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Schlüsse wies er daraus hin, daß die Gemeindever-
ammlung auch diesen schönen Nachmittag nicht
)abe feiern können ohne das Befreiungs- Führer und Volkskanzler aus. Mit dem gemein- wert unseres großen Führers und Dolkskanzlers samen Gesang der erften Verse des Deutschland-
und des Horst-Wessel-Liedes fand die Veranstaltung
ihren Abschluß.
Oberheffen
Familientag der Matthäusgemeinde
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* Weitershain, 9. Juli. Dank der Initiative " Nau, sind in
Adolf Hitler, dem wir alle zu herzlicher Dankbarkeit verpflichtet sind. Den Dank und zugleich das Gelöbnis zu weiterer treuer Gefolg-
schäft für den Führer brachte die Versammlung rn dreimaligen begeisterten Sieg-Heil-Rufen auf den
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serer Gebirgswelt.
25 Jahre Ziegenzuchtverein Großen-Buseck.
wg. Großen-Buseck, 9. Juli. Aus Anlaß des 25jährigen Bestehens hielt der hiesige Ziegenzuchtverein am vergangenen Sonntag seine Jubiläumsfeier ab, mit der gleichzeitig eine Prämiie- rungschau verbunden war. Die Prämiierung wurde am vormittag durchgeführt. Als Preisrichter hatten sich die Herren Münster- Hattenrod, Philipp- Watzenborn-Steinberg und Martin- Annerod zur Verfügung gestellt. Mittags wurde ein Werbeumzug der preisgekrönten Tiere abgehalten, der durch'die Ortsstraßen nach dem Festplai führte. Der Vereinsführer Ludwig S ch e l d hielt dort eine Begrüßungsansprache, in der er u.a. auch die Entwicklung des Vereins in den vergangenen 25 Jahren schilderte. Von den 37 Gründern seien noch heute zehn aktiv tätig. Es sind dies: Balthasar Pfeiffer I., Heinrich Pfeiffer VIII., Heinrich Pfeiffer XIV., Welhelm Scheid III., Ludwig Scheid V., Heinrich Wagner XVIII. Ludwig Hoffmann, Wilhelm Pfeiffer VJI., Heinrich Wagenbach VI. und Adam Schneider. Fer- ner verlas er die Namen der verstorbenen und im Weltkrieg gefallenen Mitglieder, die in üblicher Weise geehrt wurden. Es waren dies: Karl Hochstein, Christoph Dörr, Jakob Pfeiffer, Heinrich Keßler, Wilhelm Größer III., Hemnch Waqenbach IV., Heinrich Schwalb, Philipp S ch e l d, Konrad Pfeiffer VI., Philipp Pfeiffer XIII und Christoph Rohrbach.
Der Führer des Kreisziegenzuchtvereins, Landwirt Wilhelm Fenchel- Oberhörgern, hielt sodann einen Vortrag über die „Ziele und Beben» tunq der Ziegenzucht". Er hob besonders hervor, daß die Ziege die „Kuh des kleinen Mannes" sei. betonte ferner, daß die Ziegenzucht m Großen-Bußeck eine ausgezeichnete Pstegestatte habe und mit ihren Tieren schon viele Preise auf landwirtschaftlichen Ausstellungen habe erringen können. Mit einem dreifachen „S,eg-Heil! auf Führer und Vaterland und mit den gemeinsam gesungenen ersten Versen des Deutschlandliedes und des Horst-Wessel-Liedes wurde die Ansprache beschlossen. Ergebnisse der Prämiierung:
Klasse I, Böcke drei Jahre und älter: Gemeinde Großen-Buseck la» und Id-Preis.
Klasse II, Böcke ein Jahr alt: Gemeinde
IIId-Preis; Ludwig Nicolai I. Karl Hels und Heinr. Wagenbach VI. je eine Anerkennung.
Klasse IV, Ziegen zwei Jahre alt: Wilhelm Scheid III. 1. Preis; Wilh. Wagner IX. 2. Preis; Wilh. Wagner I. 3. Preis; Balthasar Pfeiffer VII., Ludwig Pfeiffer I. und Heinr. Demper je eine Anerkennung.
