Einzelbild herunterladen

des Kranes in dem dort sehr tiefen Wasser v e r - sank. Der Kranwärter, der noch rechtzeitig vor dem Sturz des Kranes auf das Schiff gesprungen war, wurde glücklicherweise von dem stürzenden Kran nicht getroffen und konnte sich von dem unter- geyenden Schiff noch zur rechten Zeit auf den Teil des Kranes retten, der über dem Wasser heraus­ragte. Mit einigen Quetschungen wurde er ins Krankenhaus transportiert.

Schlechtes Wetter erschwert die Bergung der Tschetjuskin^'Besahung.

Infolge äußerst ungünstiger Wetterver­hältnisse konnten bisher noch keine weiteren Flüge von Kap Wellen zum Schmidt-Lager auf dem Eise unternommen werden. Der Dampfer Stalingrad", der aus Petropawlowsk mit Flugzeu­gen und Brennstoffen unterwegs ist, geriet in schwe­ren Sturm, so daß er die Fahrtrichtung ändern mußte. Der DampferSmolensk", der gleichfalls Material zur Hilfeleistung für dieTscheljuikin"- Leute geladen hat, ist in Petropawlowsk eingetrof-

sen und wird bereits Freitag wieder nach Norden in See gehen. Ein dritter Dampfer ist nach Wladi­wostok beordert worden, um von dort vier Propel­lerschlitten zu holen. Wie aus Kap Wellen gemeldet wird, sind die aus dem Schmidt-Lager geborgenen Frauen und Kinder in befriedigenden Räumen gut untergebracht worden. Sie sollen gesund und guten Mutes sein. Auch im Schmidt-Lager ist nach den letzten Meldungen alles wohlauf.

Zwei Bergleute durch niedergehendes Gestein getötet.

Auf dem Ditzthumschacht ter Mansfeld-AlZ. in Eis­leben (Provinz Sacyfen) wurden die Bergleute Jo- hann Keiner aus Leimbach und Franz Schrö­der aus Groß-Orner durch unvermutet nieder­gehendes Gestein verschüttet. Obwohl die Ret­tungsarbeiten sofort ausgenommen wurden, konnten die Verunglückten nur als Leichen geborgen werden. Beide waren verheiratet. Schröder hatte keine Kinder, während Keiner außer ter Witwe drei unmündige Kinder hinterläßt.

Wirtschaft.

* Beschränkung in der Herstellung von Uhren und deren Bestandteilen. Der Reichswirtschaftsminister hat eine Anordnung erlassen, die die Herstellung von Uhren und deren Bestandteilen beschrankt. Anlaß zu dieser Anord­nung bot die Gefahr, daß in der Uhrenindustrie trotz der 'hier bereits bestehenden starken Uebersetzung neue Kapitalien investiert würden. Der Gefahr wei­terer Kapitalfehlleitung soll also entgegengetreten werden. Die Armbanduhren-Jndustrie wurde mit Rücksicht auf den weitgehenden Schutz, der ihr durch wirtschaftspolitische Maßnahmen anderer Art erst kürzlich gewährt worden ist, von der Anordnung ausgenommen.

* Fortgesetztes Steigen der Beleg­schaftsziffer des Ruhrbergbaues. Die Belegschaft des Ruhrbergbaues weist seit dem Tief­stand im Mai 1933 mit 206 057 Mann eine fort­gesetzte Steigerung auf. So liegt die Belegschaftszif­fer von Ende Februar um mehr als 1100 Mann höher als Ende Januar, während bedingt durch schlechtere Abrufe von Hausbrandsorten der mil­den Witterung wegen der arbeitstägliche Absatz un­ter dem Vormonat gelegen hat. Bei einer für Ende Februar ermittelten Zahl von 219 370 Arbeitern er­gibt sich seit Mai vorigen Jahres eine Belegschafts- zunayme von 13 bis 14 000 und seit dem Tiefstand im September 1932 eine solche von 23 bis 24 000 Mann. Man kann damit rechnen, daß z. Zt. durch Einlegen von Feierschichten mehr als 20 000 Mann über die augenblickliche Beschäftiaungsmöglichkeit hinaus von den Ruhrzechen in Arbeit gehalten werden.

