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Es liegen zwei wissenschaftliche Gutachten aus­ländischer Gelehrter vor, die jede Möglichkeit einesBakterienkomplotts" vernei- n e n. Der Vorstand des Kopenhagener Laborato­riums Dr. med. Vilhelm Jensen hat imExtra- bladet" mitgeteilt, daß alle Mitteilungen über einen Bakterienkomplott reiner Unsinn sind und nur ausgestreut wurden, um Deutschland zu schä­digen. Außerdem hat das Pasteur-Institut in Paris die Möglichkeit eines Bakterienkom­plotts wissenschaftlich untersucht und ist' ebenfalls zu einem negativen Ergebnis gekommen. Der Lei­ter dieses Instituts hatte bereits am 30. Juni eine Unterredung mit einem Korrespondenten desNew Port Heralb" in der er u. a. folgendes erklärte: Der bakteriologische Krieg hat bei dem gegenwär­tigen Stand der Wissenschaft ganz bestimmte Grenzen und es ist unmöglich, ihn irgendwie in großem Maßstabe durchzuführen. In den Be­richten über angebliche deutsche Versuche, vom Place de la Concorde" aus Bakterien in Paris zu verbreiten, steckt weit mehr Jornalismus als Wirklichkeit... Die in dem Artikel er­wähnten besonders präparierten Platten hätten un­möglich verborgen bleiben können und wären sicher irgend jemand ausgefallen. Es wäre außerdem äußerst schwierig, wenn nicht unmöglich, schädliche Bazillen in der geschilderten Weise in einer großen Stadt zu verbreiten. Sie würden sich weder so zahlreich noch so rasch fortbewegt haben. Außerdem verlieren derartige Bazillen bei längerer Berüh­rung mit der Luft ihre typischen Eigenschaften und werden unschädlich."

Mit diesen Zeugnissen der objektiven Wissenschaft sollte allem Gerede, das sich an den Hetzartikel Wickham Steeds geknüpft hat, ein für allemal der Boden entzogen sein. Es stimmt nur bedenklich, daß nicht auch von feiten der maßgebenden Stellen in London alles getan worden ist, um den unverantwortlichen Gerüchtemachern in der eng­lischen Presse das Handwerk zu legen. Die eng­lischen Zeitungen, die immer behaupten, so großen Wert auf Takt und Anstand bei der Behandlung außenpolitischer Fragen zu legen, könnten sich ge­legentlich ein Beispiel nehmen an der deutschen Presse, die es immer abgelehnt hat, durch Verbrei­tung unwahrer Nachrichten oder sensationelle Auf­bauschung ausländischer Lügenmeldungen das ge­spannte Verhältnis der Völker untereinander noch weiter zu verschärfen.

Em neues französisches Miniatur-Kriegsschiff?

London, 10. Juli. (DNB.-Funkspruch.)Daily H e r a l d" weiß zu berichten, daß in St. Nazaire zur Zeit ein neues französisches Miniatur-Kriegs­schiff ausprobiert werde, das die erstaunliche Stun- dengeschwindrgkeit von 55 Knoten erreiche. Das neue Schiff führe die BezeichnungPfadfinder B 10". Es sei etwa 12 Meter lang, besitze zwei Torpedo­rohre und werde von einem 2000-?8-Motor getrie­ben. Es solle hauptsächlich zur Brechung von Blockaden oder zum Angriff auf Trup­pentransportschiffe verwendet werden. Seine Geschwindigkeit und geringe Größe würde es gegen Bombenangriffe und Artille­riefeuer sichern und der geringe Tiefgang würde ihm ermöglichen, über Minenfelder h i n w e g z u g l e i t e n. Da die Kosten für dieses Super-Westen-Schiff" verhältnismäßig gering seien, könne man erwarten, daß die französische Flotte bald mit einer Massenherstellung dieses Typs beginnen und damit die Flotten der übrigen Welt vor ein neues Problem stellen werde. Deutscher Protest gegen Litauens

Rechtsbruch m Memel.

