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was jeder Jeiiungsleser wissen mntz

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Ledev Sann die Geltung hatten, die ev lesen WM

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Mutter,

Trotz vielfacher Aufklärung veranlaffen uns immer noch zahlreich an uns heran- getragene Anfragen wiederholt darauf hinzuweisen, was jederZeitungsleser wissen muß, nämlich, daß niemand zum Bezug einer bestimmten Zeitung gezwungen werden kann. - (Zs entspricht dies den Anordnungen des Präsidenten der Reichs- preffekarnrner und dem Werbegesetz.

gleichviel, ob er Mitglied der NSDAP., der NSBO., der NS.-Hago, Beamter ist oder einen freien Beruf ausübt.

Dozenten der Unioerfität Gießen, soweit sie nicht Ordinarien oder etatsmäßige Extraordina- rien sind, die wissenschaftlichen Beamten der Universitäts-Bibliothek, die Assistenten der Uni­versität, soweit sie nicht Studierende sind, die Lektoren und Repetenten;

frühere Studierende der Universität Gießen.

M utter und Kin b", und dieses Hilfswerk soll eine ständige Einrichtung der NSB. werden, es umfaßt einen weit gespannten Arbeitskreis: Wirt- chaftshilfe, Arbeitsplatzhilfe, Wohnungshilfe, Müt­tererholung und Mütterschulung, Hilfe für die wer­dende Mutter und Sondermaßnahmen für die ledige

und Keratophyrkonglomerate in der westlichen Lahnmulde.

II. Für andere wissenschaftlich gebil­dete Bewerber und zwar:

ein umfassendes Werk und ein

Schulen dieser in der Spätgotik herrschenden Kirchenbauform dargestellt werden.

Kann die Jarowisation bei der Sojabohnen­züchtung angewandt werden und in welcher Form?

Das asymptotische Verhalten der Eigenwerte und Eigenfunktionen bei den partiellen Diffe­rentialgleichungen der mathematischen Physik. Petrologische Untersuchungen der Keratophyre

Ein ebenso bedauerliches Dasein führt der arme Ziehhund. Kleine, kranke, rachitische Tiere sieht man oft die schwersten Lasten ziehen, und zwar so, daß >ern Tier die Zunge aus dem Halse hängt, während der Besitzer oder Begleiter unvernünftigerweise an der Deichsel den Wagen zurückhält. Oftmals sieht nan noch ein oder zwei Kinder auf dem Wagen itzen, ein jammervoller Anblick und eine Kultur- chande. So sind die Bilder, wenn man in den Dörfern und auf den Landstraßen Umschau hält. Der Hund ist kein Zugtier, schon durch den anatomi- chen Bau dazu durchaus ungeignet.

Frühlingsblumen in derDollsheilkunde

Das Volk begrüßt mit Freude den ersten Schmuck der schneefreien Wiesen, Felder und Wälder. Viele Frühlingsblumen erfreuen sich überdies besonderer Beachtung und Liebe des Volkes als Heilkräuter. Die volkstümliche Heilkunde rühmt die heilkräftigen Eigenschaften des wohlriechenden Veilchens (Violt odorata). Aus seinen Blättern wird schleimlösender, chweißtreibender Tee bereitet, der bei hartnäckigem Katarrh und Husten lindernd wirkt. Eine auser­lesene Frühlingsheilpflanze ist der Huflattich. Er

Oer Berufswettkampf in Gießen.

Verufsgruppe VII (Baugewerbe).

Der Wettkampf der Berufsgruppe VII (Bau­gewerbe) findet am 11. April in Gießen, Gewerb­liche Berufsschule, Kirchstraße 18, statt. Beginn 8.15 Uhr. Teilnehmer sind sämtliche Fachschaften des Baugewerbes.

