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unterstützt, welche deutsche Männer und deutsche Frauen im Zeichen des Roten Kreuzes leisten aus glühender Liebe zu Volk und Vaterland!

Unterstützt das Rote Kreuz!

Ein Aufruf des Oberbürgermeisters Ritter

Der Rotekreuz-Tag soll die deutschen Volksge­nossen im In- und Ausland an die wichtigen Auf­gaben des Roten Kreuzes erinnern, die ihm von der Reichsregierung zugedachk sind. Das deutsche Rote Kreuz ist nicht allein Träger der völkerrecht­lichen Aufgaben aufgrund der Genfer Konvention, sondern auch Träger einer gewaltigen Organisation auf allen Gebieten der Krankenfürsorge und vielen anderen verwandten Gebieten der Hilfe an deut­schen Volksgenossen. Wichtige Aufgaben fallen innerhalb der Organisation des Roten Kreuzes auch den unermüdlichen freiwilligen Sanitäts-Ko­lonnen zu. Ebenso unterstützt der Frauen-Verein vom Roten Kreuz deutsche Männer und Frauen, die teils in den geraubten Kolonien, teils im übri­gen Ausland unter den schwierigsten Verhältnissen ihr Deutschtum hochhatten durch Entsendung von hervorragend ausgebildeten Schwestern. Zur Er­füllung aller dieser Aufgaben ist das Rote Kreuz in hohem Matze auf freiwillige Spenden ange­wiesen.

An den Sammeltagen des 9. und 10. 3uni mutz feder Deutsche beweisen, dah er gewillt ist, die Tä­tigkeit des Roten Kreuzes im 3n- und Ausland für die Erhaltung eines gesunden Volkstums zu unter­stützen.

GLetzen, den 9. 3uni 1934.

Bürgermeisterei Giehen: Ritter. Oberbürgermeister.

3m Geiste der Volksverbundenheit...

Jedermann erwirbt die Rotkreuz-Glasplakette.

Zum Rotkreuztag am Sonntag, 10. Juni, wird nochmals darauf hingewiesen, daß es Pflicht jedes deutschen Volksgenossen ist, die zu Gunsten des Roten Kreuzes zugelassene Sammlung nach Matz, gäbe seiner Kräfte zu unterstützen. Auch Lieser Tag soll Zeugnis ablegenvon dem Geist der Volksver­bundenheit und der Opferwilligkeit der Deutschen", wie der Reichspräsident von Hindenburg in seinen Vegrützungsworten gesagt hat.

Jeder, der die Glasplakette, die als Abzeichen des Rotkreuz-Täges verkauft wird, erwirbt, unterstützt damit einerseits die hohen Aufgaben, die dem Roten Kreuz auch im nationalsozialistischen Staat gestellt sind und trägt andererseits mit zur Arbeits­beschaffung bei.

Beflaggung aller Oienstgebäude während der Trauerkundgebung für Buggingen.

Die Reic^regierung hat ungeordnet, daß wäh­rend der Trauerkunogebung für die Opfer des Grubenunglücks in Buggingen am Montag, 11. Juni 1934, in der Zeit von 10 Uhr bis 14 Uhr sämtliche Dienstqebäude des Reiches, der Länder und der Gemeinden, sowie die Gebäude der Körper­schaften des öffentlichen Rechtes und der öffent­lichen Schulen halbmast flaggen. Diese Anord­nung wird hiermit den Behörden amtlich mit dem Hinzufügen bekanntgegeben, daß eine schriftliche Mitteilung der Anordnung an sie nicht ergeht.

Illegale Flugblätter sind sojort abzuliefern!

Das Staatspresseamt teilt mit:

In letzter Zeit versuchen unverantwortliche Ele­mente, ihre gegensätzliche Einstellung zum national­sozialistischen Staat in Form von Flugblättern und Handzetteln, die sie durch die Post versenden oder in Hausbriefkästen einwerfen, einzelnen Volksge­nossen zur Kenntnis zu bringen. Um Bestrafungen vorzubeugen, wird darauf hingewiesen, Latz schon der Besitz illegaler oder staatsfeind- licher Druckschriften strafbar ist, und daß jeder verpflichtet ist, Flugblätter, die er in Besitz bekommt, unverzüglich der nächsten Polizeibehörde abzuliesern.

