eines Sonnwendfeuers mit entsprechendem Weihespruch, und einer Ansprache, anschließend Tanz vorgesehen.

** Fundsachen-Derzeichnis. Das Ver- zeichnis über die im Monat Mai 1934 gefundenen bzw. abgelieferten Gegenstände kann an der An- Anschlagtafel im Flur der Polizeidirektion, Land- graf-Philipp-Platz 1, eingesehen werden. Die Emp- angsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb zwei Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen.

** D i e Vereinigung für Coloniale Wiedergewinnung veranstaltete am Sams­tag abend im Saale des Hauses der Deutschen Ar­beitsfront einen gutbesuchten Werbeabend. 3m Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine Ansprache des ersten Vereinsführers Tetzner, der u. a. folgendes ausführte: Aus vielen Gründen heraus bedürfe das deutsche Volk eigner Rohstoffquellen

Schon setzte sie sich in Bewegung und ging vor­sichtig in ihren kleinen, pelzgefütterten, hohen Russenstiefeln den glatten Weg hinab. Malte stand einen Augenblick lang unschlüssig da, bann lief er mit ein paar großen Jungensprüngen hinterdrein.

Sei nicht böse, Edele!" Er war ein wenig außer Atem.Ich meine es doch nur gut mit dir."

Und darum verdirbst du mir die Freude!" war Edeles Antwort.Predigten hab ich schon genug zu Hause darum komm ich nicht zu dir."'

Er schwieg bedrückt. Sie sah ihn von der Seite an, und plötzlich stahl sich ihre kleine Hand in die seine.

Dummer Malte! Hast du es noch nicht gelernt, daß ich immer meinen Willen durchsetze?"

Er seufzte, aber er widersprach nicht mehr. Stumm gingen beide durch die abendlichen Straßen der kleinen nordischen Stadt, die schon alle Lichter angezündet hatte.

An der Ecke der Langestraße lag der Laden von Kaufmann Andersen. Er strahlte hell unter dem Licht eines Scheinwerfers, den sich Kaufmann Andersen von einem Elektriker aus Christiania hatte auf­machen lassen.

Vor der Ladenscheibe drängte sich die Straßen­jugend des Städtchens. Die rotgefrorenen Nasen eng an das Glas gedrückt, musterten sie all die Herrlichkeiten, die Kaufmann Andersen zur Weih­nachtszeit ausgestellt hatte. Puppen, Bleisoldaten, Spiele, Bücher, Pupengeschirr, kleine Handwerks­kästen alles durchzogen von Ketten aus Engels­haar und überglänzt von bunten Baumkugeln in Silber und Gold, Rot und Grün und Weih. Da­hinter Vasen, Schalen, bunte Kästen und billige Schmucksachen.

Malte wollte sich auch an die Fensterscheibe stellen, aber mit einer hochmütigen Bewegung schob Edele ein paar von den gaffenden Kindern zur Seite.

Wir gehen hinein. Malte. Wir werden dock) nicht unter den schmutzigen Strahenkindern stehend

Aber hast du denn Geld, Edele, etwas zu kaufen?" fragte er.

Geld nein! Aber deswegen kann ich mir doch alles da drinnen ansehen. Und übrigens, wenn ich kaufen wollte, Andersen gibt es mir auch so. Hier im Ort ist es doch für jeden eine Ehre, wenn vom Gut Swanebloe jemand kaufen kommt!"

Malte wollte etwas erwidern. Ihm war, als wäre in Edeles hochmütigen Kindesworten etwas, was nicht richtig war. Er hatte von feinem Vater i gelernt, daß man nie, niemals etwas kaufen dürfe, wenn man das Geld nicht in der Tasche hätte. Aber i es mochte wohl bet einer Herrschaft wie dem Baron lauf Swanebloe etwas anderes fein...

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Sehr ernst fcch Malte aus, rote Edele dies sprach.