Frankfurter Börse.

Mitlagsbörse: im Verlause wieder fest. ,

Frankfurt a. M., 8. März. Zu Beginn der heutigen Börse war die Tendenz am Rentenmarkt weiter fest, während Aktien überwiegend etwas schwächer einsetzten. Der Ordereingang seitens der Kundschaft war sehr gering, so daß die Kulisse in Anbetracht dieser Tatsache eher zu Glattstellungen neigte. Aus der Wirtschaft lagen wieder eine Reihe günstiger Nachrichten vor, besondere Beachtung aber wurde der Unterzeichnung des deutsch-polni­schen Zollfriedens zugewendet.

Am R e n t e n m a r k t war zunächst wieder recht lebhaftes Geschäft in Neubesitzanleihe, so daß iich die Notiz auf 21 nach gestern Abend 20,45 d. S). teilte. Auf Grund einiger Gewinnabgaben bröckelte icr Kurs im Verlaufe allerdings auf 20,75 v. H. ab. Altbesitzanleihe, sowie auch späte Reichsschuld­buchforderungen lagen mit je plus 0,13 v. H. eben­falls freundlich. Reichsmark-Obligationen hatten fast wieder kein Geschäft zu verzeichnen, dagegen konnten sich von Industrie-Obligationen 6prpz. Stahlverein-Bonds um 1,40 v. H. befestigen.

Das mangelnde Interesse am Aktienmarkt und das geringe Geschäft ließen die Kurse meist abbröckeln. Besonders Montanwerte litten unter Kursdruck, so verloren Buderus ca. 2 v. H., Rhein­stahl 1,50 v. H., Klöckner 1 v. H. und die übrigen Werte dieses Marktes lagen bis 0,75 v. H. nied­riger, lediglich Phönix waren mit plus 0,25 v. H. gut gehalten. Am Chemiemarkt gaben IG. Farben bei kleinstem Umsatz 0,75 v. H., Metallgesellschaft 1 v. H. und Scheideanstalt 0,50 v. H. sowie Rüt- aerswerke 0,75 v. H. nach. Von Elektropapieren lagen Bekula 1,50 v. H., Schuckert 1,75 v. H., Ges- fürel 1,25 v. H. schwächer, Siemens und Felten bröckelten je 0,50 v. H. ab. Im einzelnen waren Verkehrs- und Zellstoffwerte gehalten, von Kunst­seideaktien gewannen Aku 1 n. H. und Autowerte waren zunächst noch unverändert.

Auf die Ausführungen des Führers zur Er­öffnung der Automobilausstellung folgte im Ver­laufe eine stärkere Nachfrage nach Autowerten. So konnten Daimler sich um 1,25 v. H. auf 56 v. H.

und Adlerwerke Kleyer im Freiverkehr um 3 v. H. auf 51 v. H. befestigen. Durch diese Bewegung wurden auch die übrigen Aktienmärkte mit­gezogen, und es gewannen Farbenindustrie 2 v. H., AEG. bei lebhafter Nachfrage 0,90 v. H., Schuckert 1,25 v. H., Gesfurel 0,90 v. H., Rheinftahl 1 o.H., Neichsbank 1,50 v. H. und Bemberg, die zu Be­ginn 1 v. H. verloren hatten, befestigten sich um 1,25 v. H. auf 58,25 v. H. Später wurden noch Deutsche Erdöl mit 1,50 o.H. Kursverlust notiert.

Am Renten markt konnte Neubesitz den Ver­lust von 0,25 o. H. wieder ausgleichen und die No­tiz auf wieder 21 v. H. stellen. Daneben gewan­nen Altbesitzanleihe noch 0,25 v. H., während späte Reichsschuldbuchforderungen (94,25 v. H.) keine Veränderung aufwiesen. Stahlverein-Bonds lagen etwas ruhiger und 0,13 v. H. leichter. Für Stadt­anleihen war Interesse vorhanden, und die Kurse zogen bis 0,40 v. H. an. Staats- und Länderan­leihen wiesen keine besonderen Veränderungen auf. Am Pfandbriefmarkt war die Lage allgemein freundlicher, Goldpfandbriefe zogen bis 0,40 v. H., Liquidationspfandbriefe bis 0,50 v. H. und Kom- munal-Obligationen bis 0,25 v. H. an. Fremde Werte lagen weiter still.

