Nr. 211 Zweites Blatt
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesten)
Montag, IS. September 1954
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Freie
unmöglich machte.
erster
Der Dampfer „M o r r o Castle
Zum der
trächtliche Versicherung der Ladung oorgenommen worden.
Flammen zu bekämpfen, bevor die alarmierte Mannschaft noch zur Stelle war. Das Feuer fand an den Vorhängen, Teppichen usw. reiche Nahrung. Der gesamte Oberbau der „Morro Castle" bildete bald ein einziges Flammenmeer, ehe noch die Fahrgäste das Deck erreichen konnten. Von den 24 Rettungsbooten konnten infolge des Sturmes und der starken Rauchentwicklung nur 12 ausgesetzt werden, und auch diese waren nicht voll beladen.
Die aus Spring Lake gemeldet wird, schilderten verschiedene dort gelandete Ueberlebende der „Morro Castle" ihre Erlebnisse. Sie seien durch Stimmengewirr geweckt worden. Als sie die &a- lbinentür öffneten, hätten bereits die Flammen her- «ingeschlagen. Sie hätten darauf die Türen wieder verschlossen und sich damit abgefunden, in der Kabine den Flammentod zu erleiden. Schliehlich seien Rie jedoch von Mitgliedern der Besatzung durch SKabinenfenster auf Deck gezogen worden. Als ihr Rettungsboot von dem brennenden Dampfer ab- 'tieß, hätten sich noch zahlreiche Fahrgäste li n f e r Deck befunden. Etwa 25 Mitglieder der Besatzung, die einzeln ausgefragt wurden, erklärten übereinstimmend, daß zahlreiche Fahrgäste umge- ! ommen seien, weil sie sich geweigert hätten, Nie Rettungsboote zu besteigen. Sie schilderten sehr anschaulich, wie die durch die Flammen und den dichten Raum dem Wahnsinn nahen Männer
vergeb
lichen fieberhaften Bemühungen der Deckwache, die
und Frauen alle Versuche der Matrosen, sie Sicherheit zu bringen, vereitelt hätten.
Das wissenschaftliche Programm.
Die sorgfältige Ausarbeitung und Sicherung der Fahrroute ermöglicht es der Expedition, sich ein wissenschaftliches Programm zu stellen, dessen Lösung praktisch das Ende des „unbekannten" Brafi- liens bedeuten wird. Die geographische Erforschung wird hauptsächlich die lückenlose Aufnahme der unerforschten Gebiete im Mündungsraum des Amazonas, an der nordbrasilianischen Grenze und im Inneren Matto Grossos zum Ziel haben. Sie wird es Brasilien ermöglichen, endlich eine v o ll st ä n d i g e G e n c - ralstabskarte seines Gesamtgebietes zu erhalten und wird damit Las karthographische Gesicht
verwendet werden.
Oie Expedition finanziert sich selbst
Französische Gonntasreden im Gtil poincares.
Paris, 9. Sept. (DNB.) Der Sonntag stand in Frankreich unter dem Zeichen der Gedenkfeier an die Marneschlacht und an die
Erschütternde Augenzeugenberichte. Mitglieder der Besatzung schilderten die
Die Befürchtungen, daß sich der deutsche Konsul Landmann von Matanzas auf Kuba, der zusammen mit seiner Gattin sich auf der „Morro Castle" befand, ebenfalls unter den Todesopfern befinden würde, haben sich erfreulicherweise nicht bestätigt. Der Konsul und seine Gattin befinden sich unter den G e r e t t e t en des brennenden Schiffes.
Die Entstehungsursache noch nicht geklärt.
sich zahlreiche Fahrgäste durch Sturz in die See zu retten suchten. Viele Passagiere müssen in ihren Kabinen umgekommen sein, da die gewaltige Rauchentwicklung jedes Entkommen ins
Im Hafen von Neuyork trafen die Dampfer „Monarch of Bermuda" mit 72, „City of Havanna" mit 60 und „Andreas Luckenbach" mit 22 Geretteten der „Morro Castle" ein. Vor dem Verwal- tungsaebäude der Ward-Schiffahrtslinie und an den Landungspiers spielten sich herzzerreißend e Szenen ab. Die Ward-Schiffahrtsgesell- schaft gibt bekannt, daß sie vor Abschluß der offiziellen Untersuchung über die Ursache des Brandes auf dem Schiff die Schuldfrage nicht erörtern könne. Gleichzeitig wurde mitgeteilt, daß der stellvertretende Kapitän W a r m s sich noch mit einigen Mannschaften an Bord des brennenden Dampfers befindet, während der kurz vor Ausbruch des Feuers an einem Herzschlag gestorbene Kapitän Willmott auf dem Totenbett ein Opfer der Flammen geworden sei.