Es sind mitzubringen: Für Fachschaft Ma­ler (1. und 2. Lehrjahr): 1 Strichzieher in zwei verschiedenen Stärken, 1 Lineal. Für das 3. Lehr­jahr: 1 Strichzieher in zwei Stärken, 1 Lineal 1 Malpinsel und Malstock. Für das 4. Lehrjahr- 1 Strichzieher für Oel, 1 Lackpinsel, 1 Malpinsel, 1 Lineal.

Fachschaft Maurer: Zollstock, Hammer und Kelle.

Fachschaft Dachdecker: 1 Schieferhammer Unb 1 Ziegelkneifzange.

Die Aufgaben werden am Wettkampftag bekannt­gegeben.

Aus dem Gebiet der Juristischen Fakul­tät: Die Standesgerichte im neuen Recht.

Aus dem Gebiet der Medizinischen Fakul­tät: Die Bewertung der unehelichen Geburt von rassemäßigen Gesichtspunkten aus unter Berücksich. tigung der Konfession, der sozialen Lage und des Ortes.

Aus dem Gebiet der Veterinärmedizini» chen Fakultät: Wesen und Krankheitsbild der Uraemie.

Aus dem Gebiet der Philosophischen Fa­kultät: Mengentheoretische Charakterisierung der Stetigkeit der geraden Linie.

Voraussetzung für die Bewerbung unter II ist, daß die zu 1. Genannten mindestens im Sommer- emester 1934 oder im Wintersemester 1934/35 an der Universität im Amte stehen, für die zu 2. Ge­nannten, daß sie ihre Studien zu einem erheblichen Teil an der Universität Gießen gemacht haben.

Die Preisarbeiten müssen in deutscher Sprache aeschrieben sein und dürfen nur einen Verfasser haben. Die Arbeiten sind nach Wahl der Verfasser entweder unter Nennung des Verfassers oder in der für die Bewerbung um Die staatlichen Preisarbeiten üblichen Form vor dem 15. April 1935 beim Uni- ve rsi ts-S e kre t a r i at einzureichen. Frühere Studierende haben dabei den Nachweis zu liefern, daß die Voraussetzungen der Bewerbung erfüllt sind.

lieber die Zuerkennung der Preise entscheidet die Pflegschaft auf Grund von Gutachten der Fakul­täten. Die Urteile werden bei der Jahresfeier der Universität im Jahre 1935 verkündet. Die eingereich­ten Arbeiten bleiben Eigentum der Verfasser.

Die Preise betragen: für die Gruppe I je 300 Mk. (evtl, zu erhöhen bis 400 Mk.), für die Gruppe II je 600 Mk. (evtl, zu erhöhen bis 1000 Mk.).

Noch einmalein Wort für den Kettenhund^'

In Ergänzung des ArtikelsEin Wort für den Kettenhund", der sich in dankenswerter Weise mit dem traurigen Schicksal des Kettenhundes befaßte, mu^ nachfolgendes besonders betont werden:

Diele Leute find des irrigen Glaubens, zur Siche­rung der ermäßigten Hundesteuer müsse der arme Wachhund Tag und Nacht an der Kette liegen. Das ist nicht der Fall. Vielmehr heißt es in den amtlichen Erläuterungen zur Hundesteuerordnung ausdrücklich:Der Wachhund darf auf dem Grunb- tück frei umherlaufen, wenn das Grundstück so umfriedigt ist, daß ein Entweichen unmöglich ist". Der Hund kann also in einem Zwinger, einem Stall, einem Schuppen untergebracht werden. Die Kette ist nur ein äußerster Notbehelf, und bei Nacht kann der Wachhund im Hause gehalten werden. Der wahre Tierfreund wird also seinem treuen Wächter nach dieser Erklärung gerne die kleinen Erleichterungen und die beschränkte Freiheit zu­kommen lassen!

I. 874 vom 29. März 1933 und in Verfolg der Ihnen dort zur Pflicht gemachten Unterstützung des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland emp­fehlen wir Ihnen, wie in den anderen Ländern des Reiches, die Landesführung des VDA. bei dem Aufbau von Schulgemeinschaften, insbesondere auch an den gewerblichen Unterrichtsanstalten und an den Volksschulen zu fördern.