Klaffe V, Ziegen ein Jahr alt: Ludwig Scheid V. la-Preis; Otto Weiß Id-Preis; Christ. Scheid VI. Ic-Preis; Heinr. Harbach VIII. Ha- Preis; Heinrich Wagner VI. Ild-Preis, derselbe IIc« Preis; Heinr. Großer IV. IIIa-Preis; Wilhelm Scheid IV. IIId-Preis; Heinr. Balser, Heinr. Krämer und Christoph Volk je eine Anerkennung.
Klasse VI, Zeitziegen: Ludwig Scheld 3. Preis.
Landkreis Gießen.
ch W i e s e ck, 9. Juli. Das Landwirtschaftsamt Gießen veranstaltete gestern einen G e m a r -
NIVEA!
mild, leicht schäumend, ganz wundervoll Im Geschmack.
Großen-Buseck 3. Preis.
Klasse III, Ziegen drei Jahre und älter: Heinrich Münch I. la-Preis; Christ. Scheld VI. Id-Preis; Ludwig Scheld V. Ic-Prets; Wilh. Wagner I. Id» Preis; Heinr. Scheld VII. Id-Preis; Fritz Efau Ila-Preis; Heinr. Harbach VIII. Ild-Preis; Balth. Pfeiffer VII. Ilc-Preis; Julius Wöltge Ild-Preis; Konrad Pfeiffer VI. Ww. lle-Preis; Balth. Pfeiffer I. Illa-Preis; Wilh. Pfeiffer VII. IIId-Preis; Heinr. Jost Illc-Preis; Christoph Wagenbach II.
Am Sonntugnachmittag veranstaltete die Männer- und Frauenvereinigung der Matthäusgemeinde ihren traditionellen Familientag, der diesmal auf der Liebigshöhe stattfand. Das Interesse an der Veranstaltung war erfreulicherweise sehr groß. Die Besucher füllten den großen Saal bis zum letzten Platz und nahmen darüber hinaus noch die angrenzenden Räume zum großen Teil in Anspruch. Die jüngste Jugend der Gemeinde hatte weiterhin Gelegenheit, sich während eines großen Teils des Nachmittags unter Aufsicht der Helferinnen auf der großen Wiese unterhalb der Terrasse bei fröhlichem Spiel zu vergnügen.
Der Verein für christliche Musik leitete die wohlgelungene Veranstaltung mit einigen Musikvorträgen ein, anschließend brachte die Choralvereinigung der Stadtkirche unter Leitung des Stadtorganisten Hans Simon einen dreistimmigen Frauenchor eindrücksvoll zu Gehör.
Der Führer der Männer- und Frauenoerermgung der Matthäusgemeinde,
Verwaltungsinspektor Höckel
entbot der großen Gemeindeversammlung herzliche Willkommengrüße: besonderen Gruß brachte er dem Vorsitzenden des Landesverbandes evangelischer Männervereine, Oberreallehrer Frank- Darmstadt, und den uneigennützig bei der Vorbereitung und bei der Durchführung des Familientags tätigen Helfern dar. Er betonte dann die Bedeutung dieses Gemeindetages, der die Aufgabe habe, das Gemeinschaftsband unter den Gliedern der Gemeinde enger zu knüpfen und ein ebenso reges religiöses Ge- meindeleben wie in anderen religiösen Verbänden zu entfachen. Dieser Gemeindetay solle dazu beitragen, daß alle Gemeindeglieder sich wieder an ihre Pflicht gegenüber unserer evangelischen Kirche erinnern, zum regen Besuch der Gottesdienste anaespornt und zu aufnahmebereiter Entgegen- nähme des Gotteswortes veranlaßt werden. Zum Schluffe gab er dem Wunsche Ausdruck, daß diese besondere Mission des Gemeindetags Erfüllung finden möchte. , .
Der Vorsitzende des Hessischen Landesverbandes evangelischer Männervereine und Vertreter des Evangelischen Männerwerks
Oberreallehrer Frank, Darmstadt,
Familien untergebracht und werden unsere engere Heimat auf mancherlei Spaziergängen in Gemeinschaft mit der Gießener Jugend kennenlernen.
