Betr.: Rundfunkverkehr,- hier: die Anbringung von Außenantennen an staatlichen Gebäuden durch Privatpersonen für nichtdienstliche Zwecke.
An die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises.
Nachstehende Abschrift einer Verfügung des Hessischen Staatsministers teilen wir Ihnen zur Kenntnis und Beachtung mit.
Gießen, den 6. April 1934.
Hess. Kreisschulamt. I. V.: Dr. Weigand.
Unter Aufhebung des Ausschreibens des Ministeriums der Finanzen vom 30. Juni 1924 — zu Nr. FMB. 17 989 — betr. Rundfunkverkehr,- hier: die Anbringung von Stützpunkten für Antennen an staatlichen Gebäuden durch dritte Personen, sowie sämtlicher hierzu erlassener weiterer Ausschreiben mit Ausnahme des Ausschreibens der Abteilung Id (Finanzen) des Hess. Staatsministeriums — Bauabteilung — vom 30. September 1933, zu Nr. FMB. 20 883 über die Anbringung von Stützpunkten an Gebäuden fiskalischer Hofgüter wird folgendes bestimmt:
Die Errichtung von Außenantennen für Rundfunkempfangsanlagen für nichtdienstliche Zwecke an staatlichen Gebäuden bedarf der schriftlichen Genehmigung der für das Gebäude zuständigen Bczirksbaubehörde. Die Genehmigung ist davon abhängig zu machen, daß der Eigentümer der Anlage eine Verpflichtungserklärung nach untenstehendem Muster in zweifacher Ausfertigung abgibt.
Die Bezirksbaubehörde hat die Anlage nach Fertigstellung auf ihre technisch ordnungsmäßige Ausführung zu prüfen und für diese Abnahmeprüfung im voraus eine Gebühr von 2 RM. als Verwaltungsstempel (Tarifstelle 85a des Urkundenstempelgesetzes) zu erheben und auf der Verpflichtungsurkunde zu verwenden.
Wenn eine Außenantenne von einem anderen Wohnungsinhaber übernommen wird, so ist in dem gleichen Verfahren erneute Genehmigung erforderlich. Die Anlage ist, soweit dies angezeigt ist, erneut auf ihren ordnungsmäßigen Zustand zu prüfen, eine Abnahmegebühr ist jedoch nicht zu erheben.
Jung.
Verpflichtuugserkläruug.
Unterzeichneter übernimmt folgende Verpflichtungen:
1. Er erkennt an, daß die Genehmigung zur Anbringung einer Antenne nur auf jederzeitigen Widerruf erteilt ist.
2. Er sorgt für ordnungsmäßige technische Durchbildung der Antennenkonstruktion und für die volle Vlitzsicherung.
3. Er haftet in vollem Umfange für alle am Gebäude unmittelbar durch die Antennenanlage verursachten Schäden, sowie für Ersatzansprüche, die dem Staat durch die Antennenanlage entstehen.
4. Ihm obliegt allein die dauernde Unterhaltung der Anlage und im Falle ihrer späteren Beseitigung die restlose Wiederherstellung des früheren Zustandes.
5. Er muß sich gefallen lallen, daß die Anlage auf seine Kosten entfernt wird, wenn er sich weigert, die Wiederherstellungsarbeiten an dem Gebäude, die durch die Hantiermig an der Antenne erforderlich geworden sind, auszuführen, oder wenn er mit den Instandsetzungen im Rückstände ist.
6. Er verpflichtet sich, den an ihn ergehenden Aufforderungen auf Beseitigung von Mängeln unverzüglich nachzukommen und für alle entstehenden Kosten für Dachschäden aufzukommen.
7. Er verpflichtet sich, für die Abnahmeprüfung 2 RM. zu entrichten.
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Geschichten um die Nummer 13.