Der Dolksbund hat von dem Führer die Auf­gabe erhalten, den volksdeutschen Ge­danken zu einem Lebensbestand des Gesamt- Volkes zu machen. Es muß erreicht werden, daß die volksdeutsche Schulung der Jugend nicht nur in den höheren Schulen durch die dort im wesentlichen schon durchgeführte Schaffung von Schulgemein­schaften einen Ansporn erfährt, sondern es ist von größerer Bedeutung, daß auch die Volksschul­jugend in weitgehendem Maße mit dem Wissen um die Blutsgemeinschaft der hundert Millionen Deutschen vertraut gemacht wird. Der Pflege dieses Gedankens dienen die VDA-Schulgemeinschaften.

In diesen seinen Bestrebungen ist der VDA. in erster Linie auf die verständnisvolle und freudige Mitarbeit der deutschen Lehrer angewiesen, hier darf sich keiner der großen Aufgabe entziehen ober ihr gleichgültig gegenüberstehen.

Von der Schule, von der Jugend, von der Volks­schuljugend aus muß diese volksdeutsche Aufgabe ihren dauernden Auftrieb erhalten. Mit Genug­tuung stellen wir fest, daß gerade in Hessen die Ergebnisse der Belehrung in diesem Sinne sich auch ausgewirkt haben in der Werbetätigkeit d e s Winterhilfswerks des VDA. Hessen stand hier an der Spitze der deutschen Landesver­bände und verdankt dies nicht zum wenigsten auch der Mitarbeit der Volksschuljugend. Wir sind über­zeugt, daß es Ihnen durch planvolles Ausgestalten dieser Mitarbeit gelingen wird, Hessen auch weiter­hin eine führende und vorbildliche Stelle im Volks- tumskampf des nationalen Staates zu sichern.

Ortsgruppe Gießen-Nord.

An alle Vereinsführer im Bereiche der Ortsgruppe Glehen-Rord.

Die Vereinsführer im Bereiche der Ortsgruppe Gießen-Nord werden zu einer wichtigen Besprechung bett. Arbeitsbeschaffung zum Dienstag, 10. April, 2 0.30 Uhr, in das Aquarium, Wall- torstraße, geladen. Es ist Pflicht eines jeden Ver­einsführers, selbst zu erscheinen ober seinen Stell­vertreter zu schicken.

Gez. Thomas, Ortsgruppenleiter.

Jungvolk-Musterlager auf dem Trieb.

Die vier Fähnlein des Stammes Welfen veran­stalten von Mittwoch bis Samstag auf dem Trieb eintägige Musterlager.

Am Mittwoch beginnt bas Fähnlein Goten mit seinem Lager. Am Donnerstag folgt das Zeltlager der Amelungen und am Freitag das des Nor­mannenfähnlein. Das Fähnlein -Alemannen be­schließt die Veranstaltung am Samstag.

Den Eltern soll hier gezeigt werden, wie ihre Jungen auf Fahrten leben und was das Jungvolk will. Der Stammführer fordert deshalb alle Eltern auf, zur Besichtigung auf den Trieb zu kommen, um dort das Treiben ihrer Jungen selbst mitansehen zu können. Ibn. 116.

NüstwocheVolkstum und Heimat" in Mainz.

LPD. Die vorn Kreisbetriebszellenleiter zur Teil­nahme an der vom 10. bis 15. April auf der Main- zer Zitadelle stattfinbenden Rüstwoche bestimmten Volksturnwarte der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" melden sich im Verlause des Dienstag in Mainz beim Pg. Albert Lange der für die Kreis- Dolkstumswarte verantwortlich ift Ausgangsstation ist Mainz-Süd.

Mit Phosphor vergiftete Eier.

Von der Bürgermeisterei Gießen wird uns mit» geteilt:

Zur Bekämpfung der Krähen und krähenähnlichen Vogel werden die Jagdpächter in der Feldgemar- i

Menschen zu tüchtigen Persönlichkeiten her Berufe obliegt, zu dieser Ausgabe die erforderlichen Qua­litäten besitzen.