Der litauische Rechtsbruch im Memelgebiet hat seinen Höhepunkt erreicht, es gibt kaum noch etwas, was von der litauischen Willkürherrschaft nicht er­faßt ist. Eine lange Serie von Verstößen gegen die Memelkonvention und eine glatte Vergewal­tigung der unter Assistenz Frankreichs, Eng­lands, Japans und Italiens mit einer wenn auch bescheidenen Selbstverwaltung ausgestatteten Bevöl­kerung liegt vor. Diese Serie ist jetzt von der Reich sregierung zur Grundlage eines ener­gischen Protestes gegen die litauischen Rechts­verletzungen gemacht worden. Der Protest ist natür­lich nicht in Kowno, sondern bei den Signa­tarmächten der Memelkonvention in Paris, Tokio, London und Rom vorgebracht worden, für die eigentlich auch schon ohne den deutschen Schritt hinreichend Veranlassung vorlag, sich der Interessen der Memelländer anzunehmen. Sie werden aber jetzt nicht mehr umhin können, in Kowno d i e Wiederher st ellung der Verhältnisse zu fordern, wie sie durch die Memelkonvention und das Statut eingerissen sind.

Oie Ermordung des polnischen Innenministers pieracki.

Das Werk ukrainischer Nationalisten.

Warschau, 10. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die offiziöseGazeta Polska" veröffentlicht eine Unter­redung mit dem Justizminister Michalowski über den Stand der bisherigen Untersuchung des gegen Innenminister und General Pieracki verübten At­tentats. Demnach sei einwandfrei festgestellt worden, daß das Attentat durch die geheime ukrai­nische nationalistische Organisation (UON.) organisiert und ausgeführt worden ist. U. a. hat die Untersuchung der vom Attentäter zurückgelassenen Bombe zur Feststellung geführt, daß sie in dem geheimen Laboratorium Der UON., das in der Nacht zum 14. Juni in Kra­kau entdeckt wurde, hergestellt worden war. In den Händen der polnischen Behörden befinden sich augenblicklich drei Mitgliederder genann­ten Organisation, von denen zwei an den Vorbereitungen zum Attentat, der dritte an der Durchführung beteiligt gewesen seien. Unter ihnen befindet sich auch die auf deutschem Gebiet festge­nommene Person. Der Minister hob hierbei mit be­sonderem Nachdruckdie hervorragend loyale und geschickte Hilfe der deutschen Behörden bei der Verfolgung und Festnahme des Mittäters" hervor. Der Mörder selbst befindet sich nach Meinung des Justizministers im Auslande; er werde nichts unterlassen, seiner habhaft zu wer­den. Allerdings bestehe augenblicklich nur wenig Hoffnung auf Erfolg.

Kampfstimmung in Irland.

Dublin, 9. Juli (DNB.) Der irische Opposi­tionsgeneral O'D u f s y erklärte in einer Rede in der Grafschaft Cavan, daß England nach einer Mitteilung der Parteizeitung der irischen republi­kanischen Armee die sechs nordirischen Grafschaften an der Grenze des irii

Generalappell der rhein-mainischen PO.

Die Parole des Gauleiters: »Der Gefolgsmann hat seine Treue durch die Tat zu beweisend

Frankfurt a. M., 9. Juli. Das Gaupresseamt der NSDAP, teilt mit: Wenn es heute eine allge­mein bekannte Tatsache ist, daß der Gau Hessen- Nassau in seinen dienstlichen Anforderungen vom Politischen Leiter immer ganz besonders viel ver­langt hat, dann hat der heutige Tag den stolzen Beweis erbracht, wie straff und vorbildlich geschlos­sen Hessen-Nassaus Amtswalterkorps diese Besichti­gungen zu eindrucksvollen Demonstra- tionen der fast 100prozentigen Ein­satzbereitschaft werden ließ.Wir bleiben das, was der Kampf aus uns gemacht hat", er­klärte Dr. Ley mit leuchtenden Augen, der unver- holenen Anerkennung angesichts unserer angetrete­nen Politischen Leiter.Steht und marschiert in dieser Haltung auch in Nürnberg vor dem Führer", war Dr. Leys eindringliche Bitte, und wir wissen, daß der Gau Hessen-Nassau in dieser spontanen Bitte des Stabsleiters eine hohe Verpflichtung sieht, eine Parole, der mit aller Kraft Ausdruck verliehen werden soll, wenn wir in eini­gen Wochen den Stabsleiter an der Seite des Füh­rers in Nürnberg wiedersehen werden.