Die ominöse Nummer 13 hat kürzlich in Tilbury, einem Städtchen in der Grafschaft Essex, den Gemeinderat beschäftigt. Man hat sich dort entschlossen, dem Haus St. Chad’s-Road die bisherige Nummer 13 zu nehmen und ihm 115 zu verleihen. Die Bewohner, die nach oleser Abänderung wie von einem Alpdruck befreit waren, schickten das alte Nummerschild mit der Bemerkung zurück „hiermit die Nummer 13! Achtzehn Jahre lang sind wir vom Unglück verfolgt worden". Und wirklich, die Familie wurde in der letzten Zeit von Tod, Verlusten und Unannehmlichkeiten weidlich heimgesucht. Dieses kleine Ereignis hat einem unternehmungslustigen Reporter Londons den Anstoß zu einer Forschungsreise durch die Wohnstraßen der englischen Haupt-
Betr.: Turnunterricht.
An die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises.
Bis zum 15. Mai sehen wir Ihrem Bericht darüber entgegen, ob die Turnplätze in Ordnung sind und ob sich die Turngeräte in gutem Zustande befinden.
Gießen, den 7. April 1934.
Hess. Kreisschulamt. I. V.: Dr. Weigand.
Dienstnachrichten des Kreisamts.
Ludwig Pfeffer VII. zu Annerod wurde als Rechner der evangelischen Kirche Annerod bestellt und verpflichtet.
Karl Weber, Wilhelm Lamp und Heinrich Schröder V., sämtlich aus Nieder-Befsingen wurden zu Ehrenseldschützen für die Gemeinde Nieder-Bessingen bestellt und verpflichtet.
Robert Walter von Nieder-Bessingen wurde als Wiegemeister für die Gemeinde Nieder-Bessingen bestellt und verpflichtet.
Wetter unb große Gefahr gerät. Hurry, der Deutschamerikaner wirft resolut Corinna über Bord, weil sie im Segelboot aller weiteren Gefahr enthoben ist. Er tut es aus Liebe. Corinna will das nicht glauben, nennt ihn „Schuft", muß sich aber während des Aufenthalts auf dem Segelboot von ihren neuen Kameraden eines anderen belehren lassen. Abel beginnt Corinna zu lieben, muß aber diese Liebe in 'Bremervörde vergessen lernen, denn Hurry wird am Kai von Corinna freudig begrüßt. Der Segler sticht wieder in See, auf ihm treiben nun sorglos drei junge Leute ihr Wesen, die das Leben schön meistern werden. Hurry und Corinna gehen landeinwärts.
Der Film greift die Handlung in flottestem Tempo auf, das erst etwas abklingt, als Boot und Ballon vor raumem Winde liegen. Erst Abels Bootsunglück verdrängt wieder die Ruhe des Sommertages auf dem Segelboot. Dramatischer Höhepunkt wird dann die Begegnung des Segelboots mit dem Ballon und die aufregende Uebernahme Corinnas. Diese Szenen sind künstlerisch und regietechnisch ausgezeichnet gestaltet und reißen in jedem Bilde mit. Ebenso meisterhaft ist dann aber auch das schöne Verhältnis Abels zu Corinna geschildert, wie er das Mädchen liebt und in Bescheidenheit und Zurückhaltung um sie ist. Einzigartig sind jene Bilder, da Abel und Corinna an der Leuchtbake sitzen, umspielt von Sonne und Wind, umsungen von den Klängen der Mundharmonika, die Abel für sich sprechen lassen will. Fein ist auch die Unterhaltung zwischen Corinna, Abel und Peter über das Wesen von Liebe und Treue. Der Film bewies hier die größten Ausdrucksmöglichkeiten, die in sorgfältiger Hand zu absoluter Kunstform werden können. In nachdenklicher Stimmung entläßt der Film nut seinen bedeutsamen schlichten Schlußbildern die Zuschauer.
Die einzelnen Rollen forderten von den Darstellern wenig Problematik, dafür um so mehr unbekümmerte Natürlichkeit und jugendliche Frische. Die Künstler lassen es nicht daran fehlen. Karin Hardt als Corinna vereinigt m glücklicher Ver
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männliche Seite in ihm. Als stets lustiger entschlossener Kamerad im Segelboot (Peter) ist Carl B a l h a u s der rechte Mann am rechten Platz. Den aus härterem Holz geschnitzten Jumbo gibt Götz Wittgenstein recht selbstbewußt. Heinz von Cleve macht als draufgängerischer entschlossener Deutschamerikaner eine glückliche Figur und Hans Brausewetter, der sich nicht viel zeigen kann, gefällt als Ballonführer besonders in der Szene vor dem Mikrophon.