Tagesgeld war wieder etwas gesucht und stellte sich auf 4 v. H. nach gestern 3,75 o. H.

Abendbörse: fest.

In Weiterwirkung der Rede des Reichskanzlers anläßlich der Eröffnung der Automobil-Ausstellung eröffnete die Abendbörse auf fast allen Marktgebie­ten mit einer festen Tendenz. Das Geschäft war in Spezialwerten ziemlich lebhaft, und die Kurse zeigten im Vergleich zum Berliner Schluß überwie­gend Steigerungen um 0,50 bis 1 v. H. Bevorzugt waren neben Autowerten, wie Daimler und Adler- Kleyer, Farbenindustrie, Kunstseideaktien und die meisten Elektropapiere. Dagegen lagen Montan­aktien sehr ruhig und nur behauptet, Phönix etwas fester. Im Verlaufe blieb die Haltung fest, bas Ge­schäft wurde allerdings ruhiger, Daimler und Far- beninbuftrie waren weiter etwas erhöht.

Am Rentenmarkt erhielt sich lebhafte Nachfrage nach Neubesitzanleihe, die 15 Pf. anzog, auch Alt­besitzanleihe, späte Reichsschuldbuchforderungen und Stahlvereinbonds waren um 0,13 bis 0,25 v. H. er­höht. Am Markte der festverzinslichen Werten blie­ben einige Stadtanleihen beachtet und meist ergaben sich Besserungen bis 0,50 v. H. Pfandbriefe lagen ruhig. Von fremden Werten lagen Rumänen etwas fester. U. a. notierten: Neubefitzanleihe 21,10 bis 21,00 bis 21,05, Altbefitzcmleihe 96,90 bis 97, 6 v. H. Stahlverein-Bonds 77, Schutzgebietsanleihe von 1914 9,50, 6 o. H. Stadt Mainz v. 28 84,50, 6 v. H. Baden-Baden v. 26 84, 6 v. H. Hanau Stadt v. 26 82,50, 5 v. H. vereinheitlichte Rumänen v. 1903 5,40, 4 v. H. Einheitsrumänen 4,50, VO-Bcmk 65,25, Reichsbank 168, Gelsenkirchen 65,50, Harpener 97, Mansfeld Bergbau 40, Phönix 52,75 bis 52,90, Rheinstahl 91,75,- Laurahütte 33, Stahlverein 44,50, Aku 61, Bemberg 59, AEG. 3333,25, Bekula 132, Daimler 56,75 bis 57, Licht & Kraft 108, IG. Far­ben 136,75 bis 137, Schuckert 106, Siemens 153, L. Tietz 24,75 bis 25,13, Reichsbahn-Vorzugsaktien 113, Nordd. Lloyd 34,50 bis 34,65, Zellstoff Wald­hof 54,50.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 8. März. Auftrieb: Rin­der 84 (gegen 74 am letzten Donnerstagsmarkt), Kälber 1177 (1084), Schafe 120 (288), darunter 95 (194) Hämmel, Schweine 774 (790). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber Sonderklasse, andere a) 44 bis 45, b) 38 bis 43, c) 33 bis 37, d) 25 bis 32. Lämmer und Hämmel b) Stallmasthämmel 35 bis 36, c) mitt­lere Mastlämmer und ältere Masthämmel 31 bis 34. Schafe e) beste 30 bis 31, f) mittlere 25 bis 29.

Schweine a) -, b) 42 bis 46, c) 41 bis 46, d) 40 bis 44, e) 36 bis 41, f), Sauen 38 bis 43. Im Preisoergleich zum letzten Donnerstagsmarkt zogen gute Kälber und Hämmel je 1 Mark an, Schafe blieben unverändert, während Schweine und ge­ringe Kälber je 1 Mark nachgaben. Marktverlauf: Kälber und Schweine ruhig, ausverkauft. Hämmel und Schafe rege, geräumt.

