Wirtschaft.
Oie Abschlüsse des SiemenS-KonzernS
Der letzte Teil des Geschäftsjahres 1932/33 und auch der bisher abgelaufene Teil des neuen Geschäftsjahres zeigte wieder Bestellungen, die nicht unerheblich über den Fabrikationsziffern lagen und daher die Gewähr einer erhöhten Beschäftigung im laufenden Jahre bieten Die Gesellschaft ist in der Lage, auch ihre Bestände wieder zu erhöhen, was weiter zur Vermehrung der Arbeitsgelegenheit beiträgt. In den letzten Monaten hat sich die Beschäftigung der Werke durch die allgemeine Belebung des Jnlandgeschäftes und durch die Arbeiten für die Rundfunksaison gehoben. Man glaubt jedoch, mit einem weiteren Rückgang des Auslandgeschäftes rechnen zu können. Bei Siemens & Halske und Siemens-Schuckert und den von ihnen kontrollierten Gesellschaften waren Ende des Geschäftsjahres 79 000 Mann beschäftigt, davon im Jn- lande 61 000. Wie mitgeteilt, ergibt sich für 1932/33 ein Reingewinn von 6,14 (6,97) Millionen Mark, der sich durch den Dortrag von 2,89 (2,22) Mill, auf 9,03 (9,19) Mill, erhöht. Der GV. am 7. 3. wird vorgeschlagen, wieder 7 o. H. Dividende zu verteilen und 2,76 (2,89) Mill. Mark oorzutragen.
Bei der Siemens - Schuckertwerke AG. hat sich bis Ende des Geschäftsjahres (30,9) die Erhöhung des Auftragseingangs noch nicht in einer Steigerung des verrechneten Umsatzes ausgewirkt, er ging vielmehr gegenüber dem vorhergehenden Geschäftsjahre weiter zurück. Der entstandene Verlust wird aus den Rücklagen gedeckt. Im Ausland- gcschäft gestalteten sich die Verhältnisse weniger günstig. Die Arbeitsbeschaffungspläne der Elektrizitätswerke, sowie die Ersatz- und Erneuerungsbeschaffungen unter Ausnutzung der Steuererleichterungen werden sich erst im neuen Jahre auswirken. Das Schaltanlagengeschäft war 1932/33 recht lebhaft. Von den Beteiligungsgesellschaften hat die Bergmann - Elektrizitäts-Werke AG. ihre Neuorganisation durchgeführt und entwickelt sich befriedigend.
* Die Devisen-Höch st betrüge im März. Die Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung hat angeordnet, daß der Grundbetrag der allgemeinen Genehmigungen für die Wareneinfuhr im Monat März 1934 nur bis zur Höhe von 50 v. H. in Anspruch genommen werden darf.
* Einstweiliger Ausfall der Goldpreis f e st s e tz u n g. Um den Geschäften auf Feingoldbasis eine feste Grundlage zu geben, wird bekanntlich täglich durch die Reichsbank der Londoner Goldpreis in Reichsmark errechnet. Seit Beginn dieser Woche ist diese Errechnung eingestellt worden, da die amerikanische Goldpolitik am Londoner Goldmarkt Verhältnisse geschaffen hat, die zur Zeit nicht als normal anzusehen sind. Es hat sich infolge der starken Nachfrage nach Gold in London ein Agio ergeben, so daß bei Zugrundelegung des tatsächlich erzielten Goldpreises in London in Mark umgerechnet ebenfalls ein überwerteter Markpreis errechnet wüvde. Es schweben zur Zeit Verhandlungen darüber, wie einer solchen Divergenz aus dem Wege gegangen werden kann. Bis zur Erzielung des Ergebnisses dieser Verhandlungen dürfte daher auch weiterhin die Errechnung des Goldpreises ausgesetzt werden. Man darf jedoch damit rechnen, daß die entsprechenden Bestimmungen in Kürze in Kraft treten.