Die Regie (Erich W a s ch n e k) wurde bereits gerühmt. Die Musik ergänzt das Bild mit gebotener Zurückhaltung. Die Photographie läßt alle Mittel der modernen Technik spielen, ist dabei vollendet künstlerisch. Das Meer, der breite Fluß, das Licht über den Wassern, die großen und kleinen Schiffe, das stets dekorative Segelboot, der Freiballon, das Segeln in großer Höhe, die in der Tiefe liegende Landschaft, das Licht der Sonne über den leuchtend weißen Wolken — das alles schenkte dem Photographen die schönsten Bilder, dem Film aber den prächtigen Hintergrund und interessanten Schauplatz der Handlung.
So wirkten alle Kräfte und Geister harmonisch zusammen und schufen einen Film, der allen, die ihn sehen, eine Stunde reiner Freude bereitet. N.
|tm u111,1 ut‘- w|viivcicu vs-iwuyuuTiy. -otrten fern des Gießener Anzeigers ist er längst kein Fremder mehr. Schon lange, bevor man in Frankfurt und Berlin auf ihn aufmerksam wurde, waren Beiträge von Hausmann im Feuilleton und im Familienblatt des Gießener Anzeigers erschienen. So haben unsere Leser Gelegenheit gehabt, sein Werden von der Wurzel an zu verfolgen. Sie werden den Mann und seine Art dabei schätzen gelernt haben, der es wie wenige versteht, mit andeutenden Worten das Verständnis für Dinge zu fördern, die nicht mit Worten auszusprechen sind, oder aber, die nicht ausgesprochen werden dürfen, wenn sie nicht Glanz und Farbe verlieren sollen. Trefflich, wie er die Verhältnisse von Mensch zu Mensch und von Mensch zu Tier und Natur zu schildern vermag.
Der Name Hausmanns muß aber auch aus einem zweiten Grund vorausgenannt werden, und zwar deshalb weil dieser Bildstreifen in jeder Szene seine Hand und seine Mitarbeit verrät. Es ist zweifellos als eine sehr glückliche Lösung zu betrachten, wenn der Dichter an der Verfilmung seines Werkes im Drehbuch Mitarbeiten kann und feine Gestalten nicht völlig dem Regisseur ausgeliefert sind Die Handlung entfernt sich nur wenig von der Handlung im Roman — ja, sie wird an verschiedenen Stellen durch die außerordentlichen Mittel, die dem Film zur Verfügung stehen, in ihrer Wirkung gesteigert. Der Film vereinigt eine Fülle der Ereignisse und Erlebnisse, der Stimmungen und der geistigen Spannungen in sich, er schenkt im Bilde so viel Schönes, daß einem das Herz ausgehen muß über Gottes herrliche Welt, über seine Sonne auf Wasser und Wolken. Ganz abgesehen von dem Humor, den die jungen Burschen, die Hauptpersonen des Films, um sich breiten. Vor allem aber ist der Film weit entfernt von jenem oftmals peinlichen happy-end=6til, der so manchem Regisseur und Filmstückschreiber noch allzusehr in den Knochen liegt . _ , . .
Die Handlung kann nicht als jebermann bekannt vorausgesetzt werden. Sie sei deshalb kurz umrissen. Zwei Hamburger Jungens schwimmen mit ihrem
Zur Vermeidung einer gesundheitsschädlichen Ueberbeanspru- chung und zur gesundheitlichen Sicherung der Hitlerjugend sind ftlgende Richtlinien zu beachten:
Soweit die beamteten Aerzte der Länder und Kommunen mit -er gesundheitlichen Betreuung der Jugend beauftragt sind oder bei dieser Mitarbeiten, sind sie gehalten, den von der Reichsleitung der HI. bestellten HJ.-Aerzten auf Anforderung jede Auskunft filier den gesundheitlichen Werdegang, den Gesundheitszustand uib das zulässige Maß der Inanspruchnahme der in der HI. stehenden Jugend zu geben. Die Amts- und Fürsorgeärzte haben ferner irgendwelche gesundheitliche Störungen der ihnen zur Be- irichung anvertrauten Jugend sofort dem zuständigen HJ.-Arzt zur Anordnung der notwendigen Maßnahmen mitzuteilen,- sie sind bkrechtigt, aus gesundheitlichen Gründen die völlige oder teilweise Befreiung von Mitgliedern der HI. vom Dienst in der HI. zu erlangen.
