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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien)

Nr. 58 Drittes Blatt

in

Gießen.

Adolph, Kreisarbeitsleiter.

Leder muß die Hausplakette bis zum 10. März erworben haben!

Gießener Parteiorganisation, ferner Standarten­führer Lutter und fein Adjutant, Sturmbann- ührer Münker von der Standarte 116, Stan- lartenführer Schäfer- Butzbach von der Stan­darte 222, unter dem Kommando des Sturmbann- ührers S o l d a n der gesamte Reserve-Sturm­bann 1/116, von der aktiven SA. ein Sturm des Sturmbanns II mit der Traditionsfahne, wei­terhin alte Kampfgefährten des Verewigten erschie­nen.

Kameraden. r K

Die Einäscherung der sterblichen Ueberreste des Verewigten findet am heutigen Freitag auf dem Neuen Friedhof statt. Die Urne wird im Erbbe­gräbnis auf dem Alten Friedhof beigesetzt.

Auf dem Neuen Friedhof fand gestern nachmit­tag die Trauerfeier für den am Sonntagabend ver­storbenen Kgl. Preuß. Major a. D. Otto K e m p f f, der als Oberscharführer dem Sturm R 3/116 der Gießener SA. angehörte und Kämpfer der alten Garde mit der Mitgliedsnummer 85 580 war, statt. Zu der Trauerfeier waren die politischen Leiter der

Große Strafkammer Gießen.

Wegen Verstoß gegen den Paragraphen 3 der Verordnung des Reichspräsidenten vom 21. März war der ehemalige Prioatdozent an der Landesuni­versität, Dr. Georg Mayer, vom hiesigen Schöf­fengericht zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der Angeklagte machte in einer hiesigen Wirtschaft in Gegenwart eines Mitgliedes der Kreis­leitung abfällige Bemerkungen über die heutige Staatsgewalt. Auf die gegen das vorinstanzliche Ur­teil eingelegte Berufung wurde die Gefängnisstrafe in eine Geldstrafe von 2 0 0 Mark umge­wandelt. Das Berufungsgericht ging davon aus, daß .ber Angeklagte die Reichsregierung nicht beleidigen I wollte, daß ihm vielmehr nur Fahrlässigkeit zur Last zu legen ist.

Der früher beim Deutschen Kurheim in Bad-Nau­heim tätige 5). K. hatte sich seinerzeit wegen schwerer

Aus der Provinzialhauptstadt.

Berufswahl.

Sturmbannführer S o l d a n spricht im Warnen der Gießener SA.-Reserve am Sarge. (Aufnahme: Photo-Pfaff,Gießen.)

Trauerfeier für Major a. D. Kempfs.

Oie Gießener SA. gibt dem Kämpfer der alten Garde das letzte Geleit.

Laß' dich am -lit.März nicht lumpen!

Es ist eine alte Erfahrung, daß derjenige, der selbst Not und Mangel kennt, leichter bereit ist, anderen zu helfen. Diejenigen, denen es gut geht, brauchen nicht schlecht zu sein, sind aber manchmal gedanken­los, weil sie nicht wissen, wie es bei armen, kinder­reichen Familien aussieht. Umgekehrt kann man be­obachten, daß Familien mit Kindern häufiger mehr geben als kinderlose Leute.

; Es ist notwendig, daß noch mancher Volksgenosse, der aus Gedankenlosigkeit hartherzig geworden war, zum deutschen Sozialismus erzogen wird. Es ist moralische Pflicht, in Notzeiten derer zu ge­denken, die ohne ihr Verschulden in Not geraten smd. Wenn am 11. März wiederum eine Strahen- sammlung stattfindet, dann muffen wir daran denken, daß Kälte und Mangel am 31. März nicht mit einem Schlage aufhören. Doppelte Opfer s i n d n o t w e n d i g , um den Kampf gegen hunger und Kälte zu gewinnen!

