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Mittwoch, 1V. Oktobers

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberheffen)

257 Drittes Blatt

Dank -er fünf Stuttgarter!

Die Messe auf Oswaldsgarten

ier

Aus der Provinzialhauptstadt

Die fünf Stuttgarter.

gwnc das Entgegenkommen, die Kameradfchaft- liitzüit an die Spitze stellen soll, das zu entscheiden

fmit mir schwer, denn man hat uns alles in gier

folge ihres geringen Nährgehaltes als Abmage-

llUUst Hinrichs:Krach um Jolanthe"

und Horizont.

Hans Leip.

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Schellfisch und Levkojen.

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üren, wollte sich natürlich im neuen Pro- mti das Schwein nicht entgehen lassen. Und wer

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chbm'Maße geboten, was zu bieten war, um uns dem Landaufenthalt so angenehm wie möglich zu

dauern: Den dicken Wurstmaxe wollte ich photo­graphieren. Ob nun wegen seines gesunden Bauches oder wegen seiner großen Schelle, ich weiß es nicht, mir hat's halt mei' Platt' oerrissa! (Kraft durch Freude?) In Arnsburg hab ich das erste Bild aus­genommen. Adolf von Holzheim hat mich über­troffen. Dem hat s immer alle Platten verrissen. Es war lieb von ihm, daß er dann wenigstens eine Wurst photographierte.

Wie sich unser Urlaub dann weiter abwickelte, ist nicht leicht zu erzählen. Noch heute bin ich morgens beim Futterholen mit den Pferden und köstlich war's, wenn Heiner meinem verlorenen Klemmer nachsausen mußte. Immer noch höre ich früh um 7 Uhr die Schulkinder singen. Mittwochs waren wir alle stark beim Kegeln. Mein und dem gab s unter uns Kameraden nicht, alles wurde geteilt, Freud und Leid, Vesper, Geld und Zigaretten. Bei groß und klein, Bub und Mädels waren wir be­kannt, sogar mit unseren Spitznamen.

Auch die Brauerei in L i ch wurde besichtigt, und es zeugte von sehr guter Kameradschaft, wie sich der Herr Braumeister als SA.-Mann uns widmete. Alle halfen wir mit bei den Feldarbeiten, so gut wir es eben konnten. Unser Adolf von Holz­heim hat es sogar sehr schnell gelernt, Stoppeln von Aehren zu unterscheiden. Wenn wir uns abends trafen, wollte jeder das meiste geschafft haben. Hatte einer drei Wagen abgeladen, dann hatte der andere bestimmt acht und der dritte hatte vierzehn und war noch nicht fertig damit. Bloß unser Wil­helm von M u s ch e n h e i m, das war ein ganz Feiner, der fand wenig Freude an der Feldarbeit. Mit Borliebe stand der an der Brücke in Muschen- heim und foppte Forellen ...

lich Weintrauben, und zwar deshalb, weil der ge­ringe Gehalt der Weintrauben an stickstoffhaltigen Bestandteilen äußerst vorteilhaft auf den Krank­heitszustand einwirkt. Ebenfalls wendet man Trau­benkuren bei chronischen Erkrankungen der Bron-

Anekdoten um Friedrich Wilhelm IV.

Während einer schlesischen Reise verweilte der König auch einmal in Grünberg, dem Ort, von des­sen Weinen nicht viel Rühmenswertes erzählt wird. Als dem Monarchen der Ehrentrunk gereicht wurde, nippte er zuerst recht vorsichtig, nahm aber dann mit heiterer Miene beherzt einen größeren Schluck, denn zu seiner Ueberraschung war der Wein besser, als er gedacht hatte.Das ist wirklich ein ganz ausgezeichneter Tropfen!" bemerkte Fried­rich Wilhelm IV. voller Anerkennung.Nicht n ir, Majestät", meinte der Bürgermeister und strahlte über das ganze Gesicht,und der ist nicht einmal vom Besten!"