Die HJ.-Aerzte sind gehalten, bei allen von ihnen im Rahmen -es Dienstes und der Ausbildung der HI. betreuten Jugendlichen fltfj die erforderlichen Unterlagen von dem zuständigen beamteten Arzt oder den Kommunal-, Schul- und Fürsorge-Aerzten zu ver- sktoffen, mit diesen enge Fühlung zu halten und für die Durch- Wrung der von ihnen aus gesundheitlichen Gründen angeord- utten Maßnahmen gewissenhaft Sorge zu tragen.
Der Leitung der HI. steht das selbstverständliche Recht zu, di: ihr zur körperlichen Ertüchtigung ihrer Mitglieder notwendig ei cheinenden Maßnahmen selbständig durchzuführen, soweit es sich litt vollgesunde Jugendliche handelt.. Sie hat aber auch bei ihnen jele Vorsorge gegen Gesundheitsschädigungen zu treffen. Die Aus- ferdung von Jugendlichen zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit ist Angelegenheit der zuständigen amtlichen Stellen im Benehmen mit der NS.-Volkswohlfahrt.
Für die genaue Durchführung dieser Richtlinien ist Sorge zu tragen.
kenntnis unter den Lehrern des Inlandes rechtfertigt. Wir lüssen aber gerade im volksdeutschen Staat die enge kulturelle >erbindung mit dem Auslanddeutschtum pflegen. Diese Verbin- ung wird im wesentlichen durch die deutsche Auslandschule gefordert, der berufene Vermittler in dieser wichtigen Aufgabe ist -er deutsche Lehrer, der Lehrer des Inlandes und der Lehrer im Jusland. Jeder Jnlandslehrer muß und kann seine Kenntnisse ber das Auslanddeutschtum und über die schulische Arbeit, die in ieser Hinsicht draußen und drinnen zu leisten ist, durch eingehende Beschäftigung mit dem Inhalt der Zeitschrift erweitern und auch für die ihm zur Pflicht gemachte Betonung des Auslanddeutsch- uims in seinem Unterricht verwerten. Dazu kommt, daß die erfreu- ich starke Beteiligung der hessischen Lehrkräfte im deutschen Aus- andschuldienst in früheren Jahren und gerade auch in dem tauenden Schuljahr eine rege Teilnahme an dem Fortbestand der Zeitschrift rechtfertigt. Der geringe Bezugspreis von 8 RM. für as ganze Jahr erleichtert den Ihnen empfohlenen Bezug der Zeit- chrift.
Gießen, den 29. März 1934.
Hess. Kreisschulamt. J.V.: Dr. Weigand.
Abschrift.
Die seit 25 Jahren bestehende Zeitschrift „Die deutsche Schule hi Auslande", die im Verlag Heckner-Wolfenbüttel erscheint, ist Äie einzige Fachzeitschrift für das gesamte deutsche Auslandschul- rnesen. In neuerer Zeit hat sich die Zeitschrift mit besonderem tzifer und Erfolg der Verbreitung nationalsozialistischen Gedankengutes im Bereich der deutschen Auslandschulen gewidmet. Sie h.it sich damit in die Reihen derer gestellt, die bereit sind, am Aufbau des nationalsozialistischen Staates mitzuhelfen und für tin Verständnis auch außerhalb der deutschen Grenzen zu werben.
Wie mir der Verlag mitgeteilt hat, ist in den letzten^Jahren tye Bezieherzahl der Zeitschrift stark zurückgegangen. Schriftleitung find Verlag können das gesteckte Ziel jedoch nur erreichen, wenn oie Zeitschrift einer größeren Zahl von deutschen Unterrichtsbe- hvrden und Jnlandschulen zugänglich gemacht wird. Auf diesem t'cge ist es auch möglich, eine verstärkte Wirkung auf die deutschen Tchulbeziehungen zwischen dem In- und Auslande zu erzielen.