* 1 22 758 Personen - Automobile st e ue ra b ge l ö st. Von der Krastfahrzeugsteuer- Ablösung, die im ganzen eine Summe von 53,5 Millionen Mark erbracht hat, haben, wie die Zeitschrift „Kraftverkehrs-Wirtschaft" berichtet, 122 758 Personenwagen, das sind 15 v. H. der steuerpflichtigen Kraftwagen, Gebrauch gemacht. Das Ablösungsergebnis sei also nicht nur dem aufgekommenen Steuerablösungsbetrag nach, sondern auch rein stückzahlmäßig außerordentlich bedeutsam.
frankfurter Börse.
INitlagsbörse abgeschwächt.
Frankfurt a. M., 8. Febr. Die Börse hatte wenig Umsätze. Es machte sich etwas Abgabeneigung bemerkbar, einmal um die jetzigen hohen Kurse zu Gewinnverkäufen auszunutzen, und dann infolge einer Zurückhaltung, da besonders auf Spezialgebieten des Rentenmarktes Glattstellungsbedürfnis bestand. Reichsmark-Obligationen werden jetzt an- geliefert, wodurch die Mitläuferschaft aus Geld- beschaffungsbründen verkaufte. Widerstandsfähig blieb die Börse trotz der Geschäftsstille, da von der wirtschaftspolitischen Seite her größere Anregungen vorlagen. Die Abschlüsse im Siemens-Konzern, die beachtliche Erhöhung der Spareinlagen und die Berichte über die Koylenmarktlage wurden mit Befriedigung vermerkt.
Farbenindustrie setzten behauptet ein. Elektrowerte bröckelten leicht ab, wobei die zur Vorsicht mahnende Erklärung der AEG.-Derwaltung mitsprach. AEG. 0,65 v. H., Bekula und Gesfürel je 0,50 v. H. gedrückt, Siemens behauptet. Von Montanwerten
Oer Freund der Kriegsblinden.
Oie deutsche Schäferhündin der brauchbarste Iührerhund.
Durch Kriegsverletzung wurden viele deutsche Männer des Augenlichts beraubt. Diese unglücklichen Opfer des Weltkriegs haben sich zu einem Bund erblindeter Krieger zusammengeschlossen. Im Einvernehmen mit den Versorgungsamtern wurde vom Verein für deutsche Schäferhunde eine Ausbildungsstelle für Blindenführ- hunde ins Leben gerufen, die unendlich viel Segen unter den Kriegsblinden gestiftet hat, indem sie den Blinden sorgfältig ausgebildete Führer gab, die Hunde. Diese Führer-Hundeschule feierte letzt ihr zehnjähriges Bestehen. 3300 Blinde, davon etwa 1800 Kriegsblinde, besitzen heute in einem gut ausgebildeten Schäferhund einen selbstlosen Freund und Helfer. 1200 dieser Hunde sind in der Potsdamer Schule ausgebildet worden. Die Zahl der in der Ausbildung begriffenen Hunde betrügt ständig 50.
Bevor ein Hund in die Ausbildung kommt, bedarf er natürlich einer sorgfältigen Prüfung auf Eignung. Die deutsche Schäfer Hündin hat sich als der brauchbarste Führerhund erwiesen. Das weibliche Tier zeigt sich im Charakter zuverlässiger und anschmiegsamer als das männliche. Nach der Auswahl der Jungtiere beginnt die Ausbildung, zunächst mit den Üblichen Gehorsamsübungen, apportieren, fetzen, legen und Laut geben. Dann beginnen die Spezialübungen für die Blindenführung, das Treppensteigen, das Ueberqueren von belebten Straßen, von Straßenbahngleifen, das Signalisieren von plötzlichen Erhöhungen ober Vertiefungen, durch Setzen, wenn der Blinde vom Bürgersteig auf den Fahrdann tritt und umgekehrt, das Zusammentreffen mit Kraftwagen und Motorrädern usw.
