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Der Führer spricht zu den Amtswaltern

Be­

den der des

füguna zu haben, die ihre Materie voll und ganz beherrsche.

so reden, fuhr er fort, kennen nicht den Sinn der Partei, sonst könnte man genau sagen: Braucht ihr jetzt noch eine Partei, ihr habt doch den Staat! Das wäre wahrlich Irrsinn und Aberwitz! Denn, meine Volksgenossen, Führer und Gefolgschaft sind zwei Dinge, die in der Gemeinschaft und ihren Aufgaben Zusammenarbeiten müssen, die aber in der Erziehung ganz andere Maße an sich legen müssen. Vom Führer einer Gemeinschaft, einer Kompanie, muß ich ganz etwas anderes verlangen wie von Soldaten. (Lebhafter Beifall.) Wenn der Führer in seiner Proklamation von den tausend

Jahren sprach, einer tausendjährigen Geschichts- periode der Zukunft, die durch uns, durch die nativ- nalsozialiftische Bewegung eingeleitet worden ist, dann ist das keine Phrase und kein Phantom, son­dern wir sind voll überzeugt: Die Fundamente, die der Nationalsozialismus für diese tausend Jahre gelegt hat, sind so fest, so gewaltig, so unerschütter­lich, richtig und klar, daß wir alle wissen: Deutsch­land wird dank Adolf Hitler und seinem heiligen Wollen weiter tausend Jahre in Freude, Stolz, Glück, Erhabenheit, Wohlstand und Freiheit leben können.

wieder sehen und achten gelehrt, er hat bei Nichtbeamten den Sinn für die Notwendigkeit autoritären Arbeit des Beamten im Dienste Staates wieder erweckt.

Führers ein nicht mehr wegzudenkender Bestand­teil der Nationalsozialistischen Partei und des na­tionalsozialistischen Staates sein solle, rief stürmische Zustimmung hervor. Mit einem Händedruck dankte ihm der Führer für seine Erziehungsarbeit an der deutschen Jugend. Der Stellvertreter des Führers erteilte dann dem

Reichsjustlzkommiffar Dr. Frank

das Wort zu einem grundlegenden Vortrag über das ThemaDie Einwirkungen des nationalsozia- listiischen Jdeegutes auf das deutsche Rechtsleben". Sein großzügiger Ueb erb lick über die neue national­sozialistische Rechtsgestaltung und Rechtsschöpfung auf allen Gebieten des deutschen Rechtes wurde von dem Kongreß mit großer Begeisterung ausgenom­men. Sein Appell an die Parteigenossen, Vertrauen zu den nationalsozialistischen Juristen als den Rechtsherrn des Dritten Reiches zu haben, fand bei den Kongreßteilnehmern stürmische Zustimmung, ein Beweis dafür, wie sehr alle Nationalsozialisten die Notwendigkeit einer neuen rechtsschöpferischen Arbeit im nationanlsozialistischen Sinne anerken­nen. Auch ihm dankte der Führer für seine Aus­führungen und damit zugleich für sein Werk. Der Stellvertreter des Führers vertagte sodann den Kongreß auf Montagnachmittag 18 Uhr. Hier wird der Führer sprechen.

Oer Leiter des Amtes für Beamte und Führer des Heichsbundes der deutschen Beamten Hermann Neef.

Es ist mir auch als Berufsbeamter eine besondere Genugtuung, im Amt für Beamte dem politischen Willenskern der innerhalb der Partei zusammenge­faßten Beamten und an der Spitze des Reichsbun­des der Deutschen Beamten, ihrer umfassenden be­ruflichen Einheitsorganisation, der nationalsoziali­stischen Weltanschauung dienen zu können, denn die Beamtenschaft ist Mittler zwischen dem Willen Adolf Hitlers als Führer des Staates und dem deutschen Volk als Nation. Die deutsche Beamten­schaft tritt erst jetzt in ihre eigentliche Aufgabe ein, da sie aus dem Gebiete der Verwaltung Willens- vollstrecker einer Staatsgewalt wird, die ein einiges deutsches Volk führt, da sie einem Regierungssystem verbunden und verpflichtet ist, das dem Lebensgesetz deutschen Volkstumes entspricht, da sie vor allem in der Treue zu Adolf Hitler als dem Wesensträger deutschen Seins im germanischen Geiste der Gefolgschaft verpflichtet ist. Adolf Hitler hat den deutschen Beamten seinem Volke zurück­gegeben. Er hat das deutsche Volk seine Beamten

