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\ erbot der linksradikalen Parteien. ' ie tiefer Ursache für die Straßentumulte kann 1 ^zweifelhaft in der systematisch seit längerer Zeit lidriebenen Hetze dieser Parteien gesucht werden.
lerMörder des afghanischenGesandten zum Tode verurteilt.
Nach zweitägiger Verhandlung vor dem Schwurgericht des Landgerichtes Berlin wurde der Mörder des letzten afghanischen Gesandten in Berlin, der 34jährige afghanische Ingenieur Syed Kamal entsprechend dem Anträge des Staatsanwaltes w e - gen Mordes zum Tode verurteilt. Wie erinnerlich, hat der Angeklagte am 6. Juni v. I. den Gesandten, einen Bruder des damaligen Königs oon Afghanistan, im Treppenhaus des Gesandtschaftsgebäudes erschossen. Er batte unmittelbar nach der Tat ein umfassendes Geständnis abgelegt, dieses aber später widerrufen
und angegeben, daß er durch eine Geste des Gesandten, die er als eine Kränkung aufgefaßt habe, in einen Erregungszustand versetzt worden und seiner Sinne nicht mehr mächtig gewesen sei. In diesem Zustande habe er den Schuß abgegeben. Das Gericht sah diese Darstellung durch die Beweisaufnahme als widerlegt an. Der von dem Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Sandeck aus Berlin vorgetragenen Auffassung, daß das deutsche Gericht für die Aburteilung nicht zuständig sei, und daß auch aus anderen Rechtsgründen eine Verurteilung wegen Mordes nicht erfolgen könne, hat sich das Schwurgericht nicht angeschlossen. Der Verteidiger erklärte nach der Urteilsverkündung, daß der Angeklagte gegen das Urteil Revision einlegen wolle. Die afghanische Regierung hat auf die Durchführung der von der Reichsregierung bewilligten Auslieferung verzichtet.
„Go schauten sie den -I.Mai."
Gauleiter Sprenger eröffnet die Ausstellung von Bildern Heffen-Naffauischer Künstler.
LPD. Frankfurt a. M., 8. Juli. Auf Anordnung des Gauleiters Sprenger hatte der Gaupropagandaleiter und Leiter der Landesstelle Hessen- Nassau des Reichsministeriums für Volksaufklärung unb Propaganda Müller-Scheld während der Vorbereitungen zum 1. Mai 1934 alle schaffenden Künstler im Gau Hessen-Nassau aufgefordert, den Nationalen Feiertag des deutschen Volkes in Bildern aller Art festzuhalten. Das Echo war uner- vartet stark. 167 Künstler aus allen Teilen des Gaues meldeten 274 Bilder an. Diese Werke sind jetzt im Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt a. M. unter dem Titel „So schauten je den ersten Mai" ausgestellt. Zum Träger der jlusstellung wurde die Fachzelle für Künstler und ieiftige Arbeiter der NSBO. Groß-Frankfurt be= pimmt.
Die feierliche Eröffnung der Ausstellung erfolgte m Sonntag vormittag. Während vor dem Städel ine HJ.-Kapelle schneidige Märsche spielte, ver- ammelten sich im Festsaal des Städels die gelade- 1 en Gäste. Rings im Saal hatten zahlreiche NSBO.- sahnen Aufstellung genommen. Der Leiter der sachzelle für Künstler und geistige Arbeiter Pg. )tto Müller eröffnete den Festakt.