Gauleiter Sprenger hat seinen Politischen Leitern dieses Streben nach stetiger Verbesserung unserer inneren und äußeren Haltung im Dienst und Privatleben in trefflich prägnanter Formel aus dem Herzen gesprochen, als er bei seiner Meldung der zum Dienst Angetretenen auch die Parole des Gaues meldete:Der Gefolgsmann hat

seine Treue durch die Tat zu bewei- s e n". Dieser Appell war solch eine Tat, eine Tat ohne viel Worte, ohne Propaganda, ohne viele Zu­schauer und alles Nebensächliche. Stumm wie die Tat, still wie die Leistung standen die Männer auf den weiten Feldern in Limburg, Frankfurt und Bingen. Unterbrochen nur durch die Mifallskund- gebungen zu den herrlichen Worten des Stabs­leiters, der eine Predigt unserer Weltanschauung bot, wie sie kein Hörer vergessen wird. Die Zu­stimmungskundgebungen der Politischen Leiter waren jedesmal am lautesten, wenn betont wurde, daß keine Stelle der Partei Angriffe und Schmähungen der SA. dulden werde. So zeigte sich auch bei diesem Appell wie­der, genau so wie in den düsteren Wochenendtagen des letzten Juni, daß die Geschlossenheit des Gaues Hessen-Nassau vorbildlich genannt werden kann. Auch die allgemeine Beteili­gung aller Amtsleiter und Führer der SA., SS. und HI. des Gaues an der Besichti­gung unterstrich diese Tatsache noch besonders. Wenn wir es nicht oft sagen, so können wir es gerade anläßlich solcher Gelegenheiten, wie diese Besichtigung sie boten, um so nachdrücklicher beken­nen, daß jeder nationalsozialistische Aktivist des Rhein-Maingebiets von Stolz erfüllt ist, einem solchen Gau angehören zu dürfen und in den Reihen solcher Männer Dienst zu tun.

Weitere Entlastung des Arbeitsmarkts.

Besonders in Großstädten und industriellen BezirkenRückgang der Arbeitslosen.

Berlin, 9. Juli (DNB.) Die Entlastung der Arbeitslosigkeit hat i m Juni, wie die Reichs­anstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosen­versicherung berichtet, weitere Fortschritte gemacht. Nach einem Rückgang von rund 47 000 betrug die Zahl der bei den Arbeitsämtern gemel­deten Arbeitslosen rund 2 482 000. Die Abnahme wurde getragen von den konjunktur­abhängigen Wirtschaftszweigen. In den Außenberufen hat dagegen die Arbeits- lofiakeit etwas zugenommen. Bedeutsam bleibt, daß auch im Berichtsmonat wieder einige mit Großstädten durchsetzte industrielle Be­zirke einen weiteren überdurchschnittlichen Rück­gang der Arbeitslosenzisfer zu verzeichnen haben, so vor allem Groß-Berlin. Mit Rücksicht auf die bisherige günstige Entwicklung der Außen­berufe und zur Deckung des Kräftebedarfes in der Landwirtschaft mußten die von der Reichsanstalt geförderten Notstandsarbeiten etwas ein­geschränkt werden. Die Zahl der Notstands­arbeiter ist daher im Juni um rund 110 000 auf 392 000 gesunken. Die Beschäftigungsschwankung

bei den öffentlichen zusätzlichen Arbei- t e n konnte indes in der Gesamtzahl der Arbeits­losen mehr als ausgeglichen werden. Demnach konnte die freie Wirtschaft nicht nur den bereits erreichten Beschäftigungsstand behaupten, sondern darüber hinaus im Laufe des Monats Juni eine beachtliche Zahl weiterer Arbeitskräfte zum Teil infolge der mittel­baren Wirkung der Arbeitsbeschaffung äuf­ne h m e n.

Von der Gesamtzahl der unterstützten Arbeits­losen befanden sich 1 078 000 in den Unterstützungs­einrichtungen der R e i ch s a n st a l t und rund 797 000 als anerkannte Wohlfahrts­erwerbslose in der gemeindlichen Unterstützung, deren Belastung damit gegenüber Ende Mai weiter um rund 35 000 Angestellte abgenommen hat. Unter den von der Reichsanstalt betreuten Ar­beitslosen waren rund 265 000 Hauptunterstützungs­empfänger in der Arbeitslosenversicherung und rund 813000 Hauptunterstützungsempfänger in der Krisen­unterstützung.

Organische Siedlung ein bevölkemngspolilisches Gebot.

Staatssekretär Feder auf der Reichswohnungskonferenz in München.

München, 9. Juli. (DNB.) Auf Veranlassung des Reichskommissars für das Siedlungswesen, Staatssekretärs Feder, findet am 9. und 10. Juli in München eine Reichswohnungskonfe­renz statt. Staatssekretär Feder hielt selber das einführende programmatische Referat.