Der König war eines Vormittags schon auf dem gewohnten Weg nach Charlottenburg, als ihm plötzlich einfiel, daß er auf dem Schreibtisch einige wichtige Papiere zurückgelassen hatte. Er ließ so­fort umkehren. Als er sein Arbeitszimmer betrat, war dort gerade eine Magd, die nicht durch beson­dere Schönheit auffiel, mit dem Aufräumen be­schäftigt. In der Verwirrung fiel ihr der Besen aus der Hand. Friedrich Wilhelm gab ihn mit fol­genden Worten zurück:Ich eile, mich zu bücken. Und reiche mit Entzücken Dich selbst dir selbst zu- rück!"

rungsmittel.

Eine regelrechte Traubeckkur beginnt mit einem

von Tag zu Tag, so daß ungefähr am vierten oder fünften Tag, vom Anfang der Traubenkur an ge­rechnet, eine Höchstmenge von vier Kilo pro Tag erreicht wird. Die naturgemäß mit dem reichlichen Genuß von Weintrauen verbundene Reizwirkung der Fruchtsäure auf die Mundschleimhaut kann durch Spülen des Mundes mit alkalischem Wasser stark gemildert oder auch ganz beseitigt werden. Die tägliche, dem Rohgenuß dienende Menge wird gleichmäßig verteilt auf drei oder vier Malzeiten, und zwar genießt man einen Teil morgens nüch­tern, einen Teil mittags nach dem Essen und den Rest nach dem Abendbrot. Während der Trauben­kur unterlasse man zweckmäßigerweise das Zusich- nehmen von Getränken jeder Art, man trinke nur, wenn es unbedingt notwendig ist.

Es ist dringend erforderlich, daß die Trauben vor dem Genuß gehörig abgespült werden. Etwaige Rückstände des herbstlichen Spritzverfahrens gegen die Reblaus und andere Schädlinge des Rebstockes werden hierdurch beseitigt und so wird unter Umständen einer folgenschweren Darmkolik vorge­beugt. Die Lagerung der Weintraube verdient eben­falls besondere Beachtung. Der vollständig unbe­schädigte Trotsch wird in einem kühlen, dunklen und zugigen Raum freischwebend aufgehängt. Man achte vor der Aufhängung darauf, daß der Trotsch nicht feucht ist. Bei dieser Behandlung hält sich die Weintraube einige Monate.

Gerade auch zur gemüse- und fruchtarmen Min­

deren Oeffnungen Kabeljaus und Tücher winken. Laternen löschen aus. Werften ragen düster über den Strom und erheben ihr Getöse, Drehorgeln und Frühstückslokale überschallend. Es ist Tag, und alles duftet nach Fisch, nach Wasser, nach Meerfahrt

!Bauern, Bonzen, Bomben" und rollt nicht ni |7o heiter und harmlos ab, wie das hier drei

mtfejim Publikumserfolg. Und nicht genug damit, and; eine Ziege (ganz improvisatorisch, aber mit niif): geringerem Effekt) und ein kleiner artiger umb troas trauriger Hund traten ebenfalls per-

sind daher keine Nationalsozialisten und werden es bestimmt auch nie werden. Das sind natürlich Er­scheinungen, wie wir sie überall treffen können, wenn man hellhörig ist.

Wenn alle mithelfen, die große Not zu lindern und ohne zu klagen und zu jammern die Opfer frei­willig tragen, bann wird auch dieser Kreuzweg über­wunden werden können.

