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Schiller-Gedenkfeiern in den Gießener Schulen

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In diese Rezitationen teilten sich Schüler und Schülerinnen der Mittel- und Oberklassen, einzeln wie besonders wirkungsvoll im Sprechchor, mit beachtlichem Erfolg. Mit einemSieg-Heil!' auf den Führer, in das die von Schillers Geist ent­flammte Jugend begeistert einstimmte, schloß die

Saarländer kommen!

Achtung!

Der zweite Ferientransport der Saarländer frifpl heute mittag 13.05 Uhr am hiesigen Bahnhof ein!I Wir fordern die Bevölkerung der Stadt Gießen auf, zu dem Empfang zahlreich zu erscheinen! Die Sän-| ger treffen sich pünktlich um 13 Uhr vor dem Bahn. Hofsgebäude.

Heil Hitler!

Krelsamtsleilung der USV.

Achtung!

Gaarabstimmungsberechtigtr!

Wie wir bereits mitgeteitt haben, müssen olle Saar-Abstimmungsberechtigte, die Einspruch gegen ihre Uichteintragung in die Abstimmungslisten ein. gelegt haben, bis zum 9. November durch Liv. fchreibebrief benachrichtigt fein, ob ihrem Einspruch, stattgegeben wurde oder nicht. Ist ihrem Einspruch, nicht stattgegeben worden, dann können sie inner, halb 15 Tagen, vom Tage der Absendung des Lw. schreibebriefes ab, Rekurs beim Abftimmungsgerichi einlegen.

Die Paffe für die Abstimmungsberechtigten wer- den schon seht von den Polizeibehörden unentgelkliih ausgestellt. In allen Aweifelsfällen gibt der z«. ständige Saar-Obmann oder, wo der Obmann nicht bekannt ist, Postamtmann Hugo Anschütz, Frank- furt a. 21t, Telegraphenamt, Zeil 106, Fernsprecher 200 26, Rebenstelle 372, gerne Auskunft.

III, zum Oberbannführer und den Abjutanln des Gebietsführers Fähnleinführer Adam Mia Stammführer. In den Gebi-etsstab wurden berufen: Jungbannführer Schubert als Jungvolkreferen! in die Abt. III (Sozialamt); Gefolgfchaftsführer N Häuser als Unterabteilungsleiter in die Abt. I (Personalamt).

Dichter sprechen zur HI.

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Wollen wir den zehnten Jahrestag unseres Hoch- , zettsfestes begehen und schränken uns dafür einige , Monate ein, damit wir die Freunde bei uns sehen j können, so ist das ein Luxus. Für eine gewisse Zeit auf die Nachmittagszigarre, auf den Abendschoppen verzichten und dann dafür unfern Kindern lang« gehegte Wünsche erfüllen, das ist Luxus. Er macht uns aber froh, und in der Hauptsache empfinden wir gar nicht, daß es Luxus ist. Wir haben es uns gewünscht, und zu unserer Freude ging dieser Wunsch in Erfüllung. Wenn also keine Freude an dem Luxus in unserm Herzen aufblüht, dann ist es der falsche Luxus, wie ihn die reichen Leute an« häufen.

Auf der andern Seite stehen nun die Sorglichen. Das sind solche, die sich niemals eine unnötige Aus­gabe gestatten, die alles ängstlich zusammensparen, damit dereinst ihre Kinder- oder die lachenden Erben auch etwas haben. In den meisten Fällen ist das ja eine leere Ausrede, denn zunächst haben diese Leute nur Freude am Geldhamstern. Sie kön­nen einfach nicht verstehen, wie man ein gutes Buch, das man doch leihen kann, käuflich erwirbt. Warum sollen sie ins Theater, ins Kino gehen? Warum sollen sie nach dem Mittagessen am Sonn­tag noch einen Nachtisch bringen? Das ist nach ihrer Ansicht ganz und gar falsch. Sparen wollen sie, und sonst nichts. Wie leer, wie arm ein solches Leben ist, das empfinden «solche Menschen nicht. Wohl ver­standen, wir sprechen hier nicht vom rechten Spa­ren, sondern nur vom Gelbansammeln, vom Geiz.

Wir haben mit den reichen Leuten, die sich nach unfern Begriffen gar keinen Luxus mehr leisten können, genau so gut Mitleid wie mit den Geizigen. Sie wissen nicht, wie froh uns das Leben erscheint, wenn wir nur verstehen, uns von Zeit zu Zeit Lurus zu leisten.