Mit Rundschreiben vom 12. März 1928 — III 3801/8.3. — habe it) mich bereits auf eine Anregung des Gutachterausschusses für ors deutsche Schulwesen im Ausland für eine Förderung der Zeitschrift eingesetzt. Im Einvernehmen mit dem Auswärtigen Amt ersuche ich ergebenst, die Schulverwaltungen erneut auf die Bedeutung und den kulturellen Wert der Zeitschrift hinzuweisen.
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Tetr.: Gesundheitliche Betreuung der Hitlerjugend.
An die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises.
Nachstehend abschriftliche Verfügung des Hess. Staatsministe- rums, Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst Md Volkstum bringen wir Ihnen hiermit zur Kenntnis und genauen Beachtung.
Gießen, den 29. März 1934.
Hess. Kreisschulamt. I. V.: Dr. Weigand.
Dienstag, N. April 1954
Nit welcher Gewissenhaftigkeit und Gründlichkeit rbeitet wird, ersieht man aus der Dauer der sbildung: erst nach zwei Jahren wird es die en „Schulentlassenen" geben. Allein, das kann Liebe zum Segelflugsport nicht beeinträchtigen; h hier haben die Götter erst hinter Fleiß und »weiß den Preis gesetzt. Wer einmal dabei ist, imt nicht sobald wieder los. Die Anmeldungen n neuen Semester sind schon jetzt ungewöhnlich •f; wenn nicht Raum und Mittel Beschränkung erlegten, würde wohl am liebsten die ganze Ju- ib zum Segelfliegen antreten. Max Lenz.
pari .
!. Ich verbiete hiermit die Aufnahme von Per- en, die aus irgendwelchen Gründen aus der l. bzw. der Partei ausgeschlossen sind. Die Der- sführer sind für strikte Befolgung dieser Anord- ig voll verantwortlich.
Die Werbewarte der Vereine haben bis zum eden Monats über die im vergangenen Monat 'chgeführten Veranstaltungen an die Gauge- iftsstelle des Hilfsfonds für den Deutschen Sport, ssel, St. Martinsplatz Nr. 2, einen Bericht einenden. Dieser Bericht soll die Zuschauerzahl, auf- teilt nach der Höhe der Eintrittsgelder und ge- ie Angaben über die Erhebung des Sportas ch e n s enthalten. Gleichzeitig soll in dem Bett über die sonstige Werbearbeit im Verein beitet werden. Auch wenn in dem betreffenden Mo- keine Veranstaltungen abgewickelt worden sind, ien die Vereine darüber eine entsprechende Mit- ung zu machen.
ufruf zurTeilnahme amlO-Klm.-Lauf und rS-Klm.-Gehen.
Den Auftakt der Suche nach dem unbekannten ortsmann bildet am kommenden Sonntag . April 1934) die Veranstaltung eines 10- lometer-Laufes und eines 25-Kilo - »ter-Gehens (Tag der Langstreckler). Ent- echend den Anordnungen des (Baubeauftragten , Reichssportführers find die Instanzen des Deut- m Leichtathletik-Verbandes (DSB.) für die Durch- rung verantwortlich. In meiner Eigenschaft als chtathletikwart des Kreises Gießen (umfassend politischen Kreise Gießen, Alsfeld, Schotten und -tzlar) habe ich die Ausrichtung der Veranstaltung fünf Gruppen angeordnet:
Bruppe Gießen durch Spielvereinigung 1900 V. Gießen (z. Hd. von Herrn W. Schmidt, ;ßen, Grünberger Sttaße 54).
Bruppe (Brünberg durch FC. Flenfungen- icke (zu Hd. des Herrn Theis, Flensungen). Bruppe Alsfeld durch Sportverein Alsfeld
Hd. des Herrn Geisel IV., Alsfeld).
Bruppe Schotten durch Sportverein Schoten Hd. des Herrn Z e s ch k y , Schotten).
Bruppe Wetzlar durch Sportverein 05 Wetzlar Händen des Herrn A. Kuhlmann, Wetzlar, iritz-Budgestraße).
