Mer Handlungsweise nichts gewußt zu haben. Er wurde vom Schöffengericht Wetzlar zu einem Monatund einer Woche Gefängnis verurteilt.
Mißglückte Flucht nach Holland.
LPD. Wetzlar, 7. April. Ein junger Mann aus dem benachbarten Waldgirmes kaufte im vergangenen Jahre bei mehreren Wetzlarer und Gießener Geschäften Radioapparate und Feldstecher auf Abzahlung mit den Apparaten. Er ver
äußerte sie für den halben Preis weiter und flüchtete, als ihm der Boden zu heiß wurde, nach Holland. Bei der Grenzüberschreitung wurde er verhaftet und sitzt seitdem in Untersuchunashaft. Er wurde wegen Unterschlaguna und fortgesetzten Betrugs zu einer Gesamt st rafe von einem Jahr und zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Das Gericht erkannte ihm außerdem die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren ab.
Stadtrandsiedlung in Alsfeld (Alfred-Klofiermann-Giedlung).
Feierlicher Baubeginn mit dem ersten Spatenstich durch Gauinspekteur Klostermann. — Gauinspekteur Klostermann Ehrenbürger der Stadt Alsfeld.
<£ Alsfeld, 9. April. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Gestern stand unsere Stadt im Zeichen einer großen, bedeutungsvollen Kundgebung. In feierlicher Weise wurde die neue Stadtrandsiedlung im Stadtteil Rambach in Anwesenheit des Gauinspekteurs K l o st ermann, der den ersten Spaten st ich tat, in Angriff genommen. Die Siedlung erhielt den Namen ^Alfred-Klo st ermann-Siedlun g".
Anschließend fand eine große Kundgebung üuf dem Marktplatz unter Mitwirkung aller Formationen statt, bei der Bürgermeister Dr. V ö l - sing Gauinspekteur Klo st ermann den Ehrenbürgerbrief der Stadt Alsfeld unter Würdigung seiner großen Verdienste um die Entwicklung von Alsfeld überreichte. Auf die Worte
des Bürgermeisters erwiderte Gauinspekteur Klost e r m a n n mit einer Ansprache, in der er seinen herzlichen Dank für die Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Alsfeld zum Ausdruck brachte.
Im Anschluß an die Kundgebung wurden durch den Kreis-Amtsleiter der NS.-Dolkswohlfahrt Goetz 5 0 0 Laib Brot zur Verteilung an die bedürftigen deutschen Volksgenossen der Stadt Alsfeld überreicht. Bürgermeister Dr. Völsing dankte in herzlichen Worten für diese wertvolle Zuweisung. Die Verteilung der Brote fand sogleich unter Mithilfe der Frauenschaft statt.
lieber die bedeutsame Feier wird morgen noch ein näherer Bericht folgen.
S.Jtxfport
Um die deutsche Fußballmeisterschaft.
Mit dem 8. April sind im deutschen Fußball die Meisterschaftsspiele in die zweite Etappe getreten. Nach den Spielen in den Gauen setzten nun die Endrunden in den Gau-Gruppen ein, deren Sieger bekanntlich zum Schluß in der dritten und letzten Phase nach dem Pokalsystem den Deutschen Meister ermitteln. Die Kämpfe in den vier Gau-Gruppen verliefen natürlich nicht ohne Ueberraschungen.
Die erwarteten Sieger gab es in der
Gaupruppe Südwest.
Hier überraschten lediglich die Tordifferenzen. Der SV. Waldhof, der anscheinend doch die stärkste und beste Mannschaft der Gruppe stellt, besiegte zuhause
Wer Mitglied der NSV. ist, macht sich um *t>ie Nation verdient.
den Köln-Mülheimer SV. mit 5:1 und die Offenbacher Kickers erzielten einen 4:l-(l:0-)Sieg über Union Bückingen. — Auch die
Gruppe Ost
blieb ohne Ueberraschungen, doch fielen hier die Resultate unerwartet knapp aus. Viktoria 89 Berlin konnte in Stolp nicht überzeugen, nur knapp konnte mit 3:2 (2:0) der pommersche Namensvetter geschlagen werden. Auch Beuthen 09 enttäuschte; obwohl die Schlesier den Platzvorteil hatten, konnten sie die schwache Mannschaft der Danziger Preußen nur mit 2:1 (2:1) abfertigen.