Du hast recht, Edele!" Seine Stimme klang gepreßt.Aber in diesem Punkt kann ich meinem Vater nicht gehorsam sein. Ich kan es mir einfach nicht denken, daß ich nicht mehr mit dir zusammen fein fall. Die Sonntage, auf die ich mich fofift die ganze Woche über gefreut habe, weil ich zu euch aufs Gut kommen konnte, find mir nun ganz ver­gällt. Ich muß mich sehr zufammennehmen, meinen Vater nichts davon merken zu lassen. Ein

den. Das Programm des großen Flugtages geben mir noch bekannt. ,r r x ..

Für die Verproviantierung ift Vorsorge getroffen, i Als Mittagessen ist Erbsensuppe mit Wurst zum Preis von 0,20 RM. vorgesehen. Auch alle anderen Preise sind äußerst niedrig gehalten. Die beteiligten Stel­len haben keine Mühe gescheut, in Wiesbaden etwas Einzigartiges darzubieten. Die für den Kreis Gießen 1 ür den 24. Juni angefetzte Bäderfahrt fällt auf An­ordnung des Gaues aus.

Oie Braunen Lose kommen wieder!

Im Rahmen des Kampfes gegen die Arbeitslosig­keit, dessen Frühjahrsoffensioe eingesetzt hat, beginnt in diesen Tagen der Verkauf der Lose zur drit­ten großen nationalsozialistischen Geldlotterie für Arbeitsbeschaffung, die es sich auch diesmal zur besonderen Aufgabe gemacht hat, nicht nur dem deutschen Volke einen neuen Ar­beitsfond zu schenken, sondern auch dem vaterländi­schen und dem kameradschaftlichen Empfinden ge­mäß vielen Deutschen die Aussicht auf einen Ge­winn zu geben. Der Gewinnplan zeigt nicht mehr den übermäßig hohen Hauptgewinn, sondern viele recht beträchtliche mittlere Gewinne an. Die Ge­winnzahl ift darum um fast 50 Prozent gegenüber den vorjährigen Lotterien vermehrt worden.

Die neuen braunen Lose mit der Aufschrift:Dem deutschen Volke für Arbeitsbeschaffung!" werden sicher den gleichen guten Absatz finden wie ihre Vorgänger, werden Arbeit schaffen helfen und vie­len Freude bereiten.

Ein Abend

bei den ausländischen Studierenden an der Gießener Universität.

Das Außenamt der Gießener Stu­dentenschaft hatte für letzten Freitag die an unserer Universität studierenden Ausländer zu einem Ausspracheabend in das Gießener Studentenhaus eingeladen. Der Hauptamtsleiter cand. med. vet Ludwig Gundelach hieß die zahlreich erschiene­nen Kommilitonen recht herzlich willkommen. Es waren vertreten: ein Brasilianer, Türke, Ameri­kaner, Italiener, Bulgaren und Engländer. Diese Abende veranstaltete die Studentenschaft aus dem Grunde, damit den ausländischen Kommilitonen Ge­legenheit gegeben sei, das neue Deutschland kennen und verstehen zu lernen.

Als Vertreter der hiesigen Ausländer sprach Tier­arzt S e k i (Türkei). Er dankte zunächst dem Haupt­amtsleiter für seine treue Amtswaltuna und dann insbesondere der Gießener Studentenschaft, die es vortresstich verstanden habe, sich um die ausländi­schen Studierenden zu bemühen. Dann kam er auf die letzte Fahrt des Außenamtes zu sprechen, die durch das Saargebiet ging. Bei dieser Fahrt hät­ten die Ausländer die Möglichkeit gehabt, das Deutschland Adolf Hitlers kennenzulernen und insbesondere sei es für die Ausländer interessant gewesen, sich an Ort und Stelle von den Verhält­nissen im Saargebiet nach dem Versailler Diktat zu überzeugen. Dadurch, daß sie im Saargebiet in Privatquartieren untergebracht wurden und durch Fabrik- und Betriebsbesichtigungen sei es möglich gewesen, engsten Konnex mit den deutschen Brüdern an der Saar zu bekommen. Ueberall, wo sie hingekommen wären, hätten sie eine unübertreff­liche Vaterlandsliebe und Anhänglichkeit an Deutsch­land feststellen können.