Der Erlaß des Reichskanzlers vom 29. März 1934 bezeichnete das deutsche Siedlungswerk als eine der vordringlichsten, aber auch schwie­rigsten Aufgaben, die der Reichsregierung gestellt find. Die daraus erwachsenden gewaltigen Auf­gaben werden von drei Abteilungen bewältigt wer­den. Die erste Abteilung umfaßte die Betreu­ung des Bestehenden. Sie wird auch die Gesetze vorbereiten für die Reichsplanung ufw. Die zweite Abteilung, die eigentliche Haupt­abteilung, hat die t e ch n i f ck e n Fragen zu be­handeln und zugleich auch die Riefenaufgabe der Wirtschaftsplanung. Ein besonders wich­tiges Referat wird hier das Referat über die I n - duftrieverlagerung fein. Die beabsichtigte dritte Abteilung wird zunächst mit der ersten Abtei­lung zusammengelegt sein und umfaßt das Gebiet der Finanzierung. Die Bereitstellung von öffentlichen Mitteln zum Zwecke des Baues kann auf die Dauer nicht bejaht werden.

Namentlich die Bereitstellung des zweit- stelligen Kredits wird die Aufmerksamkeit des Reichssiedlungskommissars in Anspruch nehmen. Die entscheidenden Grundgedanken, so schloß der Staatssekretär, gipfeln in der Forderung, daß keinerlei größere Siedlungen in Angriff genom­men oder gar mit der Erbauung neuer Städte begonnen werden darf, ohne daß für diese Neu­siedlungen auch die wirtschaftlichen Exi­stenzgrundlagen sichergestellt sind.

Ministerpräsident Siebert betonte, daß im Reiche Adolf Hitlers besonders zwei Riesenauf­gaben zu lösen sind und auch aus eigener Kraft gelöst werden können: die Frage der Volksge- s u n d u n g und die Bau- und Siedlungs­frage zugleich in Verbindung mit der Stra­ßenentwicklung. Im Namen der Gemein­den bat der Ministerpräsident den Reichssiedlungs­kommissar, die Bestrebungen im Hinblick auf die immer stärker in Erfechinung tretende Not an kleinen Wohnungen zu unterstützen. Es könne den Gemeinden nicht mehr zugemutet werden, die Finanzierung auf sich zu nehmen. Da müssen sich stärkere Schultern einschalten: Land und Reich.

schen Freistaates befestige.Wenn dies den Krieg gegen uns bedeutet", sagte O'Duffy, dann werde ich bei Gott mit in den Krieg ziehen, und ich glaube, 95 v. H. der Blauhemden werden ebenfalls dabei sein."

Reibungen im Fernen Osten.

Tokio, 9. Juli (DNB.) In politischen Kreisen beschäftigt man sich lebhaft mit der von sowjet- russischer Seite erhobenen Beschuldigung, daß e i n Offizier des japanischen General­stabs, der gleichzeitig Chef der japanischen diplo­matisch-militärischen Mission in Sachaljan ist, b e i einem Empfang des sowjetrusfifchen Generalkonsulats versucht habe, Doku­mente des sowjetrussischen Generalkonsuls zu entwenden. Diese Behauptung hat in Kreisen des japanischen Kriegsministeriums größte Empörung hervorgerufen. Man erklärte, der japanische Oberst sei ein Mann von tadelloser Führung. Die russische Beschuldigung sei geradezu ungeheuer­lich. Der japanische Kriegsminister hat den Chef der japanischen Armee in der Mandschurei, Chaschi- kara, angewiesen, sofort einen Bericht über die Angelegenheit zu erstatten.

Von sowjetrussischer Seite wird dagegen behaup­tet, der japanische Oberst sei während eines Emp­fanges im russischen Generalkonsulat plötzlich verschwunden, er habe sich unbefugterweise in die oberen Räume des General­konsulats begeben, dort Schreibtische auf gebrochen und versucht, wichtige Dokumente aus ihnen zu entwenden. Beim Verlassen des Zim­mers fei er von einem Sekretär des Generalkonsuls überrascht worden; man habe ihm die Doku­mente wieder abgenommen und ihn aus dem Ge­bäude verwiesen.

