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Hagel md Schnee, Gewitter undSturmflut

Aus aller Welt

der Geschädigten geschrieben 136 000 Mark angenommen zu haben, die ihm von n der B e schuld igte n,lden- Mitangeklagten gezahlt wurden. Die Mltange-

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worden, sondern von

Bei Wiindsein:Penaten-Creme

stürz mit einer Geschwindigkeit von 29 bis 31 Se­kundenmeter dahin.

Deutscher FischkutterimSturm gesunken

In der Nähe des Hoheweg-Leuchtturmes geriet, wie aus Bremen gemeldet wird, der Fischkutter Condor" aus Wilhelmshaven in Seenot. Das Schiff ist untergegangen. Ein Mitglied der Besatzung namens K u n i konnte von dem Kabel­dampferNorderney" aufgefischt werden. Heber das Schicksal der restlichen Besatzung ist noch nichts be­kannt.

Zn Schweden und Dänemark.

Heber Dänemark tritt der gewaltige Sturm in Begleitung von Gewittern mit Hagel und Schneefällen auf. Heberall wurden Hau­ser abgedeckt, Bäume und Schornsteine umgerissen. In Kopenhagen riß der Sturm viele Dachziegel los und drückte Fenster ein, so daß der Verkehr auf den Straßen zeitweise stillgelegt werden mußte. In einem Vorort wurde ein Mann von einem umstür­zenden Baum erschlagen. In Randers auf Jüt­land durchschlug ein umgewehter Schornstein das Dach eines Hauses und tötete eine im Bett lie­gende Greisin. Auf dem Silkebergsee in Jütland kenterte ein Fischerboot, wobei ein Fischer er­trank. Bei Roskilde stürzte ein Wirtschaftsgebäude ein, wobei über 18 Kühe erschlagen wurden. Durch Windhosen wurden in verschiedenen Landes­teilen drei Windmühlen umgeweht.

Heber Südschweden tobte am Donnerstag ein hef­tiger Sturm, der bedeutenden Sachschaden ver­ursachte. In Malmö stürzte ein Schornstein au einen Schuppen. Zwei in der dort untergebrachten Tischlerei beschäftigte Personen wurden auf der Stelle getötet.

So sieht die Unschuld aus.

Für allegorische Figuren wählt man in der Regel weibliche Gestalten, aber doch jugendliche. Auch Frau Justitia, die mit verbundenen Augen die Waage hält, ist anscheinend eine Dame in den besten Jahren. Wer die Unschuld in Person kennen­lernen wollte, mußte dieser Tage vor das Ber­liner Schöffengericht gehen, wo von der Anklagebank aus eine Frau den Richtern zurief: Heber Ihnen steht noch ein höherer Richter und vor Ihnen steht die Unschuld!' Abgesehen davon, daß diese Hnschuld in Person schon 69 Lebensjahre hinter sich hat, wirkt ihre Beteuerung eigenartig, wenn man ihre unschuldige Vergangen­heit betrachtet. Von ihren fast 70 Lebensjahren hat sie die Hälfte, nicht weniger als 34 Jahre hinter Zuchthaus- undGefangnis- mauern verbracht. Jetzt ^tte ste ihre Zimmer- wirtin um die Ersparnisse von 160 Mark betrogen. Die Vermieterin benachrichtigte die Polizei, bei der eines Tages eine Postkarte, unterschrieben mit dem Namen der Vermieterin, einlief, auf der zu lesen war:Ich habe m i d) geirrt mit dem Diebstahl ich nehme die Anzeige deswegen zuruck . Die Karte war aber nicht von r

Französische Propaganda im Saargebiet

Französische Neutralität bei Licht besehen.