Der geschwärzte Rumpf des Dampfers „Morro Castle" ist bei Astbury Park (New Jersey) a u f Strand gesetzt worden. Der Sturm auf der See hat sich am Sonntagnachmittag gelegt. Küstenwachtfahrzeuge suchen noch immer nach etwaigen Ueberlebenden und nach Toten.
Die letzte Verlustliste: 156 Tore und Vermißte.
Neuyork, 10. Sept. (DNB. Funkspruch.) Der Dampfer „Morro Castle", der immer noch brennt, liegt nunmehr nur noch 60 Meter vom Strand bei 2lsbury Park auf Grund. Die oberen Verdecke find vollständig ausgebrannt. Die Vundesbehörde wird cm Montag mit der amtlichen Untersuchung beginnen. Den Offizieren des Dampfers wurde streng verboten, der presse Mitteilungen über den Brand zu machen. Die Blätter drücken ihre Verwunderung aus, daß zwischen dem Ausbruch des Brandes und der Alarmierung der Fahrgäste anscheinend mindestens eine Stunde verflossen ist. Da das Betreten der unteren Decks am Sonntag immer noch nicht möglich war, herrscht noch durchaus Ungewißheit über die Zahl der Todesopfer, um so mehr, als viele Tote bisher noch nicht festgestellt werden konnten. Am Sonntag spät abends gab die Ward-Line folgende Ziffern aus: Ueberlebende Fahrgäste 221, Mannschaften 171, Offiziere 9. Tote: 45, Vermißte: Fahrgäste 52, Mannschaften 59.
Mit 5% Millionen Dollar versichert.
Wie verlautet, betrug die Versicherung des in Brand geratenen Dampfers „Morro Castle" ungefähr 5% Millionen Dollar, wovon 2% Millionen Dollar in den Vereinigten Staaten gezeichnet worden waren und der Rest aus dem Londoner Markt. Abgesehen davon war eine be-
daß die Menschheit nach den Prüfungen des Weltkrieges nur daran denke, ihre Wunden zu verbinden und zu arbeiten, um wieder zu einem bescheidenen Wohlstand zu gelangen. Das sei das Ideal aller Franzosen, und dieses Ideal würden sie, falls nötig, in demselben Geist verteidigen, wie sie es an der Marne getan hätten.
Besonders maßlos in ihren Angriffen gegen Deutschland war eine Rede, die der Abgeordnete Desire F e r r y , der Vorsitzende des Heeresaus- fchuffes der Kammer, auf dem Friedhof von Champenoux hielt. Er behauptete u. a., Deutschland sei bereit, sich auf ein Signal hin in jedes Abenteuer zu stürzen. Daß der Führer in Nürnberg die Arbeitsdien st pflicht angekündigt hat, verdrehte Ferry dahin, daß Deutschland damit die Rückkehr zu der durch den Versailler Vertrag verbotenen Militärdien st pflicht versuche. Ferry versuchte auch mit Zitaten aus dem Buche „Mein Kampf" seinen unhaltbaren Standpunkt zu belegen. Schließlich behauptete Ferry, daß die lothringische Bevölkerung an der Saarfrage besonders interessiert sei, denn nach einer Rückgliederung der Saar müsse Lothringen wie vor 1914 in ständigem Alarmzustand unter der Bedrohung eines neuen Einfalls leben. Die lothringische Bevölkerung wünsche, von neuen Kriegsschrecken geschützt zu sein. Der eigentliche Zweck der agitatorischen Ausführungen Ferrys verrät sich darin, daß er Schluß leidenschaftlich für eine Erhöhung Militärdien st zeit eintrat.
Ueber einen ungewöhnlichen Kampf zwischen Adlern und Störchen wird aus dem Dorf Orkhay- gazi in Anatolien berichtet, und die Kunde ist um so erstaunlicher, da sie von einem Sieg der Adebare über die Könige der Lüfte erzählt. Die Schlacht zwischen den Vögeln, denn von einer solchen kann —- tiefe;;; Falle sprechen, wurde durch sechs
Adlern eingeleitet, die ein Storchennest anfielen und die jungen Störche töteten und verzehrten. Sie waren gerade im Begriff ihren Raubzug bei einem benachbarten Nest fortzusetzen, als die Eltern der
