In der trauten Zwiesprache, im Kampfgespräch, im Wort des Meisters und Führers, der zur Gefolgschaft aufruft.
Ein bekanntes französisches Sprichwort heißt: „le style c’est l’homme". W i e die Sprache, foder Mensch. In der Tat, wir haben darauf hingewie- sen: die Sprache ist die unmittelbarste Ausdrucks- form des Charakters. Nichts spiegelt die innerste Wesensart so rein wieder wie sie. Deshalb haben sich die aroßen und besonders gearteten Männer der Geschichte auch ihre eigene Sprache geschaffen. Goethe spricht anders als Schiller und Bismarck anders als Hitler. Jeder dieser Großen hat seinen Ton, der nur ihm zugehört. Es sind Künstler des Wortes von unerhörter Ausdrucksgewalt, die wir bewundern. Aber schließlich soll jeder, der ein Charakter sein will, und so auch der Schüler, die ihm gemäße Sprachaestalt finden. Es ist dies ein Hochziel, das nicht ohne weiteres von der Schule erreicht wer- den kann. Denn für gewöhnlich pflegt der Mensch erst später zum innersten Kern seines Seins hindurchzustoßen und damit auch sprachlich zu sich selbst zu kommen.
Aber die Schule muh Anleitungen geben und den Weg zeigen, auf dem allein der Schüler das Ziel erreicht, das unbewuht vor seinem
Blicke steht: die eigene Sprache.
Das Letzte könnte aussehen, als sei Sprache und Sprachgestaltung eine Sache der Einzelpersönlichkeit. Nichts wäre falscher als das. Die Sprache ist vor allem Ausdruck völkischen Lebens, Werkstück der Nation, Zeugnis eines überpersönlichen Willens. Geheimnisvoll steigt sie empor aus den Gründen des Volkstums. Sie hat von Anfang an mythischen Charakter, denn sie ist das tiefste und umfassendste Symbol des um Bewußtheit ringenden Volksgeistes. Sie ist bildhaft und schwer an Bedeutungsgehalt. Sie ist bis an den Rand geladen und gesättigt von Seelenkräften der Tiefe. Deshalb hat jedes Volk fein eigenes Sprachleben und seine eigene Sprachgestalt. Es ist die Aufgabe der Schule,' den Schüler dahin zu führen, daß er sich hineinversenkt in die Wurzelgründe der Muttersprache, daß er etwas ahne von ihrem Leben und Weben, das auch ihn trägt und an seiner Seelenform mitgearbeitet hat, daß er sich von ihrer Kraft durchdringen und adeln läßt.
Gerade die deutsche Sprache ist noch heute von unerhörter Lebendigkeit. Sie gleicht einem Riesenbaum, der aus dunklem Erdreich aufgeschossen fort und fort Aeste, Blätter und Blüten treibt. Sie ich nicht erstarrt wie die technisch ausgeklügelte und geglättete Sprache Frankreichs: sie gleicht einem machtvollen Organismus, der uns mit seiner Wirkungskraft umfangen hält, dessen Blut durch unsere Adern kreist, dessen Leben in uns hineinragt und für den wir verantwortlich sind...
Aber die Sprache ist nicht nur ein unmittelbar finnhafter Ausdruck des völkischen Grundes: sie gewinnt auch selbständiges Leben und wirkt wieder zurück auf die geschichtliche Gestaltung des Volks. Sie erweist sich als eine Bildungsmacht ersten Ranges. Sie schafft aus naturhaft gewachsenem Volkstum allererst die Nation. Volk schlägt die Augen auf und findet das Gesetz seines Wesens, das traumhaft in ihm lag, über sich stehen in der zuchtvollen Ordnung seiner Sprache. An der Sprache rankt es sich empor zu Hellem Verständnis seiner selbst, Sprache begründet den tiefsten Zusammenhang seiner Glieder auch über Raum und staatliche Grenzen hinweg. Sprache hält die Erinnerungen der Vorzeit wach, bindet Geschlecht an Geschlecht und ermöglicht dadurch Geschichte.
Dieser „objektiven", ganzheitschaffenden Bedeu- tuna der Sprache muß sich der Schüler bewußt werden. Er soll sich sagen, daß die Sprache etwas Ehrfurchtgebietendes ist, ein heiliges Erbgut der Väter, eine gebieterische Herrin, die uns verpflichtet. Wir müssen ein Gefühl dafür bekommen, daß jede Verunstaltung der Sprache, jeder Sprachkitsch und jede Sprachschlamperei eine Versündigung ist an dem kostbarsten Gut unseres Volks. Jeder muß daran Mitarbeiten, daß die Sprache nicht verludere und verwahrlose, sondern zuchtvoll gehandhabt werde. Es gibt einen Dienst an der Sprache, der seinen Segen in sich selbst trägt, weil er wohltätig zurückwirkt auf den Dienenden und ihm zu innerer Läuterung verhilft.