Die Not im Volke ist groß. Auch das Opfer muh groh sein. Denkt am 11. März

Blick in den Vorhof der Friedhofskapelle; der letzte Gruß an den Heimgegangenen. (Aufnahme: Photo-Pfaff, Gießen.)

Die Frage der Berufswahl war schon immer die schwerste Entscheidung, die man in seinem Leben zu treffen hatte. Vor allem, weil der Entschluß zu einer Zeit abverlangt wurde, in der die wenigsten schon über sich selbst im klaren sein konnten. Von den Fähigkeiten, die in jedem einzelnen ftglum* ; mern, war ja erst eine theoretische Probe aus das , Exempel gemacht worden. Sie waren zu wecken ver- , sucht worden, um sie in Erscheinung treten zu lassen und sie so erst einmal zu erkennen. Welche von die­sen Erbanlagen die stärkste Auswirkung versprach, und die somit die Berufung oder dieSendung des Betreffenden sein mußte, war mehr Gefühls­sache, als der Ruf jener inneren Stimme die zum Glaubensbekenntnis an das Ich .Ed. Denn nur der Glaube an das Ich ist unerschütterlich und wird seinen Weg nehmen, der um das Ausmaß, also auch! um die Grenzen, der eigenen geistigen wie körper­lichen Kraft weiß. Wer immer die Möglichst des Umsattelns" im Hintergrund hielt, hatte sich von vorhinein nicht fest in den Sattel gesetzt, und sein Ritt war meist dementsprechend. ,

DasErkenne dich selbst!", bevor du dem Schick­sal in die Hand nimmst, ist heute nicht mehr der Betrachtungsweise des einzelnen anheimgestellt. Der höhere Gesichtspunkt der Eignung für das Staats- qanze steht im Vordergrund. Berufe, die man nur erwählt, um ein Auskommen zu haben, oder um nicht vor der Welt als Drohne durch das Leben zu fchmarotzern, gibt es nicht mehr Denn in Zukunft wird jeder Beruf ein Brotberuf sein. Ein Beruf nämlich der nur dem Arbeit und Brot sichert, der ganze Arbeit zu leisten vermag. Die Pfründe und das Schielen auf die nächste Gehaltsklasse waren der Nährboden eines Proletariats, das durch einen verflachten Bildungsbegriff überhand nahm, weil er sich mit der mittelmäßigen Leistung zufrieden gab. Bildung aber will Bildner wachsen lassen, Bildner der Stirn und der Faust.

Deshalb ist heute die Berufswahl auch eine Schicksalsfrage der Nation. Deshalb trifft der Staat schon die Vorsorge einer Auswahl und verlängert die Zeit der Entscheidung. Deshalb beraten die Arbeitsämter vor dem Antritt der Fahrt in den Ozean des Lebens. Das will auch der Sinn des Arbeitsdienstes sein: Wind um die Nase wehen zu lassen, die die Spreu von dem Weizen siebt Weil nur ein ganzer Kerl sich selbst meistert und so auch Wegbereiter zu neuem Anstieg der Nation werden kann. Auch in diesem Betracht geht Gemeinnutz vor Eigennutz. Denn nichts ist schwerer von dem Gegen­teil zu überzeugen als das eigene Ich. Deshalb ist auch kein Sieg vollkommener als der, den man gegen sich für das Gemeinwohl errungen hat. Wer einen Berus ergreift, muß die Weihe der Kraft empfangen haben, die ihn befähigt, den Platz aus­zufüllen, auf dem er für fein Volk um den Platz ah der Sonne kämpfen soll. K. I. G.

und Tod vorgemerkt, sondern auch sonstige wichtige Familienereignisse auf Urenkel und weiter überlie­fert. So war diese Bibel im doppeltem Sinne das wertvollste Buch der Familie.

