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Wirtschaft
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1.
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Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. TN.
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Die hinter den Papieren
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2,446 58,25
54,17 12,12
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168,70 21,41
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7,45
7,5
14,9
Buenos Ai re. Brüssel.....
>Rto de Jan.
Sofia......
Kopenhagen. Danzig.....
London .....
HelfingforS.. Pari» ......
Holland .... Italien.....
Javan......
Jugoslawien Oslo..... :
Wien.......
Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag.......
Budapest ... Neuyork...
Oer Kartoffelpreis in den Kreisen Gießen, Büdingen Friedberg und Usingen.
ton n dhteti
d Wen Min
Erzeugers.
Für Speisekartoffeln zu Einkellerungszwecken
a) für die Lieferung nach Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Mainz und Wiesbaden 3,50 bis
29,25
1,4
7,8
7,45
7,4
14,75
7,95
7,45
7,4
14,9
W MI
4% Oesterreichische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4/t% desgl. von 1913..........
6% abgcst. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe
Der Bezirksbeauftragte für die Regelung des Absatzes von Kartoffeln innerhalb der Kreis- bauernschaft Oberhessen-West hat im Einvernehmen mit dem Gebietsbeauftragten für die Regelung des Absatzes von Kartoffeln in der Landesbauernschaft Hefsen-Rassau für die Kreise Gießen, Büdingen, Friedberg und Usingen folgende Kartoffelpreise festgesetzt:
" Im Großhandel für Speisekartoffeln
für weißfleischige 2,50 RM.
für gelbfleischige 2,70 „
je Zentner ab Hof bzw. frei Bahnstation des
4 RM.;
b) für die Lieferung nach den Kreisstädten und nach Bad Homburg, Vilbel, Bad-Rauheim, Nidda und Butzbach 3,40 RM.
c) für alle übrigen Orte 3,20 „
je Zentner frei Keller.
Für die Verkäufe unter 1 und 2a sind Schlußscheine auszustellen.
Oie Erzeugermindestpreise für Hühnereier.
(LPD.) Die Erzeugermindestpreise für Hühnereier werden mit Wirkung vom 8. Oktober auf Grund der 2. Verordnung über die Regelung des Eiermarktes vom 3. Mai 1934 im Einvernehmen mit dem Reichskommissariat für die Vieh-, Milch- und Fettwirtschaft für das Wirtschaftsgebiet des Eierverwertungsverbandes Hessen auf 1,45 Mark je Kilogramm festgesetzt. Der Preis versteht sich ab Hof des Erzeugers. Der festgesetzte Preis ist Ver-
BuderuS ................... o
Deutsche Erdöl ..............4
Gelsenkirchener..............o
Sarpener...................o
oesch Eisen—Köln-Neuessen .. 0
Ilse Bergbau ...............6
Ilse Bergbau Genüsse........6
Klvcknerwerke ...............0
Mannesmann-Röhren........0
Woran arbeiten die deutschen Monomen?
Oie Eroberung des Sestirnraumes. — Ein Gespräch mitprofeffor Or. Guthnik.
Von Kurt pastenaci.
Vergstation bei Sonneberg in Thüringen auf dem 640 Meter hohen Erbesbühl, und zwar durch halbautomatische Ueberwachungskameras. Die Aufnahmen reichen bis zu den Sternen 13. oder 14. Große.
Wie liegen die klimatischen Verhältnisse und die sich daraus ergebenden Beobach- tunqsmöalichkeiten in Deutschland?
„Äir haben im Durchschnitt etwa 120 Nachte im Jahr, die für Beobachtungszwecke klar genug sind. Das westliche Nordamerika ist uns in dieser Beziehung weit überlegen, denn in Kalifornien z. B. hat man 280 bis 300 solcher Nächte. Noch besser ist Südafrika dran, wo vielleicht 330 Nächte im Jahr Beobachtungen zulassen. Seit Jahren haben wir deshalb den Plan, eine astronomische Station auf der Südhalbkuqel unserer Erde zu errichten. Ich habe 1929 Südwestafrika bereist und bei Windhuk besonders günstige Verhältnisse zur Errichtung einer Sternwarte festgestellt. Eine solche Station braucht nicht nur fließendes Wasser, sondern auch elektrischen Strom und nach Möglichkeit auch Gas, ist also an Städte gebunden.