Es muh Ehrensache des deutschen Menschen sein, feine Sprache reinzuhalten, sie zu befreien von eingedrungenen Fremdstoffen und Schlacken, sie zu säubern von all dem Unrat, der sich in sie eingenistet hat.
Rein und edel wie unser Blut, so soll auch unsere Sprache sein. Gerade der Gebildete muß sich dafür einsetzen, daß unsere Sprache wieder volkstümlich werde und von allen Volksgenossen verstanden werden könne. Weg mit dem vertrackten Aktendeutsch, das absichtlich unverständlich sein will, um durch verworrene Dunkelheit den Respekt der „Masse" zu erhöhen. Fort mit dem abstrakten Gelehrtendeutsch, das so künstlich und verzopft ist, daß schon der Zunftgenosse der Nachbarfakultät nicht mehr weiß, was gemeint ist. Wir wollen ein Deutsch haben, das lebensvoll und wirklichkeitsnah ist, rein und blank, männlich und stark wie unser Volk selbst, ein echtes Abbild unserer sich nach langer Selbstentfremdung wiederfindenden und sich in ihrem heldischen Wesenskern erfassenden Nation.
Es gibt Zeiten in der Geschichte, da scheint mit der Kraft des Volkes auch das Wort zu versickern; der Strom der Sprache schleppt sich müde dahin; fremde Stoffe setzen sich an und trüben die Flut.
And bann gibt es wieder Epochen, da die Brunnen der Tiefe rauschen, da es hervorbricht mit urtümlicher Gewalt und eine erschütternde Sprache Zeugnis ablegt von gesteigertem Leben. So war es in der Reformationszeit, als der dem Volksgrund entstiegene Vauernfohn alle Schleusen unserer Sprache öffnete, mit der Donnergewalt seines Wortes über die Lande fuhr und an die letzten Saiten der deutschen Seele rührte.
So war es zur Zeit des Sturm und Drang, als ein erhöhter Lebensschwung dem gekünstelten Schwulst des Barocks und die arme Magistersprache der Aufklärung hinwegfegte und der junge Goethe seine Lieder sang. So wird es auch heute sein, wo zum erstenmal in der Geschichte das Volk selbst zu sprechen beginnt und letzte Tiefen sich öffnen. Wir stehen mitten darin in den Wehen völkischer Geburt. Gerade die Jugend spürt den Drang der schöpferischen Gewalten. In ihrem Blute loht die Kraft der Deutschheit auf. Sie wird die Trägerin der Zukunft, einer höheren Volksgestalt und des wahren deutschen Staates sein. In ihrer Hand liegt auch das Schicksal unserer Sprache. Möchte sie die Verpflichtung erkennen. Möchte es ihr gelingen, aus dem Schmelztiegel dieser Zeit das eherne Glanzgebild einer Sprache zu heben, die leuchtet im eigenen Licht, die markig ist wie die Sprache des Hildebrandliedes und seelenvoll wie die Sprache Hölderlins, die in ihrer Zartheit und Wucht die ganze Fülle unseres Lebens umspannt und alle Kinder des Volks heimholt ans Herz der Mutter.
ODA6 - und ASKK.-Kurheffenfahrt nach Bad Wildungen.
Start in Gießen.
Am morgigen Sonntag, 10. Juni, veranstaltet das Nationalsozialistische Kraftfahr-Korps und der Deutsche AutornoLll-Club, Gau 3 Hessen, eine Zu- verlässigkeits- und Orientierungsfahrt nach Bad Wildungen. Der Start zu dieser interessanten Fahrt, die zunächst als Zuverlässigkeitsfahrt bis Bad Wildungen gewertet wird, bei der die Fahrer gewisse Kontrollstellen zu bestimmten Zeiten durchfahren müssen, erfolgt in G i e ß e n, um 8 Uhr. In Abständen von einer Minute werden die Fahrer vom Horst-Wessel-Wall (Oswaldsgarten) aus ihre Fahrt in Richtung Hindenburgwall—Hitlerwall—Marburg beginnen.