Der neu erwachte Sinn für Familienkunde sollte den alten schönen Brauch der F a m i.11 e n b i b e I wieder zu Ehren bringen. Auch die modernen Stammbücher" sind nur ein sehr schwacher Ersatz hierfür. Denn die Familienbibel vereinigt die Ehr­furcht vor dem heiligen Geschehen der geistlichen Geschichte mit der im eignen Erleben. Jede neu ge­gründete Familie sollte darum Wert darauf legen, sich eine solide Familienbibel anzuschaffen.

Oie Sparkaffen

bei der Arbeitsbeschaffung.

Die deutschen Sparkassen haben im Jahre 1933 einen überraschend starken Einlagenzuwachs gehabt, dessen Höhe einschließlich der Zinsgutschriften nicht weit hinter einer Milliarde Reichsmark blieben ist. Sie haben die ihnen neu zugeflossenen Gelder soweit irgend möglich dazu benutzt, neue Kredite herauszugeben. Freilich sind noch nicht über­all die Spuren der Krise des Jahres 1931 verwischt, so daß noch nicht überall zu Neuausleichungen ge­schritten werden konnte, aber es ist doch recht be­achtlich, wie stark von den Sparkassen die Belebung der Wirtschaft und damit die Verminderung der Arbeitslosigkeit schon unterstützt worden ist. Allein für die Instandsetzung und den Umbau von Woh­nungen sind nach den bis letzt vorliegenden statisti­schen Ermittlungen mindestens 75 bis 80 Mil­lionen Mark bewilligt worden. .

Es ist hierbei zu beachten, daß dieser Betrag ; durchaus nicht die Gesamtsumme der von den deut-

Keine Mitgliedschaft in gesellschaftlichen Vereinigungen.

Der Hessische Staatsminister hat an alle Staats­und Kommunalbehörden in Hessen folgenden Er­laß gerichtet: _ f.

Das Leben des deutschen Menschen upb ebenso fein gesellschaftliches Leben wird heute, nachdem Staat und Partei zu einem Begriff geworden sind, allein noch von der NSDAP, umfaßt. Dem Rech­nung tragend, muß empfohlen werden, daß staat­liche und kommunale Beamte und Angestellte des Landes Hessen nicht Mitglieder eines Zwilkastnos, Bürgervereins, Klubs, Gesellschaftsvereins, einer Bürgergesellschaft ober ähnlicher Bereinigungen finb, bie nur rein gesellschaftlichen Zwecken bienen. Ausgenommen finb selbstverftänblich Turn-, Sport-, Gesang-, Kriegervereine, kurzum alle Bereinigun­gen, bereu Hauptzweck ein anberer ist, als nur soge­nannte Geselligkeit zu pflegen. Jung.

KOAL. Bezirksleitung Gießen.