Wer Lehrlinge ausbilden will, muß selbst 2Uei- sler seines Berufs fein, aber nicht nur Meister allein, sondern er muß sich auch zum Lebens­berater für die jungen deutschen Menschen eignen.

Die Ausbildung und die Entwicklung der Fähig­keiten der deutschen Jugend darf in den Betrieben auch nicht unter dem Gesichtspunkt des finanziellen Nutzens erfolgen. Deshalb ist für die künftige Be­rufsausbildung der deutschen Jugend eine Lehr­lingszüchtung wie in den letzten Jahrzehnten unter allen Umständen zu verhindern. Diese jungen Menschen sind nicht dazu da, durch ihre Arbeitskraft die Lebensfähigkeit von Betrieben zu garantieren, sondern der Betriebsführer muß in diesen jungen Menschen die Zukunft des deutschen Vol­kes erblicken und danach die Berufsausbildung durchführen.

Wenn auf diese Weise hochwertige berufliche Leistungen erzielt werden, wird auch die Brücke von Berufsstand zu Berufsstand in Zukunft * ganz anders aussehen als bisher.

Jeder deutsche Mensch soll in Zukunft hohen B e- r u f s st o l z in sich tragen. Jedem Beruf ist die erforderliche Achtung zu erweisen und da­durch die Brücke zur wahren Volksge­meinschaft zu schaffen. Mit dem marxistischen Grundsatz:Jedem das Gleiche" ist vollständig zu brechen, es muß vielmehr heißen:Jedem das Seine".

Wir wollen im Dritten Reich die Aristokratie der beruflichen Höchstleistung des einzelnen Menschen schaffen.

Diesem Ziele dient auch der Berufswett- k a m p f, der allen Teilnehmern ein Ansporn sein soll, im beruflichen Schaffen der B e ft e und Tüchtigste zu werden und in der beruflichen Ge­meinschaft in idealer Weise die Volksgemeinschaft zu garantieren. (Lebhafter Beifall.)

Oberbannführer Blumenröder

als zweiter Hauptredner wurde mit lebhaftem Bei- fall empfangen. Er erinnerte einleitend an bas Wir­ken der Hitlerjugend, die 1932 durch ihren Aufmarsch in der Stadt ein Bekenntnis für die Ehre und Frei­heit der deutschen Nation ablegte, damals noch un­scheinbar klein war, aber mutig in ihrem Kern. Dann sagte der Redner u. a. weiter: Heute ist diese Jugend, in der sich die Arbeiter der Stirn und der Faust eng zusammengeschweißt haben, die junge Garde, die das Volk von morgen sein wird, die tapferen Pioniere unseres Führers. Der Redner wandte sich sodann gegen die berufliche Inanspruchnahme der Lehrlinge weit über deren Arbeitszeit hinaus und erklärte, ^ derartiges in Zukunft nicht mehr geduldet roitv

Die deutsche 3ugenb muß zu echten deutschen Männern erzogen werden. Dazu gehört auch, daß man ihr die Möglichkeit bietet, auf Wahrten oder in Gemeinschaftslagern unb Wanderungen von Schülern und Arbeitern das große Erleb­nis der Gemeinsamkeit zu erfahren und die schöne deutsche Heimat kennen zu lernen.

(Beisall.)Die deutsche Jugend ist auch von einem starken Glauben erfüllt, und sie ist gewillt, das große Werk des Führers Adolf Hitler fortzuführen und für alle Zeiten sicher- zustellen, auch wenn der Führer einmal nicht mehr sein wird. Was in den Hitlerjungen hineingelegt wird, wird Bestand haben für alle Zeiten. Wir er­ziehen den Hitlerjungen im Geiste der Ordnung, Zucht und Schlichtheit als Garanten des deutschen Volkes, als Bestandteil des großen unzertrennbaren Kerns der deutschen Einheit. So wie diese Gemein­schaft der HI. heute lebt, wird einmal das deutsche Volk von morgen leben.