In Bad Wildungen erfolgt ein neuer Start zur Gelände- und Orientierungsfahrt, bei der die Fahrer mehrere Kontrollpunkte, die erft dort bekanntgegeben werden und teils nur durch schwer zu befahrendes Gelände erreichbar sind, anzusteuern haben. Eines jeden Fahrers Kunst ist es nun, Bad Wildungen in der kürzesten Zeit wieder zu erreichen. Die Durchführung der Organisation und die Absperung für den ersten Teil der Fahrt liegt in den Händen des DDAC., Ortsgruppe Gießen, und der Kraftwagen-Bereitschaft 1/147 Gießen. — Etwa 50 Fahrzeuge werden morgen früh zu dieser Kurhessenfahrt in Gießen vom Start abgelassen werden. Hoffentlich schlagen- sich die daran teilnehmenden Gießener Fahrer recht tapfer.
OT.-Kreisturttfest zu Großen - Linden-
Nur noch wenige Stunden und das erste Turnfest des Turnkreises Lahn-Dill beginnt. Der Tv. Großen-Linden hat weder Arbeit noch Kosten gescheut und das Fest gut vorbereitet. Es ist Pflicht der Turnvereine, diese Mühe zu lohnen und möglichst vollzählig zu erscheinen und die Fahnen im Festzuae zu zeigen. Das Kreisturnfest fall eine kraftvolle Kundgebung für die edle Turnsache, für Volk und Vaterland werden.
Alt-Mittelrhein auf dem Feldberg.
Das am 16. und 17. Juni auf dem höchsten Taunusgipfel stattfindende 81. Feldbergfest, das älteste und volkstümlichste Bergfest der DT., wird in Zukunft der Treffpunkt all der Turner des ehemaligen Mittelrheinkreises der DT. werden, die nach der Neueinteilung von Turnen und Sport nunmehr verschiedenen Gauen angehoren. Das haben sich die Alt-Mittelrheiner vergangenes Jahr beim 80. Feldbergfest gelobt, und mit Sehnsucht erwarten viele der ehemaligen Mittelrheiner den Tag des ersten Wiedersehens. Aus den neuen Turngauen Südwest, Mittelrhein und Nordhessen, in denen die Alt-Mittelrheiner im Laufe eines Jahres an dem turnerischen Neubau treu und erfolgreich mit= gearbeitet haben, werden sie kommen, die Turner und Turnerinnen, um den alten Freunden, denen man infolge der Neueinteilung bei der turnerischen
Arbeit nur selten noch begegnet, wieder einmal die Hand zu drücken, um die alten Turnerfreundschaften wieder auszufrischen. Der letzte Kreisvertreter des Mittelrheinkreises, Ehren - Bezirksvertreter Artur Pfeiffer- Wetzlar, hat die Alt-Mittelrheiner zum Wiedersehenstag auf dem Feldberg herzlich eingeladen, insbesondere zu dem Deutschen Bergabend am Samstag, der mit neuen Freunden alle alten Mittelrheiner zu frohen Stunden der Kameradschaft vereinigt. lieber alle Gaugrenzen hinaus wird das beliebte Feldbergfest auch in Zukunft ein großes Turner- und Volkstreffen der mittelrheinischen Lande bleiben.
BfB -Reichsbahn Gießen.
VfB.'Relchsbahn I — Sportverein 05 Wetzlar I.
Am Sonntag wird die Liga im Rückspiel dem Wetzlarer Sportverein gegenüberstehen. Die VfB.er werden mit einer stark verjüngten Mannschaft auf dem Plane erscheinen und diese sollte fähig fein, den Wetzlarern bei aller Berücksichtigung ihrer Spielstärke ein ebenbürtiges Spiel zu liefern. Voraussetzung für ein gutes Abschneiden ist, daß die Mannschaft mit dem nötigen Ernst an ihre Aufgabe herangeht und bis zum letzten Augenblicke kämpft. Den in kompletter Aufstellung spielenden Wetzlarern werden die VfB.er mit folgender Mannschaft gegenübertreten: Schwan, Kreß, Lehrmund, Fenster, Knaus, Hinze, Ritter, Mattern, Heß, Schmidt I., Schmidt II.
Die zweite Mannschaft steht einem Gegner der letzten Pflichtrunde, der zweiten Mannschaft des Sportvereins Watzenborn - Steinberg, gegenüber. Den DfB.ern dürfte ein Sieg gegen die mit stark körperlichen Einsatz kämpfenden Teutonen schwer fallen. Die erste Schülermannschaft spielt gegen die gleiche von Großen-Buseck und sollte auf Grund ihres technischen Könnens in der Lage sein, einen einwandfreien Sieg zu erringen.
Spielvereinigung 1900 Gießen.