389 Gerettete.
New 2ersey, 8. Sept. (DNB.) Der amerika- Nische 11 520 Tonnen große Dampfer „Morro Castle" steht in Flammen. Er befindet sich zwanzig Meilen südlich vom Leuchtturm von Neuschottland und sendet SOS.-Rufe. Die Nyradio Corporation, welche die SOS.-Rufe auffing, meldet, daß die Verbindung mit dem Dampfer unterbrochen
Professor Vage le r bearbeitet ine besonderen Probleme, die der Flug stellen wird, seit langen Jahrzehnten. In den Vorkriegszeiten war er der boden- kundliche Sachoerständige der Reid)sregierung für die Kolonialgebiete. Seine Arbeit in diesen Jahren basierte auf der Idee, der kolonialen Siedlungs- politlk des Reichs durch eine systematische Klassifizierung der Kolonialböden eine sichere Grundlage zu verschaffen. Diese Klassifizierung sollte durch Untersuchung der natürlichen Flora und der Bodenverhältnisse im Hinblick auf wirtschaftliche Sied- ungsmöglichkeiten erfolgen. Solche agro-biologi- chen Arbeiten führte Prof. Vageler seit 1907 im Auftrag des Reichs - Kolonialamtes in Afrika in ünf großen Expeditionen durch. Nach der Revolution schied Prof. Vageler aus dem Reichsdienst aus und stellte seine bodenkundlichen Untersuchungen in den Dienst privater Jnteressentengruppen. Nach For- ungsreisen durch Abessinien, Sumatra, Persien, Aegypten und den Sudan unternahm er 1932 im Auftrag deutscher Wirtschaftskreise eine Reise durch die deutschen Siedlungen in Ostafrika, um deren Entwicklungsmöglichkeiten zu untersuchen. Das negative Resultat dieser Untersuchung ließ in deutschen an Ausland-Siedlung interessierten Kreisen die Idee einer verstärkten Siedlung in Südbrasilien entstehen, deren Aussichten'und Möglichkeiten dann 1933 die von Prof. Vageler geführte Deutsche Wis- enschaftliche Studienkommission in Zusammenarbeit mit den brasilianischen Behörden prüfte. Die Kommission unternahm in das für eine künftige Siedlung wichtigste Gebiet des Staates Parana eine mehrmonatige Expedition. Nach dem Abschluß der Kommissionstätigkeit wurde Prof. Vageler vom brasilianischen Landwirtschaftsministerium als Sachverständiger für Bodenkunde verpflichtet.
- Auch der neue Zeppelin selbst wird für den Flug über Brasilien besonders ausgestattet. In Zusam- ■ menarbeit mit dem brasilianischen Generalstab wird > einphotogra mm «irisches Auf nahme- i gerät eingebaut. Eine Reihe anderer Sonderappa- i rate sollen eigens für diesen Forschungsflug herge- ; stellt werden. Sie müssen natürlich zunächst längere , Zeit hindurch unter Mitwirkung brasilianischer, . deutscher und anderer wissenschaftlicher Institute erprobt werden. In seiner Eigenkonstruktion braucht der neue Zeppelin allerdings keinerlei Aenderun- ■ gen für den Flug. So wie er gebaut ist, stellt er das ideale Mittel einer derartigen Riesenexpedition dar. „Z L129" wird weit größer sein als der „Graf Zeppelin", größer sogar als der amerikanische Luftriese „Macon". Seine Geschwindigkeit wird 135 Kilometer erreichen. E r bietet 50 Pa ss agieren weiträumigen Platz. Auf einem kurzen Flug könnte er sogar 2000 Personen mitnehmen. Für die Expeditionsteilnehmer ist daher reichlich Platz. Ebenso für ihre Arbeiten. Durch die Trennung zwischen Passagier- und Lenkungs- Gondel konnten in der Passagiergondel neben । den eigentlichen Kabinen zwei sehr geräumige Deckräume geschaffen werden, die durch besonders konstruierte Fenster eine wunderbare Sicht auf die Erde bieten und ideale Arbeitsplätze für alk Untersuchungen der Forscher darstellen. Der Gasinhalt des neuen Zeppelin ist mit 190 000 Kubikmeter etwa doppelt so groß wie der des „Graf Zeppelin". Seine Tanks können 60 bis 70 Tonnen Rohöl mitführen.
Die Finanzierung des Flugs soll durch die Auswertung feiner Ergebnisse sicher- gestellt werden. Die Expeditionsleitung besitzt das Alleinrecht für sämtliche Presseveröffentlichungen, Bildberichterstattung und Filmverwertung. Der
Kämpfe in Lothringen. Veranstaltungen dieser Art fanden statt in Meaux, Vitry-le-Francois und in Champenoux in der Gegend von Nancy. Zum Gedenken an die Marneschlacht sprach u. a. der französische Kriegsminister Marschall Petain. Deutschland, so behauptete er, besäße im innersten Kern feines Wesens nicht nur jene kriegerische Tugend, die auf den Schlachtfeldern seinen Wert ausmache, sondern es habe besonderen Geschmack an der Macht, mit der es einen Kult treibe, und es sei von dem beständigen Hang getrieben, den Säbel zu schwingen, um auf diese Weise seiner Politik Nachdruck zu geben.