Gauleiter Sprenger
ührte dann in seiner Eröffnungsansprache u. a. lus: So schauten sie den 1. Mai. Als ich dem Gau- »ropagandaleiter den Auftrag gab, diese Parole an ine Künstlerschaft heranzutragen, hatte ich einen guten Resonanzboden, denn viele Künst- ät hatten schon im vorigen Jahr von sich aus ben 1. Mai in Bildern festgehalten. Diese Ermunterung berechtigte mich zu der Anregung, denn gerade ür uns galt es schon zu Beginn des nationalsozialistischen Staatswirkens, dem deutschen Volk und ter Welt zu beweisen, daß die Vorwürfe, die man uns früher gemacht hatte, nämlich daß wir kunst- und kulturfeindlich seien, unberechtigt seien. Wir haben immer behauptet, der Nationalsozialismus ist keine Parteiangelegenheit, sondern der Na- lionalsozialismus ist eine Weltanschauung, und Adolf Hitler, als der Führer, sieht sich von Beginn seines Wirkens als nichts anderes an als der Träger dieser neuen Weltanschauung, die dem deutschen Volk gegeben werden mußte, wenn es nicht untergehen sollte. Die feierliche Proklamation des Führers auf der Kulturtagung des Parteitages im vorigen Jahr geht an die Grundtiefen des geistigen Schaffens des Volkes heran. Nationalsozialismus will also bestimmt Weltanschauung sein. Damit ist selbstverständlich verbunden gegenüber der Vergangenheit eine grundlegende Neuorientierung auf fast sämtlichen Gebieten des Volkslebens. Denn darüber sollte niemand im Zweifel sein, daß die nationalsozialistische Weltanschau
ung ihre Grundlage im Volksleben hat, daß nur der den Nationalsozialismus zu erfassen mag, dessen Erbgut rassisch-nordisch bedingt ist. Das ist keine Kampfansage an die andern Völker der Erde, sondern das ist die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben überhaupt. Wenn alle Völker diesem Grundsatz folgen, dann wird sich im kulturellen Wollen eine Parallele aller Völker ergeben. In der Vergangenheit, im Zeichen der Jnternationalität, bestand die Gefahr, die völkische Kunst zu verwischen und untergehen zu sehen. Unsere Aufgabe ist es, der Kunst wieder einen Boden zu schaffen, dessen Resonanzboden der einzelne Mensch, der mit gleichem Erbgut bedachte Mensch sein wird und sein muß.
Der Künstler, der im Sinne der nationalsozialistischen Weltanschauung zu schaffen gewillt ist, wird, selbst mit bestem rassischen Erbgut ausgeftattet, einen Gleich klang im Volk finden, einen Gleichklang, der ihm den Resonanzboden gibt zu höchster künstlerischer Leistung. Er wird also bas Leben des Volkes nicht von außen her als Objekt erfassen dürfen, sondern der Künstler muß sich fühlen als ein Glied des Ganzen, muß mit seinem Geistesleben im Volk wurzeln. Dann wird er sich durch die Art seines Schaffens, durch feine Leistungen alsbald abheben und herausheben und zu höchster künstlerischer Schaffenskraft emporsteigen. Die Kunst soll und darf nicht kommandiert werden, sondern der Künstler soll einen Ansporn erhalten zu seiner weiteren schöpseri- schen Tätigkeit. Das Volk aber muß durch seine Teilnahme geistig und in der Tat nun auch beweisen, daß es in der Lage ist, dem Künstler diesen Ansporn zu geben. So soll in Zukunft nicht nur der 1. Mai, sondern das neue völkische Leben im nationalsozialistischen Staat dem Künstler Anreiz geben und ihn zurückführen in das Geistesleben feines Volkes. Und aus diesem Anreiz heraus wird er im Gegensatz zur Vergangenheit auffteigen und zu höchster künstlerischer Leistung in der Lage sein, die auch in fernerer Zukunft kommenden Geschlechtern zeugen wird von der Kraft des Nationalsozialismus als neue Weltanschauung des deutschen Volkes. _
Mit einem Siegheil auf den Führer und dem Gesang des Horst-Wesfel-Liedes schloß die kurze eindrucksvolle Feier. Ein Rundgang durch die Ausstellung gab den zahlreichen Gästen Gelegenheit, das Schaffen unserer heimischen KünsUer zu bewundern. Man konnte feststellen, daß schon eine ganze Reihe von Bildern einen Käufer gefunden haben. Und das soll ja mit der Zweck der Ausstellung sein, daß möglichst alle Bilder verkauft werden zum Segen unserer schaffenden Künstler. Die Ausstellung ist laufend wochentags von 10 bis 13 und von 15 bis 19 Uhr, an Sonntagen nur von 10 bis 113 Uhr geöffnet.
WesenwaldbrändeinMeiHenburgund der Lausitz
Millionenschäden in den Forsten. — Schwierige Löscharbeiten. Ortschaften nicht in Mitleidenschaft gezogen.