Nürnberg, 8. Sept. (DNB.) Auf der Sonder- tagung des Amtes für Beamte im Marientorzwin- ger, die vom Stellvertreter des Amtsleiters Pg. R e u s ch eröffnet wurde, waren Reichsarbeits­minister S e l d t e sowie der Ehrenpräsident der deutschen Beamtenschaft, Reichs st atthal- ter Sprenger, Vertreter des Reichsinnen­ministeriums sowie sämtliche Amtswalter im Amt für Beamte anwesend.

Reichsstatthalter Sprenger

betonte in einer kurzen Begrüßungsansprache, daß jeder Beamte die Verpflichtung habe, im Geiste des Nationalsozialismus die Gesetze zu erfüllen. Die Wandlung, die der Beamte des alten Staates zum nationalsozialistischen Beamten durchzumachen habe, sei eine so ungeheure, daß ein großer Teil der deutschen Beamtenschaft diese Wandlung noch gar nicht begriffen habe. Er schloß mit einem Appell an die nationalsozialistischen Beamten, allezeit Dor- bild des ganzen Volkes zu sein.

Heichsarbeitsminister Seldte

begrüßte dann die Beamtentagung mit einer kur­zen Ansprache, in deren Mittelpunkt er den Satz stellte:Die Beamtenschaft ist das Rückgrat des Staates". Er betonte, daß es für die Erhaltung eines Staates ungeheuer wichtig sei, einen Beamten­apparat und eine Beamten-Kameradschaft zur Ver-

Der Beamte im neuen Staat.

Neichsstatthatter Sprenger auf der Sondertagung des Amtes für Beamte

Der Reichsbeamtenführer kam dann auf die deutung des neuen Beamteneides zu spre­chen, der als der Eid der Treue und des Gehor­sams der Person des Führers und Reichskanzlers, der alle Staatsgewalt in sich vereinige, gelte. Durch den Eid sei die Beamtenschaft mit der nationalso­zialistischen Bewegung, dem politischen Willensträ­ger des Staates und der Wehrmacht, dem Waffen­träger des Staates, die beide den Eid der Treue und des Gehorsams auf Adolf Hitler geleistet haben,

Der Führer betritt die Zeppelinwiese, um zu den dort aufmarschierten 180000 politischen Leitern zu sprechen.

Der Führer ehrt die deutschen Kriegsopfer Oie Fortsetzung des Parteikongreffes.

staatsrechtlich und politisch auf eine besondere Ebene gestellt. Sie bildet die tragende staats­politische Säule auf dem Gebiete der Verwaltung. Die Beamtenschaft muß deshalb einheitlichen We­sens, einheitlicher Staatsgesinnung und gleicher cha­rakterlicher Richtung sein, sonst könnte sie im festge­schlossenen einheitlichen nationalsozialistischen Staat ihrer Aufgabe nicht gerecht werden. Der Reichs- bund der Deutschen Beamten ist und wird immer eine Beamtenorganisation sein, deren Mit­glieder der Fahne Adolf Hitlers unverbrüchlich und entschlossen folgen. Seine Arbeit hat nur diese eine Grundlage, Träger einer anderen Gesinnung haben in ihm keinen Raum. Unter tosendem Beifall der nationalsozialistischen Beamten schloß Pg. Neef: Die Beamten stehen als Nationalsozialistischen in Reih' und Glied in der politischen Armee unseres ober­sten Führers.