Ist diese allgemeine Ausbildung der Hunde beendet, dann beginnt die Sonderausbildung Ö e s Blinden mit seinem Hund. Das ist der schwierigste Teil, denn beide Partner müssen sich aufeinander einftellen, es muß sowohl Rücksicht genommen werden auf Charakter und Temperament des Herrn, wie auf Charakter und Temperament des Hundes. Nervösen Menschen wird ein besonders ruhiges Tier gegeben. Der Blindenhund soll etwa ein Drittel der Größe seines Herrn haben. Körperlich behinderte Blinde, z. B. einarmige, müssen eine besondere Ausbildung in der Behandlung des Hundes erhalten. Am Schluß des Ausbildungslehrgangs erfolgt eine Prüfung der Hunde durch eine Kommission.
Die Tiere gehen damit in das Eigentum des Reichsfiskus über. Seit Bestehen der Anstalt werden monatlich neun bis zehn Kriegsblinde mit Führerhunden versorgt. Der Verein für Deutsche Schäferhunde hat vor einiger Zeit in Potsdam noch eine zweite Anstalt für Friedensblinde errichtet. Die Potsdamer Führerhundfchulen haben in den Jahren ihres Bestehens unendlichen Segen gestiftet. Die hier geleistete Arbeit wird nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland voll gewürdigt. Der in Deutschland geborene Gedanke, Blinden Führerhunde zu geben, ist überall im Ausland aufaegrif- fen worden, aber aus allen Ländern, aus Frankreich, Oesterreich, Holland, der Tschechoslowakei, aus Italien und Amerika werden in Deutschland ausgebildete Tiere verlangt.
Der „blaue Kulkuü" ist nicht mehr
Der Kuckuck ist ein Vogel eigener Art. Einmal ist er in Brehms Tierleben verzeichnet und benimmt sich richtig wie ein Vogel, ruft im Walde und läßt die großen und kleinen Kinder fragen: „Kuckuck, Kuckuck, sag mir bald, wieviel Jahre werd' ich alt". Oder er ist ein Glücksbringer, wie es im Hessischen eine alte Bauernregel gibt: „Wenn der Kuckuck ruft, gibt es Speck und Wurst." Dann aber finden wir den Namen dieses Vogels noch ein zweites Mal, und zwar in den Gesetzestexten für die preußische Ordnung des Gerichtsoollzieherwesens aus dem Jahre 1879. Zwar wird er dort nicht gerade genannt, aber im Volksmunde hat der Adler, das Hoheitszeichen des Staates, auf den Pfandmarken der Gerichtsbehörden, sehr bald den Namen des „blauen Kuckuck" bekommen. Der eigentliche Geburtstag dieses behördlichen Tierchens steht nicht aanz fest. Aber immerhin ist schon um die Jahrhundertwende so ungefähr in jeder Ausgabe der Witzblätter, die etwas auf sich hielten, von ihm irgendwie die Rede gewesen. Mancher Studentenulk hat sich in der Vorkriegszeit dieses populären Vogels bemächtigt, der, ursprünglich eine preußische Einrichtung, bald zum Gemeingut des ganzen Volkes wurde.
Nach dem Kriege, in den Jahren der Inflation und stets sich mehr zersetzenden Moral, bekam der Name des „blauen Kuckuck" einen etwas bitteren Beigeschmack. Sjat es doch in diesen Zeiten Tage
♦ ♦ ♦
gegeben, an denen ein Obergerichtsvollzieher mehr als zweitausend (!) Kuckucke „unterbringen" mußte. Daß die Schulden höher wurden als das bare Vermögen, wurde in weiten Kreisen der Bevölkerung immer mehr zur alltäglichen Erscheinung. Manche ehrliche Standuhr, einstmals der Stolz der aussteuernden Schwiegermutter, wurde so über Nacht und unverhofft zur „Kuckucksuhr". Mit ihrem Galadiner anläßlich irgendeiner Premiere, das die Brüder Rotter einstmals in Berlin gaben und an dem damalige hohe Regierungsmitglieder wacker mithiel- ten, bei dem aber unter den silbernen Dorlegeschüsseln und leder- und seidenbespannten Sesseln jeweils der „blaue Kuckuck" klebte, Haden sie zweifellos den „Vogel abgeschossen". Die gesetzliche Bestimmung verlangt ja, daß die Pfandmarke sichtbar an dem gepfändeten Gegenstand anzubringen ist. So wird uns der Abschied von dem Kuckuck dieser Art nicht so sehr schwer. Einstmals ein vielbewitzelter Vogel, wurde der „blaue Kuckuck" schließlich zu dem Spiegel eines korrupten Systems und einer verlorengegangenen Moral. Damit wird aber die Pfandmarke nichts vollends verschwinden. Das neue Pfandzeichen wird nach den Bestimmungen des preußischen Ju- stizministers das Hoheitszeichen des Staates nicht wieder bekommen, sondern nüchtern und sachlich lediglich den Namen der Behörde und des vollziehenden Beamten in weißer Schrift auf blauem Grunde tragen.