Der Redner betonte, daß auch die türkische Regie­rung seinerzeit im Völkerbünde offen dafür einge­treten sei, daß das Saarland, das ja zu Deutsch­land gehört, wieder an Deutschland zurückkommen müsse. Zum Schlüsse feiner objektiven Ausführun­gen sprach dann Tierarzt Seki noch von dem Kampf, den die Saarländer um ihre Freiheit füh­ren. Mit dem Wunsche, noch öfters in diesem Kreis zusammenzukommen, schloß der Redner mit noch- maligem Dank an die Gießener Studentenschaft.

Herr Prof. Fischer von der Landesuniversität ! begrüßte dann noch die Erschienenen und stattete : ebenfalls feinen Dank dem rührigen Amtsleiter

er nicht mehr herausfahren würde. Er sah fehr traurig dabei aus, denn er weiß ja ar was er mir damit nimmt. Ich fragte ih

und Auslaßgebiete für überzählige Volksgenossen, denen der zu eng gewordene Raum des Mutter­landes keine Existenzmöglichkeiten mehr biete. Aber nicht nur aus diesen wirtschaftlichen Gründen her­aus erhebe sich unsere berechtigte Forderung nach eignem Kolonialbesitz nach unseren geraubten Kolonien nein auch aus Prestigegründen, aus Gründen der Gleichberechtigung. Unsere Pflicht sei es daher, die ganze Kraft zur Förderung des kolo- nialen Gedankens einzusetzen. Und wenn all unser Tun unter dem Vorsatz geschehe:Alles für mein deutsches Vaterland!" dann werde das Hakenkreuz- banner als sichtbares Zeichen deutscher Arbeit und deutschen Wesens über unseren Kolonien wehem Im weiteren Verlauf des Abends überreichte zu- nächst Kolonialfreund Stephan der Vereinigung ein felbftgemaltes Bild, eine Landschaft in Afrika darstellend. Nach den Ausführungen des Stifters solle das Bild nicht nur an die Zett des Besitzes unserer Kolonien erinnern, sondern auch für den Kolonialgedanken werben. Ein Prolog, gesprochen von vier Personen, brachte in treffender Weise die Trauer um den Verlust unserer Kolonien, den Glauben, die Hoffnung und die Tat für deren Wie­dergewinnung zum Ausdruck. Für besondere Ver­dienste um die Kolonialberoegung wurden durch Überreichung von Bildern ausgezeichnet die Mit­glieder: Fritz Schmidt, Gustav G e i ß e, Wilh. S immer, Karl Ne b e, Hrch. 3uftg, Herm. Sommer, Erich Tetzner, Wilh. Keuper, Wilh. Wacker, Hrch. Dippel, Prof. Hum- me l und Willi Wo11gast. Außerdem wurden dem ersten Vereinsführer Tetzner von Kolonial­freund Heß für seine aufopfernde Tätigkeit im Dienste der Kolonialberoegung eine von W. Stephan angefertigte Ehrenurkunde überreicht. Es sprach dann noch ein Vertreter der Ortsgruppe Gießen-Nord der NSDAP., der u. a. auf die Be- deutung der Wiedergewinnung unserer Kolonien hinroies. Der unterhaltende Teil wurde durch musikalische Darbietungen und Gesangsvorträge von K. Fe uh er in bester Weise ausgefüllt.

