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weit man bisher feststellen konnte, als nicht sef:
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der Gewerbeordnung embezogen und die tariflichen bte Crgebmne o rLfniakhaft der Betriebe 3^Btnb^üÄt5nXÄNCnn"u; bie em^trauen^t^u toben
Arbeitszeitverordnung ist eine wesentliche Verein- ist, dem Arbeitsamt erngesandt s - H
Nachdruck oerbotenl
10. Fortsetzung.
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Und im Geist sah er eine schöne, schlanke Frau mit goldblondem Haar und schönen blauen, verschleierten Augen.
Mila Kranz'.
Liebte er sie?
Nein! Er liebte sie nicht!
Sie war ein schönes Rätsel, das zu ergründen sich lohnte. Aber in diesen letzten Wochen hatte er es deutlich empfunden, daß er sie nicht heiraten würde. Weil sie keine Frau für ihn war!
Er wollte keine Frau, die etwas zu verbergen halte! Vielleicht war es nur etwas, was das Licht nicht zu scheuen hatte. Es war wahrscheinlich eine rein private Angelegenheit.
Mochte es so sein!
Mila Kranz hatte etwas zu verbergen. Und aus diesem Grunde hatte sie jeden W^ert für ihn verloren.
Vielleicht war sie schuldlos!
Vielleicht!
Aber ihr Leben lag nicht offen vor ihm. Wurde niemals offen vor ihm liegen können.
Udo Bodenstein! Der machte Schluß mit dem bisherigen Leben. Der packte die Gelegenheit, aus all dem herauszukommen, fest mit beiden Händen.
Und doch!---ö- o - - -v
Es war ihre Privatangelegenheit. Ganz und gar konnte die schöne Frau tun und lassen, was sie wollte. Aber in ihm, Arndt, war alles vernichtet, was an heißen Wünschen in ihm gewesen war, und was sich da um diese schöne blonde Frau gerankt
hatte.
Wie schnell doch etwas vernichtet sein konnte, von dem man erst annahm, es gehöre zu einem.
Er kannte sich aber zu gut!
Mit dem Bewußtsein im Herzen, daß diese schöne, blonde Frau ein geheimnisvolles Doppelleben führe, war auch seine Liebe gestorben.
War es Liebe gewesen? Wahrscheinlich!
Aber diese Liebe, diese begehrende, heiße Liebe — vielleicht war's auch nur eine edlere Leidenschaft?
Jedenfalls mar diese heiße Regung in i, vorhanden. Und er freute sich, ihr morgen abend zeigen zu können, daß er keine Bevorzugung mehr darin sah, einer ihrer vielen Verehrer zu sein.
Auf die durch Verordnung vom 26. Juli 1934 veröffentlichte Neufassung der Arbeitszeit-Verord- nung wird hingewiesen. In diese Arbeitszeitverord-
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^Nach'der Anordnung des Präsidenten für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung über die
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** Gesunde Frauen durch Leiber ü b u n g e n. Die Vereine des Reichsbundes für Le? besübungen veranstalten am morgigen Donnersb: in der Turnhalle am Oswaldsgarten einen Weck' abend. Näheres in der heutigen Anzeige.
** Der Oberhessische Kunstoereinkl», digt im heutigen Anzeigenteil eine Ausstellung si die am kommenden Sonntag beginnt. Näheres in.tr Anzeige.
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Wahrhaftig, das hätte er ihm,gar nicht zugetraut. Und wie gut das doch war, daß Udo das konnte!
Arndt kleidete sich um, ging dann zum Abendessen hinunter. Ganz allein saß er an einem der kleineren Tische und speiste. Hernach setzte er sich noch ein Weilchen in den Rauchsalon. Er nahm sich einige Zeitungen mit. Und so vergingen ein paar Stunden recht schnell. Er war gaiu erstaunt, wie spät es schon war, als er nach der Uhr sah.
Und dann ging er langsam wieder hinauf, verschmähte die Benutzung des Fahrstuhls Droben stand er noch ein Weilchen am Fenster, sah hinunter auf den Wilhelmplatz. Und all seine Gedanken waren bei dem morgigen Abend. Mila Kranz setzte vielleicht Hoffnungen auf diesen Abend. Und er wußte doch schon jetzt, daß dieser morgige Abend der letzte sein würde, den er mit ihr verbrachte.