gewannen Phönix 0,25 v. H., Stahlverein 0,40 v. H., Rhein. Braunkohlen 0,13 v. H., Ilse Genußscheine 1 v. H., während Klöckner und Mansfeld je 0,25 d. H. und Mannesmann 0,40 v. H. verloren. Schifffahrtswerte blieben schwach, Hapag 1,13 v. H., Norddeutscher Lloyd 0,90 v. H. niedriger, auch Reichs- bahn-VA. mit 113 nur knapp gehalten. Im einzelnen lagen Reichsbankanteile 0,75 v. H. höher, dagegen L. Tietz in Reaktion auf die bisherige Steigerung um 1,13 v. H. schwächer.
Am Rentenmarkte waren Neubesitz lebhafter und 10 Pf. höher, Altbesitz 0,50 v. H. niedriger. Späte Reichsschuldbuchforderungen setzten mit 94,40 v. H. behauptet ein. Reichsmark-Anleihen, wie erwähnt, gedrückt und zwar um 0,50 bis 1 v. H. Stahlverein- Bonds zogen 1,13 v. H. an.
Im Verlaufe blieb das Geschäft an allen Märkten recht still. Die Kursbildunq war sehr uneinheitlich, zunächst überwogen meist Abschwächungen um 0,50 bis 1 v. H., so bei AKU., AEG., Daimler, Schuckert, Gelsenkirchen, Harpener und Reichsbank. Später traten einige Erholungen ein, ganz besonders bei Schiffahrtsaktien, von denen Norddeutscher Lloyd von 28,65 auf 31,13 v. H. und Hapag von 27,13 auf 28,25 v. H. befestigt waren. Ferner waren AEG. um 0,50 v. H., AKU. um 0,75 v. H. erholt, während Farbenindustrie eine Erhöhung von 0,40 v. H. wieder abgaben. Don sonst noch notierten Papieren büßten Lahmeyer 1,50 v. H., Südd. Zucker
und AG. für Verkehrswesen je 1,25 v. H. ein. Am Kassamarkt lagen insbesondere Bankaktien matt, VO-Bank 64,75 (—1,25 v. H.), Dresdner Bank 67,75 (—1,50 v. H.), Commerzbank 52 (—1,50 v. H.). Jndustriewerte lagen uneinheitlich, Seil- inbuftrie Wolff um 5 v. H. auf 28 v. H. erhöht.
Am Rentenmarkte unterlagen deutsche Anleihen mehrfachen Schwankungen, Altbesitz 97,13 bis 97,40 bis 97,13, Neubesitz 19,50 bis 19,30 bis 19,40, späte Reichsschuldbuchforoerungen verloren 0,13 v. H., auch Reichsmark-Obligationen gaben weitere bis 0,25 v. H. nach. Staats- und Länderanleihen lagen uneinheitlich, 6 v. H. Reichsanleihe von 27 0,65 v. H. höher, dagegen Hessen weiter abbröckelnd. Stadtanleihen gaben bis 0,65 v. H. nach. Der Pfandbriefmarkt tendierte eher nach unten, wobei sich Rückgänge bis 0,50 v. H. ergaben
Abendbörse: still.
Die Abendbörse litt unter Auftragsmangel und eröffnete nahezu in geschäftsloser Haltung. Die Grundtendenz blieb aber widerstandskräftig, wobei die Verringerung der Arbeitslosen um 285 000 Personen entgegen der Saisontendenz von Einfluß war. Im allgemeinen blieben die Berliner Schluß- kurse etwa behauptet, teilweise bröckelten sie auch um Bruchteile eines Prozentes ab, denen jedoch ebensolche Erhöhungen gegenüberstanden. Am Rentenmarkt setzten Neudesitzanleihe mit 19,40 v. H. unverändert ein.