Das Berliner Schöffengericht verurteilte den An­geklagten Franz K l a u s ch wegen Unterschlagung, Urkundenfälschung und Hrkundenunterdrückung. Kl. hatte es auf raffinierte Weise verstanden, sich den Posten eines Betriebszellenkassenwar­te s zu erschleichen. Er hatte vorgetäuscht, daß er Mitglied der NSDAP, sei, obwohl er s ch o n s e i t langem der Partei nicht mehr ange- hört. In seiner Eigenschaft als Kassenwart u n - terschlug er mehrere hundert Mark, die er in leichtsinniger Gesellschaft durchbrachte. Bei einer Kassenrevision verstand es der Angeklagte, durch geschickt ausgeführte Fälschungen von Quittungen seine Verfehlungen zu vertuschen. Klausch wurde zu einem Jahr zwei Monaten Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust verur­teilt. Der Vorsitzende erklärte, das Volk würde kein Verständnis dafür haben, wenn das Gericht feine Pflicht nicht erfülle, darüber zu wachen, daß der Parteiaufbau durchgeführt werden könne und nicht von verbrecherischen Elementen gefährdet und gestört werde.

Vier Mexikaner von Banditen ermordet.

Aus Mexiko wird berichtet, daß der Bürgermeister von Guadalasara und drei seiner Freunde von Banditen in einen Hinterhalt gelockt und e r m o r - d e t wurden. Das Verbrechen, das große Erregung hervorgerufen hat, wird auf politische Beweggründe zurückgeführt.

Wettervoraussage.

Die Skandinavienstörung ist schnell östlich abge­wandert, und kräftiger Barometeranstieg hat von Westen her eingesetzt. Da noch vorwiegend westliche Luftzufuhr herrscht, tritt zeitweise wechselhafte Be­wölkung auf, doch bleibt es im wesentlichen trocken, und unter dem Einfluß des hohen Druckes wird auch Aufklaren zustande kommen. Dabei gehen nachts infolge der Ausstrahlungen die Temperaturen bis unter den Geftierpunkt zurück.

Aussichten für Samstag: Leicht wech­selnd-bewölkt mit Aufklaren, nachts wieder kälter, trocken.

Aussichten für Sonntag: Teils wolkig, teils aufklarend, Nachtfrost, trocken.

Lufttemperaturen am 8. Februar: mittags 5,5 Grad Celsius, abends 5,1 Grad; am 9. Februar: morgens 2,1 Grad. Maximum 6,5 Grad, Minimum 1,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 8. Februar: abends0,2 Grad; am 9. Februar: morgens0,2 Grad. Niederschläge 0,2 mm. Sonnenscheindauer % Stunden.

Amtliche Wintersportnachrichlen.

Vogelsberg. Hoherodskopf: Dunstig, 6 Grad, 55 bis 60 cm Schnee, 5 cm Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeit sehr gut. H e r ch e n Hainer Höhe: Heiter, 2 Grad, 25 cm Schnee, Pulverschnee, 5 cm Neuschnee, Sportmöglichkeit gut.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. 11 700. Druck und Verlag: Brühl'sche Hniversitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.

wartete mit einer 75prozentigen Wahlbeteiligung. Diese Arbeitsgemeinschaft trat dann Ende 1932 bei den Gemeindewahlen hervor und erhielt sage und chreibe von allen abgegebenen Stimmen 0,4 Pro­zent, während 99,6 Prozent Stimmen für die deut- chen Parteien abgegeben wurden. In dieserAr­beitsgemeinschaft" sitzt kein einziger Saar­länder, ihre Geschäfte werden von ftanzösischen Beamten der Grubendirektion in Gemeinsamkeit mit dem Separatisten-Klüngel besorgt. Das Trei­ben der Sozialisten-Clique um Matz Braun ist hinlänglich bekannt und schon mehr wie einmal charakterisiert worden. Den Bestrebungen der Gru­bendirektion dienen dann noch frankophile Berg­arbeiter-Organisationen, die aber an der eigentlichen Saarbevölkerung keinerlei Rückhalt haben.