Auf diesem Gebiete erkennt man erst den wirk-

auappen liegen. n, £

Auf diesem Markte gibt es außer aller Art Fisch hunderterlei mehr zu kaufen, Feinkost, Leckereien, Gemüse, Kurzwaren, Blumen, Kaninchen, Hühner, Hunde und Aefschen. In den Gastwirtschaften rings­um bumst das Orchestrion und bröselt der Grog. Vom nahen Sankt Pauli herüber streichen die Nachtschwärmer, unentwegt, das von künstlichem Licht gefüllte Herz in Lied und Rede lüftend; seit­wärts den Schlips, die Melone verbeult, beschenken sie die schwankende Braut mit Schellfischen, Lev­kojen und Sellerie, sich selber vielleicht ein Blatt Rotkohl als stilvollen Hutschmuck gönnend. So mischen sie sich friedlich in die Menge der Händler, Fischfrauen, der Seeleute, Hafenlowen, Burgerinnen und dienstbaren Mädchen. Schutzmänner lächeln ihnen nach, und erfrischt vom Geruch des See- qetiers, des Hafens und der Frühe, bewegt vom Anblick lautlos in die Ferne gleitender Dampfer, entern sie Taxe, Straßenbahn und Omnibus, aus

öocbfcbulnachrichten

Der bekannte Jenenser Anatom Professor Dr. Friedrich Maurer vollendet am 10. Oktober das 7 5. Lebensjahr. Der Gelehrte ist 1859 in Sie­ben geboren, studierte in Heidelberg und Leipzig, wurde 1888 Privatdozent in Heidelberg, 1901 Ordi­narius und Direktor des anatomischen Instituts der Universität Jena, wo er 1932 entpflichtet wurde. Maurers zahlreiche Arbeiten erstrecken sich auf das Gebiet der vergleichenden Anatomie, der Gewebe- lehre und der Entwicklungsgeschichte; seit 1901 ist er Herausgeber der Jenaischen Zeitschrift für Na­turwissenschaften.

Der o. Professor Dr. Franz F i n d e i s e n, Ordi­narius für Betriebswirtschaftslehre an der Handels­hochschule in Leipzig, wurde mit Wirkung vom 1. September d. I. in den einstweiligen Ruhe- stand versetzt.

Oer gesundheitliche Wert der Weintraube beim Rohgenuß.

Bon Heinrich Goebels

Zu den zahlreichen heimischen Obst- und Beeren­arten, die heute dem Rohgenuß dienen, gehört an führender Stelle die Weintraube. Die in den letzten Jahren angewandten und auch vielfach ärztlicher­seits verordneten Traubenkuren zeitigten den er­hofften Erfolg bei den verschiedensten Krankheits­zuständen. In Laien- und Fachkreisen ist die Heil­wirkung der Weintraube anerkannt. Der hervor­ragende Geschmack und die mannigfaltige Anwen­dungsmöglichkeit geben der Weintraube eine Vor­zugsstellung unter anderen Obst- und Beerensorten.

Guten Erfolg verspricht eine Traubenkur, wenn man sie bei gewohnheitsmäßiger Darmträgheit an­wendet. Gicht- und Nierenkranke genießen vornehm-

Aus her Vogelschau: Ein Blick auf die Gießener Herbstmesse aus DsmalDsgarten. Der Rummelplatz wird heute das Ziel vieler Landbewohner sein, die aus Anlaß des heutigen Pferdemarktes in unserer Stadt weilen.

Selbstverständlich haben wir in gemeinsamer ( Sehnsucht auch einmalS p ä tz l e" gemacht. Dass Leibgericht aller Stuttgarter. Was wir dazu ge-, braucht haben, will ich lieber nicht schreiben, trotz-j dem uns alles von unseren Wirtsleuten in liebe­voller Weise zur Verfügung gestellt wurde. Einige Gäste, die wir hatten, waren des Lobes voll. Auch bei meinenPflegeeltern" machte ich einmal Spätzle. Das ist natürlich bei uns ein hochwichtiges Ereig­nis, so daß ich zur Feier des Tages den Zylinder dabei aufsetzen mußte. Eine Brille setze ich dabei nicht mehr aus, denn es ist mir schon einmal mein Klemmer hinein geflogen.