Und wenn das Gefühl vom rechten Luxus ganz aus unserm innersten Herzen kommt, dann denken wir auch an unsere Mitmenschen. Wir verzichten gern einmal auf irgendeinen Wunsch und geben alles denen, die in Not sind. Das Eintopfgericht und die monatliche Spende für die NSV. allein macht es noch lange nicht aus. Wir können zu jeder Zeit unserm armen, kranken Nachbar ein Ge­schenk machen, das ihm die Tage erhellt. Unsere Kinder sind sicher mit heißem Herzen dabe-i, wenn wir verkünden, daß es nun einige Zeit keinen Pudding mehr gibt. Dafür sollen aber einige Pfund Lebensmittel für das Winterhilfswerk. gespendet werden. Ebenso können wir wenn wir es nicht längst getan haben für das Kind eines armen, arbeitslosen Volksgenossen die Pattnstelle über­nehmen. . _

Wir müssen uns sowieso einschränken, meinst du. Gewiß! Aber wenn man sich noch mehr ein» schränken kann und gerade dadurch einem Volks­genossen helfen kann, dann ist das doch auch ein Luxus, aber ein Luxus, der unserm innersten Her­zen entspringt und der hilft, daß das Band, das alle deutschen Volksgenossen umschlingen soll, noch fester geknüpft wird.

Langemarck^-Dorstellung am Sonntagnachmittag.

Das Staatspresseamt teilt mit: Das Personals weist erneut auf genaueste Beachtung der naj stehenden Verfügung des Herrn ©taatsminifteri vorn 11 November 1933 zu Nr P.A 1.7944 h i«°

Der hessische Staatsmimster. An alle hessiM Behörden, die Bürgermeistereien und die fiörp tt schäften des öffentlichen Rechts in Hessen.

Zur Arbeitsbeschaffung für bewährte Kampier, der NSDAP, wird folgendes angeordnet: *

Erforderliche Hilfskräfte als Angestellte oDt Arbeiter, deren Einstellung von der zustande Ministerialabteilung genehmigt wurde, mit W nähme der Stellen, die den VersorgungsanwaM vorbehalten bleiben, sind unter Angabe der zu ?" bernben Leistungen burch Vermittlung bes zus^ biqen Arbeitsamtes einzustellen. Bei Nichtbeao rung ist bei bem Arbeitsamt Ersatz anzuforoe^ Demzufolge finb alle bei ben Behörben eingehE Gesuche bem zustänbigen Arbeitsamt unter AnE Nachricht an den Gesuchsteller zu überroeifen. Arbeitsämter werden angewiesen, diese Gesuchsteur soweit sie ihren Wohnsitz nicht im Gebiet Arbeitsamtes haben, so zu behandeln, als ov 1 ihren Wohnsitz im Bereich des Arbeitsamtes hal^

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Feier.

Das Lyzeum widmete, ebenso wie die anderen Schulen in unserer Stadt, dem^!75. Geburtstag des Dichters Friedrich Schiller eine Feierstunde, die durch ben ChorFreube schöner Götterfunken eingeleitet würbe. Frl. Dr. Schl ich t hielt einen kurzen Vortrag über Schiller als ben Dichter des Heldenhaften. Ein Lied und Gedichtvortra^ leiteten über zu einem Sprechchor aus der Rutilszene (U 21). Einem Schillerwort aus dem Fragment Deutsche Größe" folgte ein Auftritt ausP«cco o- mini". Ein Chorlieb unb eine Szene aus ©alter von Molos Schiller-Roman bereicherten die Ver­anstaltung. Ein kurzer Vortrag über das Thema Schiller als politischer Dichtet unb eine musika­lische Darbietung beschlossen bie Feier.