Auf wirtschaftlichem Gebiete besorgt die Geschäfte der französischen Propaganda dieVereini­gung der französiischen Industriellen und Kaufleute des Saargebiets", die aber in Wirklichkeit gegen die Interessen der Saarwirtschaft arbeitet und tatsächlich rein poli­tische Zwecke verfolgt. Außerdem versucht die ftanzösische Propaganda, sich noch durch eine Reihe vonunpolitischen" undneutralen" Organisatio­nen zu tarnen, die aber in Wirklichkeit inParis ihren Sitz haben. Auch auf kulturellem Gebiete wer­den alle möglichen und unmöglichen Versuche ge­macht, Einfluß zu gewinnen. Frankreich läßt sich offenbar die Propaganda etwas kosten. Mit der Herausgabe von Zeitungen, die in deut­scher Sprache erscheinen, hat die französische Pro­paganda bisher im Saargebiet sehr schlechte Ge­schäfte gemacht. So schlechte Geschäfte, daß diese Zeitungen vor Jahren schon ihr Erscheinen wieder einstellen mußten. Jetzt ist man erneut zur Zei­tungspropaganda überaegangen. Da haben wir denNeuen Saar - Kurier" mit den Ablegern St. Jngberter Abendpost",Neunkircher Abend- post" undFriedrichstal-Bildstocker Nachrichten", die zweifellos im Dienste der französischen Saar­propaganda stehen. DasSaarlouiser Jour- n a l" befindet sich im Besitz einer überwiegend ftan­zösischen Gesellschaft; außerdem sind noch zu nen­nen eine Zeitung, dieChroni k", einGeneral­anzeiger" und selbstverständlich die Marxistenpresse, nämlich dieV o l k s st i m m e und dieDeutsche Freihei t". Auch andere literarische Produkte die­nen der französischen Propaganda.

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt von dem Hm- fang des Organisationsapparates der ftanzösischen Saarpropaganda. Aber schon dieser kleine Ausschnitt genügt, um zu beweisen, daß alles andere richtig ist, nur nicht die Behauptung des französischen Abgeordneten Fribourg, Frankreich enthalte sich aller Beeinflussungsversuche, um die unbedingte Neutralität der Abstimmung sicherzustellen. Wie in Wirklichkeit diese Neutralität Frankreichs aussieht, davon redet schon allein der kurze Abriß, den wir soeben aus der französischen Propagandaküche gegeben haben, eine mehr als deutliche Sprache. Die fran­zösischen Propagandisten sind mehr denn je an der Arbeit, im Kampfe gegen das Saardeutschtum; es kann aber schon heute kein Zweifel sein, daß sie bei der deutschen Saarbevölkerung auf Granit bei­ßen werden.

klagten sind zum Teil Vertreter großer Firmen. Der Angeklagte I f f, Direktor der Zweigniederlassung Hannover der Kohle-Aktiengesellschaft Magdeburg, wurde roegen aktiver Bestechung zu sechs Mo­naten Gefängnis verurteilt, ein Angeklagter er­hielt 1000 Mk. Geldstrafe bzw. vier Monate Gefäng­nis, drei weitere Angeklagte 300 Mk. Geldstrafe bzw. zwei Monate Gefängnis. Gegen den letzten An­geklagten wurde das Verfahren eingestellt.

Der erste planmäßige Luftpostflug nach Südamerika.

Mit der Ankunft des Dornier-Wal D 2399Tai­fun" der Deutschen Lufthansa in Natal (Brasilien), wo er um 17.08 Hhr (MEZ.) eintraf, ist der erste Flug im planmäßigen Luftpostdie nst über den Südatlantik beendet worden. Dieser Flug hatte am 3. Februar morgens 9 Hhr mit dem Start des Heinkel-Schnellflugzeugs He 70 in Stuttgart zur ersten Etappe nach Sevilla begonnen. Von dort wurde die Erstpost nach Las Palmas und schließlich nach Bathurst (Britisch-Gambien) gebracht, wo die eigentliche Atlantik-Strecke begann. Am Mittwoch­morgen 4.05 Hhr wurde derTaifun" unter Füh­rung von Flugkapitän Blankenburg von Bord des FlugstützpunktesWestfalen" m i t d e m H e i n - kel-Katapult abgeschossen, um sodann 17.08 Hhr in Natal zu landen. Das Ziel des 13 900 Kilometer langen Flugweges ist Buenos Aires, das nunmehr von den deutschen Flugzeugen des Brasi­lianischen Syndicato Condor in Rio erreicht werden muß. Nach Bekanntwerden der Landung desTai­fun" in Brasilien sandte der Reichsluftfahrtminister Göring ein Telegramm an den brasilianischen Außenminister.