Nach ber Feier in ber Halle nahm bie SA. einer schlichten solbatischen Feier im Vorhof ber h Kapelle Abschieb von ihrem Kameraben. Der Re- , erve-Sturmbann unb ber aktive Sturm waren an I ben beiben Längsseiten bes Vorhofes in mehr- acher Tiefenglieberung aufmarschiert. Von bem engsten Kamerabenkreise bes Entschlafenen ((Sturm 1 R 3) würbe ber Sarg feierlich in bie Mitte bes Vorhofes gebracht, zu beiben Seiten nahmen bie Fahnen ber PO. unb ber SA. Aufstellung. Nach- bem bie Kapelle der SA.-Reserve ben ChoralWie ie so sanft ruhen" gespielt hatte, feuerte eine Ge­wehrsektion bes Sturmes R 3 unter bem Kom-1 manbo bes Sturmführers Heß bem Heimgegange­nen Kameraben als letzte folbatische Ehrung brei Salven über ben Sarg. Hierauf nahm Sturmführer H e ß im Namen bes Sturmes R 3, in besten Rei­hen Otto Kempfs als Gefolgsmann bes obersten SA.-Führers marschiert war, mit herzlichen Wor­ten Abschieb von bem guten Kameraben. Er wies babei auf bie enge Verbunbenheit Otto Kempffs mit feinem Sturm unb ber ganzen SA. hin, erwähnte mit herzlichen Dankesworten bie unerschöpfliche Nächstenliebe unb stete große Hilfsbereitschaft des Heimgegangenen für alle Notleidenden, feine glü­hende Vaterlandsliebe und feine vorbildliche Pflicht­erfüllung. Er erinnerte weiter daran, daß die Fahne des Sturms R 3 einer Stiftung des Heimgegange- § nen zu verdanken fei, dessen Andenken im Sturm allezeit in Treue und Dankbarkeit fortleben werde. Der Führer des Sturmbanns R 1/116, Sturmbann­führer Sold an, widmete sodann im Namen des Sturmbanns dem Kämpfer der alteji Garde im Kriege und im Freiheitskampfe der nationalsozia­listischen Bewegung tiefempfundene Worte des Dankes und des Abschieds. Er rühmte dabei die Einfachheit und Bescheidenheit des Heimgegangenen, der frei von jedem Standesdünkel, aber vorbildlich in seiner Gesinnung der Volksgemeinschaft, feiner Vaterlandsliebe unb in feiner unerschütterlichen Treue zum Führer Aböls Hitler gewesen sei. Alle­zeit habe er für bie große Jbee bes Führers ge­kämpft unb freubig geopfert, auch in ber schwie­rigsten Zeit. Der Rebner wies ferner barauf hin, baß Otto Kempff im Jahre 1929 bie heutiye Tra- bitionsfahne ber SA. stiftete unb baburch bie Mit­führung einer Fahne zum Reichsparteitag 1929 erst ermöglichte. Die Gießener SA. werbe niemals ver­gessen, was Otto Kempsf für sie getan unb geopfert unb was er im Dienste bes Führers allezeit geleistet habe. In ber Geschichte ber Gießener SA. werbe sein Name für immer unvergessen bleiben. Als äußere Zeichen ber Dankbarkeit würben vom Sturm R 3 unb vom Reserve-Sturmbann Kränze cm ber Bahre bes Entschlafenen niebergelegt. Wäh- renb sich bann bie Fahnen über ben Sarg senkten, spielte bie Kapelle ber SA.-Reserve als Abschluß ber einbrudsDollen Feier bas Lieb vom guten

scheu Sparkassen neu gewährten Kredite darstellt, da sie ja auch noch anderweitige Darlehen an ben Mittelstand und an die schwächeren Bevölkerungs- kreise geben. In der Zeit bis zum 31. 3. 34, dem Ablauf der Jnstandsetzungshilse der Re^chsregierung, werden voraussichtlich mindestens weitere 20 Mil­lionen dazukommen, so daß man mit rund 100 Millionen Mark Jnstandsetzungskrediten für die beutsche Bauwirtschast unb bie bamit zusammen­hängenden Gewerbe rechnen kann. Da durch die an manchen Stellen lang anhaltende Frostperiode auch eine Anzahl von Ausnahmen (Gewährung von Jn­standsetzungskrediten nach dem 31. 3.) gemacht wer­den dürfen, so wird vielleicht der genannte Betrag auch noch in entsprechendem Rahmen überschritten werden.

Soweit bisher eine Errechnung möglich ist, ergibt sich eine durchschnittliche Höhe für die Instand­setzungen von 1300 Mark, eine Ziffer, die den Mit- telstandscharakter der Ausleihungen erkennen läßt, trotzdem aber nicht darüber hinwegtäufchen darf, baß bie Sparkassen kleine unb kleinste Krebite herab bis zu 25 unb 20 Mark gewährt haben, unb zwar nicht als Seltenheit, sonbern relativ häufig.

Die Sparkassen haben also roeber Mühe noch Arbeit gescheut, auch gerade den kleinsten Hausbe­sitzern bei der Instandsetzung zu helfen, um somit auch wieder dem Kleingewerbe der verschiedensten Art Arbeit zu geben.

Daten für Freitag, 9. März.