3n der HI. lernt jeder die Rot des einzelnen und die Rot des Ganzen kennen, aber auch die Freude des einzelnen und die Freude der Allgemeinheit.

Was diese Jugend für unser Volk bedeutet, weiß keiner besser als unser Führer, der ihr deshalb auch seinen Namen gegeben hat. Dieser Name, der die Jugend verpflichtet, wird von Geschlecht zu Geschlecht fortbestehen und muß immer edler und herrlicher in der deutschen Nation weiter­geführt werden. Wir rufen den deutschen Arbeiter der Faust und der Stirn auf zum gemeinschaft- lichen Ringen für die deutsche Nation, 1 damit die deutsche Arbeit und der deutsche Arbeiter wieder Geltung in der Wett bekommen, nicht weil wir nach Ruhm trachten, sondern weil wir stolz sind aus das, was unsere Väter geleistet haben und was wir weiter leisten wollen. Wir wollen die : Werte wieder wecken, die der deutsche Arbeiter einst I besessen hat, weil wir dadurch unser Volk erhalten wollen.

Wir wollen Deutschland wieder in Ehren groß machen.

In diesem Vorsatz wollen wir diese Arbeits­woche beginnen und dabei des Mannes geden- ken, der uns dies alles gegeben hat. Hierauf huldigte i der Redner dem Führer und Dolkskanzler Adolf , Hitler mit dreimaligen, von der großen Ver- j sammlung begeistert aufgenommenen Sieg-Heil- | ^ufen Anschließend wurde gemeinsam das Lied j Der HI.:Vorwärts, vorwärts" gesungen, sodann s wurde noch das Andenken mehrerer in den letzten \ 14 Tagen verstorbener Hitlerjungen bei gesenkten i Fahnen still geehrt.

Damit fand die Kundgebung ihren Abschluß. So- i dann formierten sich auf dem Platze vor der Volks­halle die Marschkolonnen der HI. und des BDM zum geschlossenen Rückmarsch nach der Stadt

ehrendes Bekenntnis des Staates zu den Müt­tern. Und so liegt auch auf gleicher Linie die Einstellung des nationalsozialistischen Staa­tes zum Muttertage. Die Ausgestaltung dieses Tages wurde dem Bund der Kinderreichen übertragen, für den der Führer besonderes Interesse zeigt. Als er nach seinem Regierungsantritt im Rah­men der Vorsprachen der verschiedenen Reichsver­bände auch den Leiter des Bundes der Kinder­reichen empfing, dehnte sich diese Unterredung, für die 10 Minuten vorgesehen waren, auf über eine Stunde aus. Der Führer sprach dabei den Willen aus, die Kinderreichen in den Schutz des Staates zu nehmen.

In diesem Sinne wird im Jahre 1934 der Mutter­tag dankend den Dienst der Mutter an ihrem Volk ehren und nicht eine kitschige Angelegenheit von Derlegenheitsaufmerksamkeiten sein. Er wird aber auch eine ernste Mahnung an unsere jungen Frauen sein, nicht eigensüchtig in den Tag hinein zu leben, sondern die Aufgabe zu erfüllen, von der Walter Flex in einem seiner schönsten Gedichte spricht, wenn er sagt, daß der schönste Dank Deutschlands an seine Gefallenen ist:Die Mutter, die ihr Kindlein pflegt."

Mutter und Kind.

Für das HilfswerkMutter und Kind" des Amts ür Volkswohlfahrt bei der Obersten Leitung der ZO. verdient ein Berliner Beispiel überall Nach- hmung zu finden.

Es wurde in einem Miethaus zu Spenden für Ausstattung eines Säuglingskorbs aufgerufen. In kurzer Zeit hatten über 20 Familien Kleinigkeiten, meist Anfertigungen aus alten Sachen, gespendet, und die erste Ausstattung für einen neuen Erden­bürger war fertig.

