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Oberheffen.

Lanvtrers Gießen.

)( Großen-Linden, 11. Juni. Weißbinder Heinrich Degen I. vollendet am morgigen Diens­tag in geistiger und körperlicher Frische sein 80. Lebensjahr.

* Großen-Buseck, 11. Juni. Der 24 Jahre alte Ingenieur Karl Dort zog sich durch einen unglücklichen Fall erhebliche Knie- und Fußoer­letzungen zu und mußte in die Chirurgische Klinik übergeführt werden.

(D Holzheim, 10. Juni. Beim Füttern kam gestern eine hiesige Frau so unglücklich zu Fall, daß sie einen doppelten Beinbruch erlitt und die Ueberführung in die Klinik zu Gießen notwendig wurde.

(D Grüningen, 10. Juni. Die Landes- filmstelle der NSDAP. Frankfurt brachte gestern abend in der hiesigen Turnhalle den TonfilmHitlerjunge Quex" zur Aufführung. Hier­zu hatten sich die Mitglieder der Ortsgruppe der NSDAP. Grüningen mit ihren Untergliederungen eingefunden. Besonders stark war die Beteiligung seitens der Zelle Dorf-Gill. Die Vorführung des Filmes hinterließ einen tiefen Eindruck und zeigte in anschaulicher Weise die schweren Kämpfe, die durch die Vorkämpfer der nationalsozialistischen Be­wegung in den Großstädten vor Erreichung des Zieles ausgetragen werden mußten. Am Vormittag wurde der Film für die Schulen Eberstadt, Dorf- Gill und Grüningen aufgeführt.

preutzea.

Kreis Wetzlar

Bieber, 8. Juni. Bei der dieser Tage abgehal­tenen Kundgebung gegen Nörgler und Miesmacher war auch der Kreisleiter Pg. Haus (Wetzlar) an­wesend. Er hielt eine Ansprache, in der er das Ver­hältnis überstaatlicher Mächte zur deutschen Wirt­schaft in der Zeit vor der nationalen Revolution charakterisierte und dann auf das ehemalige Wirken der abgewirtschafteten Parteien zu sprechen kam, aus dessen Kreisen heutr die Nörgler und Mies­macher kämen. Leider werde auch manchmal noch von der Kanzel herab gegen den Nationalsozialis­mus gesprochen, obwohl es Adolf Hitler gewesen sei, der der Kirche stärksten Schutz angedeihen ließ. Jeder Volksgenosse müsse sich darüber klar sein, daß Deutschland wieder ein Arbeitsstaat werden müsse. 14 Jahre lang habe das deutsche Volk um seine Existenz gebangt, jetzt bedürfe es nur noch vier Jahre der Geduld, bis es dem Führer aelungen fei, alle wieder in Arbeit und Brot zu bringen. Er, der Führer, setze sich beharrlich für das Wohl­ergehen der Nation ein. Notwendig sei vor allem der Aufbau auf der eigenen Scholle, damit Deutschland zur Nahrungsmittelfreiheit komme. Nachdem Kreis­leiter Haus noch scharfe Abrechnung mit Nörg­lern und Miesmachern gehalten hatte, fand die Kundgebung mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Führer und mit dem gemeinsam gesungenen Horst-Wessel-Lied ihren Abschluß.

HunOfunfprogramm.

Dienstag, 12. Juni.

5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15 Gymnastik II. 6 40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.20 bis 8.40: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.45: Praktische Rat­schläge für Küche und Haus. 11: Werbekonzert. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nach­richten, 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Don Stuttgart: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Von Stuttgart: Mittagskonzert III. 14.40: Stunde der Frau. Wir erwarten Gäste. 15.50: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Unbekannte Dichter: Wilhelm Reuter. Ein Bauern­dichter. Vortrag mit Rezitationen von Erna Gilbert. 17.45: Kleine Klaviermusik. 18: Lufthansa: Frank­furt-Berlin in 85 Minuten! Zur Eröffnung der neuen Blitz-Flugstrecken ab 15. Juni. 18.15:Aus Wirtschaft und Arbeit" (Kurzberichte). 18.25: Ita­lienischer Sprachunterricht. 18.50: Griff ins Heute. 19: Deutsches Opernkonzert. 20: Nachrichten. 20.10: Das Lahntal. Hörfolge von Paul Laven. 21: Tanz­abend der Funktanzkapelle. 22: Kleine Unterhaltung. 22.20: Nachrichten. 22.35: Du mußt wissen .. 22.45: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 23: Nachtmusik. Es spielt das kleine Funk-Orchester 24: bis 1: Nachtmusik.