Eine Faschistenversammlung in London

Etwa 50 000 Menschen hatten sich am Sonntag- abend anläßlich der faschistischen Massen­kundgebungen im Londoner Hyde- Park versammelt, annähernd 10 000 Polizisten waren aufgeboten worden, um Zusammenstöße zwi­schen den Faschisten und den zu einer Gegendemon­stration aufmarschierten Kommunisten zu verhin­dern. Die uniformierten Faschisten in Stärke von etwa 5000 Mann marschierten mit wehenden Fah­

nen in den Hyde-Park ein. Als der von den Fa- schiften stürmisch begrüßte Oswald Mosley er­schien, versuchten die Kommunisten erneut die Po­lizeikette zu durchbrechen. Der ganze Hyde-Park war mit Polizisten und Krankenautos überfüllt. Der Menschenandrang war so groß, daß der ge­samte Verkehr in der Umgebung des Parkes ins Stocken geriet. Ein Windmühlenflugzeug dirigierte die Polizeimanöver aus der Höhe.

Wettervoraussage.

Nach Gewitterstörungen mit stellenweise recht ergiebigen Niederschlägen ist der Luftdruck von der Biskaya her kräftig angestiegen, so daß die Zufuhr ozeanischer Luft abgeschnitten und von Norden her kühlere Luft nach dem Festland befördert wird. Diese dürfte weiteren Luftdruckanstieg Hervorrufen, der wieder mehr heiteres Wetter zur Folge hat. Bei dem Vordringen der Kaltluft kommt es nur noch vereinzelt zu schauerartigen Niederschlägen.

Aussichten für Dienstag: Teils dunstig und bewölkt, teils aufheiternd, geringe Temperatur­schwankungen zwischen Tag und Nacht, stellenweise schauerartige Niederschläge.

Aussichten für Mittwoch: Anfangs dun­stig, tagsüber heiter und etwas wärmer, zeitweise auch wechselnd bewölkt, vorwiegend trocken.

Lufttemperaturen am 9. September: mittags 26,8 Grad Celsius, abends 20,4 Grad; am 10. September: morgens 14,3 Grad. Maximum 27,3 Grad, Mini­mum 9,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 9. September: abends 21,4 Grad; am 10. Sep­tember: morgens 17 Grad Celsius. Niederschläge 34,2 mm. Sonnenscheindauer 5,3 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für Öen übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VIII. 34: 10100. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei

R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Nürnberg, 9. Sept. (DNB.) Die Fortsetzung Les Parteikongresses stand im Zeichen der Anwe­senheit d o n 2 5 0 0 Schwerkriegsbeschä­digten, die auf den Ehrentribünen in den vor­deren Reihen des Saales Platz genommen hatten. In der ersten Reihe faßen 6 0 Kriegsblinde. Als der Führer mit feinen Begleitern die Kon­greßhalle betrat, brauste ein vielstimmiges Heil durch die Reihen. Der Führer ging sofort auf die Reihen der Kriegsblinden zu, und es war ein ergreifender, unvergeßlicher Anblick, wie er jedem einzelnen Blin­den die zum Gruß ausgestreckte Hand herunternahm und herzlich drückte und jedem einige Worte des Mutes und der Anteilnahme widmete.

Nach dem Anmarsch der Standarten eröffnete das Reichssymphonieorchester die Tagung mit der Freischützouvertüre. Dann erteilte der Stellvertre­ter des Führers Rudolf Heß dem Führer des Deut­schen Arbeitsdienstes

Reichsleiter Hier!

das Wort. Seine Ausführungen über die Ent­wicklung des Freiwilligen nationalsozialistischen Arbeitsdienstes zu der Arbeitsdienstpflicht der Zukunft wurden häufig von Beifallskundgebun­gen unterbrochen. Seine Versicherung, daß der Deutsche Arbeitsdienst ein Hauptpfeiler beim Auf­bau des deutschen Volkserziehungswerkes unseres

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