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Die Frau im nationalsozialistischen Staate.

Oer Führer spricht auf der Sonderiagung der RS.-Krauenschast.

Der Samstag brachte die Fortsetzung der zahl­reichen Sondertagungen, deren nicht weniger als 20 für die Gau- und Kreisleiter, die Propaganda­leiter, bte Arbeitsdienstführer, die Kommunalpoli- tiker, die Schulungsleiter, die NS.-Hago-, Kreis- und Obmänner, die Lehrer und Studenten,'die Ju­risten, Techniker, Beamten, Wirtschaftspolitiker usw. abgehalten wurden.

Die gewaltige Kongreßhalle war diesmal den Frauen Vorbehalten, die den festlichen Raum lange vor der angesetzten Zeit bis in den äußersten Winkel füllten. Ein eigenartiges und ungewohntes Bild, außer den Absperrmannschaften im Mittel­gang und dem Reichs-Sinfonieorchester nur Frauen, darunter sehr viele in wundervollen der Halle zu sehen, die sonst fast ausschließlich den Mannern eingercmmt ist. Dor der Stirnwand hatte der weibliche Arbeits­dienst Aufstellung genommen, während das Po­dium den Ehrengästen und den Führerinnen der Frauenschaft Vorbehalten war.

Oie Führerin der deutschen Frauen, pg. Gertrud Scholz-Klink, gab in glänzenden, von feinem Humor durchsetzten Ausführungen den Rechenschaftsbericht über die Ar­beit der Frauenschaft im vergangenen Jahr. Sie umritz m großen Zügen das Aufgabengebiet, das der nationalsozialistische Staat den Frauen zuge­wiesen hat und das so vielgestaltig, so umfassend und so verantwortungsvoll ist, daß es schon den ganzen Einsatz der Person und die restlose gläubige Hingabe an das Gedankengut des Nationalsozialis­mus erfordert. Die deutsche Frau, wie wir sie uns denken, so führte die Frauenschaftsführerin aus, muß, wenn es die Lage ihres Volkes erfordert, so denken können, daß sie ein organisches Glied in diesem Volke ist. Sie muß geistig und körperlich schaffen, auf Luxus und Genuß verzichten können und sie muß aus dem hartenLeben, das unser Volk gezwungen ist zu leben, es fertig bringen, ein schönes Leb en zu machen. Sie muß innerlich um die Nöte ihres Volkes wissen und sie muß, um es auf eine Formel zu brin- (;en, politisch in dem Sinne denken können, daß ie mitdenkt, mitfühlt, miträt in einer selbst- icheren und stolzen Haltung.

Mit jubelnder Zustimmung wurde der Rechen­schaftsbericht angenommen. Dann füllten Lie­der des weiblichen Arbeitsdienstes und Musik- vorträge des Reichs-Sinfonieorchesters die Zeit bis zur Ankunft des Führers kurz vor 12 Uhr aus. Reichsleiter Hilgenfeldt geleitete ihn durch die Halle, wo ihn ein enthusiastischer Jubelsturm emp­fing. Ein Grußlied des Arbeitsdienstes erweckte erneut beigeistertes Echo. Dann spricht

der Führer:

Nach Jahren nehme ich zum ersten Mal wieder an einer Tagung nationalsozialistischer Frauen und damit nationalsozialistiscker Frauenarbeit teil. Ich weiß, daß die Voraussetzungen hierzu geschaffen worden sind durch die Arbeit unzähliger einzelner Frauen und insbesondere durch die Arbeit Ihrer Führerin. Die nationalsozialistische Be­wegung hat von der ersten Zeit ihres Bestehens an in der Frau die treueste Mithelferin nicht nur gesehen, sondern auch gefunden. Ich er­innere mich an die schweren Jahre des Kampfes der Bewegung und insonderheit an die Zeiten, m denen das Glück sich scheinbar von uns zu wenden schien, an die Zeiten, da viele von uns in den Gefängnissen waren, andere wieder auf der Flucht, in der Fremde, viele von uns verwun­det in den Lazaretten lagen oder auch getötet wor­den sind. Ich erinnere mich an die Zeit, an der sich so mancher von uns gewandt hat in der Meinung, aus uns könne doch nichts werden, an die Zeit' da der Geist in Deutschland überheblich glaubte, den Problemen nur von der vernunftmäßigen Seite gegenübertreten zu können, und da uns dadurch viele untreu geworden sind:

3d) weiß, damals find es unzählige Frauen gewesen, die unerschütterlich treu zur Bewegung und zu mir gehalten haben. (Stürmische Zustimmung.) Ls hat sich damals so recht die Kraft des Gefühls als das Stärkere und Richtigere erwiesen. Es hat sich gezeigt, daß der klügelnde Verstand doch nur zu leicht irregeleitet werden kann, daß scheinbar geistige Argumente Männer mit labilem geisti­gem Verstand ins Danken bringen, und daß gerade in diesen Zeiten der tiefffinnere Instinkt der Selbst- und Volkserhaltung in der Frau erwacht. Die Frau hat uns da bewiesen, daß sie das Richtige trifft!

Der Empfinden und vor allem das Gemüt der Frau hat zu allen Zeiten ergänzend auf den Geist des Mannes eingewirkt. Wenn sich im menschlichen Leben manchmal die Arbeitsbereiche zwischen Mann und Frau verschoben haben in einer nicht natur- gemäßen Linie, dann lag es nicht daran, daß die Frau an sich nach der Herrschaft über den Mann gestrebt hätte, sondern der Grund war darin zu suchen, daß der Mann nicht mehr in d^r Lage war, seine Aufgabe restlos zu er- füllen. (Langanhaltender Beifall.) Das ist ja das Wunderbare in der Natur und Vorsehung, daß kein Konflikt der beiden Geschlechter unter- und nebeneinander möglich ist, solange jeder Teil die ihm von der Natur vörgezeicbnete Aufgabe erfüllt.

Wenn man sagt, die Welt des Mannes ist der Staat, die Welt des Mannes ist sein Ringen, die Einsatzbereitschaft für die Gemeinschaft, so könnte man vielleicht sagen, daß die Welt der Frau f i n e k l e i n e re sei. Denn ihre Welt ist ihr Monn, ihre Familie, ihre Kinder und ihr Haus. (Lebhafter Beifall.) Wo wäre aber die größere Welt, wenn i niemand die kleine Welt betreuen wollte, wie könnte idie größere Welt bestehen, wenn niemand wäre, ider die Sorgen um die kleinere Welt zu seinem rLebensinhalt machen würde?

Rein: Die große Dell baut f i ch auf dieser kleinen Delt auf! Diese große Welt kann nicht bestehen, wenn die kleine Delt nicht fest ist. Die Vorsehung hat der Frau die Sorgen um diese ihre eigenste Welt zugewiesen, aus der sich dann erst die Delt des Mannes bilden und aufbauen kann. Diese beiden Welten stehen sich daher nie entgegen. Sie e r g ä n 3 e n f i ch gegenseitig, sie gehören zusammen, wie Mann und Weib zusammengehören. (Minuten- langer Beifall.)

Wir empfinden es nicht als richtig, wenn das Weib in die Welt des Mannes, in sein Hauptgebiet eindringt, sondern wir empfinden es natürlich, wenn diese beiden Welten geschieden bleiben. In die eine gehört die Kraft des Gemütes, die Kraft der Seele! Zur anderen gehört die Kraft des Sehens, die Kraft der Härte, der Entschlüsse und die Einsatzwilligkeit! In einem Fall erfordert diese Kraft die Willigkeit des Einsatzes des Lebens der Frau, um diese wichtige Zelle zu erhalten und zu vermehren, und im anderen Falle erfordert sie die Bereitwilligkeit, das Leben zu sichern, vom Manne.