Kein einziger Gedanke ging zu einem armen, kleinen Mädel, das einmal mit ihm zusammen m einem Bahnabteil gefahren war, und dem er em paar gütige Worte gesagt, weil ihm dieses kleine Mädel mit den großen, angstvollen, schonen Augen leid getan hatte. ,
Die Sache war eine Augenblickssache gewesen, und sie war längst vergessen.
Plötzlich mußte Arndt von Berken lächeln.
Brigitte! Die würde sich freuen, wenn er gründlich ernüchtert aus Berlin zurückkehrte. Sie wurde nicht fragen, ihn nicht durch Neugierde quälen, aber sie würde doch froh sein, daß er jur Vernunft gekommen war, wie sie es sicherlich bei sich nannte!
Zur Vernunft!
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besonderes Formblatt (blaue Doppelkarte) geschrieben und beim Arbeitsamt erhältlich, von den Arbeitsämten mitgeteilt wird, sind ihnen diese Formblätter bisher noch nicht von sämtlichen Betrieben (Verwaltungen) eingesandt worden. Die Unterlassung der vorgeschriebenen Meldung mittels der blauen Doppelkarte verstößt gegen die Anordnung und ist nach § 2 des Gesetzes über wirtschaftliche Maßnahmen vom 3. Juli 1934 strafbar.
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und zweitens wären sie, Rosemarie und er, üben gekommen, die Hochzeit ganz still zu feiern. Gäste! Es sei der heutigen Zeit viel besser V paßt. Und man wolle lieber eine Summe in' ungefähren Höhe einer großen Feier dem werk des deutschen Volkes überweisen. Das sei-'
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„Ich weiß schon, was ich will. Und die Kleine hat so etwas an sich, was mich an meine Mutter erinnert. Ich liebe das Mädel wirklich."
„Du kennst sie ja erst ein paar Stunden."
„Aber ich weiß, daß ich sie immer liebhaben werde. Ihre Augen waren so lieb, so spitzbübisch, so lustig — sie paßt zu mir, ich hab' das sofort empfunden."
„Dann soll es mich herzlich freuen, Udo, wenn du lieber, leichtsinniger Kerl einen Menschen finden würdest, der zu dir paßt. Hoffentlich ist's ein energisches Kerlchen, denn du mußt das haben."
„Ich denke, daß sie von ihrer Mama immerhin so viel gelernt hat, daß sie mich ganz gut am Zügel hallen kann", sagte Udo fidel.
„Dann recht viel Vergnügen!"
„Für später ober für heute abend?"
„Viel Vergnügen für heute abend und alles Glück für später!"
„Ich danke dir, Arndt."
Die Hände der beiden Herren ruhten mit festem Druck ineinander. Und dann ging Udo von Doden- ftein schnell hinaus.
„Für jeden von uns kommt die Stunde, wo wir mit dem Alten fertig sind und uns ein neues Leben aufbauen wollen. Wann wird die Stunde für mich
fachung und Vereinheitlichung der Arbeitszeitbestimmungen herbeigeführt worden.
Aufsichtsbehörden zur Überwachung der Arbeitszeitbestimmungen sind die zuständigen Geiverbeauf- sichtsämter. Die Gewerbeaufsichtsamter entscheiden über die Erteilung von Ausnahmegenehmi^mgen. Die Arbeitszeitverordnung enthält auch die Bestimmungen über den werktägigen Ladenschluß.
Auf § 26 der Arbeitszeitverordnung und Artikel 1 der Ausführungsbestimmungen zur Arbeitszeitver- ordnung vom 11. September 1934 wird besonders aufmerksam gemacht. Danach sind Anfang und Ende der regelmäßigen täglichen Arbeitszeit und der Pausen in allen Betrieben durch Aushang bekanntzumachen. In allen gewerblichen Fleischerelbetrieben hat der Führer des Betriebes ein Verzeichnis über die Arbeitszeit der gewerblichen Arbeiter zu fuhren.
Auskünfte erteilen in Zweifelsfällen die Gewerbeaufsichtsämter.
Der Arbeitsplatz-Austausch.
Die Pressestelle des Landesarbeitsamtes Hessen
wiedersah. «
Nun war alles anders gekommen. Er hatte n dazu zu tun brauchen. Nun blieb er wahry^ übrig von allen Freunden, die noch $U7W .■ waren. Und nun würde ihn ja Brigitte feine Ruhe mehr.lassen. Er las die anderen amüsierte sich noch über Brigittes Brief, der drastische Randbemerkungen enthielt, und ging
Daten für Mittwoch, 10. Oktober.