Die kräftigste Ueberraschung des Tages wird aus der
Gruppe Nordwest
gemeldet. Hier bezwang in Hamburg der SV. Eimsbüttel den VfL. Benrath, also den Nachfolger des Deutschen Meisters Fortuna Düsseldorf, mit nicht weniger als 5:1 (5:1). Der Westfalenmeister Schalke 04 konnte dagegen in Bremen den Niedersachsen- Meister „Werder" Bremen mit 5:2 (3:2) sicher schlagen. — In der
Gruppe Witte
verlor der Dresdener SC. bereits einen wertvollen Punkt. Die Sachsen konnten in Kassel gegen B o - russia Fulda nur 0:0 spielen. Dadurch festigte sich in dieser Gruppe die Favoritenstellung des 1. FC. Nürnberg, der in Magdeburg über Wacker Halle einen 2:0-(l:0-)Sieg landete. — Insgesamt haben den acht Spielen der ersten Runde
84 000 Zuschauer
beigewohnt. Eine stattliche Ziffer, zumal es in dieser Runde eigentlich noch keine ausgesprochenen Favoritenbegegnungen gab. Die meisten Zuschauer vereinigten die Spiele in Kassel (17 000), Hamburg und Bremen (je 15 000) auf sich.
Restliche Gauliga-Pslichtspiele.
Gau Südwe st: Sportfr. Saarbrücken — FSV. Frankfurt 3:1; Eintracht Frankfurt — AO. Worms 3:2.
Gau Bayern: Wacker München — Schwaben Augsburg 0:1; FC. München — FC. Bayreuth 1:1.
Oie Waldlaufmeisterschasten des Gaues Nordheffen.
Hessen-Preußen Kassel Einzel- und Mannschaftssieger. 1900 Gießen jeweils Zweiter.
Unter der Leitung von Kreisathletikfachwart Reichert-Marburg, der von der dortigen SA. aufs beste unterstützt wurde, kam — mit Start und Ziel am Marburger Bismarckturm — die Waldlaufmeisterschaft des Gaues XII unter Beteiligung von etwa 50 Läufern aus allen Teilen des Gaues zum Austrag. Die Strecke war nicht ganz 10 Kilometer lang und stellte infolge der Höhenunterschiede verhältnismäßig große Anforderungen an die Teilnehmer. Wenn auch die favorisierten Kasfelaner vorne waren, so war doch erfreulicherweise festzustellen, daß sich die Vertreter des Kreises Gießen ausgezeichnet schlugen. Andererseits war auch zu beobachten, daß einige Leute noch stark an sich arbeiten müssen, um an ihre frühere Form anzuknüpfen. Dies gilt vor allen Dingen für Schaaf (1900). Für seinen Clubkameraden Faulseit, der beim Kreiswaldlauf gut gefiel, war die Strecke zu lang. Nachstehend die Ergebnisse:
Einzelläufer: 1. Wilhelm, Hessen-Preußen Kassel, 30:46 Min.; Gerhardt Gießen 1900, 30:55,8 Min.; 3. Schinge, Hess.-Pr. Kassel, 31:15,4 Min.; 4. Hans Neidel, TV. Heuchelheim, 31:29 Min.; 5. Holzapfel, MTV. Gießen, 31:48,8 Min.; 6. Otto, Weilburger FV., 32:40 Min.; 7. Scheyhing, Hess.-Pr. Kassel, 32:54 Min.; 8. Hartmann, Fulda, 32:55 Min.; 9. Schaaf, Gießen 1900, 33:09 Min.; 10. Schranke!, VfB. Diez, 33:10 Minuten.
Vereinsmannschaften: 1. Hessen-Preu- ßen Kassel (Wilhelm, Schinge, Scheyhing) 11 Punkte. 2. Spielvereinigung 1900 Gießen (Gerhardt, Schaaf, Gust. Koch) 28 Punkte. 3. TV. Heuchelheim (H. Neidel, F. Neide!, Rinn) 61 Punkte.