*♦ E i n Verkehrsunfall ereignete sich gestern gegen 13.30 Uhr auf der Landstraße Gie- ßen—Rodheim in der Nähe des Windhofs. Dort wollte ein Lastauto zwei hintereinander gespannte, von einem Pferd gezogene Wagen eines Einwoh- ners von Heuchelheim überholen. Dabei blieb das Lastauto mit einer Achse an dem hinteren Wagen hängen, schob diesen mit ziemlicher Gewalt auf den vorderen Wagen und drückte schließlich beide Wagen mitsamt dem Pferde in den Chausseegraben, in den es außerdem auch noch selber hineinfuhr. Wie durch ein Wunder kamen bei der Karamoolage Personen nicht zu Schaden. Das Pferd wurde leicht verletzt, an den beiden Wagen entstand einiger Schaden.
** Sonntagsrückfahrkarten nach Butzbach. Anläßlich der Ständewoche in Butzbach gibt die Reichsbahn Sontagsrückfahrkarten aus, und zwar zum Hausfrauentag am 10. Juli (die Fahrkarten gelten bis 24 Uhr), zum Dichtertag am 11. Juli (die Fahrkarten gelten vom 11. Juli 0 Uhr bis 11. Juli 24 Uhr), zum Arbeitertag und Tag des nationalen Gedankens am 14. und 15. Juli (die Fahrkarten gelten zur Hinfahrt vom 14. Juli 0 Uhr bis 15. Juli 24 Uhr, zur Rückfahrt vom 14. Juli 12 Uhr bis 16. Juli 12 Uhr, spätester Antritt der Rückfahrt).
** Ein Rundfunkvortrag über die planmäßige Verteilung der Arbeitsplätze wird am Donnerstag, 12. Juli, von 18.25 bis 18.45 Uhr, im Rundfunk von dem Direktor des Arbeitsamtes Frankfurt a. M., Minzenmay, gehalten werden. Es wird sich dabei um einen außerordentlich wichtigen Vortrag im Zuge der Arbeitsschlacht handeln. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen.
♦♦ Wiedersehensfeier der ehemaligen Schüler und Schülerinnen der Oeffentlichen Handelslehranstalt. Am vergangenen Samstag hatte die Oeffentliche Handelslehranstalt aus Anlaß ihres zehnjährigen Bestehens die ehemaligen Schüler und Schülerinnen auf die „Karlsruhe" zu einer Wiedersehensfeier
unseres neuen Bürgermeisters Pg. N unserem Orte umfangreiche Arb Neuherrichtung der Orts st raßen im Gange. Im Sinne der nationalsozialistischen Gemeinschaft helfen dabei alle Ortseinwohner mit. Von den Fuhrwerksbesitzern werden die Steinmateria- lien kostenlos herangeschafft, im Steinebrechen erfahrene Arbeiter brechen die Steine, die übrigen Volksgenossen, die kein Fuhrwerk besitzen, stellen abwechselnd für einige Tage die Arbeitskräfte zur Durchführung der Ausbesserungsarbeiten. Auf diese Weise gelingt es, ohne besondere Lasten für unseren Ort eine gründliche Ausbesserung der Straßen vorzunehrnen.
eingeladen. Eine große Zahl der Schüler hatte der Einladung Folge geleistet, um in froher Geselligkeit schöne Erinnerungen auszutauschen. Diplom-Han- delslehrer Dr. K r u f e, der Leiter der Anstalt, hieß die Teilnehmer im Namen des Lehrerkollegiums willkommen und gab einen kurzen Abriß über die Geschichte der Schule. In lebendiger Weise erinnerte er an viele Stunden, die Lehrer und Schüler in froher Gemeinschaft verbrachten, fei es in der Schule selbst, oder auf Ausflügen und bei ver- schiedenen anderen Gelegenheiten. Der Redner wandte sich dann den Aufgaben zu, die sich die Schule gesetzt habe und die insbesondere darin bestünden, den Schülern nicht nur gründliche Fachausbildung, sondern auch vertieftes Allgemeinwissen zu vermitteln. Den anderen Schulen gegenüber stelle die Oeffentliche Handelslehranstalt einen grundsätzlich anderen Typ dar. Der Redner betonte hinsichtlich der künftigen Entwicklung die ungleich größere Bedeutung, die der Handelslehranstalt als einem Institut, das Fachbildung vermitteln wolle, im Dritten Reich noch mehr zukomme als bisher. Er gab seiner besonderen Freude darüber Ausdruck, daß eine große Anzahl von ehemaligen Schülern und Schülerinnen in Partei, in der Wirtschaft, wie auch in der Verwaltung in hervorragenden Stellungen tätig sei. Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler beschloß der Redner seine Ausführungen. Kreisschulunasleiter Michel dankte im Namen der früheren Schüler und Schülerinnen dem Lehrerkollegium für die während der Ausbildungszeit an den Schülern geleistete aufopfernde Arbeit. Er stellte besonders in den Vordergrund, daß zwischen dem Lehrerkollegium und den Schülern stets ein gutes Einvernehmen geherrscht habe. Er- freulich sei es, daß die Lehrer den Schülern auch nach dem Ausscheiden aus der Anstalt lebhaftes Interesse entgegenbringen. Mit dem Wunsche, daß sich Lehrer und Schüler noch öfter in zwangloser Weise zusammenstnden möchten, um Erfahrungen auszutauschen und aus der Freude des Zusammenseins neue Kraft zu schöpfen für den Alltag, be- Ischloß Kreisschulungsleiter Michel seine Worte.