Mittwoch, 13. Juni:

5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.208.40: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10:10: Schulfunk. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten, Saardienst. 13.10: Nachrichten aus dem Sendcbe- zirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittagskonzert IIIRhingkadetten". 14.30: 3mal 15 Minuten aus dem Sendebezirk. 1. Frei­burg: Vom Kirschenmarkt am Kaiserstuhl. Hörbe­richt. 2. Trier: Unterhaltungsmusik. 3. Kassel: Zwei

Arno Ericht. 15.50: Wirtschafts- musik. 20: Nachrichten. 20.10: Reichssendung: ittagskonzert. 17.30: Wirtschaft- Unsere Saar. Den Weg frei zur Derstand^ung.

musik.

Wirtschaft

20.30: Konzert. Tänze aus aller Welt. 22: Kleine Unterhaltung. 22.20: Nachrichten. 22.35: Du mußt wissen . . . 22.45: Nachrichten aus dem Sendebe­zirk. 23: Unterhaltung und Tanz. 241: Nacht-

Kurzgeschichten von l bericht. 16: Nachmittagskonzert. .... , , ,

liche und soziale Dokumente aus der Zeit des gro­ßen Bauernkrieges. Ein Zwiegespräch. 17.45: Stun­de der Jugend. 18.20: Don Freiburg: Faltbootfah­ren, der zünftige Sommersport. Vortrag von Dr. Marcard. 18.35: Junge deutsche Dichtung: Hans Reeder. 18.50: Griff ins Heute. 19: Bauern-Tanz-

besonders lebhaft sei. Die Preise zogen etwas an, besonders für die Güteklasse I (S). Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt a. M.: Deutsche Frischeier 5 10, A 9'/-, B 8V-, C SV-, D 7'/-. Holländer S 93/<, A 9V4, B 8'/<. Dänen und Flan-

Jm Mai hat die Zahl der Notstandsarbeiter um rund 5400 abgenommen. Um so beachtenswerter ist, daß trotzdem die Zahl der Arbeitslosen um rund 5500 gesenkt werden konnte. Die Einschränkung der Notstandsarbeiten erfolgt planmäßig, well nach dem erreichten hohen Beschäftigungsstand in den länd­lichen Bezirken nunmehr stärker als zuvor der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit in den Großstäd­ten durchgeführt werden muß.

Von den am 31. Mai vorhandenen 146 351 Ar­beitslosen erhielten 13 516 Arbeitslosen- und 44 322 Krisenunterstützung. Anerkannte Wohlfahrtserwerbs­lose wurden insgesamt 54 400 gezählt, davon waren 7064 Frauen.

Bei 1044 Maßnahmen, die von der Reichsanstalt mit Grundförderung finanziert werden, waren Ende Mai 30 877 Notstandsarbeiter beschäftigt.

lebhaft.

Der Renten markt lag weiter recht ruhig, Altbesitz eröffnete 0,25 v. H. leichter, Neubesitz zu­nächst noch ohne Notiz und zwischen 22,95 bis 23, also gut behauptet beim ziemlich lebhaftem Geschäft. Obwohl zum Umtauschkurs immer noch ein beacht­liches Disagio besteht, kommt eine weitere Befesti­gung nur schwer durch, da auf diesem Niveau nicht unerhebliche Verkaufslimite zur Ausführung kom­men. Späte Reichsschuldbuchforderungen waren zu 94,25 v. H. behauptet. Am Aktienmarkt setzten IG. Farben mit 144,65 knapp behauptet ein, später galten sie etwa 145,25 v. H. Metallgesellschaft zogen 1 v. H. an. Elektroaktien lagen fast durchweg um 0,25 bis 0,50 v. H. freundlicher, mehr erhöht waren AEG. 27 bis 27,75 (26,50), Lechwerke 89,50 (87,75), Rhein. Elektro 99,50 (97,75), Siemens unv. 141,50, dagegen Schuckert 0,50 v. H. leichter. Von Montan- werten setzten Harpner 1,65 v. H. niedriger ein, im übrigen gaben Rheinstahl 0,40 v, H., Stahlverein 0,25 v.H. und Ilse Genuß 0,50 v. H. nach. Schiff- fahrts- und Transportwerte eröffneten bis 0,50 schwächer, Kunstseide- und Zellstoffaktien gut be-

dern S 9V2, A 9, B 8V2.

