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Oie Russen m

Von Timur bis Aljechin.-Zum Ko

Es ist vielleicht kein Zufall, daß zur Zeit gerade zwei Russen Bogoljubow ist allerdings inzwischen deutscher Staatsange­höriger geworden um die Weltmeister­schaft im Schach kämpfen. Der nachstehende Artikel erzählt von der besonderen Schach­leidenschaft, die man in Rußland seit dem frühen Mittelalter in allen Kreisen der Be­völkerung seststellen kann.

Seit jeher ist im Russen üie Schachleidenschaft lebendig gewesen, und an dieser Leidenschaft hat auch das Sowjetsystem, das sonst das ganze russische Leben umgestaltet hat, nichts zu ändern vermocht. Auch heute werden in allen kleinen Provinzstädten der Sowjetunion Schachturniere veranstaltet, für die das Interesse der Öffentlichkeit genau so groß ist wie zu den Zeiten des Zaren. Ein welterschüttern­der Unterschied freilich besteht: derKönig" wird heuteK o m m i s s a r" genannt und dieDame" heißtRote Genossin"! Das Sckackspiel hat sich in Rußland im 13. Jahrhundert, also seit der Zeit der Tatareninvasion, eingebürgert. Die Tataren waren die ersten Lehrmeister des ge» knechteten russischen Volkes. In derGoldenen Horde", dem Hauptsitz der Tatarenherrschaft an der Wolga, wetteiferten russische Fürsten, die sich regel­mäßig nach der Goldenen Horde zur Leistung der Tributzahlungen an die Eroberer begaben, im Schachspiel mit den despotischen tatarischen Khans. Ein russischer Fürst soll so geschickt in diesem neuen Spiel gewesen sein, daß er stets gewann und seinen tatarischen Partner dadurch so entzückte, daß er ihm, als dem Gewinner, die fälligen Tributzahlun­gen erließ. Heute noch finden am Grabe Ti­murs in Samarkand sonderbare Schach­spiele statt. Auf kostbaren Perserteppichen versam­meln sich Schachspieler aus verschiedenen Teilen des russischen Asiens, um in Erfüllung eines mündlichen Vermächtnisses des großen Timur, eines begeisterten Anhängers dieserZweikämpfe der Vernunft", wie er sie nannte, eine Partie Schach zu spielen. Die Orientalen kennen keine Bücher mit Regeln des Schachspiels, sie besitzen keine eigene Spieltheorie, sie spielen gleichsam aus Intuition und dennoch sind sie imstande, die besten europäischen Spieler zu schlagen. Ich glaube, es wäre selbst für einen Schachweltmeister nicht so ganz leicht, am Grabe Timurs ein Spiel zu ge­winnen. Jeder Kaufmann in Turkestan spielt Schach und betrachtet das königliche Spiel als eine Art Le­bensphilosophie. Die orientalischen Schachspieler, bei denen auch heute die in Asien ansässigen sow­jetrussischen Beamten das Schachspiel lernen, pfle­gen schnell zu spielen und während der Partie mit­einander zu scherzen.

Die griechisch-katholische Kirche hat, besonders im Mittelalter, das Schachspiel alsTodsünde, als eine von den Tataren übernommene gottlose Fertigkeit" bezeichnet. Trotzdem waren sogar manche geistliche Herren für das Schachspiel begeistert. Ein Metropo­lit ließ beispielsweise, wie eine Chronik überliefert, die Kirchenglocken seiner Parochie verkaufen, da ihn das Geläute beim Schachspiel st orte. In einem zu Anfang des 17. Jahrhunderts erschienenen deutschen Lehrbuch des Schachspiels heißt es:Die Moskowiter find im Schachspiel so gewandt, daß andere Völker mit ihnen nicht so leicht einen Wett­kampf aufnehmen könnten". Sogar Zar Iwan der Schreckliche soll ein großer Liebhaber des Schachspiels gewesen sein. Während einer Schach­partie fiel der Zar gerade in dem Augenblick, als er den König aufstellen wollte, in die Kissen seines Lehnstuhles zurück, ein Herzschlag hatte seinem Le­ben ein jähes Ende bereitet.