Mit verschiedenen Gedichtvorträgen und humorvollen Darbietungen und mit Tanz wurde der unterhaltsam verlaufene Abend ausgefüllt.
wies auf die Notwendigkeit der eifrigen Arbeit aller evangelischen Volksgenossen für die Sache der evangelischen Kirche hin und betonte dabei die Dringlichkeit des Zusammenschlusses der evangelischen Männer in dem Kamps für ihre Kirche. Weiter gab er der Hoffnung Ausdruck, daß möglichst bald alle Widerstande und Zwistigkeiten in den kirchlichen Kämpfen beseitigt werden möchten, zum Segen der evangelischen Kirche und des Kirchenvolkes. Das evangelische Volk dürfe jetzt roieber mit frischem Mut und mit neuer Kraft an die Aufgaben der evangelischen Kirche Herangehen. Die evangelische Kirche muffe wieder eine Männerkirche werden, nachdem sie bisher leider nur eine Frauenkirche gewesen sei. Zur Erreichung dieses Zieles sei es erforderlich, daß sich die e v a n g e li sch e n M a n ner z u - sammenschlössen, um unser Volk wieder zu einem Gottes volk zu machen. Die jetzige Zett des Auf- und Umbruches fei dazu besonders geeignet. Durch eine wunderbare Fügung Gottes sei uns Deutschen in Adolf Hitler ein Mann geschenkt worden, durch dessen Kampf das deutsche Volk und mit ihm auch die evangelische Kirche von dem drohenden Abgrund zurückgerissen worden sei, der die b o l f ch e w i st i f ch e Gefahr gebannt und erst in den letzten Tagen wieder gezeigt habe, daß nach seinem Willen Sauberkeit und Reinlichkeit in unserem Volke herrschen sollen. Diesem Mann habe das deutsche Volk viel zu danken. In der Aufbauarbeit innerhalb der evangelischen Kirche müsse danach ge- strebt werden, daß eine möglichst befriedigende Lösung aller Aufgaben erreicht werde. Die kommende Zeit erfordere ernste und eifrige Männerarbeit zum Wohle der evangelischen Kirche. Es müsse Front gemacht werden gegen alle kirchenfeindlichen Angriffe. Das evangelische Volk müsse wieder die alten kirchlichen Sitten hervorarbeiten. Mit Freude sei es zu be- arüken daß das Dritte Reich in den beiden christlichen Konfessionen starke Säulen für seinen Aufbau sehe. Das evange lsche Volk begrüße die neue Zeit im Staate und ihre großen Manner, die jedem deut-
HS.-Semeinschaft„Kraft durch Freude"
Kreis Alsfeld.
Betr.: Urlauberzug in den Allgäu.
Am 21. Juli fährt abends ein Urlauberzug nach dem Allgäu. Die Fahrt führt über die Steige bei Triberg (850 Meter hoch) durch einen der schönten Teile des Schwarzwaldes nach Friedrichshafen. Dort wird den Urlaubern Gelegenheit zur Besichtigung der Zeppelin-Werft und des im Bau befindlichen Groß-Zeppelin geboten. Die Bahnfahrt Ührt weiter nach Lindau, wo ein mehrstündiger Aufenthalt zur Stadtbesichtigung und Einnahme des Mittagessens vorgesehen ist. Der Nachmittag Ührt bie Urlauber in die Urlaubsorte Ober-Steifen, Weiler, Scheidegg usw. Die Rückfahrt erfolgt am Sonntag, 29. Juli, über Stuttgart, so daß die Urlauber abends wieder in ihren Quartieren ankommen. Die Fahrtkosten betragen einschließlich An- und Abfahrt, Unterkunft usw. 3 0 Mark. Die Anmeldungen können über die NSBO.-Dienststellen und die Kreisleitung der NSG. „Kraft durch Freude" vorgenommen werden. Die Anmeldefrist ist der 14. Juli 1934.