Wie aus diesen Worten des Marschalls hervor- zugehen scheint, hat der Marschall bis jetzt es noch nicht für notwendig gefunden, von den vielen Reden hinreichende Kenntnis zu nehmen, in denen der Führer Deutschlands friedfertige E i n st e l l un g mit aller Deutlichkeit Umrissen hat. Nur so läßt es sich auch erklären, wenn der Marschall weiterhin an Deutschland die überflüssige Mahnung richtet, es möge im Gedenken an die gefallenen Deutschen, die drüben neben so vielen gefallenen Franzosen ruhn, sich daran erinnern, daß der Krieg nicht ein Gut an sich sei und
Nordpolflug und der Rundflug um die Welt, die vom „Graf Zeppelin" seinerzeit unternommen wurde, Haden gezeigt, Laß die Auswertung solcher Forschungsflüge die Deckung sämtlicher K o st e n ermöglicht. Vielleiä)t werden sich auch interessierte wissenschaftliche Institute an den Kosten beteiligen. Oeffentliche Gelder werden jedenfalls, weder auf brasilianischer noch auf deutscher Seite für die Deckung der Flugkosten herangezogen werdm. Ebensowenig ist an öffentliche Sammlungen gedacht. Der Flug wird ein rein wissenschaftliches Unternehmen unter der Leitung deutscher und brasilianischer Wissenschaftler sein, es wird ohne irgendwelche Abhängigkeiten und Unterstützungen durchgeführt werden.
Zur Teilnahme am Flug, der für August 1935 in Aussicht genommen ist, werden Gelehrte aus allen Ländern herangezogen werden, be- sonders natürlich deutsche und brasilianische Fach- Wissenschaftler. Besonders eingeladen hat die Expeditionsleitung bereits den großen geographischen Forscher Sven Hedin. Die Organisation des Flugs wird in den Händen der Träger der Idee dieser Riesen-Forschungsreise liegen. GeneralRon- don, Dr. Eckener, Professor Vageler und Direktor Hammer von der Lufthansa. Die Arbeiten am Expeditionsfilm werden von Kurt Pas- so w besorgt. Die wissenschaftliche Gesamtleitung hat Professor Vageler.
getöteten Jungen zurückkehrten und sich, beim Anblick der Mordtat, an ihre Gefährten wandten, die in jenem Gebiet zu vielen Hunderten nisten. B'ald hatten sie eine streitbare Macht von ungefähr zweihundert Störchen gesammelt, die zunächst gemeinsam ihre Jungen in Sicherheit brachte und sie durch zuverlässige Wachen sicherte. Dann griff das Fluggeschwader die Adler an, die sich bei ihrem Raubzug nicht hatten stören lassen. Auch sie hatten von ihren Genossen Zuzug erhalten, so daß der Kampf in den Lüften ein immer größeres Ausmaß annahm. Der Kampf endigte mit einem überlegenen Siege der Störche; mehr als zwanzig Adler würden von ihnen getötet und weitere fünfzig verwundet. Die übrigen suchten ihr Heil in der Flucht und wurden von den Storchen noch lange verfolgt.
Das Ende des unbekannten Brasilien
Die Zeppelin-Expedition schafft eine neue Landkarte.
Von unserem H B.-Korrespondenien.
Rio de Janeiro, August 1934.