Botschaftsrat Raiwid von der Sowjetbotschaft hat im japanischen Außenministerium Protest eingelegt gegen das unrechtmäßige Kreuzen des japanischen TorpedobootesNuma- k a s i" in sowjetrussischen Hoheitsgewässern, gegen die unrechtmäßige Landung von 65 Offi­zieren und Matrosen des japanischen militärischen ErdöltransportschiffesErime" a u f Sachalin ohne Genehmigung der Sowjet­behörden und schließlich gegen die Ueberflie - gung der Sowjetgrenze im Bezirk von Handas durch ein japanisches Flugzeug.

Wüste Tumulte bei einem italienisch­österreichischen Fußballspiel in Wien.

Wien, 9. Juli. (DNB.) Zu wüsten Tumulten kam es im Wiener Stadion anläßlich des Fußball­spiels einer Wiener Mannschaft mit der Fußball­mannschaft des SC. Bologna. Die Vorfälle haben einen besonders peinlichen Eindruck hinterlassen, da Vizekanzler Starhemberg und der italie­nische Gesandte dem Spiel beiwohnten. Schon vor Beginn des Spieles wurde die italienische Mannschaft mit Johlen und Pfeifen emp­fangen. Diese Mißfallenskundgebungen steiger­ten sich während des Spieles. Schließlich geriet das Publikum in immer größere Erregung und warf von den Stehplätzen Flaschen und sonstige Wurf­geschosse auf das Spielfeld. Als endlich ein italie­nischer Spieler, der wegen einer Regelwidrigkeit ausgeschlossen worden war, spöttisch mit dem Fa­schistengruß zur Zuschauertribüne hinaufgrüßte, glich das gesamte Stadion einem wahren Hexen­kessel. Zweifellos hat es sich bei diesen Ausschrei­tungen um eine politische Kundgebung marxi­stisch eingestellter Zuschauer gehandelt.

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Uebergangsvereinbarungen mit dem Ausland.

Berlin, 9. Juli. (DNB.) Die Reichsregiey hat nach einer Veröffentlichung imReichsanz^ den Kartoffe l z o l l bis zum 31. Juli d. y.} 6 auf 2 Mark je Doppelzentner ermäßigt'

Die Anfang die-ses Monats eingetretene Kno^ heit an Frühkartoffeln, die durch große Trockenheit und erhebliche Frostschäden einem Teil der Anbaugebiete hervorgerufen wu I1 darf jetzt als endgültig beseitigt bezeig werden. Dadurch, daß im Rheinland mit Frühkartoffelernte um etwa drei W och früher begonnen werden mußte, weil in fern Gebiet keine alten Kartoffeln beschafft n>e: konnten und dadurch, daß bei den Mittelsorten lieb er gang etwas schwierig mar, entstand oorii 1 gehend Knappheit, die aber durch 23 e r e in: rungen mit dem Auslände b efeit werden konnte. So wurde Holland eine en liche Kontingentserhöhung zugestanden, die täj 1 35 Waggons außerhalb des Kontingents bttj Italien liefert täglich 40 bis 60 Waggons. Belgien ist ebennfalls eine Erhöhung des J tingents vereinbart worden, und zwar ist die 3it bis auf weiteres auf 50 Waggons täglich geftei 1 worden. Nach dieser Zeit ist mit einem entfpreä i den Zugang aus deutscher Ernte zu rechnen, 1 Südwest de utschland konnten entftaiü | Schwierigkeiten aus eigener Kraft übermin werden, Das Gerede von der Einführr ; einer Kartoffelkarte, i ft d o Ute 1 men grundlos. Geschäfte, die die Knapphei einer Preissteigerung auszunutzen Der1 ten, sind wegen unrechtmäßiger Preiserhöhung; schlossen worden. Der Reichsnährstand bett tet es nicht nur als seine Aufgabe, dem Erze: einen gerechten Preis zu gewähren, sondern na« weisen, daß er im Dien st e der Gesamth: steht. Jede Preisüberbietung wird er mit allen! teln zu verhindern wissen.

Der festgesetzte Mindestpreis ist a l s fester? gabepreis zu werten. Wenn vereinzelt oeni wird, höhere Preise zu nehmen, so erbittet Reichsnährstand sofortige Mitteilung, einschreiten zu können.

Hinaus aufs Land.