Umorganisation

der Deulschen Arbeitsfront.

Auf Befehl des Organisationsleiters der Deut­schen Arbeitsfront Pg. Claus Selzner ist die Neuorganisation der Deutschen Arbeitsfront bis zum 1. Juli durchzuführen. Sämtliche Betriebs­zellen und sämtliche Betriebe, die Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront haben, haben sofort eine Liste der bei ihnen beschäftigten Mitglieder ein­schließlich der Mitgliedsnummern unter Angabe des Verbandes bei der zuständigen NSBO.-Orts- gruppe einzureichen.

Die Zuteilung der Betriebe zu den einzelnen Betriebsgruppen erfolgt durch die Deutsche Ar­beitsfront-Ortsgruppe, die ihren Sitz bei der PO.- Ortsgruppe hat. Unterschiede zwischen NS.-Hago- und NSBO.-Betriebsgemeinschaft-Ortsgruppen wer­den in diesem Zusammenhang nicht mehr gemacht. Handwerk und Handel unterstehen gemäß dem Organisationsplan des Führers der Deutschen Ar­beitsfront lediglich der DAF. wie die 16 anderen Bezirksbetriebsgemeinschaften. Bezüglich der NSG. Kraft durch Freude" sei darauf hingewiesen, daß die Durchführung dieser Organisation unmittelbar im Anschluß an die Durchorganisation der Be­triebsgemeinschaften erfolgen wird.

Die Meldungen der Betriebe müssen bis zum 20. dieses Monats bei den DAF.-Ortsgruppen er- fol.qt sein.

Betriebe von 10 bis 25 Mann werden ein Block und erhalten einen Blockwalter. Mehrere Blocks, bis zu sechs, werden eine Zelle, mehrere Zellen werden zu einer Betriebsgemeinschaft mit einem Betriebswalter zusammengefaßt. Betriebe unter 10 Mann werden zu Strahenblocks und Straßen­zellen zusammengezogen. Die Ernennungen und Berufungen der Block- bzw. Zellenwalter erfolgen durch die PO.-Leiter auf Vorschlag der DAF.- Walter.

Gez. Landesobmann Pg. Willi Becker, MdR. Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront Bezirk Hessen und Hessen-Nassau.

Schule

und Neichsverkehrserziehungswoche.

Ministerialrat Ringshausen gibt in einem Schreiben an die Direktionen der höheren Schulen, der gewerblichen Lehranstalten und an die Kreis- und Stadtschulämter folgendes bekannt:

Unter Führung des Reichsministers für Volks­aufklärung und Propaganda wird das Amt für Dolkswohlfahrt bei der Obersten PO., Sonderabtei­

lung fürSch ad en Verhütung", im Cinver- nehmen mit dem Reichsverkehrsministerium, dem Reichsinnenministerium, der Deutschen Reichsbahn- gesellschaft, dem Deutschen Gemeindetag, dem DDAC. und dem Hauptoerband der Berufsgenossenschaften in der Zeit vom 9. bis 16. Juni d. I. unter dem Motto:Kampf dem Derkehrsunfall" eine Reichs- oerkehrsjicherheitswoche durchführen.

Zur Durchführung der Aktion werden Landes­und Ortsausschüsse gebildet. Die Ortsausschüsse tehen, soweit es sich um Propagandamahnahmen handelt, unter der Leitung der Sachbearbeiter für Schadenverhütung der jeweiligen Ortsgruppe der NSV. Die Leitung der praktischen Erziehungs­maßnahmen im Verkehr liegt den örtlichen Polizei­verwaltungen ob.