1850: ber Generaloberst Josias von Heeringen in Kassel geboren; 1879: Mutschmann, Reichsstatt­halter in Sachsen geboren; 1888: Kaiser Wilhelm I in Berlin gestorben; 1918: ber Dichter Frank Webekind in München gestorben.

Betr.: Arbeitsgemeinschaft Eugenik.

Die Tagung ber Arbeitsgemeinschaft Eugenik mirb auf ©amstag, 17. März, 15.30 Uhr, verschoben.

finf fmann, Nebeling,

. Mrbeitsleiter. Kreisobmann.

Hitler-Lugend, Bann 116 Gießen. Infolge technischer schwierigkeilen ist es am Sonntag unmöglich, die Rede des Reichs- > u g e n d f Ä h r e r s aus Esten durch den Rundfunk 3u übertragen. Sämtliche für den nächsten Sonntag geplanten Kundgebungen von der Hitlerjugend falten b a h e r aus.

Der Führer des Bannes 116. Alfred häufer.

Stammbaum und Familienbibel.

EPH. In besonders mühseliger Arbeit werden gegenwärtig zum Nachweis arischer Abstammung in den Kirchenbüchern Nachforschungen gehalten. In früheren Zeiten wäre das vermutlich leichter ge­wesen, da jede Familie ihr Familienbuch mit allen nötigen Eintragungen in der Familienb i b e l besaß. Hier wurden nicht nur Geburten, Hochzeit

Urkundenfälschung in Tateinheit mit Unterschlagung zu verantworten. Der Angeklagte hatte seit 1927 ins­gesamt 15 000 Mark an sich gebracht, was er durch Anfertigung falscher Wertpapiere, die dann bei der Bank eingelöst wurden, bewerkstelligte. Den größten Teil des Geldes verspielte er im Ausland. Er dachte auf diese Weise seine Schulden, die hauptsächlich in Bürgschaftsverpflichtungen für einen baltischen Ba­ron bestanden, abzudecken. Das Gegenteil war je­doch der Fall. Das Schöffengericht verurteilte ihn zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis. Auf die Beru­fung des Angeklagten wurde das Urteil der Vvr- inftanz abgeändert und eine Gefängnis ft rafe von 1 Jahr zwei Monaten ausgesprochen. | Wegen Betruges wurde ein Mann aus Frank­furt a. M. vorgeführt, da er zu der vorigen Ver­handlung ohne Grund ausblieb. Der Angeklagte, der für eine Versicherung tätig war, erklärte Alt- verficherten auf dem Lande, sie bekämen eine Auf­wertung nur bann, wenn sie eine neue Versicherung eingingen. Er vereinbarte mit ben Versicherungs­nehmern eine Dauer von einem Jahr. Als ber Ver­trag geschloffen war, stellten bie Geschädigten fest, daß sie auf 15 Jahre verpflichtet waren. Unter An­nahme mildernder Umstände der Angeklagte ist noch nicht vorbestraft erkannte das Gericht auf 50 Mark (Selb ft rafe. Der Vertreter der An­klage hatte zwei Wochen Gefängnis beantragt.

Gegen den zur Zeit in Strafhaft sitzenden August Harz aus Löhnberg, ber schon 3 7 mal, meist wegen Diebstahls unb Betrugs, vorbestraft ist, würbe bie Sicherungsverwahrung ausge­sprochen.

Gegen einen Mann aus Bad-Nauheim lag ein Antrag auf Entmannung vor. Die Verhandlung wurde bis zur Erklärung eines Sachverständigen ausgesetzt.

Bei der kirchlichen Feier in ber vollbesetzten Ka­pelle hielt Pfarrer Lenz, ein Schulkamerad und Jugendgefährte des Heimgegangenen, die Gedenk­rede, in der er die Persönlichkeit des Entschlafenen auf ' Grund enger kameradschaftlicher Verbunden­heit eindrucksvoll kennzeichnete. Eine Menge Kranze am Sarge legte Zeugnis ab für die hohe Wert- chätzung, die dem alten Soldaten und Gefolgsmann des Führers entgegengebracht wurde.

daran!