Haben sich nicht politische Schwierigkeiten für die Errichtung einer solchen Station ergeben?
„Nein, im Gegenteil, die Bürgermeister südafrikanischer Städte auch in der eigentlichen Union rissen sich förmlich um uns. Auch die finanziellen Schwierigkeiten sind eigentlich nicht bedeutend, penn zur Errichtung einer solchen Sternwarte reichen fürs erste 50 000 bis 100 000 Mark aus. Es wäre außerordentlich zu begrüßen, wenn sich der Plan verwirklichen ließe, und zwar sollte es eine Reichs st ernwarte sein, die den Astronomen aller deutschen Sternwarten zugänglich ist. Die Bedeutung einer solchen auf der südlichen Halbkugel für die deutsche astronomische Wissenschaft geht nicht nur aus dem Unterschied zwischen der Zahl der klaren Nächte hervor — 120 in Deutschland gegen 330 in Südafrika —, sondern vor allem daraus, daß von der Südhalbkugel aus der Hauptteil des Milchstraßensystems sichtbar ist. Die Amerikaner, haben dort unten nicht weniger als vier Stationen. Es würde für die deutsche Astronomie von entscheidender Bedeutung sein, wenn die jetzige Regierung, die sich übrigens uns gegenüber sehr aufgeschlossen zeigt, die Errichtung einer Sternwarte in Windhuk ermöglichen würde."
Ein Gang durch die Babelsberger Sternwarte mit ihren riesigen Kuppeln und mächtigen Instrumenten, die sich spielend leicht bewegen lassen, bringt nach den sozusagen nüchternen Feststellungen des Professors wieder den Zauber des Geheimnisvollen dieser Wissenschaft. Dabei zeigte der liebenswürdige Direktor unter anderem auch die eigene W e r k st ä t t e, in der die Sternwarte sich einen Teil ihrer Instrumente selbst herstellt.
0.648
58.29
0,206
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A.E.G......................0
Bekula.....................o
Elettr.Lieferungsgesellschaft... 6
Licht und Kraft ............. 6
Felten & Guilleaume......... o
Gesellfch.f.Elektr.Unternehmun^ 6
Rheinische Elektrizität ........ 5
Schuckert L Co...............6
Siemens L Halske............7
LahmeyerLGo............. io
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosfenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Grihner....................Ol — [
Mainkraftwerke Höchst a.M..„ 4 79,25
Süddeutscher Zucker.........8| 190,5 I
Wahrlich eine „engere" Heimat!
Aus Amerika kommt die Nachricht, daß dort eine R i e f e n l i n f e für astronomische Zwecke gegossen wird. Hat eine solche wirklich so große Bedeutung?
„Es handelt sich wohl nicht um eine Linse, sondern um einen Spiegel. Die Mount-Wilson-Stern- warte besitzt schon zwei der größten mit 1,50 Meter und 2,50 Meter Oeffnung. Unser Babelsberger Spiegel von 1,25 Meter gehört ebenfalls zu den größten, die heute benutzt werden. Mit dem geplanten großen Spiegel lassen sich noch weit schwächere Sterne und Nebenflecken heranholen und genauer erforschen, ist doch eine der wichtigsten Aufgaben gegenwärtig die Bestimmung der Radial
geschwindigkeiten der fernsten Spiral n e b e I, also der Geschwindigkeiten, mit denen diefe„sich von unserm System der Milchstraße entfernen."