Fleischgroßmarkt. Beschickung: 1012 Vier­tel Rindfleisch, 213V2 ganze Kälber, 2 ganze Häm­mel hzw. Schafe, 642 Schweinehälften. Preis für 1 Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 48 bis 54, II 44 bis 50. Bullenfleisch 46 bis 52. Kuhfleisch II 36 bis 44, III 24 bis 32. Kalbfleisch II 60 bis 70, III 50 bis 60. Hammel­fleisch 65 bis 75, Schaffleisch nicht notiert. Schweine­fleisch I 60 bis 68. Geschäftsgang des Fleischgroß­marktes: ruhig.

SÄweinemarkt in Friedberg.

LPD. Friedberg, 8. März. Auf dem gestrigen Schweinemarkt waren 604 Ferkel aufgetrieben. Bei lebhaftem Handel wurden bezahlt für 6 Wochen alte Tiere 12 bis 14 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 14 bis 18 Mark, 8 bis 12 Wochen alte 18 bis 26 Mark.

Friedberger Pferdemarkt.

LPD. Friedberg, 8. März. Der Auftrieb zum Friedberger Pferdemarkt betrug 77 Pferde und 57 Fohlen. Bei gutem Geschäftsverlauf wurden bezahlt: Kaltblut 1. Klaffe 900 bis 1200 Mark, 2. Klaffe 700 bis 900 Mark, 3. Klaffe 250 bis 700 Mark, Warm­blut 1. Klaffe 850 bis 1050 Mark, 2. Klaffe 600 bis 850 Mark, 3. Klaffe 200 bis 600 Mark, Schlacht- pferde 1. Qualität je Zentner 20 Mark, 2. Qualität 15 bis 18 Mark, 2^jähriae Fohlen 850 bis 1000 Mark, 1^jährige Fohlen 600 bis 800 Mark, Absatz- Fohlen 300 bis 450 Mark, einzelne auch 500 Mark.

Mannheimer Getreidebörse

Mannheim, 8. März. Weizen (inländischer, 76/77 kg frei Mannheim) 19,85 bis 20 Mark, per März Bezirk 9 19,50, per April Bezirk 10 19,70,

per Mal Bezirk 11 20 (ruhig); Roggen (süddeutscher, 71/72 kg, frei Mannheim) 16,90 Bis 17, per März Bezirk 8 16,50, per April Bezirk 9 16,80 (ruhig); Hafer (inländischer) 15,75 bis 16 (stetig); Sommer- oerfte (inländische, Ausstichware über Notiz) 18 bis 18,50 (ruhig)-; Gerste (Pfälzer, Ausstichware über Notiz) 18 bis 18,50; Futtergerste 16,50 bis 17; Mais (im Sack) 19,25 bis 19,50; Erdnußkuchen (prompt) 16 75 bis 17; Sojaschrot (prompt) 15 bis 15,25; Rapskuchen 14,50; Palmkuchen 15,25, Kokoskuchen 17 25; Sesamkuchen 17; Leinkuchen 17,25 bis 17,50; Biertreber (mit Sack) 16; Malzkeime 14 bis 14,50; Trockenschnitzel (ab Fabrik) 10; Rohmelasfe 8,50; Steffenschnitzel 11; Wiesenheu (loses) 6 bis 6,40; Rotkleeheu 6,40 bis 6,60 (ruhig); Lu^ernekleeheu 7 60 bis 7,80; Stroh, Preßstroh, Roggen-Weizen 2,20 bis 2 40, Hafer-Gerste 1,80 bis 2; geb. Stroh, Rog­gen-Weizen 1,40 bis 1,60, Hafer-Gerste 1,20 bis 1,40 (ruhig)- Weizenmehl (Spezial 0, mit Austausch- weizen)' per März 29,70, per April 30; Weizenmehl (Spezial 0, aus Jnlandweizen) per März 28,20, per April 28,50 (ruhig); Rvggenmehl (70/60 v. H., nord­deutsches, prompt) 22,25 bis 23,50; Roggenmehl (Pfälzer und süddeutsches, prompt) 23,25 bis 24,25; Weizenkleie (feine, mit Sack) 10 bis 10,25, (grobe, mit Sack) 10,75; Roggenkleie 10,25 bis 11; Weizenfutter­mehl 11,25 bis 11,50; Roggenfuttermehl 11,50 bis 12; Weizennachmehl 15 bis 15,25 Mark. Tendenz: ruhig.