Frankfurter Buttermarkt.

Frankfurt a. M., 9. Juni. Die Haltung am Buttermarkt war etwas zuversichtlicher, da die Kon­sumnachfrage besser geworden ist. Die Eingänge in deutscher Butter waren nicht drängend, bleiben aber ausreichend. Holländische Butter liegt etwas fester, für deutsche Ware blieben die letzten E i n - standspreise unverändert und zwar notierten in Mark pro 50 Kilogramm ab Versandstation: Deutsche Markenbutter 127, feine deutsche Molkerei- butter 123 bis 125. Für beste holländische Marken- butter stellte sich der Einstandspreis etwa auf 129 bis 131 Mark.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 11. Juni. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 1327 Rinder (357 Ochsen, 115 Bullen, 409 Kühe, 446 Färsen), 622 Kälber 36 Schafe, 3982 Schweine. Es kosteten: Rinder': Ochsen 26 bis 35 Mark, Bullen 22 bis 32, Kühe 15 bis 30, Färsen (Kalbinnen) 25 bis 34; Kälber 30 bis 53; Hämmel 30 bis 37; Schweine al) fette Speckschweine über 350 Pfund Lebendgewicht 50, a2) Fettschweine über 300 Pfund usw. 31 bis 42 Mark. Marktverlauf bei allen Viehgattungen ruhig.

Fran kfurt a. M., 9. Juni. Das Geschäft blieb weiter klein, auch im Einzelhandel beschränkte sich der Absatz nur auf den notwendigsten Bedarf. Das Angebot war etwas stärker, doch finden die über­schüssigen Mengen zum großen Teil zur Kühlhaus- ! einlagerung Verwendung, die zu den jetzigen Preisen

LPD. Frankfurt a. M., 10. Juni. Die Pressestelle des La n d e s a r b e i t s a m t s Hessen teilt mit: Im Mai nahm die Zahl der Arbeitslosen im Landesarbeitsamtsbezirk Hessen um rund 5500 weiterhin ab. Ende Mai wurden noch insgesamt 146 351 Arbeitslose gezählt, davon waren 24 725 ober 16,9 v. H. Frauen. Seit Beginn der Arbeitsschlacht (Ende Januar 1933) beträgt die Ge­samtabnahme der Arbeitslosen nunmehr rd. 186 200 oder rund 56 v. H. Gegenüber dem gleichen Zeit­punkt des Vorjahres liegt Ende Mai d. I. die Zahl der Arbeitslosen um rund 141 000 oder 49,1 v. H. niedriger.

Die stärksten Abgänge hatten die Berufsgruppen Landwirtschaft, Metallgewerbe, Gast- und Schank­wirtschaftsgewerbe, Nahrungs- und Genußmittel­gewerbe und die Gruppe der ungelernten Arbeiter.

hauptet. Sonst eröffneten u. a. Gement Heidelberg 1,25 v. H., Deutsche Linoleum 1.13 v. H., Südd. Zucker 1,25 v. H. fester. Lebhafte Umsätze hatten Daimler Motoren, die erst unverändert einsetzten, bann schließlich auf 52,75 (-l- 1,50 v. H.) anzogen. Auch Ablerwerke Kleyer beachtet unb etwa 1,50 d. H. höher. Bei biefen beiden Gesellschaften rechnet man mit einem wesentlich milderen Sanierungsbe- schluß in den demnächst stattsindenden Bilanz­sitzungen.

Im Verlaufe war die Haltung allgemein be­festigt, das Geschäft war aber nur bei wenigen Spe- zialpapieren lebhafter. Starke Schwankungen hat­ten Farbenindustrie, auch Mannesmann mit 66,75 bis 68 bis 67,65 (plus 1,50 v. H.), während Farben am Schluß mit 144 v. H. wieder schwacher lagen. Im Durchschnitt ergaben sich gegen den Anfang Er­höhungen von 0,25 bis 0,75 v.H. Sehr fest lagen Chade mit plus 4 RM., ferner Ilse Stamm mit plus 4,50 v.H., daneben Kali Aschersleben und Westeregeln je plus 2 v.H., Ilse Genuß plus 1,50 v. H., Harpener plus 1,75 v. H. Am Rentenmarkt ergaben sich für Reichsanleihen auch später keine Veränderungen, Neubesitz wurden schließlich mit 22,95 v. H. notiert. Pfandbriefe und Stadtanleihen waren größtenteils unverändert, vereinzelt auch von 0,50 bis 1 0. H. höher dzw. niedriger. Industrie- Obligationen zogen meist etwas an. Don fremden Werten waren Schweiz. Bundesbahn-Anleihen er­neut gesucht und von 2 bis 3 v.H. höher, Türken, Rumänen und Mexikaner bröckelten etwas ab. Tagesgeld unv. 3,50 v. H. An der Nachbörse nannte man Farben 143,75, Neubesitz 22,9772 bis 23, Mannesmann 68, Daimler ca. 52 v. H.