Kreismannschaften: 1. Kreis Kassel 11 Punkte, 2. Kreis Gießen 11, 3. Lahnkreis 30, 4. Kreis Fulda 46, 5. Rheinkreis 58 Punkte.
Weitere Gaumeister im Waldlauf.
Im Gau Südwest Siegel, Post-SV. Frankfurt, im Gau Baden Stabtier, Freiburger FC., und im Gau Württemberg Helber I, Stuttgart. Die Gaue Bayern und Mittelrhein fragen ihre Meisterschaften erst am 15. April aus.
VfB.-Neichsbahn Gießen.
VfV.-Reichsbahn I — Sporte. Nauheim I 4:1 (2:0).
Trotzdem das Spiel aus technischen Gründen vormittags stattfinden mußte, hatte sich auf dem Waldsportplatz eine große Zuschauermenge eingefunden, um den Sieg der DfBer über den neugebackenen Meister zu erleben. Die Mannschaft des Meisters zeigte auch nichts, das erkennen ließ, daß der Gegner Meister seiner Klasse sei. Wohl hatten die Gäste eine überraschende Verteidigung, aber sonst war von einem Mannschaftsgefüge nicht viel zu sehen. Der Sieg der Grün-Weißen stand nie in Frage und
konnte, gemessen an den Torchancen, ziffermäßig höher ausfallen.
Dem Schiedsrichter, der ruhig und sicher seines Amtes waltete, stellte sich der VfB. in folgender Aufstellung: Becker, Leutheuser, Bender, Feuster, Knauß, Lehrmund, Fehling, Heß, Wilhelm, Haupt, Ranft.
Das Spie! begann mit einer Offensive der Nau- beimer, die aber durch die Hintermannschaft der Gießener abgestoppt wurde. In der 6. Minute köpfte im Anschluß an eine Ecke der Halbrechte den Ball knapp über die Latte und vergab damit ein sicheres Tor. Im Gegenangriff hatte Haupt alle Gegner überlaufen, aber sein Schrägschuß strich am Pfosten vorbei. Kurze Zeit später erzielte derselbe Spieler das Führungstor. Das Spiel wurde lebhafter. Die Gäste versuchten mit allen Mitteln den Ausgleich zu erzielen. Eine Vorlage des Linksaußen, vom Tormann schlecht abgewehrt, hätte fast zu einem weiteren Tor der Gießener geführt, doch der Verteidiger rettete auf der Torlinie. Eine Flanke von rechts schoß Wilhelm aus vollem Laufe ein. Halbzeit!
Im weiteren Spielverlauf waren die VfBer drückend überlegen und dauernd im Angriff. Ranft erzielt Nr. 3, dem Feuster aus einem wegen Handspiel verwandelten Elfmeter das vierte folgen ließ. Bender verletzte sich selbst und durch die dadurch bedingte Schädigung kamen die Kurstädter etwas auf und konnten, durch einen Kopfball ihres Mittelstürmers, das verdiente Ehrentor erzielen. Durch diesen Sieg hat sich die Gießener Mannschaft einen Mittelplatz erkämpft, der der augenblicklichen Spielstärke entspricht.
Sportverein 1920 Heuchelheim.
Die erste Mannschaft des Sportvereins Heuchelheim trat am gestrigen Sonntag zum ersten Aufstiegspiel in Schotten an. Heuchelheim konnte das Spiel überlegen mit 1:3 Toren gewinnen. Die zweite Mannschaft, die ebenfalls in Schotten antrat, mußte sich von der zweiten Elf des Gastgebers mit 2:1 Toren geschlagen bekennen.
Weltmeisterschastsausscheidungen der Turner.
Der erste Tag.