* Das Ergebnis der Schweinezwi­schenzählung am 4. Juni. Innerhalb der Stadt Gießen wurden bei der am 4. Juni durch- aeführten Schweinezwischenzählung insgesamt 624 Schweine gezählt. Ein Jahr und älter waren 10, ein halbes Jahr bis noch nicht ein Jahr 238, 8 Wochen bis noch nicht ein halbes Jahr 258, unter 8 Wochen waren 76 Tiere. Bei der Kälberzählung wurde festgestellt, daß im März 1934 10, im April 10 und im Mai 14 Kälber geboren worden waren.

mir als die deutsche Jugend berufen sind für heute i und in aller Zukunft in vorderster Linie zu kämp- i fen, damit das Werk unseres Führers durch uns gefrönt wird.

Der Gebietsführer übergab hierauf dem neuen Bannführer Otto Häuser mit die Führung des Bannes 116. Er forderte auf der einen Sette vorn I Bannführer Einsatzbereitschaft für seine Gefolgschaft 1 bis zum letzten und von der Gefolgschaft willenloses Vertrauen in den neuen Führer. Das LiedVor­wärts, vorwärts" war der äußere Ausdruck der Ge­danken der Hitlerjungen.

Die Hitlerjugend marschierte anschließend noch durch verschiedene Straßen der Stadt, ihre heiligen Symbole mit sich führen-d. Es ist bedauerlich, daß Teile der Gießener Bevölkerung es bis heute noch nicht gelernt haben, daß es die HI. genau wie jede andere Formation verlangen kann, daß man ihren Fahnen die symbolische Ehrenbezeugung entgegen­bringt. Waarü.

Gemeinsame Kundgebung NSBO. und Studentenschaft.

Dieser Tage fand in Berlin eine Kundgebung der NSBO. und der Studentenschaft statt. Entsprechend den Beschlüssen dieser Veranstaltung findet nun am kommenden Freitag, 15. Juni d. I., 20.15 Uhr, in sämtlichen Sälen der Liebigshöhe eine Kundgebung der Gießener NSBO. und der Gießener Studenten­schaft statt. Es werden sprechen Pg. Demmer (Frankfurt) für die NSBO. und Pg. v o n G r a e v e als Vertreter der Studentenschaft. Die SA.-Kapelle R./116 wird diesen Abend mit Musikstücken um­rahmen.

Es ist erfreulich, feststellen zu können, daß bei der heutigen Jugend keine sozialen Klassengegensätze mehr bestehen und nur ein Wille zur gemeinsamen Arbeit an Volk und Vaterland vorhanden ift. Als äußeres Zeichen dieser Verbundenheit über alle Hin­dernisse hinweg findet daher an diesem Freitag an allen deutschen Universitäten und Hochschulen diese gemeinsame Kundgebung statt. Möge dieser schöne Auftakt eine erfolgreiche Weiterarbeit in diesem echt nationalsozialistischen Sinne verheißen!

AGOAp., Amt für Volkswohlfahrt.

fireisamtsleitung Gießen.

An sämtliche Ortsgruppen- und Stützpunktamtsleiter des Amtes für Volkswohlfahrt!

Am heutigen Montag, 11. Juni 1934, vormittags, müssen auf der Kreisamtsleitung, Amtsgericht Zimmer 202, sämtliche Broschüren Mutter und Kind", sowie Ratgeber fürMutter und Kind" abgeholt werden.

Heil Hitler!

gez. Kloß, Kreisamtsletter der NSV. gez. Mo Haupt, Kreisgeschäftsführer der NSV. TiS-Gemeinschaft^Kraft durch Freude"

Fahrt zum Flugtag nach Wiesbaden. AS.GemeinfchaftKraft durch Freude".

Die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" des Gaues Hessen-Nassau veranstaltet am 24. Juni 1934 in Wiesbaden einen Volksflugtag, verbunden mit Luftschutzschau, Luftschutzübungen, Besichtigung des Kurhauses und Volksfest.

Diese Veranstaltung ist als sine große Werbung für das deutsche Flugwesen gedacht. Aus diesem Grunde wurde der denkbar billigste Eintrittspreis festgesetzt: für Schaffende 0,40 RM., für Erwerbs- lose 0,20 RM.