So könnte ich noch viele heitere und humorvolle Erlebnisse erzählen, doch davon vielleicht später.

Vor allem nun sagen wir unseren herzlichsten Dank den Bemühungen der Ortsgruppenleiter, den Kameraden der. NSV. und allen übrigen Amts­waltern, welche sich um die Unterbringung von uns in rührender Weife angenommen haben. Ebenso gedenken wir dankbaren Herzens der Familien, wo wir Unterkünfte fanden, in Bettenhaufen, Muschenheim und in Holzheim. Wir kön­nen ihnen allen nicht genug danken für die herz­liche Aufnahme und die liebevolle Verpflegung, die wir ausgewachsenenFerienkinder" dort gefunden haben.

Wehmütig nahmen wir von allen Abschied, dop­pelt wehmütig, weil wir nach diesen sorglosen und unbekümmerten Wochen daheim wieder mit offenen Armen empfangen werden vom Gespenst der Ar­beitslosigkeit.

Groß ist die Not der darbenden Volksgenossen, noch größer aber ist die Hilfsbereitschaft und Selbst­losigkeit derjenigen, die selb st das Wenige, das sie haben, mit den Nebenmenschen teilen,

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Magd Sofie erstaunlich zurechtgemacht und bildete ein erfreuliches Gegenstück zu dem verschmitzten Hinnerk. Karl Do Ick hatte als Feuerwehrhaupt­mann einen stürmischen Sondererfolg; Herr L ü p k e, der der nicht übermäßig dankbaren Rolle des Gendarms die besten Seiten abgewann, und Karl Tank rundeten das kleine Ensemble ange­nehm ab.

Fünf SA.-Männer aus Stuttgart haben eine mehrwöchige Urlaubszeit im Rahmen der Landurlaubsaktion der SA. in den Orten Holzheim, Muschenheim und Bet­tenhausen verlebt. Einer der SA.-Kame­raden schildert nun in dem nachstehenden Briefe an uns seine und seiner Kameraden tiefe Eindrücke von der herzlichen Gastfreund­schaft und Volksverbundenheit, die ihnen in den obengenannten Ferienorten allgemein entgegengebracht wurden, zugleich gibt er dem herzlichen Danke der Feriengäste wärmsten Ausdruck. Die Zuschrift tautet:

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Heuhafen, bei der Neumühlener Landungs­brücke, klein unter australischen Fleischdampfern, die am Kühlhauswolkenkratzer löschen, liegen oft noch dickwanstige Kusss, Lugger, Galioten und Ewer, und noch immer wippen die braunen Seils und die hochgezogenen Netze richtiger Fischerboote am Steg des berühmten Altonaer Fischmarktes, so schonungslos auch die Fischdampferflotte sie fressen wird. Es herrscht dort ein munteres Treiben an den Tagen der großen Auktionen, wo auch Kleinhandels­markt ist, es gibt dergleichen Betrieb höchstens noch am Gammelmarkt zu Kopenhagen. Vor Tau und Tag muß man sich aufmachen, wie gute Hausfrauen tun und verantwortungsvolle Kökschen bis aus Pinneberg und Harvestehude her; denn der richtige Fi ch das ist der Fischut de Bünn", der Butt vom Bootsbehälter lebendig mit Kätscher und Hand- roaqe verhandelt, mit Seewassergeruch aus der harten Hand des Fängers, begleitet von transtiefe - derben Reden auf Platt, während Taschenkrebse über die Planken krabbeln und auf den Duchten atmend die unheimlichen, katzengesichtigen Aal-

lichen Nationalsozialisten. Das ist doch das s ch ö n - ft e und erhaben st e Betätigungsfeld im Sinne unseres Führers, zum Wohle des deutschen Volkes und somit des geliebten deutschen Vaterlandes.

Heil Hitler!

Im Namen der fünf Stuttgarter

Lambert 34/R119.