Frankfurter Eiermarkt.

Weitere Abnahme der Arbeitslosigkeit im Landesarbeitsamtsbezirk Heften.

3m Mai 5500 Arbeitslose weniger.

Lebensversicherung wird zum Ende des Berichts­jahres mit 63196 Versicherungen über 187 098142 Mark ausgewiesen. Davon waren 7810 Versiche­rungen über 20 649 040 Mark im Berichtsjahr neu abgeschlossen worden. Die Auszahlungen und Rück­stellungen für Todesfälle wurden mit 1877 207 Mark errechnet. In der Unfall- und Haftpflicht- Versicherung wird der Bestand Ende 1933 mit 40 020 Versicherungen mit insgesamt 2 528 467 Mark Beitrag angegeben. An die aufwertungsbe­rechtigten Altversicherten sind dis zum Ende des Berichtsjahres 15 862 986 Mark ausgezahlt worden, davon über 3 Millionen Mark im Jahre 1933. Die technischen und mathematischen Reserven wurden auf über 55 Millionen Mark errechnet. Die Gesell­schaft hat sich aus freien Stücken dazu entschlossen, vom 1. Januar 1934 an den Zinsfuß für alle von ihr vergebenen Hypotheken auf 5,5 v. H. zu er­mäßigen. Wie die Verwaltung der Gesellschaft mit­teilt, hat sich auch im laufenden Jahr die günstige Entwicklung des Geschäfts fortgesetzt.

Frankfurter Börse.

Freundlich.

Oer Reichsbankauswers * für die 1. Juniwoche.

In der ersten Juniwoche ist nach dem Reichsbank­ausweis eine Verringerung der gesamten Kapital­anlage um 108,6 Mill. Mk. eingetreten, damit ist rund ein Drittel der Inanspruchnahme zum Ultimo wieder abgedeckt. Diese Bewegung ist normal. Im einzelnen ging der Wechsel und Scheckbestand um 76,8 auf 3097, der Lombardbestand um 45,2 auf 79,3 Mill, zurück, während der Bestand an Reichs­schatzwechseln um 11,1 auf 25,1 Mill. Mk. stieg. Ein Rückgang der sonstigen Aktiven um 38,5 Mill, auf 588,2 Mill. Mk. hängt zum Teil mit Rückzahlung der zum Ultimo in Anspruch genommenen Reichs­kredite zusammen. Der Bestand an deckungsfähigen Wertpapieren erhöhte sich um 2,6 auf 322,9 Mill. Mark. Der Notenumlauf ging um 127,5 auf 3507,9 Mill. Mark zurück, während 14,1 Mill. Scheide­münzen in die Kassen der Reichsbank zurückflossen. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß 5,4 Mill. Scheide­münzen neu ausgeprägt und 10,4 Mill. Mark ein- gezogen wurden. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich weiter um 15,3 Mill, auf 120,6 Millionen Mark vermindert. In der Berichtswoche waren Zinsen auf die Dawes-Anleihe bereitzuftellen. Der Goldbestand ging um 19 Mill, auf 111,1 Mill, zurück, der Bestand an deckungs­fähigen Devisen stieg um 3,7 auf 9,4 Mill. Mark. Das Deckungsverhältnis beträgt jetzt noch 3,4 Pro­zent gegen 3,7 Prozent Ultimo Mai. Der gesamte Zahlungsmittelumlauf beträgt 5442 Millionen Mk. gegen 5492 Mill. Mark zur gleichen Zeit des Vor­monats und 5369 Mill. Mk. zur gleichen Zeit des Vorjahres.

Das Kraftfahrzeuggewerbe im Jahre 1933.