Im Verlaufe hielt die Geschäftsstille an und nennenswerte Kursoerschiebungen traten nicht ein. Schiffahrtsaktien blieben auf der erholten Schlußbasis gut behauptet. Lediglich am Anleihemarkt gaben Altbesitz 0,25 v. H. und Stahlverein-Bonds 0,40 v. H. nach. Späte Reichsschuldbuchforderungen waren zu 94 v. H. gut behauptet. Neubesitz waren später leicht angeboten. Von Auslandrenten bröckelten Schweiz. Bundesbahn-Anleihen etwas ab. U. a. notierten: Neubefitzanleihe 19,40, Altbesitzanleihe 97, 6proz. Stahlverein-Bonds 71, Schutzgebietsanleihe von 1914 9,65, 4proz. Schweiz. Bundes- bahn von 1912 136,25, 3,5proz. Schweiz. Bundesbahn von 1912 130,50, Reichsbank 165, Buderus 74, Gelsenkirchen 60, Hprpener 89,50, Mannesmann 62,25, Phönix 47,75, Rheinstahl 87,75, Stahlverein 40,65, Aku 45,75, Bernberg 45,75, AEG. 29,75, Be- fula 123,25, Daimler 44, Deutsche Erdöl 105,50, Scheideanstalt 177,50, Licht & Kraft 101,50, IG.- Farben 126,75, Gesfürel 94,25, Holzmann 66,25, Lahmeyer 113,50, Metallgesellschaft 73,50, Schuckert 100,50, Reichsbahn-VA. 113, Hapag 28,75, Lloyd 31,25.
Frankfurter Schlachtviehrnarkt.
Frankfurt a. M., 8. Febr. Auftrieb: Rinder insgesamt 54 (gegen 37 am letzten Donnerstagmarkt) Kälber 930 (931), Schafe 226 (394), darunter be- fanden sich 169 (288) Hämmel. Schweine 850 (562). Notiert wurde pro Zentner Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 43 bis 45, b) 36 bis 42), c) 30 bis 33, d) 25 bis 29; Lämmer und Hämmel: bl) Stallmast- hämmel 31 bis 32, c) mittlere Mastlämmer 28 bis 30, d) geringere Lämmer und Hämmel 25 bis 27; Schafe: e) beste 27 bis 28, f) mittlere 24 bis 26, g) geringe 20 bis 23; Schweine: a) 47 bis 48, b) 44 bis 47, c) 44 bis 47, d) 40 bis 46, e) 35 bis 42. Im Preisvergleich zum letzten Donnerstagmarkt blieben Kälber, Hämmel und Schafe behauptet, hingegen büßten Schweine 2 bis 3 Mark ein. Marktverlauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft. Schweine schleppend, Ueberftanb (96 Stück).
Fleischgroßmarkt: Beschickung: 1180 Viertel Rindfleisch, 134 ganze Kälber, 37 ganze Schafe, 789 Schweinehälften. Preis für ein Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 48 bis 52, II 42 bis 50. Bullenfleisch 45 bis 50. Kuhfleisch II 34 bis 40, III 24 bis 30. Kalbfleisch II 60 bis 68, III 48 bis 60. Hammelfleisch 60 bis 68. Schaffleisch nicht notiert. Schweinefleisch I 60 bis 68. Geschäftsgang des Fleifchgroßmarktes: ruhig.