»Fahrt ms Blaue" in den Vogelsberg.
y Schotten, 9. Juli. Gestern hatte sich die Reichsbahndirektion Mainz als Ziel einer „Fahrt ins Blaue" in dankbar anzuerkennen- der Weise den hohen Vogelsberg gewählt. Von Wiesbaden, Mainz, Worms, Darmstadt waren Züge abgegangen, die sich unterwegs auf den ver- chiedenen Stationen mit lebens- und wandersrohen Fahrtgenossen gefüllt hatten. Die Züge liefen bis Hartmannshain. Dort wurden die Teilneh- mer nach herzlicher Begrüßung auf die H e r ch e n - Hainer Höhe, Ehrendenkmal, Vater-Bender- Heim geführt. Der größte Teil der Fahrgäste marschierte auf den H o h e r o d s k o p f, von da nach Breungeshain, wo die Weiterfahrt mittels Postautos nach Schotten erfolgte. Die älteren Fahrtteilnehmer fuhren mit den Zügen von Hartmannshain nach Schotten. Die Gäste wurden in Schotten herzlich begrüßt und durch die Stadt geleitet. Mittags sammelten sich die Teilnehmer in sämtlichen Raumen der Turnhalle. Nach einleitenden Musikstücken begrüßte Bürgermeister Mengel in herz- lichen, humorvollen Worten die „blauen" Fahrgäste. Namens des Kreisamts Schotten sprach Regierungsrat Schwan, namens des Gesamtvorstandes des VHC. Dr. Bruchhäuser, Ulrichstein, herzliche Begrüßungsworte. Der Schottener Männerchor trug mehrere Lieder vor, ein rheinisches Gesangsquartett erfreute durch schöne Gesänge. Schottener Mädels führten reizende deutsche Spiele und Tänze auf. Besonderen Beifall fand eine Ori- ginalspinnstube von Breungeshain, die das Selbst- gefpinn unter frohen Liedern und Heimattänzen zeigten. Echte Schottener Wurst wurde verlost. So vergingen die Stunden rasch. Oberinspektor Beck sprach den Dank der Reichsbahndirektion für die herzliche Aufnahme aus, worauf Bürgermeister Mengel in poesievoller Form ein Hoch auf die Reichsbahndirektion Mainz ausbrachte. Unser ein» heimischer Vortragskünstler Fritz Rühl erheiterte durch schöne Mundartgedichte. Manche Darbietungen erfolgten noch. Dann ginge mit Musik zur Bahn, woselbst sich die Züge um 19 Uhr nach der Heimat in Bewegung setzten. Die ca. 1200 Fahr- gäste, die großenteils unseren Vogelsberg noch nicht kannten, waren entzückt über die Schönheiten um
kunasrundgang, zu dem sich eine stattliche Anzahl Teilnehmer eingefunden hatte. Landwirt- chaftsafsessor Dr. Becker wies auf die stark auftretenden Brandkrankheiten des Getreides hin und empfahl neben harmonischer Düngung die Verwendung erstklassigen Saatgutes, das auch bei der Sommerfrucht immer zu beizen fei. Der Stand der Hackfrucht leidet Unter der allgemeinen Trockenheit; bei Dickwurz richten die Drahtwürmer vereinzelt Schäden an, während sich bei den Kartoffeln die Schwarzbeinigkeit unangenehm bemerkbar macht. Oefterer Saatkartoffelwechfel, wobei mit Rücksicht auf die dauernd um sich greifende Kartoffelkrebskrankheit nur krebsfestes Pflanzengut zu wählen ist, ist das beste Bekämpfungsmittel. Bei der Bekämpfung des Unkrautes ist das Stürzen der Aecker sofort nach der Ernte von besonderer Wichtigkeit, im Frühjahr dagegen ist nach der Schleife nur noch zu grubbern. Der Behang der Obstbäume ist recht verschieden; während alles Steinobst einen guten bis sehr guten Fruchtansatz zeigt, lassen vom Kernobst nur Schafnase, Landsberger Renette und Wintergoldparmäne eine Mittelernte erwarten. Deutlich trat die Wirkung der Winter- und Som- merfprrtzungen zutage. Während die behandelten Obstbäume sich durch dunkles, sattes Laub auszeichneten, machten sich an den ungespritzten die Fraßarbeit verschiedener Baumschädiger (Gespinstmotte, Frostspanner, Blattläuse) stark bemerkbar. Bei den vielen Neupflanzungen wurde die Bedeutung der Baumscheibe und deren Lockerung und Abdeckung für das Anwachsen des Jungbaumes hervorgehoben. Den Dank der Teilnehmer sprach Drtsbauerm sichrer H. Rodenhausen aus.