was der Mann an Opfern bringt im Ringen seines Volkes, bringt die Frau an Opfern im Ringen um die Erhaltung dieses Volkes in den einzelnen Zellen, was der Mann einseht an Heldenmut auf dem Schlachtfeld, seht die Frau ein in ewig geduldiger Hingabe, in ewig ge­duldigem Leiden und Ertragen. Jedes Kind, das sie zur Welt bringt, ist eine Schlacht, die sie besteht für Sein oder Nichtsein ihres Volkes. (Ungeheurer Beifall.) Und beide müssen sich deshalb auch gegenseitig schätzen und achten, wenn sie sehen, daß jeder Teil die Aufgabe vollbringt, die ihm Natur und Vorsehung zu­gewiesen hat. So wird sich aus dieser Tren­nung der beiden Aufgaben zwangsläufig die

gegenseitige Achtung ergeben.

Wir wehren uns dagegen, daß ein Intellektua­lismus verdorbenster Art das auseinanderreißen will, was Gott zusammengefügt hat. (Stärkste Zu-

Wir haben deshalb die Frau eingebaut in den Kampf der völkischen Gemein­schaft, so wie die Natur und die Vorsehung es bestimmt hat. So ist unsere Frauenbewegung für uns nicht etwas, das als Programm den Kampf gegen den Mann auf feine Fahne schreibt, sondern etwas, das auf fein Programm den gemein­samen Kampf mit dem Mann setzt. Denn gerade dadurch haben wir die neue nationalsozia­listische Volksgemeinschaft gefestigt, daß wir in Mil- lionen von Frauen treueste fanatische Mitkämpfe­rinnen erhielten (langanhaltender Beifall), Kämpfe­rinnen für das gemeinsame Leben im Dienste der gemeinsamen Lebenshaltung, Kämpferinnen, die dabei den Blick nicht auf Rechte richten, die ein jüdischer Intellektualismus vorspiegelt, son­dern auf Pflichten richten, die die Natur uns gemeinsam ausbürdet. (Lebhafter Beifall.)

wenn früher die liberalen intellektualistischen Frauenbewegungen in ihren Programmen viele, viele punkte enthielten, die ihren Ausgang vom sogenannten Geiste nahmen, dann ent­hält das Programm unserer nationalsozialisti­schen Frauenbewegung eigentlich nur einen einzigen punkt, und dieser punkt heißt das Kind, dieses kleine Wesen, das werden muß und gedeihen soll, für das der ganze Lebenskampf ja überhaupt allein einen Sinn hat. Denn: Um was würden wir kämpfen und ringen, wenn nicht nach uns etwas käme, das das, was wir heute erwerben, zu feinem Nutz und Frommen anwenden und wieder wei­ter vererben kann? Dofür ist der ganze mensch­liche Kampf denn sonst? Dofür die Sorge und das Leid? Nur für eine Idee allein? Nur für eine Theorie? Nein! Dafür würde es sich nicht lohnen, durch dieses irdische Jammertal zu wan­deln. Das einzige, was uns das alles über­winden läßt, ist der Blick von der Gegenwart in die Zukunft, vom eigenen Denfchen auf das, was hinter uns nachwächft. (Laute Zustimmung.)

ftimmungO Die Frau ist, weil sie von der ursäch­lichsten Wurzel ausaeht, auch das stabilste Element in der Erhaltung eines Volkes. Sie hat am Ende den untrüglichsten Sinn für alles das, was notwendig ist, damit eine Rasse nicht vergeht, weil ja ihre Kinder vor allem in erster Linie von all dem Leid betroffen werden.

Der Mann ist geistig oft viel zu labil, um zu diesen Grunderkenntnissen sofort den Weg zu fin­den. Allein in einer guten Zeit und mit guter Er­ziehung wird der Mann genau so wissen, was seine Aufgabe ist. Wir Nationalsozialisten haben uns daher viele Jahre hindurch gewehrt gegen eine Einsetzung der Frau im politischen Leben, die in unseren Augen unwürdig war.

