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beh altung des Muttertages beschlossen, lieber den Rahmen des eigentlichen Muttertages hinaus wurde vorgesehen, den Tag als Tag der Familie zu begehen und ihn durch künstlerische Veranstaltungen würdig zu gestalten. Sammlungen werden an diesem Tage nicht st a t t f i n d e n. So wird in diesem Jahr der 13. Mai das Gepräge erhalten, das ihm Dr. Knaur als Vorkämpfer für den Muttertag feit 1922 wünschte. Die Federführung
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Oer Neichswehrminister zum Tode des Generaloberst von Einem.
Berlin, 9. April (DNB.) Reichswehrminister von Bl'omberg widmet Generaloberst von Einem folgenden Nachruf:
Am 7. April 1934 starb in Mühlheim a. d. Ruhr der Generaloberst Carl von Einem, gen. von Rothmaler, Chef des ehem. Infanterie-Regiments Freiherr von Sparr (3. Westf. Nr. 16) ä la suite des ehem. Kürassier-Regiments v. Driesen (Westf. Nr. 4), Ritter des Ordens vom Schwarzen Adler und des Ordens pour le rnörite mit Eichenlaub, zuletzt Oberbefehlshaber der III. Armee. — Als junger Leutnant im Krieg 1870/71 verwundet und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet, wurde er nach glänzender Friedenslaufbahn in der Front im Generalstab und im Kriegsministerium preußischer Staatsund Kriegsminister. Als kommandierender General des VII. Armeekorps zog er ins Feld und stand später als Oberbefehlshaber der III. Armee an einer der wichtigsten Stellen der Westfront. Hier hat er in ruhmvollen Kämpfen seinem Namen in der Geschichte des Weltkrieges für immer einen ehrenvollen Platz gesichert. Mit ihm ist ein ganz besonders befähigter, tapferer General von uns gegangen, der an der Entwicklung des alten Heeres und seinen ruhmreichen Waffenerfolgen im Weltkrieg hervorragenden Anteil hatte. Ehre seinem Andenken!
Nationalsozialistische Schulung der Wehrmacht.
Berlin, 10. April. (DNB.) Reichswehrminister Generaloberst v. Blomberg hat folgende Verfügung erlassen:
„Das erste Jahr der nationalsozialistischen Staatsführung hat die Grundlagen für den politischen und wirtschaftlichen Neubau der Nation gelegt. Das zweite Jahr stellt die Notwendigkeit der -geistigen Durchdringung der Nation mit dem Leitgedanken des national« sozialistischen Staates in den Vordergrund. Eine entsprechende Schulung ist darum auch eine wichtige Aufgabe aller den neuen Staat mit ihrem Willen tragenden Organisationen. Dies gilt im besonderen Maße für die Wehrmacht, die der Hüter und Schützer des nationalsozialistischen Deutschlands und seines Lebensraumes nach außen ist. Ich ordne daher an, daß künftig dem Unterricht über politische Tagesfragen in der Wehrmacht von allen Dienststellen erhöhte Bedeutung beizumessen und gesteigerte Aufmerksamkeit zuzuwenden ist. Um eine einheitliche Durchführung des Unterrichts über politische Tagesfragen zu gewährleisten, wird das Reichswehrministerium künftig gedruckte „Richtlinien" für den Unterricht über politische Tagesfragen als Anhalt herausgeben.
Oer Muttertag bleibt.
für die Durchführung des Muttertages wird bei der NS.-Volkswohlfahrt und bei dem Deutschen Frauenwerk liegen.
Spanien rückt in Marokko vor.
Madrid, 9. April. (DNB.) Dieser Tage haben die Spanier das spanisch-marokkanische Gebiet von Jfni besetzt. Jfni war, obwohl es ebenso wie die Städte Ceuta und Melilla spanisches Hoheitsgebiet ist, nie von den Spaniern besetzt worden, da man einerseits diesem 2000 Quadratkilometer umfassenden Territorium, das von der Landseite vom französischen Protektoratsgebiet umschlossen wird, keine besondere Bedeutung beimaß und andererseits eine Landung vor i>er Unterwerfung der Stämme im französischen Gebiet mit großer Sicherheit ein sehr blutiges Unternehmen aewesen wäre. Erst die letzte große französische Aktion im Autoatlas, in deren Verlauf sich der „blaue Sultan", der auch über Jfni regierte, freiwillig den Spaniern stellte, machte diesen die Besitzergreifung dieses Gebietes möglich. Sie wurde lediglich von dem Obersten C a p a z und drei weiteren Offizieren mit einem Telegraphisten durchgeführt, nachdem vorher die politische Lage mit den Eingeborenen gründlich geklärt worden war. Die eigentliche Besetzung durch eine aus 95tz Mann bestehende und verschiedenen Waffengattungen angehörende Abteilung der spanischen Eingeborenentruppe mit Legionären soll am Donnerstag stattfinden. Diese Unternehmung wird sofort abgeblasen, falls den landenden Truppen etwa wider Erwarten noch ernstlicher Widerstand entgegengesetzt würde.