Tk Verwandtschaft mit Hinrichs' Vauernlustspiel y-iSnm der Hahn kräht" ist schlechterd-ings nicht zu ull>i:slhen und zu überhören:Jolanthe" ist in Der ghrih n Landschaft groß geworden: die handelnden Uennen sind in der gleichen Gegend angesiedelt uwii bmmen uns zum großen Teil mächtig bekannt Düll Man sieht sie übrigens nicht ungern dum zwei­te mM. Auch das Stück selbst erinnert in Anlage, Iktn k und einzelnen Motiven überraschend an

Heini Göbel gab den jungen Bundes sehr frisch und draufgängerisch; Luise Decker Ijatte fid), ob- wohl dies kaum ihr Fach fein durste, als Lamkens

uvu giglaubt hatte, die dicke Sau mit dem Märchen- Diei naiiw Jolanthe werde nur hinter den Kulissen W gramen und gewissermaßen metaphysisch anwesend IbeW1 jgjK _ wiewohl im Mittelpunkt der Ereignisse, ra^ de-r v.urde alsbald freudig überrascht, denn siehe: U^J-Oi^he wandelte leibhaftig, fett und rosig über bis^di.,.' NL'ltbe-deutenden Bretter und hatte einen stür-

ai7k.i wie bei uns.

CW gedenke mit Freuden meines schönsten Sonn- taip,Das Sommerfest im Kloster Arnsburg am M iuli. Mit welcher Hingabe und lieben Auf- om ng war dies Fest aufgebaut worden. Große, Mir,, 'Bud und Mädels, allen war die Freude ini bn Augen zu lesen. Eines aber muß ich be=

Mlllchm.

^nächst erlebten wir die große Ueberraschung, dcoß wir fast von der gesamten Juaend in den i OWnsten, z. B. in Bettenhausen, ohne P- ASirsmahme mit dem deutschen Gruß ge- & gnißi wurden. Das beweist Liebe und aufrichtige 3tirei-ung für den Führer, was auf eine muster- güitic? deutsche Erziehung im Sinne des neuen Reichs schließen läßt. Ach, wieviele' Erwachsene, gilng: und Alte sind uns ausgefallen, deren poli­tische Uhr stehengeblieben ist und die sich an dieser 3Uger2) ein Beispiel nehmen könnten. An der I !r e n e der Jugend ist nicht zu zweifeln, die fan- bect mir dort ebenso im deutschen Gedanken ver-

Es gab großen Beifall nach allen drei Akten und bei offener Szene. hth.

Gießener Gtaditheater.

je frühere.

; Igun Beispiel springt hier gleich zu Anfang ein jutiger Bursche durchs Fenster auf Krischan Lamkens Bfnnmhof, und wenn es auch nicht beim Hahnen- fffiri: ist und auch nicht gerade Anna Lamkens Kam- mkrienfter, der Unterschied ist nicht nennenswert. Länk.-n selbst aber hat sein Messer verloren, und das wtri en einer immerhin verdächtigen Stelle wiedev- e*ikn, und schließlich ist zu allem Unglück mich nc'ch bei Nacht im Spritzenhaus eingebrochen

an Spritzenhaus hat der Gendarm des Dorfes ditr n t einem preußischen Kuckuck auf dem feisten

Des nun Jolanthe betrifft, so kann man im Pro­fl. guamheft nachlesen, wie das Stück zustande ge- * tahrum ist, das ihren Namen durch ganz Deutsch- \__* Ini® (trug; ein Stück mit vielen Namen übrigens,

litnM! eihpt tücf aus einer bösen Zeit, die, wenn wir es rech bedenken, noch gar nicht so weit hinter uns WS UM Diese Zeit ist schon einmal beschworen worden, 0,206 int em em Roman, der ganz ähnliche Vorgänge 3.0] befjdjribt und ganz ähnliche Szenen schildert; er «135 9^niipm Bonden Bomben" und rollt nicht 'Ä 16-5 T 168- 1 2l-y. 0,71 61-2 49-0j