Woran arbeiten die deutschen Sternwarten gegenwärtig besonders? „
„An dem sogenannten „neuen Zoneunternehmen , d.h. an der Wiederholung der genauen Ortsbestimmung von etwa 150000 Sternendes Nordhimmels zur Ermittlung ihrer Eigenbewegungen. Dieses Zoneunternehmen ist nach Deklinationszonen unter eine Reihe von Sternwarten verteilt, und zwar Berlin-Neubabelsberg, Bonn, Breslau, Hamburg-Bergedorf, Heidelberg und Leipzig. Außerdem ist noch die russische Hauptsternwarte in Pulkowo bei Leningrad beteiligt. Die Sternwarte in Bonn z. B. nimmt die südlichste Zone photographisch auf, die Sternwarte in Hamburg- Bergedorf den mittleren Teil des Himmels und die russische Sternwarte in Pulkowo die Pol-Kalotte, d.h. die Sterne um den Nordpol des Himmelsgewölbes herum. Außer den photographischen Aufnahmen werden Ortsbestimmungen also mit dem Auge ausgewählter Sterne, die möglichst gleichmäßig über den Himmel verteilt sind, an Meridianinstrumenten ausgeführt. Das über mehr als vier Jahre sich erstreckende visuelle Beobachtungsprogramm wurde von den genannten deutschen Sternwarten übernommen. Vorn Staat und von der Notgemeinschaft für deutsche Wissenschaft sind für dieses große Kulturwerk zusätzliche Mittel von weit über eine halbe Million Mark zur Verfügung gestellt worden." — Der aus diesen Beobachtungen abgeleitete Katalog der genauen Oerter von etwa 150 000 Sternen soll bis 1940 fertiggestellt werden.
Wie kommt es, daß gerade eine russische Sternwarte so eng mit deutschen zusammenarbeitet?
„Die Sternwarte von Pulkowo ist mit der deutschen Wissenschaft durch eine lange Tradition verbunden. Ihr Gründer war der Deutsche Wilhelm Struve. Sein Sohn Otto folgte ihm als Direktor der Sternwarte. Sein Enkel Hermann Struve war hier in Babelsberg mein Vorgänger."
Erfolgt eine ständige Ueberwachung des Himmels?
„Ja. Das ist eine der besonderen Aufgaben der Sternwarte Berlin-Babelsberg. Diese beständige photographische Ueberwachung des Himmels erfolgt durch Aufnahmen von je einer halben oder ganzen Stunde Belichtung in, den klaren mondscheinlosen Nächten, teils in Neubabelsberg, teils in unserer
Ausführungen im Börsenprospekt 0,50 v. H. höher, Scheideanstalt blieben zu 215 v. H. unverändert. Am Elektromarkt traten Schuckert (plus 1,75 0. H.) etwas hervor, auch Siemens, Gesfurel, AEG. und Licht & Kraft fanden bei leicht erhöhten Kursen etwas Interesse. Dagegen blieben Felten von der Mitteilung über gute Beschäftigung unberührt, vielmehr gaben sie auf die Tatsache des schwachen Exportgeschäftes um 1,50 v. H. nach, Bekula gingen um 0,75 v. H. zurück. Der Montanmarkt lag bei wenig veränderten, aber meist geringfügig höheren Kursen fast ohne Umsatz, Mannesmann zogen 0,75 v. H. an. Weiter fest lagen erneut Reichsbankanteile mit plus 2 0. H.» während Bank für Brauindustrie trotz der bprozen- tigen Dividendenerklärung 1,50 v. H. verloren. Schiffahrts- und Zellftoffaktien lagen behauptet, Daimler 0,50 v. H., AG. für Verkehr 0,75 v. H. freundlicher. Von Valutapapieren gaben AKU. abermals 1 v. H. nach, auch Chade wurden schwacher genannt.
Am Rentenmarkt blieb das Geschäft im Verlaufe ruhig, doch lagen die Kurse zumeist auf Anfangsniveau, nur Kommunal-Umschuldung bröckelten etwa 0,25 v. H. ab. Am Pfandbriefmarkt hat die Nachfrage merklich nachgelassen und hier und da ergaben sich leichte Abschwächungen. Liguidationspfandbriefe gaben überwiegend von etwa 0,25 bis 0,75 v. H.^ nach. Kommunal-Obligationen hielten sich etwa behauptet. Stadtanleihen waren allgemein angeboten und bis zu 1 v. H. niedriger. Für Jndustne-Obli- gationen erhielt sich noch verschiedentlich Interesse. Am Auslandsrentenmarkt lagen Schweizer Bundes-^ bahnanleihen 2 bis 3 v. H. schwächer, auch Mexiko-y ner bröckelten ab.