Allgäuer Butter- und Käfebörse.

Kempten, 7. März. Allgäuer Molkereibutter, 1. Qualität, 125 (letzte Notiz 125), Allgäuer Molke­reibutter 123 (123), Sennbutter 116 (116), Bauern­butter 86 (86), Rahmeinkauf bis 43 Fetteinheiten ohne Duttermilchrückgabe 123 (123). Allgäuer Weich­käse mit 20 v. H. Fettgehalt, arüne Ware unnotiert, (23 bis 26), Tendenz ruhig. Allgäuer Emmenthaler mit 45 v. H. Fetteinheiten, 1. Sorte 70 bis 72 (70 bis 72), 2. Sorte 65 dis 67 (65 bis 67), Marktlage sehr ruhig. Die Preise find Erzeugerpreise ab Lokal ober ab Station des Erzeugers ohne Verpackung für ein Pfund.

Die rhein-maimsche Mischast im Februar

Der Rhein - Mainische Industrie - und Haydelstag charakterisiert die Wirtschaftslage seines Gebietes im Februar durch Wiedergabe eines Firmenberichts folgendermaßen:

Es zeigen sich Auswirkungen einer allent­halben einsetzenden W i r t s cha f t s be­te b u n g und des Vertrauens in die Sicherheit un­serer politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse.

Die Zurückhaltung, die nur zu lange von weiten Kreisen der Wirtschaft und vor allen Dingen auch seitens der kommunalen und staatlichen Betriebe gezeigt worden war, ist einer zuver­sichtlicheren Haltung gewichen, so daß die Ge­schäftslage vertrauensvoll beurteilt werden kann.

Im einzelnen wird ausgeführt, daß der Erz­bergbau im Lahn-Dillgebiet feine Lage durch die Frachtermäßigung für Brennstoff weiter gebessert habe. Der Beschäftigungsgrad der Ba­sa ltind ft rie war im Westerwald etwas gerin­ger, als in den Vormonaten, im Fuldaer Bezirk ruhte das Geschäft, saisonmäßig bedingt, fast ganz. Dagegen berichtet die Steinindustrie des Darmstädter Bezirks von einer außerordentlich günstigen Ge­schäftslage. Auch in der K a l k i n d u st r i e ist eine weitere Geschäftsbelebung eingetreten. Die Hart- fteininöuftrie konnte durch Entgegenkommen der Reichsbahn im Feberuar die volle Belegschaft durchhalten. Die Terrakotta-In du st rie ver­zeichnet gegenüber Januar eine leichte Belebung und erwartet weitere Besserung durch die Leipziger Messe.

3m Ittefaügeroerbe hak der Auftragseingang der Llsenhütteninduslrie unvermindert ange­halten.

Der Bedarf an gußeisernen Erzeugnissen für Woh­nungsbau war infolge der befristeten Jnstanb- setzungszuschüsse außergewöhnlich lebhabt. Die Be­legschaft nahm gegenüber dem Jahresende 1932 um rund 57 Prozent zu. In der Maschinenindu- st r i e zeigte sich lebhafte Anfragetätigkeit, die Auf­tragserteilung war allerdings sehr unterschiedlich. Das A u t o m o b i l g e s ch ä f t hat sich gegenüber Januar gehoben, wurde aber durch die bevor­stehende Automobilausstellung beeinträchtigt. Der Fahrradverkauf belebt sich. Auftragseingang und Beschäftigung in der elektrotechnischen I n - d u ft r i e haben sich erfreulich gebessert, man rech­net mit weiterer Steigerung des Bedarfs. In der Edelmetall- und Schmuckwarenindu- ft r i e machte sich gegenüber dem Januar eine neue Belebung bemerkbar. Die ch e m i s ch e I n d u st r i e berichtet von einer gehaltenen bzw. gestiegenen Be­schäftigung. Exportausfälle konnten größtenteils durch vermehrten Jnlandabfatz ausgeglichen wer­

den. Die Lage im Baugewerbe war im wesent­lichen unverändert. Im Bekleidungsgewerbe war das Geschäft sehr lebhaft infolge der Preissteige­rung an den Rohstoffmärkten.