Auch unsere Schule darf bei der Durchführung der Reichsverkehrssicherheitswoche nicht abseits tehen. Die Ziele derselben sind mit allen Kräften zu unterstützen und im Interesse unserer uns an- vertrauten Jugend zu fördern. Die örtlichen Schul­verwaltungen werden angewiesen, sich mit den zu- tändigen Polizeiverwaltungen wegen Gestellung von Beamten für die praktische Verkehrserziehung in den Schulen während der Derkehrserziehungs- woche in Verbindung zu fetzen.

Außerdem wird darauf aufmerksam gemacht, daß eine Aufklärungsschrift,^ampf dem Verkehrsunsall" herausgegeben worden ist. Der Vertrieb soll sich vor allem auch auf die Schulen strecken, damit die durch den modernen Verkehr besonders gefährdeten Schulkinder an Hand der Broschüre über die Der- kehrsregeln unterrichtet werden und burcf) die Schul- kinder die Broschüre auch in den Familien die nötige Verbreitung und Beachtung findet. Die Broschüre

oll im Verhältnis 1:2 in die deutschen Haushaltun- ;en hineingebracht werden: der Preis beträgt 10 Pf. ür das Stück. Wegen des Vertriebes empfehlen wir, ich mit den örtlichen Stellen der NSV. ins Be­nehmen zu setzen.

Abschlußprüfungen an der Heeresfachschule.

Am 5. und 6. Juni fand in der Alten Klinik die diesjährige Abschlußprüfung II unter dem Vorsitz des Wehrkreisunterrichtsleiters aus Stuttgart, Ober­fachschulrat Prof. Schneider, und am 7. und 8. Juni die Abschlußprüfung I unter dem Vorsitz des hiesigen Truppenunterrichtsleiters Fachstudiendirek­tor B o u ch h o l tz statt. Nächstehende Behörden hatten je einen stimmberechtigten Vertreter in den Prüfungsausschuß entsandt: Reichsbahndirektion Frankfurt; Reichsfinanzverwaltung Darmstadt; Deutsche Reichspost Frankfurt; Ministerialabteilung ür Bildungswesen Darmstadt; Hessischer Gemeinde­tag Mainz; Jndustrie-.und Handelskammer Gießen.

Der Abschlußprüfung II (Berechtigung zum Ein­tritt in den gehobenen mittleren Beamtendienst) unterzogen sich neun Prüflinge, die alle bestanden. Der Abschlußprüfung I (Berechtigung zum Eintritt in den einfachen mittleren Bürodienst) unterzogen sich 23 Unteroffiziere und Mannschaften im 12. Dienstjahre sowie Versorgungsanwärter, von denen 22 bestanden.

Die Abschlußprüfung II bestanden: Feld­webel Backes; Stabsgefreiter Bauer; Feldwebel Dietsch; Feldwebel Goetsch; Unterfeldwebel Her­zog; Dersorgungsanwärter Klöppel; Stabgefrei- ter Liepelt Feldwebel Mest; Stabsgefreiter Suckow.

Die Abschlußprüfung I bestanden: Stabs­gefreiter Dauer; Feldwebel Friedrich; Ober­gefreiter Gottlieb; Stabsgefreiter Grates; Feldwebel Hartz; Versorgungsanwärter Sche­rer; Unterfeldwebel Schulz; Stabsgefreiter Schweikhard; Obergefreiter Bach; Feldwebel Bach; Feldwebel B e ck h a u s ; Feldwebel B e - necke; Stabsgefreiter E ß i n g e r ; Feldwebel Götze; Unterfeldwebel G r i e ß m a n n ; Unter­feldwebel Jung; Unteroffizier Menges; Ober­feldwebel N e b g e n ; Sanitäts-Feldwebel Rupp; Unteroffizier Schmidt; Unterfeldwebel Vogl; Feldwebel W a n i tz e k.

Zungviehprämiierung.