Oie „schwarze Sieben".
Der chinesische Banditensührer Liu Kwi Tang, der in der vergangenen Woche sechs- mal von Truppen umzingelt gewesen, aber immer wieder entkommen ist, bewegt sich jetzt aus der Schantuna-Kiangsu-Grenze hin und her, wobei er durch Artilleriefeuer und Flugzeugbomben in
B e r l i n , 9. April (DNB.) In einer vom Propa- gandaministerium einberufenen Sitzung, an der die Vertreter der Ministerien, des Amtes für Volkswohlfahrt und der Verbände des Reichsausschusses für Volksgesundheit, des Aufklärungsamtes für Bevöl- kerungspolitik und ferner die Vertreter der chari- tativen Verbände u. a. teilnahmen, wurde die Beides Muttertages beschlossen.
schwere Bedrängnis gebracht wird. Der Bezirks- richter der Ortschaft Kanyu, die am Mittwoch von den Banditen geplündert worden war, fand bei seiner Rückkehr 300 Einwohner, darunter seine Frau, ermordet vor. Liu Kwi Tang stammt aus dem Bergland von Tenghsien und ist das siebente Kind seiner Eltern. Er wird in Schantung „schwarze Sieben" genannt, erstens wegen seiner dunklen Gesichtsfarbe und zweitens wegen seines schlechten Charakters. Er war abwechselnd Bandit und regulärer Soldat und soll früher nur wegen seiner Zugehörigkeit zu einer mächtigen Geheimgesellschaft der strafenden Gerechtigkeit entgangen sein.
Kunst und Wissenschaft.
Professor Rudolf koch f.
In Offenbach a. M. verstarb der bekannte Schrift- künstler Professor Rudolf Koch, der Leiter der Schriftklasse der Offenbacher Kunstgewerbeschule, im Alter von 57 Jahren. Unter dem Namen „Offenbacher Schreiber" schuf er sich einen Ruf weit über Deutschlands Grenzen hinaus. Als künstlerischer Mitarbeiter der Schriftgießerei Gebrüder Klingspor entwarf er eine lange Reihe wundervoller deutscher Schriften, einen bedeutsamen Kulturbesitz des deutschen Volkes. Seine Urkunden- und Schriftblätter und die in seiner Werkstätte an der Offenbacher Kunstgewerbeschule entstandenen großen Schriftteppiche und Metallarbeiten wurden auf vielen Ausstellungen bewundert und brachten ihm erst vor kurzem die Goldene Medaille der Weltausstellung für Kunstgewerbe in Turin ein. Rudolf Koch, der sich besonders auch auf dem Gebiet der religiösen Kunst betätigte, war Ehrendoktor der Theologie der Universität Münster.
Der Nestor der deutschen Vorgeschichtsforscher f.
Im hohen Alter von 85 Jahren ist in Gunzenhausen in Mittelfranken der Nestor der deutschen Dorgeschichtsforscher Obermedizinalrat Dr. Dr. h. c. Heinrich Eidam verstorben. Mit ihm ist ein Mann dahingegangen, der auf dem Gebiete der Dorgeschichts- und Römerforschung weit über Bayern hinaus bekannt ist. 50 Jahre hat er der Wissenschaft vom Spaten gedient, und das von ihm eingerichtete Gunzenhausener Heimatmuseum mit seinen prachtvollen Funden aus vorgeschichtlicher und frühgeschichtlicher Zeit sowie aus der Zeit der römischen Besetzung Frankens zeugt von dem Lebenswerk dieses Mannes. Neben seiner Wirksamkeit als Streckenlimeskommissar sind besonders feine Ausgrabungen auf den vorgeschichtlichen Ringwallburgen „Gelbe Burg" und „Hesselberg" hervorzuheben. Eine seiner wichtigsten Entdeckungen war die Auffindung und Freilegung eines der ersten unter Kaiser Domitian erbauten rätischen Holzkastelle bet Unterschwaningen im Jahre 1930. Außerdem ist es ihm gelungen, den Nachweis für die im Jahre 233 durch die Allemannen und Hermunduren erfolgte Niederwerfung der Römer auf einer über 100 Kilometer breiten Strecke, wobei 11 römische Kastelle zerstört wurden, zu liefern.
(Eine Vlusikausstellung in Frankfurt a. 211.