Natürlich kann die geplante Expedition des neuen Zeppelin-Luftschiffes „LZ 129" in die großen unerforschten Gebiete Südamerikas ihrem wissenschaftlichen Programm auch nicht annähernd gerecht werden, wenn sie sich auf das Heb erfliegen des Urwaldes beschränken müßte. Gerade deshalb wird sie sich aber des neuen Zeppelins als Transportmittel bedienen, der es ihr erlauben wird, überall, wo es die Untersuchungen erfordern, L a n d u n gen vorzunehmen oder bei stillstehendem Luftschi ausaedehnte photographische Arbeiten und sonstig Messungen durchzusühren. Die von Dr. Eckener au dem Nordpol-Flug des „Graf Zeppelin" gesammel: ten Erfahrungen in dieser Richtung sind in der gegenwärtig im Bau befindlichen Neukonstruktion glänzend verwertet worden. Die motorische Ausstattung macht es dem kommenden „L Z 129" möglich, sozusaaen in der Lust stillzustehen und dabei so tief herunterzugehen, daß eine mühelose wissenschaftliche Durcharbeitung des gerade an- geflogenen Gebietes erfolgen kann. Aber noch mehr. Der neue Zeppelin ift mit einer Gondel ausgerüstet, die aus der Luft auf die Erde oder auf Wasserläufe herabgelassen werden kann, um nach Beendigung der unten erforderlichen Arbeiten wieder an einem Kabel zum Luftschiff heraufgezogen zu werden. Die Gondel wird eine tropfenförmige Bootsform erhalten, zur mühelosen Landung jedoch auch mit Rädern versehen sein. Zur Fortbewegung in Flußläufen besitzt sie einen Außenbordmotor. Sie wird überdies aus Leichtmetall hergestellt werden, so daß sie von zwei Menschen auch geschoben werden kann. Die Gondel wird eine ganz besonders sorgfältige Ausstattung mit allen notwendigen wissenschaftlichen Apparaten erhalten, wobei die Erfahrungen brasilianischer Fachleute herangezogen werden. Sie wird auch zur Aufnahme des Expeditionsfilms in Linie 1 '
Die Unglücksstätte ist durch das Kreuz gekennzeichnet.
sei. „Morro Castle" Hal eine Besatzung von 240 Mann und 313 Fahrgaste. Alle Küstenwachtschiffe von Nord-Iersey sind zur Hilfe unterwegs. Eine vollständige Liste der Zahl der Geretteten und der Opfer lag auch am Samstagabend noch nicht vor. Die Ward-Line, der das Fahrzeug gehört, gab am Sonntagabend bekannt, daß 560 Personen an Zord gewesen seien. 389 seien gerettet, nämlich 221 Fahrgäste und 168 Mann der Besatzung. Die Zahl der Toten und Vermißten belaufe sich auf 17 1.
„Gin glühender Hochofen".
Die jetzt in Spring Lake gelandeten Befahungs- mitglieder sind der Ansicht, daß das Feuer in der Bücherei im Vorderschiff ausbrach. Die Matrosen berichten, daß die Flammen mit ungeheurer Schnelligkeit das ganze Deck erfaßten, und daß die eilig alarmierte Mannschaft nicht mehr in die Kabinengänge Vordringen konnte, sondern sich darauf beschränken muhte, die Kabinenfenster vom Deck aus einzuschlagen.
weitere Mitteilungen Geretteter besagen, daß die „Morro Castle" innerhalb weniger Minuten ein glühender Hochofen war, von dem
furchtbare Gchiffskatastrophe au der amerikanischen Ostküste Oer Paffagierdampfer „Morrocastle" in Ilammen.
Aeues in Kürze.
In Paris rechnet man damit, daß gelegentlich der für heute angesetzten Geheimsitzung des Genfer Völkerbundsrats eine endgültige Einigung sowohl über den Beitritt Sowjetrußlands als auch über die Aufnahmeförmlichkeiten zustande kommt. „Petit Parifien" will erfahren haben, daß man in Genf bereits, am heutigen Montag das Eintreffen einer fowjet- russischen Abordnung erwarte. Wenn sich diese Gerüchte bestätigen sollten, so könne man sicher sein, daß die Verhandlungen, die über die Aufnahme Sowjetrußlands hinter den Kulissen geführt wurden, erfolgreich gewesen seien.
Die Regierungskommission des Saargebiets veröffentlicht ausgerechnet an dem Tage,
an dem die Verbalnote der deutschen Regierung an die Regierungskommission in Sachen des Freiwilligen A r b e i t s d i e n st e s bekanntgegeben worden ift, ihre Verordnung, durch die der Freiwillige Arbeitsdienst im Saargebiet verboten ift und denjenigen Gefängnisstrafe angedroht wird, die für den Arbeitsdienst werben oder die als Arbeitgeber von ihren Arbeitern oder Angestellten den Nachweis der Beschäftigung im Arbeitsdienst verlangen.
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„Libertö" bringt die sensationelle Meldung, wonach der Völkerbund infolge der ablehnenden Haltung der Schweiz gegenüber Sowjetrußland nach Wien ü b e r z u s i e d e l*n beabsichtige.
Ein G e n e r a l st r e i k in Madrid ist von den marxistischen Gewerkschaften abgeblasen worden. Die Arbeit ist in vollem Umfange wieder ausgenommen worden.
Kampf zwischen Adlern und Störchen.
New-York
^Atlantic Cif
VEREINIGTE STAATEN^
U3 1 LT) Philadelphia^
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