Aussagen der Wetterpropheten ist vorläufig noch kein Ende der Hitze abzusehen, die seit 15 Tagen ununterbrochen andauert. Während des Wochenendes find Tausende von Menschen in- olge Hitzschlages zusa m m engebro- ch e n. Bisher werden fünf Todesopfer gemeldet.
In allen Landesteilen find große Bufch-und Heidebrände ausgebrochen, die gemeinsam von Polizei, Militär und Feuerwehr bekämpft werden. Der berühmte Rhododendron-Wald des Lords Malmesbury bei Christchurch wurde durch einen Riesenbrand dem Erdboden gleichgemacht Infolge Wassermangels ist es beinahe unmöglich, die Brände wirkungsvoll zu bekämpfen. Auf dem englischen Truppenübungsplatz Adlers- h o t wurden 800 mit Stahlhelm und Gasmasken bewaffnete Soldaten zur Löschung von zwei großen Heidebränden herangezogen. Außenminister Sir Jon Simon und seine Frau beteiligten sich an der Bekämpfung eines Buschfeuers in der Nähe von Tadworth in der Grafschaft Sorrey. Die Kustenstadt St. Andrews in Fife wurde von einem Wirbel st urrn heimgesucht, der den ganzen Ort in eine Sandwolke hüllte.
Das 20. Deutsche Bundes- schießen in Leipzig.
Leipzig stand im Zeichen des 20. Deutschen Bundesschießens. Mehr als 1000 Fahnen waren am Samstag aus Anlaß der Uebergabe des Bundesbanners von Köln an die Feststadt Leipzig am Völkerschlachtdenkmal aufgestellt, lieber den Fahnen der Leipziger Studenten stak auf der Plattform vor dem Denkmal das Bundesbanner mit der Inschrift „Deutscher Schützenbund, gegründet zu Gotha 11. July 1861". Hier hatten auch die Ehrengäste Aufstellung genommen. Vor dieses far
benprächtige Bild rückte die Ehrenkompagnie der Reichswehr mit aufgepflanztem Seitengewehr und mit klingendem Spiel mit weithin schallender Begeisterung von den vielen Tausenden Anwesenden empfangen. „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" bildete die Einleitung zu dem feierlichen Akt der Uebergabe des Bundesbanners durch Oberbürgermeister Dr. Riefen -Köln in die Hände des Oberbürgermeisters Dr. G ö r d e 1 e r. Bundesführer Lorenz brachte dann das Hoheitszeichen des neuen Reiches am Bundesbanner an. Am Sonntag zog der Festzug der Schützen drei Stunden lang durch die mit Flaggen und Grün > reich geschmückte Stadt. In den Straßen standen unübersehbare Mengen von Schaulustigen, um dem 1 großartigen Schauspiel beizuwohnen. Am Augustus- Platz war eine 5000 Zuschauer fassende Tribüne errichtet worden, deren Plätze ausverkauft waren. Vertreter des Reichsheeres, des Reichsspvrtführers und der Stadt Leipzig wohnten dem Vorbeimarsch bei. Auch Reichsgerichtpräsident Dr. Sumte hatte sich eingefunden. Der reichgegliederte Festzug brachte eine große Anzahl künstlerisch ausgestalteter Bilder weift historischen Inhalts.
Kunst und Wissenschaft.
Die Marburger Festspiele.
An Stelle von „Viel Lärm um nichts" hat sich die Festspielleitung entschlossen, bas reizende Lustspiel von Shakespeare „Das Wintermärchen" in den Spielplan aufzunehmen. Die Vorbereitungen hierfür sind bereits in vollem Gange. Die Erstaufführung des Wintermärchens erfolgt am Dienstag, 10. Juli, abends. Der Schluß der Spielzeit ist auf den 15. Juli festgesetzt. Falls noch starke Nachftage besteht, wird evtl, eine kurze Verlängerung der Festspiele in Aussicht genommen. Die endgültige Entscheidung der Festspielleitung steht noch aus.
Mache« im Zeichen des 1 Waffentags
der deutschen Kavallerie.