Die Ausverkäufe hatten teilweise überraschend gute Ergebnisse. Auch die oberhessische Seinen- Industrie ist zufrieden.

Die Lederindustrie klagt über Exportschwie- rigfeiten, berichtet aber über gute Aussichten im Jn- landgeschäft, namentlich für Ostern. Der Auftrieb in der M ö b e l i n d u ft r i e hat sich im Zusammenhang mit der vielfachen Sperrung Der Ehestandsdarlehen verlangsamt. Fühlbar gehoben hat sich der Schaum­weinabsatz. Die B i en er b ra u e r e i e n klagen über Absatzmangel wegen der überhöhten Bier­steuer. Der Lebensmitteleinzelhandel hatte im allgemeinen im Februar günstige Ver­kaufsmöglichkeiten, dagegen ließ der Umsatz des Schuheinzel Bändels zu wünschen übrig. Im Textileinzelhandel verlief der Berichts­monat ruhig. Das Frankfurter Hotelgewerbe ver­zeichnet eine höhere Belegungsziffer als im Fe­bruar vorigen Jahres. Auch in Wiesbaden hat sich die Lage etwas gebessert.

Feierstunde in Rüsselsheim.

Opel-Belegschaft hört Eröffnungsfeier

der Internationalen Automobilausstellung.

LPD. Rüsselsheim, 8. März. Die Opel- werke hatten am Donnerstag während der Er­öffnungsfeier der Internationalen Automobilaus- ftellung in Berlin den Betrieb ftillgelegt, um der Belegschaft die Möglichkeit zu geben, die Eröff­nungsreden des Reichskanzlers Adolf Hitler und des Präsidenten des Reichsverbandes der Deutschen Automobilinduftrie mitzuhören. Sämtliche Arbeiter und Angestellten waren versammelt, als die Reden durch große Lautsprecher in allen Teilen des Wer­kes verbreitet wurden. Da der Raum nicht aus­reichte, mußten zahlreiche Angehörige der Beleg- schäft von den Dächern der Werkgebäude aus der [Übertragung beiwohnen. Nach Schluß der lieber- tragung wurde von den Werksangehörigen gemein« Jam das Horft-Weffel-Lied und das Deutschland­lied angestimmt.

Kirchliche Tidtbritbfen.

Evangelische Gemeinden.

Freitag, den 9. März.

Gießen. Kapelle des Alten Friedhofs. 20 Uhr: Pas- fionsandacht; Pfr. Lenz. Petruskapelle. 20: Paf- fionsandacht; Pfr. Trapp. Iohanneskirche. 20: Bethelfilm.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse

Retchsbankdiskonr 4 o H Lombardztnsfuß 5 o. H.

Berlin

Zranklurl a.M.

8-März

7.2)idr3

furt

börse

Amtliche Dotierung

Amtliche Dotierung

Brie

Geld

(Äelö

7-3. 8-o.

7-3.

Datum

93,9

93,9

93,75

93,75

92,5

92,75

92

92,5

91

91,5

0

93

95,75

95,8

95,5

96

93,25

92,75

93,25

92,5

91,5

92,13

92,5

92,25

Berlin, 8-März

94

94

94

94

19

18,5

0

6,6

6.65

6,7

6,7

geführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt betroffenen Dividende an

97,5 100.2 93.75

96,7

20,25

97,25

100

93,9

96,75

20,4

97.75

100,1

93,75

96.9

20,95

o o

6

6

0

0

0

0

0

3,053 169,12

64,21

57,06 65.87

12,775 0.632 2,518 58.53 21,58 16,54 81,08 34,24 81,89 0,754 0,214 5,676

11,63

98,13

100

94

Schluß- furd

94

97,13

94

97,13

94

97,13

94

97,13

97 '21,05

öubenn ................