SA.-Kameradschaft.

Kurz vor Vollendung seines 52. Lebensjahres starb in Beuthen der SA.-Sturmführer Ernst K i s z y s k o an den Folgen eines Gallenleidens. Als drei Tage vor feiner Operation eine Blut­übertragung erforderlich wurde, meldeten sich im Krankenhaus 31 Angehörige seines Sturmes, die ihrem Führer durch Hingabe ihres Blutes helfen wollten. Einer von ihnen, der Sturmmann Word- z i k, der der gleichen Blutgruppe angehört, wurde zur Blutübertragung herangezogen. Aber auch dieses selbstlose Opfer konnte den Sturmführer nicht mehr retten.

Waffensludenlen unterstützen das Winlerhilfswerk.

Die am 29. Januar in allen Hochschulstädten vom Allgemeinen Deutschen Waffenring im Einvernehmen mit der Deutschen Studen­tenschaft veranstaltete Weihestunde ergab einen Heberschuß von mehr als 2 0 0 0 0 Mark; davon brachte die Berliner Weihestunde im Sportpalast allein über 13 000 Mark ein. Sturmführer Lang- hoff, der Führer des Allgemeinen Deutschen Waf­fenringes, konnte am Tage der Verkündung der neuen Studentenverfassung in der Berliner Phil­harmonie dem Führer persönlich einen Scheck über 20 000 Mark überreichen mit der Bitte, diese Summe als Beweis des Tatwillens der deutschen Waffen­studenten anzunehmen und darüber zur Linderung allgemeiner Not zu verfügen.

Eisenbahnunglück in Frankreich. 3 Tote, 40 Verletzte.

Umneit des Bahnhofs Lens rammte ein Güterzug einen Personenzug mit Bergarbeitern, der von Lille unterwegs war. Der letzte Wagen des Per­sonenzuges wurde völlig zerstört. Dabei sind drei Bergarbeiter ums Leben gekommen. Die Zahl der Verletzten beträgt etwa 40, darunter befinden sich zahlreiche Schwerverletzte.

Ein falscher Nationalsozialist.

Das Staatspresseamt teilt mit: Der erste Ober- spielleiter der Kölner Städtischen Bühnen, Franz Everth, der zukünftige Generalintendant des Hessischen Landestheaters in Darmstadt, hat auf per­sönliche Einladung des Präsidenten der Reichs- Theaterkammer, Ministerialrat Laubinger, den ehrenvollen Auftrag erhalten, für die Organisation Kraft durch Freuoe" im Großen Schauspielhaus Berlin, Theater des Volkes, das Gustav-Wasa- DramaAlle gegen einen einer für alle", des Münchener Schriftstellers Pg. Forster-Burg­graf zu inszenieren.

Süddeutsche Nationalfestspiele im Sommer 1934.

Um den wichtigsten deutschen Landschaftsbühnen einen bedeutsamen kulturellen Hintergrund zu geben, haben sich, wie die Landesstelle Bayern des Reichs­ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda mitteilt, die Städte Weißenburg und Wunsiedel m Bayern und Rudolstadt in Thüringen geeinigt, ihre Theater in einen gemeinschaftlichen Betrieb zu ver­einigen. Dadurch wird es möglich sein, wahrend der Monate Mai bis September mindestens 30 Berufs- fchaufpieler zu beschäftigen. Dem Kuratorium dieser vereinigten N a t i o n a l f e st s p i e l e von Rudol­stadt, Weißenburg und Wunsiedel gehört u. a. auch Ministerialrat Otto Laubinger, der Präsident der Reichstheaterkammer an.