In der P e st a l o z z i s ch u l e fand die Feier in ber zu diesem Zwecke festlich geschmückten Turn­halle statt. Ein schönes Bild von Schiller, umrahmt von lebendigem Grün und flankiert von den Flag­gen des Dritten Reiches, wiesen auf den Charakter ber Feier hin. Musik leitete bie Veranstaltung em. Die Gebenkrebe hielt Herr O ft, der in klarer Weise bas Leben unb Wirken Schillers umnß und auf seine Bedeutung für unser deutsches Volk hinwies. Verschiedene Gedichtvorträge, entsprechend den in der Ansprache erwähnten Werken, verschönten und vertieften die begeisternde Feier. Die Schüler brach­ten Teile derGlocke",Hoffnung",Wohlauf Kameraden, aufs Pferd" undMit dem Psell, dem Bogen" zum Vortrag. In Verbindung mit der Schillerfeier wurde in der Peftalozzifchule auch gleichzeitig der Toten des 9. November 1923, der Helden ber deutschen Freiheitsbewegung gedacht, bie in München vor der Feldherrnhalle fielen. Wäh­rend auf der Orgel bas Lieb vom guten Kameraden spielte, verharrten die Teilnehmer der Feier in stillem Gedenken. Der SprechchorRütli-Schwur" aus SchillersWilhelm Tell" beschloß, nachdem noch ein dreifachesSieg-Heil!" auf ben Führer ausgebracht unb das Horst-Wessel-Lied gemeinsam gesungen worden war, die würdige Feier.

Auch in der Goetheschule wurde in den letzten beiden Unterrichtsstunden des deutschen Dichters Friedrich von Schiller gedacht. Die Turn­halle war mit den Flaggen des Dritten Reiches ge­schmückt. Lehrer Herrmann Hoffmann hielt die Gedächtnisansprache, in der er den Dichter Schiller als einen Wegweiser im Dritten Reiche bezeichnete. Die Ansprache war von Gedichtvorträgen (Hoff­nung",Sehnsucht",Bürgschaft") umrahmt. Das LiedFreude, schöner Götterfunke" unb zwei Lieder, von Lehrer Dietrich gesungen, verschönten die Feier. Der Rütlischwur, von Lehrer Dietrich ver­tont, gelangte als Lied zum Vortrag. Im Verlause ber Feier würbe im Zusammenhang mit der heldi­schen geistigen Haltung Schillers der Opfer des 9. No­vember des Jahres 1918 gedacht, die opferbereit ihr Blut für das Vaterland gaben.

scheu Jugend, ber er mit größter Hingabe zu­getan war, ist immer das bentbar beste gewesen. Wer irgendwie im Institut bei seinen Arbeiten ober auch sonst in Schwierigkeiten geraten war, ber konnte barauf rechnen, baßVater Meigen" ihn anhörte, ihn verstaub unb ihm half Auf ben Korporationshäusern war er ein oft gesehener unb stets mit befonberer Freude begrüßter Gast; in seinen mit feinem Humor gewürzten Ansprachen fand er immer bie richtigen Worte, unb gar man­chesmal hat er einen Rektor, ber burch eine anbere Pflicht abgehalten war, auf Semesterantritts- ober sonstigen Fest-Kneipen vertreten und' in seinem Namen gesprochen.

So wird bas Anbeuten an den warmherzigen Jugendfreund, ben lieben Kollegen unb ben erfolg­reichen Gelehrten von allen besten, die ihn kennen­gelernt haben, stets in Ehren gehalten werben.

Dr. E. W.

Beförderungen bei der HI. Hessen-Nassaus.

Wie das Personalamt der Gebietsführung der Hitlerjugend Hessen-Nassau mitteilt, sind durch die Reichsjugendführung folgende Beförderungen be­stätigt worden: Der Abteilungsleiter E Gefolg­schaftsführer Freimüller zum Unterbannfüy- rer, ber Gebietsarzt Scharführer Dr. Feser zum Gefolgschaftsführer, ber Ausbildungsleiter unb In« fpekteur ber Spielmannszüge bes Gebiets 13 Ru- bolf Bauer zum Gefolgschaftsführer. Anläßlich bes 9. November hat die Reichsjugendführung noch folgende Beförderungen ausgesprochen: Bannführer W. Bloch, der Führer des einstigen Oberbannes

In der die Getreuen der Bewegung Adolf Hillers die Fühlung untereinander behielten.

In beredten Worten sprach Pg. Thomas noch von der Versammlung in der Liebigshöhe im Jahre 1924, in der Dr. Din ter sprach unb in der es xur Saalschlacht gekommen sei, nachdem der aus Frankfurt gekommene Dr. Dang von der Frank­furter Zeitung bie Versammlung sprengen wollte. In der Folge seien die Parteigenossen heftigen Verfolgungen und Schädigungen ausgesetzt gewesen, in Treue stunden sie aber zum Führer und zum Vaterlande. Nun, da der Sieg errungen sei, führe unser Weg im Glauben auf unsere eigene deutsche Kraft in lichte Zukunft. In dem gemeinsam ge­sungenen ersten Vers des Horst-Wesiel-Liedes klang die Ansprache aus.