Mannheimer Getreidebörse
Mannheim, 8.Februar. Weizen (inländischer, 76/77 kg, frei Mannheim) 19,85 bis 19,90 Mark, per Februar Bezirk 9 19,35, Bezirk 10 19,55, Bezirk 11 19,85; Roggen (süddeutscher, 71/72 kg, frei Mannheim) 16,90 bis 17, per Februar Bezirk 8 16,30, Bezirk 9 16,60; Hafer (inländischer) 15,50 bis 15,75 (stetig); Sommergerste (inländische, Ausstichware über Notiz) 18 bis 19 (ruhig); Futtergerste 17; Mais (La Plata, im Sack) 19,25 bis 19,50; Erdnußkuchen (prompt) 16,75 bis 17; Rapskuchen 14,50; Sojaschrot (prompt) 15 bis 15,25; Palmkuchen 15,50; Kokoskuchen 17,50; Sesamkuchen 17; Leinkuchen 17,25 bis 17,50; Biertreber (mit Sack) 17,75; Trockenschnitzel (ab Fabrik) 10; Rohmelasse 8,50; Wiesenheu (loses) 6,40 bis 6,80; Rotkleeheu 6,80 bis 7; Luzernekleeheu 8 bis 8,20; Stroh, Preßstroh, Roggen-Weizen 2,20 bis 2,40, Hafer-Gerste 1.80 bis 2; geb. Stroh, Roggen-Weizen 1,40 bis 1,60, Hafer-Gerste 1,20 bis 1,40; Weizenmehl (Spezial 0, mit Austauschweizen) per Februar 29,70, per März 30; Weizenmehl (Spezial 0, aus Jnlandweizen) per Februar 28,20, per März 28,50 (ruhig); Roggen- mehl (norddeutsches, 70/60 v.H., prompt) 22,50 bis 24; Roggenmehl (Pfälzer und süddeutsches, prompt) 23,25 bis 24,25 (ruhig); Weizenkleie (feine, mit Sack) 10,50, (grobe, mit Sack) 11; Roggenkleie 10,50 bis 11,25; Weizenfuttermehl 11,75; Roggenfuttermehl 11,50 bis 12,50; Weizennachmehl 15 bis 15,25 Mark. Tendenz: ruhig.
Allgäuer Butter- und Käsebörse.
Kempten, 7. Febr. Allgäuer Molkereibutter erste Qualität 125 — (letzte Notiz 125,—), Allgäuer Molkereibutter 123,— (123,—), Sennbutter 116,— (116,—), Bauernbutter 86,— (86,—), Rahmeinkauf bei 42,5 Prozent Fetteinheiten ohne Buttermilchrückgabe 123,— (123,—), Allgäuer Weichkäse mit 20 Prozent Fettgehalt, grüne Ware 23,— bis 26,— (23,— bis 26,—), Marktlage: normal. Allgäuer Emmenthaler mit 45 Prozent Fettgehalt: erste Sorte 70,— bis 72,— (70,— bis 72,—), do. zweite Sorte 65,— bis 67,— (65,— bis 67,—). Marktlage unverändert.
Kölner Bnttermartt.
* Köln, 6. Febr. Die Festsetzung der Butter- preise an der Kölner Warenbörse erfolgt in Zukunft nur noch einmal in der Woche, und zwar Freitags.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beichlossenen Dividende an. — Reichsdankdiskonl 4 v. H Lombardzinsfuß 5 v. H.
Datum
•% Deutsche Retchsanlethe v. 1927 6% ehern.7% 5)1. tReid)6anl. d. 1929 6Xi% Doung-Anleihe Don 1930 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mti
AuSIos.-Rechten ............
Desgl. ohne AuSlos.-Rechte......
6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929
(tücfjahlb. 102%) ............
6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold N. 12..................
6*4% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Ltaui.........
Oberhessen Provinz-Anleihe mit Ausloj.-Rechten ............
Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mUAuSlos.-Rechten
6% ebem. 8% Franks. Hpp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
«% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 $Xi% ehem. 4Xi% Franks. Hyp.- Bank-Ltqu..Psandbriefe.......
6Xi% ehem. 4Xi% Rheinische Hyp.-Bank-Ltou.-Goldpfe.
6% ehem. 8% Pr. LanveSpfand- briesanstalt, Psandbriese R. 19 6% ebcm. 7% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs
4% Oesterretchtsche Goldrrnte.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente .......
4% Ungarische Staatsrente D. 1910 4X»% desgl. von 1913 ........
6% abgesl. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe
Serie I.................