Diese Tat christlicher Nächstenliebe läßt sich ohne viel Mühe und mit geringem Kostenaufwand wohl in allen deutschen Städten und Dörfern durch- ühren.

Oas Gesellenwandern.

Die Deutsche Arbeitsfront vermittelt einen Plan, wie das nationalsozialistische Deutschland das alt- überüefrtee Wandern seiner Jugend tatkräftig för­dern könnte. Danach sollen alle auf diesem Gebiete bestehenden Fürsorgeeinrichtungen planvoll zusam­mengefaßt werden. An den Kreuzpunkten wichtiger Wanderstraßen würden Bauernhöfe nach Art der deutschen Jugendherbergen für die wandernden Ge­sellen eingerichtet werden müssen. Drei Uebernach- tungen in diesen Heimen sind frei. Die vierte und jede folgende soll durch Arbeitsleistung abgegolten werden. Ortsbehörden und Fürsorgevereine/ In­nungen und Einzelmeister hätten Hand in Hand zu arbeiten, um die wandernden Gesellen zu betreuen. Die Fürsorge für Deutschlands wandernde gewerb­liche Jugend soll Reich, Staat und Gemeinden ab­genommen werden. Eine freiwilige Selbstverwal­tung einer hierfür zu schaffenden Körperschaft der Wirtschaft hätte diese Aufgaben fortan durchzu­führen. Diese Neuordnung bezweckt, den schönen und nützlichen Brauch des Gesellenwanderns wie­der zu beleben und ihn von den Schlacken zu läu­tern, die ihm die Not der Vergangenheit anheftete. Wer einmal den begeisterten Schilderungen eines alten Handwerkmeisters lauschen durfte über seine Erlebnisse und Eindrücke auf seiner Wanderschaft als junger Geselle, der ist von dem großen völki­schen Wert dieses uralten deutschen Handwerks­brauches überzeugt. Wie der Student ohne Ar- bettsdienst mit zum Studium ober zu akademischen Prüfungen zugelassen wird, so müßte künftighin jeder körperlich tüchtige deutsche Handwerkergeselle eine angemessene Wanderzeit durch deutsche Gauen nachweisen, bevor er zur Meisterprüfung zugelassen wird. Wer sich fein deutsches Vaterland, seine Hei­mat und sein Volkstum erwandert, wird allemal

Aus Der proviuzialhaupistadi.

Muttertag einst und jetzt.

Seit rund zehn Jahren feiern mtr in Deutsch­land den Muttertag aus nordischen Ländern kam die Sitte, aber aus Amerika die lauteste Kunde davon, daß jeder Mensch die Pflicht habe, an einem Sonntag des Jahres feiner Mutter zu danken für alles, was sie an opferreicher Liebe ihm in ihrem Leben gegeben habe. Eine wunder­bare Verquickung von Gefühlsseligkeit und Ge­schäftssinn war dieser amerikanische Muttertag wie alles, was uns von da drüben kommt. Der Mutter­tag war auch bei uns eine rein geschäftliche An- aelegenheit. Es gab nur eine kleine Zahl von Men­schen, die dem Muttertag einen verinnerlichten Sinn gaben im allgemeinen blieb dieser Tag eine willkommene Verdienstmöglichkeit. Nun rüstet sich auch das neue Deutschland zum Muttertag aber er trägt ein anderes Gesicht.

Die jungen Menschen, die heute die Ehe schließen, haben im gläubigen Vertrauen auf dies neue Deutschland den Wunsch, daß aus ihrer Ehe Kinder hervorgehen, die an diesem jungen Staat mitbauen und in ihm ein zukunftsfrohes Leben finden sollen. Der Staat wiederum belohnt dies Vertrauen durch Erleichterung der Eheschließung, durch eine Sozial­politik, die die kinderreiche Familie stützt, durch Ehrung kinderreicher Mütter. Wir lasen, daß eine ältere Witwe von Steuerzahlungen befreit wurde, weil sie 6 Kinder allein erzogen hat, wir hörten von der Mahnung an die Behörden, kinderreiche Mütter nicht warten zu lassen, sondern beschleunigt abzu­fertigen. Die großzügige Hilfsarbeit des Winter­hilfswerks wird abgelöst von dem H i l f s w e r k

ein kernfester echter deutscher Mensch, ist doch der unstillbare Wandertrieb eine wohl nur dem Deut­schen wesenseigen völkische Eigenart. Durch ihre Pflege hat das deutsche Handwerk von jeher dem Volkstum unschätzbare Dienste geleistet.