Ununterbrochen rollen aus den Großstädten Z mit jugendlichen Landhelfern hiin Junge Burschen, junge Mädchen, die gezwu^ waren, öffentliche Unterstützungen in Anspruch nehmen, werden für einige Wochen ihre um brauchten und brachliegenden Kräfte der ßanbn schäft zur Verfügung stellen, werden mit! ein Ziel vor sich sehen und werden allem zu spüren bekommen, daß sie nicht überzc und überflüssig sind. Schade nur, daß die : sten von ihnen, sobald der Wind über die Stop: selber fegt, wieder zurück müssen.. Doch viele e den bleiben und sich selbst aus der Stadt t\ das Land umpflanzen, womit ein r unbedeutender Nebenzweck der Landhelferaktionu reicht wird, nämlich dem Lande wieder Menft zuzuführen und die Bevölkerungsdichte in !t Städten aufzulockern. Auch der Arbeitsdienst, i sich in Gottes freier Natur abfpielt, wird manif Städter auf dem Lande seßhaft werden lassen. M sich diese Umschichtung fortentwickeln, sie nützt zu» dem, der sich über den Arbeitsdienst ober die £ai Hilfe braußen eine neue Existenz grünbet, fie wi i bann aber auch der Gesamtheit unseres Volkes , Ungarische Gäste der Hitle!

fügend.

München, 8.Juli. (DNB.) Die auf (Einlot des Jugendführers des Deutschen Reiches, $i dur von Schirach, nach Deutschland Eomn den Vertreter der ungarischen Level! wurden in Passau von dem Leiter der D lung Ausland der Reichsjugendführung, Dbero bietsführer Nabersberg, begrüßt. Die unp sehe Leventejugend, die den vorjährigen Besucht Hitlerjugend in Ungarn erwidert, wird von M P 6 r y geführt. Bei der Begrüßung führte D gebietsführer Nabersberg aus, daß diese gegen tigen Besuche der Jugend fremder Länder airal sten die freundschaftlichen Bande der Völker eq knüpfen. Major Psry erwiderte, man wolle I gegenseitige Freundschaft der beiden Länder, I durch Blut besiegelt und schon seit Jahrhundert andauert, weiter pflegen. Die jungen Ungarn I men nach Deutschland, um eine vorwärtsstreb und aufbauenbe Nation kennenzulernen. Am M fuhren bte Ungarn, die auf ihrer Deutschlands von 60 Hitlerjungen begleitet werden, nach w chen. Auf ihrer weiteren Fahrt kommen die H garn über Rothenburg und Frankfurt a. 1 nach Köln, wo sie vom Reichsjugendführer be$o werden. Am Samstag trifft die ungarische Leo» in Berlin ein.

Das Königspaar von Siam bei der Berliner Hitlerjugend.

Der König und die Königin von Siam und 1 Begleitung folgten einer Einladung der Hitlerjug zu sportlichen Vorführungen nach t Stößensee. Von der Veranda des Bootshai aus konnten die Gäste Freiübungen, ©anitätsüii gen ufw. beobachten. Im Anschluß daran b«I 1 sich das Königspaar auf ein Motorboot und * folgte mit Interesse den Kutterdienst der Mali HI. und eine Reihe von Rettungsschwimmübunf In schneller Fahrt ging es bann nach dem O Hitler-Stadion in Lichterfelde. Unter 1 Klängen des MarschesPreußens Gloria" erst! der malerische Einmarsch der HJ.-Fahnen und BDM.-Wimpel sowie der HI.-Formationen. bietsführer Jahn hob in kurzer Ansprache hett daß die Berliner Hitlerjugend stolz darauf sei, 6 aerobe sie Gelegenheit habe, ben Vertretern eil fremben Macht Teile ihrer Arbeit zu zeigen., schloß mit einem Sieg-Heil auf die Gäste. Sport!« Vorführungen der HI. und Volkstänze der 3* ! möbel zeigten bann bie gute gymnastische 2)i®| bilbung ber Hitlerjugenb.

Beteiligung der Wehrmacht an »Kraft durch Freude".

Berlin, 7. Juli. (DNB.) ReichswehrmÄ von Blomberg hat eine Verfügung erlal die Volkstumsarbeit, Freizeitgestaltung und 3 teiligung ber Wehrmacht an ber NS.-GemeiM 'Kraft burch Freube" behanbelt. Danach R Heimat- unb Naturliebe, Brauchtum unb Mulik unb Spiel, Heim- unb Kasernengestabr in ber Wehrmacht ihre solbatische unb notier sozialistische Prägung erhalten. Wichtigstes w dazu ist eine sinnvolle FreizeitgLst^