Die Blauweißen gehen morgen mit der ersten Fußballelf wieder auf Reisen und zwar nach Süd- Westfalen. Die Bezirksklassenmannschaft des Spielvereins 1910 Altenseelbach bet Betzdorf an der Sieg ist der Gegner, auf dessen Einladung das Spiel zum Austrag kommt. So unbekannt das Reiseziel auch ist, fest steht, daß der Gegner einen ganz ausgezeichneten Fußball spielt und dies letzthin in den Meisterschaftsspielen auch dokumentieren konnte. Aus der Erfolgsserie der Altenseelbacher seien nur einige Resultate herausgegriffen, die gegen Gegner erzielt wurden, die auch in Gießen keine Unbekannten sind und zwar gegen Sportfreunde Siegen 5:4, gegen Hagen 72 2:1, gegen VfB. Weidenau 7:2, gegen den FC. Schwelm 1:1 usw. 1900 wird vor eine schwere Aufgabe gestellt fein. Die Hintermannschaft wird wohl den Anforderungen gewachsen sein. Die Angriffsreihe ist jetzt wieder besser besetzt. Wie sich diese Besetzung durchzusetzen versteht, das muß erst das Spiel lehren. Der Ausgang ist nicht
vorauszusagen, da es die erste Begegnung ist und die Platzverhältnisse nicht bekannt sind.
Die zweite Mannschaft der Spielvereinigung blieb spielfrei. Die dritte Mannschaft 1900s absolviert ein noch ausstehendes Rückspiel in Lich. Der VfR. Lich ist sehr spielstark. Besonders zu Hause läßt er sich nichts vormachen und wird auch die Blauweißen nicht zu Wort kommen lassen. Die Gießener fahren außerdem mit viel Ersatz. Die erste Jugendelf 1900s begleitet die Ligamannschaft auf der Reife nach Altenseelbach, um gegen die dortige Fußball-Jugend ein Freundschaftsspiel auszutragen.
Sportverein 1920 Heuchelheim.
Sportverein Heuchelheim I. — „Teutonia" Watzenborn-Steinberg.
Die erste Mannschaft von Heuchelheim erwartet am morgigen Sonntag die erste Elf von „Teutonia" Watzenborn-Steinberg zu einem Gesellschaftsspiel. Die Gäste, die bekanntlich zu der Bezirksklasse gehören, haben sich bei den diesjährigen Verbandspielen sehr gut behauptet. Die Einheimischen haben in letzter Zeit auch gute Leistungen gezeigt. Der Ausgang des Kampfes ist nicht vorherzusagen.
Die zweite Mannschaft beteiligt sich in Krofdorf an einem Blitzturnier des dortigen VfB. Die Jugendmannschaft spielt vor dem Spiel der ersten Mannschaften gegen die gleiche von Watzenborn- Steinberg. Dieses Treffen sollte für die Einheimischen entschieden werden.
Juhballabteilung des Tv. Wieseck.
Die Fußballabteilung des Turnvereins Wieseck hat sich für den kommenden Sonntag den VfB. Aßlar mit drei Mannschaften zu Freundschaftsspielen verpflichtet. Den Beginn machen die zweiten Mannschaften beider Vereine. In diesem Spiel sollten die Gastgeber sicherer Sieger werden. Auch im Spiel der Jugendmannschaften sollte Wieseck den Sieger stellen.
Das Spiel der ersten Mannschaften wird den Abschluß der Begegnungen bilden. Die Spielstärke der Gäste ist hier wenig bekannt, doch besitzt die Elf
einige gute Kräfte. Wieseck hat den Vorteil des eigenen Platzes und sollte als Sieger aus dem Treffen heroorgehen können.
Deutscher Oameu-Sieg beim Warschauer Mitturnier.
Frau Glahn (Deutschland) konnte bei dem in der polnischen Hauptstadt veranstalteten internationalen Reitturnier den „Preis der Weichsel", ein Springen für Zivilreiter, erringen.
llm die Weltmeisterschaft im Kmfiflug.
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Auf dem Pariser Flugplatz Vincennes kommt am 9. und 10. Juni die Weltmeisterschaft im Kunstflug zum Austrag. Hieran werden sich zehn Piloten von sechs Nationen — darunter auch die hier abgebildeten vier Flieger — beteiligen, um sich um den Titel und um die Preise in Höhe von 275 000 Franken zu bewerben. — Unsere Bilder zeigen Kunstflieger bei ihren kühnen Vorführungen; in den Ausschnitten einige der besten Kunstflieger. Oben rechts: Dstroyat (Frankreich), darunter der deutsche Meister Gerhard F i e s e l e r. Unten links: Gerd Achgelis (Deutschland), darunter Colombo (Italien).