Das Fr. Nicolas Manskopfsche Musikhistorische Museum veranstaltet vom 11. April bis 30. September eine Ausstellung alter Musikinstrumente, Musikerbilder und Musikerhandschriften. Die Ausstellung soll insbesondere Schülern und den Ange- hörigen der Musik- und Spielmannszüge der SA., SS., HI. usw. zur Belehrung und Anregung bienen und ihnen Wege zeigen, die für die künftige Kulturgestaltung von Wichtigkeit sind. Dr. Kirchner bat mit Unterstützung junger Fachwissenschaftler eine große Anzahl jahrhundertealter Instrumente, die bislang zerstreut aus den Speichern der verschiedenen Museen lagerten und so einer Besichtigung nicht zugänglich waren, gesammelt und durch geschickte Zusammenstellung mit dazu passenden Schriften und Bildern aus dem Manskopfschen Nachlaß, städtischem und privaten Besitz eine übersichtliche Darstellung wertvoller Stücke geschaffen. Neben alten Streich- unb Blasinstrumenten bringt bie Ausstellung auch (Erinnerungen an Musiker aus neuerer Zeit. Von lokalhistorisch besonberem Interesse .ist eine Zettelsammlung sämtlicher Theatergesellschaften von Frankfurt, beginnenb mit ben roanbernben Schauspielertruppen.
Aus aller Welt.
Drei Todesopfer der Berge.
Bei einem Versuch, die Viererspitze zu besteigen, verunglückten der 23 Jahre alte Student Ulrich Dinkelmann und die 18 Jahre alte Studentin Ilse Unzenhauer, beide aus Stuttgart, durch Absturz tödlich. Die Leichen wurden durch eine Expedition der Rettungsstelle Mittenwald des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins geborgen. — Der ledige Münchner Rudolf Bauer verunglückte durch Absturz am Brünn st ein tödlich.
Erdrutsche in Mittel, und Sübifatien.
Infolge der anhaltenden R e g e n f ä l l e sind an verschiedenen Stellen Mittel- und Süditaliens neue Erdrutsche vvrgekvmmen, die auch Menschenleben forderten. So wurden in Reggio (Calabria) zwei Bauern, die mit Erdarbeiten beschäftigt waren, verschüttet. Während der eine auf der Stelle tot war, konnte der zweite mit lebensgefährlichen Verletzungen geborgen werden. In Neapel begrub eine vom Regen unterspülte Mauer zehn Kinder unter sich, die in der Nähe spielten. Zwei Kinder fanden den Tod.
Wettervoraussage.
Nach Vorüberzug des Tiefdruckkerns, der sich heute morgen über Ostdeutschland und Polen bewegt, hat bei uns Luftdruckanstieg eingesetzt, so daß es zum Aufbau eines Zwischenhochs kommen wird. Die zufließende Ozeanluft wird zwar vorerst noch Bewölkung und ganz vereinzelt auch etwas Niederschlag Hervorrufen, wobei auch die Temperaturen etwas niedriger zu liegen kommen als seither, später wird aber der hohe Druck wieder beständigeres Wetter veranlassen.
Aussichten für Mittwoch: Neblig-wolkig, später auch wieder aufheiternd, mäßig warm, meist trocken.
Aussichten für Donnersta g: Teils dunstig und wolkig, teils aufheiternd, tagsüber wieder etwas wärmer, meist trocken.
Lufttemperaturen am 9. April: mittags 15,1 Grad Celsius, abends 8,3 Grab; am 10. April: morgens 5,5 Grab. Maximum 16,3 Grab, Minimum 5,3 Grab. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 9. April: abenbs 10,6 Grab; am 10. April: morgens 7,7 Grab Celsius. — Niederschläge 7,4 mm. — Sonnenscheinbauer 1/io Stunbe. _____________
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. III. 34: 11550. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steinbruckerei R. Lange, K. G„ sämtlich in Gießen.
Ungeklärt sei, wie der Täter in das dzw. aus dem Mordzimmer habe gelangen können. Dadurch bleibe ein Verdacht der Mittäterschaft gegen Frau Werther bestehen, eine Entschädigung für die seinerzeit erlittene Untersuchungshaft sei aus diesem Grunde abgelehnt worden.
Frau Werther schildert dann eingehend ihren „ebenslauf und betont, daß sie und ihr Mann sich rüber in sehr guten finanziellen Verhältnissen be- unden hätten. „Wir hatten gut zusammengelebt", uhr Frau Werther fort, „aber nachher, das muß ich gestehen, wurde das Verhältnis etwas getrübt, weil mein Mann auch andere Frauen gern hatte. Aus finanziellen Rücksichten war der Tod meines Mannes nicht erwünscht und erst recht nicht notwendig." Die Eheleute Werther seien mit dem Chauffeur Liebig in den ersten Monaten zufrieden gewesen. Nachher aber habe sich Liebig sehr verändert. „In letzter Zeit", so fuhr die Zeugin fort, „habe ich vor Liebig Angst gehabt. Er war mir unangenehm geworden. Er gab keine Antwort mehr und stand früh nicht mehr auf."
Vorsitzender: „Sie rooMen sich vor ihm gefürchtet haben?" Zeugin: „Er war mir unheimlich geworden. Ich bin nicht mehr allein mit ihm tm Auto gefahren."
Weitere Vernehmung Dienstag.
tyamid fängt
an