Der Aktienmarkt war später meist etwas freund-1 kicher, Farbenindustrie zogen bis auf 143 an, 1 bröckelten aber dann auf 142,75 v. H. ab, Bekula ■? und Geffürel zogen etwas an. Niedriger lagen andererseits u. a. Deutsche Linoleum (— 1,65 0. H.) unb Felten minus 0,50 v. H.
Abendbörse: ruhig.
Die Abendbörse hatte ganz allgemein nur kleine 1 Umsätze aufzuweisen. Lediglich am Rentenmarkt war das Geschäft in manchen Werten später etwas | belebt, wobei Kommunal-Umschuldung und Altbesitz j je 0,13 v. H. anzogen. Späte Reichsschuldbuchforde- j rungen lagen mit 95,75 bis 96 nur knapp gehalten, 1 Reichsmark-Obligationen gaben gegen den Mittags- I verkehr um 0,25 bis 0,50 v. H. nach. Pfandbriefe blieben ziemlich unverändert. Von Stadtanleihen I kamen 6 0. H. Mainz mit 82,75 v. H. (nach 84) | zur Notiz, 6 v. H. Mannheim lagen mit 88 fest | und wurden repartiert, auch 6 v. H. Pforzheim von 27 waren mit 85 etwas fester.
Der Aktienmarkt hatte sehr stilles Geschäft, die Berliner Schlußkurse lagen jedoch behauptet, nur AKU. (— 0,50 v. H.), Reichsbank (— 0,50 v. H) und Harpener (—0,65 v. H.) lagen schwächer. Am Kassa- marEt waren von Großbankaktien Commerzbank (69,50) 0,50 v. H. und OO-Bank (73,25) 0,75 v. H. fester. Von fremden Werten blieben Mexikaner gut behauptet, 3,50 0. H. Schweizer Bundesbahn mit 181 (184) matt.
Bindermarkt in Gießen.
Auf dem gestrigen Rinder-Nutzviehmarkt in Gießen standen 638 Stück Großvieh, 158 Fresser uni 182 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: a) Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 300 bis 400 Mark, 2. Qualität 210 bis 270, 3. Qualität 100 bis 160; b) Schlachtkühe a) 150 bis 280, b) 50 bis 100; c) Rinder x!r- bis ^jährig 50 bis 85, 3!v bis zweijährig 80 bis 160, tragend 160 bis 300 Mark; d) Kälber das Pfund Lebendgewicht 25 bis 35 Pf. Ausgesuchte Tiere über Notiz. Marktverlauf lebhafter, kein Ueberftanö.
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Die Sternkunde und die Sternkundigen sind heute । wie vor 1000 oder 3000 Jahren von dem Schleier des Geheimnisvollen umgeben. Daran hat weder die Technik mit ihren Riesenspiegeln, ihren photographischen Apparaten und ihren sonstigen Präzisionsinstrumenten noch die nüchterne Mathematik etwas geändert. Dem Laien sind ja die Maße der Astronomie, z. B. das Lichtjahr, ebenso unvorstellbar wie die Art und Weise, in der auf Grund von Messungen die Entfernung der Sterne von einander, ihr Zustand, ihre Größe usw. festgestellt werden. Das immerhin Beruhigende an dieser von Geheimnissen umwobenen Wissenschaft ist die Tatsache, daß in einer für die Menschheit absehbaren Zeit kein Zusammen st oß unserer Erde mit irgendeinem der großen Weltkörper in Aussicht steht. Deshalb findet man oft die Meinung, daß der Astronomie die praktische Lebensbedeutung fehlt.
Professor Dr. G u t h n i k, der Leiter der Sternwarte in Neubabelsberg bei Berlin, meint zu der Frage, ob die Astronomie irgend eine praktische Lebensbedeutung habe, daß im wesentlichen der Sinn der Wissenschaft ja nicht ein praktischer Lebenszweck, sondern die Erkenntnis der Wirklichkeit und Wahrheit ist.