Frontluri u. 2)1.
Lerlin
Schluß- hirt
Gchlußk. Abendbörse
Schluß- kure
Schlußk. Mittag- börse
7-2- |
8-2.
7-2-
8-2-
94,65
95,25
95
95
100,1
100,13
100,1
100,13
94,25
94,13
94,25
93,5
97,65
97
97,5
97,25
19,4
19,4
19,1
19,4
94,25
93,9
94,25
94,25
92
92,25
92
—
92,25
91,9
—
—
94,5
94
—
—
95,65
95,5
96
95,75
92,75
92,5
—
—
92,75
92,25
—
—
91,75
91,25
—
—
92,25
92
—
—
94
94
94
94
94
94
94
94
97,1
97,1
97,1
97,1
20,5
20
21
—
1
1,25
1,05
7
6,4
6,5
6,5
—
6,13
6,13
6,13
—
—
6,7
6,13
—
7,75
8,2
8
6,25
6,13
6,15
6,15
6,1
6,1
—
6,25
Frankfurt a.Pl.
Berlin
Schluß» kurs
Schluß!. Abend- börse
Schluß- kurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
7-2-
8-2-
7-2-
8-2-
4% desgl. Serie 11 .............
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4Xi%Ru män.vereinb.Rentev.1913 4% Rumänische vereinh. Rente ..
8 34% Anatolier ...............
Vamdurg-Amerika-Pakei .....o
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa-Dampfschiff......... o
Norddeutscher Lloyd ......... o
fl.QJ. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz- und Prival-Bank ... o Deutsche Bank und Diskonto-
Gesellschaft............... 0
Dresdner Bank............. q
RetchSbank ................ j2
«-E.G.................... o
Bekula............
Aektt- Lieferungsgelellscha'st... 6 Licht und Kraft g
Felten L Guilleaume......... o
Gesellsch.s.Elekrr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ....... 5
schuckert L Co............... 5
Siemens L Halske........... 7
Lahmeyer L So............. 10
6,1
5,2
4,13 27,75
28,25
29,25 65,25
93,5
54
66 67,75 165,75
31
124,5
97
102,5
95 94,5 101,5
145
115
74,13 105,5
59,75
90
145
110,75 60,5 62,5
6,1
5,25
7,05
4,25
28
28,75
31,25
64
93,25
52
64,75
66,25
165
29,75
123,25 96,75
101,5 59,75
94,25
100,5
145
113,5
I 74
105,5
60
i
i 111,75
60,25
I 62,25
5 7,25 4,2
28
27,9 21,25
29,4 65,5
93,5
54
66
68,5 164,75
31,25 124,13
96,25 102,25
60
95
94,5 101,65 145,25
115
74,4 105,25
60
90 71,75 145,5 112 60,25 62,5
6,3
4,9
7,25
4,15
28
28,5
22
30,75
63,5
93,75
52
64,75
66,25
165
30
123,25
96
102,13
59,5
94,65
101
144,5
Buderus ................... 0
Deutsche örböl ......... 4
113,5
74
105,25
60,65
89,75
72,25
145
112
60,65
62,5
Gelsenkirchener.............. ö
Harpener ................0
Hoesch Eisen—Köln-Nevesse» .. c
Ilse Bergbau .............. g
Ilse Bergbau Genüsse........e
Klöcknerwerke .............. 0
Mannesmann-Rbbrev........c
।
Frantiuri a. M.
Äerlm
Schluß- lure
Schlußk. Abend- _b-L-
Schlußkurs
Gchlußk. Minag- börtz.
Datum
7.2.
8-2-
7-2-
8-2-
Marisfelder Bergbau.......
. 0
33
32,65
33
32,25
Kokswerke .............
. 0
—
——-
87
87,5
Phönix Bergbau...........
47
47,75
47,13
47,9
Rheinische Braunkohlen ....
10
199,5
199,65
200,25
199,75
Rheinstahl ............
. 0
88,13
87,75
87,65
87,25
Bereinigte Stahlwerke......
.. 0
40
40,65
40,13
40,75
Otavi Minen ............