Bildhauer August kraus f.

Der mit der stellvertretenden Wahrnehmung des Amtes des Präsidenten der Preußischen Akademie der Künste beauftragte Bildhauer Professor August K r a u s ist in Berlin im Alter von 65 Jahren durch Herzschlag verschieden.

Hanns Iahst verläßt Berlin.

Wie derVölkische Beobachter" meldet, wird der Dramatiker Hanns Johst, um in lebendiger Beziehung mit der Entwicklung des europäischen Theaterwesens zu bleiben, eine Reise m die wich- Hgsten Kulturländer unternehmen Die Reise ist aus eine Dauer von 6 Wochen beabsichtigt. Hanns Johst gedenkt im März seine - gesammelten Erfahrungen der Bewegung von neuem zur Verfügung zu stellen.

Die Arbeit der Deutschen Akademie.

Im Berliner Freundeskreis der D e u t s ch e n Akademie sprach der Senator der Akademie, Vizepräsident des Reichstages, Staatsrat Dr. von k anläßlich der Zusammenkunft der Förderer Ler die ÄX öl' Deutschen Akademie seit bet Gründung. Staatsrat von Stauß, der selbst zu den Gründern der Akademie gehört, konnte Näheres über die Entstehung berichten zu einer ^.ayerev u die antmationale

W-WUW ISSiffil Sprachwerbung im Auslano e ,

weiterhin die Fürsorge für die hohen Ästigen B - dürfnisse des Auslandsdeutschtums und die £ Ziehungen zu führenden Persönlichkeiten des Aus- landes pflegt. Gerade heute, wo eine feindliche Au landspropaganda das neue Deutschland m gehchf g- fter Weise verleumdet, gewinnt die Deutsche. zira Lernte, die im Sinne eines wahren Kulturdienstes nur die Leistung für sich sprechen laßt, die aller größte Bedeutung.

Im außenpolitischen Ausschuß der ftanzösischen Kammer ist kürzlich über das Saargebiet gesprochen worden; dabei hat ein Abgeordneter gegen die an­geblichmaßlose" deutsche Propaganda Stellung genommen und allen Ernstes behauptet, Frankreich enthalte sich im Saargebiet aller Be- einflussungsoersuche, um die unbedingte Neutrali­tät der Abstimmung sicherzustellen. Daran ist natür­lich kein wahres Wort. Wir erinnern uns aus der Besatzungszeit, in welchem Maße damals d i e Franzosen Propaganda trieben. Allerdings stan­den die Taten der französischen Besatzung im um­gekehrten Verhältnis zu ihren schönen Worten; die ganze Propaganda scheiterte zudem an dem entschie­denen Willen der deutschen Bevölkerung. Es kann schon jetzt gesagt werden, daß das an der Saar nicht anders sein wird. Angesichts der Behaup­tung des Abgeordneten Fribourg im französischen Kammerausschuß sei aber in großen Zügen einmal dargelegt, daß genau das Gegenteil von dem richtig ist, was der Abgeordnete erklärt hat.

Die Zentrale, die seinerzeit in Paris zum Zwecke der französischen Propaganda im Rheinland ins Le­ben gerufen wurde und die auch in inniger Fühlung­nahme mit der damaligen Separatistenbewegung stand, besteht auch heute noch und hat sich augen­blicklich als Hauptziel die Propaganda im Saar­gebiet ausersehen. So behandelt der sogenannte Ausschuß für das linke Rheinufer" jetzt die Saarfrage im Zusammenhang mit beson­deren Spezial-Organisationen. Da gibt es einen Französischen Saarverei n", der die dauernde Aufrechterhaltung des politischen und wirt­schaftlichen Einflusses Frankreichs im Saargebiet bezweckt, woraus ganz deutlich hervorgeht, daß der Gedanke der Autonomie des Saargebietes keine saarländische Pflanze ist, sondern von den annexio- nistischen französischen Saar-Organisationen pro­pagiert wird.