Buckel verzierte Jolanjhe eingesperrt. Weil nämlich Krischan Samten sei." Steuern nicht bezahlen will, sondern sogar dem Schullehrer noch grobe Briese an die Obrigkeit diktiert, hat der Gendarm die Sau gepfändet. Aber die amtliche Versteigerung auf Lamkens Hof fällt ins Wasser, weil die Bauern Zu­sammenhalten und nicht ein einziges Gebot ab-

l'tt ang der Fall ist.

Sv ist das mit dem Kuckuck und mit dem Spritzen­haus gekommen; was sich noch alles drum herum ereignet, was es mit dem nächtlichen Einbruch auf sich hat, und wieso die am Tag zuvor noch sehr lebendige Jolanthe am nächsten Abend schon zu Schweinebraten verarbeitet ist, wozu außer dem Gendarm alle eingelabtn fini), davon mag sich, wer es noch nicht weiß, durch eigenen Augenschein das rechte Bild machen.

Kurt L ü p k e hat das Stück inszeniert: am Er­folg war wohl von Anfang an nicht zu zweifeln; die Regie ging mit Recht auf die weniger humori­stischen Voraussetzungen und Hintergründe der Fabel nicht näher ein und hielt sich an die derb­komische Wirklichkeit des komplizierten Einzelfalles. Es wurde auch auf der ganzen Linie mit Liebe und Laune gespielt. Herr Löffler hatte eine ge­diegene und geräumige Bauerndiele aufgebaut und mit allerlei Hausrat gehörig bestellt und ausge- ftattet.

Anton Neuhaus spielte den Bauern Krischan Samten so recht aus dem Vollen, breitbeinig und bockig, gerissen und selbstbewußt, mit dröhnendem Gelächter und gemütlichem Spott.

Sorte Pflug gab die junge Anna Samten, Krischans Tochter, sehr hübsch, glatt und schlag­fertig; nach der shatespearischen Viola, mit der sie sich im Sommer hier einführte, eine überraschend realistisch gesehene und gerundete Gestalt.

*

Gert Geiger hatte imHahn" eine noch er­giebigere Rolle, doch war auch dieser Knecht Hin- nert hier eine ergötzlich ausgetüftelte Figur, beson­ders in der wirtlich aufregenden Derhörszene mit Ziege und Gendarm.

Karl S ö s e r spielte den Sehrer Meiners, der in seiner Ahnungslosigteit, Weltfremdheit und Unge- schicklichteit eine fast bemitleidenswerte yügur maajt in dieser Umgebung, zwischen Verlegenheit und Aufregung schwantend, dennoch mit unroiDer)tep=

D.a-ch das großherzige Wert unseres Führers tri Zusammenarbeit mit den örtlichen Amtswaltern , wurde es uns ermöglicht, einige Wochen

j einer herrlichen Urlaub zu genießen untr uns frei e zie. wachen von aller Sorge und allem Kummer des n Mltczs. Ob ich die Gastfreundschaft, die Verpfle-

die Not leiden. l. , . , _

Der Geschäftsmann hat bestimmt die national- chien und Sungen an. Bilden die Trauben Den sozialistische Grundidee noch nicht begriffen, der Hauptteil der Nahrung, und zwar so, daß sie einen mich türzlich ganz erstaunt fragte:Ja, wie fann sättigenden Zustand Hervorrufen, fo wirten sie In­derin der Mann einen SA.-Mann aufnehmen, der folge ihres geringen Nährgehaltes als Abmage-

hat doch selbst taum etwas!" Ich gab ihm die Antwort, die darauf paßte. Solche Menschen tön- ----- --ö----- r, ... ..

nen sich eben vom Eigennutz niemals losmachen und Kilo Trauben pro Trag. Man steigere Die Menge