Die Gauführung des Winlerhilfswerks.

Hitler-Lugend

und Evangelische Lugend.

EPH. Der Jugendpfarrer der Deutschen Evan­gelischen Kirche gibt folgendes bekannt:

In Ausführung des zwischen dem Reichsbischof und dem Reichsjugendführer geschlossenen Abkom­mens wurde, entsprechend Ziffer 4 des Abkommens, der M o n t a g n a ch m i 11 a g und der Frei tag - nachmittag einer jeden Woche dem evangelischen Jugendwerk zur Betätigung in erzieherischer und kirchlicher Hinsicht zur Verfügung gestellt. An diesen Tagen ist für die Betätigung des Evangelischen Jugendwerkes also notwendigenfalls vom Dienst Iber Hitlerjugenb bzw. bes Bunbes beutscher Mabel Urlaub zu gewähren. Für bas Jungvolk unb bie Jungmäbchengruppen gilt bas gleiche entsprechend für den Montagnachmittag.

Frauenschule in Gießen.

Mit bem Abbau ber Oberfetunba ber Stubien- anftalt erfolgt gleichzeitig ab Ostern 1934 ber Auf­bau ber ersten Klasse einer Frauenschule, bie vorläufig im Rahmen ber Aliceschule Gießen er­richtet wirb. Die Lehrpläne, bie ben Schwerpunkt auf bie Ausbilbung ber Mäbchen zur zukünftigen Hausfrau unb Mutter legen, finb in ber Stubien- I anftalt Gießen ober in ber Aliceschule, Steinstr. 10, einzusehen.

Bornotizen.

Tageskalenber für Freitag: Stabt- theater, 20 bis 23 Uhr:Die goldene Meisterin". «Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Das verliebte Hotel". I Astoria-Lichtfpiele, Seltersweg:Die Welt ohne Maske". Verkehrsverein/Hausbefitzerverein, 20 Uhr, Cafe Leib: Vortrag überDie negativen elektrischen Erdstrahlen und ihre Einwirkung auf den menschlichen, tierischen und pflanzlichen Orga- I nismus".

(nördliches Oberhessen).

1. Die fälligen Monatsbeitr ä g e und Rückstände sind sofort auf das n e u e Postscheck­konto des KDAJ., Bezirksleitung Gießen Nr. 6469 Postscheckamt Frankfurt a. M., zu überweisen.

2. Der Verkehrsverein Gießen e. 23. ladt zu einem Vortrage von Herrn Major a. D. S ö b i n g über Die neg. eleftr. Erbstrahlen, ihre Einwirkung auf ben menschlichen, tierischen unb pflanzlichen Drga= nismus", ein. Ort: Cafe Leib, 3 e 11: greitag, 9. d. M. 20 Uhr. Den Mitgliebern des KDAJ. wirb der Besuch bieses Vortrages über eine stark um­strittene Frage empfohlen. ,

3. Der nächste Schulungs- unb Sprech - öbenb bes KDAJ. findet am Mittwoch 21. Marz, 20 30 Uhr im Cafe Ebel statt. Es spricht SA.-Kame­rad Universitäts-Professor Dr. Bötticher über Die Ordnung der nationalen Arbeit (neues Arbeitsrecht, Arbeitsfront, Gesetz zum Schutz ber nationalen Arbeit usw) Ferner wird der Be- xirfsleiter überben Tag ber beutschen Technik in Leipzig berichten. Gäste finb willkommen.

KDAJ. I Bezirksleitung Gießen, ged-: Kurz.

ASLB., Kreis Gießen.

Samstag, 10. März, 15-M Uhr Kreisner- fantmlung der S a d) | ä)a f t S) olje re <5 d, u 1 e " in der Turnhalle der Oberrealschule

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