Der Reichsoerband des Kraftfahrzeughandwerks, -Handels und -gewerbes e. V., Berlin, bestätigt in feinem Geschäftsbericht für das Jahr 1933 die günstige Entwicklung auf dem Kraftfahrzeugmarkt, die bei Personenwagen eine Absatzsteigerung von rund 65 Prozent und bei den Großkrafträdern von rund 25 Prozent mit sich brachte.

Demgegenüber ist interessant, daß das Repara­turgewerbe naturgemäß von dieser. Belebung zunächst noch keinen Vorteil ziehen konnte. Die Umsätze und der Beschäftigungsgrad konnten sich in diesem Gewerbe auch deshalb nicht bessern, weil sehr vielen Besitzern von steuerpflichtigen Altwagen der Anreiz zur Vergebung größerer Reparaturauf­träge fehlte. Der Zubehörhandel konnte eben­falls keine nennenswerte Veränderung gegenüber dem Vorjahre feststellen, was hauptsächlich darauf zurückgeführt wird, daß die Automobilfabriken im­mer meyr dazu übergingen, die Fahrzeuge mit voll­ständiger Zuhörausrüstung zu liefern. Nur in einigen Spezialartikeln wurden verhältnismäßig be­friedigende Umsätze erzielt.

Zur Frage der Absatzfinanzierung wird festgestellt, daß der Anteil des Kreditgeschäftes an der Absatzsteigerung der Kraftfahrzeuge nicht mehr so erheblich gewesen ist, wie in früheren Jahren. Der Bericht spricht von nunmehr nur noch 40 Pro­zent aller Verkäufe, bei denen die Einräumung von Ratenzahlungskrediten notwendig war. Es sind von den in diesem Frühjahr gekauften Wagen nur noch kaum 20 Prozent in Raten gezahlt worden. Die Schwierigkeiten, mit denen das Garagen- g e ro e r b e in den vergangenen Jahren zu kämpfen hatte, haben eine Verminderung nicht erfahren. Ein- stellpreis und Besetzungsziffer find noch nicht im Ansteigen begriffen Bei den Kraftfahrschulen ist die Zahl der Prüfungen um 11,6 Prozent gestie­gen in der Zeit von 1. April bis 1. Oktober.

* Magdeburger Lebens - Versiche­rungs-Gesellschaft. Bei der General-Ver­sammlung der Gesellschaft am 6. Juni d. I. in Magdeburg konnte als erfreuliches Ergebnis ein Anwachsen des Überschusses auf 2157 433 Mark gegenüber 1604 509 Mark im Vorjahr festgestellt werden. Die Gesamteinnahmen betrugen 72 349 816 Mark, die Gesamtausgaben 70192 383 Mark, so daß die Gewinn- und Verlustrechnung mit einem Gesamtüberschuß von 2157 433 Mark abschließt. Von diesem Ueberschuß erhalten die Versicherten 1 917 432 Mark, gleich 93,2 v. H. des bilanzmäßigen Reingewinnes, der sich nach Abzug der satzungs­mäßigen Dordividende ergibt. Der Bestand in der

Frankfurt a. M., 9. Juni. Die Wochenschluß­börse eröffnete in stiller Haltung und war kurs­mäßig zunächst nur wenig veränoert. Vom Publi­kum lagen nennenswerte Aufträge noch nicht vor,, während die Kulisse etwas Zurückhaltung übte. Die I Grundstimmung der Börse war aber weiterhin freundlich, wobei neben der bereits gemeldeten neuen Verminderung der Arbeitslosenziffern auch die ge­besserte außenpolitische Lage anreate, wenngleich ge­rade die neueste Entwicklung zur Zurückhaltung ver­anlaßte. Die ersten Kurse lagen bei nur minimalen Veränderungen uneinheitlich, später setzte sich dann überwiegend eine neue Befestigung durch und auch die Umsätze wurden im ganzen etwas größer, in einigen Spezialpapieren waren sie sogar recht

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe Der zuietzl veichwtzenen DivldenDe an - Reichsbankdistom 4 o H. Lombardzinsfuh 5 o. H.

Franksur

a. Vl

Berlin

Frankfurt a.JJI.

Berlin

Schluß- für«

Schlußk. Abend­börse

Schluß- für«

Schlußk Mittag, dürfe

Schluß- für«

Schlußk. Abend­börse

Schluß- furd

Schlußk. Mittag, börje

Datum

8.6 i

9.6

8-6.

9.6.