Der weitere Verlauf des Abends brachte noch verschiedene Rezitationen. Zellenwart Faust brachte das GedichtIhr Toten vom 9. November", Pg. Hörr außerdem das GedichtDie Blutfahne" von Heinrich A n a ck e r zum Vortrag. Nachdem die Kapelle das LiedMorgenrot" gespielt hatte, nach­dem Pg. Hörr noch das Gedicht von Dietrich EckartDeutschland erwache!" gesprochen hatte, wurde der Abend im Gedenken an ben Führer mit einem dreifachenSieg-Heil!" unb im finnigen Ge­denken an bas beutsche Saarland mit deni gemein­sam gesungenen Saarlied geschlossen. Kamerad­schaftliche Unterhaltung hielt die alten Kampfer bann noch geraume Zeit beisammen.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Was ist Luxus?

Das ist doch einfach, denkst du. Luxus ist etwas Unnötiges, das sich nur reiche Leute leisten können Also etwa so: Herr I hält sich ein Rennpferd, weil es Mode ist. Reiten kann er nicht. Also ist es für ihn unnötig, kostet aber eine Menge Geld. Das hat er nun allerdings. Ein anderer erwirbt sich zwei große Autos, obgleich er nur alle paar Tage spa­zieren fährt. Eins freilich täte es auch, aber er kann es sich leisten. So ungefähr antworten wir auf die Frage: Was ist Luxus?

Und doch ist «damit keineswegs eine gute Antwort gegeben. Ich glaube nämlich, daß sich reiche Leute überhaupt keinen Lurus mehr leisten können. Denn alles, was sie sich wünschen unb was mit Geld zu erlangen ist, das können sie sofort besitzen. Jeder Wunsch, der mit Geld erkauft werben kann, wird erfüllt. Kann man da noch von Luxus sprechen?

Ich muß hier an das alte Märchen vorn Reichen unb Armen denken. Als der liebe Gott noch auf Erden wandelte unb ben armen Leuten Dank schul­dete für ein Nachtlager, da gewährte er ihnen drei Wünsche. Und was wünschten sich die armen Leute? Die ewige Seligkeit, Gesundheit und tägliches Brot. Mehr wußten sie nicht. Aber sie hatten sich das Schönste und Beste gewünscht. .

Nach unserer Meinung steht hinter jedem richti­gen Luxus zunächst einmal ein gewisser Verzicht auf verschiedene Annehmlichkeiten des Lebens. Wenn wir uns einen Luxus leisten, bann muß er erkauft werben burch kleine Opfer, die wir uns selbst auferlegen. Dann erst gewinnt ein Geschenk feinen

In einer Schiller-Feier des L a n d gr a f - Lud­wig-Gymnasiums hielt ber Studienreferendar Zeller einen Vortrag über das Leben Schillers. Die Feier wurde umrahmt von Gedichten unb Chor- Dorträgen. Im Anschluß an einen <5pr«MorW« wollen sein ein einig Volk von Brudern gab Dber- studiendirektor Dr. W o l k - w i tz in treffenden War- ten ein Bild über Schiller unb feine Wertung im Laufe ber Zeiten. Den Abschluß ber Feier bilbete, nachbem man bie Gefallenen des Dritten Reiches, bie am 9. November 1923 an der Feldherrnhalle zu München ihr Leben ließen, geehrt hatte, bas gemein« am gesungene Horst-Wessel-Lied und das Deutfch- aNdlied. *

Ein Chorlied und ein Präludium leiteten im Realgymnasium die Schillerfeier ein. Die Gedächtnissprache hielt Studienrat Dr. Schad. Er schilderte in knapper Zusammenfassung das Leben unb Wirken bes großen deutschen Dichters, dessen Dramen gerade in unserer Zeit den Gegenwärtigen vieles vermitteln könnten. Er erinnerte an die in benRäubern" aufgeworfenen Probleme von Fuh- rertum unb Sozialismus, sprach von den Gegen- ätzlichkeiten zwischen dem Volke und der Gesell- chast, wie sie in bem DramaLuise Millerin" Ge- taltung erführen unb schließlich von der nationalen Bedeutung, die aus den dramatischen WerkenWil- Helm Tell" undJungfrau von Orleans" zu er­fühlen fei. Er schilderte ferner Schiller als eine nar­rische geistige Persönlichkeit mit allen charakteristi- chen Eigenschaften. In seinen abschließenden Mor­en wandte sich der Redner der Gegenwart zu und gab dem Wunsche Ausdruck, daß sich Schillers heroischer Geist in unserer Zeit erfüllen möge. Mit dem Deutschlandlied unb dem Horst-Wessel-Lied fand bie durch Gedichtvorträge einiger Schüler verschönte Feier ihren Abschluß.