Der Kreis Gießen der NS. - Gemein­schaftKraft durch Freude" ist vom Gau Hessen-Nassau und Kreis Wiesbaden eingefallen worden. Die Bahnpreise für Hin- und Rückfahrt werden derart niedrig bemessen, daß sie für jeden Volksgenossen erschwinglich sein werden.

Bei 1000 Teilnehmern beträgt die Fahrpreis­ermäßigung 75 v. H., bei 100 Teilnehmern etwa 55 bis 60 v. H. Die Meldungen zur Teilnahme müssen bis zum kommenden Freitag abgegeben wer-

Gund elach ab. Er freue sich, daß die Gießener Studentenschaft und die an unserer Hochschule stu­dierenden Ausländer so gut den neuen Geist ver­standen hätten und gab der Hoffnung Ausdruck, daß in diesem Sinne roeitergearbeitet werde.

Bei dem anschließenden gemütlichen Zusammen­sein wurden noch gemeinfame Lieder gesungen und Erinnerungen an die verschiedenen Grenzlandfahr­ten ausgetauscht.

Untermieter?

Das Wohlfahrtsamt,bittet uns um Auf­nahme folgender Zeilen:

Immer wieder werden Klagen darüber erhoben, daß in unserer Stadt die Abgabe von möblierten Zimmern auch von solchen Wohnungsinhabern er­folgte, die nach ihrem Einkommen auf diese Neben­einnahme sehr wohl verzichten nn t e n. Dagegen gibt es eine große Zahl von Mitbürgern, die infolge des wirtschaftlichen Niederganges dar­auf angewiesen sind, durch Untervermietung eines Zimmers wenig st ens einen Teil der Wohnungsmiete aufzubringen.

Für viele alle oder alleinstehende Personen be­deutet die Einnahme aus Untervermietung sogar die einzige Erwerbsquelle. Wenn jedoch solchen minderbemtttelten Personen diese Erwerbs­möglichkeit dadurch genommen wird, daß auch wohlsituierte Familien Zimmer vermieten, so müs­sen dem Wohlfahrtsamt Mehraufwendun­gen entstehen, die im Interesse der Eindämmung der öffentlichen Unterstützungslasten unbedingt zu vermeiden sind.

Es wird deshalb an das soziale Gewissen all derjenigen Wohnungsinhaber, die noch über ge­nügendes Einkommen verfügen, die Mahnung ge­richtet, das Untervermieten künftig ausschließlich den Mitbürgern zu überlassen, die auf diese Einnahme dringend ange- w i e s e n s i n d.

Es wird erwartet, daß dieser Aufforderung, die sich auf die Ausführungen des Herrn Reichsstatt­halters betr. Beseitigung des Doppelverdienertums gründet, allseits entsprochen wird.

Oie Irühkartoffelpreise.

Der Reichsbeauftragte für die Regelung des Ab­satzes von Frühkartoffeln hat auf Grund der Ver­ordnung vom 17. Februar 1934 (Reichsgesetzblatt Teil I 1934 Nr. 19) für die Zett von Montag, 11. Juni, bis Mittwoch, 13. Juni, für Frühkartoffeln einen Mindestpreis von 7,90 Mark je Zentner (Großhandelspreis ab Verladestation ohne Sack) festgesetzt. Für ausländische Ware gilt dieserPreis abGrenstation.

Die für den Handel mit Frühkartoffeln zugelas­senen Firmen sind verpflichtet, den obengenannten Preis bestimmt einzuhalten. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafen bis zu 100 Mark je Zent­ner vorschriftswidrig verkaufter Frühkartoffeln be-

Er befreite den Karton von seinem Papier und enthüllte einen großen Kasten, dessen vordere Wand er sorgfältig in die Höhe schob.