Mir sagte einmal eine Frau: Sie müssen dafür sorgen, daß Frauen ins Parlament kom­men; denn nur sie allein können es veredeln. Ich glaube nicht, antwortete ich, daß der Mensch das veredeln soll, was an sich schlecht ist, und die Frau, die in dieses parlamentarische Getriebe gerät, wird nicht das Parlament veredeln, sondern dieses Getriebe wird die Frau schänden. Ich möchte nicht etwas der Frau überlassen, was ich den Männern wegzunehmen gedenke. (Begeisterter Bei­fall.) Die Gegner meinten, dann würden wir nie­mals Frauen für die Bewegung bekommen. Aber wir bekamen mehr als alle anderen Par­teien zusammen, und ich weiß, wir hätten auch die letzte deutsche Frau gewonnen, wenn sie nur einmal Gelegenheit gehabt hätte, das Parla­ment und das entwürdigende Wirken der Frau darin zu studieren.

Ich sprach vor wenigen Minuten noch in der Jugendkundgebung. Es ist herrlich, über diese gol­dene Jugend au blicken, von der man weiß: Sie ist einst Deutschland, wenn wir nicht mehr sein werden! (Begeisterte jubelnde Zurufe.) Sie wird all das erhalten, was wir schaffen und aufbauen. Für sie arbeiten wir. Das ist der Sinn dieses gan­zen Ringens überhaupt! Und indem wir diese ein­fachste und lapidarste Zielsetzung der Natur er­kennen, richtet sich für uns die Arbeit der beiden Geschlechter von selbst logisch und richtig ein, nicht mehr im Streit, sondern im gemeinsamen Kampf um das wirkliche Leben.

Sie, meine Parteigenossinnen, stehen nun als Führerinnen, Organisatorinnen und Kämpferinnen in diesem Ringen. Sie haben eine herrliche Aufgabe mitübernommen. Das, was wir im großen in un­serem Volk gestalten wollen, das müssen Sie im Innern gut fundieren und fest unterbauen! Dem müssen Sie im Innern seelischen und gefühls­mäßigen Halt und Stabilität geben! Sie müssen in diesem Ringen, das wir heute um unseres Volkes Freiheit, Gleichberechtigung und Ehre und Frieden führen, die Ergänzung des Mannes fein, fo daß wir mit dem Blick in die Zukunft als wirk­liche Kämpfer vor unserem Volk und für unser Volk bestehen können! Dann wird niemals zwischen den beiden Geschlechtern Streit und Hader ent­brennen können, sondern sie werden dann Hand in Hand gemeinsam kämpfend durch dieses Leben wandeln,^ so, wie die Vor­sehung es gewollt hat, wie sie'zu diesem Zwecke beide erschuf. Und dann wird auch der Segen einer solchen gemeinsamen Arbeit nicht ausbleiben. Dann wird nicht um Theorien ein wirrer Kampf entbrennen, werden nicht wegen falscher Vorstel­lungen sich Mann und Weib entweihen, sondern dann wird auf ihrem gemeinsamen Lebenskampf der Segen des Allmächtigen ruhen!

Unter jubelndem Beifall der Zehntausende deut­scher Frauen beendet der Führer seine bedeutsamen Ausführungen, und in tiefer Ergriffenheit fingen die Frauen die zweite Strophe des Deutfchland- 1 liebes.

Ein Jubelsturm ohnegleichen dankte den Schöpfern und Gestaltern dieser Feierstunde, deren Träger der unbekannte Werkmann unseres Volkes war. 5000 Sänger sangen dann einige Volkslieder, nachdem bereits am Donnerstag auf allen Plätzen der Stadt Nürnberg unter außerordentlich starker Anteilnahme der Bevölkerung ein Jedermann-Singen durchge­führt worden war.

Aürnberg in Flammen.