Im Mittelpunkt der französischen Saarpropaganda steht die Bergwerks-Direktion des Sa ar­ge b i e t e s , der die Verwendung der Gelder für die Propaganda obliegt. Es ist ja bekannt, daß die Grubenverwaltung des Saargebiets vor allem stärksten Druck auf Die Arbeitnehmer der Saar­gruben auszuüben versucht. Ja, man kann geradezu von einem Terror sprechen. Gerade aus dieser Ecke heraus wird die ParoleDas Saargebiet den Saar­ländern!" zu propagieren versucht, obwohl die Saar­länder nichts sehnlicher als die Heimkehr in die Ge­meinschaft des deutschen Vaterlandes wünschen.

Die verschiedensten Einrichtungen im Saargebiet sind auf die französische Propaganda zurückzuführen. Es gab sogar politische Parteien im Dien st e der Saar-Autonomie, die aber bisher kläglich Fiasko gemacht haben. Als Kartell- Organisation verschiedener vornehmlich wirtschaft­licher Verbände hat man vor drei Jahren dieA r - beltsgemeinschaft zur Wahrnehmung saar­ländischer Interessen" gegründet, wobei man behauptet hat, es würden sich deren Mitglieder aus allen sozialen, gesellschaftlichen und weltanschau­lichen Schichten der Saarbevölkerung zusammen­setzen. Als dann 1932 es zur Landeswahl kam, proklamierte diese sogenannte Arbeitsgemeinschaft Wahlenthaltung: die deutsche Saarbevölkerung ant-

eben jener Hnschuld in Person. Sie wurde jetzt wieder zu zwei Jahren Zuchthaus, fünf Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht ver­urteilt.

Was ist das Leben ohne Aulosport?

Der Direktor des königlich-ungarischen Automobil­klubs, Edmund D e g h y hat sich vergiftet. In seinem Abschiedsbrief gibt er als Grund seines Selbst­mordes an, daß er infolge hochgradiger Blutarmut sich dem Automobilsport nicht mehr widmen könne. Ohne Automobilsport bedeute ihm das Leben aber nichts.

Vestechungsprozeh in Detmold. Selbstmord des hauplangeklagken.

Der in Detmold verhandelte große Bestechungs-

Prozeß gegen den früheren Direktor des Elektri­zitätswerkes in Lemgo, Nolte, brachte bei Eröff­nung der Verhandlung eine Heberrafchung. Der Vorsitzende teilte mit, daß der Hauptangeklagte Nolte, als die Beamten des Gerichtsgefängniffes ihn hätten vorführen wollen, in feiner Zelle erhängt aufgefunden worden ist. Direktor Nolte war beschul­digt, Bestechungsgelder im Gesamtbetrag von etwa

Gäbelllirren in Moskau.

Unser Schwert ist geschärft."Die Rote Armee wartet nur auf den Befehl..

R e v a l, 8. Febr. (DNB.) Auf dem Kommunisti­schen Parteitag in Moskau sprach am Donnerstag der Oberstkommandierende der Roten Armee im Fernen Osten Blücher. Er legte ein Bekenntnis zu Stalin und zur Politik der Partei ab und be­tonte, daß die gesamte russische Armee nur ai>f den Befehl warte und fertig sei für den Fall, daß Rußland angegriffen würde. Die Rote Armee werde ihre Pflicht erfüllen, ohne mit der Wimper zu zucken.

Anläßlich der für Freitag vorgesehenen P a r a d e b e r Roten Armee zu Ehren des 17. Parteikon­gresses erläßt der Kriegs- und Revolu- tionsrat einen Armeebefehl, m dem es u. a. heißt .Angesichts des 17. Parteikongreffes bekundet die Rote Armee ihre unbedingte Treue zur Sache des Sozialismus, ihre Kampfbereitschaft und ihre Bereitschaft, in jedem Augenblick und gegen jeden Feind auszuziehen, um die sozialistische Heimat siegreich zu schützen Die Rote Armee ist die einzige Armee in der Welt, die nicht für den Imperialismus bestimmt ist, nicht für die Eroberung fremden Bodens. Zusammen mit dem ganzen Lande, zusammen mit der Partei ist die Rote 2Ifrmee bestrebt, den Frieden zu schützen. Aber unser Schwert ist geschärft und bereit, jeden zu treffen, der die friedliche Arbeit des soziali­stischen Landes zu bedrohen versucht. Derjenige, der es wagen sollte, unsere Grenzen zu überschreiten, wird vernichtet werden."