Deutsche Erdöl ..........

Gelsenkirchener ............

Harpener voesch Sis enK öln -Neuesten Ilse Bergbau ........

Ilse Bergbau Genüsse

fflödnenverte .........

Maaoesmaou-Röbreu ....

S <r.G. .

Bekula .

6,7 fi.6

6,6

8,65

4% desgl. Serie II ...........

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^,%Rumän.vereinh.Renten.1913 4% Rumänische vereinh. Rente ..

2%% Anatolier ...............

Siemens L Halste, ßabmeoei & Lo.

Deutsche Banl und Disconto-

Gesellschaft................ 0

Dresdner Bant 0

Reichsbant ................ 12

Hamvurg-Ämerlta-Paket .... Hamburg-Südam. Dampfschiff Hansa-Dampfschifs.....

Norddeutscher Lloyd ........

A G. für Verkehrswesen Akt. . Berliner Handelsgesellschaft .. llommerz- und Privat-Bank

18,3

1 35

6,85

6,5

6.6

6,75

6,65

6, 5

4% Vesterretchtschr Goldrentr...

4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente .....

4% Ungarische SlaatSrente v. 1910 4^% desgl. von 1913 .........

6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

. 6

. 7

10

18,75

1,4 6,75 16,6

6,6

8,75 6.65

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2R.

Helstngf«4 .. Wien.......

Prag.......

BudapeH ... Sofia ..... Holland .... Oslo.......

Kopenhagen. Stockholm... London Buenos Aires Neuyort.... Brüssel.....

Italien.....

Paris......

Schweiz .... Spanten.... Danzig.....

Japan ......

Rio de Jan. . Jugoslawien. Ltiiabon....

Slektr. LteferungSgesellschast

Licht und Kraft

Sillen & Guilleaume eselstch.s.Elektr.Untern

. o . 0 . 0 . 0 . 0

MI»-,-

% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 6% ehem.7% Dl. Rctchsanl. v. 1929 6¥,% Doung-Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld Auslos.-Rechten ........

Desgl. ohne Auslos.-Rechte......

6% ehern.8% Hess. BoUSstaat 1929 (rückzahld. 102%)

6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12.............

6H% Hess. LandeS-Hypotheken- bank Darmstadt Liqut.........

Oberhessen Provtnz-Anlethe mit Auslos.-Rechten

Deutsche Komm. Sammelabl. An- leiye Serie 1 mit AuSIos.-Rechten

4% ehern. 8% Franks. Hyp.-Vank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

% ehem. 7% Franks Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 i¥i% ehem. 4*4% Franks Hyv^ Bank-Ltqu^Psandbrtese......

6%% ehem. 4H% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpse. ..

4% ehem. 8% Pr Landespfand.

briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

4% ebom. 7% Pr. LandeSpsand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Lteuergutsch. Verrechnungskurs

..........................o

^efellsch.s.Elekn.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........ 5

Schuckert & Eo.

Amerikanische 'Jioien..............

Belgische Noten..................

Dänische Noten

Englische Noten ..

Französische Noten

Holländische Noten ...........

Italienische Noten

Norwegische Noten ........... - Deutsch Oesterreich, i 100 Schwing Rumänische Noten...............

Schwedische Note» Schweizer Noten................. Spanische Note»................. Ungarische Note» ........

Brie

5,636

47,30

10,40

Schluß Abend« börse

8-3

Die hinter Öen Papieren

FranNur, a. DL

Berlin

Schluß« für«

Schlußk. Abend« börse

Schluß­kurs

Schlußk, Mittag« börse

vaium

7-3

8.3.

7-3-

8.

Frankfurt 0. JJI.

Berlin

Schluß- kurs

Schlußk. Abend« börse

Schluß« kurs

Schlußk. Minag- börse

Datum

7-3-

8-3-

7-3-

83.

Mansselder Bergbau.......

. 0

40

40

40

39,9

Kokswerke ..............

. 0

90,5

90,9

Phönix Bergbau...........

. 0

52,5

52 9

52,9

52,5

Rheinische Braunkohlen ....

10

202,5

200

201,25

200

Rheinstahl .......