Am Donnerstag veranstaltete der Kreisrinder- zuchtoerein für Hessisches Fleckvieh in Gießen eine Jungoiehprämiierung, die sich über den Bezirk Ober-HörgernLang-Göns mit den Orten: Ober-Hörgern, Lang-Göns, Grüningen, Eberstadt und Leihgestern erstreckte. Prämiiert wurden nur Jungtiere aus Herdbuchbeständen der Hessischen Fleckoiehrasse. Zur Prämiierung kamen 60 Tiere in 29 Beständen. Das Preisgericht setzte sich zu- gestern. 3. Preise: W. Hch. Jsheim-Grüningen; Karl Pauli-Leihgestern. Anerkennungen: W Hch. Jsheim-Grüningen; Heinrich Leidich II.-Grü- ningen; Ehr. Karl Leidich-Grüningen.

Das Prämiierungsergebnis:

Kälber im Alter von 36 Monaten: Es erhielten: 1. Preise: Heinrich Müller VIII.- Ober-Hörgern; Heinrich Jäger U.-Ober-Hörgern; Karl Marsteller-Grüningen; Chr. Schäfer-Grünin- gen; Wilhelm Bingel-Grüningen; Kaspar Langs­dorf IV.-Leihgestern. 2. Preise: Heinrich Jäger II.-Ober-Hörgern; Ernst Marsteller-Grüningen; Karl Marsteller-Grüningen; Chr. Engel-Grünin- gen; Gottfried Leidich-Grüningen; Wilh. Bingel- Grüningen; Fr. Fauerbach-Eberstadt; Heinrich Reit- schmidt IV.-Eberstadt; Kaspar Langsdorf-Leih­gestern. 3. Preise: W. Hch. I s. h e i m Grü­ningen; Heinrich Leidich II.-Grüningen; Chr. Karl Leidich-Grüningen.

Kälber im Alter von 79 Monaten: Es erhielten: 1. Preise: Heinrich Jäger-Ober-

Horgern; Friedr. Fauerbach-Eberstadt; Karl Faber U.-Leihgestern (zwei erste Preise); Wilhelm Jung V.- Leihgestern. 2. Preise: Karl Leidich III.-Gru- ningen; Chr. Schäfer-Grüningen (zwei 2. Preise); Fr. Karl Schäfer Wwe.-Grüningen. 3. Preise: Chr. Adam Jsheim-Grüningen; Fr. Karl Schäfer Wwe.-Grüningen; Hch. Chr. Marsteller-Grüningen; Friedrich Fauerbach-Eberstadt. Anerkennun- gen: Heinrich Zeiß-Lang-Göns; Chr. Adam Js­heim-Grüningen; Wilhelm Hch. Somes-Grüningen; Friedrich Fauerbach-Eberstadt.

Kälber im Alter von 101 2 Monaten: Es erhielten: 1. Preise: Heinrich Müller VIII.- Ober-Hörgern; Wilhelm Bingel-Grüningen; Friedr. Fauerbach-Eberstadt. 2. Preise: Wilhelm Bin- gel-Grüningen; Kaspar Langsdorf IV.-Leihgestern. 3. Preise: Gottfried Leidich-Grüningen; Chr. Engel-Grüningen; Wilh. Chr. Hubeler-Grüningen; Georg Langsdorf V.-Leihgestern. inerten- nungcn: Wilhelm Bingel-Grüningen; Georg Langsdorf V.-Leihgestern.

Gießener Wochenmarktpreise.

* G i e ß e n, 9. Juni. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Süßrahmbutter, das Pfund 1,45 bis 1,50 Mark, Landbutter 1,30 bis 1,35, Matte 20 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) Kl. 8 10% Kl. A 10, Kl. B 9% Kl. C 9, Kl. D tz, ungestempelte 7% Wirsing (grün), das Pfund 15 bis 20, Gelbe Rüben 10 bis 15, Spinat 15 bis 18, Bohnen (grün) 30 bis 35, Spargel 40 bis 45, Erbsen 25 bis 30, Tomaten 40 bis 50, Zwiebeln 15, Rhabarber 8 bis 10, Kartoffeln (alte), das Pfund 4 bis 4'/- Pf., der Zentner 4 Mark, neue, das Pfund 12 Pf., Aepfel 20 bis 30, Kirschen 25

bis 30, Stachelbeeren 20 bis 25, Erdbeeren 40 bis 55, junge Hähne 60 bis 80, Suppenhühner 50 bis 70, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 20 bis 45, Salat 8 bis 10, Salatgurken 30 bis 45, Oberkohlrabi 8 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 20 bis 25, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf.