Die Ausscheidungen für die in der Zeit vom 31. Mai bis 5. Juni in Budapest stattfindenden Turner-Weltmeisterschaften begannen am Samstag in Leipzig mit den volkstümlichen Hebungen. Die gesamte deutsche Turnerelite war in diesen Tagen in der Messestadt vereint und hart war der Kampf um die Plätze und ausgezeichnet die Leistungen. Besonders hervorzuheben ist der überaus gute Durchschnitt; beträgt doch der Punktunterschied zwischen dem 1. und 15. nur 6 Punkte. Vom Morgen bis in den späten Nachmittag hinein erledigten die 65 Vertreter der einzelnen Gaue die
Hebungen, die aus dem 100-Meter-Lauf, Kugel» stoßen (5-Pfund-Kugel) und dem Stabhochsprung bestanden. Friedrich, Aachen, war mit der Ge. sarntpunktzahl von 28,5 vor Lorenz, Hannover (27,1), und dem Berliner Mock (25,8) siegreich. Die Einzelleistungen der drei Erstplazierten waren:
100 Meter: 12,6 Sek.; 12,4 Sek.; 12,5 Sek.
Kugel st oßen: 21,04 Meter; 18,29 Meter; 19,35 Meter.
Stabhochsprung: 3 Meter; 3 Meter; 2,70 Meter.
Die nächsten Plätze belegten: Krötzsch, München, 25 Punkte; Egberts, Zwickau, 24,4 Punkte; Sandrock, Immigrath, 24,4 Punkte; Go big, Mainz, 24,1 Punkte; Meier, Neu-Schönburg, 24,1 Punkte; Haustein, Leipzig, 23,7 Punkte.
Der zweite lag.
Am zweiten Tage des Leipziger Ausscheidungs- turnens wurden in Anwesenheit von 20 000 Zuschauern die Turner ermittelt, die Deutschlands Interessen bei den Weltmeisterschaften in Budapest vertreten. Reichssportführer von Tschammer und Osten beglückwünschte als Erster die folgenden acht Turner zu ihrer Auswahl: 1. Krötzsch, München, 134,4 Punkte; 2. Sandrock, Immigrath 133,6 Punkte; 3. Winter, Frankfurt, 133 Punkte; 4. Lorenz, Hannover, 129,1 Punkte. 5. Lun- bürg, Ruhla, 128,5 Punkte; 6. Friedrich, Aachen, 127,1 Punkte; 7. Völz, Schwabach, 126,4 Punkte; 8. Steffens, Bremen, 125,1 Punkte.
Deutscher Gegelflug-Weltrekord.
Wolf Hirth flog 265 Kilometer.
Der Glanzpunkt der seit einigen Monaten in Südamerika weilenden deutschen Segelflug-Expedition war ein Langstreckenflug von Wolf Hirth. Der Deutsche startete in Buenos Aires und legte auf dem Flugwege nach Rosario etwa 265 Kilometer zurück. Diese Leistung bedeutet einen neuen Weltrekord und stellte der deutschen Mannschaft und ihren Maschinen das denkbar beste Zeugnis aus. Mit dieser famosen Leistung hat die deutsche Expedition, die demnächst wieder die Heimreise antritt, ihrer erfolgreichen Tätigkeit in Argentinien einen würdigen Abschluß gegeben. Nachstehend ein kurzer Aufriß über die bisherige Entwicklung des Weltrekords im Streckenflug für Segelflugzeuge:
Ferdinand Schulz- Deutschland 14. Mai 1927 60,231 Kilometer; Johannes Nehring - Deutschland 25. April 1929 72,200 Kilometer; Erich Kronfeld- Oesterreich 16. Mai 1929 100,000 Kilometer; Erich K r o n f e l d - Oesterreich 20. Juli 1929 142,470. Kilometer; Erich Kronfeld - Oesterreich 30. Juli 1929 149,420 Kilometer; Günther Groenhoff- Deutschland 26. Juli 1931 220,000 Kilometer; Wolf Hirth- Deutschland 6. April 1934 265,000 Kilometer.
Haltet euch alle bereit!
Ein Aufruf des Neichssportführers.