* Alten-Buseck, 9. Juli. Hier ereignete sich heute ein Unfall. Der 22jährige Glaser Wilhelm Vogel von hier schlug sich beim Holzhacken in d ie Hand und mußte mit einer schweren Verletzung in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.
* Garbenteich, 9. Juli. Dieser Tage fand im Vereinslokal des Sportvereins 1928 Garbe n t e i ch eine kleine Feier statt, die dem scheidenden Vereinsführer Franz Könen galt. Franz Könen, der Gründer des Vereins, hatte feine ganze Arbeitskraft in den Dienst der guten Sache gestellt und war unermüdlich in der Arbeit für den Gedanken des Sportes in unserem Orte. In besonderer Weise setzte er sich auch für die Ausgestaltung der Heimatfeste auf dem Schiffenberg ein, indem er die Jungmädchen-Abteilung des Vereins zur Mitarbeit durch Vorführungen usw. heranbildete und anhielt. Bei der Feier übergab er sein Amt4an den Kassenwart Ph. Weigel und bat ihn, das Amt des Vereinsführers so weiterzuführen, wie er es selbst getan habe und wie es das Wohl des Vereins erfordere. Franz Cönen fiedelte in feine Heimat Bammberg am Rhein über. Der Abschied von den Sportkameraden gestaltete sich sehr herzlich.
* Muschenheim, 9. Juli. Dieser Tage konnte unser Mitbürger der frühere Milchhändler Konrad Becker IV. seinen 80. Geburtstag feiern. Der Jubilar fuhr 47 Jahre lang Tag für Tag nach Gießen, um seine Kundschaft mit Milch zu beliefern. Er erfreut sich, trotzdem er während feiner beruflichen Tätigkeit vielen Unbilden der Witterung ausgesetzt war, noch einer guten Gesundheit, wie auch großer geistiger Frische. Unter dem Namen „Milchkonrad" war der Jubilar in weiten Kreisen unserer Heimat bekannt.
schen Volksgenossen als heiligste Aufgabe die Verpflichtung auferlegen, alles für unser deutsches Vaterland und als weitere Aufgabe des eoangeli- chen Kirchenvolkes alles für feine teure eoanaeli- che Kirche zu tun. Mit dieser Aufgabe und Ziel- etzung stelle sich das evangelische Volk in diese neue Zeit hinein, der es gerne in Bereitschaft zur Mitarbeit folge. Zum Schlüsse brachte der Redner die Grüße und Glückwünsche des Hessischen Landesverbandes evangelischer Männervereine zum Ausdruck mit dem Wunsche, daß auch in Gießen wieder reges kirchliches Leben in der evangelischen Gemeinde einkehren möge.
Nach zwei weiteren schönen Choralgesöngeu der Choraloereinigung unter Leitung von Organist Simon, einem ausgezeichneten Liedgesang des Gesanglehrers Dietrich (Tenor), der von Organist Simon am Klavier begleitet wurde, und zwei Sirophen des Chorals „Lobe den Herrn" hielt
Pfarrvikar Balz
eine Ansprache an die Gemeindeversammlung, in der er auf die Bedeutung der Gemeindetage hinwies. Er hob dabei hervor, daß die Gemeinde mit der Veranstaltung derartiger Gemeindetage ich durchaus nicht absondern wolle, sondern ;ewußt im Volksganzen dastehe. In der Kirche und in der Gemeinschaft hole sich das evangelische Volk die Kraft zu seiner Arbeit für die Ziele der deutschen Volksgemeinschaft. Das evangelische deutsche Volk wolle in den anderen deutschen Menschen den Bruder ehen, dem es mit dem D u begegnen könne. In Jiefer Deutung und Zielsetzung der evangelischen Arbeit und der Gemeindetage könne mit gutem
Kreis Büdingen.