In München fand der 4. Waffentag der deutschen Kavallerie statt. Am Samstagabend hatten sich im Stadion mit dem Reichsstatthalter Ritter von Epp eingefunden: Wehrkreiskommandant Generalleutnant Adam, der bayerische Ministerpräsident Siebert, Abordnungen der ungari« chen Armee, der bulgarische Militärattache in Berlin, Offiziere aller Waffengattungen, zum größten Teil in den farbenprächtigen Uniformen der Reiterregimenter der Vorkriegszeit, sowie Vertreter der Reichs- und Landesbehörden. Nachdem die Führer der einzelnen Standarten und mit die- en als Symbol der Verbundenheit der alten Armee mit der neuen Generation eine Abteilung SA. und ein SS.-Zug ins Stadion eingezogen waren, nahm Oberbürgermeister F i e h l e r das Wort zu einer Begrüßungsansprache, die in die Hoffnung ausklang, daß dieses Treffen dazu beitragen möge, den Ruhm der deutschen Armee in die Welt zu tragen. Der Vorsitzende und Gründer des Waffenringes, Schröder- Bochum erklärte, die alten Soldaten glauben wieder an eine Zukunft, weil sich der Sinn für Heldenverehrung wiedergefunden habe. In einer von flammender Begeisterung getragenen Rede betonte ein Vertreter des Saarlandes die unlösbare Schicksalsgemeinschaft des Saargebietes mit den übrigen deutschen Gebieten. Er gab der Erwartung Ausdruck, daß der nächste Waffentag im kommenden Jahre im Saargebiet abgehalten werden möge, und daß dann allen Kameraden Gelegenheit geboten sei, ein freies Saarland in einem freien Deutschen Reich zu grüßen.
Dann erfolgte bei völliger Dunkelheit der Einmarsch der Reichswehr, deren Front der Reichsstatthalter Ritter von Epp und der Wehrkreiskommandant Generalleutnant Adam abschritten. Der Große Zapfenstreich klang aus in das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied, das von den Anwesenden begeistert mitgesungen wurde. Im Verlaufe des Abends wurde nachstehendes Tele
gramm des Reichspräsidenten unter stürmischem Beifall der Zuschauermenge verlesen: „Sehr bedauernd, nicht unter Ihnen weilen zu können, sende ich allen Anwesenden kameradschaftliche G r ü ß e. Ich bin gewiß, daß alle alte Kavalleristen in soldatischem Geist, mit tiefer Heimatliebe und treuer Pflichterfüllung zum Vaterland stehen. (Gez.) v. Hindenburg, Feldmarschall."
Aus dem Oberwiesenfeld entwickelte sich schon am frühen Morgen des Sonntags ein färben- prächtiges Bild. Ein Gerüst trug den festlich geschmückten Feldaltar, um den mit den Teilneh- mern des Waffenringtages eine Ehrenkompanie der Reichswehr Aufstellung genommen hatte. Wehrkreispfarrer 21nnijer hielt eine von echt mifttä- ri schein Geist getragene Ansprache und zelebrierte eine Feldmesse. Nach ihrer Beendigung nahm er die Weihe von sechs neuen Standarten von Regimentsvereinigungen vor. Der Führer des Waftenrings der deutschen Kavallerie, Schröder, ermahnte die mit neuen Standarten ausgestatteten Vereinigungen immer der Worte eingedenk zu sein: „Jederzeit bereit für des Reiches Herrlichkeit."
Unter Leitung des Rittmeisters a. D. Hütchen- reuther erfolgte dann die Aufstellung zum F e ft • zug, den in Privatwagen und Postautobussen Altveteranen und Kriegsverletzte eröffneten, der die Standarten-Eskadoron bes Reiter- Regimentes 17 mit den zwölf Standarten der ehemalig königlich bayerischen Kavallerie-Regimenter folgten. Stürmisch begrüßt wurden die Kavallerie- Vereine der Saar, denen Aufschriften Dorange- tragen wurden „Die Saar ist und bleibt deutsch", „Deutsch die Saar immerdar". Es folgten dann Gruppen in den alten historischen Uniformen der bayerischen Reiter-Regimenter, angefangen von den Pappenheim-Kürasfieren von 1630, der kurfürstlichen Leibgarde mit Max Emanuel und seinen Arco- Kürassieren bis zum bayerischen Leibgarde-Grenadier- Regiment von 1914. Kriegervereine und Musikkorps beschlossen den eindrucksvollen Zug.