Plötzlich erlischt alles Licht in dem weitgedehnten Volkspark. Zischend fährt die erste Granate mit donnerähnlichem Getöse auf und löst ein ohren­betäubendes Trommelfeuer, ein augenblendendes Rühen und Zucken aus. Dazu knattern Gewehr­feuerbatterien, Millionen Leuchtkugeln in allen Farben, gleißende Girandolen. Fallschirmraketen sinken langsam zur Erde, und dann folgen ein- einviertel Stunden lang Myriaden zuckender, zischender, heulender Leuchtkörper. Sie steigen auf rate riesige Springfluten, schießen meteorhaft durch das Dunkel, erhellen minutenlang die Nacht, um sie dann in gespenstische Farben zu tauchen. In der ganzen Breite der gewaltigen Kampfbahn ergießt sich aus 10 Meter Höhe ein funkelnder, reißender Wasserfall. Durch die Rauch- wölken aber, die den Himmel verschleiern, zucken die Blitze riesenhafter Fächerschein­werfer. Das Donnern, Krachen und Bersten er­schüttert die Luft. Soweit das Auge sieht, ist der Himmel mit einem Regen von Gold und Silber von beißender Helle und einem unbeschreiblichen Farbenspiel der Leuchtkugeln be­deckt. An drei Stellen zu gleicher Zeit, am Dutzendteich, auf der Zeppelinwiese und in der Hauptkampfbahn zischen die feurigen Garben em­por, knattern die Bombenparaden los, prasseln die Feuerfluten des Goldregens ein gran­dioses, märchenhaftes Schauspiel, ein Fanal in R 01. Ein letztes Krachen reißt die gebannte und verzückte Menge wieder in die Wirklichkeit.

Bis tief in die Nacht noch sieht das Festgelände eine auch in ihrer Fröhlichkeit geeinte Gemeinschaft, die in der Tat den Geist Nürnberger Blütezeit atmet. Aus dem Gelände um den Dutzendteich ist die unsterbliche Festwiese derMeistersinger" ge­worden.

Oer Führer bei den ausländischen Diplomaten. Nürnberg, 8. Sept. (DNB.) Am Samstag­nachmittag stattete der Führer den in Nürnberg 3 um Reichsparteitag gekommenen ausländischen Diplomaten auf dem Bahnsteig 1 des Nürnberger Hauptbahnhofes, wo der Sonderzug der auslän­dischen Diplomaten hielt, einen kurzen Besuch ab. In Begleitung des Führers sah man den Reichs­außenminister Freiherrn von Neurath, Staatssekretär Meißner, Obergruppenführer Brückner und andere Herren. Unter Heilrufen schritt der Führer zum Wagen der Diplomaten und wurde hier vom Chef des Protokolls, Graf von Bassewitz, empfangen. Der Führer begab ich mit Freiherrn von Neurath und einigen Herren einer Begleitung in den Wagen, wo er die aus­ländischen Missionschefs, die die Einladung des Führers zum Reichsparteitag angenommen hatten, begrüßte. Im Namen der Diplomaten sprach der japanische Botschafter dem Führer den Dank für die ergangene Einladung aus. Der Führer antwortete mit einer kurzen Ansprache, in der er den Dank für das Erscheinen zum Ausdruck brachte und den Diplomaten einen weiteren guten Verlauf ihrer Nürnberger Reise wünschte. Reichsaußen­minister Freiherr von Neurath hatte nach der Begrüßung des Führers noch eine kurze Unterhal­tung mit Den ausländischen Diplomaten, die dann auf Wunsch Leni Riefenstahls ihren Wagen ver­ließen und sich auf dem Bahnsteig der Filmkamera zum Bilde stellten.

Die Sondertagung der AS9O. und AS.-yago.