„Erst die Auswirkung der wissenschaftlichen Forschung hat, auch was die Astronomie angeht, praktische'Bedeutung. Im 16., 17. und 18 Jahrhundert ergaben die Entdeckungen von Kopernikus, Kepler, Galilei, Newton die Notwendigkeit, die Mathematik für die Bedürfnisse der Astronomie weiterzuentwickeln. So rief die Sternkunde die klassische Mechanik ins Leben. Ich brauche nur an Newton, Leibniz, Euler, Lagrange, La place, Jakobi, Gauß u. a. zu erinnern. Die Leistungen der Mathematiker sind wiederum anderen wissenschaftlichen Fachgebieten und vor allem der Technik zugute gekommen."
Wie steht es mit dem uns nächsten Himmelskörper, dem Mond? Ist er astronomisch genügend erforscht?
„Soweit es unsere Instrumente zulassen, ja. Es ist aber durchaus nicht ausgeschlossen, daß die Mondforschung in absehbarer Zeit in ein neues Stadium tritt. Dann nämlich, wenn wir Menschen diesem Trabanten unserer Erde den ersten Besuch ab- ftatten."
Halten Sie, Herr Professor, als Astronom einen solchen Besuch auf dem Mond für möglich?
„Er ist jedenfalls heute nicht mehr im Bereich des ganz Unmöglichen. Würde eine eiserne Notwendigkeit die Menschheit zur Eroberung des Mondes zwingen, so kann es kaum einem Zweifel unterliegen, das es ihr mit den heutigen Mitteln der Technik gelingen würde, eine Verbindung mit dem Mond her- zustellen. Eine solche Fahrt zum Mond würde neben den Gefahren des luftleeren Raumes, der Atmo- fphärenlosigkeit des Mondes selbst und der überaus schroffen Temperaturunterschiede im Sonnenschein und im Schatten auch noch durch Zusammenstöße mit größeren oder kleineren, den Weltraum mit Geschwindigkeiten von vielen Kilometern in der Sekunde durcheilenden Gesteinstrümmern gefährdet sein. Solange keine zwingende Notwendigkeit vorliegt, dürfte'die praktische Durchführung eines solchen Fluges vor allem an den außerordentlich hohen K 0 - ft e n scheitern."
Wie steht es mit dem Weltraum? Ist er leer oder mit irgendeiner Materie erfüllt?
„Praktisch ist der Weltraum leer. Aber an den dunkeln und Hellen Nebelflecken sehen wir, daß Materie, wenn auch in ganz feiner Verteilung, weite Strecken des Weltraums einnimmt. Die dunkle Materie, die das Licht insbesondere innerhalb unserer „engeren" Heimat dem System der Milchstraße absorbiert, drängt sich nahe der Hauptebene dieses sehr flachen scheibenförmigen Systems zusammen. Nahe der Ebene der Milchstraße ist also die Materie verhältnismäßig am dichtesten.
Unsere „engere" Heimat im Sinne des Astronomen, die Milchstraße, hat einen Durchmesser von 30 000 ober 40 000 Lichtjahren. Jedes Lichtjahr zu 9,5 Billionen Kilometer gerechnet! Das ist für jedes Lichtjahr mehr als das 60 OOOfache der mittleren Entfernung von der Erde bis zur Sonne.
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fäuferminbeftpreis und darf seitens der Ankäufer nicht unterboten, wohl aber überboten werden. Stückweises Aufkäufen ist nicht gestattet. Die Preisfestsetzung vom 17. September wird durch diese Anordnung aufgehoben.
*
* Zinsherabsetzung der Meliorationskredite der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt. Wie der DHD. erfährt, hat die Deutsche Rentenbank-Kreditanstalt (Landwirtschaftliche Zentralbank) den Zinssatz für die aus eigenen Mitteln gegebenen Meliorations- zwifchen'kredittz um 1,50 v. H. herabgesetzt. Die Zinssenkung tritt rückwirkend mit dem 1. Juli 1934 in Kraft. Oeffentliche Mittel werden für diese Zins- senkung nicht in Anspruch genommen.
Frankfurter Börse.
TNittagsbörse: ruhig, aber freundlich.