1806: Treffen bei Saalfeld, Tod des Prinzen Louis Ferdinand von Preußen (geboren 1772); — 1861: der Nordpolfahrer Fridtjof Nansen auf Store Fröen bei Oslo (Kristiania) geboren (gestorben 1930); — 1873: der Forschungsreisende Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg in Schwerin geboren.
tlAornotiAcn
— TageskalenderfürMittwoch. Stadt- theater: 19.30 bis 21.45 Uhr „Was ihr wollt". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die große Zarin . — Vortrags-Vereinigung: 20 Uhr, Neue Aula, Licht- bilöerDortrag „Chikago der Wüste". — BO. Gießen: 20.30 Uhr, Hotel Hindenburg, BO.-Abend.
— Stadttheater Gießen. Heute, Mittwoch, Shakespeares Lustspiel „Was ihr wollt unter der Spielleitung des Intendanten. Spieldauer von 19.30 bis 21.45 Uhr. (Siehe gestrige Anzeige.)
Vorbei!
Wie gründlich etwas vorbei fein konnte! Arndt von Berken seufzte leise.
Ob auch ihn noch einmal eine große, echte Liebe packen würde? Er zweifelte daran. Vielleicht würde diese große, heiße Liebe nie zu ihm kommen. Dann würde er eben doch eines Tages eine Ehe schließen mit einem lieben, verständigen Mädel. Und es würde vielleicht eine gute Ehe werden. Er würde, wenn er sich einmal zu einer Ehe entschloß, auch dafür sorgen, daß diese Ehe gut wurde.
Aber — wen sollte er denn heiraten?
Arndt mußte wieder lächeln.
Nun würde er ja bald der einzige sein, der noch als Junggeselle übrigblieb. Alle Freunde waren verheiratet bis auf Udo und Gerhard Osten. Und Udo hatte sich wahrscheinlich inzwischen heute abend schon genügend festgelegt, und den Gerhard Osten, den wollte er, Arndt, doch der Rosemarie zuführen? Damit Tante Adelheid endlich versöhnt wurde.
Warum mochte denn Osten eigentlich noch nicht in Berlin eingetroffen sein? Der hatte sich doch auf die fidelen Stunden in Berlin so sehr gefreut? Das roar doch sonderbar. Ob am Ende ein Brief von ihm mit der Abendpost gekommen war? Er hatte diese Post gar nicht angerührt. Hatte nur gesehen, daß ihm der Ober oder das Zimmermädchen diese Post, während er unten gewesen, war, aufs Zimmer gebracht hatte.
Arndt trat zum Tisch, sah die Briefe durch.
Butzbach. ......
E i n Z w e i u n d a ch t z i g j a hr r g e r. Dtt Eisenbahnvorarbeiter i. R. Heinrich S ch m i b t, Mit. telweg 18, konnte am gestrigen Dienstag, 9. Oktober; in geistiger und körperlicher Frische seinen 82.$, burtstag feiern. Der alte Herr ist seit langen Jah^ treuer Leser des Gießener Anzeigers.
** Straßenreparatur in der unteren Frankfurter Straße. Seit heute früh $ die Frankfurter Straße zwischen dem Cafe Hettle: und der Wieseckbrücke für den Fahrzeugverkehr, mit Ausnahme der Straßenbahn, wegen Reparatur arbeiten für einige Tage gesperrt. Der an diese! Stelle recht schadhafte Fahrdamm soll grunblit instandgesetzt und mit einem Kaltasphaltbelag Der. sehen werden. Bei dieser Gelegenheit sollen aui Reparaturarbeiten in der Alicenstraße zur Aussig rung kommen. Die Sperre dürfte voraussichM in einigen Tagen wieder aufgehoben werden.
** Vom Pferd geschlagen. Gestern nat mittag ereignete sich an der Ecke Wilhelmstrch und Frankfurter Straße ein Unfall, der leij schwere Folgen haben konnte. Das sechsjährig Töchterchen des Rangiermeisters Schneider au; Dutenhofen wurde von einem scheugewordem- Pferde mit dem Hufe gegen die linke Brustseid getroffen und auf Veranlassung des rasch I)em gerufenen Arztes in die Klinik eingeliefert. Di* Verletzungen erwiesen sich glücklicherweise und, |t-
Herbftpferdemartt in Gießen.