Potemkin, der Günstling der Großen Katha­rina, war als Schachspieler in ganz Rußland be­rühmt. Wenn er Schach spielte, durfte ihn niemand stören. Während des Türkenkrieges erschien einmal ein Eilbote vom Kriegsschauplatz, der sofort den allmächtigen Günstling zu sprechen wünschte. Po- temkin befahl dem Mann zu warten und spielte seine Partie zu Ende es vergingenen viele Stun­den, ehe der Eilbote vorgelafsen werden konnte. Als Potemkin erfuhr, daß in einer russischen Pro­vinzstadt ein Geschäftsmann lebe, der angeblich ein einzigartiges Schach spielen konnte, schickte er einen Kurier mit dem Auftrag, den Mann auf der Stelle nach Petersburg zu befördern. Als sich heraus- stellte, daß der Geschäftsmann tatsächlich ein aus­gezeichneter Schachspieler war, trennte sich Potemkin nicht mehr von dem Manne, den er stets auf Reisen und sogar auf Feldzüge mitnahm.

Auch die ersten Revolutionäre der russischen Ge­schichte, die sogenannten Dekabristen, zählten in ihren Reihen ganz besonders tüchtige Spieler. Als die Verschwörer nach einem mißglückten Auf­ruhrversuch in die Festung von St. Petersburg ein­geliefert wurden, baten sie nur um die Vergünsti-

ih das Schach.

mpf um die Schachweltmeisterschast.

gung Schach spielen zu dürfen. Da diese Bitte ihnen abgeschlagen wurde, fertigten sie Schachfigu­ren und Schachbretter aus Brot, an und spielten jeder in seiner Zelle. Sie verständigten sich über die Züge durch Anklopfen an die Wand. Der größte lyrische Dichter Rußlands Puschkin gab seiner Braut den Rat, das Schachspiel zu erlernen, das er als die Pflicht jedes wohlerzogenen Mädchens, be­zeichnete.

So konnte der Weltmeister A l j e ch i n sich bereits auf eine alte Tradition des russischen Schachspiels stützen. Schon als er sieben Jahre alt war, war das Schachspiel seine Leidenschaft, die manchmal ge­radezu krankhafte Formen annahm. Oft mußten ihm die Eltern das Schachbrett wegnehmen, vor dem er stundenlang in Gedanken versunken saß, ohne sich um seine Schularbeiten zu kümmern. In einer großen Gesellschaft vor vielen Jahren in Pe­tersburg lernte ich einen schweigsamen schüchternen Mann kennen, der mir als ein gewisser Herr Alje- chin vorgestellt wurde. Die Dame des Hauses

r /

ZG.-Farbenindustrie wieder 7% Dividende.

Der Aufsichtsrat der I G.- F a r b e n i n d u st r i e beschloß, der Generalversammlung am 28. April für 1933 eine Dividende von wieder 7 v. H. vorzuschlagen. Das Geschäftsjahr 1933 hat für die IG.-Farbenindustrie eine merkliche Besserung des Jnlandabsatzes gebracht. Dagegen hatte die IG. bei der Ausfuhr mit neuen Schwierigkeiten zu kämpfen. Der Jahresabschluß und der Geschäftsbericht wer­den der Presse demnächst zugehen.

Die Entwicklung im ersten Vierteljahr 1934 recht­fertigt die Hoffnung, im weiteren Verlaufe des neuen Geschäftsjahres in größerem Umfange Neu­einstellungen vornehmen zu können.

Das Grundkapital der Gesellschaft soll durch Ein­ziehung von eigenen und Vorratsaktien um RM. 190 000 000 auf insgesamt RM. 800 000 000 herab­gesetzt werden. Diese Maßnahme ist dadurch möglich geworden, daß auf Grund neuerer gesetzlicher Be­stimmungen durch eine bedingte Kapitalserhöhung diejenigen Umtauschaktien beschafft werden können, die im Hinblick auf die Jnteressentengemeinschafts- verträge und die mit einem Umtauschrecht verbun­denen Teilschuldverschreibungen von 1928 in Zu­kunft gebraucht werden. Demgemäß soll das Kapital um RM. 176 868 600 bedingt erhöht werden.