Daten für Samstag, 9. Juni.

1672: Zar Peter der Große in Moskau geboren (gestorben 1725); 1843: die Schriftstellerin Berta von Suttner in Prag geboren (gestorben 1914); 1870: der englische Dichter Charles Dickens (Boz) auf Gadshill Place bei Rochester gestorben (geboren 1812); 1895: Errichtung der Schutztruppe in Deutfch-Südwestafrika; 1933: Gesetz gegen den Verrat in der deutschen Volkswirtschaft.

Daten für Sonntag, 10. Juni.

1869: der Maler und Architekt Paul Schultze- Naumburg in Naumburg geboren; 1914: Grün­dung der Universität Frankfurt a. M.; 1930: Mols von Harnack, der in Dorpat geborene Theo­loge und Historiker, gestorben.

Bornotrzen.

Tageskalender für Samstag. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Zu Straßburg auf der Schanz". Sanitätsdepot: 18 Uhr, Flaggenhiffung der Freiwilligen Sanitätskolonne; anschließend Ge- fallenen-Ehrung am 116er-Denkmal aus Anlaß des Rotkreuztags. Gießener Burschenschaft: 8 Uhr, Germanenhaus. Semesterfeier. Marineverein Gießen: 20.30 Uhr, Bootshaus, Monatsversamm­lung. Deutsche Stenographenschaft: Abendspazier- gang nach derKarlsruhe"; Treffpunkt 20.15 Uhr, Walltor.

Tageskalender für Sonntag. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Zu Straßburg auf der Schanz". Gustav-Adolf-Frauenverein: 20 Uhr, Turnhalle Oswaldsgarten,Brüder in Not". Eisenbahn-Fahrbeamtenverein: 16 Uhr,Stadt Wetzlar", Versammlung. Bergschenke: 16 und 20.30 Uhr, Künstlerkonzert.

E i n Künstler-Konzert in der Berg schenke findet am morgigen Sonntag, 10. Juni, statt. (Siehe heutige Anzeige.)

*

** Prof. Dr. Lautensach nach Braun­schweig berufen. Der außerordentl. Professor Dr. phil. Hermann Lautensach an der hiesigen Landesunioersität wurde gemäß einer Verfügung des braunschweigischen Ministers für Volksbildung vom Reichsstatthalter in Braunschweig und Anhalt zum planmäßigen außerordentlichen Professor für Geographie an der Technischen Hochschule Braun­schweig ernannt.

** Kulturbauamts - Personal! e. Der Kulturinspektor Heinrich Jockel zu Gießen wurde mit fofortiaer Wirkung an die Nebenstelle Lauter­bach des Kulturbauamts Gießen versetzt und mit der Leitung der Nebenstelle beauftragt.

** E i n Fünfundachtzigjähriger. Der frühere Buchbindermeister Konrad Steinhäuser kann am kommenden Montag, 11. Juni, feinen 85. Geburtstag feiern. Seit einigen Jahren wohnt derselbe in Elberfeld, Ravensbergerstraße 126, in der Familie seines Schwiegersohnes, Herrn I. Rietze. Der Jubilar ist noch gesund und noch in der Lage, in den Elberfelder Waldbergen ausge­dehnte Wanderungen auszuführen, lieber 55 Jahre gehört Konrad Steinhäuser zum Leserkreis desGießener Anzeigers".

. Universitätsgottesdienst. Don der Pressestelle der Universität Gießen wird mitgeteilt: Am Sonntag, 10. Juni 1934, 9.30 Uhr, findet ein Umoersitätsgottesdienst in der Kapelle auf dem Alten Friedhof statt. Predigt: Professor D. Born- kämm.