Der Reichssportführer von Tschammer und Osten erläßt xum Tag des unbekannten Sportmannes am 15. April folgenden Aufruf: '
Der „Tag des unbekannten Sportmannes" naht. Am 15. April werden im ganzen Reich Kämpfe durchgeführt, die als Olympia-Prüfungskämpfe an- gesprochen werden dürfen, aber keine fertigen Olympiakämpfer am Start sehen werden. Der unbekannte Sportsmann hat das Wort! Er, der sonst vielleicht in der SA., SS., HI. oder irgendeiner anderen Organisation seine Pflicht tut, soll und wird Gelegenheit erhalten, Proben seines Könnens abzulegen. Es geht hier weniger um den Sieg als vielmehr darum, daß im Rahmen dieser Olympia-Prüfungskämpfe die gesamte deutsche Jugend — getreu dem Willen des Führers — eingespannt wird in die Dorbereitungsarbeit zu den Olympischen Spielen 1936. Selbst wenn nicht ein einziger von denen, die am „Tag des unbekannten Sportsmannes" berufen sind, auserwählt wird, kann der Zweck dieser Prüfungskämpfe als erreicht angesehen werden; denn eins haben wir getan: unsere Pflicht.
Wir wollen und werden jedem deutschen Volksgenossen, gleichgültig ob er einer Organisation und gleichgültig welcher Organisation er angehört, Gelegenheit geben, selbst an den Dorbereitungsarbeiten zu den Olympischen Spielen 1936 teilzunehmen. Nur so werden mir in zwei Jahren die Gewißheit haben, daß Deutschlands Interessen von den wirklich Besten unseres Volkes wahrgenommen werden.
Der 15. April, der erste „Tag des unbekannten Sportsmannes", steht unter der Bezeichnung „Tag des Langstrecklers". An bestimmten Orten des Reiches werden unter der Leitung meiner Gau-Beauftragten ein 10-KilometerLauf, ein 25-Kilometer- Gehen und eine 100-Kilometer-Straßen-Radfernfahrt durchgeführt. Die Sieger und qualifizierten Bewerber erhalten neben Auszeichnungen das Recht, sich an den Nachwuchslehrgängen der betreffenden Sportfachschaften zu beteiligen. Die anderen aber nehmen die Gewißheit mit nach Haufe, ihre Pflicht getan zu haben; ein Lohn wird ihnen nicht zuteil. Für ihre Bemühungen können wir ihnen daher nur durch eine schlichte Anerkennung danken, die in der regen Anteilnahme an den Kämpfen des unbekannten Sportsmannes zum Ausdruck kommt.
Haltet euch deshalb alle bereit!
Seid am 15. April Zeuge der Kämpfe unserer „Unbekannten"!
Kurze Sportnotizen.
36 000 Kilometer im Ruderboot hat in den letzten zehn Jahren der heute 65 Jahre alte Simon Baum, ein Mitbegründer des Wafser- sportvereins Godesberg, auf dem Rhein zurückgelegt.
Zwei amerikanische Autorennfahrer, Peter de Paolo und Loumoore, werden sich an zwei deutschen Autorennen dieses Jahres beteiligen und zwar an der 2000-Kilometer-Fahrt und der ebenfalls diesmal von Deutschland ausgeschriebenen Alpenfahrt. Außerdem werden die Amerikaner beim Großen Preis von Spa an den Start gehen.
Mit einem Heberrennwagen von 3 0 0 0 PS. wollen die Amerikaner den Weltrekord des Engländers Campbell angreifen und die 500- Kilometer-Marke erreichen. Da auch Campbell selbst seine Höchstleistung verbessern will, wird es also zu einem Kampf „3000 gegen 2600 PS" kommen. Die amerikanischen Interessen werden dabei von dem Rennfahrer Abe Jenkins wahrgenommen, der im Vorjahre einen 24-Stunden-Weltrekord fuhr.
Brandenburg gewann das Endspiel um den Hockey-Silberschild in Berlin vor 2500 Zuschauern gegen Mitteldeutschland mit 2:1 (2:1).
Die Deutsche Heeres-Waldlaufmei- sterschaft wurde zum vierten Male von Unteroffizier Schönfelder, Reiter-Rgt. 17 Bamberg, gewonnen. Der Mannschaftssieg fiel an die IV. Division Sachsen.
Die klassische Fernfahrt Berlin- Cottbus— Berlin wurde bei den Berufs-, sahrern von Kroll vor Wolke und Sieronski gewonnen. Bei den Amateuren siegte überraschend der Frankfurter Löber.