*

* Deutsche Bau- und Siedlungs­gemeinschaft, Darm st ad t. Die Deutsche Bau- und Siedlungsgemeinschaft e. G. m. b. H., Darmstadt, hat soeben weitere 2,4 Millionen Reichs­mark Darlehen, die der Erstellung von 232 Eigen­heimen dienen, zugeteilt. Bisher wurden rund 4700 Eigenheime mit 55 Millionen Reichsmark Gesamt­darlehen finanziert. Bei der bekannten Sonderaktion konnten 500 Darlehen vorzeitig zugeteilt werden.

* Preisermäßigung für Linoleum. Wie der Fwd. erfährt, haben die Deutschen Lino­leumwerke AG. und die Rheinischen Linoleum-Werke Bedburg AG. mit Wirkung vom 3. April die Listen­preise für Linoleum unterschiedlich nach Qualitäten um 5 bis 10 v. H. ermäßigt. Die Preisermäßigung ist durch die feit Ende des Vorjahres eingetretene Umsatzbelebung möglich geworden. Gleichzeitig will man durch niedrigere Linoleumpreise neue Käufer­schichten dem Linoleumverbrauch zuführen. Die Wiederverkaufspreise erfahren entsprechend der Fa­brikermäßigung die gleiche Herabsetzung. Bekannt­lich wurde erst im November 1933 in etwa gleichem Umfange der Preis für Linoleum herabgesetzt.

Frankfurter Börse.

Freundlich.

Frankfurt a. M., 7. April. Im Hinblick auf die zu erwartenden Bilanzbeschlüsse bei der heutigen Aufsichtsratssitzung des Farben-Konzerns übte man an der Wochenschlußbörse allgemein Zurückhaltung, die noch durch die demnächst beginnenden Transfer- Verhandlungen und Abrüstungsbesprechungen ver­stärkt worden sein dürfte. Indessen war die Grund­stimmung durchaus freundlich und zuversichtlich, aumal aus der Wirtschaft wieder eine Reihe von Anregungen vorlagen.

Von der Kundschaft lagen zwar nur in mäßigem Umfange Kauforders vor, die aber genügten, um das Kursniveau gegenüber der gestrigen Abend­börse um durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. ansteigen zu lassen. Im Vordergrund des Interesses standen IG. Farben, die um 1,90 v. H. auf 140 v. H. an­

flüsterte mir später zu:Das ist ein komischer Mensch, er interessiert sich nur für das Schachspiel, obwohl er eine glänzende Kar­riere vor sich hätte". Der junge Mann erzählte mir dann in einem vertraulichen Gespräch, daß er be­reits als kleiner Junge aus seinem Bett zu schlei­chen pflegte, um das Schachbrett hervorzuholen und bis zum Morgengrauen Schachspielkombinationen auszuprobieren. Nach einer solchen Nacht wurde er einmal bewußtlos auf dem Boden gefunden und litt dann mehrere Wochen lang an einer schweren Ge­hirnentzündung. Seitdem wurde er sehr nervös, menschenscheu, immer in Gedanken versunken und unglaublich zerstreut. Mit 16 Jahren erhielt er, da­mals noch Gymnasiast, den ersten Preis im Wett­kampf des allrussischen Schachliebhabervereins und den Meistertitel.

Niemand, am wenigsten die Dame des Hauses, konnte ahnen, daß dieser schüchterne junge Mann einst mit dem Lorbeer des Weltruhms bekränzt wer­den würde. Sonst hätte wohl die betreffende Dame, eine geschiedene Frau, den Heiratsantrag, den ihr der jugendliche Schwärmer machte, angenommen. Sie hat ihn aber abgelehnt mit der Bearündung, daß ein solcher Phantast zu einem praktischen Brot­erwerb unfähig sei!

zogen. Scheideanstalt gewannen 1 v. H. Montan­aktien erhöhten sich durchwegs um 0,25 bis 0,75 v. H. Elektrowerte lagen sehr still und zumeist fehl­ten die ersten Kurse. Gesfürel lagen 0,75 v. H. höher, dagegen Stiemens 1 o. H. niedriger. Kunst­seideaktien blieben behauptet, Bemberg waren aller­dings geringfügig abgeschwächt. Sostst eröffneten Reichsbankanteile 1 v. H., Daimler Motoren 0,75 v. H., Zement Heidelberg 1 v. H., AG. für Ver­kehrswesen 0,75 v. H. und Zellstoff Aschaffenburg 0,50 v. H. höher, während am Schiffahrtsmarkte Hapag 0,40 v. H. und Norddeutscher Lloyd 0,50 v. H. verloren.