Der heutige Herbst-Pferdemarkt in Gießen mar, was den Auftrieb anbetrifft, schlechter beschickt, q[9 die vergangenen Pferdemärkte. Es waren 102 Pferde und 34 Fohlen aufgetrieben. Die Preisforderungen lagen durchweg etwas höher als bisher. Für Pferde leichteren Schlages wurden bis zu 600 Mark ge. fordert, Tiere mittlerer Qualität sollten bis zu 90g Mark kosten, beste Tiere wurden bis zu 1200 Mar! gehandelt. Der Verkauf vollzog sich sehr schleppend, es waren nur sehr wenige Tiere, die ihren Besitzer wechselten.
** Postpersonalie. Uebertragen wurden; eine Postamtmannstelle (Vorsteherstelle) beim Post, amt Friedberg dem Operpostinspektor 3 u n g in Friedberg- eine Postverwalterstelle beim Postamt Ulrichstein dem Postsekretär Höbeler in Ulrich, stein; eine Postassistentenstelle dem Postschaffner Kar, Müller III. in Gießen; Oberpostschaffnerstellen den Postschaffnern Demper, Reuter unb Weiß in Gießen; eine Postschaffnerstelle dem PostbotenI F i n f II. in Gießen. — In den Ruhestand getreten ist der Postamtmann Schmidt in Friedberg, -I Entlassen wurde der Postassistent Drescher in
HaubüberfaN auf eine Sparkaffenangestellte.
LPD. Mainz, 9. Okt. In den heutigen Don. mittagsftunben würbe in M a i n z - M o mb at: auf biß Kontoristin der dortigen S p a r k a s! i ein Raubüberfall ausgeführt, bei dem d, Tätern etwa 3000 Mark in die Hände fielfl. Die Ueberfallene befand sich auf dem Wege von der Sparkasse zur Post, um dort das Geld ein»' zuzahlen. Die Täter, die die Oertlichkeit unb Gepflogenheiten genau kennen müssen, flüchteten nach, der Tat im Kraftwagen. Die Ermittlungen sind im Gange.
Vielleicht! . r • ..
Vielleicht aber wäre er nie zu biefer ißernun|t gekommen, wenn jener kleine Zwischenfall nicht ge- 0 Tkr sthöne Russe! Der in angeregtestem Gespräch mit Mila Kranz sich abseits befunden batte. Und sie wußten es nicht, daß unweit von ihnen Arndt von Berken stand, verdeckt von den Palmen und Lorbeergebüschen. nvx.rr, ... ,.
„Jarmila, ich warne dach! Deine Mission ist hier eine ganz andere als die, wozu du deine Zeit benützest." , •
„Ich bin frei! Ich will nichts mehr mit euch zu tun haben." , .
„Möglich, daß du so denkst. Aber wir brauchen Geld, Jarmila. Und die Mama ist außer sich."
„Ich gebe dir Geld mit, Sergei. Hole es dir morgen abend bei mir ab." . H
„Das ist gut — ich will am Donnerstag abreifen.
„Veilleicht komme ich bald nach Paris. Ich weiß es aber noch nicht, wann es fein wird."
„Iarmi^i, verlier dich nicht an diesen großen, schönen Kerl! Du hast ganz andere Chancen. Hast du den Grafen d» Brionne vergessen?"
„Ich liebe ihn nicht."
„Ader er dich. Und er ist reich und ist einer von den Unfern. Sei nicht töricht, Jarmila, verscherze dir den Grafen Brionne nicht! Du würdest unserer
Auck in diesem wird der Nationalsozialismus wieder ein großzügigesWinter- hilsswerk durchführen, um den noch notleidenden Volksgenossen zu he> em D.e Winterhilfe ist auf dem Gedanken gegenseitiger Opferbereiffchast aufgebaut, ©ch-eu dem nationalsozialistischen Grundsatz soll der Volksgenosse, der in Arbeit und Brot steht seinem arbeitslosen notleidenden Bruder helfen, d.h. für ihn Opfer bringen.
letzten Winter war die Opserbereitschast des deutschen Volkes hervorragend, ^eder einzelne Dolksgenoffe hat bewiesen, daß er den Sinn der Volksgemein- schäft verstanden hat.