Nürnberg, 8. Sept. (DNB.) Die N S B O. - und. NS. - Hago-Amtsleiter haben die Kongreßhalle bis auf den letzten Platz besetzt. Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, und der Stabsleiter der PO., Dr. Ley, betreten die Kongreßhalle, gefolgt von den Amtsleitern der Reichsleitung der Deutschen Arbeitsfront, den Gau­betriebszellenleitern, den Gauamtswaltern der NS.-Hago, sowie den Reichsbetriebsgemeinschafts­leitern. Nach dem Fahneneinmarsch eröffnete der Neichsorganisationsleiter der PO. und DAF., Claus Selzner, die Riesenkundgebung und erteilte als erstem Redner dem Stellvertreter des Führers das Wort. Er bezeichnete die Tatsache, daß die Vertretungen zweier Ständegruppen, die sich in der Vergangenheit scharf befehdeten, in einer gemeinsamen Tagung zusammengekommen sind, als einen Beweis für die Entwicklung in Deutschland nach der Machtergreifung durch den Nationalsozia­lismus. Rudolf Heß ging dann auf die Zielsetzung des Nationalsozialismus bezüglich der Sicherung der deutschen Landwirtschaft ein und betonte, daß zur Sicherung des Grund und Bodens in Deutschland eine Preisgestaltung nötig ist, die der deutschen Landwirtschaft den nötigen Ertrag garantiert für ihre Existenz. 9Benn dabei vorübergehend die Preise für landwirtschaft­liche Erzeugnisse in Deutschland höher waren als am Weltmarkt, so sei dies nötig z'ur Erhal­tung des Bodens als der Grundlage unseres Seins überhaupt. Wenn die Landwirtschaft zusam­menbreche als Folge von Preisen, zu denen die Landwirtschaft bei den deutschen Verhältnissen nun einmal auf die Dauer nicht existieren kann, fo breche alles zusammen. Denn weniger als je können wir die bann fehlende Ernährung unseres Volkes aus dem Auslande bestreiten. Um Nahrungsmittel einführen zu können, müssen wir Waren in Tausch draußen absetzen, die Absatzmärkte draußen werden nicht nur durch den Boykott, sondern auch, weil die anderen Völker die Absatzgebiete selbst brau­chen, gesperrt. Ein zu geringes Heroorbringen von Nahrungsmitteln im Jnlande infolge Zusammen­brechens der landwirtschaftlichen Betriebe durch un­rentable Preise aber und ein Nichtbeziehenkönnen von Nahrungsmitteln aus dem Auslande bedeutet Hungersnot, Hungersnot aber bedeutet Kampf aller gegen alle, bedeutet Bolschewismus, bedeutet das Ende Deutschlands.

Der Stabsleiter der PO.

teilte unter stürmischen Heilrufen der Amtsleiter der PO. mit, daß der Führer ihm feine vollste Zu­friedenheit über den Aufmarsch der PO. ausgedrückt habe. Dr. Ley verwahrte sich bann bagegen, baß Fragen laut würben, die das Weiterbestehen der NSBO. und der NS.-Hago in Zweifel stellten. Die

Ein deutsches Volksfest.

Am Samstag abend bei der NS.-Gemeinfchast »Kraft durch Freude- zu Gast.

Arn Samstagabend schien sich ganz Nürnberg einschließlich seiner Gäste ein Stelldichein in dem Riesengelände rund um den Dutzendteich gegeben zu haben, um an dem Volksfest teilzunehmen, bas bie NS. -GemeinschaftKraft burch F r e u b e" veranstaltete und mit bem sie einmal ben ganzen Reichtum bes beutschen Volkes unb bie Fülle ber Aeußerungsmöglichkeiten ber national­sozialistischen Polkstumsarbeit in einer großen Feierstunbe ber Stämme unb.Stänbe zeigen wollte. Das Programm war von * einer gerabezu ver- scbwenberischen Fülle. Die Darbietungen begannen schon in ben frühen Nachmittagsstunben unb zogen sich bis weit nach Mitternacht hin.