Leider ist in der vergangenen Zeit die Pflicht der Meisterschaft und der Innungen, diesen Brauch zu pflegen und zu fördern, immer rneyr in Ver­gessenheit geraten. Wohl liegt auch heute noch den Innungen die Pflicht ob, für das Herbergswesen in ihrer Stadt zu sorgen. Diese Verpflichtung war aber mit der Zeit schon so inhaltslos geworden, daß man sich ernsthaft mit dem Gedanken trug, sie ganz aus dem Aufgabenkreis der Innungen zu streichen. Die Staatsumwälzung hat diesen Ent­schluß Gott sei Dank rechtzeitig zurückgepfiffen. Der nationalsozialistische Staat gehört der deutschen Ju­gend, die durch Wandern den Gesichtskreis erwei­tern, Kenntnisse sammeln, Land und Leute kennen lernen will, damit sie im harten Lebenskämpfe ihren Mann stehen kann. Auch den Meistersöhnen, die dereinst das väterliche Handwerk übernehmen sollen, wird die Einrichtung des Gesellenwanderns nichts schaden. Das wohlbehütete Hocken in Mut­ters warmer Stube kann nicht die Eigenschaften erwecken und erziehen, die wir von den künftigen Meistern verlangen: Mut, Ausdauer, Entschlossen­heit, und vor allem Kameradschaft!

VOA.-Schulqenieinschasten.

Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum gibt in einem Schrei­ben an die Direktionen der höheren Schulen, der gewerblichen Unterrichtsanstalten und an die Kreis- und Stadtschulämter folgendes bekannt:

Unter Hinweis auf unsere Verfügung K. M.

hing Gießen von Sonntag, 8. April, bis einschließ­lich Dienstag, 10. April, mit Phosphor vergiftete Eier auslegen lassen. Vor Aufnahme der Eier» etwaiger toter Krähen und Laufenlassen von Hun­den wird gewarnt.

preisaufgaben der Universität Gießen.

Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt:

Aus dem Zinsertrag der Ofann-Beulwitz-- Stiftungder Universität Gießen wer­den Reisestipendien für Studierende und andere wissenschaftlich-gebildete Bewerber aller Fakultäten vergeben. Die Bewerber müssen eine von der Pflegschaft ausgeschriebene Aufgabe bearbeiten und dafür den Dreis erhalten haben.

Die P r e i s a u f g a b e n für das Jahr 1934/35 sind folgende:

I. Für Studierende, die mindestens im Sommer 1934 oder im Winter 1934/35 an der Uni­versität Gießen immatrikuliert find:

Aus dem Gebiet der Theologischen Fakul­tät: Die Auffassung vom Gesetz im Täufertum und Spiritualismus der Reformationszeit.

Aus dem Gebiet der Juristischen Fakul­tät: Die Behandlung der Nachlaßverbindlichkeiten nach dem neuen Erbhofrecht.

Aus dem Gebiet der Medizinischen Fa­

kultät:

1. Vergleichende Untersuchungen über Blut- und Milchgerinnung.

2. Lupus als Teilerscheinung konstitutioneller Tuberkulose.

Aus dem Gebiet der Veterinärmedizini­schen Fakultät: Vergleichend-anatomische Un­tersuchung der Blutgefäßversorgung der Zehen­endorgane von Ungulaten.

Aus dem Gebiet der Philosophischen Fa­kultät:

1.Die spätgotische Hallenkirche in Hessen." Es sollen die besonders markanten hessischen