A Bleichenbach, 9. Juli. Eine Wasser- k a 1 a m i t ä t macht sich durch die anhaltende Trockenheit hier sehr bemerkbar. Das Bett der „Bleich e" ist bis Bergheim g a n z a u s g e t r o ck- n e t. Mehrer Quellen unterhalb Bergheim, besonders auf der sog. „Schönau", speisen noch einigermaßen das Bächlein. Der Sammelbehälter der im Jahre 1889 erbauten Quellwasserleitung wurde anfangs durch die Quelle des früheren „Brauhaus- Springbrunnens" im Lehgraben hinlänglich beliefert, bis ein Bergrutsch, unmittelbar am Quellengebiet,' die Belieferung des Hochbehälters erheblich einschränkte, so daß die „Lugbornquelle" neu gefaßt und deren Wasser mittels elektrischem Pumpwerk in den Sammelbehälter geleitet wurde, i
Gewissen über diese Veranstaltungen das Wort ge» chrieben werden: Kraft durch Freude! Denn )as evangelische Volk freue sich an seinem Evangelium, das für die Evangelischen eine Kraftquelle sei. Unser evangelisches Volk stehe jetzt in einer ijeit der Entscheidung, es gehe um ganz Großes, um die Frage, ob unfereevangelifche Kirche lebe oder zerbreche. Christus fordere unsere ganze Person, und in feinem Geiste müßten wir unserem Volke die größten Dienste leisten. In Erfüllung dieser Ausgabe wolle man auch an den Gemeindetagen in der großen evangelischen Volksgemeinschaft das Evangelium verkünden. Dabei baue man die Arbeit mit Freuden auf der Grundlage der Bindungen von Blut und Rasse auf, weil dahinter der lebendige Gott wirke. Es gehe für unser Volk um die große Schicksalsfrage, ob es wieder zu Gott und Christus steht, ober Christus ablehnt. Das evangelische Volk müsse nicht nur zu den ©ememöe» tagen, sondern auch an den Sonntagen zur Kirche kommen, ernst und bewußt seiner großen Ausgabe in dem Gedanken: Ich kann hier nichts tun ohne meinen Heiland! Das evangelische Volk verkündige den lebenbigen Christus, wenn es als Oemeinbe zufammenkomme. Wir wollen evangelische unb beutsche Men sch e n sein und unserem Volke als deutsche Bruder nach den Geboten Christi bienen. Wir müssen aus ber Lauheit aufwachen unb kämpfen für bie Sache des Evangeliums Kämpfer fein für Christi Reich unb Macht auf ^Anschließend fang bie Versammlung gemeinsam den dritten Vers des Chorals „Lobe den Herrn .
Der weitere Verlauf des abwechslungsrelchen Nachmittags brachte noch mehrere Gesangsbarble- hingen ber Choraloereinigung der Stabtkirche unter Leitung bes Stabtorganiften Simon, künstlerisch hochstehenbe Sologesänge bes Gesanglehrers D le - r i ch unter Klavierbegleitung von Organist S i - mon, ferner schöne instrumentale Darbietungen des Vereins für christliche Musik. Den Kindern ber Gemeinde würbe burch Verteilung von Brezetti eine aroße Freube bereitet, bie auch bie Erwachsenen noch besonbers froh stimmte Die JugenboereiNl- gung ber Matthäusgemelnbe brachte hübsche Dolks- tän,e ,ur Ausführung, die Mabels spielten em lufti- g« Stürtfcin"efcnfoV jungen Manner Deutsche Volkslieder der Jugend,bere,cherten weiterhin d,e Stunden, ebenso einige flotte Marsche der Kapelle,
Oer Abschluß.
Nach Abwicklung der umfangreichen Vortrags- folge dankte der Führer der Manner-und Frauen- vereiniaung Verwaltungsinfpektor Jockel allen Mitwirkenden mit herzlichen Worten für ihre un- eiaennütlige Mühewaltung, und er gab damit dem Empfinden aller Besucher beredten Ausdruck. Zum


