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Arbeitsdienst marschiert!

Von pg. Dr. Bretz, Obersfeldmeister und Gauunterrichisleiter.

Am Samstag, den 2. Juni, marschierte in Frank­furt a. M. der nationalsozialistische Deutsche Ar­beitsdienst, Arbeitgau 25, unter seinem Gauarbeits- ührer, Pg. W. F a a tz. Spontan aus den Herzen )er Arbeitsfreiwilligen kam dieser Aufmarsch zu tande. Ihr Wunsch war es. Traurig ließen unsere Freiwilligen die Köpfe hängen, als äußere Um­stände die Möglichkeit des Aufmarsches in Frage stellten. Als dann feststand, daß die Fahnen der 46 zum Gau gehörigen Abteilungen durch den Reichsarbeitsführer Hier! geweiht werden sollten, und dieser bedeutende Augenblick in einen entspre­chenden feierlichen Rahmen eingefügt wurde, da leuchteten die Augen unserer Freiwilligen, unserer Jungens. Jetzt war ihr Wpnsch erfüllt, fieberhaft ging es an die Vorbereitungen.

Was mag nun unsere Jungens so froh gestimmt haben?

Es war Stolz, aber kein hoffärtiger, dünkelhafter Stolz, sondern ein innerer tiefernster und doch so froher Stolz, daß es ihnen einmal vergönnt ist, den Volks­genossen zu zeigen, daß sie am Schaffen und Wer­ken sind.

Die Volksgenossen sollen sehen, daß für ihre Zukunft und die der kommenden Generationen gepickelt, geschaufelt und gerodet wird. Sie sollen sehen, daß fruchtloses Oedland und Moor kultiviert werden, daß Neuland gewonnen, daß Sumpf Ackerland wird. 3n einiger Zeit werden Millionen Hektar Land, welche seht brach liegen, ihre goldgelben Aehren dem Bauer für seinen Fleiß schenken, um Deutschland frei zu machen und unabhängig in seiner Ernährung.

Gewiß ein großes und gigantisches Wirken, das vielen Volksgenossen noch unbekannt ist.

Still und bescheiden kehren diese Jdealarbeiter am Boden des deutschen Vaterlandes wieder in ihre Abteilungen zurück, um ihr stummes Heldentum im Westerwald, an der Nahe, im hessi­schen Ried und vielen anderen Orten weiter zu leben. Nicht um ihrer Person willen sind sie mar­schiert, sondern beseelt von dem inneren Stolz ihres Dienstes, für die Zukunft Deutschlands, weil es ihnen vergönnt ist, für das einige Deutschland zu schaffen.

Wenn die Jungen einmal später im Kreise eines eigenen Hausstandes von ihren Kindern gefragt werden:Vater warst Du auch dabei, als die deut­schen Väter begannen, den Arbeitsdienst aufzubauen, damit wir unser Brot hätten, damit wir leben konn­ten, damit wir unabhängig waren in unserer Er­nährung," so werden sie strahlenden Auges ant­worten können:Ja, mein Kind, ich habe mitge­wirkt, unser Volk froh und frei zu machen und ihm seins Existenz zu geben. Werde du auch so, vergiß nie, daß du in einer Gemeinschaft lebst, der gegenüber du Pstichten hast. Du mußt erkennen:

Hur diese Gemeinschaft gibt deinem Volk und dir das Leben. Du wirst sehen, daß jeder seine Arbeit zu verrichten hat, daß Erd-, Fabrikar­beiter, Handwerker und Wissenschaftler nötig sind. Du wirst ihre Arbeit achten lernen und folgern, daß sie alle leben müssen und damit einer vor der Person des anderen Achtung hat". Warum ich das alles erzähle?

Um die inneren Gründe für einen solchen Auf­marsch, wie der in Frankfurt a. M. stattfand, klar­zulegen. Die Volksgenossen werden sprechen vom nationalsozialistischen Deutschen Arbeitsdienst, von

den prachtvollen braunen deutschen Jungens und Mädels, die da marschiert sind, sie werden sich mit dem Wesen und Wirken des Arbeitsdienstes und seinen Zielen beschäftigen und erkennen, der Arbeitsdienst ist von schicksalhafter Bedeutung für unser Land.

Dann wird Klarheit herrschen über den deutschen Arbeitsdienst, die Märchen ablehnt. Es wird nicht mehr vorkommen, daß eine von hysterischem Mar­xismus befallene Frau reinen Militarismus in der Einrichtung des Arbeitsdienstes bei einem solchen Aufmarsch erblickt und hierin noch von einigen verseuchten, gewissenlosen Männern unterstützt wird, wenn andere sie aufklären wollen.

Arbeitsdienst schafft Brotfreiheit und damit ein freies unabhängiges Vaterland.

Der Reichsarbeitsführer sagt:Wir sind nicht Soldaten zweiter oder dritter Klasse, sondern Ar­beitsdienst erster Klasse."