Bei der Internationalen Alpen- fahrt, die in diesem Jahre unter der Federführung des DDAC. abgewickelt wird, sind mehr als 30 Paß-Straßen mit einer Gesamthöhe von über 50 000 Metern zu überwinden. Die Fahrt beginnt am 8. August in Nizza und endet am 14. August in München.
Statt jeder besonderen Anzeige.
Am 6. d. M. entschlief sanft nach kurzem Krankenlager unsere gute, unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante
Frau Marie Schneider, geb. Christ
Witwe des Lehrers Friedrich Schneider
im 81. Lebensjahre.
Für die trauernden Hinterbliebenen:
Ernst Schneider, Rechtsanwalt und Notar.
Heuchelheim, Gießen, den 7. April 1934.
Die Beerdigung findet in der Stille statt — Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen.
_________2161 D
Dienstag, den 10. Avril 14 Uhr, sollen im „Löwen" hier, Neuenweg 28, bzw. an Crt und Stelle (Bekanntgabe erfolgt in obigem Lokal) zwangsweise gegen Barzahlung versteigert werden:
Haus-, Laden- und Büromöbel aller Art, Stoffe,! Staubsauger, Klaviere,Pelzmützen,1 Nivellier- Instrument, 1 Friseurladen-Ein- richfung, Radios, 1 Notzhaar- zupf-, 1 Bohr-, 1 Noto- und Schreibmaschinen,iBielstemvel- stanze' Badeöfen, 1 Motor, eine Standuhr, Ladenkassen, 1 Bandschleifmaschine mit Motor, eine Schnellwaage, 1 Mikroskop, Luven, Kassenschränke.
Bestimmt: 1 Zentrifuge,l^chrank- grammophomlMignon'Schreib- maschine, 2 Nachttischlamven, 1 Elektrolux-Wascher. 2165D
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Gerichtsvollzieher k. A., Gießen Walltorstrabe 48, Telephon 3108.
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nung u. unter Vorlage desGewerbenachweyes au genommen werben. Derlag
desGtebenerAnzeigers
findet nicht am 14. April, sondern erst im Monat Mai statt. — Gelöste Eintrittskarten werden von den Verkaufsstellen zurückgenommen. 21680 llllllllllllllll!lltlllllllll!llllllllllllll|]|llllllllllllilllllll|lll!llllllll!llll
WA ID WEIBEL
Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern 150 eigene Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pflanzenleben des heimatlichen Waldes auf 128 Kupfertiefdrucktafeln, dazu ein lebendiger und aufschlußreicher Einführungstext von K. Gerhard und G. Wolff
Der Wald ist der Gesundbrunnen unseres Volkes, ist die Stätte, wo jedermann nach des Alltags Mühen und Sorgen Ruhe und Erholung findet. Seine große Lunge spendet dem erschlafften Körper neue Kraft und Frische. Sein geheimes Weben ind sein stiller Zauber erheben die Seele zu Reinheit, Schönheit und Lebensfreude. Jeder Mensch hat ein Anrecht auf die Gaben des Waldes, die sich dem Naturfreund in einer unvergleichlich vielgestaltigen Lebensgemeinschaft bieten. Der Wald ist nicht nur eine Ansammlung von Bäumen, ein Stück Landschaft schlechthin. Er ist die Einheit eines mannigfaltigen Lebens und Webens. Jedes der ungezählten Wesen, vom stolzen Hirsch bis zum kleinsten Waldvöglein, von der ragenden Tanne bis zum taufrischen Pfeifengras, bietet dem offenen Auge und Ohr eine Fülle von Schönheit. Man muß sie nur erschauen und erlauschen. Zu solchem Schauen und Lauschen führt dieses wunderbare Buch, das jedem Menschen mit gesundem Sinn viel Freude bereiten wird und deshalb vor allem in der Bibliothek eines jeden Naturfreundes nicht fehlen darf.
Trotz hervorragender Ausstattung auf holzfreiem Papier in künstlerischem Oanz- leinenband, Größe: 20 x26cm, nur RM. 4.80. — Das Buch ist in jeder Buchhandlung erhältlich. Bebilderte Werbeblätter kostenlos.
Hugo Bermühler Verlag - Bin.-Lichterfelde