. 0
14,5
13,5
14,13
14
Kaliwerke Aschersleben......
. 6
115,25
115,5
115
116
Kaliwerke Westeregeln......
. 5
116
115,5
117
116
Kaliwerke Salzdetfurth.....
7H
154
155
155
155,75
I. ®. Farben-Jnoustrte.....
.. 7
127,25
126,75
127,13
126,9
Scheid'eanstalt.............
.. V
177,5
177,5
—
——
Goldschmidt ..............
.. 0
53,25
52,5
53,5
52,75
RütgerSwerke .............
.. 0
53,65
52,75
53,5
54
Metallgesellschast...........
.. 0
73,5
73,5
73,5
73,5
Philipp Holzmann .........
.. 0
67
66,25
67,25
66,25
Zementwerk Heidelberg ....
.. 0
86,25
86
-
Lementwerk Karlstadt.......
.. 0
98
98
-
Schultheis Patzen Hofer .....
.. 0
—
—
95,13
95,5
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. 0
47
45,75
47
46,5
Bemberg.................
.. 0
45,75
45,75
46,75
46,5
Zellstoff Waldhos ..........
.. 0
48,4
48
48
47,75
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. 0
37,5
37,5
37,75
38,25
Dessauer Gas .............
.. 7
—
—
115
115,5
Daimler Motoren ..........
.. 0
44,5
44
44,5
44
Deutsche Linoleum .........
.. 0
47,5
47,13
47,5
47
Orenstetn & Koppel........
.. 0
—
—
63,5
62
Leonhard Tietz ............
.. 0
22,5
21,4
21,9
21,25
Lhade ....................
..IC
164,5
—
164,5
—
Aeru mulatoren-Fabrkk......
.. 0
179
179
179
179
Lonti-Gummt.............
.. 0
152,5
152
152,25
152
Gritzner..................
.. 0
1 25,75
1 25,4
Mainkraftwerke Höchst a.M..
.. 4
72,75
72,5
1 —
Süddeutscher Zucker .......
.. 8
182,5
1 181,25
1 181,5
Devisenmarkt Berlin — Jumffurl a. M
7.Februar
8.Februar
Amtliche Notierung
Amtliche
Notierung
Geld
Ärie
Geld
Zrie
Helfi ngfor»..
5,734
5,746
5,664
5,676
Wien.......
47,20
47,30
47,20
47,30
Prag.......
12,427
12,447
12,427
12,447
Budapest ...
—
—
—
—
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ....
168,03
168,37
167,83
168,17
Oslo.......
65,33
65,47
64,49
64,61
Kopenhagen.
58,04
58,16
57,29
57,41
Stockholm...
67,03
67,17
66,18
66,32
London .....
13,005
13,035
12,805
12,835
Buenos Aires
0,671
0,675
0,660
0,664
Reu hort ....
2,587
2,593
2,557
2,563
Brüssel.....
58,19
58,31
58,14
58,26
Italien.....
21,95
21,99
21,93
21,97
Paris......
16,41
16,45
16,42
16,46
Schweiz ....
80,94
81,10
80,72
80,88
Spanien....
33,92
33,98
33,87
33,93
Danzig.....
81,32
81,48
81,32
81,48
Japan......
0,771
0,773
0,764
0,766
Rio de Ian. .
0,215
0,217
0,214
0,216
Jugoslawien.
Lissabon....
5,664
5,676
5,664
5,676
11,84
11,86
11,69
11,71
Banknoten.
Äerltn, 8-Februar
Geld
Brief
Amerikanische Noten..............
2,51
2,53
Belgische Noten..................
57,98
58,22
57 04
Englische Noten .................
12'76
12^82
Französische Noten...............
16,38
16,44
Holländische Notssn...............
167,41
168,09
Italienische Noten................
21,81
21,89
Norwegische Noten ..............
64,32
64,58
Deutsch Lesterreich, i 100 Schilling
Rumänische Note«...............
—
—
Schwedische Noten...............
66 2^
Schweizer Noten.................
80,54
80^86
Spanische Noten.................
33 87
Ungarische Note» ................
—