3n diesen Tagen hat der Führer wieder das ganze deuffche Volk zum Kamps gegen Hunger und Kälte" ausgerufen. Wieder wird das deuffche Volt in einer Opferbereiffchast ohnegleichen zu seinen bedürftigen Volksgenossen stehen, zu denen, die durch die Sünden und Kehler marxistischer-liberalistischer „Weltpolitiker" um Arbeit und Brot und dadurch in Not und Elend gekommen sind. Oer Führer weiß, daß wir ihm alle wieder folgen und ihm helfen werden, fein großes Werk zu vollenden. Und wir versprechen, ihm nachzufolgen. Denn ein Ldeal kann die Menschheit wieder zusammenführen, das größer ist als das, das sie im Laufe der Jahrzehnte auseinandergesühr« hat:
Oer Geist der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft!
Deshalb: Auf zur Tat!
Gebt alle zur ersten Straßenfammlung in der Zeit
vom 10. bis 14. Oktober 1934.
Seil Hitler!
NSDAP. Amt für Volkswohlfahrt, Kreisamtsleitung Gießen, gez. Klöß, Kreisamtsleiter. gez. Hainbach, stellv. Kreisamtsleiter.
Aufruf zur Sammlung für das Mnierhilsswerk vom 10. bis 14. Oktober 1934.
ters- unb Frühjahrszeit ist eine Traubenkur ernp- fehlcnsiuert. Zubern ist ber Preis ein recht geringer. So kosten z. B. beutsche Weintrauben währenb ber Monate September bis Oktober in bielem Jahr im Kleinhanbel bas Pfunb 0,20 bis 0,35 Mark, je nach Qualität unb Herkunft. Wenn auch währenb ber anberen Monate bie Preise für Weintrauben naturgemäß eine Steigerung erfahren müssen, so steht der bann angulegenbe Preis in keinem Verhältnis zu bem erzielten gesunbheitlichen Erfolg. 0,40 bis 0,50 Mark für bas Pfunb bürste immerhin noch für viele ein erschwinglicher Betrag sein, wenn man dabei bebentt, baß er vollstänbig ber Gesunbheit zugute kommt.
Aus parteiamtlichenBekanutuiachungen
Die NS.-Hago (D A F., Kreisbetriebs^ zellengerneinschaft Hanbel unb Hanb - werk) veranstaltet am tommenben Sonntagvormittag 10 Uhr in ber „Liebigshähe" einen General- mitglieberappell, bei bem ber Gauamtsleiter ber NS.-Hago (DAF.) Pg. Feickert (Frankfurt a. M.) sprechen wirb. Die Ortsbetriebsgemeinschaften nehmen geschlossen teil. 9.30 Uhr Antreten vor der Bolkshalle. Fahnen finb mitzubringen.
Abschiedsehrung
für Geheimrat Mittermaier.
Eine schlichte Feier eigener Art fanb am Sonntag auf ber höchsten Kuppe unserer Umgegenb Dem Dünsberg, statt. Galt es hoch, bem seitherigen Senior ber Juristischen Fakultät unb langjährigen Vorsitzenben bes Dünsberg-Verems, Geh. Rat Mittermaier, ber feit November v. 3- sEN Wohnsitz in seiner Heimat Heibelberg hat, eine be^ sonbere'Ehrung zuteil werben zu lassen. Unb eine finnigere unb feinere Gabe konnte bie S^fultat bem verdienten Manne nicht wibmen, als ein Fenster mit Glasmalerei, bas Wappen ber ffamih SWüter. maier unb bas Sinnbilb ber Gerechtigkeit eine Waaqe barfteüenb, bas im großen Turmzimmer auf bem Berge, ben ber Gefeierte foi oft unbJo freubig erstiegen unb ber ihm ganz befonbers an Herz gewachsen, anbringen zu lassen. Es waren weihevolle Augenblicke, als der Dekan ber Juristischen Fakultät, Professor Dr. l e y , bas Fens^r seiner Bestimmung übergab unb babei herzliche Worte ber Anerkennung unb bes Lobes für feinen älteren Kollegen fanb. So erwähnte er u. a. auch, daß Geh. Rat Mittermaier die akademische Jugend nicht nur im Hörsaal.unterrichtet, sondern sie auch hinaufgeführt habe m Wald und gelb, namentlich auf seinen Berg, ben Dünsberg, um sie von hoher Warte aus für bie Schönheit unserer Heimat zu begeistern. Auch ber nunmehrige Vor- fikenbe bes Dünsbergvereins, Prof. Heymann, der bas Fenster namens bes Vereins zu treuen Hönben übernahm, roibmete bem seitherigen Dor- sitzenben in längerer Ansprache herzliche Dankes- worte für seine langjährige, überaus ersprießliche Tätigkeit, worauf Geh. Rat Mittermaier ben beiben Vorrebnern mit bewegten Worten bankte, gleichzeitig seine treue Derbunbenheit mit seiner langjährigen Wirkungsstätte unb befonbers bem Dünsberg bekräftigend Ein von ben Damen ber Dozenten arrangierter Familienkaffee, ber bei bem herrlichen Herbsttag im Freien ftattfinben konnte, hielt bie Teilnehmer noch einige Stunben auf bem Bergesgipfel zusammen.