Die Reichs-Schwiinin-Woche 1934 in Gießen.
Nach den verschiedenen Meldungen über die Durchführung der Reichs-Schwimm-Woche vorn 17. bis 24. Juni 1934 im Reich und in Hessen erhalten wir nunmehr von dem Ortsausschuß Gießen nähere Mitteilungen über die V e r a n st a l t u n g s- folge, die in' unserem Stadtgebiet im Einzelnen vorgesehen ist. Die Mitarbeit der maßgebenden Behörden- und Parteistellen, sowie aller sonstigen in Betracht kommenden Organisationen, insbesondere auch der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" hat wie sonst im Reiche auch in Gießen die Möglichkeit geschaffen, die Reichs-Schwimm-Woche mit einer großen Zahl von Veranstaltungen in Verbindung zu bringen. Von besonderer Bedeutung ist, daß alle Veranstaltungen, auch die verschiedenen Schwimm-Lehrstunden in den Lahnbädern, für jedermann unentgeltlich sein werden.
Die Woche wird eröffnet am Samstag, 16. Juni, durch einen um 19.30 Uhr vom Oswaldsgarten durch verschiedene Straßen unserer Stadt führenden
Aufmarsch,
an dem die SA., die Jugend-Organisationen, die Sportverbände und alle sonstigen in Betracht kommenden Vereinigungen teilnehmen. An den Umzug schließt sich eine Kundgebung an, bei der neben den Vertretern der Behörden- und Parteistellen der im deutschen Sportleben wie auch auf politischem und künstlerischem Gebiet bekannte Pg. Dr. Geisow, Frankfurt a. Main, sprechen wird. Die Veranstaltung wird umrahmt von sportlichen Vorführungen und musikalischen Darbietungen. Diese
Eröffnungskundgebung
wird Gelegenheit geben, die großen Ziele, die die Reichs-Schwimm-Woche verfolgt, allen Besuchern nahezubringen, während die an den folgenden Tagen durchgeführten praktischen Lehrgänge und Veranstaltungen der Ausbildung des Einzelnen auf schwimmerischem Gebiet und im Rettungsschwimmen dienen. Am Sonntag, 17. Juni, 15 Uhr, werden in der Müllerschen Badeanstalt schwimmerische Vorführungen geboten in Form von Staffelwettkämpfen, volkstümlichem und humoristi
schem Schwimmen, Kunstspringen, Reigen, Figurenlegen und Wasserballspielen.
Der Montag, 18. Juni, ist ab 17 Uhr der Abhaltung von kostenlosen Lehrstunden durch geeignete Kräfte in sämtlichen Bädern an der Lahn gewidmet.
3m Vordergründe der Unterweisungen wird
das Rettungsschwimmen und im Zusammen
hänge damit die Möglichkeit zur Ablegung der
Freifchwimmerprüfung stehen.
Es wird Wert darauf gelegt, daß jeder Volksgenosse, auch der des Schwimmens Unkundige, von dieser Möglichkeit der schwimmerischen Unterweisung Gebrauch macht. Die Wahl der Badeanstalt bleibt jedem Einzelnen überlassen.
Für Dienstag, 19. Juni, sind von 17 Uhr ab die schwimmerischen Wettkämpfe der Oie- 6 e n e r Schulen in der Müllerschen Badeanstalt vorgesehen, bei denen voraussichtlich eine besonders rege Beteiligung zu erwarten ist.
Ein Langstrecken - Schwimmen über 1000 Meter ist für Mittwoch, den 20. Juni, 17 Uhr, angesetzt. Als Schwimmstrecke ist die Lahn oberhalb des Wehres zwischen der Militärbade- anstatt und dem Bootshaus der Gießener Rudergesellschaft gewählt. Jeder, der sich die Fähigkeit zu dem Schwimmen zutraut, ist startberechtigt. Für einen umfassenden Sicherheitsdienst ist gesorgt.
Am Donnerstag, 21. Juni, wiederum 17 Uhr, in der Müllerschen Badeanstalt, ist ein L e h r sch w i m- m e n für die Angehörigen von HI., BdM. JV. und IM. angesetzt, an das sich auch Wettkämpfe innerhalb der einzelnen Organisationen, besonders auch im Wasserball, anschließen werden. Bei dieser Gelegenheit wird ein berufener Vertreter der hiesigen Aerzteschaft vor den Teilnehmern über das Schwimmen und Retten nach sportlichen Gesichtspunkten sprechen.
Die einzelnen Einheiten der SA. haben am Freitag, 22. Juni, von 17 Uhr ab, in der Müllerschen Badeanstalt eine Anzahl von Einzel- und