Ein Riesenwaldbrand ist am letzten Samstagmittag im südöstlichen Mecklenburg aufgekom- tnen. Bei dem Waldbrand, der sich auf etwa 15 bis 20 Kilometer zwischen Waren und Neustrelitz rechts der Eisenbahn erstreckt, handelt es sich um eine Katastrophe, wie man sie in Deutschland noch kaum erlebt hat. Samstag nachmittag wurde die schwerbedrohte Ortschaft Speck durch die Bewohnerschaft geräumt. Das nahegelegene Granzin (Meck- lenburg-Strelitz) war durch das bereits auf 400 Meter herangekommene gewaltige Feuer in den Nachmittagsstunden schwer bedroht, doch drehte der Wind im letzten Augenblick unerwartet und trug die Flammen in eine andere Richtung. SA., SS., Motor-SA. und Arbeits- ib i e n ft wurden sofort zur Bekämpfung des Brandes eingesetzt. Sämtliche Warener Betriebe sind geschlossen worden, damit die Arbeiter sich an der Bekämpfung des Brandes beteiligen können. Feuerwehren aus der ganzen Umgegend sind zur Brandstelle geeilt. Auch die Berliner Feuerwehr ist z. T. eingesetzt. Sie hat 5000 m Schlauchleitungen geliefert. Die Gesamtleitung hat ein Berliner Branddirektor übernommen. Auch die Heranziehung von Reichswehr wurde erforderlich, da die Löschmannschaften fast völlig erschöpft waren und abgelöft werden mußten. Wie durch ein Wunder blieben mehrere innerhalb des Waldbrandgebietes liegende Ortschaften bisher fast völlig von den Flammen verschont. Am Sonntagnachmittag wurde gemeldet, daß das Feuer stehe, aber bei einbrechender Dunkelheit wurde die Bevölkerung durch neuen Alarm wieder zur Hilfe gerufen, da der Brand aufs neue entflammt ist. Nach einer kurz vor Mitternacht vorgenommenen Abschätzung hat das vom Feuer ergriffene Waldgebiet eine Ausdehnung von etwa 85 Quadratkilometer. Aeuherft wertvoller Baumbestand, der zum großen Teil erP vor einem Jahrzehnt angepflanzt worden war, ist vernichtet. Der zerstörte Waldbestand hat einen Wert von mehreren Millionen Mark.
Wegen fahrlässiger Brandstiftung wurde der mit dem Hüten von Schafen betraute 35 Jahre alte Arbeiter Joers aus Charlottenhof dem Warener Amtsgerichtsgefängnis zugeführt. Er hatte feine noch brennende Pfeife auf einer nahe beim Walde gelegenen ausgedorrten Grasfläche entleert.
Lieber 100 Morgen Walin der Niederlausitz vernichtet
Zwischen Döbern und Groß-Kölzig im Kreise Sorau (Niederlausitz) bemerkten Bergarbeiter em dicht an der Braunkohlengrube „Conrad" aufgekommenes Feuer. Die gesamte Grubenbelegschaft machte sich daran, den im Entstehen begriffenen Brand zu löschen. Das Feuer wurde jedoch durch den herrschenden starken Wind in die Baumwipfel getragen und sprang von Baum zu Baum. Auf dem Boden fand es in dem trockenen Heidekraut und verdorrten Gras reiche Nahrung. Don dem Orte Groß-Kölzig wurde es nach dem etwa drei Kilometer entfernten Ort Döbern getragen und dann weiter bis nach der nächst Döbern gelegenen Bahnstation Friedrichshain. Hier gelang es endlich, nach dreistündiger an- qeftrenqter Tätigkeit, das Feuer zum Stehen zu bringen. Obwohl Arbeitsdienst aus den Kreisen Sorau unb Spremberg, Hunderte von freiwilligen Helfern und die gesamten Feuerwehren der Umgebung aufgeboten waren, mußte man machtlos zusehen, wie eine wertvolle Kiefernschonung nach der anderen Den Flammen zum Opfer fiel. Der Brand hatte eme Ausdehnung van sechs Kilometer und,-IN- liefe von einem Kilometer. Insgesamt sind über 100 Morgen zum Teil wertvollen Waldes vernichtet worden.