F r a n k f u r t a. M., Das Hauptmerkmal der heutigen Mittagsbörse war ein wesentlich ruhigeres Geschäft auf allen Marktgebieten, insbesondere aber am Rentenmarkt. Bei der Kulisse bestand überwie-
Frantsurter Obst- und (Hernüfemartt.
Frankfurt a. M., 9. Ott. Gemüse hat weiterhin sehr reichliche Zufuhren von Blumenkohl, Estarol, Kopfsalat und Spinat. In Krautarteu ist das Angebot gut. Die Preise für Bohnen, Rotkwuc, Tomaten und Wirsing haben leicht angezogen, im übrigen blieben sie zum letzten Freitag unverändert. Das Geschäft war nicht zufriedenstellend. Blumenkohl 10 bis 35, Buschbohnen 12 bis 15, Stangenbohnen 15 bis 18, Eskarol 4 bis 8, Karotten 3,5 bis 5, Kohlrabi (ober) 3 bis 4, dieselben (unter) 5 bis 6, Kopfsalat 3 bis 8, Pfifferlinge 40 bis 42, Steinpilze 35, Rote Rüben 3,5 bis 4,5, Rotkraut 3,5 bis 5, Sellerie (je nach Größe) 8 bis 25, Spinat 3 bis 4, Tomaten I 7 bis 9, II 4 bis 5, Weißkraut 2,5 bis 3, Wirsing (spitz) 4 bis 5, (rund) 2,5 bis 3, Zwiebeln 5,5 bis 6, (ital.) 5,5 bis 6.
Am O b ft m a r f t ist starkes Angebot in Aepfeln, in Birnen reichlich, in Trauben gut. Bei fast unveränderten Preisen hat das Geschäft einen schleppenden Verlauf. Aepfel I 10 bis 14, II 7 bis 9, Goldparmäne I 10 bis 14, II 7 bis 10, Reinette 8 bis 12; Birnen I 10 bis 14, II 7 bis 9, Dr. Diehls Butterbirne 6 bis 12, Mollebusch 7,5 bis 8, Haselnüsse 28 bis 30, Kastanien 10 bis 12, Preißelbeeren 25 bis 26, Finnländer Quitten 6 bis 8, Trauben 8 bis 12, 17 bis 24 bulg., 16 bis 18 ital., 14 bis 15 Ungar., 18 bis 20 franz., Zwischen 15 bis 17, Walnüsse 17 bis 20. _______ 1
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genb etwas Entlastungsbedürfnis, so daß die noch vorliegenden, jedoch auch kleiner gewordenen Kundenaufträge kaum ins Gewicht fielen. Die Grund- ftimmung des Rentenmarktes ist aber weiter freundlich und dürfte sich auch für fernerhin erhalten.
Die ersten Kurse lagen gut behauptet, später bröckelten sie verschiedentlich leicht ab. So Altbesitz mit 100,65 bis 100,25, späte Reichsschuldbuchforderungen mit 96,13 bis 96. Kommunal-Umschuldung, Zinsoergütungsscheine und Reichsmark-Obligationen lagen unverändert. Etwas fester '-■.•.een Reichsbahn- Vorzugsaktien (plus 0.13 v. H. Hub 6 v. H. Stahl- verein-Bonds (plus 0,25 v. H.). Am Auslandsrentenmarkt war das Geschäft zunächst noch unentwickelt.
Der Aktienmarkt verzeichnete ebenfalls nur kleine Umsätze, die Haltung hat sich aber weiter gebessert, ’bie Kursbildung war indes wieder uneinheitlich. Etwas lebhafter gingen Farbenindustrie bei 141,90 bis 142,25 (141,65) v. H. um, Rütgerswerke auf die
»'■ AL tur* bärfc tur* böcse 8.10. | 9-10 | 8.10. | 9.10.
30,25 1 30,51
79,25 -
1901 -I
Oatum
6% Deutsche Reichsanleihe v. 192? 6% ehem.7% Tt.Rcichsanl.v. 1929 b’/,% Doung-Anleihe von 1930 ..
Deutsche Anl.-Abläs.-Schuld mit AuSlos.-Rechten .............