Neldungen haben bis spätestens 13. April an die geführten Vereine zu erfolgen. Ort und Zeit ber rchführung wird von diesen noch bekanntgegeben, irtgetb wird nicht erhoben. Beteiligen kann sich er Deutsche ohne Rücksicht auf irgendwelche Der- s- oder Verbandszugehörigkeit. Nicht zugelassen b Preisträger in bisher stattgehabten 10-Kilo- ter-Läufen bzw. 25-Kilometer-Gehoeranstaltun- i.
ks ist kein Geheimnis, daß die noch für den ort, insbesondere für die Leichtathletik, zu erfas- den Talente in den kleineren Städten und auf n Lande zu suchen sind. Hier muß jetzt der Hebel zesetzt und die Erkenntnis geweckt werden, baß • eine planmäßige unb auf lange Sicht aufgelte Körper- unb Trainingsarbeit erfolgverfpre- nb ist. Vielfach wirb auch mit falschen Vorstel- igen, die über gestellten Anforderungen in wei- Kreisen noch herrschen, aufzuräumen sein. Es iß gerade in biefer Hinsicht als eine äußerst glückte Lösung betrachtet werben, daß auf Wunsch ; Reichssportführers SA., SS. unb Hitlerjugend
dt gegeben, um sich nach dem Schicksal ber „Häu- Nummer 13" zu erkundigen. In ber ersten raße begrüßte ihn vor bem Hause Nummer 13 lebensfroher Labenbesitzer, mit einem gewal- en Schnauzbart. „Was mir die Nummer 13 ge» > hat? Gar nichts; Glück hat sie mir gebracht, dem ich hier eingezogen bin. Ich hatte meinen den noch nicht zwei Tage geöffnet, als mir ein durch die Straße geführter Zirkuselefant mit feinem Rüffel den halben Warenvorrat ausräumte. Sie mögen es glauben oder nicht, der Besitzer des Tieres war so großzügig, daß er mir zum Schadenersatz mehr bezahlte, als ich sonst durch.den Verkauf der Waren erzielt hätte. Nein, mein Herr, ich habe keinen Grund zur Klage." Die kleine Dame in der Nähe des Buckingham-Tors hatte mit ihrer Nummer 13 trübere Erfahrungen gemacht. „Ich habe lange gezögert, bevor ich mir das Haus nahm", bekannte sie bem Besucher. „Meine Freunbe haben mich auch gleich gewarnt. Unb wirklich, benken Sie, meine Kaffeemaschine platzte schon gleich in ber ersten Woche breimal hintereinander. Außerdem hatte ich soviel Aerqer mit den Dienstboten. Hier stimmt also etwas nichl, aber ich kann es mir nicht erklären." Eine Frau in der nächsten Straße hat sich über den Fall der Nummer 13 nicht lange Gedanken gemacht, sondern kurz entschlossen als Gegenmittel ein silbernes Hufeisen über der Tür befestigt. „Obgleich auch vorher eigentlich nichts Außergewöhnliches passiert ist, so fühlen wir uns seitdem doch viel ruhiger", meinte sie. Es kann eben nichts schaden! — Der Verwalter eines größeren Häukerblockes erklärte nüchtern-geschäftsmäßig: „Ein Haus Nummer 13 ist von vornherein eine Pleite. Kein Mensch würde einziehen. Ich entsinne mich, daß sich vor einigen Jahren in einem Haus Nummer 13 als erstes gleich ein Selbstmord ereignete. Das mag Zufall gewesen sein, aber so etwas wirkt ...?" Unter den Hotelbesitzern herrscht über den Punkt heftiger Meinungsstreit. Der größere Teil von ihnen lost das Problem sehr einfach, indem man die Numerierung der Zimmer bei 101 beginnt und damit um die geheimnisvolle Nummer 13 herumkommt. In drei kleineren Gasthöfen wurden sehr verschiedenartige Antworten erteilt. „Wir lassen die Nummer 13 einfach aus", sagte der eine Besitzer. „Wir nennen sie 12a", erklärte ein zweiter. — „Wir behalten die Nummer 13" berichtete der Dritte. „Denn wir haben festgestellt, daß einige Leute sie für ihre Glückszahl halten. Wir werden sogar ausdrücklich nach dem Zimmer 13 gefragt."