Im Walbtheater bot bie NS.-Kulturge- meinbe, umrahmt von Lanbsknechtstänzen, Vor- führungen ber Spielscharen unb Gesanaszwischen- spielen, derb-heitere aber im heften Volkstum ver- wurzelte Spiele bes Schuhmacherpoeten Hans Sachs. Auf ber Zeppelinwiese unb bem angren­zenden Platz bes ©tabiongelänbes gab es ein Massenkdnzert, T r a ch t e n 0 0 r f u h r u n - gen, Volkstänze unb in ununterbrochener Folge Vorstellungen bes weltbekannten Puhonny- ichen Marionettentheaters Baben-Baben unb meh­reren Puppenspiel-Ensembles. Zu gleicher Zeit waren auf bem Dutzenbteich bie gewaltigen Ori - ginalmobelle ber beutschen Ozean- riefenE u r 0 p a", Bremen" unbC 0 - lumbus" sowie bes Panzerkreuzers Königsberg" viel berounberte Anziehungs- punkte.

Aber bas Hauptinteresse konzentrierte sich boch auf bie prächtigen Anlagen bes Olympischen Stabions. Hier begannen bie Vorführungen mit einem Aufmarsch von 1500 Turnern unb Sportlern, bie in ihrer bunten Sport- kleibung auf bem grünen Rasen ein überaus färben- frohes unb bewegtes Bilb boten. Sie begannen mit wirksamen Körperschulungsübungen unb zeig- ten in ber heiteren Art, wie sie biefe Arbeit am eigenen Körper leisteten, wie vergnüglich ein Tun fein kann, bas zubem noch ben Vorzug hat, ber Gesunbheit unschätzbare Dienste zu leisten. Der bann solgenbe bunte Reigen brachte Mebizinballspieler,

Schwimmer, Leichtathleten, Turner, Schwerathle­ten, ja sogar Skiläufer in Zweckmäßigkeitsübungen, bie, obwohl sie keineswegs einftubiert waren, burch die Exaktheit unb Frische ihrer Ausführung brau- senben Beifall ernteten. Zu einer wirklichen Feier­stunbe aber würbe bann

das Massenschauspiel »Deutschland gestern, heute und morgen"

bas sinnbilblich wiebergab, was ber Nürnberger Reichstag bes beutschen Volkes im Wesenskern be­deutet, nämlich das Werden der großen deutschen Volksgemeinschaft. Dieses Massenschauspiel war ein Erlebnis von außerordentlicher Eindringlichkeit und Tiefe, die Zehntaufende, bie bei ben beiben Auf­führungen bie himmelansteigenben Ränge bes Sta­dions Kopf an Kopf besetzt hielten, währenb viele Tausenbe keinen Einlaß finden konnten, lebten die prachtvolle Aufführung in des Wortes engster Be­deutung mit. 3000 Volksgenossen aus allen Stäm­men und Ständen wirkten an dem Werk mit. Hier war in der Schilderung des Vorkriegsdeutschlands, des Niederbruchs und ber Wiebergeburt eine neu­artige unb künstlerisch hochwertige Form gefjunben, bie allen teilnehmenben Volksgenossen so zum Her­zen sprach, baß sie nicht nur ergriffen lauschten, fon- bern schließlich in ben gemeinsamen Gesängen auch mitgestalteten.

Als im Ausklang bie Bauern, bie Männer ber Arbeitsfront, alle beutschen Stämme in ihren roun- beroollen Trachten, bie Betriebsgemeinschaften im blauen Arbeitskittel, bie Angestellten, bie Beamten, bie geistigen Berufe, bie Friebensfolbaten Aböls Hit- lers in Braun unb Schwarz, ber Arbeitsbienst, Männer unb Frauen bes ganzen Volkes, kurzum bas ganze neue Deutschland) einträchtig ein Bekenntnis zur Volksgemeinschaft ablegten, als sie in ber Felbmitte bie heilige Flamme biefes Bekennt­nisses entzünbeten unb zu gleicher Zeit ber gesam­te Horizont ber Grenzen in flammendes R 0 t getaucht erglühte, stand das ganze Stadion wie ein Mann mit zum nächtlichen Himmel gereckter Rechten unb fang:Einigkeit unb Rechtund Feiheit finb bes Glückes llnterpfanb. Blüh' im Glanze biefes Glückes, blühe, beutfches Vaterlanb."

Das Kind im Mittelpunkt des nationalsozialistischen Irauenprogrannns.