Desgl. ohne Auslos.-Rechte......
6% ehein.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............
6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12..................
6’/,% Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Ligui.........
Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1936
5KZ% ehem. 4'/,% Franks. Hyp.-
Bank-Liqu.»Pfandbrtese.......
6y2% ehem. 4%% Rheinische
Hyp.-Bank-Liau.-Goldpse.....
6% ehem. 8% Pr. Landespfand.
briesanstalt, Pfandbriefe R. 19
6% ehem. 7% Pr. Landespfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs..
Schultheis Patzenhofer .......0
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg...................0
Zellstoff Waldhof ............0
Zellstoff Aschaffenburg .......0
Dessauer Gas...............1
Daimler Motoren............0
Deutsche Linoleum...........0
Orenstetn & Koppel..........0
Leonhard Tietz.............. 0
Cbade......................10
Aecumulatorew-Fabrt!........o
Contt-Gummt.......... 0
Philipp Holzmann...........0
Zementwerk Heidelberg ...... 0
Cementwerk Karlstadt.........O|
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Berlin
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Berlin
Schlußkurs
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Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß- kurs
Schlußk. Mittag- börse
Datum
8-10.
9.10
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9 10-
Datum
8-10.
9-10
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9-10
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8
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Mansselder Bergbau ..
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2 yt% Anatolier ..............
5,13 7
4,35
37
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7
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36,75
4,8
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36,5
Kokswerke...........
Phönix Bergbau......
Rheinische Braunkohlen Rheinstahl ...........
.......0
.......0
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50
230
90,75
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228,5
91,13
98,4
50,13
230
90,4
98,5
50
228
91
Bereinigte Stahlwerke.
.......0
43
42,9
43
42,9
Hamburg-Amerika-Paket ..... 0
Hamburg-Südam. Danwfichtff. 0
27,75
27,25
28,13
27,25
Otavi Minen ........
.......0
13,25
13,25
13,25
13,13
Kaliwerke Aschersleben.
.......5
120,25
120
—
—
25,13.
Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth
.......6
—
118
119
118
Hansa-Dampfschifs ......0
—
—
.....7V2
154
154
154
154
Norddeutscher Lloyd .......0
30,13
29,4
30
29,5
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 4
80
96
80,75
95,5
80,5
96
80,75 96
Z. G. Farben-Jndustrie
.......7
141,65
142,25
141,4
142,25
Commerz, und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und Disconto-
67,9
69,5
67,5
69
Schctdeanstalt........
.......0
215 93,25
41,5 85,9
215
92,5
41,75
93
41,5
92,5
41,65
70,25
73,25
70,25
72,25
.......0
Gesellschaft................0
Metallgesellschaft......
Dresdner Bank..............0
73
75
73
75
.......0
87
85,75
86,5
Reichsbank ......... 12
146,25
146,5
146,75
147
8. Oktober
9-Oktober
Amtliche Notierung Seid | Lriei
Amtliche Notierung
Geld | Brie-
0,646
0,650
0,644
58,17
58,29
58,17
0,204
0,206
0,204
3,047
3,053
3,047
54,20
54,30
54,11
81,20
81,36
81,20
12,135
12,165
12,115
5,36
5,37
5,355
16,39
16,43
16,39
168,48
168,82
168,44
21,45
21,49
21-45
0,710
0,712
0,708
5,694
5,706
5,694
60,98
61,10
60,88
48,95
49,05
48,95
11,015
11,035
10,99
62,59
62,71
62,49
81,13
81,29
81,07
33,99
34,05
33-92
10,37
10,39
10,37
2,470
2,474
2,474
Banknoten
•
Berlin, 9-Oktober | Geld
Briefs
Amerikanische Noten..............
2,426
Belgische Noten..................
58,01
Dänische Noten .................
53,95
Englische Noten .................
12,08
Französische Noten...............
16,35
Holländische Noten...............
168,02
Italienische Noten................
21,33
Norwegische Noten ..............
60,72
Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling
—
Rumänische Noten...............
——
Schwedische Noten...............
62,33
Schweizer Noten.................
80,89
Spanische Noten.................
33,78