* Ausstellung der Freiwilligen Sanitätskolonne Gießen. Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz hat aus Anlaß

Glu neuer Roman von heute an itt der Oetmatreituns

Oer mit großer Spannung verfolgte tägliche vornan ist zu Ende- er war namentlich von derFrauenwelt miiAnieil« nähme gelesen worden. Sin neues Romanwerk der sehr beliebten Schriftstellerin Klothilde von Stegmann nimmt heute im Gießener Anzeiger seinen Anfang unter dem Titel

Mas mein einst war....

des Rotkreuztages eine sehr interessante Ausstel­lung in einem der Schaufenster der Firma Koos (Schulstraße) aufgebaut. Die Schau gibt einen Ueberblick über einen Teil der Ausrüstung der Ko­lonne und läßt gleichzeitig erkennen, für wieviele der verschiedenen Arten von Unglücksfällen die Sa­nitätskolonne gerüstet ist. So sieht man u. a. Gas- chutzgeräte in verschiedenen Formen, Wiederbe­lebungsapparate, vorbildlich eingerichtete Verband­kasten Hilfsmittel für Unfälle an elektrischen Hoch- pann'ungsleitungen und Beleuchtungseinrichtungen ür nächtliche Unfälle. Man sieht außerdem den Hund im Dienste des Roten Kreuzes und damit im Dienste am Verunglückten, schließlich noch eine Fülle von Hilfsmitteln, derer die Kolonne bei ihrer viel- eitigen Arbeit bedarf. Eine Reihe drastischer bild­licher Darstellungen geben in Verbindung mit dem Wort in kürzester Form Anleitung für erste Hilfe in Unalücksfällen. Die sehenswerte Schau ist ein Spiegelbild der Bereitschaft und des ernsten Be- trebens, für alle möglichen vorkommenden Unfälle gerüstet zu sein.

** Aenderung der Badezeiten im Volksbad. Das Städtische Dolksbad hat in diesem Jahre die Badezeiten für die Sommersaison dahingehend geändert, daß auch denjenigen Leuten, die er ft spät aus dem Geschäft kommen, an Donners­tagen und Freitagen bis 20 Uhr Gelegenheit ge­geben ist, das Bad in feinen sämtlichen Abteilungen zu benutzen. Dagegen sind die am wenigsten besuch­ten Zeiten nicht mit in den Sommerplan aufgenom­men worden. (Siehe heutige Anzeige!)

** Der nächste Rindvieh- (Nutzvieh-) Marktin Gießen findet am Dienstag, 12. Juni, der nächste Schweinemarkt am Mittwoch, 27. Juni, tat! (Siehe die heutige Bekanntmachung.)

** Zahlungsanmahnung. Die Stadtkasse Gießen mahnt zur Bezahlung des rückständigen Schulgeldes für die Hessische Studienanstalt, der Wohnungsmieten aus städtischen Häusern, der ersten Rate der Hundesteuer für 1934, des Beitrags zur Hessischen Handwerkskammer (3. und 4. Ziel 1933) und der Bürgersteuer 1934 (2. Rate). Sieche die heu­tige Bekanntmachung.

** Den Herb st markt in Gießen (7. bis 14. Oktober) und die Platzvergebung für die verschie­denen Geschäfte betrifft eine Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil.

** Was ko st et ein Brief ins Ausland? Die Deutsche Reichspost hat bekanntlich die Gebühr für einenDoppelbrief" (über 20 bis 250 Gramm) im innerdeutschen Verkehr (einschl. Oesterreich, Memelgebiet, Litauen und Luxemburg) am 1. Dez. 1933 von 25 Pf. auf 24 Pf. herabgesetzt, so datz also der Doppelbrief wieder das zweifache der Ge­bühr für den einfachen Brief kostet. Unberührt von dieser Tarifänderung ist die Gebühr für den ein­fachen Ausländsbrief geblieben, der nach wie vor 25 Pf. kostet. In letzter Zeit' häufen sich in auf­fallender Weife die Fälle, in denen Briefsendungen nach dem Ausland ungenügend, und zwar beson­ders Briefe mit 24 anstatt 25 Pf. freigemacht wer­den. Aus der unzureichenden Freimachung können dem Empfänger und dem Absender durch Nacher­hebung des fehlenden Freimachungsbetrags leicht Nachteile entstehen, so daß es sich empfiehlt, auf die richtige Freimachung der Briefsendungen nach dem Auslande besonders zu achten.