Eine Gedenktafel für die im W elk> krieg Gefallenen des L a n d w e h r - I nsf. ^Regiments 116 ist zur Zeit in bem Schau, fenfter ber Blumenhanblung von Rudolf Schneü« ber, Seltersweg, ausgestellt. Entworfen unb wir« fertigt ist sie von bem Oberleutnant b. L. a. D. Kairl Z u l e g e r, Darmftabt, einen alten Mitkämpfer de?» bewährten hessischen Lanbwehrregiments. Der » telteil ber Gedenktafel zeigt bas wohlgelungeM Bildnis bes verstorbenen Reichspräsibenten Genetti!« felbmarschall von Hinbenburg, in eine Eichern Holzplatte geschnitzt, auf deren Rückseite die oingeschnitten stehen:Im Walde der ArgoMN wo diese Eiche stand, viel tapfere Hessen fielen fM deutsche Vaterland". Das obere unb untere MeM- chilb trägt bie Wibmung unb die große Zahl M an ber Westfront ben Helbentob geworbenen W mentstameraben, bie Längstafeln links unb redjit bie Namen ber 44 gefallenen Offiziere bes Regi­ments. In bas obere Mittelfeld der holzge>schmhltti> Umrahmung des Hinbenburgbilbes ist bas Eisen«! Kreuz, in das untere die Hess. lapferkitsmebfliW in Original eingelassen. Die vier Eckschilder tra^ti die Reichsfarben Schwarzweißrot unb die hessisch^ Landesfarben Rotweiß.

Einstellung von bewährten Kämpfen der NSDAP, in den hessischen Staatsdienst.

jigten Preisen Karten erhalten. Kartenausgabe s gegen Vorzeigung des Ausweises an der Theater- I kaffe während der Kassenstunden.

Neubesetzung des Dekanates Gießen.

Der Herr Landesbischof hat den seitherigen De- kanstellvertreter des Dekanates Gießen, ben Pfarrer : Karl Sa111erzu Wiefeck, mit sofortiger Wirkung zum Dekan ernannt.

Der neue Dekan, als solcher Nachfolger von De­kan Guß mann (Kirchberg), der das Dekanat 1 vom 7. Dezember 1912 bis 30. September dieses Jahres führte, ist am 7. Juli 1880 in Langen ge­boren. Durch seine Mutter, eine geborene Cellanus, hat er das Blut einer Familie in den Adern, bie eit bem letzten Viertel des 16. Jahrhunberts schon eine Reihe von Theologen unb Pfarrern stellte. Nach Vollendung seines Studiums an ben Univer­sitäten Heidelberg, Halle unb Gießen unb dem Be­uch des Friedberger Predigerseminars war er zu- erst Pfarrverwalter in Rüsselsheim, 1905 Assistent von Kirchenrat Naumann an der Johannesgemeinde zu Gießen, vom 12. Dezember 1905 bis 1. Oktober 1908 Assistent in Wackernheim. Dann war er Pfarr- verwalter in Staden, welche Stelle ihm am 13. cre« bruar 1909 übertragen wurde. Arn 9. Oktober 1918 wurde er zum Pfarrer von Wieseck ernannt. Seit 9 Februar 1928 war er Stellvertreter des Dekans. Als solcher bei der Neubesetzung ber Dekanate wie« berernannt, führte er bereits feit 1. Oktober dieses Jahres die Dekanatsgeschäfte.

Professor Dr. W. Meigen t-

Arn 8. November ist der emeritierte Professor ber Chemie an unserer Lanbesuniversität Dr. Wil­helm Meigen nach langem Leiben unerwartet gestorben. Mit ihm ist ein Mann von uns gegan­gen, ber bie Hochschätzung von Kollegen unb Schu­lern in gleichem Maß besaß unb dessen Heimgang von allen schmerzlich empfunben wird.