Datum

8.6. 1

9-6

8-6-

9.6-

% Deutsche Reichsanleihe v 1927

97

97,25

97,5

97,25

4% desgl. Serie U

7,25

7,1

6% ebcm.7% Dl. Reichsan!. v. 1929

d9,65

99,6

99,75

99,7

5% Äumän. vereint). Rente v. 1903

4,65

4,4

4,65

4,4

b^%Doung-Anleihe von 1930 .

92,25

92

92

92,25

4^i%Rumän.vereinh.Rentev.1SlS

7

6,9

6,9

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

94,75

4% Rumänische vereint). Rente ..

4,1

3,9

4

3,9

Autzlos.-Rechten . ..

94,5

94,9

94,5

9%% Anatolier .....

35,13

36,25

DeSgl. ohne Aurios.-Rechte .....

22,95

22,95

23

23

6% el)em.8% Hess. BolkSstaai 1929 (rückzahlb. 102%) . ..

92,75

92,75

93

93

vamdurg-Amertka-Paket . o

Hamdurg-Südam. Dampfschisf 0

28

27

28,5

25,5

27,75

26,75

6% Hess. LandeSbanI Darmstadt

90,75

90,75

90,75

90,75

Hanla-Dampfschifs o

Gold R. 12

Norddeutscher Lloyd ..... 0

33,25

84,5

32,75

5ty% Hess LandeS-Hypoiheken- bank Darmstadt Ctqui

89,5

89,75

A.G. für Verkehrswesen AU. .. 0

67

66,5

67,5

66,75

Berliner Handelsgesellschaft . 4

85,5

85,75

86

Oberhellen Provinz-Anleih« mit

Lommer». und Privat-Bank 0

53

53,5

53

53,5

Auslos.-Rechten

96,5

Deutsche Lank und Disconll»

Deutsche Komm. Sammelabl. An-

94,5

94,5

94,9

94,13

Gesellschaft................ 0

58

58,5

58

58,5

leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten

Dresdner Bank.............. o

63

63,5

63

63,5

6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank

90,25

90,25

Reich-dank ...............

154

153

153,5

152,25

Goldpse. 15 unkündbar bis 1985

91

% «dem. 7% Franks Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1936

90,25

90,25

A.G.G.................... o

26,5

27,75

26,5

27,65

ehern. 4y,% Franks Hyp^

89

Bekula............... o

136,5

137

136,65

137,25

Bank-Liqu^Dfandbriese

89

Deltt. Lieferungsgesellschaft' ... S

96

97,5

96

97

6H% ehern. 4Vi% Rheinische

91,25

Licht und Kraft g

109

109,5

109

109,75

Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpse.

90,75

eiten » wutlleaume ... 0

^Hjch.s.Elektr.Unternehmuna. 6

60,5

61,5

64,25

60,5

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94

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102

102,25

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101,5

94

94

myeiniia)« itiettujttai ....... 5

97

99,5

98

99

6% ehern. 7% Pr LandeSpfand- bdcfanflalt, Pfandbriefe R. 10

94

Schuckert Silo........... 5

93

93

93

93,5

94

94

94

Siemen«» Halske.........

141,5

141,5

141,5

141

Bteuerautidi BerrechnunaSkurtz

99,3

99,4

9,3

99,4

saum#Der»14a. ...... ,0

116,75

117

117

117,5

4% Oelterretchtschr Goldrenre

4,20% Oesterreiwische Silberrente

28

28

28,6

ruber*» ...............e

76,4

76,5

76,25

77

1,15

1,2

1,2

1,13

Deutsche »rdöl .............

121,75

122,13

121

121,75

4% Ungarische Goldrente ..

8

8,2

8,25

8

delsenkircheua ...............

64

64,5

64,24

64

4% Ungarische Staatsrente v. 1911

7,25

7,25

7,5

7,55

>arpener ............... C

101,9

102

101

100,5

4yt% desgl. von 1913 . ..

7,65

7,75

7,7

7, 7

>oesch EisenKöln-Neuesieti ..

-

76

75,25

6% abgeft. Goldmexikaner von 9

8,25

8,5

8,25

8,75

Ufe Bergbau .H........ <

155,5

159

156

157,5

4% Türkische Zollanleihe von 1911

7,13

7,13

7,1

7,25

flfe Bergbau Genüsse........<

124,5

125

124,5

| 123,5

4% Türkisch« Bagdadbahn-Anleihe

klöcknerwerke ...............

70,75

70,9

70,9

71

eitel.......