Unter einer Glaskuppel sah man ein Schiffchen auf dem Meer, am bergigen Ufer stand die Ruine eines alten Schlosses. Hinter einer gemalten Wolke sah die Mondscheibe hervor.

Nun drückte Kaufmann Andersen auf einen Knopf des Untersatzes.

Aufgepaßt!" sagte er mit seiner unangenehmen Stimme.

Aus dem Untersatz vernahm man .ein leises Schnurren, und dann erklang plötzlich silbrig, zart und geheimnisvoll das Lied:Aus der Jugendzeit, aus der Jugendzeit, klingt ein Lied mir immerbar. O wie liegt so weit, o wie liegt so weit, was mein, was mein einst war..."

Zu diesen sanften Tönen begann sich das Schiff' chen auf einer gemalten Wasserflut leise zu schau« kein. Aus dem Tor der Ruine trat ein kleines, rotgekleidetes Fräulein und legte mit einer trau­rigen Gebärde die Hand über die Augen. Ueber allem aber erschien ein großer, silberner Mond, der langsam über den gemalten Himmel wanderte.

Atemlos hatten die beiden jungen Menschenkinder auf die kleine Spieldose gesehen. Edele erwachte wie aus einem Traum, als Herr Andersen nun mit kichernder Stimme fragte:

Nun, gnädiges Fräulein Edele ist das etwas?*

Entzückt hingen Ebeles Augen an dem kleinen, graziösen Spielwerk, das nun wieder verstummt , war. Das kleine Fräulein war in der Schlohruine § verschwunden. Der Mond hatte sich hinter dem Turm verborgen, das Schiffchen stand still und die süße Melodie war verklungen.

Bitte noch einmal, Herr Andersen!" sagte Edele | von Glyn atemlos.

Da lächelte Herr Andersen höhnisch.

Das geht nicht! Das nützt mir das Spielwerk zu sehr ab! Ich zeige es nur noch dem vor, der es wirklich kaufen will!"

Ich will es kaufen, Herr Andersen!"

Edeles Stimme klang herrisch.

Oh!, Sie wollen es kaufen, gnädiges Fräulein?* wiederholte Herr Andersen, und in feiner Stimme lag wieder dies Eigentümliche, das Malte schon vorher beunruhigt hatte, ohne daß er wußte, warum. Schon fuhr Herr Andersen fort:

Haben Sie denn Geld da, es zu kaufen, gnädiges Fräulein? Es ist teuer, sehr teuer!"

Ich habe fein Geld hier, aber mein Vater wird es bezahlen."

So? Wird er es bezahlen? fragte Herr Andersen hämisch zurück.Dann bitten Sie ihn vielleicht auch, daß er mir die anderen Rechnungen bezahlt, die hier schon..."

Er unterbrach sich, denn die Ladentür hatte geschnurrt.

(Fortsetzung folgt)

Glück, daß ich heute zu Hause war. Wenn ich dich verfehlt hätte ach, Edele!"

Er legte leise seine Hand auf ihren Arm und streichelte sie. Da verging bas yochmütig Trotzige auf Ebeles reizenbem Gesicht.

Sie lachte ihn aus ihren blauen, schelmischen Augen strahlenb an, bah bie Grübchen in bem weichen Apfelblütengesicht sich vertieften.

Unb ich bin froh, Malte. Es ist ja jetzt auf bem Gut bei uns zum Sterben, feitbem bu nicht mehr kommst. Der Vater ist ben ganzen Tag in Geschäften weg, ober er hat Herren ba, mit benen er stunben- lang hinter verschlossenen Türen rebet. Unb ich muß mich mit ber Gouvernante langweilen. Weißt bu vielleicht, Malte, warum sich eigentlich bein unb mein Vater erzürnt haben?"

Nein, ich weiß es nicht. Vater hat mir nur sehr ernst gesagt, baß es mit meinen Besuchen auf Gut Swanebloe vorüber sein müßte, unb baß auch