Waldbrand auch im Grünewald.
Arn Sonntag gegen 14 Uhr brach, wahrscheinlich durch die U n a ch t's a rn k e i t e i n e s Autofahrers ein Waldbrand aus. Die Feuerwehr gn mit 10 Löschzügen ein. Trotzdem wurden aber in kurzer Zeit etwa vier Hektar Wald eingeäschert, so daß nur noch die Baumstümpfe schwarz verkohlt dastehen.
Rekordhitze in England.
Große Busch- und Heidebrände.
L 0 n d 0 n, 9. Juli. (DNB.-Funkspruch.) Die Hitze- welle die zur Zeit über England herrscht, erreichte während des Wochenendes ihre Höhepunkt. An manchen Orten wurde die für England außerordentlich hohe Temperatur von 32 Grad Celsius gemessen, die höchste Julitemperatur seit 41 Jahren. Nach
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Marmelade
aus
Opekta
Aus Früchten gewonnen
Rezept
4 Pfd. Stachelbeeren, Himbeeren, entsteinte Pflaumen, Sauerkirschen, Pfirsiche oder Aprikosen usw. — einzeln oder in beliebiger Mischung — sehr gut zerkleinern und mit 4 Pfd. Zucker zum Kochen bringen. Hierauf 10 Minuten stark durchkochen, dann 1 Normalfiasche Opekta zu 86 Pfg. hinzu rühren und in Gläser füllen. — Ausführl. Rezepte sowie Etiketten für Ihre Marmeladengläser liegen JederFlasche bei.
Trocken-Opekta (Pulverform) wird gerne für kleine Mengen Marmelade, Gelee und für Tortenübergüsse verwendet. Päckchen für 31/» Pfd. Marmelade 45 Pfg„ für Torten» überguß 23 Pfg. — Genaue Rezepte sind aufgedruckt.
Achtung! Rundfunk! Sie hören während der Einmachzeit über alle deutschen Sender jede Woche den interessanten Lehrvortrag aus der Opekta-Küche „10 Minuten für die fortschrittliche Hausfrau". — Rezeptdurchgabe I Die genauen Sendezeiten ersehen Sie aus den Rundfunk-Zeitungen.
TU-hh wenige* Zucke* MefuMen? Bei der Opekta-Koch- methode muß man auf jedes Pfund Frucht auch 1 Pfund Zucker nehmen. Trotz eindringlichster Warnung gibt es immer noch Hausfrauen, welche etwas Zucker „sparen" möchten. Aber das sollte man bei Opekta nicht tun; denn das Weglassen eines Pfündchens Zucker Ist kein Gewinn, sondern ein erheblicher Verlust nicht nur an Marmelade, sondern auch an Geld. Nach den Opekta-Rezepten erhält man mit einer Normalflasche Opekta zu 86 Pfennig aus 4 Pfand Früchten 4- 4 Pfund Zucker etwa S Pfund Marmelade dagegen aus 4 Pf und Früchten 4- 3 Pfand Zucker nur etwa 6 Pfund Marmelade Der Verlust an fertiger Marmelade beträgt also nicht nur 1 Pfund, sondern sogar etwa 2 Pfund. Wie kommt das wohl? Ganz einfachI Wenn man nämlich 1 Pfund Zucker weniger nimmt, muß es ja natürlich auch 1 Pfund Marmelade weniger geben. Ferner muß man dann aber auch 5 bis 10 Minuten Länger kochen, damit die Marmelade fest wird, wodurch gut und gerne noch ein weiteres halbes Pfund einkocht. Schließlich trocknet die „zuckersparende Marmelade auch nachher noch besonders stark ein, selbst wenn die Gläser mit Pergament oder Glashaut verschlossen sind. Nach einigen Wochen sind dann Im ganzen kaum noch 6 Pfund Marmelade, viel ach sogar noch weniger, übriggeblieben. Dort, wo man also glaubte, ein Pfund Zucker sparen zu können, hat man In Wirklichkeit zwei Pfund Marmelade weniger.