. 0

91 75

91,75

91

91,5

Bereinigte Stahlwerke......

.. 0

45,13

44,5

44,75

44,75

Otavi Minen ............

.. 0

16,25

15,9

16

15,75

Kaliwerke Aschersleben......

.. 5

120,5

120,25

120,5

118,25

Kaliwerke Westeregeln......

.. 6

120

120

119,5

120

Kaltwerte Salzdetfurth.....

7V,

152,5

151

153

153

3.9. Farden-Jadustrte.....

.. 7

134,75

137

134,4

135,9

Scheidean statt.............

.. V

183,5

183 75

.. 0

64

63

63,65

63

RütgerSwerle .............

.. 0

59

59,25

59,25

58,75

Metallgesellschaft...........

.. 0

86

86

86,25

85,75

PhUtpp Hol-mann.........

Zementwerk Heidelberg ....

.. 0 .. 0

77,5 95

78

94,75

-

78,25

Lementwerk Karlstadt.......

.. 0

-

-

Schultheis Patzenhofer .....

.. 0

102,25

103,75

Atu (Allgemeine Kunstseide)

.. 0

59,5

61

59,13

60

Bemberg . . ........

.. 0

59

57,5

58,13

Zellstoff Waldhos ..........

.. 0

54,5

54,5

54,9

54

Zellstoff Aschassenöurg .....

.. 0

44,75

44,5

44

44

Dessauer Ga» .............

.. 7

123,75

122,75

Daimler Motoren..........

.. 0

54,75

57

54,75

55,75

Deutsche Linoleum.........

.. 0

53,5

52,75

53,75

52,13

Lrenstein L Koppel ........

.. 0

72

72,75

Leonhard Tietz ............

.. 0

21,75

25

22,4

24.65

Lbade ...................

..10

167,25

165

167,5

166

Aerumulatoren-Fabrik......

.. 0

184

182,5

183

tontt-Gumm».............

.. 0

157

1 156,5

156,5

156,5

Grttzner..................

.. c

1 28,9

1 A,5

I 28,5

I 28,13

Mainkraftwerke Höchst a.M.

.. <

77,5

77,5

Süddeutscher Zucker.......

..

I 177,25

1 177

1 178

5,619

47,20

10,38

5,631

47,30

10,40

5 624

47,20

10,38

3,047

3,053

3,047

16 ,93

169,27

168,78

63,99

64,11

64,09

56,87

56,99

56,94

65,63

65,77

65,73

12,73

12,76

12,745

0,628

0,632

0,628

2,512

2,518

2,512

58,45

58,57

58,41

21,53

21,57

21,54

16,50

16,54

16,50

81,02

81,18

80,92

34,18

34,24

34,18

81,73

81,89

81,73

0,752

0,754

0,752

0,212

0,214

0,212

5,664

5,676

5,664

11,59

11,61

11,61

Bantnoten.

6,7

6.7

6,8

5,25

5,13

5,13

5,13

7,65

7.5

7,5

7 6

4,45

4,45

4,4

4,55

31

31,75

31

31,13

30,4

29,13

30,4

29,25

30

_

34,75

34,65

35,25

34

70,5

71

70,5

70,25

96,25

96

96

96

52

51

52

51

65,5

65,25

65,5

65,25

67

66,5

67

66,5

167

168

166,75

167,25

31,9

33

32,13

33

132,75

132

132,4

131,75

102,75

103

102.75

102,75

108

108

107,5

107,75

62

61,75

62,9

62,25

104

103,5

104

103

96,25

96

106,5

106

106,5

105,75

152,5

153

152,5

152

123

123

121

122

79,65

78,25

80

78,4

'10,5

109,75

110

110

66

65.5

66,25

65,65

96,75

97

96,3

96,65

>

75.4

76,25

139,75

139,75

118,5

118

118

119.75

68,65

68.5

68,25

67,5

70

69,9

69,65

69,75

Geld

Brief '

2,465

2,485

58,25

58,49

56,69

56,91

12,70

12,76

16,46

16,52

163,36

169,04

21,42

21,50

63,92

64,19

_

<

65,57

65,81

80,74

81,08

34,04

34,18