Kleine politische Nachrichten.

Der Reichskanzler empfing eine Abordnung des Sächsischen Gemeindetages, die ihm den Ehrenbürgerbrief der sächsischen Gemeinden überreichte, und ferner den Bürgermeister von Pyrmont, der die Hrkunde derAdolf-Hitler- Bad-Pyrmont-Stiftung" überbrachte. Während des ganzen Kurjahres werden sechs Volksgenossen in Bad Pyrmont kostenlos ausgenommen, verpflegt und ärztlich behandelt. Das Verfügungsrecht über die Stiftung hat der Reichskanzler der Gauleitung Groß- Berlin der NS.-Volkswohlfahrt übertragen.

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Der Generalstaatsanwalt stellte im Röchling- Prozeß am Donnerstag folgende Strafanträge: Gegen Röchling als Täter eine Geldstrafe von 5000 Franken, gegen Hall als Gehilfen 500 Fran­ken, gegen Dibo, Merfcher und H i l l m a n n je 75 Franken Geldstrafe.

Die im Jahre 1873 gegründete christlich-konser­vative ZeitungDer R e i ch s b o t e" hat jetzt ihr Erscheinen als Tageszeitung eingestellt. Das Blatt wird jedoch unter dem gleichen Namen vom 11. Februar ab alsDeutsch-evangelische Wochenschrift" fortgeführt.

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In Rom ist ein Abkommen unterzeichnet worden, durch das die diplomatischen Beziehungen zwi­schen Ungarn und der Sowjetunion wiederhergestellt werden.

Kunst und Wissenschaft.

Ehrenvoller Auftrag an den künftigen Darmstädter Generalintendanten.

Windstärke 10 und Wintergewitter über Berlin.

Das S t u r m m e 11 e r, das seit Donnerstag ftüh ganz Norddeutschland Heimsucht, steigerte sich im Lause des Nachmittags über Berlin bis zu einer Durchschnittsstärke der Windgeschwindigkeit von 60 bis 70 Stundenkilometer. Es wurden sogar Böen bis zu 90 Stundenkilometer Windstärke 10 gemessen. Heber den westlichen Vororten brach ein Wintergewitter aus. Am stärksten machte sich der Sturm in den Außenbezirken der Reichs- Hauptstadt bemerkbar. Vielfach wurden Fußgänger vom Sturm einfach zur Seite geschleudert. Allent­halben wurde erheblicher Sachschaden angerichtet. Am schwersten heimgesucht wurde die Primus-Sied­lung in Reinickendorf-Ost. Dort war die ganze Dachkonstruktion der Reihenhäuser in einer Lange von etwa 150 Meter vom Sturm losgerissen wor­den Balken, Dachpappe und andere Baumaterialien hagelten auf die Straße nieder. Auf Den Alarm Menschenleben in Gefahr" rückten mehrere Losch- zuge an. Unter Scheinwerferbeleuchtung gingen die Feuerwehrleute daran, die Trümmer zu beseitigen.

Einsturz eines Iuntturmes.

Dem schweren Sturm ist auf dem Flugplatz in Fuhlsbüttel bei Hamburg der westliche der beiden großen Funktürme zum Opfer gefallen. Der ganze Funkturm stürzte unter donnerahnlichem Krachen zu Boden. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. Der Schaden ist zwar erheblich, doch steht demgegenüber, daß ohnehin die Beseitigung dieser beiden Funktürme geplant war. Der Funk­verkehr ist durch den Einsturz des Funkturmes nicht behindert. Die Böen brausten kurz vor dem Ein-