Und noch eines zeigt uns ein solcher Aufmarsch: Die w i r k l i ch e V e r b u n d e n h e i t z w i s ch e n Führer und Gefolgschaft. Mit Lust und Liebe nimmt die Jugend die Strapazen, die ein solcher Tat mit sich bringt, auf sich. Als ich am Abend überall fragte, ob der Tag nicht zu anstren­gend gewesen sei, kam aus aller Munde die Ant­wort:Nein, das tun wir gern und den Vorbei­marsch möchten wir sofort wiederholen." Gewiß ein schönes Zeichen für die Führung und den Geist im Arbeitsgau 25.

Klar erfaßten die Freiwilligen den Inhalt der Rede unseres Dr. W. D e ck e r in der Festhalle, wie sich durch Beifall an den einschlägigen Stellen kundtat. Leuchtend hingen die Augen am Redner. Freude hatten Reichsarbeitsführer und Gauarbeits­führer, als, aufrecht, klaren und freien Blickes, die Schar der ihnen anvertrauten Jugend an ihnen vor­beizog. Neue Kraft gab ihnen das Bewußtsein der inneren Verbundenheit mit ihren Jungens, den frei­willigen Kämpfern und Arbeitern an der Gesun­dung unseres Volkes. Neue Kraft für ihre weitere, verantwortungsvolle Tätigkeit, denn der Führer wurzelt im Vertrauen seiner Gefolgschaft.

Vom Ginn und Geist deutscher Sprichwörter.

Mit dem deutschen Volkslied und dem deutschen Volkstanz ist unlösbar das deutsche Sprichwort verbunden. Fast unerschöpflich scheinen die Schätze, die hier zu heben sind. Ein Reichtum von Wahr­heitsgehalt und Darstellungskraft offenbart sich dem Sucher, wie er solchen nie geahnt hätte. Was kein Koloß und kein Marmorstein verkündigt, das be­wahrt das deutsche Sprichwort in mündlicher lieber» lieferung auf. Es handelt sich hier um Schätze, die im besten Sinne des Wortes als nationales Gut bezeichnet werden müssen. In der Sprache der Straße wird im Sprichwort festgelegt, wie das Volk denkt, fühlt und empfindet. Sein Lieben und Hassen, sein Leiden und Dulden, die Begeisterung und die Abneigung, ja alles, was das Leben bringt, wird hier behandelt.

Wer den Geist des deutschen Sprichwortes ver­stehen will, möge wissen, daß die Quelle, aus der hier alles fließt, nicht der Verstand sondern das Herz ist. Das deutsche Sprichwort darf man daher nicht durch dialektische Schrauben oder logische Pres­sen vergewaltigen wollen. Es will dem Sinne nach

W» l WIHUJ II um

Ministerpräsident Tubelis, der mit der gesamten litauischen Regierung zurückgetreten ist.

verstanden sein und mit dem Gemüt erfaßt wer­den. Sprichwörter wollen keine Sittenrichter sein, sondern die Erlebnisse der Menschen in volkstüm­licher Rede festhalten. Manchmal übertreiben sie oder verallgemeinern allzu sehr oder sind gar lau­nisch: immer aber geben sie einmal oder oft ge­machtes Erlebnis wieder. Es gibt Sprichwörter, die ihre Bedeutung haben, weil eine bestimmte Wahrheit, oft sogar recht kraß, festgehalten wird. Zur Religion, zur Medizin, ja zum Beruf über­haupt, wie auch zu den Großen dieser Erde nimmt das deutsche Sprichwort nicht immer in der Denk­art Stellung, wie Ethik und Moral lehrt, sondern o wie es in der Erfahrung die Dinge und Men- chen kennenlernt. Schlechte Christen haben aber )eshalb kein Recht, sich hinter solche Sprichwörter zu verstecken, die ihnen gerade passen.

Es soll auch nicht verschwiegen werden, daß es Sprichwörter gibt, die gegen den guten Geschmack verstoßen. Aber auch diese Entgleisungen im Aus­druck und Empfinden können nicht die Schönheit und markante Form verdunkeln. Wer einmal in Sinn und Geist des deutschen Sprichwortes einge­drungen ist, der merkt, daß hier Reliquien deutschen Wesens sind, die unter allen Umständen erhalten werden müssen. Zweck dieser Zeilen soll es sein, beim Leser das Interesse für das deutsche Sprich­wort zu wecken. Sammelt man sie gar, dann findet man gar viele alte Bekannte, aber auch in­teressante neue Bekanntschaften werden gemacht. Möge abschließend das, was noch zu sagen ist, mit einem Sprichwort zum Ausdruck kommen:Deut­sche Sprichwörter sind gute Aerzte, denn sie ver­schreiben nur erprobte Rezepte!"

Wettervoraussage.