W. Meigen würbe geboren im Jahre 1873 in Wesel als Sohn eines Gymnasialprofesfors. Nach bem Besuch bes Gymnasiums seiner Heimatstabt stubierte er Naturwissenschaften, insbesondre Chemie, in Freiburg i. B., bas ihm bald eine zweite Heimat würbe. Hier bestaub er im Jahre 1896 mit Auszeichnung seine Doktorprüfung, er­hielt bann eine Assiftentenftelle am Chemischen In­stitut unb habilitierte sich im Jahre 1901 als Pn- vatbozent für Chemie; bas Jahr 1907 brachte bie Ernennung zum ao. Professor. Im Frühjahr 1921 folgte er einem Ruf als etatsmäßiger außerorbent- licher Professor unb Abteilungsoorsteher bes Chemi- scheu Instituts an ber Universität Gießen, wo ihm ber Unterricht in analytischer unb spezieller anor­ganischer Chemie oblag. Eube 1930 zum erbeut» lichen Professor ernannt, würbe er zum 1. April 1932 auf seinen Antrag wegen Krankheit emeritiert.

Die wissenschaftlichen Forschungen Professor Mei- gens bewegen sich auf verjchiebeuen Gebieten ber Chemie. Aus ber Reihe feiner organisch- chemischen Arbeiten seien hervorgehoben die Untersuchungen über Fette unb Oele, bie z. T. mit ber technisch so wichtigen Frage ber Fetthärtuug in Zusammen­hang stehen. Besoubere Beachtung verbleuen so- bann auf bem Gebiete ber anorganischen Che- , mie feine ausgezeichneten Arbeiten über bie ver- schiebeueu Formen bes kohlensauren Kalks. Meigen > fanb ein Verfahren zur bequemen unb emwanb- « freien Untersuchung ber beiben Formen Kalkspat . unb Aragonit, es gelang ihm ferner, bie Existenz . einer dritten Form des kohlensauren Kalks, des

Eine eindrucksvolle Gedenkfeier zur 175. Wieder­kehr von Schillers Geburtstag vereinigte gestern Lehrer und Schüler der O b e r r e a l f ch u l e. Nach einem Lied für gemischten Chor aus MozartsCosi fan tutte" (Leitung Musiklehrer Blaß) und dem Andante aus Schuberts N-Moll-Symphonie (Schu- lerorchester von Dr. H i 11 e n b r a n b) horte man, von einer Schülerin oorgetragen, Worte aus Gott­fried KellersProlog zur Schillerfeier in Bern 1859". Die Festrede, die ©tubienrat Krauß hielt, eierte Schiller als ben Helden, ber den Kampf gegen alle Schicksalsschläge, Armut, Krankheit und eelische Not, mit zähem Willen siegreich führte unb aus dessen gluterfüllter, mannhafter Dichtung auch uns in unserem Kampf um die Zukunft unseres Vaterlandes neue Kraft zuströmen kann. Mit be- onberem Nachdruck wies ber Dortragenbe auf Die Unvergänglichkeit von SchillersWallenstein' hin und auf denTell" als das Werk des völkischen Aufschwungs, mit dem der Dramatiker Schiller für alle Zeiten seinem deutschen Volk gehört. Er schloß mit der Mahnung, Schiller unverbrüchliche Treue zu halten unb sein heiliges Erbe sorgsam zu hüten.

In die Ansprache fügten sich Vorträge von Ge­dichten (Lied von der Glocke") und Balladen (Ring des Polykrates",Taucher") sowie unver­gänglicher Worte aus Schillers Dramen ein (Reiter­lied ausWallensteins Lager", Chorlieder aus der Braut von Messina", Rütlischwur aus demTell ).

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Infolge der regen Beteiligung der Wehroerbände und Formationen anläßlich der drei Sondervor­stellungen des Schauspiels:Langemarck, der Opfer- gang der deutschen Jugend" von Kahn-Monato zum Gedenken der Feldherrnhallen-Gefallenen und zum 20. Jahrestag des Sturmes auf Langemarck konn­ten eine ganze Reihe Bestellungen nicht mehr an­genommen werden. Die Intendanz hat daher für Sonntag 15 Uhr eine Wiederholung des Schau­spielsLangemarck" angesetzt. Zu dieser Vorstel­lung können Mitglieder der Verbände und Forma­tionen mit ihren Angehörigen zu besonders ermä-