Am Rentenmarkt war die Umsatztätigkeit eben­falls klein. Neubesitzanleihe bröckelten um 10 Pf. auf 23,20 v. H. ab, dagegen zeigte sich für Altbesttz- anleihe und späte Reichsschuldbuchforderungen etwas Interesse bei um 0,25 v. H. höher liegenden Kursen.

Da auch in der zweiten Börsenstunde über die Höhe- der Farben-Dividende nichts bekanntgeworden war, hielt die Zurückhaltung unvermindert an. IG. Farben selbst unterlagen kleinen Schwankungen, wobei aber nur eine geringprozentige Kursverände­rung eintrat. Auf den übrigen Marktgebieten blieben die Anfangskurfe und auch die später notierten Werte gut behauptet, zu erwähnen sind Elektr. Lieferungen mit + 1,25 v. H. und Ilse Stamm (+ 1,50 v. H.).

Auch am Rentenmarkt blieb es im Verlaufe still, Neubesitzanleihe war allerdings etwas lebhafter und 15 Pf. höher. Pfandbriefe wiesen nur sehr ge­ringes Geschäft auf. Während Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen meist unverändert blieben, gaben Liquidationspfandbriefe bis zu 0,50 v. H.

V L » . t / / Z

Bedeutsame Kundgebung der.

Der Plan der Weiterführung der Kana­lisierung der Lahn von Steeden bis Lollar ist am Freitag in Wetzlar um einen wich­tigen Schritt seinem Ziele nähergebracht worden. Die Vertreter der bedeutendsten Industriezweige an der gesamten Strecke, die als Verfrachter auf dem Wasserwege in Frage kommen, hatten sich auf Einladung der Rheinstrombauverwaltung im Sit­zungssaal des Rathauses zu Wetzlar in Anwesen­heit der interessierten Städte- und Staatsbehörden eingefunden, um ihre Meinungen über die wirt­schaftliche Seite des Kanalbaues auszutauschen. Unter Beachtung des Grundsatzes, daß die Errich­tung einer solchen Wasserstraße nicht allein nach dem Maßstabe der privatwirtschaftlichen Rentabili­tät betrachtet werden darf, sondern der allge­mein-volkswirtschaftliche Gedanke der besseren Verkehrserschließung des Lahngebiets maßgebend fein muß, fetzte sich

die Industrie grundsätzlich für die Verwirk­lichung des Projekts

ein. Trotz vorsichtiger Bewertung aller Umstände fah der Vertreter eines der größten Wetzlarer Werke in dem Dau des Kanals eine Möglichkeit zur Steigerung der Wettbewerbsfähig­keit der heimischen Industrie gegenüber andern Gebieten und vor allem gegenüber dem Ausland. Diese Hoffnung gründet sich darauf, daß namentlich die Wetzlarer Eisenwerke in regen Be-

Achtung! Achtung!...

Die Arbeilsschlachl schafft weiteren Millionen Volksgenoffen Arbeit und Brot. Die seit langem ungewohnte Arbeit kann Anlaß zu zahlreichen Un­fällen werden!

Arbeitskraft und gesunde Glieder sind heute mehr denn je für jeden Deutschen unentbehrlich, um sich im Kampfe ums tägliche Brot zu behaupten und die Familie vor Kummer und Sorge zu bewahren. Jeder Unfall aber kann dich in Not und Elend stürzen, dich zum Krüppel machen und dir die Ver­dienstmöglichkeit rauben. Darum hüte dich vor Un­fällen und handle nicht leichtsinnig.

nach. Stadt-, Staats- und Länderanleihen zeigten kaum Veränderungen, auch fremde Werte lagen sehr ruhig. Tagesgeld blieb leicht und zum Satz von 3,50 v. H. unverändert.

Franksurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 9. April. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 1199 Rinder (381 Ochsen, 119 Bullen, 358 Kühe, 322 Färsen), 431 Kälver, 41 Schafe, 4256 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 24 bis 34 Mark, Bullen 24 bis 30, Kühe 14 bis 30, Färsen (Kalbinnen) 24 bis 35; Kälber 30 bis 50, Härnrnel 25 bis 35; Schafe 24 bis 30; Schweine 35 bis 44 Mark. Marktoerlauf: Rinder ruhig, Kälber, Härnrnel und Schafe mittel­mäßig, Schweine schleppend.

Franksurter Buttermarkt.

Frankfurt a. M., 7. April Im Buttergroß- handel bildeten sich in der abgelaufenen Woche in­folge der nur schwachen Konsumnachfrage beträcht­liche Lager, so daß die zugeführten Mengen nicht annähernd Absatz finden konnten, obgleich das An­gebot keineswegs drängend ist. Für billige Ware zeigte sich verschiedentlich etwas Kaufmeinung. Die Preise blieben weiterhin unverändert, und zwar wurde der Großhandels-Einstandspreis auf 132 RM. für deutsche und holländische Markenbutter festgesetzt. Deutsche Landbutter notierte 125 bis 130 RM. per 50 Kilogramm ebenfalls unverändert.

Frankfurter Eiermarki.

Frankfurt a. M., 7. April. Nach dem lebhaf­ten Geschäft in der Osterwoche nahm die Umsatz­tätigkeit nach dem Fest einen schleppenden Verlauf, da sich der Kleinhandel nur mit kleinen zusätzlichen Mengen versorgte. Die feste Grundstimmung hielt aber an, zumal die Zufuhren keine wesentliche Per­stärkung erfahren haben; für die zur Zeit schwache Nachfrage reichen sie aus. Die Preise für Güte­klasse I (S) bröckelte etwas ab, dagegen zogen sie für die übrigen Sorten etwas an. Die Großhandels- Verkaufs preise stellten sich per Stück in Pfg. frei Frankfurt a. M. wie folgt: Deutsche Frischeier Kl. S 10, Kl. A 9,5, Kl. B 9," Kl. C 8,5. Holländer Kl. S 9,5, Kl. A 9, Kl. B 8,5. Flandern Kl. S 9,5, Kl. A 9, Kl. B 8,5. Dänen Kl. S 9,25, Kl. A 8,75.

Zndustrie des oberen Lahntals.

Ziehungen zu Westeuropa und nach Ueberfee stehen. Ein großer Teil ihrer Erzeugnisse wird über Holland verfrachtet.

Wird durch die Lahnkanalisierung das Indu­striegebiet der Lahn näher an die holländischen Seehäfen herangerückt, so wird es möglich fein, verloren gegangene Lxportgebiete wiederzu­gewinnen und eine Belebung Ses Arbeits­marktes herbeizuführen.

Angesichts der reichen Bodenschätze im Lahngebiet, die heute noch ungenutzt in der Erde ruhen und nur gehoben werden können, wenn für ihren Ver­sand ein billiger Weg vorhanden ist, kann mit Sicherheit erwartet werden, daß sich der Schiff­fahrtsverkehr nicht nur auf den größten Teil der jetzt bewegten Gütermenge beschränkt, sondern ein Neuverkehr durch Bodenerschließung einsetzt, dessen Umfang heute noch nicht zu über­sehen ist.

Zur Beschaffung weiterer Unterlagen tritt die Rheinstrombauverwaltung mit den Bezirksstellen Wetzlar und Limburg der Handelskammer Frank­furt a. M., sowie mit der Handelskammer Gießen in Verbindung. Diese Stellen werden dann an alle Firmen herantreten, die für die Be­nutzung des Lahnkanals als Verfrachter in Betracht kommen.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o H., Lombardztnsfuß 5 o. H.

Frankfurt a. Dl

Berlin

Schluß­kurs

Schluß». Abend- börse

Gchlust» km«

Schluß?. Mittag, börse

Datum

6.4-

7-r-

6.4-

74

% Deutsche Reichsanlethe v. 1927

95,25

95,25

95,65

95,25

% eljem.7% Dl. Retchsanl. v. 1929

100

100

100

100

Doung-Anlethe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablöf.-Schuld mit

92,65

93,25

92,4

93,25

AuSlos.-Rechten .........

96

96,13

96,25

96,25

Desgl. ohne AuSlos.-Rechte......