Da infolge der starken Erwärmung der Luftdruck fortgesetzt fällt, kann sich die Störungstätigkeit von Nordosten her immer weiter nach Deutschland hin ausbreiten. Es steht somit der Zufluß kühler Luft bevor, was Anlaß zu Gewitterbildungen mit nach­folgender Abkühlung geben wird.

Aussichten für Dienstag: Nach lokalen Gewitterstörungen etwas kühler.

Aussichten für Mittwoch: Wechselnd be­wölkt mit Aufheiterung, noch einzelne Gewitter­bildungen.

Lufttemperaturen am 10. Juni: mittags 23 Grad Celsius, abends 15,8 Grad; am 11. Juni: morgens 13,6 Grad. Maximum 24,3 Grad, Minimum 8,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 10. Juni: abends 22 Grad; am 11. Juni: morgens 16,8 Grad. Sonnenscheindauer 14,1 Stunden.

Fast 10 000 Mensch«»

werden jährlich dem Derkehrsunfaü geopfert!

Was lehrt uns diese Zahl?

Armut, Elend, zerstörtes Familienglück, Leid und Schmerz, Schuld und Gewissensnot verbirgt sich hinter ihr.

10 000 Menschen getötet!

Welche Aufregung würde eine Katastrophe Her­vorrufen, bei der 10 000 Menschen getötet würden?

Ist es aber nicht das gleiche, wenn täglich, ja stündlich, die Einzelunfälle sich häufen, um im Laufe des Jahres zu einer Zahl anzuwachsen, bk uns das Blut in den Adern erstarren läßt?

Sind Unfälle unabwendbar?

Der Deutsche ist kein Fatalist. Wir wollen tm» nicht verkriechen hinter Schicksal und Bestimmung. Wir wollen der Gefahr ins Auge schauen, ihr den Kampf ansagen. Mit Geschick, Entschlußkraft, Mut, Aufmerksamkeit, Vorsicht, Rücksicht und Hilfsbereit­schaft wollen wir uns schützen gegen den Unfall­teufel.

Mit den technischen Erfindungen unserer Zett muß' die soziale und ethische Erziehung Schritt halten. Gesetzliche Bestimmungen und Strafen allein sind nicht das rechte Mittel. Freier Wille zur Hilfe muß wach werden. Eine geistige und seelische Bewegung muß entstehen, die alle Kreise erfaßt. Das ist das Ziel der Verkehrs-Erziehungs- Doche, die vom 9. bis 16. Juni unter Führung des Reichsministeriums für Volksanfklärung und Propaganda stattfindet. Sie wird durchgeführt von der Obersten Leitung der P.O. der N.S.D.A.P^ Amt für Dolkswohlfahrt, Sonderabteilung .»Scha­denverhütung".

Die ParoleKampf dem Derkehrsunfall" soll ein Weckruf sein aus Unkenntnis und Gedanken­losigkeit zu Wissen und Verantwortungsgefühl.

Alle soll unser Ruf packen:

Verkehrsdisziplin ist Pflicht!".

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: I. V.: H. L. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck, verankwortlich für den >'nhali der An­zeigen: Theodor Kümmel. DA. V. 34: 11 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange. K. G.. sämtlich in Gießen.

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2 Würfel Maggi s Familien-Suppe, 1 Eßlöffel (20 g ) Lutter, /2 Salatkopf.

Die Suppenwürfel fein zerdrücken, mit etwas kaltem Wasser zu dünnem, glattem Lrei rühren, unter ständigem llmrühren in, 1 £iter kochendes Wasser gießen und 20 Minuten kochen lassen. - Inzwischen die Salotblätter waschen, feinstreifig schneiden, in der Sutter schmoren und zur fertig gekochten Suppe geben.

Gießen, Mannheim, den 11. Juni 1934.

029991

Wieseck, den 9. Juni 1934.

3507O

Die Beerdigung findet Dienstag, den 12. Juni, nachmittags 2Vs Uhr von der Kapelle des Alten Friedhofs aus statt

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Fritz Bieler und Frau Ernst Bieler und Frau Hans Bieler und Frau und 2 Enkelkinder.

Frau Minna Bieler, geb. Wallenfels

im Alter von 71 Jahren.

Brennende Geistesfragen der Gegenwart

Sind Germanentum und Christentum echte oder künstliche Gegensätze?? öffentl. Vortrag am Mittwoch, 13. Juni, Universität fHörsaal 39): von WaIdemar Mickisch. Pfarrer der Christengemeinschaft (Bewegung zur religiösen Erneue­rung). Eintritt RM. -.50 bis 1. je nach Möglichkeit. ^vss

Statt besonderer Anzeige.

Plötzlich und unerwartet verschied nach kurzer Krankheit am Samstag, dem 9. Juni, nacchmittags 1 Uhr, unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

DANKSAGUNG

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen

Margarete Ofewald, geb. Müller

für die vielen Kranz- und Blumenspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Sattler sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank.

Die trauernden Familie Heinrich Oßwald, Maurermeister Hinterbliebenen: Elli Schreiner

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