Amtsgericht Gießen.

Dem Max Walldorf aus Gießen wurde im November vorigen Jahres der Platz am Oswalds- garten gekündigt, auf dem der Angeklagte eine Trinkhalle zum Verkauf von Zigarren, Zigaretten und Erfrischungen unterhielt. Ohne behördliche Ge­nehmigung stellte der Angeklagte die Halle auf das Grundstück des Mitangeklagten Löb im Werner- wall Nr. 1, das letzterer auch duldete. Während Löb freigesprochen wurde, erkannte das Ge­richt gegen Walldorf auf eine Geldstrafe von 2 0 Mark. Walldorf trägt außerdem die Kosten des Verfahrens.

Gute Heidelbeerernte zu erwarten.

LPD. Aus dem Odenwald, 8. Juni. Die Heidelbeerblüte geht ihrem Ende entgegen. Da während der Blütezeit kein Frost eintrat, ist der Behang an den Sträuchern sehr reich und läßt auf eine ausgezeichnete Heidelbeerernte schließen.

Nahezu 5000 Mark unterschlagen.

LPD. Offenbach, 8. Juni. Der 59 Jahre alte Rechner der Kranken- und Sterbekasse Mühlheim a. M. hatte in den letzten fünf Jahren ungefähr 5000 R M. unterschlagen. Die Revision der Kasse ließ allerdings sehr zu wünschen übrig, sonst hätte es den Revisoren auffallen müssen, daß sich der Rechner jeweils bei einem liebertragver­schrieb" dezw.verrechnete". Der Saatsanwalt be­antragte eine Gefängnisstrafe von einem Jahr. Das Gericht erkannte mit Rücksicht auf das Geständnis des Angeklagten auf zehn Monate Gefäng« n i s.

Schweres Verkehrsunglück bei Worms.

Worms, 8. Juni. (LPD.) Am Freitag zwischen 18 und 19 U"r ereignete sich auf der Landstraße BobenheimWorms in der Nähe der Wormser Stadtrandsiedlung ein folgenschweres 23er« kehrsunglück, das zwei junge Men« schenleben forderte. Ein von Bobenheim kommender Kraftwagen IID 5032 überholte dort einen Lieferwagen und erfaßte dabei die mit dem Rad nach Worms fahrende 21jährige Hedwig Schollmeyer aus Roxheim, die auf der Stelle getötet wurde. Der Kraftwagen bog dann nach links ab und erfaßte dabei die auf dem Rad nach Bobenheim fahrende 21jährige Fabrikarbeiterin G u i l e t, die in schwerverletztem Zustand nach dem Krankenhaus gebracht wurde, wo sie alsbald starb. Der Kraftwagen überschlug sich und drehte sich um seine eigene Achse, wurde aber nur wenig beschädigt. Die Wormser Polizei nahm sofort die Untersuchung auf.

632000 Mark für soziale Zwecke zur Verfügung gestellt.

LPD. Mannheim, 7. Juni. Im Frühjahr dieses Jahres waren 75 Jahre vergangen, seitdem die weitblickende Schöpferkraft eines Heinrich Lanz den Grundstein zur Entwicklung eines deutschen Weltunternehmens legte. Die Führung der Heinrich- Lanz-Werke sah davon ab, diese Tatsache in äußer­lichen Festlichkeiten zu begehen, stattdessen wurde der Entschluß gefaßt, für die gesamte Lanz-Gefolg­schaft und bedürftige frühere Werks­angehörige zu sozialen Zwecken insgesamt 6 3 2 0 0 0 R M. b e r e i t z u st e l l e n. Die Werks­leitung glaubt, in dieser Form am besten der nationalsozialistischen Lebensauffassung und dem Gedanken der Werksgemeinschast gedient zu haben.