% et}em.8% Hess. BolkSstaat 1929

23,3

23,45

23,45

23,45

trückzahlb. 102%)..........

6% He». Landesbank Darmstadt

93,25

93,25

93,25

93,6

Gold R. 12...............

6ty% Hess. Landes-Hypotheken-

92,25

92

92,5

92,25

bank Darmstadt Ltaut.......

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

91,5

91,5

Auslos.-Rechren ............

Deutsche Komm. Sammelabk. Sn-

93,5

93,5

leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank

95,4

95,65

95,5

95,65

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

% ehem. 7% Frank,. Hyp.-Bank

92,25

92,25

Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936

92

92,13

Wi% ehem. *y,% Franks. Hyp^

Bank-Ltgru-Psandbriese.......

K% ehem. <y,% Rheinische

91,4

91,4

-

-

Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe. ...

% ehem. 8% Pr Lande-Pfand-

92

91,75

briefanstalt, Pfandbriefe R 19 % ehem. 7% Pr. Landespfand-

94

94

94,25

94,5

briefanstalt, Psandbriefe R. 10

94

94

94

94

Gteuerautsch. Verrechnungskurs

97,4

97,4

97.4

97,4

4% Oesterretchtfchr Goldrente...

_

_

_

_

4,20% Oesterreichische Sllberrente

1,25

1,13

1,2

1,1

4% Ungarische Goldrente

8,1

8,2

8,2

8,2

4% Ungarische StaatSrente v. 1910

7,4

7,6

7,6

7,65

4y,% deögl. von 1913 ... .

8

7,9

7,95

1% abgest. Goldmexikaner von 99

8

8

7,9

7,95

4% Türkische Zollanleihe von 1911 4%Dürktlche Bagdadbahn-Anleihe

h,65

6,65

.75

6,75

6<de I .....

e.75

6,75

1 -

Frankfurt a.Dl.

Berlin

Schluß- furt

Schluß!. Abend- börse

Schluß- kurs

Echlußk. Mittag- börse

Datum

6.4-

7-4.

6-4.

7-4.

4% desgl. Sene II ...........

6% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4^»%Rumän.vereinh.Rentev.lS13

4% Rumänische vereinh. Rente ..

8%% Anatolier ..............

Yamvurg-Amerika-Paket ..... 0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Hansa-Dampfschifs..........0

Norddeutscher Lloyd ......... 0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 4

Commerz- und Prioat-Bank ... 0

Deutsche Bank und Dis conto-

Gesellschaft................ o

Dresdner Bank..............o

Retchsbank ................ 12

S.E.G...................... o

Bekula......................

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft g

Belten & Guilleaume......... o

»^"^'^'tr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ..... 5

-vchuckert SEo....... 5

Siemens« Halske.III..11"' 7

Lahmeyer L Eo............. J0

Buderus .......... 0

Deutsche Erdül .............. 4

Gelsenkirchener.............. q

Harpener ............... q

Voesch EisenKöln-Neuessea .. 0 Ilse Bergbau -

Ilse Bergbau Genüsse........ -

Klöcknerwerke ................

ManneSmann-Röbrev...... 0

6,75

4,75

4,13 29,65

29,75

34

68,5

86,5

48,5

3,25

64 151,5

29

130 <00,5

106 >0,25 98,5

93

01,5

142 H6,5

74,5

116

64

2,25

116,25 63,75

6.25

6,75

4,65

4,13

29,5

29,4

33,25

68,75

86,5

48,5

63

64

152,5

28,9

131

101,75

106

60,75

99,5

94

101,5

14J

74,25

115,75

65,25

92,5

140,5

116,5

64

66,5

6,75

4,7

4,1 29,4

29,75 25,5

34 68,75 86,75

48, f

'63,25

64 151,8

28,75

130 101,75

106 60,5 99,5

93 101,25 141,75

116

73,75 115,75

63,75 92,5

75 138,75

116

64 66,13

4,6

7,2

4,1

29,4

29,5

25,65

33,5 68,75 86,75

48,5

63

64 151,25

29 130,9 100,75

106

60,75 98,75

92,25

101,5

141,25 115,5

74,25

116

65

92,4 74,75 140,5

116,9

63,9

66,25

Frankfun a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Gchlußk. Abend, börse

Schluß- kurs

Schlußk. Minag- böste

Datum

6.4-

7-4-

6.4.