7.2

7

Ranne«wann.Rötee« ........

66,25

i 67,65

66,13

1 68

Frankfurt a. M

Berlin

Schluß- furd

Schluß!. Abend­börse

Schluß- hirei

Schlußk Mtnag- börse

Datum

8-6

9-6-

8-6.

9-6.

Maneselder Bergbau ..

......0

78

78

77,9

77,9

....... 0

_

_

99,4

50

99,75

50,13

233

50.5

50,5

234,5

Rheinische Braunkohlen

10

234

Rhein stahl

....... 0

98.65

98,25

43,75

98

43

97,25

43,65

Bereinigte Stahlwerke.

.......0

43,5

....... 0

15,75

119,5

16

121

15,75

119

15,75

121,4

Kaliwerke Aschersleben.

....... 5

Kaliwerke Westeregeln .

.......5

119

121

118,75

124

ftalitoeifr Salzdetfurth

.....7%

160

159

158,5

159,5

3. G. Farden-Indultne

....... 1

....... 9

144,9

201

143,75

202,75

145,13

143,65

68

41,65

68,5

41,75

68

41,4

69

.......0

40,4

»»tanarWIlkfadft......

.......0

83

84

82,75

83,75

64,75

62

63,5

104

125,5

Zementwerk Heidelberg tir! Itrtbt. .

......0

102,75

125

SchuUhet» Pavenhofer

......0

108,65

108,5

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

63

63,5

62,65

63,9

... 0

71,25

70,75

70,9

71,5

Sellftoff^malbbol .....

.......0

49,75

50

49,75

49,75

Zellstoff Aschaffenburg

....... 0

44

44,5

43,75

44,5

Dessauer (Bai .....

.......1

129,25

51,25

52,5

49,25

51,75

Deutsche Linoleum ....

62,65

63,5

62,75

64,4

Orenstein L koppel ...

.......0

65,5

65,25

Leonhard Tietz ......

.......c

20

20,75

20,65

20,13

Iba de ..............

.......10

169

193,5

188,5

193,5

179

Äctu rnulatorrn-Fabrik

.......0

179,75

178

lonMlammi .....

.......0

138

138

137,5

138,5

Grttzner...........

.......0

Matnkrastwerke Höchst a.SL... ,

73,5

71

Süddeutscher Zucker .<

* 1

1 174

1 175,25

1 174,25

1 176

Deoifenmorfl Berlin Frankfurt a. Hl

Banknoten.

8.Juni

9. Juni

Amtliche Geld

Kotierung

Brie

Amtliche Jlotierum.

Geld

Brie

Buenos Aires

0,608

0,612

0,606

0,610

Brüssel .....

58,52

58,64

58,54

58.65

Rio de Jan.

0,151

0,153

0,151

0,153

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

56,62

56,74

56,52

56,64

Danzig.....

81,60

81,76

81.60

81,76

London .....

12,675

12,705

12,655

12,685

Helsingsors..

Parts ......

5,604

5,616

5,599

5,611

16,50

16,54

16.50

16.54

Holland ....

169,73

170,07

169,73

170,07

Italien ....

21,73

21,77

21,70

21,74

Japan .....

0,753

0,755

0,753

0,755

Jugoslawien

5,664

5,676

5,664

0,676

£610.....

63,69

63,81

63,62

63 74

Wien......

47.45

47.55

47,45

47.55

Lissabon ...

11,54

11,56

11,52

11,54

Stockholm..

65,33

65,47

65,26

65,40

Schweiz ...

81,37

81,53

81,42

81,58

Spanien...

34,32

34,38

34,32

34,38

Prag......

10,43

10,45

10,44

10,46

Budapest ..

Reuyork...

2,506

2,512

2,502

2,508

Berlin, 9.Juni

(Selb

Brief

Amerikanische Roten..............

2,455

2,475

Belgische Roten .................

58,38

58,62

Dänische Roten ................

56,37

56,59

(JnQliji+ir 9?nten ...............

12 61

12,67

.Zranzdstschi» Roten .. ............

16,46

16,52

I6*\31

169.99

21,58

21,66

Norwegische Roten ..............

63,45

63,71

Deutsch Oesterreich. * 100 Schilling

Rumänische Roten ..............

Schwedische Roten...............

65,10

65,36

Schweizer Roten ................

81,24

81.56

Spanische Rote» ................-

34,18

34,32

Unaariidjt Rote» ..*.»