Die Tieufaffung
der Arbeitszeit-Verordnung.
Das Hessische Staatsministerium, Abteilung III, Arbeit unb Wirtschaft, gibt bekannt:
Sache einen ungeheuren Schaden zufügen. Unb dir selbst auch. Vielleicht — würde es — noch mehr kosten, Jarmila!"
„Ich weih. Laß mich jetzt allein, Sergei.
Der Russe war dicht an ihm, Arndt von Berken, vorübergegangen. Und Arndt h-atte gedacht: Jarmila? Eine Russin? Eine schöne, blonde Russin? Angehörige irgendeiner geheimen Organisation, die ihre Fäden im Auslände spann?
gefährlicher Beruf?
Was ging es ihn an?
SMkWMeltt.
Vornan von Gert Gothberg
Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.).
Von Brigitte, vom Inspektor, von dem Rennreit«!, Max Teschner, von Tante Adelheid — unb richt!» mitten zwischen einigen geschäftlichen Sachen, Ge: Hard Ostens Brief. Den las er nun zuerst.
. Unb so hab' ich mich mit Rosemarie vr: lobt. Unb Deine Tante Adelheib ist selig, zlbr Rosemarie war boch für Dich bestimmt. Was^.l ich nun bloß tun, um Dich zu versöhnen? W' marie hat mir aber anvertraut, baß Du sie ni«i gewollt hättest. Es sei nur eine Marotte »i Adelheids, daß sie nun immerfort erzähle, Wi Rosemarie für Dich bestimmt gewesen fei-J-- ba wirst Du mich ja nicht gerade fressen. wahr? Unb nach Berlin komme ich nun natuik. nicht. Ich muß doch jeden Tag zu meiner Das kannst Du sicherlich verstehen. Amüsiert gut unb feib herzlichst gegrüßt von bem total» bauerten „ Osten.
„Das ist ja — das ist ja glanzend.
Arndt von Berken mußte sich fetzen. Er lad)«?»" lachte. Dann las er ben Brief noch emma J genau. Unb Osten schrieb ihm, er möge nid) fr, sein, aber er hätte jetzt gar keine Zeit, id) fei^ Freunben zu widmen. Ob sie nicht lieber fpater r mal kommen könnten, wenn er eine Weile veri ratet sei? Unb zur Hochzeit käme er wohl ff
schlafen. ~,<nt i
Es war ihm einmal mitten im feften -
neige sich ein schönes Gesicht mit großen, y Augen, umrahmt von goldblondem Hoar, u
„Geh doch, schöne Jarmila Kranz! Du W j Heimnisse, an denen ich nie teilhaben kon - — schöne, blonde, fremde Frau — dir wurN ja niemals in ber Einsamkeit unb in ber lan CTiii Schönheit von Berkenhof gefallen.
(Fortfetz/ung folgt!)
«5k rc Tobt »urni fäfjul
Arndt lächelte wieder.
Brigitte! Was die zu all dem sagen wurde Ein bißchen nahe würde es i',. 7/ C V“ M sie auch letzthin damit einverstanden aewesen bah er Gerharb Osten mit zu Tante Abelheiv Rosemarie nahm — im stillen mochte sie eben gehofft haben, daß er, Arndt, es fi^f.f$onJ; überlegen werde, wenn er erst das liebe >