sog. Vaterits, sicherzustellen unb bie Entstehungs- bebingungen biefer brei Formen festzulegen. In biegen Arbeiten, ebenso wie in weiteren Unter­suchungen über die Zusammensetzung einer Reihe von Mineralien unb Gesteinen, über bie Entstehung von Ton unb Porzellanerbe durch Verwitterung von Gesteinen usw., lernten wir Professor Meigen nicht nur als sehr exakten unb ausgezeichnet be- obachtenben Chemiker, fonbern als recht allgemein naturwissenschaftlich gebilbeten Gelehrten kennen. Einen großen Teil ber von ihm untersuchten Mine­ralien hat er als eifriger- Wcmberer selbst gesam­melt. Dabei hat er auch ein offenes Auge für bie lebenbige Natur gehabt, unb so dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir unter feinen Veröffent­lichungen sogar eine Abhandlung über die Pflan­zenwelt Badens finden.

Die enge Verbundenheit der Natur und seiner badischen Heimat insbesondere kommt in verschie­denen Aussätzen über den Naturschutz in Baden zum Ausdruck. Hier sehen wir Pros. Meigen nicht nur als Verstandesmenschen, sondern wir erkennen, baß in ihm auch ein warm empfinbenbes Herz schlug.

Dies golbene Herz hat er auch in bewunderns­werter Weise gezeigt, während der schweren schlei­chenden Krankheit, bie ihn vor einer Reihe von Jahren befiel unb ihn schließlich ganz an ben Fahr­stuhl fesselte. So hart biefe Behinberung ber Be­weglichkeit für ben sonst gefunben Mann war, ber bie Arbeit liebte unb Arbeit brauchte, so haben wir boch nie ein Wort ber Klage aus feinem Munbe gehört.

Im Kreise der Kollegen erfreute sich Prof. Mei­gen wegen seines geraden offenen Charakters, fei­nes gütigen Wesens unb seiner Bescheibenheit höch­ster Wertschätzung. Sein Verhältnis zur akabemi-

Giehener Wochenmarktpreise.

* 0 i e 6 e n , 10. Nov. Auf dem heutigen Woche? j markt: Molkereibutter, das Pfund 1,45 bis 1,55 1» ßanbbutter 1,40 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Ka bas Stück 4 bis 10, Eier (inländische, Kühlhauses 10 bis 13, (ausländische) 10 bis 13, Wirsing, Pfund 8 bis 10 Pf., ber Zentner 7 bis 8 Mk., D.ci traut, das Pfund 5 bis 6 Pf., der Zentner 3 N i 3,50 Mk., Rotkraut, das Pfund 8 bis 10 Pf., Zentner 6 bis 7 Mk., Gelbe Rüben, das PsunSU bis 10 Pf., Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12, W kohlrabi 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 k 30, Feldsalat 50 bis 80, Tomaten 15 dis 2V, O01

Die Hitler-Jugend meldet: Schon immer hat bii Hitler-Jugend in ihrer kulturpolitischen Arbeit Ve» binbung zu Männern gesucht, bereu Leben und Werk ber Jugenb geroibmet und wegweisend für sie waren. Dichterabende schufen Wechselbeziehm gen zwischen Schöpfer unb Werk auf der einei unb ber empfangenben Jugenb auf ber anben Seite. Nun haben sich roieber zwei um bas litera« rische unb künstlerische Schassen der Natton vei« diente Männer ber HI. bes Gebietes Hefsen-Nafjou' für einige Tage verschrieben. Es sind bies Rudol!« Mirbt, ber bekannte Herausgeber berMünche­ner Laienspiele", ber seit 20 Jahren als führend» Kops ber Fest- unb Feiergestaltung in der SM« beroegung steht und heute als Leiter ber DermO lungsstelle bes beutfchen Auslanbsbüchereiweseini ein verantwortliches Amt bekleibet, sowie Kai Rauch, ber Herausgeber ber kulturpolitische ZeitschriftDas beutsche Wort", die im Auslanü einen guten Ruf hat. Beide sind Gäste des vom Abteilungsleiter R (Rundfunk) bes Gebietes 13 auf ber Gebietsführerschule IV Münzender) (Oberhessen) burchgeführten Lehrganges |wt Fest- unb Feiergestaltung unb Runbfunkfragen. Ö ist bas erstemal, baß sie zur HI. sprechen, was & Lehrgangsteilnehmer auch vollauf zu schätzen nrifien

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