7-4.

Mansfelder Bergbau.........

0

-

73,5

74

Kokswerke .................

0

>

97,5

97,13

Phönix Bergbau.............

0

51

51,4

51

51,25

Rheinische Braunkohlen .....

l0

202

205

203,5

205

Rheinstahl ................

0

94,5

94,75

94,5

94,25

Bereinigte Stahlwerke........

0

42,75

42,75

42,65

43

Otaoi Minen ..............

0

15

15

14,9

14,9

Kaliwerke Aschersleben........

5

112,5

112,75

112,5

Kaliwerke Westeregeln........

Kaliwerke Salzdetfurth..... 7

6

114

113,5

114

113,5

y.

145,5

146,5

147,5

I G. Farven-Industrie.......

7

138,25

140

138,25

140,13

Scheide anstatt...............

9

180

Goldschmidt ................

0

62,75

61,75

62,5

62,4

RütgerSwerke ...............

0

58

58,4

58

58,25

Metallgeiellschasi.............

0

80

80,5

81

81

Philipp Holz mann...........

Zementwerk Heidelberg ......

Lewentwerk Karlstadt.........

0

74

74,5

74

74,4

s

.00

101

-

SchulthetS Payenhofer .......

0

104,75

106

Aku (Allgemeine Kunstseide) ..

0

64

64,4

63,75

64

Bemberg ........

0

73

73

72,25

72,5

Zellstoff Waldhos ...........

0

32,5

52,5

52,4

52,25

Zellstoff Aschaffenburg .......

0

41,5

42

40,5

42

Dessauer Gas ............

7

120,5

121,5

Daimler Motoren............

0

19.25

50

49,25

49,9

Deutsche Linoleum...........

0

57

57

57,25

57,13

Oren stein & Koppel ..........

0

68

69

Leonhard Tietz .............

0

1,25

21,5

21,25

21,13

LHade ...................

10

157

155

157,5

155,5

Lerumulatoren-FabrS........

0

176,75

Lonti-Summi ..............

0

149

148,5

149

147

Gritzner....................

0

28,5

28,5

28,9

Mainkrastwerke Höchst a-SL...

4

76,5

Süddeutscher Zucker.........

8

168

170

169

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M

Banknoten.

6. April

7-April

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Meld

I Brie

Geld

Brie

Helfingfo«,..

5,694

5,706

5,709

5,721

Wien.......

47,20

47,30

47,20

47,30

Prag.......

10,38

10,40

10,38

10,40

Budapest ...

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ....

169,28

169,62

169,38

169,72

Oslo .....

64,64

64,76

64,98

65,12

Kopenhagen.

57,49

57,61

57,74

57,86

Stockholm..

66,33

66,47

66,<3

66,77

London .....

12,865

12-895

12,935

12,965

Buenos Aires

0,632

0,636

0,632

0,636

Neu York ....

2,500

2.506

2,505

2,511

Brüssel.....

58,47

58,59

58,49

58,61

Italien.....

21,55

21,59

21,55

21,59

Paris ......

16,50

16,54

16,50

16,54

Schweiz ....

80-94

81,10

80,94

81,10

Lpanie»....

34,22

34,28

34,23

34,29

Danzig.....

81,67

81,83

81,62

81,78

Japan......

0,759

0,761

0,761

0,76.3

Rio de Jan. .

0,214

0.216

0,214

0,216

Jugoslawien.

3,664

5,676

5,664

5,676

Liiiabo» ....

11,72

11.74

11,78

11,80

Berlin, 7.'April

Geld

Brief

Amerikanische Noten..............

2,458

2,478

Belgische Noten .................

58,33

58,57

Dänische Noten .................

57,48

57,72

Englische Noten .................

12,89

12,95

Französische Noten...............

16,46

16,52

Holländische Noten ...............

168,96

169,64

Italienische Noten................

21,48

21,56

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, i IOO Schilling

64^82

65,08

Rumänische Noten...............

-

_

Schwedische Note»...............

66,47

66,73

Schweizer Noten.................

Spanische Note».................

Ungarische Note» ................